«Make-A-Wish» erfüllt Herzenswünsche schwerkranker Kinder
Einmal das Meer sehen, einen besonderen Menschen treffen, mit dem Helikopter über das Matterhorn fliegen oder für
einen Tag Tierpflegerin sein: Die Wünsche der Kinder, die von «Make-A-Wish» begleitet werden, könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch hinter jedem von ihnen steht ein Kind, dessen Alltag von einer schweren Erkrankung und oft langen, belastenden Behandlungen geprägt ist.
Make-A-Wish Schweiz und Liechtenstein möchte diesen Kindern und ihren Familien etwas geben, was in dieser Zeit besonders wertvoll sein kann: Vorfreude, gemeinsame Erlebnisse und neue Zuversicht. Seit der Gründung der Schweizer Stiftung im Jahr 2003 wurden rund 1000 Herzenswünsche erfüllt. Allein 2025 waren es 107, für dieses Jahr hat sich die Organisation mehr als 120 Wunscherfüllungen zum Ziel gesetzt.
Damit mehr Familien von Make-A-Wish erfahren
Mit der Teilnahme an der Hausmesse im Lova Center möchte Make-A-Wish nun auch in Liechtenstein verstärkt auf seine Arbeit aufmerksam machen. Es ist der erste öffentliche Event dieser Art im Fürstentum. «Das ist für uns ein wichtiger und sehr schöner Schritt», sagt Michelle Schmocker, Regional Manager Deutschschweiz und Liechtenstein. Die Organisation werde auch von Liechtensteiner Stiftungen unterstützt und wolle deshalb im Land stärker präsent und sichtbar sein. «Die Erlebnismesse im Lova Center bietet uns eine wunderbare Gelegenheit, mit den Menschen vor Ort persönlich in Kontakt zu kommen und unsere Arbeit erlebbar zu machen.»

Make-A-Wish hat bereits einige Herzenswünsche von Kindern aus Liechtenstein erfüllt. Mit der stärkeren Präsenz im Fürstentum verfolgt die Organisation aber vor allem ein Ziel: Mehr Menschen sollen Make-A-Wish und sein Angebot kennenlernen. «Wir wissen, dass es auch dort Kinder gibt, die für einen Herzenswunsch infrage kommen könnten, uns aber vielleicht noch nicht kennen», sagt Michelle Schmocker.
Um betroffene Familien zu erreichen, spielt auch das medizinische Umfeld eine wichtige Rolle. Ärzte, Pflegefachpersonen, Sozialarbeitende sowie Psychologen sind häufig diejenigen, die Familien überhaupt erst auf die Möglichkeit einer Wunscherfüllung aufmerksam machen.
Langfristig möchten wir jedes Kind erreichen, das für eine Wunscherfüllung infrage kommt.
Dafür soll auch das Netzwerk mit medizinischen Fachpersonen in Liechtenstein weiter ausgebaut werden.
Eine Reise voller Vorfreude und Hoffnung
Was eine Wunscherfüllung bewirken kann, möchte Make-A-Wish auch an der Erlebnismesse vermitteln. Denn hinter einem Herzenswunsch steckt weit mehr als ein einzelner besonderer Moment. Die Stiftung spricht von einer «Wish Journey» – einer Reise, die lange vor dem eigentlichen Wunschtag beginnt.
Bei einem Hausbesuch äussert das Kind seinen Wunsch selbst. Anschliessend wird daraus in engem Austausch mit der Familie ein individuelles Projekt entwickelt. Eltern und Geschwister werden dabei einbezogen, und schon während der Wartezeit sorgen kleine Aktivitäten für Vorfreude.
«Die Wish Journey ist eine persönliche, über längere Zeit sorgfältig geplante und gut durchdachte Reise zur Erfüllung eines Herzenswunsches», erklärt Michelle Schmocker. Sie schenke einem schwer erkrankten Kind und seiner Familie «Freude, Kraft, Hoffnung und etwas, worauf sie sich gemeinsam freuen können». Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr die Geschichte von Inaya. Nach ihrer Krebserkrankung war sie so erschöpft, dass sie Studium und Praktikum aufgeben musste. Ihr Herzenswunsch führte sie schliesslich nach Lappland. Dort, bei einer Begegnung mit Husky-Welpen, habe ihre Mutter zum ersten Mal wieder Hoffnung in den Augen ihrer Tochter gesehen. «Es war einer dieser Momente, der zeigte, was eine Wunscherfüllung bewirken kann.»
Mit den Menschen ins Gespräch kommen
An der Hausmesse am 6. September im Lova Center steht für Make-A-Wish vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Am Stand warten ab 10 Uhr ein Glücksrad mit kleinen Give-aways und Maskottchen Wishy, zudem geben Freiwillige Einblick in die Arbeit der Organisation.
Ich wünsche mir, dass die Menschen verstehen, dass eine Wunscherfüllung bei uns weit mehr ist als einfach ein schöner Moment.
Gleichzeitig hofft sie, dass die Besucher von Make-A-Wish weitererzählen. Denn mit wachsender Bekanntheit steigt nicht nur die Chance, weitere Freiwillige, Unterstützer und Spender zu gewinnen, sondern vor allem auch jene betroffenen Familien zu erreichen, für die ein Herzenswunsch gerade dann besonders viel bedeuten kann, wenn eine schwere Erkrankung den Alltag bestimmt.
Weitere Infos zur Organisation: www.makeawish.ch
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