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Ebnat-Kappel: Alterswohnungen und Gemeindeverwaltung möglicherweise bald unter einem Dach

In Ebnat-Kappel soll es eine bauliche Kombination aus Alterswohnungen und Gemeindeverwaltung geben. Wie an der Bürgerversammlung vom Mittwochabend bekannt wurde, will die Gemeinde eine solche Möglichkeit prüfen.
Mit grossem Mehr hiess der Souverän von Ebnat-Kappel an der Bürgerversammlung die Erfolgsrechnung für das Jahr 2025 gut. (Bild: Christof Lampart)

Dass die Rechnung 2025, die mit einem Aufwandüberschuss von gut 994'000 Franken abschloss, von der Versammlung diskussionslos und mit nur einer Gegenstimme durchgewunken wurde, überraschte niemanden. Das Budget 2025 war von einem Aufwandüberschuss von rund 2,213 Millionen Franken ausgegangen, womit die Besserstellung rund 1,2 Millionen Franken ausmachte.

Weg muss konsequent fortgesetzt werden

Diese massive Besserstellung sei, so Gemeindepräsident Jon Fadri Huder am Mittwochabend vor 113 Stimmberechtigten in der evangelischen Kirche Ebnat, zum einen auf tiefere Aufwendungen beim Sach- und Betriebsaufwand und beim Transferaufwand zurückzuführen. Auf der Ertragsseite führten höhere Einnahmen bei den direkten Steuern natürlicher Personen zur positiven Entwicklung.

Allerdings hätten Letztere, so Huder, den Mindersteuerertrag von über 600'000 Franken bei den juristischen Personen nicht kompensieren können. Alles in allem bleibe die finanzielle Lage Ebnat-Kappels, trotz der deutlich besseren Erfolgsrechnung, schwierig. «Der eingeschlagene Weg muss noch konsequenter fortgesetzt werden. Sparen ist das eine, wir müssen aber auch die Einnahmeseite durch höhere Steuereinnahmen verbessern», erklärte Jon Fadri Huder.

Synergien beim Bau und im Betrieb möglich

Geht es nach einer Idee des Gemeinderates, so könnte eventuell auch die Gemeindeverwaltung zukünftig ihr Scherflein zur finanziellen Konsolidierung beitragen – falls die Gemeindeverwaltung von Ebnat-Kappel ins gleiche Gebäude zieht wie die zukünftigen Alterswohnungen Wier. Jon Fadri Huder beantragte einen entsprechenden Planungskredit von 50'000 Franken, der, da er nicht im Budget 2026 enthalten ist, dem fakultativen Referendum unterstellt ist. Heisst: Kommen innert 14 Tagen nach Bekanntgabe der Sammelfrist 200 Stimmen zusammen, so wird über den Betrag an der Urne abgestimmt.

Wird das Referendum nicht ergriffen, so soll die neue Idee – eine Unterbringung der Gemeindeverwaltung im Sockelgeschoss des Neubaus Alterswohnungen Wier – eingehend geprüft werden. Eine «grobe Machbarkeitsstudie», so Huder, ergab, dass ein Nebeneinander von Gemeindeverwaltung und Alterswohnungen gut möglich sein sollte. «Der Gemeinderat erhofft sich bei dieser Variante Synergien beim Bau und tiefere Kosten, als wenn wir allein bauen würden», erklärte Huder.

Mögliche Synergien seien auch bei einem Zusammengehen der Finanzverwaltungen von Wier und Gemeinde denkbar, oder auch im Personalwesen des Alterszentrums und der Gemeinde. Kommt der Planungskredit von 50'000 Franken zustande, so wird der im letzten November an der Bürgerversammlung gesprochene Planungskredit von 330'000 Franken für den Bau eines neuen Gemeindehauses vorerst nicht angetastet. «Wir stehen heute nicht vor einem konkreten Entscheid, aber wir wollen eine weitere Option seriös prüfen. Wir haben lange im Gemeinderat diskutiert, aber ich glaube, es könnte eine spannende Möglichkeit für die Gemeinde sein», sagte Gemeindepräsident Jon Fadri Huder.

 
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