Verhandlungsgruppe in Schaan im Einsatz
Am Sonntag (25.01.2026) gegen 01.44 Uhr ging bei der Landesnotruf- und Einsatzzentrale (LNEZ) die Meldung ein, dass sich in einem Mehrfamilienhaus in Schaan ein Mann mit einem Messer im Treppenhaus aufhalte, umherschreie und suizidale Äusserungen tätige. Aufgrund dieser Meldung rückten mehrere Patrouillen dringlich nach Schaan aus, um Schlimmeres zu verhindern. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich der Mann bereits in seiner Wohnung verbarrikadiert und gab den Einsatzkräften zu verstehen, dass er mit einem Messer bewaffnet sei. In der Folge wurde die Interventionseinheit der Landespolizei aufgeboten, welche für gefährliche Einsätze speziell ausgerüstet und trainiert ist. Ebenfalls kam ein Verhandler der Landespolizei zum Einsatz, der geschult ist, mit Personen in psychischen Ausnahmesituationen Gespräche aufzubauen, um die Lage zu deeskalieren. Trotz intensiver Bemühungen konnte der Mann nicht zur Aufgabe bewegt werden. Um ihn von einer möglichen Straftat oder einem Suizid abzuhalten, musste die Interventionseinheit die Türe gewaltsam öffnen und den Mann überwältigen. Dabei wurde niemand verletzt. Anschliessend wurde der Mann von einem Arzt untersucht und unter Begleitung mehrerer Polizisten in eine fürsorgliche Klinik gebracht. Neben der Landespolizei standen auch ein Einsatzleiter Sanität sowie der Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes (LRK) im Einsatz.
First Respondereinsätze durch die Landespolizei
Überdurchschnittlich häufig, insgesamt fünfmal, rückte die Landespolizei als sogenannte First Responder aus, um Personen in medizinischen Notlagen zu helfen, noch bevor der Rettungsdienst vor Ort eintraf. In einem Fall konnte trotz Reanimationsmassnahmen durch den Arzt nur noch der Tod festgestellt werden.
Brand in Schaan
Anlässlich einer Patrouillenfahrt stellte die Polizei in Schaan im Rietle einen Brand in einer Bau-Mulde fest. Konkret stand darin entsorgtes Dämmmaterial in Flammen. Der Brand konnte durch die Polizei eingedämmt werden, bevor die ausgerückte Feuerwehr Schaan das Feuer vollständig löschte. Vermutlich führte ein in der Mulde entsorgter Zigarettenstummel zum Brand.
Div. weitere Einsätze
Weitere Einsätze betrafen unter anderem verdächtige Situationen, eine betrunkene Person, die bewusstlos aufgefunden wurde, zwei angekündigte Suizide, einen Einbruch in ein Haus in Schaan, bei dem Schmuck und Bargeld entwendet wurden, sowie eine Körperverletzung durch einen Faustschlag in Eschen. Bei einer Patientenbergung in Ruggell wurde die Feuerwehr Ruggell aufgeboten.
Iphone löst Polizeieinsatz aus
Zu einem kuriosen Einsatz kam es am Samstag gegen 11:38 Uhr in Schaan. Bei der Einsatzzentrale ging ein automatischer Notruf eines iPhones ein, mit der Ansage, der Besitzer sei in einen schweren Verkehrsunfall zwischen Schaan und Nendeln verwickelt. Aufgrund dieser Meldung rückten mehrere Polizeifahrzeuge mit Sondersignalen aus. Vor Ort konnte jedoch glücklicherweise kein Unfall festgestellt werden. Der Iphonebesitzer hatte vor der Fahrt das Handy aufs Autodach gelegt und auf der Fahrt verloren. Beim Aufprall des Iphones löste das Handy einen automatischen Emergency Call aus. Fazit des Einsatzes, Lenker und Auto wohlauf, Handy kaputt.
Auffallend viele Fehlanrufe bei der Landesnotruf- und Einsatzzentrale (LNEZ)
Über das Wochenende verzeichnete die LNEZ insgesamt 31 Fehlanrufe, oftmals verursacht durch Kinder, die mit den Mobiltelefonen ihrer Eltern spielten. Solche Anrufe sind sehr ärgerlich, da sie während dieser Zeit die Notrufleitungen blockieren. Die Landespolizei appelliert daher an die Eltern: Ein Mobiltelefon ist kein Spielzeug und kann auch dann einen Notruf absetzen, wenn keine SIM-Karte im Gerät installiert ist. (lpfl)
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