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Neue Angriffswelle in Teheran  ++ US-Angriffe auf Iran kosten bisher zwölf Milliarden Dollar

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
In der iranischen Hauptstadt Teheran wurde am Sonntag eine neue Angriffswelle gemeldet. (Bild: Keystone)
US-Angriffe auf Iran kosteten laut Berater Kevin Hassett zwölf Milliarden Dollar. (Bild: Keystone)
Donald Trump droht dem Iran. (Bild: Keystone)
Macron nennt den Angriff inakzeptabel. (Bild: Keystone)
Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an. (Bild: Keystone)
Die Swiss fliegt weiterhin nicht nach Dubai. (Bild: Joeran Steinsiek)
Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. (Bild: Keystone)
Modschtaba Khamenei ist der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei und wurde am vergangenen Wochenende zu dessen Nachfolger gewählt (Bild: Tasnim News)
Die Strasse von Hormus ist die weltweit wichtigste Schlagader für den Öltransport (Bild: Bill Foley / AP)
US-Sondergesandter Steve Witkoff (Bild: AP)
Israels Aussenminister Gideon Saar (rechts) betont: Kein endloser Krieg. Wann sein Land jedoch die Bedingungen für ein Kriegsende erfüllt sieht, erklärt er nicht. (Bild: AP)
Israel hat erneut einen südlichen Vorort von Beirut angegriffen. (Bild: AP (Beirut, 10. März 2026))
Eine iranische Mädchenschule in Minab wurde am 28. Februar angegriffen. Mindestens 165 Menschen wurden getötet. Die meisten Opfer waren Kinder. (Bild: AP)
Pete Hegseth droht dem Iran. (Bild: Mark Schiefelbein)
Donald Trump zeigt sich enttäuscht. (Bild: Mark Schiefelbein)
Der Sicherheitschef des Regimes, Ali Laridschani. (Bild: watson.ch)
Donald Trump spielt Differenzen herunter. (Bild: Mark Schiefelbein)
Menschen feiern den neuen Führer. (Bild: AP)
Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem zyprischen Präsidenten und dem griechischen Premierminister auf dem Militärflughafen Paphos in Paphos, Zypern. (Bild: EPA)
Trump: Chamenei-Nachfolger wird ohne US-Segen «nicht lang im Amt» bleiben – Araghchi kontert: Entscheidung liegt beim «iranischen Volk». (Bild: Bilder: AP/Keystone)
Es wurden keine Verletzten gemeldet, und die Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. (Bild: EPA)
Bundesrat Martin Pfister. (Bild: Keystone)
Der Rauch ist über der ganzen Stadt sichtbar. (Bild: AP)
(Bild: Screenshot: Truth Social)
Ein B1-B Lancer-Bomber der US-Luftwaffe landet am Samstag, dem 7. März 2026, auf dem RAF-Stützpunkt Fairford in Gloucestershire, England. (Bild: AP)
Massud Peseschkian hat kein Gehör für die Forderungen aus den USA. (Bild: AP)

22:25 Uhr

Sonntag, 15. März

Irans Präsident spricht mit Macron über Strasse von Hormus

Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Strasse von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.

19:56 Uhr

Sonntag, 15. März

Neue Angriffswelle in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Medien eine neue Angriffswelle gemeldet. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstrasse sei die Flugabwehr im Einsatz, berichtete das Onlineportal «Hammihan» auf Telegram.

In der iranischen Hauptstadt Teheran wurde am Sonntag eine neue Angriffswelle gemeldet. (Bild: Keystone)

In den sozialen Medien berichteten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über zahlreiche Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole. «Geräusch von vier relativ starken Explosionen. Es regnet stark und es ist nicht klar, wo sie eingeschlagen sind», hiess es in einem Post. Kampfjets und Drohnen sollen am Himmel zu hören gewesen sein. (dpa)

19:37 Uhr

Sonntag, 15. März

Mehrere Verletzte nach Raketenangriff in Bagdad

Im Irak sind bei einem Raketenangriff im Bereich des Hauptstadtflughafens einem Bericht zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten waren Angestellte des internationalen Flughafens, Sicherheitskräfte und ein Ingenieur, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtete.

Die Raketen seien im Flughafenbereich bei einer Entsalzungsanlage, nahe einem Militärflugplatz und dem zentralen Gefängnis der Hauptstadt Bagdad eingeschlagen. Sicherheitskräfte hätten ein Fahrzeug entdeckt, von dem aus der Raketenangriff erfolgt sei, berichtete INA weiter.

Zunächst war unklar, wer für die Attacke verantwortlich war. In den vergangenen Tagen hatten mit dem Iran verbündete militante Gruppen US-Stellungen im Irak angegriffen, unter anderem auch die Botschaft der Vereinigten Staaten in Bagdad. (dpa)

19:23 Uhr

Sonntag, 15. März

US-Angriffe auf Iran kosteten laut Berater zwölf Milliarden Dollar

Angriffe auf den Iran haben die USA laut dem Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats rund zwölf Milliarden Dollar gekostet. Dies sei die letzte Zahl, die ihm genannt worden sei, sagte Kevin Hassett am Sonntag in der Nachrichtensendung «Face the Nation».

US-Angriffe auf Iran kosteten laut Berater Kevin Hassett zwölf Milliarden Dollar. (Bild: Keystone)

In Schätzungen des Pentagons, die dem Kongress vorgelegt wurden, hiess es, dass der Krieg in der ersten Woche 11,3 Milliarden Dollar kosten würde. Hassett machte keine genauen Angaben zum Zeitraum, auf den sich die Ausgaben in Höhe von zwölf Milliarden Dollar beziehen.

Auf die Frage, ob die USA weitere Mittel vom Kongress beantragen müssten, antwortete Hassett: «Ich denke, im Moment haben wir, was wir brauchen. Ob wir uns erneut an den Kongress wenden müssen, um weitere Mittel zu erhalten, ist etwas, das meiner Meinung nach Russ Vought und das OMB prüfen werden.»
Das OMB ist das Büro für Verwaltung und Haushaltswesen der Vereinigten Staaten, eine US-Bundesbehörde, die von Vought geführt wird. (dpa)

17:10 Uhr

Sonntag, 15. März

Iran lehnt Gespräche mit den USA über Kriegsende ab

Der Iran sieht nach Angaben von Aussenminister Abbas Araghtschi derzeit keinen Grund für Gespräche über ein Kriegsende mit den USA. Araghtschi sagte am Sonntag in der CBS-Sendung «Face the Nation», der Iran habe keine guten Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht. Iranische Unterhändler hätten sich gerade mit US-Gesandten im Gespräch befunden, als die Entscheidung zum Angriff auf sein Land getroffen worden sei, sagte der Minister.

«Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den Amerikanern darüber sprechen sollten», wie der Krieg beendet werden könne, sagte Araghtschi. Der Iran sei offen für Länder, die über die sichere Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Strasse von Hormus sprechen wollten, fügte er hinzu. Eine Reihe von Ländern habe sich deshalb bereits gemeldet. Details nannte er nicht.

Auf die Frage nach dem Verbleib des Nuklearmaterials seines Landes antwortete der Minister, es liege unter den Trümmern der Angriffe auf die iranischen Nuklearanlagen begraben. Der Iran habe nicht vor, es von dort zu bergen. (dpa)

14:50 Uhr

Sonntag, 15. März

Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein

Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch «Tausende Ziele» im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.

«Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt», sagte Defin dem US-Sender CNN. «Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus.» Das jüdische Pessachfest beginnt am Abend des 1. April.

13:45 Uhr

Sonntag, 15. März

Papst mahnt Feuerpause im Nahen Osten an

Papst Leo XIV. hat nach zwei Wochen Krieg im Nahen Osten dringend eine Feuerpause angemahnt. In seinem Sonntagsgebet vor Zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom appellierte das Oberhaupt der katholischen Kirche an die «Verantwortlichen dieses Konflikts»: «Ruft einen Waffenstillstand aus! Lasst uns wieder Wege des Dialogs beschreiten. Denn Gewalt wird niemals zu der Gerechtigkeit, der Stabilität und dem Frieden führen, auf die die Völker warten.»

Leo kritisierte, dass bereits «Tausende unschuldiger Menschen» getötet und sehr viele andere gezwungen worden sein, ihre Häuser zu verlassen. «Ich bekräftige meine Verbundenheit im Gebet mit all jenen, die bei den Angriffen, die Schulen, Krankenhäuser und Wohngebiete getroffen haben, ihre Angehörigen verloren haben.» Insbesondere erinnerte der Papst aus den USA an das Schicksal der Menschen im Libanon. Das Land hatte er auf seiner ersten Auslandsreise vergangenes Jahr besucht. (dpa)

13:41 Uhr

Sonntag, 15. März

Aussenminister: Iran will Vorschläge für Kriegsende prüfen

Der Iran ist nach Angaben von Aussenminister Abbas Araghtschi bereit, jeden Vorschlag für ein Ende des Krieges zu prüfen. Ein solcher Entwurf müsse ein vollständiges Ende des Krieges der USA und Israels gegen die Islamische Republik umfassen, sagte Araghtschi einer arabischen Tageszeitung.

Der Minister wurde von der in London ansässigen Zeitung «Al-Araby al-Jadeed» mit den Worten zitiert, Vermittlungsbemühungen der Nachbarländer des Iran seien im Gange mit dem Ziel, eine Deeskalation zu erreichen und Ideen zur Beendigung des Krieges vorzulegen. Zum Stand der Bemühungen äusserte er sich nicht. Araghtschi betonte zudem, dass sich die Angriffe des Irans auf seine arabischen Nachbarn auf US-Stützpunkte und -Einrichtungen beschränkten. Teheran sei bereit, mit den Nachbarländern einen gemeinsamen Ausschuss einzurichten, um solche Angriffe zu untersuchen. (dpa)

13:35 Uhr

Sonntag, 15. März

Israel dementiert Bericht über Knappheit von Abwehrraketen

Der israelische Aussenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht zum Freitag 58 Menschen verletzt worden.

Das US-Nachrichtenportal Semafor hatte am Samstag unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Israel habe die USA diese Woche darüber informiert, dass Abfangraketen für ballistische Raketen im Krieg mit dem Iran «kritisch knapp» würden.

Saar äusserte sich zudem mit Blick auf die Angriffe im Libanon und die Raketenangriffe durch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz auf Israel. Es seien in den nächsten Tagen keine direkten Gespräche mit dem Libanon geplant. «Wenn die libanesische Regierung und die libanesische Armee etwas verändern wollen, sollten sie etwas unternehmen, um die Angriffe der Hisbollah von libanesischem Gebiet aus zu stoppen», sagte Saar. (dpa)

13:33 Uhr

Sonntag, 15. März

Einschläge bei Raketenangriff auf Grossraum Tel Aviv

Bei einem weiteren iranischen Raketenangriff auf den Grossraum Tel Aviv ist es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen. Videoaufnahmen zeigten, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen Orten waren Einschlagskrater zu sehen.

Der TV-Sender N12 berichtete, der Iran habe dem Verdacht nach erneut Streumunition eingesetzt. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Ein zuvor aus dem Iran auf die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes abgefeuerte Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, hiess es in den Berichten. (dpa)

12:32 Uhr

Sonntag, 15. März

Verdacht auf Spionage - 20 Festnahmen im Nordwestiran

Im Nordwesten des Irans sind 20 Personen wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, Standortdaten von iranischen Sicherheitskräften an Israel übermittelt zu haben, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Staatsanwalt der Provinz West-Aserbaidschan. Aus Israel gab es zu dem Vorfall zunächst keine Stellungnahme.

Am Dienstag hatte der iranische Geheimdienst nach eigenen Angaben einen ausländischen Staatsbürger wegen Spionageverdachts festgenommen. Die Nationalität wurde nicht bekannt. Im Iran kann wegen Spionage die Todesstrafe verhängt werden. (dpa)

11:30 Uhr

Sonntag, 15. März

Irans Aussenminister: Religionsführer geht es gut

Der iranische Aussenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers seines Landes, Modschtaba Khamenei, zurückgewiesen. Khamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna. Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der Regierung oder des Militärs.

Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Khamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Modschtaba Khamenei nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel. (dpa)

10:38 Uhr

Sonntag, 15. März

Revolutionsgarden drohen Netanyahu mit Tod

Die iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanyahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanyahu noch leben, werde man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte.

Auch am Morgen gingen die gegenseitigen Angriffe im Krieg zwischen den USA und Israel und dem Iran weiter. Der Iran nahm unter anderem US-Stützpunkte in der Region ins Visier. (dpa)

10:00 Uhr

Sonntag, 15. März

Israel startet neue Angriffswelle im Westen des Irans

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte Angriffswelle im Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hiess es in einer Mitteilung des Militärs. Am Morgen und in der Nacht war es zu mehreren Raketenangriffen aus dem Iran in Israel gekommen. Seit Beginn des Krieges vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört. (dpa)

09:58 Uhr

Sonntag, 15. März

Saudi-Arabien fängt Drohnen ab – Dementi aus dem Iran

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am Morgen neue Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran.

Der Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. «Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken», hiess es.

Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran vor gut zwei Wochen reagierte Teheran mit eigenen Attacken unter anderem in der Golfregion. In Saudi-Arabien wurden unter anderem Ölanlagen, die US-Botschaft in Riad und eine US-Militärbasis angegriffen. (dpa)

08:40 Uhr

Sonntag, 15. März

Israels Norden unter Raketenbeschuss aus Iran und Libanon

Israels Norden ist erneut unter Raketenbeschuss aus dem Iran und dem Libanon gekommen. Die israelische Armee teilte am Morgen mit, es seien Raketen vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden. Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschliessend berichtete das israelische Nachrichtenportal «ynet», auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben. (dpa)

08:38 Uhr

Sonntag, 15. März

Palästinensische Familie im Westjordanland getötet

Israelische Soldaten haben im besetzten Westjordanland das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet und dabei vier Mitglieder einer palästinensischen Familie getötet. Es handele sich dabei um die Eltern sowie zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Zwei weitere Kinder seien bei dem Vorfall in Tammun im nördlichen Teil des Westjordanlands verletzt worden. Mehrere der Familienmitglieder hätten Schussverletzungen am Kopf erlitten.

In einer Mitteilung der israelischen Polizei hiess es, Polizeikräfte sowie Soldaten seien zu einer Razzia in Tammun unterwegs gewesen. Ziel sei die Festnahme von Personen gewesen, «die im Verdacht stehen, an terroristischen Aktivitäten gegen Sicherheitskräfte beteiligt zu sein».

Während des Einsatzes habe ein Fahrzeug in Richtung der Einsatzkräfte beschleunigt. Diese hätten sich bedroht gefühlt und das Feuer eröffnet. Vier Palästinenser in dem Fahrzeug seien getötet worden. Die Umstände des Vorfalls würden von den zuständigen Stellen untersucht.

Nach palästinensischen Medienberichten hatte der Vater der Familie keine bekannten Verbindungen zu Terrororganisationen. (dpa)

07:43 Uhr

Sonntag, 15. März

Emirate: Erneuter Beschuss aus dem Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.

Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die «terroristische Aggression» zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen. Die Emirate übten Zurückhaltung und suchten gleichzeitig nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die gesamte Region, fügte Gargasch hinzu.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb in der Nacht auf X, Teheran rufe «seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist.» Zuvor hatte bereits das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Khamenei in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung die Golfstaaten aufgefordert, US-Stützpunkte zu schliessen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, die jedoch für den Krieg gegen den Iran genutzt würden. (dpa)

06:25 Uhr

Sonntag, 15. März

Trump droht weitere Angriffe auf iranische Öl-Insel an

Trump drohte derweil in einem Telefoninterview des Senders NBC News mit weiteren Angriffen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg. Das US-Militär hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel Militäranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu bewegen.

Laut der US-Armee wurden mehr als 90 Militärziele getroffen, ohne dass dabei die Ölinfrastruktur beschädigt wurde. Trump sagte nun dem Sender NBC News nach dessen Angaben, die Angriffe hätten die Insel Charg «vollständig zerstört, aber wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum Spass». (dpa)

06:20 Uhr

Sonntag, 15. März

Trump: Nicht bereit für Abkommen mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten derzeit nicht bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. «Der Iran will ein Abkommen schliessen, und ich will es nicht schliessen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind», zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die Frage des Senders, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: «Das möchte ich Ihnen nicht sagen.»

Er bestätigte aber, dass eine Verpflichtung des Irans, jegliche nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil davon sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter nicht dazu geäussert, bereit für ein Abkommen für ein Ende des Krieges zu sein. (dpa)

06:14 Uhr

Sonntag, 15. März

Türkischer Aussenminister: Iran wohl offen für inoffizielle Gespräche

Der türkische Aussenminister Hakan Fidan sieht derzeit keine ernsthafte Initiative für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Er glaube aber, dass Teheran offen für Gespräche über inoffizielle Kanäle sei, sagte Fidan am Samstag in einem Interview der Nachrichtenagentur AP in Ankara. Aktuell seien «die Bedingungen nicht sehr günstig» für Diplomatie. Die Iraner «fühlen sich verraten», da sie schon zum zweiten Mal während laufender Verhandlungen mit den USA über ihr Atomprogramm angegriffen worden seien, erklärte Fidan. Gleichwohl fügte er hinzu: «Ich denke, sie sind für jede vernünftige Diplomatie hinter den Kulissen offen.»

Das Nato-Mitglied Türkei unterhält sowohl zu Washington als auch zu Teheran gute Beziehungen. Ehe die USA und Israel den Iran vor zwei Wochen angriffen und damit einen Krieg auslösten, hatte Ankara zwischen beiden Seiten zu vermitteln versucht. Die Türkei bemüht sich nun um eine neutrale Position und hat amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran sowie Teherans Attacken auf Golfstaaten, die US-Stützpunkte beherbergen, gleichermassen kritisiert. Fidan sagte der AP, dass er versucht habe, die Iraner davon zu überzeugen, diese Angriffe einzustellen.

Türkei will sich heraushalten

Oberste Priorität habe es für die Türkei, sich aus dem Konflikt herauszuhalten, betonte der Aussenminister. Dies gelte auch, nachdem kürzlich drei Raketen, die mutmasslich aus dem Iran stammten, von Nato-Abwehrsystemen über der Türkei abgefangen worden seien. Ein Luftwaffenstützpunkt im Süden des Landes wird von Nato-Streitkräften genutzt, darunter auch von US-Truppen.

