Ramsch statt Gold: Bund warnt vor Schmuckbetrügern
Die beiden Betrüger gingen den Beamten an einem Basler Grenzübergang ins Netz. Der Rumäne und die Rumänin, beide 38, hatten in Muttenz versucht, direkt aus dem Auto heraus angeblich wertvollen Goldschmuck an blauäugige Passanten zu verkaufen.
Die Grenzbehörden wurden auf das verdächtige Treiben aufmerksam und stoppten das Paar vor der Ausreise nach Frankreich. Im Auto habe man diverse goldene Schmuckstücke gefunden, teilt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit mit. Die Siegelringe, Ketten und Broschen waren mit der Kennzeichnung «18k» versehen. Doch statt um 18-Karat-Goldschmuck handelte es sich um billigen Modeschmuck, wie die Rumänen selbst einräumten.
Zum Vorfall kam es Ende Juni, schreiben die Behörden. Die beiden geschnappten Verkäufer müssen wegen der Fälschungen mit einer Geldstrafe rechnen. Den angeblichen Goldschmuck haben die Beamten eingezogen.
Schmuck-Betrugsfälle nehmen zu
Wie das Bundesamt mitteilt, häufen sich in jüngster Zeit solche Schmuck-Betrugsfälle. Allein in der Region Basel hätten die Grenzbehörden und die Polizeien in den vergangenen Monaten mehrere vergleichbare Fälle registriert. Dabei versuchen Betrüger, vermeintlich wertvollen Goldschmuck sehr günstig zu verkaufen.
Gerade der viel zu günstige Preis sollte allerdings stutzig machen. Zudem raten die Behörden, nie Schmuck und andere Gegenstände aus Fahrzeugen oder auf der Strasse zu kaufen. Auch solle man sich nicht von angeblichen Notlagen oder Zeitdruck zu einem Kauf drängen. Verdächtige Verkäufe solle man sofort der Polizei melden.
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