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Heute gibt es die Krankenkassenprämien 2018

Innenminister Alain Berset und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlichen heute Donnerstag die Höhe der Krankenkassenprämien 2018. Eines ist so gut wie sicher: Die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung werden auch nächstes Jahr nicht billiger.
Die Gesundheitskosten zulasten der obligatorischen Krankenversicherung stiegen 2016 um 3,8 Prozent. Dies hat einen Einfluss auf die Höhe der Krankenkassenprämien 2018, die heute bekanntgegeben werden. (Symbolbild)
Die Gesundheitskosten zulasten der obligatorischen Krankenversicherung stiegen 2016 um 3,8 Prozent. Dies hat einen Einfluss auf die Höhe der Krankenkassenprämien 2018, die heute bekanntgegeben werden. (Symbolbild) (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

Jedes Jahr wird im Vorfeld der Veröffentlichung der Prämien heftig über den Anstieg gemutmasst, auch wenn der Bund sowohl den Versicherern als auch den Vergleichsdiensten verbot, vor der Ankündigung des Gesundheitsministers zu informieren.

Verschiedene Prognosen

Dennoch glauben Experten und Journalisten jeweils schon in den Tagen und Wochen davor zu wissen, um wie viel die Prämien teurer werden. Im kommenden Jahr dürften sie um 3 bis 4 Prozent steigen. Zu diesem Resultat kam zum Beispiel das Konsumentenportal Verivox, das zusammen mit Versicherungsexperten bei den Krankenkassen nachgefragt hatte.

Der "SonntagsBlick" wusste, dass die Standardprämien durchschnittlich um 3,5 bis 5 Prozent steigen werden. Von der "Aargauer Zeitung" befragte Versicherungsexperten sagten, sie rechneten mit einem Aufschlag von 3 bis 3,5 Prozent.

Fakt ist: 2016 stiegen die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung pro versicherte Person um 3,8 Prozent. Diese Zahl veröffentlichte am Dienstag der Krankenversicherer-Verband santésuisse. Die Gesundheitskosten 2016 zulasten der Krankenversicherung prägen die Krankenkassenprämien 2018.

Bundesrat überbringt "bad news"

Gesundheitsminister Berset wird die Höhe der Prämien heute um 13 Uhr bekanntgeben. Für die Vorsteher des Eidg. Departements des Innern (EDI) ist die Überbringung der "bad news" mittlerweile zum "courant normal" geworden, von der sie sich nicht drücken. Das war aber nicht immer der Fall.

2003 verzichtete der damalige EDI-Vorsteher Pascal Couchepin darauf, die Prämien 2004 selber zu präsentieren und zu kommentieren. Das brachte ihm viel Kritik ein. Ihm wurde vorgeworfen, er stelle sich nicht der politischen Verantwortung.

Der Durchschnitt der Krankenkassenprämien sage nicht viel aus für die einzelnen Versicherten, verteidigte sich Couchepin damals. Deshalb habe er darauf verzichtet, den Prämienanstieg gegenüber der Öffentlichkeit zu kommunizieren. (sda)

 

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