Iranische Behörden hätten versichert, dass sie nicht auf die Türkei geschossen hätten, obwohl verfügbare Daten zeigten, dass die Raketen aus dem Iran gekommen seien, sagte Fidan. Eine militärische Reaktion schloss er zum jetzigen Zeitpunkt aus. Die Nato-Abwehrsysteme hätten effektiv funktioniert. «Ich weiss, dass wir provoziert werden und weiter provoziert werden», sagte er. «Aber das ist unser Ziel. Wir wollen uns aus diesem Krieg heraushalten.» (dpa)

06:12 Uhr

Sonntag, 15. März

Schweiz untersagt zwei US-Militärflugzeugen Überflug

Wegen des Iran-Kriegs hat die Schweiz den USA untersagt, mit zwei Militärflugzeugen über das Land zu fliegen. Das teilte die Schweizer Regierung am Abend mit. Das Neutralitätsrecht verbiete Überflüge der Konfliktparteien im Zusammenhang mit dem Krieg, hiess es zur Begründung der Ablehnung des US-Überfluggesuchs für zwei Aufklärungsflugzeuge.

Dagegen seien die Gesuche für einen Wartungsflug und zwei Transportflüge im Kontext des Iran-Kriegs genehmigt worden, hiess es weiter. Zulässig seien Überflüge zu humanitären und medizinischen Zwecken wie Transporte von Verwundeten. Auch Überflüge, die in keinem Zusammenhang mit dem Konflikt stehen, würden genehmigt. (dpa)

06:11 Uhr

Sonntag, 15. März

Berichte: Mindestens 15 Tote bei Angriff auf Isfahan

Bei einem Angriff auf die Stadt Isfahan im Zentraliran sind nach örtlichen Medienberichten mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Attacke vom Samstag habe einem Industriegebiet gegolten, meldeten die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und der Sender SNN.

Das israelische Militär erklärte, es habe die Gegend nicht ins Visier genommen. Die US-Streitkräfte wollten sich zunächst nicht äussern. (dpa)

06:09 Uhr

Sonntag, 15. März

Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt

Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die Formel 1 die beiden Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, werden die für den 12. und 19. April angesetzten Rennen aus dem Kalender ersatzlos gestrichen. Am Freitag hatte bereits der TV-Sender Sky berichtet, dass die beiden Rennen ausfallen.

In Bahrain und Saudi-Arabien hätten der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden sollen. Der Rennkalender wird damit eingedampft und umfasst nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Der April ist nun Formel-1-frei, gefahren wird erst wieder am 3. Mai in Miami. (dpa)

06:05 Uhr

Sonntag, 15. März

Drei weitere iranische Fussballerinnen verlassen Australien

Drei weitere Mitglieder des iranischen Frauenfussball-Nationalteams haben Australien wieder verlassen. Das teilte der australische Innenminister Tony Burke mit. Demnach hätten die drei Frauen entschieden, in ihr vom Krieg stark beeinträchtigten Heimatland zurückzukehren.

Das Schicksal des iranischen Teams hatte in dieser Woche für grossen Wirbel gesorgt. Nach ihrem Ausscheiden bei Asien-Cup hatten zunächst fünf Spielerinnen Asyl in Australien beantragt. Eine weitere Spielerin und ein Mitglied aus dem Betreuerstab folgten dem Schritt kurz vor der Abreise am Mittwoch, eine der Frauen änderte aber in letzter Minute noch ihre Meinung.

Stiller Protest im ersten Gruppenspiel

Die Reise der «Löwinnen», wie das Team genannt wird, steht seit Tagen im Mittelpunkt internationaler Aufmerksamkeit. Die Auswahl war wegen eines stillen Protests beim in Australien ausgetragenen Asien-Cup in der Heimat in die Kritik geraten.

Beim ersten Gruppenspiel hatten die Spielerinnen während der Nationalhymne geschwiegen – im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als «Verräterinnen», auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen.

Beobachter befürchten, dass den Frauen im Iran Konsequenzen drohen. Oder dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten. (dpa)

21:14 Uhr

Samstag, 14. März

Israel: Bodentruppen töten Dutzende Hisbollah-Milizionäre

Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung «Times of Israel» zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

Die Einsätze hätten bereits vergangene Woche in der Region von Rab El Thalathine westlich der israelisch besetzten Golanhöhen begonnen. In dem Ort sollten militärische Anlagen der Hisbollah zerstört und Bewaffnete der Miliz vertrieben werden, schrieb die Zeitung.

Die Armee bestätigte zudem, dass das Nordkommando seine Vorbereitungen fortsetze, um in der kommenden Woche zusätzliche Truppen aufzunehmen. Es gehe unter anderem um die 98. Division mit zwei Kampfbrigaden und zusätzlichen Pionierbataillonen sowie um die Golani-Brigade. (dpa)

16:36 Uhr

Samstag, 14. März

Trump: «Viele Länder» werden Strasse von Hormus mit absichern

US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe «vieler Länder» für die sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus in Aussicht gestellt. «Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Strasse von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er ergänzte, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind, Schiffe entsenden werden.

Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Strasse von Hormus werde so oder so bald wieder «OFFEN, SICHER und FREI» sein. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, dass US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Strasse von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe. (dpa)

16:35 Uhr

Samstag, 14. März

Iranische Medien rufen zur Evakuierung von Häfen in den Emiraten auf

In iranischen Staatsmedien ist zur Evakuierung von drei Häfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgerufen worden. Die offizielle Nachrichtenagentur der iranischen Justiz, Misan, behauptete am Samstag ohne Beweise, dass sich US-Streitkräfte in den zivilen Häfen Dschabal Ali in Dubai, Chalifa in Abu Dhabi und Fudschaira im gleichnamigen Emirat aufhielten, was die Anlagen zu legitimen Zielen für iranische Angriffe mache.

Die Nachrichtenagentur forderte die Menschen in und um die Häfen auf, die Gegenden unverzüglich zu verlassen, weil sie in den kommenden Stunden angegriffen werden könnten. Zuvor hatten am Samstagmorgen Trümmer einer abgefangenen Drohne einen Brand in der Nähe des Hafens von Fudschaira ausgelöst, wie die Behörden mitteilten. Verletzte wurden nicht gemeldet. Der Hafen von Dschabal Ali in Dubai ist der verkehrsreichste im Nahen Osten. (dpa)

16:20 Uhr

Samstag, 14. März

Heftiger Sandsturm fegt über Israel und den Gazastreifen

Derzeit zieht ein heftiger Sandsturm über weite Teile Israels und den Gazastreifen. Besonders in den Zeltlagern im abgeriegelten Küstenstreifen treffen die widrigen Wetterbedingungen die Menschen hart.

14:02 Uhr

Samstag, 14. März

Berichte: Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen

Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden. Nach dem Angriff von heute früh gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei getroffen worden.

Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab es zunächst keine Bestätigung.

Das US-Militär nutzt das System C-RAM zum Schutz von diplomatischen Einrichtungen und Stützpunkten im Nahen Osten. Es kann auf Raketen-, Artillerie- und Mörserfeuer reagieren. In Bagdad war heute zu sehen, wie Soldaten Schäden auf dem Dach des Gebäudes prüfen. Die US-Botschaft liegt im stark gesicherten Regierungsviertel, auch bekannt als Grüne Zone.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Mit dem Iran verbündeten Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs aber mehrere Angriffe auf US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht. (dpa)

13:42 Uhr

Samstag, 14. März

Emirate melden neue Angriffe mit Drohnen und Raketen

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag neue Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Neun ballistische Raketen und 33 Drohnen seien auf die Emirate abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Insgesamt richteten sich demnach seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar 1.600 Drohnen, 294 ballistische Raketen und 15 Marschflugkörper gegen die Emirate. Bei den Angriffen seien sechs Menschen getötet und 141 weitere verletzt worden, hiess es. (dpa)

13:05 Uhr

Samstag, 14. März

Macron will zwischen Israel und dem Libanon vermitteln

Der französische Präsident Emmanuel Macron will zwischen Israel und dem Libanon vermitteln. Macron teilte auf der Plattform X mit, er habe mit dem Präsidenten, dem Premierminister und dem Parlamentspräsidenten des Libanons gesprochen. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land im Chaos versinke.

Macron forderte, die militante Hisbollah-Miliz müsse ihre rücksichtslose Eskalation unverzüglich einstellen. Israel müsse von einer grossangelegten Offensive Abstand nehmen und seine massiven Luftangriffe stoppen. Die libanesische Führung erklärte sich laut Macron bereit, direkte Gespräche mit Israel zu führen. Israel müsse diese Gelegenheit nutzen, um Gespräche aufzunehmen, eine Waffenruhe zu vereinbaren sowie eine dauerhafte Lösung in dem Konflikt zu erreichen. Den libanesischen Behörden müsse es ermöglicht werden, ihren Verpflichtungen zur Unterstützung der Souveränität des Libanons nachzukommen, erklärte Macron.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun sagte am Freitag, er habe seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit Israel bekundet, jedoch keine Antwort erhalten. Der Libanon und Israel befinden sich seit 1948 im Kriegszustand. (dpa)

12:54 Uhr

Samstag, 14. März

Teheran: Ölhandel auf der Insel Charg trotz Angriffen ungestört

Die US-Angriffe auf die iranische Insel Charg haben die Ölgeschäfte dort laut iranischen Angaben nicht beeinträchtigt. Die Export- und Importgeschäfte sowie die Aktivitäten der auf der Insel ansässigen Unternehmen liefen weiter, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, laut der Nachrichtenwebsite NourNews, die dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans nahesteht.

Dschahanijan sagte ausserdem am Samstag, bei den US-Angriffen seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete zuvor von mindestens 15 Explosionen auf der Insel. Dem Bericht zufolge richteten sich die Angriffe gegen eine Luftabwehranlage, einen Marinestützpunkt, den Kontrollturm des Flughafens und den Hubschrauberhangar eines Ölkonzerns. Ölinfrastruktur sei nicht beschädigt worden. (dpa)

11:33 Uhr

Samstag, 14. März

Ausländer in den Emiraten wegen Kriegsaufnahmen festgenommen

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind zehn Ausländer festgenommen worden, die Videoaufnahmen von Raketen- und Drohnenangriffen auf das Land in sozialen Medien verbreitet haben sollen. Der Generalstaatsanwalt der Emirate, Hamad Al Schamsi, teilte mit, den Festgenommenen werde die Verbreitung von Falschinformationen vorgeworfen, darunter KI-generierte Videos von angeblichen Angriffen auf Wahrzeichen der Emirate. Den Beschuldigten drohten im Fall einer Verurteilung Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr und Geldstrafen von mindestens 100.000 Dirham (22.000 Franken). (dpa)

11:29 Uhr

Samstag, 14. März

Iran droht mit Angriffen auf Städte in den Emiraten

Das iranische Militär hat mit Angriffen auf Städte in den Vereinigten Arabischen Emiraten gedroht. Die iranische Militärführung teilte am Samstag laut den staatlichen Medien mit, die Städte würden von US-Streitkräften genutzt, um Angriffe auf die iranischen Inseln Abu Mussa und Charg zu starten. Beweise dafür legte das zentrale Hauptquartier Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, nicht vor.

Für die Angriffe auf Ziele im Iran seien Häfen, Docks und Verstecke innerhalb von Städten in den Emiraten genutzt worden, hiess es. Die Menschen dort wurden aufgefordert, alle Orte zu verlassen, an denen US-Truppen im Einsatz seien. (dpa)

10:42 Uhr

Samstag, 14. März

Rakete trifft Gelände der US-Botschaft in Bagdad

Eine Rakete hat nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad getroffen. Aufnahmen der AP zeigten am Samstagmorgen eine Rauchsäule, die über dem Botschaftsgelände in der Hauptstadt aufstieg. Die Botschaft äusserte sich dazu nicht umgehend.

Der weitläufige Botschaftskomplex, eine der grössten diplomatischen Einrichtungen der USA weltweit, war wiederholt Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen durch Milizen, die mit dem Iran verbündet sind. Am Freitag hatte die Botschaft ihre Sicherheitswarnstufe 4 für das Land erneuert und gewarnt, dass der Iran und verbündete Milizen bereits zuvor Angriffe auf US-Bürger, amerikanische Interessen und Infrastruktur verübt hätten und diese weiterhin ins Visier nehmen könnten. (dpa)

10:30 Uhr

Samstag, 14. März

Iran bleibt offline – privilegierte Gruppen surfen weiter

Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.

Netblocks kritisierte: «Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.»

Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen organisierten oder frei äussern könnten.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte «weisse SIM-Karten», die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind. (dpa)

06:32 Uhr

Samstag, 14. März

USA greifen iranische Öl-Insel an – Teheran warnt

Die USA haben laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu bewegen. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er «aus Gründen der Anständigkeit» verzichtet, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, warnte die Führung in Teheran jedoch: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus versuchen zu behindern, werde er diese Entscheidung «sofort überdenken». Von der Insel Kharg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.

Der Iran blockiert die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge, der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. US-Kriegsschiffe sollen Trump zufolge in Kürze Tanker durch die wichtige Meerenge begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Einen genauen Zeitpunkt nannte der US-Präsident allerdings nicht.

Berichte: Pentagon schickt Verstärkung nach Nahost

Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge, berichtete das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf einen ranghohen US-Beamten. Die Infanteristen wären dem Bericht zufolge in der Lage, falls gewollt auch Bodeneinsätze durchzuführen.

Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte warnte unterdessen nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass im Falle eines Angriffs der USA auf die Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur des Landes «alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden». Die «gesamte regionale Öl- und Gasinfrastruktur, an der die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten ein Interesse haben» werde in dem Fall in «in Brand gesteckt und zerstört», warnte auch die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars.

Iran nutzt Blockierung der Strasse von Hormus als Hebel

Der Iran benutzt die Blockierung der Strasse von Hormus als Hebel im Krieg mit den USA und Israel. Die USA hätten jedes militärische Ziel auf der Insel Kharg vernichtet, schrieb Trump. Die etwa sechs Kilometer lange Insel im Persischen Golf, etwa 30 Kilometer vor der Südwestküste Irans, bezeichnete er als «Irans Kronjuwel». Die Bombardierung sei eine der heftigsten «in der Geschichte des Nahen Ostens.» Mit seiner Drohung bezüglich Irans Ölanlagen auf der Insel versucht der US-Präsident nun seinerseits, einen Hebel im Krieg anzusetzen.

Experten gingen vor Kriegsbeginn davon aus, dass Irans Streitkräfte die Strasse von Hormus bei einem Angriffe der USA sperren könnte - was eingetreten ist. Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Meerenge bislang fest. Die Kommandozentrale der Garden hatte jüngst laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars erklärt, dass sie damit einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Khamenei folge. Ob Trumps Drohung nach der Bombardierung der Insel Kharg Wirkung zeigen wird, bleibt abzuwarten.

Türkei: Erneut iranisches Geschoss von Nato abgefangen

Unterdessen wurde erneut ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss im Luftraum der Türkei von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen. Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit.

Die Nato bestätigte das Abfangen einer iranischen ballistischen Rakete, die auf die Türkei zusteuerte. Man bleibe wachsam und stehe fest zur Verteidigung aller Bündnispartner, schrieb eine Sprecherin auf X. Der iranische Führung dementierte den Beschuss. Vom Iran aus sei keinerlei Munition in Richtung der Türkei abgefeuert worden, teilte die Botschaft des Landes in Ankara mit.

USA versprechen Belohnung für Informationen über Irans Führung

Die USA setzen derweil eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar (8,7 Millionen Euro) für Informationen über Irans Führung um das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Khamenei aus. Es gehe um Führungspersonen rund um die Revolutionsgarden, erklärte das US-Aussenministerium. Modschtaba Khameneis Vater Ajatollah Ali Khamenei war am 28. Februar zu Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran bei einem israelischen Bombardement in der Hauptstadt Teheran getötet worden.

Sein Sohn Modschtaba Khamenei wurde nach Angaben der US-Regierung verletzt. Die USA wüssten, dass er «verwundet und wahrscheinlich entstellt» sei, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth. Auch Trump sagte dem Sender Fox News, Khamenei sei verwundet. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag gesagt, Modschtaba Khamenei könne «sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen». Seit Ernennung zum obersten Führer hat dieser sich nicht öffentlich gezeigt.

Kämpfe zwischen Israel und Hisbollah gehen weiter

Unterdessen griffen der Iran sowie die mit ihm verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon in der Nacht erneut den Erzfeind Israel mit Raketen an. Am frühen Morgen heulten an Israels Grenze zum nördlichen Nachbarland wieder die Sirenen. Israels Militär greift im Gegenzug die Miliz im Libanon weiter an.

Bei einem israelischen Luftangriff wurden in der südlichen Stadt Nabatije Berichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet. Unter den Opfern sei auch ein Mädchen, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein Kampfflugzeug habe das Wohnhaus einer Familie angegriffen, hiess es weiter. Das israelische Militär äusserte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

Hisbollah-Chef Naim Kassim bekräftigte derweil Kampfbereitschaft. «Das Wort «Kapitulation» steht nicht in unserem Wörterbuch», sagte er in einer Fernsehansprache. «Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert.» Laut der WHO wurden bislang auf libanesischer Seite 634 Tote und mehr als 1.586 Verletzte gemeldet. (dpa)

06:30 Uhr

Samstag, 14. März

Libanon: Zwölf medizinische Fachkräfte bei Angriff getötet

Bei einem israelischen Angriff ist im Südlibanon nach Behördenangaben eine Klinik getroffen worden. Dabei seien zwölf medizinische Fachkräfte ums Leben gekommen, die im Dienst gewesen seien, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter den Toten waren demnach Ärzte, Sanitäter und Pflegekräfte. Dabei handele es sich um vorläufige Angaben, da Einsatzkräfte noch nach Vermissten suchten. Der Angriff ereignete sich nach Ministeriumsangaben in einem Dorf im Bezirk Bint Dschbeil.

Es handele sich um den zweiten Angriff auf den Gesundheitssektor binnen weniger Stunden. Bei einem anderen israelischen Angriff auf das Dorf Suane wurden den Angaben zufolge zwei Sanitäter getötet und fünf weitere verletzt, als ein Sanitätszentrum getroffen wurde.

Das Gesundheitsministerium verurteilte die Attacke und beklagte anhaltende Gewalt gegen medizinisches Personal. Bisher sind durch israelische Angriffe nach libanesischen Angaben 18 Sanitäter getötet worden, insgesamt gab es seit der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel am 2. März 773 Tote im Libanon. (dpa)

06:23 Uhr

Samstag, 14. März

Trump: Für Irans Ölexporte wichtige Insel Charg attackiert

Das US-Militär hat laut Präsident Donald Trump die für Irans Ölexporte wichtige Insel Charg angegriffen. Auf der Insel seien militärische Ziele «ausgelöscht» worden, schrieb Trump am Freitagabend (Ortszeit) auf der Online-Plattform Truth Social. Er warnte, dass als nächstes die dortige Ölinfrastruktur ins Visier genommen werden könnte.

«Vor wenigen Augenblicken hat das Zentralkommando der Vereinigten Staaten auf meinen Befehl hin einen der mächtigsten Bombenangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt und jedes MILITÄRISCHE Ziel auf Irans Kronjuwel, der Insel Charg, vollständig ausgelöscht», schrieb Trump mit Blick auf das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs. «Aus Gründen des Anstands habe ich mich entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel NICHT zu zerstören. Sollte jedoch Iran oder irgendjemand sonst versuchen, die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus zu behindern, werde ich diese Entscheidung umgehend überdenken.»

