Eine Pfanne, wenig Abwasch: Warum Eintöpfe im Alltag praktisch sind
Mit dem Wort Eintopf assoziieren die meisten Leute eine dicke Pampe. Eintöpfe sind aber deutlich variantenreicher als das – und punkten durch ihre Einfachheit.
Vor allem nach langen Arbeitstagen bietet sich das Kochen eines Eintopfs an: Wie der Name sagt, wird nur eine einzige Pfanne benötigt. Sind alle Zutaten im Topf, kocht sich der Znacht quasi von allein. Und der Abwasch nach dem Essen ist ebenfalls rasch erledigt.
Die wichtigsten Gelingtipps
Damit der Eintopf sicher gelingt, lohnt es sich, einige Hinweise zu beachten. Zutaten mit unterschiedlicher Garzeit, sollte man entweder unterschiedlich klein schneiden oder gestaffelt in die Pfanne geben. Karotten und Sellerie zum Beispiel kleiner schneiden als Zucchetti und Peperoni. Oder sie zuerst in die Pfanne geben. Wer unsicher ist, welches Gemüse welche Garzeit hat, kann dies etwa auf dieser Website nachschlagen.
Im Topf sollte immer genug Flüssigkeit sein. Wasser oder Bouillon kann jederzeit ergänzt werden. Gerade Nudeln saugen viel Flüssigkeit auf. Linsen oder Reis benötigen weniger. Kocht man mit einem Topf mit grossem Durchmesser, verdampft ausserdem mehr Flüssigkeit als bei einer kleineren Pfanne.
Fehlt dem Eintopf zum Schluss Aroma, kann man mit Balsamico oder Sojasauce abschmecken. Ist das Gericht zu wenig sämig, hilft ein Schuss Rahm. Je nach Geschmack und Zutaten bieten sich ausserdem Cayennepfeffer, Paprika, Curry, Tomatenpüree oder italienische Kräuter zum Würzen an.
Natürlich kann man sich beim Kochen eines Eintopfs ans Rezept halten – es gibt viele ausgezeichnete Kochanleitungen. Nötig ist es aber nicht. Das Eintopfzubereiten ist lustvoll und kreativ: Alles, was in der Kombination schmeckt, darf in den Topf.
«Bolognese» aus einem Topf
Um die Erinnerung an den Sommer im Frühherbst wachzuhalten, bietet sich ein italienisch inspirierter Eintopf an. Dabei werden die Nudeln direkt in der Sauce gar gekocht. Auf Englisch heissen solche Gerichte One Pot Pasta.
Für den Gemüse-Anteil eignen sich in diesem Rezept je nach Geschmack und Saison nebst Zucchetti auch Peperoni, Karotten, Knollensellerie, Lauch oder Pastinaken. Der Eintopf ist nach etwa 20 bis 30 Minuten fertig.

- 1 Knoblauchzehe
- 350 g Zucchetti
- 2 EL Olivenöl
- 400 g Hackfleisch (oder veganes Ersatzprodukt)
- 2 EL Tomatenpüree
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Cayennepfeffer
- 1 Prise Zucker
- 1 TL Salz
- 1 Dose gehackte Tomaten
- 500 ml Bouillon
- 250 ml Wasser (nach Bedarf nachgiessen)
- 250 g Pasta (am besten breite Nudeln, Kochzeit acht bis elf Minuten)
- 2 TL italienische Kräuter (nach Geschmack)
- Parmesan
Zubereitung: Das Gemüse würfeln, die Knoblauchzehe klein hacken. Das Olivenöl in einen grossen Topf geben. Das Hackfleisch bei mittlerer Hitze anbraten. Sobald es rundherum gebräunt ist, Knoblauch, Gemüse, Tomatenmark und alle Gewürze bis und mit Salz hinzugeben.
Kurz andünsten, dann mit den gehackten Tomaten und der Bouillon ablöschen. Die ungekochten Nudeln einrühren. Die Flüssigkeit aufkochen, danach bei mittlerer Hitze ohne Deckel köcheln. Nach einigen Minuten werden die Nudeln weicher und lassen sich unterrühren. Sollte die Flüssigkeit nicht ausreichen, etwas Wasser nachschütten.

Sind die Nudeln gar mit Kräutern abschmecken. Je nach Geschmack nachsalzen. Mit Parmesan servieren.
Noch besser: Es bleiben Reste übrig
Die Portion sättigt vier hungrige Erwachsene. Noch besser ist es, wenn Reste übrig bleiben. Dann kann das Essen im Topf abkühlen und in den Kühlschrank. Abwaschen muss man dann nur noch Messer, Schneidebrett und Bratschaufel. Also fast nichts. Und für die nächste Mahlzeit ist auch schon vorgesorgt.

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