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Deutlich mehr alkoholisierte Unfälle mit E-Trottinetts: Im Kanton St.Gallen hat sich ihre Zahl 2025 verdoppelt

Die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik des Kantons St.Gallen für das Jahr 2025 liegt vor. Die Zahl der insgesamt polizeilich erfassten Verkehrsunfälle ist leicht zurückgegangen. Einmal mehr zeigt sich jedoch, dass der Hauptgrund für die Unfälle das Verhalten der Fahrzeuglenker ist.
Die Unfälle mit E-Trottinetts sind im Kanton St.Gallen in 2025 stark angestiegen. (Bild: Symbolbild:
St.Galler Tablatt)

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kanton St.Gallen ist im Jahr 2025 marginal um acht Unfälle gegenüber dem Vorjahr (total 2516) zurückgegangen. Laut Medienmitteilung der Kantonspolizei St.Gallen kann diese Entwicklung als positiv gewertet werden. Dies vor allem in Anbetracht, dass die Bevölkerung erneut gewachsen und auch die Zahl der in Verkehr gebrachten Fahrzeuge erneut gestiegen ist.

Die Verkehrsunfallstatistik 2025 des Kantons St.Gallen liefert folgende Erkenntnisse:
  • Die Zahl der erfassten Verkehrsunfälle ist mit insgesamt 2508 Unfällen marginal gesunken (-8).
  • Bei Verkehrsunfällen auf St.Galler Strassen verloren insgesamt 13 Personen bei 13 Unfällen ihr Leben.
  • Die Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten im Strassenverkehr stagniert nach einem Anstieg seit dem Jahr 2017.
  • Über 12 Prozent der Unfälle sind auf überhöhte Geschwindigkeiten zurückzuführen.
  • Fast 10 Prozent aller Verkehrsunfälle werden von alkoholisierten Verkehrsteilnehmenden verursacht: Insbesondere im Innerortsbereich sind die Unfälle mit Personenschaden mit der Hauptursache Alkohol stark angestiegen. Bei den E-Bikes ist ein erneuter Anstieg von Unfällen mit der Hauptursache Alkohol zu verzeichnen. Die Unfälle mit E-Trottinett sind stark angestiegen. Die Zahl der Fälle mit Hauptursache Alkohol hat sich verdoppelt.
  • Die Zahl der Fahrradunfälle ist angestiegen. Auffallend dabei ist die hohe Zahl der Selbstunfälle.
  • Motorrad-Unfälle sind erneut angestiegen. Dabei zeigt sich, dass nach wie vor die jungen Motorradfahrenden am meisten gefährdet sind.

Fehlverhalten der Lenkenden als häufigste Unfallursache

Der Leiter der Verkehrspolizei der Kantonspolizei St.Gallen, Philipp Sennhauser, fasst die Entwicklungen der Verkehrsunfallstatistik wie folgt zusammen: «Eines ist, zumindest im Moment, auch gegenüber früher gleich geblieben: Hinter dem Lenkrad und der Lenkstange sitzt ein Mensch, der Fehler macht.» Trotz der stetigen Verbesserung der Strasseninfrastruktur und den vielen ‹Helferlein› in und an den Fahrzeugen komme es immer wieder zu Unfällen. «Diese sind hauptsächlich auf das Fehlverhalten der Lenkenden zurückzuführen», sagt Sennhauser. «Dabei spielen Überschätzung der eigenen Fahrkünste, Ablenkung, aber auch die Einnahme von bewusstseinsverändernden Stoffen wie Alkohol, Medikamenten und Drogen eine gewichtige Rolle.»

Damit zeigt sich, dass die Kantonspolizei St.Gallen schon in den vergangenen Jahren die Prioritäten im Strassenverkehr richtig gesetzt hat und sie auch weiterhin gleich setzen muss, heisst es weiter im Communiqué. Das bedeutet konkret, dass auch in Zukunft die Fahrfähigkeit der Fahrzeuglenkenden kontrolliert sowie das Einhalten der Geschwindigkeit gemessen und geprüft wird. Ebenfalls wird kontrolliert, ob die sicherheitsrelevanten Verkehrsregeln eingehalten werden.

Miteinander und nicht gegeneinander

Die Kantonspolizei St.Gallen hat klare Erwartungen an die Verkehrsteilnehmenden: «Das Leben selbst birgt Risiken und mit der Teilnahme am Verkehr werden diese zusätzlich verstärkt», sagt Philipp Sennhauser. «Mit einer grossen Portion Vorsicht und Rücksicht können wir aber gemeinsam das Risiko erheblich senken. In diesem Sinne: Bleiben Sie vorsichtig und nehmen Sie Rücksicht.» (kapo/vat)

Die gesamte Statistik findet sich auf: Statistiken | sg.ch

 
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