Die kleine Insel Charg im Persischen Golf ist das wichtigste Terminal, über das alle iranischen Ölexporte laufen. Erst am Donnerstag hatte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf die USA vor Angriffen auf Inseln im Persischen Golf gewarnt. In einem solchen Fall würde die Islamische Republik «jegliche Zurückhaltung aufgeben und den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren tränken», schrieb Ghalibaf auf der Plattform X.

Trumps Post kam kurz vor seinem Abflug nach Florida, wo er das Wochenende verbringen wollte. In einem am Donnerstagabend (Ortszeit) aufgezeichneten und am darauffolgenden Morgen verbreiteten Interview des Senders Fox News Radio war er gefragt worden, ob er erwäge, Charg einzunehmen. Dies stehe «nicht weit oben auf der Liste», doch könne er seine Meinung «binnen Sekunden» ändern, entgegnete er.

Zugleich kritisierte er die Fragestellung. «Wer würde eine solche Frage stellen, und welcher Narr würde sie beantworten?», fragte er. «Nehmen wir an, ich würde es tun, oder nehmen wir an, ich würde es nicht tun – warum sollte ich Ihnen das sagen?» (dpa)

21:06 Uhr

Freitag, 13. März

USA versprechen Belohnung für Informationen über iranische Führung

Die USA setzen eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar (8,7 Millionen Euro) für Informationen über Irans Führung, darunter das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Khamenei, aus. Es geht unter anderem um mehrere einflussreiche Führungspersonen rund um die iranischen Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht Irans, wie das US-Aussenministerium mitteilte. Die USA werfen den Revolutionsgarden vor, weltweit terroristische Akte zu planen und durchzuführen.

Modschtaba Khamenei ist der Sohn von Ajatollah Ali Khamenei. Der langjährige Religionsführer war am 28. Februar zu Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran bei einem Bombardement im Zentrum der Hauptstadt Teheran getötet worden. Modschtaba Khamenei überlebte den Angriff. (dpa)

19:24 Uhr

Freitag, 13. März

Trump: Putin hilft dem Iran «vielleicht ein bisschen, ja»

US-Präsident Donald Trump hält es für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin dem Iran im Krieg mit den USA und Israel hilft. Auf eine entsprechende Frage sagte er Fox News in einem Radiointerview: «Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja». Putin wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. «Sie tun es. Und wir tun es», sagte er.

Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass Russland dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten liefere. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten etwa der US-Sender CNN und die «Washington Post».

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der die US-Delegation bei Gesprächen mit Moskau und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs leitet, wurde darauf zuletzt mehrfach angesprochen. Nach eigenen Angaben teilte er Russland mit, dass es Teheran nicht mit Informationen im Iran-Krieg unterstützen soll. Kürzlich sagte Witkoff zudem, russische Vertreter hätten Trump in einem Telefongespräch versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen. (dpa)

15:46 Uhr

Freitag, 13. März

Hegseth: Heute erneut höchste Anzahl an Angriffen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat im Krieg gegen den Iran die bislang umfangreichsten Angriffe seines Landes angekündigt. «Tatsächlich wird es heute erneut die höchste Anzahl an Angriffen geben», die die USA jemals im Iran durchgeführt hätten. Auch US-Generalstabschef Dan Caine sprach von den heftigsten Angriffen seit Beginn des Kriegs mit dem Iran vor fast zwei Wochen. US-Vertreter haben in dem Krieg bereits mehrfach von den bislang härtesten Angriffen gesprochen.

Hegseth betonte nun, dass sich die USA neben der Zerstörung der Luftwaffe, Marine und des Raketenarsenals des Irans vor allem darauf fokussiert hätten, dass der Iran künftig keine Raketen mehr fertigen könne. So habe man etwa die Möglichkeiten des Irans, ballistische Raketen herzustellen, ausgeschaltet, indem man Unternehmen, die Komponenten dafür produzierten, zerstört habe. (dpa)

15:06 Uhr

Freitag, 13. März

Israel ruft Libanons Bürger zu Hisbollah-Entwaffnung auf

Israelische Flugzeuge haben über Teilen der libanesischen Hauptstadt Beirut Flugblätter abgeworfen, in denen die Bevölkerung aufgefordert wird, sich für eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah einzusetzen.

Reporterinnen der Deutschen Presse-Agentur und Anwohnern zufolge flogen israelische Kampfflugzeuge zuvor in niedriger Höhe über der Stadt. Dabei durchbrachen sie die Schallmauer und lösten zwei laute Explosionen aus. Aus mehreren Stadtvierteln wurde berichtet, dass Flugblätter abgeworfen wurden.

In den an «Liebe libanesische Bürger» gerichteten Schreiben wird dazu aufgerufen, die Hisbollah zu entwaffnen. Sie seien der «Schild des Irans». Die Zukunft des Libanon solle von seinen eigenen Bürgern bestimmt werden und nicht von externen Akteuren. «Der Libanon ist eure Entscheidung, nicht die von jemand anderem», heisst es in dem Text. Stabilität sei «nicht nur ein Wort, sondern ein Recht für jeden Libanesen».

Das israelische Militär hatte bereits zuvor immer mal wieder ähnliche Flugblätter im Libanon abgeworfen. (dpa)

13:59 Uhr

Freitag, 13. März

Costa: US-Lockerungen bei Ölsanktionen «besorgniserregend»

EU-Ratspräsident António Costa nennt die befristete Lockerung von Handelssperren für russisches Öl der USA «sehr besorgniserregend». Die einseitige Entscheidung der Vereinigten Staaten habe Auswirkungen auf die europäische Sicherheit, schrieb der Portugiese auf X. Zunehmender wirtschaftlicher Druck auf Russland sei entscheidend dafür, dass das Land ernsthafte Verhandlungen über einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine akzeptiere. «Sanktionen zu lockern erhöht die russischen Ressourcen für den Angriffskrieg gegen die Ukraine», kritisierte er. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, die Brüsseler Behörde sei weiterhin überzeugt, dass die Preisobergrenze für Öl und die Sanktionen gegen Russland zielgerichtet seien. Sie bleiben auch in der aktuellen Phase mit schwankenden Ölpreisen bestehen. (dpa)

13:51 Uhr

Freitag, 13. März

Angriffe auf Infrastruktur? Israel Katz droht dem Libanon

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Nachbarland Libanon «Schäden an der nationalen Infrastruktur» angedroht. Die libanesische Regierung sei ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht nachgekommen und müsse deshalb einen immer höheren Preis zahlen, darunter Schäden an von der Hisbollah genutzten Infrastruktur im Land sowie auch Gebietsverluste, sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Lagebesprechung. Beides drohe, solange die «zentrale Verpflichtung, die Hisbollah zu entwaffnen» nicht erfüllt sei. Israels Armee hatte zuvor eigenen Angaben zufolge eine wichtige, von der Hisbollah genutzte Flussbrücke angegriffen. «Dies ist erst der Anfang», sagte Katz dazu. Die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz habe den Übergang für Waffenlieferungen in den Süden des Landes genutzt. (dpa)

13:31 Uhr

Freitag, 13. März

Neuer iranischer Führer nach US-Angaben durch Verletzung entstellt

Der neue Oberste Führer Modschtaba Khamenei des Iran ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt worden. Wahrscheinlich sei Khamenei entstellt, teilte Hegseth am Freitag mit, einen Tag nachdem Khamenei seine erste öffentliche Stellungnahme als Staatsoberhaupt nur verlesen lassen hatte. Belege für seine Aussage führte der Minister nicht an.

Am Donnerstag hatte Irans Botschafter in Tunesien der Nachrichtenagentur AP gesagt, Khamenei sei nur leicht verletzt. «Es handelt sich nicht um eine schwere Verletzung, und er erholt sich», sagte Mir Massud Hosseinian. Nach israelischen Geheimdiensteinschätzungen wurde Modschtaba Khamenei verwundet, als sein Vater Ali Khamenei zu Beginn des Krieges getötet wurde. Von iranischer Seite gab es dazu kaum Informationen. (dpa)

13:20 Uhr

Freitag, 13. März

UN: Fast 22.000 zivile Gebäude im Iran beschädigt

Im Iran-Krieg sind nach Angaben eines UN-Vertreters bislang fast 22.000 zivile Gebäude im Land beschädigt worden. Darunter seien mehr als 17.000 Wohneinheiten, berichtete Salvador Gutierrez, Repräsentant der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Teheran. Tausende Familien seien vor den Angriffen geflohen, viele davon in den Norden des Iran, hiess es in einer Stellungnahme von Gutierrez. Es sei unerlässlich, den Konflikt zu deeskalieren, um weiteres Leid zu verhindern. «Der Schutz von Zivilisten muss absolute Priorität haben», sagte er. (dpa)

12:47 Uhr

Freitag, 13. März

Sri Lanka übergibt Leichen iranischer Seeleute

Sri Lanka hat nach einem Angriff der US-Marine auf ein iranisches Kriegsschiff die Leichen von 84 Seeleuten überstellt. Die sterblichen Überreste seien iranischen Vertretern zur Rückführung übergeben worden, sagte Aussenministeriumssprecher Thushara Rodrigo am Freitag. Sie sollten vom Flughafen Hambantota im Süden Sri Lankas in den Iran geflogen werden. Ein U-Boot der US-Marine hatte am Mittwoch vergangener Woche das iranische Kriegsschiff «IRIS Dena» in internationalen Gewässern vor der Küste Sri Lankas versenkt. 32 Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Wenige Tage später übernahm Sri Lanka die Kontrolle über das iranische Kriegsschiff «IRIS Buschehr» vor seiner Küste und brachte mehr als 200 Seeleute an Land. Die «Buschehr» hatte den Angaben zufolge einen Motorschaden. Beide Schiffe hatten an von Indien ausgerichteten Marineübungen teilgenommen. (dpa)

12:46 Uhr

Freitag, 13. März

Merz: Kein Anlass für Militäreinsatz in Strasse von Hormus

Der deutsche Kanzler Friedrich Merz sieht derzeit keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Strasse von Hormus. Er kritisierte bei seinem Besuch in Norwegen, dass weiterhin keine Strategie erkennbar sei, wie der Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu Ende gebracht werden soll. «Die Fragen sind ja auch nicht wirklich beantwortet. Im Augenblick gibt es aus meiner Sicht deswegen auch keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken», sagte Merz auf die Frage nach seiner Haltung zu einer solchen Mission und einer möglichen deutschen Beteiligung. (dpa)

12:05 Uhr

Freitag, 13. März

US-Regierung kritisiert CNN für Berichterstattung über Khamenei-Rede

Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN für Berichterstattung über die erste Stellungnahme des neuen Obersten Führers im Iran kritisiert. Der Sender hatte Teile der Stellungnahme von Ajatollah Modschtaba Khamenei, die im iranischen Staatsfernsehen verlesen wurde, wie auch andere Medien in aller Welt ausgestrahlt. Das Weisse Haus schrieb dazu am Donnerstag in sozialen Medien: «Fake News CNN hat soeben vier Minuten ununterbrochen iranisches Staatsfernsehen ausgestrahlt, betrieben von demselben psychotischen und mörderischen Regime, das sich 47 Jahre lang damit brüstete, Amerikaner brutal abzuschlachten.» Es war bereits das zweite Mal innerhalb von drei Tagen, dass Washington den Sender dafür kritisierte, dass er über iranische Reaktionen auf die US-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik berichtet, die am 28. Februar begannen.

Zuvor hatte Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor des Weissen Hauses, Anstoss an einem Interview der CNN-Moderatorin Erin Burnett mit Hossein Mussawian genommen, einem früheren Unterhändler Teherans in Atomgesprächen.

Die Welt beobachte mit Anteilnahme, in welche Richtung sich der Krieg entwickle, erklärte CNN. Wiedergegebene Äusserungen des neuen Obersten Führers im Iran seien ein wichtiger Aspekt, um Mediennutzer dabei zu unterstützen, ein Verständnis für die Entwicklung des Konflikts zu bekommen. Die Ausstrahlung sei wegen «ihres offensichtlichen Nachrichtenwerts» erfolgt. (dpa)

11:49 Uhr

Freitag, 13. März

Türkei fängt schon wieder ballistisches Geschoss aus Iran ab

Erneut ist ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums im Luftraum des Landes von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden.

Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Es ist der dritte Vorfall in der Türkei dieser Art seit der vergangenen Woche. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht. (dpa)

11:28 Uhr

Freitag, 13. März

US-Tankflugzeug stürzt im Irak ab – vier Tote

Beim Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks sind vier Menschen ums Leben gekommen. Von den sechs Besatzungsmitgliedern seien vier für tot erklärt worden, während die Rettungsmassnahmen weitergingen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.

Das US-amerikanische Tankflugzeug vom Typ KC-135 war demnach am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Die Umstände des Vorfalls würden noch untersucht. Der Verlust sei jedoch weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hiess es im Post auf X weiter. Die Identität der verstorbenen Soldaten werde erst bis zu 24 Stunden nach der Benachrichtigung der Angehörigen bekannt gegeben. (dpa)

11:10 Uhr

Freitag, 13. März

Libanon: Viele Tote nach Beschuss

Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon hat es libanesischen Angaben zufolge seit der Nacht mehr als 20 Tote gegeben. Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.

Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen. (dpa)

10:55 Uhr

Freitag, 13. März

WHO: Bisher 1255 Todesopfer im Iran, 634 im Libanon

Seit Beginn des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten sind im Iran und im Libanon nach Angaben nationaler Behörden knapp 1900 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Im Iran seien 1255 Menschen getötet und mehr als 15'100 verletzt worden, hiess es. Mehr als 100'000 Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht. Im Libanon sind laut der WHO 634 Todesopfer und mehr als 1586 Verletzte gemeldet worden. Nach Angaben libanesischer Behörden liegt die Zahl der Toten mittlerweile schon bei etwa 690. Die WHO berichtete von mehr als 800'000 Binnenvertriebenen. (dpa)

10:44 Uhr

Freitag, 13. März

Iran kontert Trumps Warnung: Niemand kann uns ausschliessen

Der iranische Fussballverband hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an der WM in diesem Sommer zurückgewiesen. Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass das Land bei der Weltmeisterschaft dabei sei. «Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschliessen. Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist eines, das lediglich den Titel «Gastgeber» trägt, aber nicht in der Lage ist, die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten», teilte der WM-Teilnehmer auf Instagram mit. (dpa)

10:43 Uhr

Freitag, 13. März

Iranisches Staatsfernsehen meldet schwere Explosion bei Demonstration

Das iranische Staatsfernsehen hat eine schwere Explosion auf einem Platz voller Demonstranten in der Hauptstadt Teheran gemeldet. Die Detonation habe sich auf dem Ferdowsi-Platz in der Nähe der Universität Teheran ereignet, einem Schwerpunkt der israelfeindlichen Demonstrationen des Al-Kuds-Tages am Freitag. Videoaufnahmen, die die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte, zeigten aufsteigenden Rauch, während Protestierende «Tod für Israel!» und «Tod für Amerika!» schrien. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar. Israel hatte zuvor vor einem möglichen Angriff auf das Gebiet gewarnt. Etwa zur gleichen Zeit berichteten Einwohner von weiteren Explosionen in der Hauptstadt. Kurz vor der Detonation auf dem Ferdowsi-Platz hatte eine Explosion die Stadt Kaswin erschüttert, die Israel ebenfalls als mögliches Angriffsziel genannt hatte. (dpa)

09:15 Uhr

Freitag, 13. März

Bericht: Tote und Verletzte durch Drohne im Oman

Im Oman sind einem Bericht zufolge zwei Menschen durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden demnach verletzt. Eine zweite Drohne sei in offenes Gelände gestürzt, meldete die staatliche omanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Vorfälle ereigneten sich demnach in der Region Sohar im Norden des Landes. Bei den Toten, die sich bei dem Einschlag in einem Industriegebiet aufhielten, soll es sich um ausländische Staatsbürger handeln, hiess es weiter. Zur Herkunft der Drohnen war zunächst nichts bekannt. Die zuständigen Behörden ermittelten, so die Meldung. Der Oman wurde trotz seiner Vermittlungsbemühungen seit Beginn des Iran-Kriegs mehrfach zum Ziel iranischer Angriffe. (dpa)

08:46 Uhr

Freitag, 13. März

Dutzende Verletzte nach iranischem Raketenangriff in Israel

Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden. Eine Frau sei durch Granatsplitter mittelschwer, alle weiteren durch Glassplitter leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Alle seien in Krankenhäuser gebracht worden. Darüber hinaus behandelten Sanitäter den Angaben nach vor Ort 15 weitere Menschen wegen Angstzuständen. Die israelische Polizei teilte mit, es habe einen Einschlag in der Nähe eines Wohnhauses im Ort Sarsir in der Nähe der Stadt Nazareth gegeben. Aufnahmen der Sicherheitskräfte zeigten ein schwerbeschädigtes Haus und ein zerstörtes Auto sowie ein verendetes Fohlen. Laut Israels Feuerwehr wurden weitere Häuser teils schwer beschädigt. Zudem sei nach dem Einschlag auch ein Feuer in dem Ort ausgebrochen. Israels Armee teilte mit, sie untersuche die Umstände des Vorfalls. (dpa)

08:44 Uhr

Freitag, 13. März

Trotz Angriffen: Iran mobilisiert zu Al‑Kuds‑Protesten

Trotz anhaltender Luftangriffe sind in Teheran erneut Tausende Regierungsanhänger zu israelfeindlichen Demonstrationen auf die Strassen gegangen. Die Kundgebungen finden anlässlich des sogenannten Al‑Kuds‑Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini 1979 eingeführt hat. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die «Befreiung Jerusalems». Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Irans Präsident Massud Peseschkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er am Donnerstag, das iranische Volk solle «die Feinde des Irans enttäuschen, indem es in grösserer Zahl als je zuvor auf die Strasse geht». (dpa)

06:37 Uhr

Freitag, 13. März

Trump droht Iran erneut: «Schaut, was heute passiert»

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut in den sozialen Medien gedroht. «Schaut, was heute mit diesen geistesgestörten Drecksäcken passiert», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. «Sie haben 47 Jahre lang unschuldige Menschen auf der ganzen Welt getötet, und jetzt töte ich als der 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sie», schrieb Trump. «Welch grosse Ehre es ist, dies zu tun!» Trump schrieb, dass die iranische Marine bereits zerstört sei, ihre Luftwaffe nicht mehr existiere, Raketen, Drohnen und alles Weitere dezimiert würden und ihre Führungspersonen ausgelöscht worden seien. (dpa)

Donald Trump droht dem Iran. (Bild: Keystone)

