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St.Galler Stadtpolizei bewilligt zwei Demos von Impfskeptikern – die Gegenseite protestiert ebenfalls

Am 14. Februar demonstrieren in der Stadt St.Gallen die Bewegung «Mass-Voll» und die Bürgerinitiative «Meine Entscheidung» gegen ein Impfobligatorium – beide Kundgebungen sind bewilligt. «Ostschweiz Nazifrei» ruft zu einer Gegenprotestaktion auf.
Frühere Demonstration der Bewegung Mass-Voll: Impfgegner demonstrieren im Jahr 2021 in der Stadt Luzern gegen Coronamassnahmen. (Bild: Urs Flueeler/Keystone)

Bereits vor einigen Tagen kündigte die Bewegung Mass-Voll eine Demonstration gegen ein Impfobligatorium im Kanton St.Gallen für den 14. Februar 2026 an – nun hat die Stadtpolizei St.Gallen die Bewilligung dazu erteilt. Auslöser des Widerstands ist das neue St.Galler Gesundheitsgesetz. Es sieht vor, dass die Regierung im Falle einer «erheblichen Gefahr» und für «besonders exponierte Personen» eine Impfpflicht verhängen kann. Der Protest von Mass-Voll wird von dessen Präsidenten Nicolas Rimoldi organisiert. Der Demonstrationszug startet um 12.30 Uhr beim Kornhausplatz und verläuft dann durch die Innenstadt.

Eine weitere bewilligte Demonstration in gleicher Sache möchte «ein Zeichen für körperliche Selbstbestimmung und gegen staatliche Übergriffe» setzen. Die Anhängerinnen und Anhänger der Bürgerinitiative «Meine Entscheidung» starten ihren Protestmarsch gleichentags um 13.30 Uhr vom St.Leonhardspark aus. Die Abschlusskundgebung findet im Anschluss am Bärenplatz statt.

«Ostschweiz Nazifrei» ruft zur Gegendemo auf

«Aktuell gehen wir davon aus, dass die Demonstrationen gegen die Impfpflicht friedlich ablaufen», sagt Dionys Widmer von der Stadtpolizei St.Gallen. Allerdings habe man Kenntnis von Aufrufen gegen die Kundgebungen. So schreibt die Gruppierung «Ostschweiz Nazifrei» in einer Mitteilung, sie wolle zu bunten, kreativen und lauten Gegenprotestaktionen aufrufen und sich ab 13.12 Uhr in der Stadt St.Gallen aufhalten. Genaue Informationen zum Protest liefere «Ostschweiz Nazifrei» auf Instagram und weiteren Kanälen.

Widmer bestätigt, dass «Ostschweiz Nazifrei» bislang kein Bewilligungsgesuch für eine Demonstration eingereicht habe. «Wir wissen nicht genau, wie viele Leute diesem Aufruf folgen werden, behalten die Aufrufe aber im Auge», sagt Widmer. Auf die Frage, welche Konsequenzen eine unbewilligte Demonstration habe, sagt Widmer, dass die Teilnahme daran zu einer Anzeige führen könne.

Dass die Demonstrantinnen und Demonstranten am besagten Wochenende auf einige Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, Guggen oder «Födlebürger» treffen, ist nicht ausgeschlossen. Schliesslich finden dann diverse Fasnachtsveranstaltungen wie das Föbü-Nachmittagsprogramm oder der Fasnachtsgottesdienst statt. Widmer betont allerdings: «Viele der offiziellen Programmpunkte der Fasnacht finden erst nach Demonstrationsende statt.»

 
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