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Tanklaster kippt um, Geländewagen überschlägt sich mehrfach: Schnee sorgt für etliche Unfälle

Das Wintercomeback hält sich in der Ostschweiz. Am Dienstagmorgen kam es wegen des Schnees zu mehreren Unfällen. Die Beteiligten wurden alle eher leicht verletzt.
Die Autofahrerin geriet auf die Gegenfahrbahn, wo sie mit eien Auto zusammenprallte. (Bild: Kapo SG)
Ein Unfall auf der A1 führte zu Stau im Morgenverkehr. (Bild: Kapo SG)
Der umgekippte Tanklastwagen war mit Heizöl beladen. (Bild: Kapo SG)
Das Fahrzeug überschlug sich mehrfach. (Bild: Kapo AR)
Der 30-Jährige Autofahrer blieb mit den Sommerreifen im Schnee stecken. (Bild: Kapo AI)

Meteorologisch hat der Frühling schon Anfang März begonnen. Wettertechnisch lässt er noch auf sich warten. Bereits am Montag schneite es in St.Gallen immer wieder leicht. Am Dienstagmorgen sah die Landschaft dann eher so aus, als würde bald Weihnachten und nicht Ostern gefeiert.

Die winterlichen Verhältnisse sorgten laut Medienmitteilung der Kantonspolizei für etliche Unfälle auf St.Galler Strassen. Einer davon ereignete sich kurz vor 7 Uhr auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung St.Gallen. Vier Autos prallten ineinander, was zu grossem Rückstau im Morgenverkehr führte.

Ein Unfall auf der A1 führte zu Stau im Morgenverkehr. (Bild: Kapo SG)

Ein weiterer Unfall wurde in Brunnadern gemeldet. Auf der Wasserfluhstrasse kam es kurz nach 6.45 Uhr zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos. In Krummenau geriet kurz vor 8.30 Uhr eine Frau mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn, wo sie mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstiess. Auf der Autobahn A3 in Mels prallte kurz nach 9.15 Uhr in Fahrtrichtung Zürich ein Auto gegen die Mittelleitplanke. Auch hier kam es zu Stau.

Kurz nach 9.30 Uhr kam in Ebersol ein mit Heizöl beladener Tanklastwagen von der Strasse ab und blieb rund 15 bis 20 Meter neben der Strasse auf der Seite liegen. Heizöl lief gemäss Communiqué der Kantonspolizei St.Gallen keines aus. Die Bergung des Tanklastwagens daure Stand Dienstagmittag an. Etwas später, um 9.45 Uhr, geriet in Niederwil eine Frau mit ihrem Auto am Bürerstich in Fahrtrichtung St.Gallen von der Strasse ab und blieb im Wiesland stecken.

Kurz nach 10 Uhr kam es auf der Autobahn A1 zu einem weiteren Unfall. Ein Mann prallte mit seinem Auto kurz vor dem Sitterviadukt in die Baustelle. Da bei der Auffahrtsrampe des Schorentunnel in Richtung A1 kurze Zeit später ein Sattelschlepper stecken blieb, bildete sich grosser Rückstau. Zeitweise mussten die Portale im Schorentunnel gesperrt werden.

Laut Simon Anderhalden, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, wurde bei den Verkehrsunfällen niemand verletzt. Die Höhe des Gesamtschadens könne noch nicht beziffert werden. «Planen Sie bei winterlichen Bedingungen mehr Zeit für den Weg ein», appelliert Anderhalden.

Der umgekippte Tanklastwagen war mit Heizöl beladen. (Bild: Kapo SG)

Mit Sommerreifen im Schnee unterwegs

Leichtverletzte gab es gemäss Kantonspolizei auch bei Unfällen in Appenzell Ausserrhoden. Einer ereignete sich in Wienacht-Tobel, der andere in Gais. Um 6.40 Uhr lenkte ein 32-jähriger Mann einen Geländewagen von der Oberen Egg auf der schneebedeckten Zufahrtsstrasse talwärts in Richtung Gais. Das Fahrzeug geriet dabei ins Rutschen und kam gegen das Schneebord am Fahrbahnrand, schreibt die Polizei in einer Medienmitteilung.

Daraufhin rollte der Geländewagen über das abfallende Wiesenbord und überschlug sich dabei mehrmals. Das Fahrzeug kam schliesslich etwa 40 Meter unterhalb der Strasse zum Stillstand. Der Fahrzeuglenker und seine Beifahrerin erlitten eher leichte Verletzungen. Sie wurden durch den aufgebotenen Rettungsdienst ins Spital überführt. Für die Fahrzeugbergung wurde ein Abschleppdienst aufgeboten. Die Ausserrhoder Polizei rät ebenso zu mehr Geduld und angepasster Geschwindigkeit beim Autofahren. «Im Zweifelsfall das Auto lieber stehen lassen.» Ohne Allradantrieb sei man derzeit ohnehin chancenlos.

Das Fahrzeug überschlug sich mehrfach. (Bild: Kapo AR)

Dies zeigt sich in Appenzell, wo am Dienstagmorgen, kurz vor 7 Uhr, ein Autofahrer mit Sommerreifen stecken geblieben ist. Der 30-Jährige fuhr auf der schneebedeckten Gaiserstrasse vom Hirschbergkreisel talwärts in Richtung Spitalkreisel. Vor dem Spitalkreisel hielt ein vor ihm fahrendes Fahrzeug an, sodass der 30-Jährige nach rechts auswich.

Das mit Sommerreifen ausgerüstete Auto blieb im Schnee stecken und konnte nicht mehr ohne Hilfe weiterfahren, schreibt die Kantonspolizei Innerrhoden in einem Communiqué. Es gab weder Verletzte noch Sachschaden. Der Vorfall werde der Staatsanwaltschaft gemeldet. «Die Kantonspolizei ruft alle Verkehrsteilnehmenden auf, die Fahrzeugausrüstung und die Fahrweise den Strassenverhältnissen anzupassen.»

Der 30-Jährige Autofahrer blieb mit den Sommerreifen im Schnee stecken. (Bild: Kapo AI)

Während es in den höheren Lagen der Ostschweiz kräftig geschneit hat, blieb der Thurgau sowohl vom Schnee als auch von Unfällen verschont. (pd/nat)

 
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