06:22 Uhr

Freitag, 13. März

Irans Geheimdienst warnt Bevölkerung vor Massenprotesten

Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden warnt die Bevölkerung vor neuen Massendemonstrationen. Der Staatssender Iribnews verbreitete eine Erklärung, in der Demonstrierenden noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar. Der Geheimdienst kündigte an, «Vaterlandsverräter» rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der «böse Feind» Angst und Strassenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte. Bei den schwersten Massenprotesten seit Jahren wurden im Januar nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte. (dpa)

06:21 Uhr

Freitag, 13. Mär

Australien gibt erstmals seit 2022 Benzin aus Notreserven frei

Australien greift erstmals seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 auf Teile seiner strategischen Treibstoffreserven zurück. Die Regierung stelle rund sechs Tage Benzin und etwa fünf Tage Diesel aus dem Notvorrat zur Verfügung, teilte Energieminister Chris Bowen mit. Der Schritt soll Händlern mehr Spielraum bei der Versorgung geben. Wegen der komplexen Lieferketten werde der Treibstoff jedoch nicht sofort auf den Markt kommen, sagte Bowen. Die Pflichtlagerhaltung, die genau für diesen Zweck eingeführt worden sei, sei jetzt notwendig, betonte Bowen. «Es gibt einen Krieg. Ich denke, Krieg erfüllt die Kriterien einer Krise.» (dpa)

06:19 Uhr

Freitag, 13. März

Fast 60 Verletzte bei Raketenangriff auf Israel

Bei einem Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom mindestens 58 Menschen verletzt worden. Der Angriff erfolgte den Angaben zufolge auf Sarsir - eine Stadt rund 100 Kilometer nördlich von Jerusalem, nahe der Grenze zum Libanon. Eine Person befinde sich in kritischem Zustand, 57 Menschen hätten leichte Verletzungen durch Glassplitter erlitten, teilte der Rettungsdienst mit. Von der Einsatzstelle veröffentlichtes Filmmaterial zeigte beschädigte Autos und verstreute Trümmer. Das israelische Militär erklärte, gemeinsam mit den Rettungskräften vor Ort zu arbeiten, um die Trümmer zu beseitigen. Die libanesische Hisbollah-Miliz gab am Freitagmorgen an, mehrere Raketen auf Nordisrael und auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben. (dpa)

06:18 Uhr

Freitag, 13. März

Saudi-Arabien: 50 Drohnen innerhalb weniger Stunden abgeschossen

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium hat den Abschuss von rund 50 Drohnen innerhalb weniger Stunden gemeldet. Am Freitagmorgen teilte das Ministerium mit, dass die Luftabwehr zehn weitere Drohnen abgeschossen habe, die auf die östlichen und zentralen Provinzen des Königreichs abgezielt hätten. Damit stieg die Gesamtzahl der Drohnen, die innerhalb weniger Stunden in den saudischen Luftraum eingedrungen waren, auf fast 50. Die Angriffswelle stellt eine ungewöhnlich hohe Zahl an Luftbedrohungen für das Königreich dar. In den vergangenen Tagen waren Ziele wie die US-Botschaft in Riad, Ölinfrastruktur sowie ein Militärstützpunkt mit US-Truppen ins Visier genommen worden. (dpa)

06:16 Uhr

Freitag, 13. März

Israelische Angriffe auf Beiruter Stadtviertel – ein Toter

Bei einem israelischen Angriff im Südwesten von Beirut ist ein Mensch getötet worden. Ein Auto sei am Freitagmorgen im Küstenviertel Dschna getroffen worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Ein weiterer israelischer Angriff habe eine Wohnung im Viertel Nabaa getroffen, berichteten lokale Medien. Nabaa, am nördlichen Stadtrand von Beirut im dicht besiedelten Bezirk Burdsch Hammud gelegen, ist Heimat einer grossen armenischen Gemeinde. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet. Nach den Angriffen erklärte die israelische Armee, sie habe ein Hisbollah-Mitglied in Beirut ins Visier genommen. Es ist das erste Mal, dass ein solches Gebiet in diesem Konflikt oder während des Krieges zwischen der militant-islamistischen Hisbollah und Israel im Jahr 2024 angegriffen wurde. Beide Viertel liegen weit entfernt von den südlichen Vororten Beiruts, die das israelische Militär für unsicher erklärt und für die es Evakuierungsaufrufe herausgegeben hat. (dpa)

06:14 Uhr

Freitag, 13. März

Iran-Krieg: USA erlauben zeitweise Kauf von russischem Öl

Die US-Regierung will dem aufgrund des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Das erklärte Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten. Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Bessent argumentierte jedoch, Russland werde von dieser «eng gefassten» Ausnahme nicht in bedeutender Weise finanziell profitieren.(dpa)

06:13 Uhr

Freitag, 13. März

Herabfallende Trümmer verursachen Brand in Dubai

Herabfallende Trümmer abgefangener Geschosse haben in Dubai einen Brand ausgelöst. Dichter schwarzer Rauch stieg am frühen Freitagmorgen über der Skyline der Stadt auf, nachdem die örtlichen Behörden von einem Brand in einem Industriegebiet der Metropole berichtet hatten. Ein Journalist der AP sah das Feuer im Stadtteil Al-Kuos in Dubai. Umstehende versammelten sich dort. Die Polizei hinderte den AP-Journalisten daran, sich dem Brandort weiter zu nähern, der sich in einer Sackgasse befand. Das Dubai Media Office, das Stellungnahmen für die Regierung herausgibt, erklärte, dass «Trümmer einer erfolgreichen Abfangaktion einen kleineren Vorfall an der Fassade eines Gebäudes im Zentrum von Dubai verursacht haben». Es hiess, es habe keine Verletzten gegeben. (dpa)

06:03 Uhr

Freitag, 13. März

Keine Aussicht auf Entspannung: Ölpreise klettern wei

Drohungen aus dem Iran, kein verlässlicher Schutz, Angriffe auf den Ölsektor: Knapp zwei Wochen nach Beginn des Kriegs im Iran zeichnet sich an Ölmärkten keine Entspannung ab. Erneute Drohungen aus dem Iran befeuerten die Sorgen vor einer längeren Blockade der Strasse von Hormus - und die Freigabe von Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) verpuffte an den Märkten. Die Ölpreise notierten kurz nach Mitternacht erneut höher: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Seit Beginn des Kriegs bewegen sich die Preise auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren. (dpa)

05:47 Uhr

Freitag, 13. März

Französischer Soldat bei Drohnenangriff im Irak getötet

Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte. Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmassnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen.

Macron nennt den Angriff inakzeptabel. (Bild: Keystone)

Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung «Le Parisien». Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar. Macron bezeichnete den Angriff auf die seit 2015 im Anti-Terror-Kampf im Irak stationierten französischen Truppen als inakzeptabel. Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschliesslich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung. Der Krieg im Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen. (dpa)

05:06 Uhr

Freitag, 13. März

Beobachtergruppe: Israel greift gezielt gefürchtete Basidsch-Miliz an

Israel hat nach Einschätzung der Beobachtergruppe ACLED (Armed Conflict Location and Event Data) gezielt die Freiwilligenmiliz Basidsch angegriffen, um die staatliche Kontrolle im Iran zu schwächen. Mindestens 18 Mal seien allein am Mittwoch Kontrollposten der Basidsch-Miliz angegriffen worden, die federführend an der Niederschlagung von Protesten im Iran beteiligt war, teilte ACLED am Donnerstag mit. Seit Kriegsbeginn haben laut ACLED mindestens 30 Prozent der von der Gruppe registrierten Angriffe der USA und Israels das iranische System attackiert, das für die Kontrolle im Inneren zuständig ist. Dazu gehören demnach Polizeireviere und Standorte, die von Geheimdiensten und jenen Einheiten der Revolutionsgarde genutzt werden, die für die innere Sicherheit zuständig sind. (dpa)

05:02 Uhr

Freitag, 13. März

USA melden «Verlust» von Tankflugzeug im Westen des Iraks

Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug verloren. «Der Vorfall hat sich in verbündetem Luftraum ereignet», teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Er sei weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen. Die Rettungsmassnahmen dauerten an. Nach Angaben von Centcom waren zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere vom Typ KC-135 sei im Westen des Iraks «runtergekommen». (dpa)

20:55 Uhr

Donnerstag, 12. März

Netanyahu: Iranische Atomwissenschaftler getötet

Bei den israelischen Angriffen auf den Iran sind nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mehrere iranische Atomwissenschaftler getötet worden. Es habe sich unter anderem um Experten gehandelt, die an der Entwicklung von Atomwaffen beteiligt gewesen seien, sagte Netanyahu bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend. Bereits während des Zwölftagekriegs im vergangenen Jahr hatte Israel gezielt iranische Atomwissenschaftler getötet.

Den neuen obersten Führer des Iran, Ajatollah Modschtaba Khamenei, bezeichnete der israelische Regierungschef bei der Pressekonferenz als «Marionette der Revolutionsgarde», die nicht öffentlich auftreten könne. (dpa)

17:59 Uhr

Donnerstag, 12. März

USA: Rund 6000 Ziele im Iran angegriffen

Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben etwa 6000 Ziele angegriffen. Auch mehr als 90 Schiffe seien beschädigt oder zerstört worden, darunter mehr als 30 Minenleger, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch erneut nahegelegt, dass der Krieg schon «bald» enden könne. Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Der israelische Armeesprecher Effie Defrin erklärte dagegen, dass Israels Militär noch eine umfangreiche Liste an Zielen habe. (dpa)

17:50 Uhr

Donnerstag, 12. März

Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an

Das israelische Militär hat erneut im Herzen der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Über Opfer war zunächst nichts bekannt. Das israelische Militär hatte zuvor einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude im Beiruter Stadtviertel Baschura herausgegeben. Daraufhin wurde das Gebäude zweimal aus der Luft getroffen, wie auf Live-Aufnahmen im libanesischen Fernsehen zu sehen war.

Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an. (Bild: Keystone)

Kurze Zeit später rief das israelische Militär auch zur Räumung eines Gebäudes in dem benachbarten Wohnquartier Sokak al-Blat auf. In dem Gebäude befindet sich eine Filiale des Finanzinstituts der Hisbollah. Beide Wohngegenden sind dicht besiedelt und gehören nicht zum Einflussgebiet der Hisbollah.

Das israelische Militär teilte mit, eine neue Angriffswelle auf Hisbollah-Infrastruktur in Beirut gestartet zu haben. (dpa)

17:46 Uhr

Donnerstag, 12. März

Britisches Militär meldet Drohnenangriff auf Stützpunkt im Irak

Bei einem Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt im Irak sollen mehrere US-Militärangehörige verletzt worden sein. Guy Foden, ein Angehöriger des britischen Militärs, erklärte, in dem Stützpunkt in der halbautonomen Kurdenregion Erbil seien sowohl britische als auch US-Soldaten untergebracht. Der britische Generalleutnant Nick Perry sagte, es habe bei dem Angriff am späten Mittwoch keine britischen Opfer gegeben. Auch die Verletzungen der Amerikaner seien nicht besonders schwer. (dpa)

14:40 Uhr

Donnerstag, 12. März

Irans neuer oberster Führer fordert Rache für Kriegsopfer

Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Khomeini hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hiess, die im Staatsfernsehen verlesen wurde.

«Besonders empfindlich sind wir gegenüber dem Blut unserer Kinder», hiess es in der Rede. Bei einem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Dafür waren nach Recherchen von US-Medien US-Streitkräfte verantwortlich.

Modschtaba Khomeini betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Verteidigung und forderte das Land zum Zusammenhalt auf. «Auch muss weiterhin der Hebel der Blockierung der Strasse von Hormus genutzt werden», sagte der Geistliche laut dem Transkript. «Wir werden vom Feind Entschädigung verlangen», wurde Khomeini junior weiter zitiert. Wenn der Feind sich weigere, werde ihm Eigentum genommen. Sollte dies nicht möglich sein, soll sein Eigentum zerstört werden.

Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Modschtaba Khomeini nicht öffentlich gezeigt. Ohnehin mied der Sohn des am 28. Februar getöteten Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Khomeini seit Jahren die Öffentlichkeit. Er überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole beim Kriegsbeginn, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete ihn als «Kriegsversehrten», nannte aber keine weiteren Details. (dpa)

12:58 Uhr

Donnerstag, 12. März

Swiss setzt Flüge nach Dubai bis einschliesslich 28. März aus

Die Airline Swiss setzt ihre Flüge nach Dubai bis einschliesslich 28. März aus. Bisher waren diese Flüge bis einschliesslich 15. März gestrichen.

Grund für die weitere Aussetzung sei, dass beide Flughäfen in Dubai (DXB, DWC) die Anzahl der Flugbewegungen aus Kapazitätsgründen erheblich reduzieren, heisst es in einer Medienmitteilung. das führe dazu, dass die Airlines der Lufthansa Group auf Anordnung der Flughäfen sämtliche Flüge während des genannten Zeitraums streichen müssen.

Die Sicherheit der Passagiere und der Crews stehe an erster Stelle. Das Ziel sei es, den Flugbetrieb nach Dubai so bald wie möglich wieder aufzunehmen. (hkl/watson)

Die Swiss fliegt weiterhin nicht nach Dubai. (Bild: Joeran Steinsiek)

12:36 Uhr

Donnerstag, 12. März

Israel greift Militärforschungskomplex bei Teheran an

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben eine bekannte Militärforschungseinrichtung im Iran angegriffen. Die Attacke auf den Taleghan-Komplex östlich der iranischen Hauptstadt Teheran in dem Vorort Partschin sei im Rahmen einer der Angriffswellen der vergangenen Tage auf Basis «präziser Geheimdienstinformationen» erfolgt, teilte Israels Militär mit.

Der Taleghan-Komplex hat in der Vergangenheit immer wieder zu Spekulationen geführt. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde wurde dort im Rahmen des iranischen Amad-Programms bis 2003 an Technologien gearbeitet, die für Atomwaffen relevant sein könnten. Dabei sollen Tests mit starken Sprengstoffen erfolgt sein, um die Implosion eines nuklearen Sprengkopfs zu simulieren. Iran bestreitet die Existenz des Programms.

Bereits im Oktober 2024 hatte Israel die Anlage bombardiert. Sie wurde jedoch wieder aufgebaut und befestigt. Ein Satellitenbild des US-Unternehmens Vantor zeigte drei Einschlaglöcher auf die Anlage, wie sie typisch sind für bunkerbrechende Bomben. (dpa)

12:33 Uhr

Donnerstag, 12. März

UNHCR: Bis zu 3,2 Millionen Iraner auf der Flucht vor dem Krieg

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat in der Islamischen Republik nach UN-Angaben bis zu 3,2 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die meisten seien aus der Hauptstadt Teheran und anderen Grossstädten in den Norden des Landes und in ländliche Gebiete geflohen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Donnerstag mit.

Die USA und Israel bombardieren den Iran seit Ende Februar. Dieser reagiert auch mit Angriffen auf Golfstaaten, die nicht direkt am Krieg beteiligt sind. (dpa)

07:59 Uhr

Donnerstag, 12. März

Erste Angriffe auf Kontrollposten in Teheran – mindestens zehn Tote

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind erstmals Kontrollposten der Sicherheitskräfte angegriffen worden. Bei den Angriffen, die mutmasslich mit Drohnen ausgeführt wurden, seien am Mittwochabend mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, berichtete die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars. Andere iranische Medien übernahmen den Bericht.

Schüsse waren zu hören, während die Stadt wiederholt aus der Luft angegriffen wurde. Die Schüsse schienen von den Kontrollposten zu kommen, die häufig mit Mitgliedern der Freiwilligenmiliz Basidsch der Revolutionsgarden und Offizieren der iranischen Polizei besetzt sind. Es war unklar, welche Art von Drohnen verwendet wurden. Die USA setzen im Iran-Krieg eine nachgebaute Version der iranischen Schahed-Drohne ein. Israel und das US-Zentralkommando reagierten nicht auf die Frage, ob sie für die Angriffe verantwortlich seien.

Solche Angriffe könnten, falls sie verstärkt würden, die Einheiten unter Druck setzen, die zur Unterdrückung von Demonstrationen im Iran eingesetzt werden. Die US-Regierung hat die Hoffnung geäussert, dass das iranische Volk im Laufe des Krieges die Theokratie stürzen werde. (dpa)

06:00 Uhr

Donnerstag, 12. März

Treibstofflager in Flammen: Iran attackiert Ölsektor am Golf

Während US-Präsident Donald Trump erneut ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt, nehmen die iranischen Streitkräfte immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. Mit den Attacken will die Regierung in Teheran die Kosten für eine Fortsetzung des Krieges in die Höhe treiben. Wegen der Blockade der für die Schifffahrt äusserst wichtigen Strasse von Hormus war der Ölpreis zuletzt auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen.

Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Trump schon «bald» enden. Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Das israelische Militär hingegen erklärte, es habe noch eine umfangreiche Liste an Zielen im Iran. (dpa)

05:58 Uhr

Donnerstag, 12. März

Angriff in der Nähe des Bahrainer Flughafens löst Grossbrand aus

Nach einem iranischen Angriff in der Nähe des Bahrainer Flughafens ist es in einem Wohngebiet der Hauptstadt Manama zu einem Grossbrand gekommen. Die Behörden forderten Anwohner in der Umgebung auf, ihre Fenster wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Das Feuer brach auf der Insel Muharrak aus, auf der sich der internationale Flughafen des Inselstaats befindet.

Das Innenministerium von Bahrain teilte mit, dass Öltanks in der Gegend von dem Brand betroffen seien. Am Flughafen lagern Jet-Treibstofftanks, in der Umgebung weitere Tanks für die Ölindustrie des Königreichs. Bahrain verlegte bereits am Mittwochmorgen einige Flugzeuge aus dem Bereich des Flughafens. (dpa)

20:41 Uhr

Mittwoch, 11. März

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch der israelische Sender Channel 12 meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert. (dpa)

14:33 Uhr

Mittwoch, 11. März

Schweiz schliesst vorübergehend Botschaft im Iran

Die Schweizer Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran schliesst vorübergehend ihre Tore. Dies angesichts des anhaltenden Krieges und des damit gestiegenen Sicherheitsrisikos, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Mitteilung schreibt.

Demnach hätten heute der Botschafter sowie fünf Schweizer Mitarbeitende den Iran auf dem Landweg verlassen, um sich ausserhalb des Landes in Sicherheit zu begeben. Es sei geplant, so das EDA weiter, die Mitarbeitenden nach Teheran zurückzuschicken, sobald es die Lage erlaube. In Absprache mit den betroffenen Ländern halte die Schweiz im Rahmen ihrer Guten Dienste den Kommunikationskanal zwischen den USA und Iran weiterhin offen. (luk)

14:25 Uhr

Mittwoch, 11. März

Israel glaubt an Verletzung von neuem Ajatollah zu Kriegsbeginn

Die israelischen Behörden glauben nach Angaben informierter Kreise an eine Verletzung des neuen Obersten Führers im Iran zum Kriegsbeginn. Das sagten ein israelischer Geheimdienstvertreter und ein Reservist des israelischen Militärs der Nachrichtenagentur AP. Beide wollten anonym bleiben. Zur Art der mutmasslichen Verletzungen machten sie keine Angaben.

