Brand in Crans-Montana: Das ist die Todesbar «Le Constellation»
Nach dem tödlichen Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana rückt die Bar und Lounge «Le Constellation» zunehmend in den Fokus. Dutzende Menschen kamen bei dem Feuer ums Leben. Die Ermittlungen zur Ursache laufen, gesicherte Erkenntnisse dazu gibt es bislang nicht. In lokalen Medien wird spekuliert, dass Pyrotechnik eine Rolle gespielt haben könnte. Bestätigt ist dies nicht.
Auffällig ist jedoch, dass die Online-Präsenz des Lokals kurz nach dem Ereignis verschwand. Bereits in den frühen Morgenstunden waren die Facebook- und Instagram-Seiten der Bar nicht mehr erreichbar, bei Google wurde der Betrieb als «temporär geschlossen» geführt. Das konkrete Silvesterprogramm lässt sich seither nicht mehr nachvollziehen. Ob diese Löschungen in direktem Zusammenhang mit dem Brand stehen, ist offen.
Beliebter Treffpunkt im Skigebiet
Das «Le Constellation» liegt zentral im Walliser Ferienort Crans-Montana und wurde als Bar, Nachtclub und tagsüber als Café betrieben. In Tourismusbeschreibungen wurde das Lokal als stilvoller Treffpunkt mit festlicher Atmosphäre beworben, insbesondere bei internationalem Publikum. Online-Bewertungen bezeichneten die Bar mehrfach als angesagten Ort für Après-Ski und Nachtleben.
Der Betrieb bot Platz für rund 300 Personen im Innenbereich sowie zusätzliche Sitzplätze auf einer beheizten Terrasse. Fotos zeigen eine Einrichtung mit vielen Holzelementen. Zum Angebot gehörten regelmässige DJ-Auftritte, Sportübertragungen auf mehreren Bildschirmen sowie ein separater Raucher- und Shisha-Bereich.

Eigentümer und Bewertungslage
Gegründet wurde das Lokal 2015 von einem französischen Ehepaar aus Korsika. Laut Fachberichten übernahmen sie das Gebäude in sanierungsbedürftigem Zustand und gestalteten es vollständig neu. Das Paar betreibt in der Region weitere gastronomische Angebote und galt in Crans-Montana als aufstrebend.
Auf Bewertungsplattformen erhielt das «Le Constellation» insgesamt gute Noten. Kritische Stimmen bemängelten jedoch wiederholt den Umgang mit Gästen, mangelnde Professionalität sowie ein aus ihrer Sicht ungünstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders auffällig war eine vergleichsweise tiefe Bewertung im Bereich Sicherheit, wo das Lokal nur 6,5 von 10 Punkten erreichte, wie «20 Minuten» berichtete .

Ermittlungen laufen
Die Kantonspolizei Wallis untersucht derzeit die genauen Umstände des Brandes. Zu baulichen Fragen, Sicherheitsvorkehrungen oder möglichen Versäumnissen äussern sich die Behörden bislang nicht. Auch von Seiten der Betreiber gibt es derzeit keine öffentliche Stellungnahme zu den Vorwürfen oder zum Unglück selbst. (watson/mke)
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