US-Regierung lockert Sanktionen gegen Venezuelas Öl-Branche
Die US-Regierung hat ihre Sanktionen gegen die venezolanische Öl- und Gasbranche gelockert. Die staatliche Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA) darf künftig venezolanisches Öl direkt an US-Unternehmen und auf den Weltmärkten verkaufen, wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Auf diese Weise sollten Anreize für Investitionen in die venezolanische Energiebranche geschaffen werden, sagte ein Ministeriumsvertreter der Nachrichtenagentur AP.

Zahlungen dürfen den Angaben zufolge jedoch nicht direkt an sanktionierte venezolanische Unternehmen wie PDVSA gehen, sondern müssen auf ein von den USA kontrolliertes Sonderkonto überwiesen werden. Mit anderen Worten: Die USA lassen den Ölhandel wieder zu, kontrollieren aber den Geldfluss. Ausserdem sind Geschäfte mit Russland, Iran, Nordkorea, Kuba und einigen chinesischen Unternehmen verboten. Zahlungen in Gold und Transaktionen mit venezolanischen Schulden oder Anleihen sind nicht erlaubt.
Die Lockerung der Sanktionen folgt auf den sprunghaften Anstieg der Rohölpreise wegen des Krieges am Persischen Golf. Der Iran hat nach Angriffen der USA und Israels die Meerenge von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Öls verschifft werden. Wegen des dadurch verknappten Angebots schossen die Preise in die Höhe.
Grosse Reserven, geringe Fördermenge
Venezuela verfügt über die grössten Ölreserven der Welt. Seine Fördermenge ist jedoch wegen Sanktionen und Misswirtschaft von 3,5 Millionen Barrel pro Tag bei der Machtübernahme der Sozialisten 1999 auf weniger als 400'000 im Jahr 2020 gesunken. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro erklärt, die USA würden das südamerikanische Land leiten.
Es wird erwartet, dass die Lockerung der US-Sanktionen der vom Öl abhängigen venezolanischen Wirtschaft einen massiven Auftrieb geben und bisher zögernde Unternehmen zu Investitionen ermutigen wird. Kritiker der amtierenden venezolanischen Regierung argumentieren jedoch, dass der Schritt die Führung des Landes belohne - die loyal zu Maduro und der Regierungspartei steht - während Unterdrückung, Korruption und Menschenrechtsverletzungen weitergingen. (dpa)
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