Zuvor hatte der Sohn des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian in sozialen Medien Spekulationen über den Gesundheitszustand des neu gewählten Obersten Führers Modschtaba Khamenei ausgelöst. Jussef Peseschkian schrieb in der Nacht zum Mittwoch bei Telegram: «Ich habe gehört, dass Herr Modschtaba verletzt wurde. Ich habe Freunde gefragt, die mit ihm in Kontakt standen. Sie sagten, Gott sei Dank sei er gesund und es gebe kein Problem.»

14:04 Uhr

Mittwoch, 11. März

Irans Sportminister lehnt WM-Teilnahme ab

Irans Sportminister hat eine Teilnahme seines Landes an der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA angesichts des Krieges im Nahen Osten ausgeschlossen. Mit Blick auf die USA, die Ende Februar gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten, sagte Ahmad Donjamali in einem TV-Interview: «Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.»

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft bei der WM im Sommer in seinem Land antreten dürfe. «Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen», sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.

Donjamali betonte derweil, dass «angesichts der bösartigen Massnahmen, die gegen Iran durchgeführt wurden», sein Land «definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme» habe. Ob die Entscheidung des Ministers final ist und der Iran die Teilnahme wirklich boykottiert, blieb zunächst unklar. (dpa)

13:47 Uhr

Mittwoch, 11. März

Mehr als 80 Festnahmen im Iran wegen Kritik in sozialen Medien

Die iranischen Behörden gehen hart gegen Kritik in sozialen Medien vor. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, 81 Menschen seien festgenommen worden, weil sie auf Online-Plattformen Informationen veröffentlicht hätten, die von den Behörden als in Kriegszeiten inakzeptabel eingestuft worden seien.

«Wer in den sozialen Medien die öffentliche Meinung verunsichert, wird als Feind betrachtet und entsprechend behandelt», sagte der Oberbefehlshaber der Sicherheitskräfte der Islamischen Republik, Ahmad Resa Radan, am Dienstagabend im Staatsfernsehen. Wer kritische Inhalte veröffentliche oder Inhalte mit Bezug zu Irans Feinden weiterverbreite, müsse mit langen Haftstrafen und möglicherweise sogar mit der Todesstrafe rechnen. (dpa)

11:31 Uhr

Mittwoch, 11. März

Trump sichert Iran WM-Teilnahme zu

US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fussball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf. «Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen», sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.

Allerdings: Irans Sportminister hat eine Teilnahme seines Landes an der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA angesichts des Kriegs ausgeschlossen. Mit Blick auf die USA, die Ende Februar gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten, sagte Ahmad Donjamali in einem TV-Interview nun: «Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.» (dpa)

10:00 Uhr

Mittwoch, 11. März

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten. (dpa)

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. (Bild: Keystone)

09:48 Uhr

Mittwoch, 11. März

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter. (dpa)

09:00 Uhr

Mittwoch, 11. März

Iranische Drohnen schlagen nahe Flughafen von Dubai ein

Zwei iranische Drohnen sind am Mittwoch in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai eingeschlagen. Vier Menschen wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Der Flugbetrieb wurde fortgesetzt.

Das Medienbüro von Dubai, das im Namen der Regierung des Emirats Erklärungen abgibt, teilte mit, zwei Personen mit ghanaischer und eine mit bangladeschischer Staatsangehörigkeit seien leicht verletzt worden. Ein indischer Staatsangehöriger habe mittelschwere Verletzungen erlitten. (dpa)

08:34 Uhr

Mittwoch, 11. März

Spekulationen über Gesundheitszustand von Modschtaba Khamenei

Der Sohn des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hat in den sozialen Medien Spekulationen über den Gesundheitszustand des neu gewählten Obersten Führers Modschtaba Khamenei ausgelöst. Jussef Peseschkian schrieb in der Nacht zum Mittwoch in einem Beitrag auf der Plattform Telegram: «Ich habe gehört, dass Herr Modschtaba verletzt wurde. Ich habe Freunde gefragt, die mit ihm in Kontakt standen. Sie sagten, Gott sei Dank sei er gesund und es gebe kein Problem.» Einzelheiten zur mutmasslichen Verletzung des 56-jährigen Khamenei nannte er nicht.

Modschtaba Khamenei ist der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei und wurde am vergangenen Wochenende zu dessen Nachfolger gewählt (Bild: Tasnim News)

07:10 Uhr

Mittwoch, 11. März

Geschoss trifft Frachtschiff in der Strasse von Hormus

In der Strasse von Hormus hat am Mittwoch ein Geschoss ein Frachtschiff getroffen und in Brand gesetzt. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte mit, das Schiff liege derzeit nördlich von Oman. Die Besatzung räume den Frachter.

Der Iran reklamierte den Angriff nicht umgehend für sich, obwohl er bereits Schiffe in und um die Strasse von Hormus angegriffen und damit den Verkehr durch die Wasserstrasse lahmgelegt hat, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Erdgashandels verläuft. Die UKMTO hatte zuvor über einen Angriff auf ein Schiff vor Ras al-Chaima in den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtet. (dpa)

07:17 Uhr

Mittwoch, 11. März

Nach Gespräch mit Teamkolleginnen: Iranische Fussballerin lehnt Asyl ab

Eine iranische Fussball-Nationalspielerin hat sich mit Blick auf einen Verbleib in Australien umentschieden. Nach einem Gespräch mit ihren Teamkolleginnen habe sie ihre Meinung geändert, teilten die australischen Behörden am Mittwoch mit.

Nach dem Vorrunden-Aus bei der Asienmeisterschaft hatte es grosse Sorgen um die Nationalspielerinnen gegeben. Weil die Mannschaft beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte, befürchteten Menschenrechtsgruppen nach der Rückkehr in die Heimat Repressalien. Sieben Mitglieder der Nationalmannschaft erhielten Asyl in Australien. Der Rest der Delegation war am Dienstag zunächst nach Malaysia aufgebrochen.

Seitdem habe eine Iranerin «ihre Meinung geändert, zuvor habe sie «mit einigen ihrer Teamkolleginnen gesprochen», die abgereist waren, erklärte Innenminister Tony Burke nun im Parlament. Diese hätten sie dazu ermutigt, «sich an die iranische Botschaft zu wenden». (dpa)

06:28 Uhr

Mittwoch, 11. März

Saudi-Arabien: Raketen und Drohnen abgefangen

Saudi-Arabien hat Raketen und Drohnen in der Nähe wichtiger Stützpunkte abgefangen. Das Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf Mittwoch mit, dass sechs ballistische Raketen abgefangen und zerstört worden seien, die auf die Prinz-Sultan-Luftwaffenbasis abgezielt hätten - ein wichtiger, von den USA und Saudi-Arabien gemeinsam betriebener Militärstützpunkt im Osten des Landes.

Fünf Drohnen, die auf das Ölfeld Schaiba in der Wüste Rub al-Chali zusteuerten, seien ebenfalls abgeschossen worden. Ausserdem habe man zwei Drohnen über Hafar al-Batin, einer bedeutenden Stadt im Osten Saudi-Arabiens, abgefangen und zerstört. (dpa)

06:27 Uhr

Mittwoch, 11. März

USA zerstören mehr als ein Dutzend iranische Minenlegeboote

Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge mehr als ein Dutzend iranische Minenlegeboote ausgeschaltet. Das US-Militär veröffentlichte diese Zahl zusammen mit unklassifiziertem Videomaterial einiger Schiffe. Präsident Donald Trump hatte am Dienstag bereits zuvor auf seiner Plattform Truth Social erklärt, dass zehn inaktive Minenlegeboote des Irans «komplett zerstört» worden seien.

Die Strasse von Hormus ist die weltweit wichtigste Schlagader für den Öltransport (Bild: Bill Foley / AP)

Trump hatte sich besorgt über eine mögliche Verminung der Strasse von Hormus gezeigt, einer Meerenge zwischen dem Oman und dem Iran, durch die in Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls verschifft wird. (dpa)

21:37 Uhr

Dienstag, 10. März

US-Regierung: Mehr als 5000 Ziele im Iran getroffen

Die USA haben nach Angaben des Weissen Hauses mittlerweile mehr als 5000 Ziele im Iran attackiert. Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent. «Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben», sagte Leavitt.

Zudem kämen die USA bei ihrem Kriegsziel voran, die iranische Marine zu zerstören. «Wir haben mehr als 50 iranische Marineschiffe zerstört, darunter ein grosses Drohnenträgerschiff.» (dpa)

20:26 Uhr

Dienstag, 10. März

Einwohner Teherans berichten von schwersten Luftangriffen

Einwohner der iranischen Hauptstadt Teheran haben einige der schwersten Luftangriffe seit Beginn des jüngsten Krieges im Nahen Osten geschildert. Sie berichteten von weitreichenden Stromausfällen in vielen westlichen Stadtvierteln. Ein Einwohner aus dem Westen Teherans sagte, sein Viertel habe unter den Angriffen in der Nacht zum Dienstag regelrecht gebebt. Ein weiterer Mann erklärte, er habe nicht daran geglaubt, dass er die Nacht überleben werde.

Die 27-jährige Mutter eines Kleinkinds schilderte, sie habe gesehen, wie ein Wohnhaus getroffen worden sei. Sie und andere, die der Nachrichtenagentur AP von ihren Erlebnissen berichteten, wollten aus Angst um ihre Sicherheit anonym bleiben. Iranische Medien berichteten, die meisten der Opfer der Angriffe seien Zivilisten gewesen. Die AP war nicht in der Lage, diese Angaben unabhängig zu prüfen. (dpa)

19:57 Uhr

Dienstag, 10. März

Pentagon: Etwa 140 US-Soldaten im Krieg mit Iran verletzt

Seit dem Beginn des jüngsten Krieges im Nahen Osten sind etwa 140 US-Soldatinnen und Soldaten verletzt worden. Pentagon-Sprecher Sean Parnell teilte am Dienstag mit, davon seien 108 bereits wieder im Dienst, acht seien jedoch schwer verletzt worden. (dpa)

19:09 Uhr

Dienstag, 10. März

Ukraine schickt Drohnenexperten in den Nahen Osten

Die Ukraine schickt mehrere Drohnenexperten in den Nahen Osten. Drei Teams sollen nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien reisen, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag sagte. Ein Berater Selenskyjs ergänzte im Anschluss, dass weitere Drohnenexperten auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien geschickt würden. (dpa)

19:00 Uhr

Dienstag, 10. März

US-Senator: Trump-Regierung hat keine Exit-Strategie im Iran

Der demokratische US-Senator Mark Kelly sieht beim Vorgehen der US-Regierung im Krieg mit dem Iran keinerlei Strategie. Es habe nicht den Anschein, dass der Konflikt bald ein Ende nehmen werde, sagte er am Dienstag im Kapitol, dem Sitz des Kongresses, zu Journalisten. «Sie haben eindeutig kein strategisches Ziel», sagte er mit Blick auf widersprüchliche Angaben von Präsident Donald Trump und seines Verteidigungsministers Pete Hegseth. «Sie hatten keinen Plan. Sie haben keinen Zeitplan. Und deshalb haben sie keine Exit-Strategie», sagte Kelly.

Trump hatte ein baldiges Ende des Kampfeinsatzes prophezeit, Hegseth dagegen nahegelegt, dass der Militäreinsatz vielmehr erst am Anfang stehe. (dpa)

18:40 Uhr

Dienstag, 10. März

Witkoff erwägt Israel-Besuch kommende Woche

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, erwägen eine Reise nach Israel kommende Woche. Eine für diese Woche geplante Reise sei aus nicht weiter spezifizierten Gründen abgesagt worden, sagte Witkoff dem US-Sender CNBC. «Wir werden die Reise voraussichtlich nächste Woche nachholen». Zugleich schränkte er ein, derzeit noch nicht sicher zu sein, ob es tatsächlich zu der Reise kommt. Israelische Medien hatten zuvor berichtet, dass Witkoff und Kushner noch in dieser Woche in Israel ankommen könnten. (dpa)

18:31 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran-Krieg: Putin für schnelle Deeskalation

Kremlchef Wladimir Putin spricht sich für ein schnelles Ende des Iran-Kriegs aus und setzt auf eine politische Lösung des Konflikts. Das habe er in einem erneuten Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian deutlich gemacht, teilte der Pressedienst des Kremls mit. Peseschkian habe Russland für Unterstützung und insbesondere humanitäre Hilfe gedankt.

Putin und Peseschkian hatten bereits am Freitag telefoniert. Der Kremlchef sprach ausserdem am Montag auch mit US-Präsident Trump unter anderem über den Iran-Krieg. (dpa)

17:55 Uhr

Dienstag, 10. März

Witkoff: Russen teilen keine US-Militärinfos mit Iran

Russische Vertreter haben US-Präsident Donald Trump nach Darstellung des Sondergesandten Steve Witkoff versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen. «Wir können sie bei ihrem Wort nehmen», sagte Witkoff in einem Gespräch mit dem US-Sender CNBC und fügte hinzu: «Hoffen wir, dass sie tatsächlich keine Informationen teilen.» Ihm zufolge hatten die Russen in einem Telefongespräch mit Trump bekräftigt, keine Informationen weiterzugeben.

US-Sondergesandter Steve Witkoff (Bild: AP)

Vergangene Woche hatten US-Medien berichtet, Russland liefere dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die «Washington Post» unter Berufung auf Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien. (dpa)

16:57 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran droht bei «Feindhilfe» mit härtesten Strafen

Die iranische Justiz warnt die Bevölkerung eindringlich davor, mit Israel oder den USA zu kooperieren. Justizsprecher Asghar Dschahngiri erklärte auf dem offiziellen Justizportal, nach geltendem Recht könnten auf jede Handlung, die als Unterstützung des Feindes eingestuft werden, schwerste Strafen verhängt werden – bis hin zur Todesstrafe oder Beschlagnahme von Eigentum.

Zudem warnte der Sprecher ausdrücklich Medien davor, sicherheitsrelevante Vorgaben zu missachten und an sensiblen Orten zu filmen. Laut Kultusministerium dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden. (dpa)

16:45 Uhr

Dienstag, 10. März

Spanien kündigt Nothilfen für den Libanon an

Spanien hat Nothilfen für den Libanon angekündigt. Die Regierung in Madrid teilte am Dienstag mit, sie werde humanitäre Hilfen im Umfang von neun Millionen Euro in das Land schicken, dessen Bevölkerung unter dem Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah leidet. Das erste Hilfspaket werde einen Umfang von 2,4 Millionen Euro haben und Lebensmittel, Wasser, Sanitätsbedarf und Mittel zur medizinischen Grundversorgung enthalten. Später sollen Medikamente, Materialien für den Bau von Notunterkünften und weitere Lebensmittel folgen.

Aussenminister José Manuel Alabares sagte bei einer Pressekonferenz, einige der Hilfsgüter würden durch vor Ort tätige Hilfsorganisationen in Umlauf gebracht. (dpa)

16:06 Uhr

Dienstag, 10. März

Schweiz verhängt neue Sanktionen gegen den Iran

Die Schweiz hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung mitteilt, wurden die Massnahmen aufgrund der nuklearen Aktivitäten des Iran, der Lieferung von Drohnen und Raketen an Russland und der Menschenrechtsverletzungen beschlossen.

Die neuen Sanktionen im Bereich der Rohstoffe wurden von der UNO und teilweise von der EU übernommen und sollten am Dienstagabend in Kraft treten. Die Schweiz will damit verhindern, dass ihr Hoheitsgebiet zur Umgehung der von der EU verhängten Sanktionen genutzt wird. (fan)

15:55 Uhr

Dienstag, 10. März

Israels Aussenminister: «Wollen keinen endlosen Krieg»

Israel hat nach den Worten von Aussenminister Gideon Saar kein Interesse an einem dauerhaften Krieg im Konflikt mit dem Iran. «Wir streben keinen endlosen Krieg an», sagte Saar nach einem Treffen mit Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in Jerusalem. Israel habe seit Kriegsbeginn enorme Erfolge erzielt, über die er seinen Amtskollegen informiert habe, sagte Saar.

Israels Aussenminister Gideon Saar (rechts) betont: Kein endloser Krieg. Wann sein Land jedoch die Bedingungen für ein Kriegsende erfüllt sieht, erklärt er nicht. (Bild: AP)

Zu gegebener Zeit wolle sich das Land mit den US-Partnern abstimmen, «wann wir denken, dass der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist», erklärte Israels Chefdiplomat auf die Frage, wann Israel seine Kriegsziele erreicht sähe. Einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen wollte Saar allerdings nicht nennen.

Er bekräftigte, dass ein Machtwechsel im Iran nur vom Volk ausgehen könne. (dpa)

15:50 Uhr

Dienstag, 10. März

Israel greift südlichen Vorort Beiruts an

Israel hat erneut einen südlichen Vorort von Beirut angegriffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte nach dem ersten Angriff am Dienstag, dass die Luftwaffe damit begonnen habe, Infrastruktur der Schiitenmiliz Hisbollah südlich der libanesischen Hauptstadt zu attackieren. (dpa)

Israel hat erneut einen südlichen Vorort von Beirut angegriffen. (Bild: AP (Beirut, 10. März 2026))

15:46 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran meldet schwere Luftangriffe

Der Iran meldet schwere Luftangriffe auf mehrere Ziele im Land. Nach Angaben des Roten Halbmondes wurden allein im Osten der Hauptstadt Teheran 40 Menschen getötet. Staatsmedien berichteten über Angriffe auf Wohngebiete im Norden, Westen und Osten Teherans sowie im Vorort Merschahr.

Weitere Ziele waren demnach das Hafenareal Haghani in Bandar Abbas im Süden sowie eine Polizeiwache in Isfahan in Zentraliran gewesen. Getroffen worden sein soll auch der zum Weltkulturerbe gehörende Tschehel-Sotun-Palast in Isfahan.

Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Augenzeugen in Teheran berichten, dass die Kampfflugzeuge der USA und Israels inzwischen deutlich tiefer fliegen. Sie werten das als Hinweis darauf, dass die iranische Luftabwehr geschwächt ist. (dpa)

15:27 Uhr

Dienstag, 10. März

Lawrow: Russland will sich für Deeskalation einsetzen

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi Moskaus Streben nach einer politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts im Nahen Osten bekräftigt. Die russische Seite sei bereit, zu einer Deeskalation beizutragen und dabei auch die Sicherheitsinteressen des Irans und seiner Nachbarn zu berücksichtigen, sagte Lawrow nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag zu Araghtschi. (dpa)

15:24 Uhr

Dienstag, 10. März

Hegseth: Angriff auf Schule im Iran wird genau untersucht

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine gründliche Untersuchung eines mutmasslich vom US-Militär ausgeführten Angriffs auf eine Schule im Iran zugesichert. Die USA nähmen die Sache sehr ernst, sagte Hegseth am Dienstag bei einer Pressekonferenz auf eine Frage zu dem Angriff zu Beginn des Krieges. «Kein Land trifft mehr Vorsichtsmassnahmen, um sicherzustellen, dass niemals Zivilisten angegriffen werden.»

