Regierung veranlasst Evaluation und Revision des Konzepts Wolf Liechtenstein
Die Regierung hat an ihrer Sitzung vom Dienstag, 1. September 2026 beschlossen, das Konzept Wolf Liechtenstein zu evaluieren und zu revidieren. Anlass dafür sind die seit der letzten Revision im Jahr 2023 erfolgten Entwicklungen des überregionalen Wolfsbestands sowie im Wolfsmanagement der Nachbarländer, heisst es in der Medienmitteilung.
Seit der Genehmigung des Konzepts im Jahr 2019 hätten sich sowohl die Wolfsbestände im Alpenraum als auch die Erfahrungen im Umgang mit dem Wolf deutlich weiterentwickelt, schreibt die Regierung. Das Konzept Wolf Liechtenstein wurde deshalb bereits im Jahr 2023 erstmals revidiert. Die aktuellen Entwicklungen - darunter die im August 2026 bestätigte Bildung des grenzüberschreitenden Wolfsrudels «Falknis» - sollen in die nun anstehende Evaluation einbezogen werden. Im Rahmen der Evaluation soll insbesondere geklärt werden, welche Rolle Liechtenstein im Zusammenhang mit der Wolfspopulation im Alpenraum einnimmt und welche Verpflichtungen sich daraus ergeben. Zudem werden mögliche Anpassungen beim Umgang mit dem Wolfsbestand sowie Möglichkeiten zur Vermeidung von Schäden bei unmittelbarer Bedrohung von Nutztieren geprüft. Die Arbeiten umfassen darüber hinaus eine formelle Überarbeitung des Konzepts, insbesondere im Hinblick auf Zuständigkeiten und Bezeichnungen aufgrund der Bildung des Amtes für Wald, Natur und Landwirtschaft. Die Arbeiten werden vom Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft unter Einbezug der betroffenen Interessensgruppen durchgeführt.
«Ziel ist es, das Wolfsmanagement laufend an die fachlichen Erkenntnisse und die Entwicklungen im Alpenraum anzupassen und damit eine aktuelle und tragfähige Grundlage für den Umgang mit dem Wolf in Liechtenstein sicherzustellen», schreibt die Regierung. (ikr)
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