Cyber-Rufschädigung? Anonyme Vorwürfe gegen Rheintaler Firma – das sagt die Polizei
Seit Dezember 2025 gehen laut der Geschäftsleitung anonyme E-Mails mit pauschalen Vorwürfen gegen Lüchinger Metallbau sowie gegen eine bei der Firma angestellte Person ein. In den vergangenen zwei Wochen habe die Frequenz der Nachrichten deutlich zugenommen. Teilweise seien auch Mitarbeitende, Geschäftspartner, Kundinnen und Kunden sowie Personen aus dem privaten Umfeld direkt angeschrieben worden, heisst es im Communiqué des Unternehmens mit Sitz in Kriessern.
Zu den konkreten Inhalten der anonymen Zuschriften äussert sich Lüchinger Metallbau nicht im Detail. Die Vorwürfe liessen sich nach heutigem Kenntnisstand nicht belegen, heisst es.
Firma auch von schlechten Bewertungen betroffen
Die Geschäftsleitung betont, die Firma handle rechtskonform. Die Lüchinger Metallbau AG hat nach eigenen Angaben die zuständigen Behörden informiert und steht mit der Kantonspolizei St.Gallen in Kontakt. Weitere Angaben zu möglichen Ermittlungen gibt es nicht. Zudem habe der Schutz der Mitarbeitenden oberste Priorität, schreibt die Firma im Communiqué. «Gleichzeitig setzt das Unternehmen alles daran, möglichen Schaden vom Betrieb sowie vom geschäftlichen und privaten Umfeld abzuwenden.»
Parallel dazu habe das Unternehmen seine Kommunikation verstärkt. Auf der Website wurde eine Stellungnahme veröffentlicht, zudem informierte die Firma Kundinnen, Kunden und Geschäftspartner per Newsletter. Auch auf den Social-Media-Kanälen nimmt sie Stellung zur Situation, heisst es in der Mitteilung.
Im Zusammenhang mit den anonymen Schreiben registriert die Firma nach eigenen Angaben vermehrt negative Online-Bewertungen. Diese würden geprüft und gegebenenfalls den Plattformbetreibern gemeldet. Empfängerinnen und Empfänger der anonymen E-Mails bittet das Unternehmen, deren Inhalte nicht weiterzuverbreiten.
Polizei steht am Anfang der Abklärungen
Die Kantonspolizei St.Gallen bestätigt auf Anfrage, dass sie vom Fall Kenntnis hat. Man sei daran, eine Anzeigeerstattung aufzugleisen, sagt Mediensprecher Florian Schneider. Welche konkreten Straftatbestände infrage kommen, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Dies müsse im Detail geprüft werden – in Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft.

Auch zur Frage nach möglichen Urhebern hält sich die Polizei zurück. Die Abklärungen stünden noch ganz am Anfang. Tendenziell gehe man derzeit eher von einer Einzelperson aus, sagt Schneider.
Wie häufig solche Fälle vorkommen, lasse sich nicht pauschal beantworten, sagt Kapo-Sprecher Schneider. Da die Ermittlungen noch am Anfang stünden, sei eine genaue Einordnung schwierig. Grundsätzlich handle es sich um einen Bereich der Cyber-Rufschädigung – solche Fälle kämen eher selten vor.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben







Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.