Eine iranische Mädchenschule in Minab wurde am 28. Februar angegriffen. Mindestens 165 Menschen wurden getötet. Die meisten Opfer waren Kinder. (Bild: AP)

Satellitenbilder, Einschätzungen von Experten, ein von der Nachrichtenagentur AP und der Investigativgruppe Bellingcat analysiertes Video, Angaben eines US-Regierungsvertreters und öffentlich zugängliche Informationen deuten alle darauf hin, dass die Explosion, bei der laut iranischen Staatsmedien mindestens 165 Menschen ums Leben kamen, wahrscheinlich durch Tomahawk-Marschflugkörper der USA verursacht wurde. Die meisten Opfer waren Kinder, getroffen wurde auch ein angrenzendes Gelände, das mit der iranischen Revolutionsgarde in Verbindung steht.

Trump hatte am Wochenende nahegelegt, der Iran sei selbst für die Explosion verantwortlich. (dpa)

14:46 Uhr

Dienstag, 10. März

Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Fehlen einer Strategie für eine schnelle Beendigung des Krieges gegen den Iran beklagt. Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit über einer Woche und mit jedem Tag würden sich mehr Fragen stellen, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin. «Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann.» Gleichzeitig gebe es «eine gefährliche Eskalation», fügte der Kanzler mit Blick auf die Gegenangriffe des Iran hinzu.

Merz warnte ausdrücklich vor einem Szenario, wie nach den Interventionen im Irak oder in Libyen. In beiden Fällen waren Chaos und Bürgerkrieg die Folge. Ein solches Szenario «würde auch uns allen schaden», mahnte der Kanzler. «Wir haben kein Interesse an einem endlosen Krieg. Wir haben kein Interesse an einer Auflösung der territorialen Integrität, der Staatlichkeit oder der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit des Iran.» Merz wies darauf hin, dass Deutschland in den Bereichen Sicherheit, Energieversorgung und Migration direkt von dem Krieg betroffen ist. Er betonte, dass er mit den Partnern in der EU an einer Perspektive für den Iran arbeite. «Wir stehen dazu im Gespräch mit Israel und den Vereinigten Staaten, mit unseren Partnern in Europa und der Nato sowie mit unseren Partnern in der Region.» (dpa)

14:37 Uhr

Dienstag, 10. März

US-Generalstabschef: Nehmen uns Minenleger vor

Das US-Militär geht weiter gegen die iranische Marine vor. Nach der Zerstörung von mehr als 50 Schiffen habe man nun Minenleger und ihre Waffenlager im Blick, sagte US-Generalstabschef Dan Caine. «Wir machen erhebliche Fortschritte bei der Zerstörung der Marine», sagte er. «Diese Arbeit wird fortgesetzt». Zuletzt hatten die Streitkräfte im Meer vor der Südküste des Irans angegriffen. Dort befindet sich auch die wichtige Strasse von Hormus. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. (dpa)

14:13 Uhr

Dienstag, 10. März

Reiseverband: Bald Ausreise aller Gäste aus Golfregion

Wegen des Iran-Kriegs sitzen deutsche Urlauber weiterhin in der Golfregion fest – sie könnten die Region nach Einschätzung der Reisebranche aber bald verlassen. Man gehe davon aus, dass voraussichtlich bis morgen alle Gäste ausreisen können, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) mit. Insgesamt gehe es um knapp 2000 Reisende, die noch vor Ort seien. Die meisten von ihnen hielten sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. «Das Hauptaugenmerk der Reiseveranstalter liegt derzeit nach wie vor auf der Situation in den betroffenen Regionen und darauf, alles zu tun, um die Gäste vor Ort zurück nach Hause zu bringen», heisst es vom Verband. Aufgrund umfangreicher Luftraumsperrungen in der Region sei dies eine überaus komplexe Aufgabe. (dpa)

14:04 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen im Land

Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. In weiten Teilen des Landes heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Senders N12 konnte ein Geschoss abgefangen werden. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Auch grössere Schäden wurden nicht gemeldet.

Die iranischen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, meldeten den Beginn der 34. Welle von Gegenangriffen auf US-Stellungen in der Region sowie auf Ziele in Israel. Dabei seien präzisionsgelenkte ballistische Raketen mit Gefechtsköpfen von über einer Tonne zum Einsatz gekommen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung. Im Laufe des Tages gab es in Israel mehrfach Raketenalarm. Die Armee meldete wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran. Sowohl im Norden des Landes an der Grenze zum Libanon sowie in anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten die Sirenen. (dpa)

13:56 Uhr

Dienstag, 10. März

Roter Halbmond: Rund 16'000 Wohnungen im Iran beschädigt

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds rund 16'000 Wohnungen zerstört oder beschädigt worden. Daneben seien mehr als 3300 Geschäftseinheiten beschädigt worden, teilte die iranische Rothalbmondgesellschaft auf Telegram mit.

Mehr als 60 Prozent aller Schäden konzentrierten sich dem Bericht zufolge auf nur fünf Provinzen, darunter die Hauptstadt Teheran, die angrenzende Provinz Albors, West- und Ost-Aserbaidschan im Nordwesten sowie die industriell geprägte Provinz Chusestan im Südwesten. Schäden an zivilen Gebäuden meldete die Hilfsorganisation in 20 der 31 Provinzen. Auch 13 ihrer eigenen Stützpunkte wurden demnach durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen. Ausserdem seien landesweit 29 Schulen beschädigt worden. (dpa)

13:45 Uhr

Dienstag, 10. März

Hegseth: Heute erneut heftigster Tag der Angriffe im Iran

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt im Krieg gegen den Iran besonders harte Angriffe an. Die Vereinigten Staaten gäben nicht nach, «bis der Feind vollständig und endgültig besiegt» sei. «Zum Beispiel wird heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein», sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz. Ihm zufolge hat der Iran in den vergangenen 24 Stunden so wenig Raketen abgefeuert wie nie zuvor. (dpa)

Pete Hegseth droht dem Iran. (Bild: Mark Schiefelbein)

13:36 Uhr

Dienstag, 10. März

Störungen bei wichtigen Banken im Iran

Bei zwei wichtigen staatlichen Banken im Iran kommt es im Zuge des Kriegs mit Israel und den USA zu Störungen. Betroffen seien die Banken Sepah und Melli, berichteten Einwohner der Hauptstadt Teheran. Geldautomaten der Banken seien ausser Betrieb, das Onlinebanking nicht erreichbar und Kartenzahlungen nicht möglich. Der Grund für die Störungen war zunächst unklar. Bank Melli Iran ist die grösste staatliche Bank des Landes. Auch die staatliche Bank Sepah, die eng mit dem Militär verbunden ist, gehört zum iranischen Finanzsektor. Beide Institute stehen wegen ihrer Rolle bei der Finanzierung staatlicher Programme auf US-Sanktionslisten. (dpa)

13:22 Uhr

Dienstag, 10. März

Katar: «Wir sind keine Partei in diesem Krieg»

Der Golfstaat Katar will vorerst weiterhin nicht aktiv in die militärische Konfrontation mit dem Iran eingreifen. «Katar ist keine Partei in diesem Krieg», sagte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari. «Wir glauben weiterhin an Diplomatie, werden aber auf jeden Angriff gegen Katar angemessen antworten.» Man sei bemüht, den Konflikt zu entschärfen. Zwar hätten Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman und Irans Aussenminister Abbas Araghtschi seit Kriegsbeginn nur einmal Kontakt gehabt. Die Kommunikationskanäle mit Teheran bestünden aber weiter, sagte al-Ansari. Katar pflegt mit dem Iran eigentlich seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen. Unter anderem teilen sich beide Länder den Zugang zum weltgrössten Gasfeld im Persischen Golf. (dpa)

13:21 Uhr

Dienstag, 10. März

Katar fängt iranische Rakete ab

Katar hat einen weiteren Raketenangriff aus dem Iran gemeldet. Ein anfliegendes Geschoss sei abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Zuvor hatten die Behörden die Bevölkerung aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen, weil sie einen iranischen Angriff befürchteten. Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Flugabwehr sei aktiviert, um Beschuss aus dem Iran unschädlich zu machen. Katar und die Emirate liegen auf der Südseite des Persischen Golfs gegenüber der iranischen Küste. Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auch Nachbarstaaten beschossen, die nicht direkt an dem Konflikt beteiligt sind. (dpa)

13:20 Uhr

Dienstag, 10. März

Lufthansa bietet wegen Iran-Krieg zusätzliche Fernflüge an

Der Iran-Krieg stellt den weltweiten Luftverkehr auf den Kopf, nun reagiert die Lufthansa mit Extraflügen nach Asien und Afrika. Der Konzern legt wegen der stark gestiegenen Nachfrage kurzfristig zusätzliche Langstreckenverbindungen auf, teilte der Konzern in Frankfurt mit. Für die kommenden Wochen plant Lufthansa vier Extraflüge von München nach Singapur und zurück sowie zwei Sonderflüge von Frankfurt nach Kapstadt. Darüber hinaus seien zwei zusätzliche Flüge von Frankfurt nach Riad vorgesehen. Für die Tochter Austrian Airlines wurden bereits zehn Sonderflüge von Wien nach Bangkok und zurück eingerichtet. Der Lufthansa-Konzern beobachte die Marktentwicklung und schliesse weitere Zusatzflüge nicht aus.

Die Lufthansa bekommt einerseits die Folgen des Iran-Kriegs zu spüren und hat Flüge zu mehreren Zielen in den Nahen Osten ausgesetzt. Andererseits ist sie Profiteur der Turbulenzen, die der Konflikt im globalen Luftverkehr ausgelöst hat. Die Vorbuchungen für Direktflüge in Richtung Asien lägen derzeit 75 Prozent über Vorjahr, sagte jüngst Konzernchef Carsten Spohr bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt. Grund sind die stillstehenden Drehkreuze der Golf-Airlines Emirates und Qatar aus den Arabischen Emiraten, die sonst einen Grossteil des Verkehrs nach Asien, Australien und Afrika abwickeln und zum harten Konkurrenten für Lufthansa geworden sind. Auch bei Luftfracht bei Lufthansa Cargo gebe es eine Sondernachfrage, hatte Spohr berichtet. (dpa)

13:00 Uhr

Dienstag, 10. März

Klub prüft Aufnahme iranischer Spielerinnen

Nach ihrem Verbleib in Australien ist den fünf iranischen Fußball-Nationalspielerinnen eine neue sportliche Heimat in Aussicht gestellt worden. «Es wäre uns eine Ehre, euch unsere Türen zu öffnen und euch einen Ort zum Trainieren, Spielen und Dazugehören anzubieten», schrieb der Erstligist Brisbane Roar am Dienstag in einer Botschaft an die Spielerinnen, die aufgrund der drohenden Verfolgung in der Heimat Asyl in Australien erhalten. Der Verein will nun prüfen, wie dies möglich gemacht werden kann. (dpa)

12:56 Uhr

Dienstag, 10. März

Trump: Enttäuscht von Wahl des Khamenei-Sohns zum obersten Führer

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Khamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als «enttäuschende» Wahl bezeichnet. «Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird», sagte Trump am Montag im US-Bundesstaat Florida (Ortszeit). Dem Sender NBC News sagte Trump in Bezug auf die neue Führung: «Ich denke, sie haben einen grossen Fehler gemacht. Ich weiss nicht, ob das von Dauer sein wird.» Der 56-jährige Sohn von Ajatollah Ali Khamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum Revolutionsführer des Landes bestimmt worden. Trump hatte dem Iran zuvor gedroht, dass ein Nachfolger nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden.

Donald Trump zeigt sich enttäuscht. (Bild: Mark Schiefelbein)

Gefragt nach seiner Vorstellung einer Führung für den Iran sagte Trump, er möge die Idee einer «internen» Lösung, weil sie gut funktioniere. Erneut verwies er auf den von den USA herbeigeführten Wechsel an der Regierungsspitze Venezuelas, wo die vorherige Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez das Ruder übernommen hat. Sie sei als Präsidentin des Landes «sehr respektiert» und mache «einen tollen Job». Ganz anders sei es dagegen im Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein gelaufen: Dort seien alle Führungskräfte von Militär und Politik «gefeuert» worden und niemand übriggeblieben - mit der Folge, dass die Terrormiliz IS die Kontrolle übernommen habe, sagte Trump: «Das wollen wir nicht.» (dpa)

12:49 Uhr

Dienstag, 10. März

Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen

Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der auch von deutschen Soldaten genutzte Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut mit Raketen angegriffen worden. Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Und: «Aktuell wird untersucht, ob es Trümmer oder eine anfliegende Rakete war.» Zuerst hatte der «Spiegel» berichtet. Die Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten oder in dezentraler Unterkunft in Sicherheit und seien wohlauf, sagte der Sprecher.

In der ganzen Region befinden sich derzeit noch etwa 500 Männer und Frauen der Bundeswehr, die für internationale Einsätze zur Stabilisierung entsandt wurden und sich überwiegend in multinationalen Militärlagern befinden. Das Führungskommando machte keine eigenen Angaben dazu, welche Raketen von wo aus auf Al-Asrak gefeuert wurden. Nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf Ziele im Iran feuert die Islamische Republik mit Raketen und Drohnen auch auf benachbarte Staaten und die dort von den US-Streitkräften genutzten Militäranlagen. (dpa)

12:45 Uhr

Dienstag, 10 März

Iran droht indirekt mit Attentat auf Trump

Der Iran hat indirekt mit einem Attentat auf US-Präsident Donald Trump gedroht. «Die aufopferungsvolle Nation Iran fürchtet Ihre leeren Drohungen nicht. Selbst diejenigen, die grösser sind als Sie, konnten den Iran nicht auslöschen. Seien Sie vorsichtig, dass Sie nicht selbst ausgelöscht werden», schrieb der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, am Dienstag auf der Plattform X. Er reagierte damit auf eine Drohung Trumps, den Iran noch zwanzig Mal härter anzugreifen, wenn dieser Öllieferungen durch die Strasse von Hormus blockieren sollte. (dpa)

Der Sicherheitschef des Regimes, Ali Laridschani. (Bild: watson.ch)

12:43 Uhr

Dienstag, 10. März

Revolutionsgarde droht mit Öl-Exportstopp

Die iranische Revolutionsgarde hat mit einem Exportstopp für Erdöl gedroht. Der Sprecher Ali Mohammed Naeini teilte am Dienstag mit, man werde dafür sorgen, dass der Iran bis auf weiteres keinen einzigen Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiere. «Ihre Versuche, die Öl- und Gaspreise zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und wirkungslos sein», erklärte Naeini. Der Handel unterliege in Kriegszeiten Sicherheitserwägungen. (dpa)

12:40 Uhr

Dienstag, 10. März

Regierung: Unesco-Welterbe in Isfahan bei Angriffen beschädigt

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran ist nach Angaben der Regierung in Teheran ein Unesco-Welterbe beschädigt worden. In der Kulturmetropole Isfahan im Landeszentrum wurde der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen, wie von der Regierung veröffentlichte Aufnahmen zeigen. Die im 17. Jahrhundert erbaute Anlage mit ihren feinen Verzierungen im Innengebäude ist Teil der Persischen Gärten, die seit 2011 zum Unesco-Welterbe zählen. Bilder in den sozialen Medien zeigten nach Raketeneinschlägen zudem Rauchwolken unmittelbar in der Nähe der bekannten Schah-Abbas-Moschee am «Naghsch-e-Dschahan», dem zentralen Platz in Isfahan, einem der wichtigsten Wahrzeichen der persischen Kultur.

«Die Welt kann nicht schweigen, während die brutalen Verbrechen der Aggressoren das gemeinsame Erbe der Menschheit bedrohen», schrieb Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai auf X. Auch in der Hauptstadt Teheran gab es Schäden an historischen Bauten. Unter anderem der Golestanpalast mit seiner prunkvollen Innenarchitektur wurde beschädigt. Der Palast im Herzen der Metropole wurde 2013 in die Liste der Weltkulturerbestätten der Unesco aufgenommen. Auch Teile des Grossen Basars von Teheran wurden beschädigt. (dpa)

11:27 Uhr

Dienstag, 10. März

EU-Ratspräsident: Iran-Krieg hilft bislang nur Russland

Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Einschätzung von EU-Ratspräsident António Costa der grosse Nutzniesser der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen den Iran. «Bislang gibt es in diesem Krieg nur einen Gewinner: Russland», sagte der frühere portugiesische Regierungschef vor EU-Diplomaten in Brüssel. Zur Begründung verwies Costa auf die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Mit steigenden Energiepreisen erhalte Russland neue Mittel zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und profitiere von der Umleitung militärischer Fähigkeiten, die andernfalls zur Unterstützung der Ukraine hätten eingesetzt werden können. «Und es zieht Nutzen daraus, dass die Aufmerksamkeit für die Front in der Ukraine abnimmt, während der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt rückt», erklärte Costa. (dpa)

11:02 Uhr

Dienstag, 10. März

Aserbaidschan liefert Hilfsgüter in den Iran

Aserbaidschan unterstützt den Iran mit Hilfslieferungen. Zehn Tonnen Mehl, sechs Tonnen Reis, mehr als zwei Tonnen Zucker, vier Tonnen Wasser, etwa 600 Kilogramm Tee sowie rund zwei Tonnen Medikamente und medizinische Hilfsgüter seien in den Iran geschickt worden, erklärten Vertreter der aserbaidschanischen Regierung. Zuvor waren die Spannungen zwischen Baku und Teheran in der vergangenen Woche eskaliert: Aserbaidschan warf dem Iran vor, Drohnen auf die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan abgefeuert zu haben. Die Regierung in Teheran bestritt einen solchen Angriff. Aserbaidschan hat zudem seine militärischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel ausgebaut. (dpa)

10:48 Uhr

Dienstag, 10. März

Thailand und Vietnam ordnen wegen hoher Spritpreise Heimarbeit an

Die Regierungen von Thailand und Vietnam schicken Beschäftigte wegen der durch den Iran-Krieg gestiegenen Treibstoffpreise ins Homeoffice. Der thailändische Ministerpräsident Anutin Charnvirakul wies Regierungsbehörden und staatliche Unternehmen an, sie sollten Mitarbeiter, die nicht in der Öffentlichkeit tätig sind, von zu Hause aus arbeiten lassen. Ausserdem kündigte die Regierung am Dienstag an, Ausbildungs- und Studienreisen ins Ausland auszusetzen. Die vietnamesische Regierung ordnete ähnliche Schritte an. Sie forderte aber auch die Bevölkerung insgesamt auf, die private Nutzung ihrer Fahrzeuge einzuschränken. Auto- und Motorradfahrer beeilten sich angesichts steigender Treibstoffpreise, ihre Tanks zu füllen. Vor den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. (dpa)

