Besser als Erdnussbutter: Als Topping, in Saucen oder Bowls – so gelingt Nussmus
Erdnussbutter ist in einigen Ländern nicht vom Frühstückstisch wegzudenken. Nussbutter – und damit ist nicht die braune Butter oder die Beurre noisette gemeint – ist in der pflanzlichen Küche populär. Verschiedene Sorten sind mittlerweile auch im Detailhandel erhältlich. Mit Peanutbutter haben sie nicht viel gemeinsam, denn sie sind nicht gezuckert. Deshalb kann man sie sowohl für süsse als auch für herzhafte Gerichte verwenden. Nussbutter, oder eben Nussmus, lässt sich auch selber herstellen. Dafür braucht es einen Mixer. Und eine Nuss nach Wahl.
Haselnuss, Mandeln, Cashew, Pekannuss oder Pistazie – aus allen Sorten lässt sich ein Nussmus herstellen. Ob man geschälte Nüsse verwendet oder nicht, ist ebenfalls Geschmackssache. Ich habe die Schale dran gelassen, weshalb meine Pistazienbutter eine dunkle, bräunliche Farbe hat. Wer die Nüsse sorgfältig schält, bekommt eine grünere Paste
Nussmus ist eine ideale Zutat für Dressings und Saucen, um eine cremige Konsistenz hinzubekommen. Erdnussmus wird in der asiatischen Küche, oft zusammen mit Sojasauce verwendet, zum Beispiel im Pad Thai, einem Nudel-Klassiker aus Thailand. Auch als Beigabe in Currys macht sich das Nussmus gut. Zwei bis drei Esslöffel Cashewmus verfeinern ein herbstliches Kürbiscurry.
So geht's
Zutaten- 200 g Nüsse nach Wahl (ergeben zirka ein halbes Configlas)
- Mixer
- Steriles Glas mit Deckel
Die Zubereitung ist simpel und man kann jegliche Nusssorten verwenden. Die Nüsse werden als Erstes in einer Pfanne während 10 bis 15 Minuten geröstet. Sanft, bei mittlerer bis niedriger Hitze – die Nüsse sollten rundherum leicht braun sein, aber nicht verbrennen, da sie sonst bitter werden.

Beim Rösten bilden sich Aromen. Bevor sie mit dem Mixer fein gehackt und gemahlen werden, lassen wir sie ein wenig auskühlen. Je nach Leistung des Küchengeräts dauert das schneller oder länger, bis die Nüsse nicht nur mehlig fein sind, sondern sich mit dem ausgetretenen Fett zu einer Masse verbinden. Bei mir dauerte das Mixen eher länger.

Am besten lässt sich das Nussmus in einem Glas mit Deckel aufbewahren. Damit es länger haltbar bleibt, müssen die Gläser mit heissem Wasser ausgewaschen und sterilisiert werden. Im Kühlschrank hält es grundsätzlich länger, die Konsistenz bleibt dort jedoch nicht so cremig.
Hier passt das Nussmus rein
Das Nussmus verfeinert die Frühstücksbowl: Zum Beispiel als Topping auf Porridge oder Müesli.

Apropos Zmorge: Aus dem Mandel-, oder Haselnussmus kann auch ein Brotaufstrich entstehen. Dazu nach Belieben Zucker, das Mark einer Vanillestange oder Kakao unter das Nussmus mischen.
Sowohl süss als auch salzig schmeckt das Pistazienmus. Etwa anstelle von Butter oder Olivenöl in einem Focaccia-Sandwich mit Mozzarella, Tomaten und Schinken. Ich habe das Pistazienmus als Basis für meine Pinsa verwendet: Auf dem warmen Teig verteilen, würzen und belegen.
Wer das Pistazienmus aus dem Glas verwendet, sollte darauf achten: Immer einen sauberen Löffel nehmen, so bleibt das Nussmus länger haltbar.

Simpel, aber gut! Mein Pinsa-Belag besteht neben dem Pistazienmus aus Cherry-Tomaten, etwas Rohschinken und Burrata. Einige gehackte Pistaziennüsse verteile ich darauf. Vielleicht mit einem kleinen Salat als Beilage. Ein tolles Mittagessen im Spätsommer oder Frühherbst!

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