Wirsing macht diesen Strudel gross: Comfort-Food für kalte Wintertage
Zugegeben: Wirsing gehört nicht zu meinem Lieblingsgemüse. Nicht, weil ich den Kohl nicht mag. Vielmehr, weil er mich nicht inspiriert. Es fehlen die Ideen. Als (Gersten-)Suppeneinlage taugt der Wirz natürlich immer. Auch in Eintöpfen ist er beliebt. Und natürlich als wichtigste Zutat für Kohlwickel. Die habe ich auch schon ausprobiert, so richtig warm geworden bin ich mit dem Rezept, das viele Deutsche von ihrer Oma kennen, allerdings nicht. Schwierig ist die Zubereitung der Kohlrouladen oder Kohlwickel zwar nicht, aber der Aufwand ist doch nicht zu unterschätzen.
Spätestens, wenn der nächste Wirsing im zweiwöchentlichen Gemüsepaket liegt, geht das Grübeln wieder von vorn los. Angesichts der vielen Vitamine und Mineralstoffe, die das Gemüse enthält, lohnt es sich, den Kohl nicht links liegenzulassen.
Naheliegend ist die Zubereitung in der Pfanne. Eigentlich unkompliziert: In Streifen schneiden und dämpfen. Das Resultat ist allerdings auch geschmacklich eher einfach. Was in der Pfanne geht, muss auch im Ofen möglich sein: Zum Beispiel in Viertel schneiden und rösten.
Ein Rezept, bei dem der Wirz jedoch mehr hergibt als bloss Beilage, ist ein herzhafter Strudel. Er ist gar nicht aufwendig. Gerade mit dem fertigen Teig im Nu gemacht. Das Ergebnis ist ein winterliches, vegetarisches Wohlfühlessen.
Zutaten für einen Wirsing-Kartoffel-Strudel- 350g Wirz
- 250g Kartoffeln
- ca. 200g Bergkäse
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- Salz, Pfeffer, Paprika und Muskatnuss
- Etwas Butter zum Braten und geschmolzen zum Bestreichen
- Wenig Rahm (zum Bestreichen)
- 1 Strudelteig
Die Kartoffeln mit der Schale im Wasser weich kochen. Abgiessen, abkühlen, schälen und mit der Röstiraffel reiben. Den Käse ebenfalls mit der Röstiraffel reiben und zu den Kartoffeln geben. Den Wirsing in Streifen schneiden und im Wasser blanchieren. Dann gut abtropfen. Die Zwiebel fein schneiden und in der Pfanne mit Butter andünsten. Später den Knoblauch beigeben und den Wirz kurz mitdünsten. Dann kommen Kohl, Zwiebel und Knoblauch zur restlichen Füllung dazu. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskatnuss würzen.
Wer den Teig selbst macht, kann sich ans Apfelstrudel-Rezept halten und 200g Mehl, 1dl Milch, 1 Eigelb, 1El Öl, ½Tl Salz sowie 1Tl Zitronensaft verwenden. Die flüssigen Zutaten zuerst gut miteinander verquirlen und dann in die Schüssel mit dem Mehl geben. Mit einer Kelle zusammenrühren und danach mit den Händen während mindestens 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Diesen dann unter einem mit warmem Wasser angefeuchteten Tuch oder unter einer heiss ausgespülten Schüssel bei Zimmertemperatur mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Zubereitung: Den selbstgemachten oder fertigen Teig auf ein feuchtes Tuch legen. Die Füllung auf dem unteren Teigdrittel verteilen und dabei vom Rand jeweils zirka drei Zentimeter frei lassen. Die Teigränder mit geschmolzener Butter bepinseln. Dann den Teig am linken und rechten Ende einschlagen und vom unteren, befüllten Drittel her nach oben aufrollen. Mit der offenen Seite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit geschmolzener Butter bestreichen. Wer mag, kann etwas Sesam darüber streuen.

Etwa 40 Minuten bei 200 Grad backen. Den Strudel während der Backzeit zwei- bis dreimal mit Rahm bestreichen. Vor dem Aufschneiden kurz auskühlen lassen.
Zu einem Stück Strudel passt ein winterlicher Salat, das ergibt einen wohligen Zmittag oder raffinierten Znacht. Wer es reichhaltiger mag, serviert einen Braten dazu und lädt zum Festessen.
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