10:31 Uhr

Dienstag, 10. März

Netanyahu: Iraner sollen «Joch der Tyrannei» loswerden

Nach dem Willen der israelischen Regierung soll die Bevölkerung im Iran für einen Machtwechsel in ihrem Land sorgen. «Unser Ziel ist es, das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen, letztendlich hängt es jedoch von ihnen selbst ab», sagte der Regierungschef nach Angaben seines Büros während einer Besprechung mit Vertretern des Gesundheitsministeriums. Mit Blick auf die Führung in Teheran sagte er demnach weiter: «Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir ihnen mit den bisherigen Massnahmen die Knochen brechen.» (dpa)

10:30 Uhr

Dienstag, 10. März

Australien entsendet Aufklärungsflugzeug und Soldaten in Golfregion

Australien entsendet auf Bitte der Vereinigten Arabischen Emirate ein militärisches Aufklärungsflugzeug, Luft-Luft-Raketen und rund 85 Soldaten in das Gebiet am Golf. Ziel sei es, das Land gegen Angriffe aus dem Iran zu unterstützen, erklärte Ministerpräsident Anthony Albanese. Er betonte, der Einsatz diene ausschliesslich der Verteidigung und dem Schutz australischer Staatsbürger in der Region. Kern der Mission ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Frühwarn- und Aufklärungsflugzeug vom Typ Boeing E-7A Wedgetail. Der Einsatz ist zunächst auf vier Wochen angelegt. Die Regierung begründete den Schritt auch mit den vielen Australiern in der Region: Rund 115.000 hielten sich dort laut dem Verteidigungsministerium zu Beginn des Konflikts auf, etwa 24.000 davon in den Emiraten. (dpa)

10:28 Uhr

Dienstag, 10. März

Neun Kliniken im Iran nach Angriffen ausser Betrieb

Im Iran haben neun Krankenhäuser infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen. Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission. Sollte der Krieg andauern, reichen dem Politiker zufolge Irans strategische Medikamentenvorräte für mindestens sechs Monate. Bei einigen Mitteln herrschten jedoch bereits jetzt Engpässe. In den Kliniken wurden seinen Worten zufolge nicht notwendige Eingriffe wie Schönheitsoperationen bis auf weiteres ausgesetzt. Der Fokus liege jetzt auf der Versorgung von Kriegsverletzten und Notfällen. (dpa)

10:03 Uhr

Dienstag, 10. März

Ungarn deckelt Benzin- und Dieselpreise

In Ungarn greift der Staat gegen die Teuerung von Kfz-Treibstoffen infolge des Iran-Krieges ein. Seit Dienstag ist der Preise von Benzin (95 Oktan) auf 595 Forint (1,51 Euro) pro Liter gedeckelt und der von Diesel auf 615 Forint. Eine entsprechende Verordnung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban erschien am Montagabend im ungarischen Amtsblatt.

Die maximalen Treibstoffpreise gelten nicht für die Betankung von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen. Ausländische Urlauber, Geschäftsreisende und Fahrer von ausländischen Bussen und Lkws müssen an den ungarischen Tankstellen weiterhin von den Marktverhältnissen abhängige Treibstoffpreise bezahlen, die die Tankstellenbetreiber festlegen. Diese sind infolge des Iran-Krieges in den vergangenen zehn Tagen kräftig gestiegen. (dpa)

09:59 Uhr

Diesntag, 10. März

Parlamentspräsident: Kein Streben nach Waffenruhe im Iran

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Kalibaf hat Andeutungen zurückgewiesen, sein Land bemühe sich im Krieg gegen die USA und Israel um eine Waffenruhe. Solche Bestrebungen gebe es nicht, schrieb Kalibaf am Dienstag auf der Plattform X. «Wir streben definitiv keine Waffenruhe an; wir sind der Ansicht, dass der Aggressor einen Faustschlag ins Gesicht bekommen sollte, damit er eine Lektion lernt und nie wieder daran denkt, unseren geliebten Iran anzugreifen», erklärte der Parlamentspräsident. Israel wolle den Kreislauf aus Krieg, Verhandlung, Waffenruhe und wieder Krieg fortsetzen, um seine Vorherrschaft zu festigen. «Wir werden diesen Kreislauf durchbrechen», schrieb er. (dpa)

09:51 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran: Haben Treibstofflager in Israel angegriffen

Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert. In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hiess es in einer Armeeerklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete. In Israel gab es unterdessen Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv. (dpa)

09:21 Uhr

Dienstag, 10. März

Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran die Luftabwehr

Nach dem Abschuss zweier Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei ihre Luftabwehr. Im Rahmen entsprechender Massnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Damit werde die Verteidigung des Luftraums verstärkt. Am Montag hatte die Türkei das zweite Mal innerhalb einer Woche eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge vom Iran auf das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. Einige Trümmer fielen nach offiziellen Angaben auf freies Gelände im südtürkischen Gaziantep nahe der Grenze zu Syrien. (dpa)

08:49 Uhr

Dienstag, 10. März

Irans Regierung fordert Garantien für Waffenstillstand

Irans Aussenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. «Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden», zitierte die Zeitung «Shargh» Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos. «Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression», sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Irans Raketenangriffe erfolgten daher gemäss Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als «legitime Selbstverteidigung», betonte der Minister. In den vergangenen Tagen hätten mehrere Länder Vermittlungsbemühungen unternommen. Dazu zählten China, Russland, Frankreich sowie einige «regionale Staaten». (dpa)

08:48 Uhr

Dienstag, 10. März

Ägypten verteuert wegen steigender Ölpreise Kraftstoffe

Aufgrund der steigenden Ölpreise hat Ägypten die Spritpreise deutlich erhöht. Ein Liter Diesel, der vor allem im öffentlichen Nahverkehr genutzt wird, verteuerte sich um mehr als 17 Prozent. Der Preis für 92-Oktan-Benzin stieg um 15 Prozent und für 95-Oktan-Benzin um 14 Prozent, wie das Ölministerium mitteilte. Die Auswirkungen des Iran-Krieges treffen Ägypten schwer. Das mit mehr als 100 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste arabische Land ist stark von Kraftstoffimporten abhängig. Das ägyptische Pfund fiel am Montag auf einen Tiefstand und notierte bei mehr als 52 Pfund für einen Dollar. Um die Folgen des Krieges abzumildern, kündigte die Regierung eine Reihe von Massnahmen an, darunter die Reduzierung offizieller Auslandsreisen und eine allgemeine Einschränkung des Kraftstoffverbrauchs. (dpa)

08:47 Uhr

Dienstag, 10. März

Ölpreis gibt weiter nach - Trumps Äusserung zu Kriegsende wirk

Der Ölpreis hat am Dienstag den Rückgang vom Vorabend fortgesetzt. Nachdem die Notierung für Rohöl der Sorte Brent zu Beginn der Woche wegen des Iran-Kriegs zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (159 Liter) und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen war, hatte bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt. Diese hatte sich dann am Abend nach Äusserungen des US-Präsidenten Donald Trump beschleunigt. Trump hat ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten in Aussicht gestellt.

Am Dienstagmorgen wurde Rohöl der Sorte Brent mit Lieferung im Mai bei 93,14 Dollar je Barrel gehandelt und damit knapp sechs Prozent unter dem Niveau vom Vortag. Im Vergleich zu der Zeit vor dem Beginn des Kriegs Ende Februar ist der Rohstoff aber immer noch knapp 30 Prozent teurer. (dpa)

08:46 Uhr

Dienstag, 10. März

Israel greift Finanznetz der Hisbollah im Libanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf den Finanzarm der militanten Hisbollah-Miliz im Libanon ausgeführt. Die Angriffe auf die Gruppe Al-Kard al-Hassan seien abgeschlossen, teilten die Streitkräfte am Dienstag mit. Israel wirft der Hisbollah vor, Al-Kard al-Hassan zur Finanzierung ihrer militärischen Aktivitäten zu nutzen. Es attackierte bereits in der vergangenen Woche mehrere Einrichtungen der Gruppe im Süd- und Ostlibanon. Seit Kriegsbeginn wurden nach offiziellen Angaben im Libanon mindestens 397 Menschen getötet. (dpa)

08:08 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran: Raketen auf US-Stützpunkt im Nordirak gefeuert

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen. Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht. (dpa)

07:09 Uhr

Dienstag, 10. März

Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien und Kuwait

Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge zwölf Drohnen über der Wüste Rub al-Chali abgefangen. Das Verteidigungsministerium teilte am Montagabend mit, dass diese auf das riesige Ölfeld Schaiba abgezielt hätten. Die Drohnen seien in zwei Wellen eingetroffen: die erste mit drei, die zweite mit neun Drohnen, wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte. In den vergangenen Tagen hatte das Verteidigungsministerium wiederholt mitgeteilt, dass Drohnen abgefangen worden seien, die in Richtung des Schaiba-Feldes flogen. Auch die kuwaitische Armee teilte am Montag mit, dass das Militär Drohnen abgefangen habe. Stunden zuvor hatte der Emir Kuwaits, Scheich Mischal, erklärt, das Land sei von einem «benachbarten muslimischen Land» angegriffen worden, ohne es namentlich zu nennen. (dpa)

06:42 Uhr

Dienstag, 10. März

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von Luftangriffen getroffen worden. Bürger hörten in der Nacht zum Dienstag mehr als 20 schwere Explosionen und eilten hastig an sicherere Orte. Die Angriffe um Mitternacht waren den Angaben zufolge die heftigsten Luftangriffe auf Teheran seit Beginn des Krieges. Das Geräusch von Bombern und Kampfflugzeugen, die über die Stadt flogen, war etwa eine halbe Stunde lang ununterbrochen zu hören. Zeugen berichteten von Explosionen in westlichen Teilen der Stadt. In einigen Vierteln fiel der Strom aus. In anderen iranischen Städten wurden ebenfalls Explosionen in den sozialen Medien gemeldet. Die iranischen Staatsmedien berichteten nicht über Schäden oder Opfer infolge der Angriffe. (dpa)

06:41 Uhr

Dienstag, 10. März

Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötet

Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. (dpa)

06:39 Uhr

Dienstag, 10. März

Demokraten im Senat fordern öffentliche Anhörungen zum Iran-Krieg

Einige Demokraten im US-Senat fordern öffentliche Anhörungen zum Krieg gegen den Iran. Sie drohten, die Arbeit des Senats zu blockieren, solange die Regierung von Präsident Donald Trump keine öffentlichen Anhörungen zulässt. Cory Booker, Senator aus New Jersey, sagte, man werde «jede zur Verfügung stehende Möglichkeit nutzen, um das Business as usual zu stoppen», solange es keine Einigung mit den Republikanern gebe. Mit dieser Taktik versuchen die Demokraten, eine Debatte über den Iran-Krieg zu erzwingen. Eine Abstimmung über eine Resolution zu den Kriegsbefugnissen, die jegliche weiteren Angriffe auf den Iran der Zustimmung des Kongresses unterwerfen würde, scheiterte vor einigen Tagen grösstenteils entlang der Parteigrenzen. (dpa)

06:37 Uhr

Dienstag, 10. März

Israel: Dutzende Raketenangriffe aus dem Iran - ein Toter

Die israelische Armee hat zahlreiche weitere Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Insgesamt warnten die israelischen Streitkräfte die Bevölkerung im Laufe des Montags zwölf Mal vor einfliegenden Raketen aus dem Iran. Auch aus dem Libanon feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz Raketen nach Israel ab. Ein Mann wurde den Angaben zufolge durch iranischen Raketenbeschuss getötet, womit die Zahl der Todesopfer auf elf stieg. Weitere Menschen wurden verletzt, mindestens zwei von ihnen schwer, wie die israelischen Rettungsdienste mitteilten. (dpa)

06:28 Uhr

Dienstag, 10. März

Trump: Führen Iran-Krieg auch «für andere Teile der Welt»

Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump kommt der Krieg gegen den Iran auch anderen Staaten zugute. Obwohl der Präsident lange eine «America First»-Politik vertreten hat, die die USA in den Vordergrund stellt, deutete Trump auf einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg in Florida an, dass auch andere Länder vom Krieg profitierten - insbesondere Staaten, die von Öl abhängig seien, das durch die Strasse von Hormus transportiert werde. «Ich meine, wir tun das für andere Teile der Welt, auch für Länder wie China», sagte Trump.

Begonnen habe der Krieg, weil der Iran mit der Arbeit an einem neuen Standort zur Entwicklung von Material für Atomwaffen begonnen habe, sagte Trump weiter. Die neue Anlage habe Einrichtungen ersetzen sollen, die im vergangenen Jahr von den USA bombardiert worden seien, erklärte Trump. Ohne den Angriff hätte der Iran den Nahen Osten übernehmen können, behauptete Trump. (dpa)

06:27 Uhr

Dienstag, 10. März

Angriff auf Schule im Iran: Neue Hinweise erhärten Verdacht auf USA

Neue Aufnahmen eines Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran untermauern die Vermutung, dass die USA für die Militäroperation am 28. Februar verantwortlich war. Das Video, zuerst von der Investigativgruppe Bellingcat analysiert, wurde am Tag des Angriffs aufgenommen und erst am Sonntag von der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht. Es zeigt, wie eine Rakete ein Gebäude trifft und Rauch in die Luft steigt. Die AP konnte das Video geolokalisieren und bestätigen, dass es in der Nähe der Schule aufgenommen wurde.

Trevor Ball, ein Forscher der Expertengruppe Bellingcat, identifizierte die Munition als Tomahawk-Marschflugkörper - eine Waffe, über die in diesem Krieg nach bisherigem Wissen nur die USA verfügen. Es ist der erste Hinweis auf die bei dem Angriff eingesetzte Munition. Die Schule grenzt an einen Stützpunkt der Revolutionsgarden in Minab im Süden Irans. Bei der Explosion starben mehr als 165 Menschen. Trump hatte am Wochenende nahegelegt, der Iran sei selbst für die Explosion verantwortlich. (dpa)

06:22 Uhr

Dienstag, 10. März

Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Krieges

Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. «Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.» Zuvor hatte Trump in Aussicht gestellt, dass der Krieg mit dem Iran deutlich schneller beendet werden könnte als zunächst erwartet. (dpa)

06:21 Uhr

Dienstag, 10. März

Asiens Börsen nach Trump-Aussage zu Iran-Krieg im Aufwind

Asiens Börsen haben nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Ende des Kriegs im Iran den Handelstag mit einem deutlichen Plus begonnen. Japans Leitindex Nikkei 225 legte zum Start um etwa drei Prozent zu. Die Wirtschaft des ostasiatischen Landes ist stark von Öl- und Gasimporten abhängig. Südkoreas Leitindex Kospi ging nach einem deutlichen Minus von 6 Prozent zum Vortagsschluss mit einem 5,5-Prozent-Plus in den Handelstag. Besonders Tech-Werte wie Samsung Electronics oder der Chip-Hersteller SK Hynix legten zwischenzeitlich um mehr als 9 Prozent zu. In China zeigten der Hongkonger Index Hang Seng mit 1,3 Prozent und der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, zum Start mit 0,8 Prozent leicht nach oben. Grund war ein Interview, aus dem der US-Sender CBS News Trump mit den Worten zitiert hatte: «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet.» (dpa)

06:18 Uhr

Dienstag, 10. März

Trump spielt Differenzen mit Vance zum Iran-Krieg herunter

US-Präsident Donald Trump hat Meinungsverschiedenheiten mit Vizepräsident JD Vance über den Iran-Krieg dementiert. Zu Beginn der Militäroperation gegen die Islamische Republik sei Vance «philosophisch ein wenig anders» eingestellt gewesen, sagte Trump am Montag (Ortszeit) bei einem Gespräch mit Reportern in seinem Golfclub in Doral im US-Bundesstaat Florida.

Donald Trump spielt Differenzen herunter. (Bild: Mark Schiefelbein)

Er erklärte, dass es keinen Dissens zwischen ihm und Vance gebe: «Wir verstehen uns in dieser Frage sehr gut», sagte er. Vance sei «vielleicht weniger begeistert vom Einsatz» gewesen, sagte Trump - bestand jedoch darauf, dass seine Entscheidung, gemeinsam mit Israel Luftangriffe gegen Iran zu starten, notwendig gewesen sei. «Ich fühlte, dass wir das tun mussten», sagte Trump. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir eine Wahl hatten.» (dpa)

23:01 Uhr

Montag, 9. März

Trump: Iran hätte USA binnen einer Woche angegriffen

US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Angriff auf den Iran nicht gerechtfertigt war. «Nun, ich werde Ihnen den besten Grund von allen nennen. Innerhalb einer Woche hätten sie uns angegriffen, 100 Prozent. Sie waren bereit», sagte Trump am Montag.

Informationen, um diese Behauptung zu untermauern, lieferte der US-Präsident nicht. Er sagte aber, der Iran habe deutlich mehr Raketen gehabt als gedacht.

Vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran gab es allerdings keine konkreten geheimdienstlichen Hinweise auf einen möglicherweise bevorstehenden Präventivschlag Teherans gegen die USA. Das bestätigten US-Regierungsvertreter in vertraulichen Gesprächen mit Kongressabgeordneten, wie die Nachrichtenagentur AP kurz nach Beginn der Angriffe auf den Iran aus informierten Kreisen erfuhr. (dpa)

21:59 Uhr

Montag, 9. März

Ölschock: Trump verplant sich im Iran-Krieg bös – und macht anscheinend einen Rückzieher

Der Ölpreis schoss zeitweise auf über 100 Dollar. Der Welt drohte wie zuletzt 2022 ein Erdölschock. Dann bekam Trump offenbar Angst. (chm)

21:48 Uhr

Montag, 9. März

Israel: Wieder Ziele der iranischen Regierung angegriffen

Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hiess es in einer Armeemitteilung. Zudem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Schiras weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen.

Die Al-Kuds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig.

Israels Armee teilte am Abend ausserdem mit, sie habe in der Nacht zuvor im Iran sechs wichtige Militärflugplätze angegriffen. Dabei seien unter anderem iranische Kampfhubschrauber zerstört worden. Diese Angriffe beeinträchtigten Irans Möglichkeiten, gegen Israels Luftwaffe vorzugehen und sich wieder aufzurüsten, teilte das israelische Militär weiter mit. Irans Führung habe die Flugplätze auch für die Bewaffnung von Milizen wie die Hisbollah im Libanon genutzt.

