Bahnstrecke Feldkirch–Buchs ab Donnerstag wieder in Betrieb
Nach mehrmonatiger intensiver Bautätigkeit wird die Sperre der internationalen Bahnstrecke Feldkirch–Buchs wie geplant diesen Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 16 Uhr beendet. Ab Donnerstag verkehren wieder Züge zwischen Feldkirch und Buchs, schreibt die ÖBB in einer Mitteilung. Zuvor finden am Dienstag zwischen 15 Uhr und 22 Uhr Testfahrten statt. Die Eisenbahnkreuzungen schliessen bereits während den Testfahrten gesteuert durch die Betriebsführungszentrale.
Neuer Bahnhof Nendeln nimmt Betrieb auf
Mit der Wiederaufnahme des Bahnverkehrs geht auch der modernisierte Bahnhof Nendeln in Betrieb. Die Verkehrsstation wurde während der Streckensperre umfassend erneuert und barrierefrei ausgebaut. Dafür wurden die bestehenden Bahnsteige und Gleisanlagen rückgebaut und durch moderne Infrastruktur ersetzt.
Künftig stehen den Fahrgästen zwei neue, jeweils 120 Meter lange Bahnsteige mit stufenlosem Einstieg in die Züge zur Verfügung. Vier barrierefreie Zugänge ermöglichen einen komfortablen Zugang zur Bahn. Ergänzt wird die Ausstattung durch digitale Fahrgastinformation, moderne Anzeigetafeln, Sitzgelegenheiten sowie überdachte Wartebereiche. Auch die betriebliche Infrastruktur wurde grundlegend modernisiert. Im Bahnhof Nendeln kommt künftig ein modernes elektronisches Stellwerk zum Einsatz. Es ersetzt eines der ältesten manuell bedienten Stellwerke der ÖBB.
Die Zugänge in der Bahngasse und Sägastrasse zwischen dem Bahnübergang und den Bahnsteigrampen werden noch bis 30. November 2026 fertiggestellt. Bis zum Abschluss der Baumassnahmen erfolgt in der Sägastrasse eine bauphasenabhängige Kundenwegeleitung, die einen sicheren Zugang zum Bahnsteig ermöglicht. Die neuen Behindertenstellplätze in der Sägastrasse stehen ab 1. Dezember 2026 uneingeschränkt zur Verfügung. Weitere Restarbeiten an verschiedenen Stellen sind noch im Gange.
Umfangreiche Modernisierung entlang der Strecke
Während der vier Monate dauernden durchgehenden Streckensperre haben die ÖBB entlang der rund 18 Kilometer langen Verbindung zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zahlreiche Infrastrukturmassnahmen gebündelt umgesetzt. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein für die Modernisierung einer der wichtigsten grenzüberschreitenden Bahnachsen der Region erreicht.
Während der Streckensperre haben bis zu 500 Arbeiter:innen Gleise und Unterbau auf mehreren Abschnitten erneuert, Eisenbahnkreuzungen modernisiert sowie moderne Leit- und Sicherungstechnik errichtet. Neue Signal- und Stellwerksanlagen sorgen künftig für einen noch zuverlässigeren Bahnbetrieb. Darüber hinaus wurden Oberleitungsanlagen, Telekommunikations- und Energieinfrastruktur auf den neuesten Stand gebracht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erneuerung wichtiger Bauwerke entlang der Strecke. Mehrere Brücken und Tragwerke wurden saniert beziehungsweise erneuert, darunter die Brücken über den Liechtensteiner Binnenkanal, den Werdenberger Binnenkanal sowie die Flutbrücke. Bei der Rheinbrücke in Buchs wurde der Korrosionsschutz umfassend erneuert. Diese Massnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherheit und Verfügbarkeit der Strecke.
Zusätzlich haben die ÖBB als Eigentümerin und Betreiberin der Strecke insgesamt zehn Eisenbahnkreuzungen in Österreich und Liechtenstein modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Damit wird die Sicherheit für den Strassenverkehr sowie für Fussgänger:innen und Radfahrer:innen weiter erhöht.
Insgesamt investieren die ÖBB rund 123 Millionen Euro in die Modernisierung der Bahnverbindung Feldkirch–Buchs. Das Projekt zählt damit zu den bedeutendsten laufenden Bahninfrastrukturvorhaben in der Bodenseeregion.
Nächster Meilenstein: Feldkirch Tosters
Mit dem Ende der Streckensperre ist das Ausbauprogramm entlang der Strecke noch nicht abgeschlossen. Der nächste wichtige Meilenstein folgt am 14. Dezember 2026 mit der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle Feldkirch Tosters.
Mit der Inbetriebnahme von Feldkirch Tosters wird gleichzeitig die bestehende Haltestelle Feldkirch Tisis aufgelassen. Die neue Verkehrsstation bietet künftig eine zeitgemässe Infrastruktur und verbessert die Erschliessung des Stadtteils und die Erreichbarkeit des Krankenhauses nachhaltig. Die Haltestellen Feldkirch Altenstadt und Feldkirch Gisingen, werden im Zuge der nächsten internationalen Streckensperre voraussichtlich 2030 erneuert.
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