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Wahl in Costa Rica: Konservative nach vorläufigen Ergebnissen vorne

Bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica liegt die konservative Kandidatin Laura Fernández von der Sovereign People's Party vorläufigen Ergebnissen zufolge in Führung.
Laura Fernandez nach ihrem Wahlsieg. (Bild: JEFFREY ARGUEDAS)

Das Oberste Wahlgericht berichtete am Sonntag, dass Fernández bei der Auszählung der Stimmen aus 88,4 Prozent der Wahllokale auf 48,5 Prozent der Stimmen kam. Ihr engster Herausforderer war der Ökonom Álvaro Ramos von der National Liberation Party mit 33,3 Prozent. Damit könnte erstmals seit Langem eine Frau das Amt übernehmen. Ramos räumte am Sonntagabend seine Niederlage ein und versprach, eine «konstruktive Opposition» zu führen. «In einer Demokratie sind Meinungsverschiedenheiten erlaubt, Kritik ist erlaubt», sagte er.

Laura Fernandez nach ihrem Wahlsieg. (Bild: JEFFREY ARGUEDAS)

Fernández sprach nach Ramos' Zugeständnis zu ihren Unterstützern. «Das Mandat, das mir das souveräne Volk gibt, ist klar: Der Wandel wird tiefgreifend und unumkehrbar sein», sagte Fernández. Fernández war Präsident Rodrigo Chaves' Ministerin für nationale Planung und Wirtschaftspolitik und zuletzt seine Ministerin des Präsidialamts. Sie gilt als Chaves’ bevorzugte Nachfolgerin und wurde bereits vor der Wahl am Sonntag als Favoritin gehandelt. Die Costa-Ricaner wählten zudem die 57 Sitze der Nationalversammlung. Chaves' Partei wird voraussichtlich Sitzzuwächse erzielen, jedoch wohl nicht die von ihm und Fernández geforderte Supermehrheit erreichen, die es ihrer Partei etwa erlauben würde, Richter des Obersten Gerichtshofs zu ernennen.

Die in den vergangenen Jahren stark gestiegene Kriminalität in dem historisch friedlichen mittelamerikanischen Land könnte für viele Wähler entscheidend sein. Einige machen Chaves' Präsidentschaft dafür verantwortlich, dass die Kriminalitätsraten nicht gesunken sind, andere sehen jedoch seinen konfrontativen Stil als die beste Chance, die Gewalt in Costa Rica einzudämmen. Rund 3,7 Millionen Costa-Ricaner waren wahlberechtigt. (dpa)

 
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