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Es muss nicht immer Mayo sein: Diese Kartoffelsalate schmecken auch bei mehr als 30 Grad

Bei Temperaturen, die an Badeferien am Mittelmeer erinnern, isst man lieber leichte Speisen. Keine Angst: Mit diesen Ideen von den Mittelmeerküsten, müssen Sie auch diesen Sommer nicht auf Kartoffelsalat verzichten.
Mit frischen Kräutern, Bohnen und Oliven: Dieser Kartoffelsalat ist ein währschafter Sommerzmittag. (Bild: Kaspar Enz)
Mit Minze und Zitronensaft ist auch ein Kartoffelsalat erfrischend. (Bild: Kaspar Enz)
Basilikum, Oliven und Tomaten: Kartoffelsalat von der Insel. (Bild: Kaspar Enz)
Die Insalata Pantesca schmeckt auch am nächsten Tag noch gut. (Bild: Kaspar Enz)
Schmeckt nach Griechenland: Kartoffelsalat mit Feta und Bohnen. (Bild: Kaspar Enz)
Ostbröckli-Autor Kaspar Enz. (Bild: Benjamin Manser)

So ein Kartoffelsalat ist vielleicht nicht das raffinierteste, aber oft das beliebteste Gericht auf dem Salatbuffet einer durchschnittlichen Grillparty. Allerdings verliert es gerade bei den Temperaturen, an die wir uns anscheinend gewöhnen müssen, etwas den Reiz. Mit Ei, Mayonnaise und allem was beim traditionellen Kartoffelsalat dazugehört, liegt der bei über 30 Grad doch etwas schwer im Magen.

Doch keine Angst. Nur weil es heiss ist wie früher am Mittelmeer, muss man nicht auf Kartoffelsalat verzichten – man macht ihn einfach so wie am Mittelmeer. Etwa so:

Salatet Batata: Frisch und einfach

Fangen wir in der Levante an. Salate gehören hier auf jede Mezze-Platte - und sie folgen meist einer einfachen Formel: Mit einem guten Schuss Zitronensaft, Olivenöl und vielen Kräutern schmeckt fast alles gut. Diesem einfachen Grundrezept folgt auch der libanesische Kartoffelsalat:

Zutaten für eine Schüssel
  • 600 Gramm festkochende Kartoffeln
  • Saft einer Zitrone
  • ca 4 EL Olivenöl
  • 1-2 Handvoll frische Kräuter, am besten Petersilie und Minze, evtl. auch Dill
  • Salz, Pfeffer, nach Belieben Sumac
Mit Minze und Zitronensaft ist auch ein Kartoffelsalat erfrischend. (Bild: Kaspar Enz)

Dafür werden die Kartoffeln in Würfel geschnitten gerade so gar gekocht und kühl gestellt – man kann sie allerdings auch mit der Schale kochen und erst dann schälen und würfeln. Während sie abkühlen, erst einmal den Zitronensaft und das Olivenöl in eine Schüssel geben, Frühlingszwiebel hacken und dazu geben, ebenso die Kräuter. Knoblauch dazu pressen, salzen. Alles gut verrühren und stehen lassen, bis die Kartoffeln abgekühlt sind. Diese dazu geben und gut vermischen. Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas Sumac abschmecken.

Mehr Mittelmeer geht nicht: Insalata Pantesca

Mitten im Mittelmeer, zwischen Sizilien und Tunesien, liegt Pantelleria: Eine kleine Insel, die für Kapern bekannt ist. Und die kommen hier natürlich auch in den Salat. Dazu kommen Tomaten, Basilikum und Oliven. So schmeckt mit einer «Insalata Pantesca» auch Ihr Grillfest unter einem Ahornbaum in Wittenbach oder Ermatingen wie unter einer Pergola am Mittelmeer – nicht nur wegen der Temperaturen!

Basilikum, Oliven und Tomaten: Kartoffelsalat von der Insel. (Bild: Kaspar Enz)
Zutaten für eine Schüssel
  • 400-500 Gramm festkochende Kartoffeln
  • 1 rote Zwiebel
  • 250-300 Gramm Cherrytomaten
  • ca 50 Gramm Oliven
  • ca 30 Gramm Kapern
  • 3 Zweige Basilikum
  • 2 EL Rotweinessig
  • 3 EL Olivenöl
  • 2-3 TL Getrockneter Oregano
  • Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln werden erst in der Schale gekocht, bis sie gerade gar sind, aber noch nicht zu weich. Die «Gschwellten» aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen. Derweil kann man schon mal mit dem Dressing beginnen: Den Essig in die Salatschüssel geben. Die roten Zwiebeln in Scheiben schneiden, salzen und zum Essig geben, verrühren.

Dann die Oliven halbieren und die Cherrytomaten vierteln. Die kühlen Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Alles zusammen in die Schüssel mit dem Essig und den Zwiebeln geben. Kapern dazu mischen, Basilikum dazu zupfen. Oregano, Pfeffer und Öl dazugeben, alles vermischen. Gegebenenfalls nachsalzen, und nicht pressieren: Am besten lassen sie den Salat vor dem Genuss mindestens eine Stunde stehen. Und es lohnt sich, genug davon zu machen: Am nächsten Tag ist er eher noch besser.

Die Insalata Pantesca schmeckt auch am nächsten Tag noch gut. (Bild: Kaspar Enz)

Mehr als eine Beilage: Kartoffelsalat mit Bohnen und Feta

Was, Sie haben nicht mal Lust auf Grillieren? Kein Problem. Dieser griechisch inspirierte Kartoffelsalat mit Bohnen und Feta kann glatt als Hauptspeise durchgehen.

Kartoffelsalat mit grünen Bohnen, Feta und Oliven
  • 500 Gramm Frühkartoffeln
  • 250 Gramm grüne Bohnen
  • 1 Handvoll griechische Oliven (z.B. Kalamata)
  • ca 100-150 Gramm Feta
  • Je ca 3 EL gehackter Dill und glatte Petersilie

Die Frühkartoffeln – je nach Grösse – halbieren oder vierteln, in Salzwasser gerade gar kochen. Derweil die frischen Bohnen rüsten und halbieren und im Salzwasser noch ein paar Minuten im Wasser mitkochen. Alles ableeren und abkühlen lassen. Die Oliven halbieren, die Kräuter hacken.

Schmeckt nach Griechenland: Kartoffelsalat mit Feta und Bohnen. (Bild: Kaspar Enz)

In einer Schüssel schon mal die Sauce vorbereiten. Dazu braucht es:

Dressing
  • 1 Schalotte
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Zitrone: abgeriebene Schale und ca 2 EL Saft
  • 1 EL Rotweinessig
  • 2 TL Senf
  • 1 EL Ahornsirup oder Honig
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zuerst die Schalotte hacken und mit dem Essig und dem Zitronensaft in eine Schüssel geben. Knoblauch dazu pressen, Schale dazu reiben und dann mit den weiteren Zutaten vermischen. Mit dem Salat in einer Schüssel vermischen. En Guete!

Ostbröckli-Autor Kaspar Enz. (Bild: Benjamin Manser)
 
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