Säuli statt Drogenhunde, eine Seilbahn von Wildhaus zum Klanghaus, die kleinste Badi der Welt – das sind die April-Scherze aus der Ostschweiz
Die Kantonspolizei Thurgau postet auf Facebook in einem Video, dass sie künftig Drogenhunde durch Säuli ersetzt. Und der Umwelt zuliebe geht die Feuerwehr von Frauenfeld bald mit dem Bus löschen – man errät es schon: Auch dieses Jahr wird zum 1. April wieder ordentlich gescherzt.
SVP-Kantonsräte werden Bademeister
Auf das kleinste Skigebiet der Welt folgt nun die kleinste Badi der Welt. Und zwar im Churfirstengebiet. «Auf nur 6×3 Metern bietet es eine exklusive Möglichkeit, Natur und Wasser in intimer Atmosphäre zu erleben», schreiben sechs Toggenburger SVP-Kantonsräte in einer Medienmitteilung. Die sechs werden abwechselnd als Bademeister amten. Aktuell stellen sie beim St.Galler Amt für Kultur ein Gesuch für einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 450’000 Franken.
Idee und Beitrag kommen nicht von ungefähr: Die SVP hatte im Kantonsrat gegen das kleinste Skigebiet in der Stadt St.Gallen gewettert und den Lotteriefondsbeitrag von 45’000 Franken verworfen.
Pinke Wasserrutschbahn in Kirchberg
Die Gemeinde Kirchberg plant ebenfalls einen Badespass. Im Communiqué heisst es: «In Kirchberg entsteht bald der Rolls-Royce unter den Erlebnisbädern und Freizeit-Refugien: die Badeoase ‹IddaSplash›. Es soll die längste Wasserrutsche der Agglomeration Wil gebaut werden. Die Gemeinde hat ein Bild mitgeschickt: Die lange Rutsche wird pink sein.
Kybunpark wird zur «Nuklear-Arena»
Der FC St.Gallen sucht einen neuen Sponsor und Stadionpartner. Nun ist er fündig geworden: Ab der kommenden Saison werde das Heimstadion der Espen den Namen «Nuklear-Arena» tragen. Das Stadion-Logo wird ein leuchtendes Grün erhalten und zu den Heimspielen soll ein symbolischer «Atompilz» aufgestiegen werden lassen.
Auch die Brauerei Locher lässt sich die Chance auf den neuen Namen für den Kybunpark nicht entgehen. So soll das Stadion nach ihren Wünschen neu Quöllfrisch Arena St.Gallen heissen. Dazu gibt es am 1. April eine gratis Stadion-Tour mit unlimitiertem Quöllfrisch-Ausschank. «Und wer weiss? Vielleicht bringt unser Bier auch auf dem Platz eine Extraportion Glück», heisst es in einer Medienmitteilung.
Tiere im Einsatz
Wer braucht schon einen Rasenmäher, wenn man stattdessen grasfressende Tiere halten kann? An die Wiese im Skulpturengarten beim Würth Haus in Rorschach machen sich ab sofort Kühe ans Werk und ernten als Lob Streicheleinheiten der Besucherinnen und Besucher.
Und in Bischofszell übernehmen die vier Geissen Loic, Paul, Moritz und Lilly die Oberhand und werden in der Altstadt die Kopfsteinpflaster-Abschnitte vom Unkraut befreien.
Neue Schuluniformen
An der Schule des Ekkarthofs in Kreuzlingen bricht eine neue Ära an. Mit dem ausgehenden Schuljahr erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine Schuluniform – und zwar eine anthroposophische. Und die sieht laut einem Artikel so aus: weite Tuniken, bequeme Wollhosen und Strickwesten aus regionaler Schafwolle. Der Ekkharthof ist eine der grössten Institutionen für die Betreuung und Bildung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen im Thurgau.
Comeback von Philipp Muntwiler
Der FC Wil gibt in einer Medienmitteilung bekannt: «Philipp Muntwiler, der bis vor einem Jahr noch Captain des Teams war, gibt sein Comeback als Spieler. Der mittlerweile 38-Jährige soll der jungen Wiler Mannschaft weitere Stabilität verleihen und steht bereits am Abend gegen den FC Vaduz im Aufgebot.» Muntwiler hat seine aktive Karriere zwar bereits im Dezember 2023 beendet. Der Scherz ist aber nicht abwegig, weil es vergangenen Herbst tatsächlich ein Comeback gegeben hatte.
Seilbahn-Projekt in Planung
Laut einer Mitteilung ist eine Initiative «Pro Wildhaus Dorf» geplant. Geplant ist eine moderne Seilbahnverbindung zwischen dem Hotel Hirschen Waldhaus und dem Klanghaus am Schwendisee. Die Verbindung solle Kultur, Tourismus und Umweltbewusstsein vereinen. Aber: Das einstige Prestige-Hotel Hirschen musste in Wirklichkeit im Mai 2023 Konkurs anmelden.
Duftnoten statt Banknoten
Die Schweizerische Nationalbank hat aktuell eine neue Banknotenserie entwickelt, die 2026 vorgestellt werden soll. Speziell: Die Noten sollen duften. Damit wurde die Abtwiler Duftmarketingspezialistin Goodair AG beauftragt. «Jede der sechs neuen Banknoten wird einen individuellen Duft erhalten», heisst es im Artikel. Die Duftstoffe werden durch Berührung freigesetzt.
Solarbetriebener Abbruchbagger
Und zu guter Letzt: Das Abrissunternehmen KOF AG aus St. Margrethen sorgt mit einer Weltneuheit für Gesprächsstoff. Ein solarbetriebener Abbruchbagger mit integrierter Windkraft soll ab Sommer 2026 emissionsfrei Gebäude rückbauen. «Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Trend, sondern eine Verantwortung. Mit unserem solarbetriebenen Bagger setzen wir ein Zeichen für die Zukunft der Rückbaubranche», heisst es in der Medienmitteilung des Unternehmens.
So unterschiedlich all diese April-Scherze auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie zaubern uns Lesenden ein Lächeln ins Gesicht.
Schlagwörter
-
FC Vaduz
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben






Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.