«Solino» und «Sonnegrund» wollen definitiv fusionieren – kein Abbau geplant
Dass es beide wollen, ist schon länger bekannt, jetzt ist es offiziell: Die Seniorenzentren Sonnegrund in Kirchberg und Solino in Bütschwil sollen fusionieren. Gemäss einer aktuellen Medienmitteilung der beiden Pflegeheime liegt die neue Zweckverbandsvereinbarung vor. Dieser haben alle beteiligten Gemeinderäte zugestimmt: Bütschwil-Ganterschwil, Lichtensteig, Lütisburg, Mosnang und Wattwil als bisherige Verbandsgemeinden sowie Kirchberg als neue Verbandsgemeinde.
Der Zusammenschluss erfolgt durch eine Erweiterung des bestehenden Zweckverbands. Die Gemeinde Kirchberg tritt diesem bei und bringt den Betrieb des Sonnegrund mit ein. Auch der Verwaltungsrat und die Delegierten des Solino unterstützen gemäss der Mitteilung die Fusion.
Am 28. Februar 2027 wird in allen Verbandsgemeinden über das Vorhaben abgestimmt. Bei einem Ja startet der neue Zweckverband am 1. Januar 2028. Für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler entstehen gemäss der Mitteilung keine Kosten.
Einsparungen sollen in Personal investiert werden
Auch soll durch die Fusion niemand den Job verlieren. «Es gibt keinen Stellenabbau», heisst es dazu in der Mitteilung. Auf Nachfrage dieser Zeitung schreibt Ralph Rütsche, Betriebsleiter des Solino: «Dank dem Zusammenschluss können wir zum Beispiel durch gemeinsame Anschaffungen oder den geteilten Betrieb der IT-Infrastruktur Kosten einsparen.»
Diese Mittel sollen «in die Weiterentwicklung und Stärkung der Pflegequalität» investiert werden. «Gemeinsam könnten wir zum Beispiel eine Pflegeexpertin oder einen Pflegeexperten einstellen, was eine Organisation alleine nicht stemmen könnte», schreibt Rütsche.
Der ursprüngliche Impuls für die Fusion kam 2022 vom Sonnegrund. Seither wurde die operative Zusammenarbeit schrittweise weiterentwickelt. Immer mehr ältere Menschen und fehlende Fachkräfte würden das Wirtschaften für kleinere Organisationen immer schwieriger machen, heisst es in der aktuellen Mitteilung. Gemeinsam seien die beiden Seniorenzentren besser für die Zukunft gerüstet.
Im Heimalltag soll sich nichts ändern
Die Fusion wird das Pflegeangebot im unteren Toggenburg verändern. Seniorinnen und Senioren sollen sich gemäss der Mitteilung vermehrt tages- und übergangsweise in den Heimen aufhalten können. «Das entlastet auch Angehörige, die zu Hause pflegen», heisst es.
Auch dass man an den Standorten und den Namen der Seniorenzentren festhalten will, wird erneut bekräftigt. Der Sonnegrund wird derzeit bis 2028 für 20 Millionen Franken umgebaut und erweitert. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen zudem ihre Ansprechpersonen behalten. «In ihrem Alltag ändert sich nichts», schreiben Sonnegrund und Solino. (pd/rop)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.