Tunnel Gnalp-Steg: Ampelanlage vorübergehend im Wechselbetrieb
Im Zuge der Modernisierung wurde die bisherige Fahrzeugerkennung im Tunnel Gnalp-Steg mittels Induktionsschlaufen durch Lidar-Sensoren ersetzt. Diese erfassen Fahrzeuge anhand ihrer Abmessungen und ermöglichen eine differenziertere Klassifizierung. Ziel der Modernisierung ist ein optimierter Verkehrsfluss im engen Tunnel, in dem sich grosse Fahrzeuge nicht kreuzen können. Im Betrieb zeigte sich jedoch, dass das System unter den örtlichen Bedingungen noch nicht zuverlässig funktioniert. Dies führte wiederholt zu fehlerhaften Erfassungen, unzweckmässigen Signalschaltungen und Betriebsstörungen.
Daher müssen die Sensoren ausgetauscht und die Steuerungssoftware überarbeitet werden. Bis dahin wird der Verkehr im festen Wechselbetrieb geführt. Die beiden Fahrtrichtungen werden unabhängig vom Verkehrsaufkommen und von den Fahrzeugkategorien abwechselnd freigegeben. Dies gewährleistet einen stabilen und sicheren Betrieb und verhindert lange Wartezeiten infolge von Störungen. Dennoch können auch bei geringem Verkehrsaufkommen Wartezeiten von mehreren Minuten entstehen.
Die signalisierten Rot- und Grünphasen sind jederzeit einzuhalten. Rotlichtübertretungen gefährden die Verkehrssicherheit und beeinträchtigen zudem die laufenden Tests und Optimierungen der dynamischen Ampelsteuerung.
Die zuständigen Stellen arbeiten gemeinsam mit dem Lieferanten mit hoher Priorität an einer zuverlässigen Lösung. Ziel ist es, die Optimierungsarbeiten rasch abzuschliessen und wieder eine verkehrs- und fahrzeugabhängige Steuerung mit möglichst kurzen Wartezeiten zu ermöglichen. Sie danken den Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis und ihre Geduld. (ikr)
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