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«Wir stehen im Schweigen zusammen»: Über hundert Menschen gedenken auf dem Klosterplatz St.Gallen

Zum nationalen Trauertag versammelten sich am Freitagnachmittag zahlreiche Menschen auf dem Klosterplatz in St.Gallen, um gemeinsam still zu beten, der Verstorbenen von Crans-Montana zu gedenken und ihre Verbundenheit mit den Verletzten und ihren Angehörigen zu bekunden.
In St.Gallen gedenken die Menschen der Opfer von Crans Montana und ihrer Angehörigen. Unter ihnen befanden sich auch Stadtpräsidentin Maria Pappa und Stadtrat Mathias Gabathuler. (Bild: Michel Canonica)

In der Mitte des Klosterplatzes in St.Gallen brennen sechs Kerzen. Immer mehr Menschen strömen über die fünf sternförmigen Wege auf den Klosterplatz. Sie versammeln sich im Kreis um dessen Mitte. Um kurz vor 14 Uhr richten sich Bischof Grögli und die reformierte Pfarrerin Kathrin Bolt an die unzähligen Versammelten: «Wir stehen zusammen – und verbinden uns mit den Opfern, den Hinterbliebenen und den Helferinnen und Helfern der schrecklichen Brandkatastrophe von Crans-Montana», sagt Bolt.

Auf den Glockenschlag um 14 Uhr folgt ein fünfminütiges Glockenläuten als Zeichen des gemeinsamen Innehaltens – bereits Minuten vor dem Stundenschlag liegt der St.Galler Klosterplatz im Schweigen. Angehörige der St.Galler Polizei, der Feuerwehr und der Rettungssanität gedenken gemeinsam mit den St.Gallerinnen und St.Gallern der Verstorbenen von Crans-Montana. Mit vielen Menschen in der ganzen Schweiz beten sie gemeinsam im Stillen und drücken ihre Verbundenheit mit den Verletzten und ihren Angehörigen aus.

Die Kirchen rund um den Klosterplatz – die Schutzengelkapelle, die Kathedrale und die St.Laurenzen Kirche – sind den ganzen Tag geöffnet, um Raum für Gebet, Stille und Trauer zu bieten. Seelsorgerinnen und Seelsorger verteilen Kerzen vor der Schutzengelkirche und stehen für Gespräche zur Verfügung. In der Schutzengelkirche entzünden die Gedenkenden ein Kreuz aus Kerzen. Neben diesen Kerzen erinnert auch Pfarrerin Bolt an das Licht in der Dunkelheit. «Die tiefsten Glocken läuten und wir stehen zusammen – im Schweigen – im Hoffen», sagte sie.

 
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