Der Iran feuerte am Abend derweil wieder Raketen Richtung Israel. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. (dpa)

21:44 Uhr

Montag, 9. März

Fünf iranische Fussballerinnen erhalten in Australien Asyl

Fünf Spielerinnen der iranischen Frauen-Nationalmannschaft haben in Australien Asyl erhalten. Laut Innenminister Tony Burke wurde ihre humanitäre Visa-Bearbeitung abgeschlossen. Zuvor hatte sich auch US-Präsident Donald Trump eingeschaltet und nach einem Gespräch mit Premierminister Anthony Albanese eine Lösung angekündigt. Er hatte Australien eindringlich aufgefordert, den Spielerinnen Schutz zu gewähren, und andernfalls eine Aufnahme in den USA in Aussicht gestellt.

Die Fussballerinnen waren nach dem Asien-Cup aus Sorge um ihre Sicherheit aus dem Teamhotel verschwunden. Hintergrund ist ihr stiller Protest gegen die Führung in Teheran: Beim ersten Gruppenspiel hatten sie die Nationalhymne nicht mitgesungen. Menschenrechtsorganisationen warnten vor möglichen Repressionen bei einer Rückkehr in den Iran. Die FIFA erklärte, die Sicherheit der Spielerinnen habe höchste Priorität.(dpa)

21:29 Uhr

Montag, 9. März

Trump: Iran-Krieg «so gut wie beendet»

Der Krieg mit dem Iran könnte nach den jüngsten Worten von US-Präsident Donald Trump deutlich schneller beendet werden als von ihm selbst in Aussicht gestellt. «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe «weit vor dem Zeitplan.»

Trump betonte demnach, dass die Raketen fast vollständig zerstört und die Drohnen samt Fabriken ausgeschaltet worden seien. «Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig. Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig.»

Mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Strasse von Hormus sagte Trump, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu «übernehmen». Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.

Ende Februar hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. Nach dem Beginn der US-Offensive hatte Trump noch gesagt, dass er von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen ausgehe. Ende vergangener Woche nannte Regierungssprecherin Karoline Leavitt dann einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. (dpa)

21:10 Uhr

Montag, 9. März

Weitere Rakete aus dem Iran abgeschossen – Erdogan warnt

Die Nato hat erneut eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete über der Türkei abgefangen. Trümmerteile gingen nahe Gaziantep nieder, Verletzte gab es keine. Laut türkischen Angaben handelte es sich um eine ballistische Rakete. Präsident Recep Tayyip Erdogan warnte Teheran vor weiteren «provokativen Schritten», die die Beziehungen belasten würden. Alle türkischen Einheiten seien in Alarmbereitschaft. Die Nato betonte, sie sei bereit, jedes Bündnismitglied zu verteidigen.

Bereits in der Vorwoche war eine iranische Rakete über der Türkei abgefangen worden. Medienberichten zufolge könnte ein Nato-Stützpunkt in Incirlik Ziel gewesen sein, was Iran jedoch zurückwies. Ankara bemüht sich weiterhin um Dialog und eine diplomatische Lösung, verhält sich im Konflikt offiziell neutral. In der Türkei sind rund 1500 US-Soldaten stationiert; der Stützpunkt Incirlik gilt als strategisch wichtig. (dpa)

21:05 Uhr

Montag, 9. März

Iran: Massenkundgebungen für neuen Führer Chamenei

Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen. In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.

Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklärten die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum «endgültigen Sieg» fortsetzen zu wollen.

Der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt ernannt worden. (dpa)

20:59 Uhr

Montag, 9. März

Kreml: Putin und Trump sprechen über Iran

US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben am Montag telefoniert. In dem «offenen und geschäftsmässigen» Gespräch sei es unter anderem um die Lage im Iran gegangen, sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow im Anschluss. Putin habe in dem etwa einstündigen Telefonat einige Ideen in Bezug auf eine «rasche politische und diplomatische Einigung» angesprochen. Zuvor habe der russische Präsident auch mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian und den Staatschefs von Golfstaaten telefoniert.

Trump habe seine eigene Einschätzung der sich entwickelnden Lage «im Zusammenhang mit der laufenden Operation der USA und Israels» abgegeben, sagte Uschakow weiter. Die beiden Staatschefs hätten einen «konkreten und nützlichen» Meinungsaustausch geführt und «durch die Lage auf dem globalen Ölmarkt» auch das Thema Venezuela angesprochen, erklärte er. (dpa)

20:56 Uhr

Montag, 9. März

Trump kündigt Pressekonferenz zum Iran an

US-Präsident Donald Trump hat eine Pressekonferenz für den frühen Montagabend (US-Ostküstenzeit) angekündigt. Er werde gegen 17.30 Uhr (22.30 Uhr MEZ) sprechen, bevor er von Florida aus wieder in die Hauptstadt Washington zurückfliege, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Das Weisse Haus teilte mit, es werde bei dem Termin um den Iran gehen. Die Pressekonferenz findet nach Börsenschluss statt - an einem Tag, der auf den Märkten ganz im Zeichen der steigenden Öl- und Benzinpreise stand. (dpa)

20:48 Uhr

Montag, 9. März

Trump: Krieg gegen Iran «so gut wie abgeschlossen» - Öl-Preise fallen

Trump soll gegenüber dem US-Sender CBS News gesagt haben, der Krieg gegen den Iran sei weitgehend entschieden. Dies schreibt eine Reporterin des Senders auf X.

Weiter soll der US-Präsident gesagt haben, der Iran verfüge über keine Marine, keine Kommunikationswege und keine Luftwaffe mehr. Zudem seien die USA dem ursprünglichen Zeitplan von vier bis fünf Wochen «sehr weit» voraus.

Nach Trumps Aussagen sind die Ölpreise gefallen und die Aktienmärkte haben zugelegt, wie mehrere Medien berichten. Seine Aussagen über eine mögliche Deeskalation nahmen den Märkten einen Teil der geopolitischen Unsicherheit.(cam)

20:40 Uhr

Montag, 9. März

Iran macht sich über die USA lustig und nennt Angriff «Operation Epischer Fehler»

Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi zieht auf X über die USA her. In seinen Post schreibt er:

«Neun Tage nach Beginn der Operation Epischer Fehler haben sich die Ölpreise verdoppelt, während alle Rohstoffpreise in die Höhe schiessen. Wir wissen, dass die USA gegen unsere Öl- und Nuklearstandorte intrigieren, in der Hoffnung, einen enormen Inflationsschock einzudämmen. Der Iran ist bestens vorbereitet. Und auch wir haben viele Überraschungen auf Lager.»

Araghchi hat die USA bereits in einem früheren Post kritisiert. Er sagte, sie hätten mit ihren Angriffen auf Teheran die internationalen Ölpreise destabilisiert. (cam)

20:31 Uhr

Montag, 9. März

Huthi-Miliz begrüsst Wahl von Oberstem Führer im Iran

Die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen hat die Wahl eines neuen Obersten Führers im Iran begrüsst. Allein dass Modschtaba Chamenei unter diesen aussergewöhnlichen Umständen zum Oberhaupt des Landes ernannt worden sei, stelle einen bedeutenden Erfolg dar, sagte der Chef der Miliz, Abdul-Malik al-Huthi, am Montag. Die Huthi unterstützen den Iran «gegen Aggression und Tyrannei», hiess es in der Stellungnahme weiter. Ob das einen Kriegseintritt der Miliz beinhaltet, führte al-Huthi nicht näher aus.

Der Iran unterstützt die Huthi seit Jahren im Bürgerkrieg im Jemen, wo sie unter anderem grosse Gebiete im Norden und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Um die ebenfalls mit dem Iran verbündete Hamas im Gaza-Krieg zu unterstützen, griffen die Huthi immer wieder Schiffe in der Region sowie Israel an und wurden dadurch selbst zum Ziel US-israelischer Gegenattacken. (dpa)

19:53 Uhr

Montag, 9. März

IAEA: Kein Hinweis auf Abtransport von Uran aus iranischer Atomanlage

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sieht keine Anzeichen für einen Abtransport von Uran aus der iranischen Atomanlage Isfahan. In der Anlage seien mehr als 200 Kilogramm auf einen Grad von bis 60 Prozent angereichertes Uran gelagert gewesen, sagte IAEA-Direktor Rafael Mariano Grossi am Montag in Paris. «Die verbreitete Annahme ist, dass das Material noch immer dort ist.» Ein solcher Anreicherungsgrad ist technisch gesehen nur einen kleinen Schritt von waffenfähigem Uran mit 90 Prozent entfernt.

Die IAEA und andere Beobachter der Atomanlage hätten anhand von Satellitenaufnahmen und anderer Mittel keine Bewegungen erkennen können, die auf einen Transfer des Materials hindeuten würden, sagte Grossi. Er schränkte jedoch ein, dass deshalb noch keine Sicherheit bestehe, dass das Uran auch tatsächlich noch an Ort und Stelle sei. Bis die Atomenergiebehörde die Anlage inspizieren könne, sei eine zu 100 Prozent gesicherte Aussage nicht möglich. (dpa)

19:52 Uhr

Montag, 9. März

Tausende bekunden in Teheran Unterstützung für neuen Obersten Führer

Tausende Menschen haben sich am Montag in der iranischen Hauptstadt Teheran versammelt, um ihre Unterstützung für den neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei zu bekunden.
Anhänger der iranischen Führung strömten in Massen auf den Platz der Islamischen Revolution, wie Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten. Die Demonstranten schwenkten iranische Flaggen und skandierten Parolen wie «Tod für Amerika» und «Tod für Israel». Viele hielten Fotos von Chamenei und seinem am 28. Februar getöteten Vater Ali Chamenei hoch, dem vorherigen Obersten Führer des Landes.

Menschen feiern den neuen Führer. (Bild: AP)

«Wir sind heute hier, um Grossajatollah Modschtaba Chamenei zu versprechen, dass wir unser Blut für die Führung opfern werden», sagte der Demonstrant Assad Assadi. «Wir wollen auch dem kriminellen Amerika sagen, dass es sich nicht in die Angelegenheiten des Irans und der Region einmischen soll.»

Modschtaba Chamenei war zuvor vom sogenannten Expertenrat zum Nachfolger seines Vaters gewählt werden. Als Oberster Führer steht der jüngere Chamenei im Zentrum der iranischen Theokratie und hat in allen politischen und militärischen Angelegenheiten das letzte Wort. (dpa)

18:56 Uhr

Montag, 9. März

Libanon meldet fast 500 Tote durch israelische Angriffe

Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben fast 500 Menschen getötet worden. 486 Menschen seien seit vergangenen Montag getötet und 1313 weitere seien verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit.

Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder massiv in den Einflussgebieten der Schiitenorganisation im Libanon an. Unter Beschuss stehen vor allem die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut, grosse Teile im Südlibanon und weitere Gebiete im Osten des Landes. Unter den Toten sind nach Behördenangaben auch Dutzende Kinder. (dpa)

18:44 Uhr

Montag, 9. März

AEA-Chef: Zweite iranische Atomanlage bei Angriff leicht beschädigt

Bei den Angriffen auf den Iran ist laut dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Mariano Grossi, eine zweite Atomanlage getroffen worden. Die Schäden an der Anlage in Isfahan schienen aber gering zu sein, sagte Grossi am Montag in Paris. Wer sie angegriffen hat und wann, erwähnte der IAEA-Chef nicht.

«Seit Beginn dieser Kampagne haben wir einige Einschläge in Natans gesehen – ein paar – und einen in Isfahan. Keine sehr grossen, muss ich sagen», sagte Grossi.

Satellitenbilder der iranischen Atomanlage in Natans zeigen einige Schäden an Gebäuden und im gesamten Komplex. (dpa)

18:40 Uhr

Montag, 9. März

Israels Militär: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, hiess es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.

Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden.

Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete von Angriffen auf diverse Militäranlagen im Westen Teherans. Augenzeugen sagte, die Luft- und Raumfahrtbehörde der Revolutionsgarden im Stadtteil Tschitgar sei attackiert worden. Auch dort sollen Drohnen gelagert sein. (dpa)

18:20 Uhr

Montag, 9. März

Syrien will Libanon bei Hisbollah-Entwaffnung unterstützen

Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat dem Libanon seine Unterstützung bei der Entwaffnung der proiranischen Hisbollah zugesichert. Das sagte er in einer Videokonferenz mit EU-Vertretern und anderen Staats- und Regierungschefs der Region, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.

Al-Scharaa zeigte demnach seine volle Unterstützung für «die ernsthaften und entschlossenen Schritte, die die Regierungen des Iraks und des Libanon unternommen haben, um ihre Nationen vor der anhaltenden Gewalt zu schützen.»

Die gegenwärtige Eskalation stelle eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Region dar. Syrien habe sich mit regionalen Partnern abgestimmt, um ein Übergreifen des Konflikts auf syrisches Territorium zu verhindern. In diesem Zusammenhang habe die syrische Armee ihre Präsenz entlang der libanesischen und irakischen Grenzen verstärkt.

Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss Irans - einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads - im Land zu unterbinden.

Der libanesische Staat steht selbst unter Druck, eine Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen. Derzeit beschiessen sich die Hisbollah und Israel wieder gegenseitig. Besonders im Süden des Libanons greift Israels Militär dabei erneut massiv an. (dpa)

18:09 Uhr

Montag, 9. März

EU-Chefdiplomatin: Israel sollte Angriffe im Libanon beenden

Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon. Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärte sie in Brüssel. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei - mit schwerwiegenden humanitären Folgen.

«Diplomatie und eine Rückkehr zur Waffenruhe bieten die beste Chance, den Libanon vor einem Abgleiten ins Chaos zu bewahren», fügte Kallas hinzu. Es gelte nun vorrangig zu verhindern, dass es weitere Tote, Vertreibungen und eine regionale Eskalation gebe. Zudem müssten auch die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanon geachtet werden. «Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen», forderte Kallas. (dpa)

18:03 Uhr

Montag, 9. März

Angst um iranische Fussballerinnen: Fünf Spielerinnen geflüchtet – Trump schaltet sich ein

Vor ihrem ersten Spiel des Turniers demonstrierten sie still gegen das Regime. Dann folgten die Drohungen. Finden sie jetzt Zuflucht in den USA? (chm)

17:37 Uhr

Montag, 9. März

Hunderte reisen über Turkmenistan aus dem Iran aus

Hunderte Menschen fliehen aus dem Iran vor dem Konflikt mit Israel und den USA ins benachbarte Turkmenistan. Die Grenzübergänge zwischen beiden Ländern seien fortan rund um die Uhr in Betrieb, um Flüchtlingen die Ausreise zu ermöglichen, teilten Vertreter Turkmenistans am Montag mit. Bislang seien etwa 250 Menschen aus 16 Ländern vom Iran aus eingereist. Wer über die Grenze komme, dem werde Essen und Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu Familienangehörigen oder diplomatischen Vertretungen angeboten.

Die ehemalige Sowjetrepublik hat eine mehr als 1000 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit dem Iran. Während des Zwölftagekriegs im vergangenen Jahr gewährte das autokratisch regierte Land trotz seiner strengen Visabestimmungen mehr als 4000 Menschen aus 52 Ländern die Einreise aus dem Iran. (dpa)

17:34 Uhr

Montag, 9. März

WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Iran-Krieg

Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt. Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.

Gleichzeitig verwies er auf die Situation im Libanon. Seit Ende Februar seien dort neun Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden. 43 medizinische Versorgungszentren und fünf Krankenhäuser mussten dem WHO-Chef zufolge aufgrund von Evakuierungsanordnungen der israelischen Armee schliessen.

Ghebreyesus rief zu sofortiger Deeskalation auf. «Frieden ist immer die beste Medizin», sagte er. (dpa)

17:30 Uhr

Montag, 9. März

Neueste EDA-Zahlen: So viele Schweizer stecken noch im Nahen Osten fest

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gab am Montagnachmittag bekannt, wie viele Schweizerinnen und Schweizer sich noch im Krisengebiet im Nahen Osten aufhalten.

  • Bahrain: weniger als fünf Personen
  • Israel: 160 Personen
  • Iran: weniger als fünf Personen
  • Jemen: weniger als fünf Personen
  • Jordanien: 40 Personen
  • Katar: 300 Personen
  • Kuwait: 10 Personen
  • Libanon: 70 Personen
  • Oman: 320 Personen
  • Saudi-Arabien: 90 Personen
  • Vereinigte Arabische Emirate: 1600 Personen
  • Zypern: 70 Personen

17:24 Uhr

Montag, 9. März

Libanon schlägt direkte Verhandlungen mit Israel vor

Libanons Präsident Joseph Aoun hat angesichts der eskalierenden Lage mit Israel direkte Verhandlungen unter internationaler Schirmherrschaft vorgeschlagen. In einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa und weiteren Regionalvertretern stellte er einen Vierpunkteplan vor: einen vollständigen Waffenstillstand, logistische Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte, die Entwaffnung der Hisbollah sowie direkte Gespräche zwischen Libanon und Israel.

Zugleich verwies Aoun auf mehr als 600'000 Vertriebene infolge der jüngsten Kämpfe. Nach der Tötung von Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei hatte die mit Teheran verbündete Hisbollah erneut Raketen auf Israel abgefeuert, woraufhin Israel seine Angriffe im Libanon ausweitete. (dpa)

17:20 Uhr

Montag, 9. März

Israel wirft Iran Streubombeneinsatz vor – ein Toter

Das israelische Militär hat dem Iran den Einsatz von Streubomben vorgeworfen. Oberst Jonathan Ras erklärte am Montag, bei dem Einsatz einer iranischen Streubombe sei im Gebiet Jehud mindestens ein Mensch getötet worden. Weitere Menschen seien schwer verletzt worden. Der Iran setze nahezu täglich Streubomben ein, erklärte das Militär. Dies sei auch bereits während des zwölftägigen Krieges im vergangenen Juni der Fall gewesen. (dpa)

17:13 Uhr

Montag, 9. März

Irans Präsident begrüsst Wahl von Chamenei-Sohn zum Obersten Führer

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Wahl von Modschtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer des Landes begrüsst. Durch seine «weise Führung und durch die Schaffung einer Atmosphäre des Vertrauens und der Teilhabe des Volkes können die Probleme des Landes gelöst werden», schrieb Peseschkian am Montag auf der Plattform X.

Der Präsident gilt eher als Moderater im Machtgefüge der iranischen Theokratie. Der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, der am Sonntag zu dessen Nachfolger gewählt wurde, wird hingegen als Hardliner eingeschätzt. (dpa)

16:46 Uhr

Montag, 9. März

Rubio: Grosse Fortschritte bei Zerstörung von Teherans Raketenarsenal

US-Aussenminister Marco Rubio hat dem eigenen Militär grosse Fortschritte bei der Zerstörung des iranischen Raketenarsenals bescheinigt. Bei einer Zeremonie seines Ministeriums zu Ehren von US-Bürgern, die zu Unrecht im Ausland, darunter auch im Iran, inhaftiert sind, sagte Rubio am Montag, ein Ziel der US-Luftangriffe sei es, die Bestände an ballistischen Raketen des Iran zu beseitigen ebenso wie Teherans Fähigkeit, diese herzustellen und abzufeuern. «Wir sind auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen», sagte Rubio. Das US-Militär gehe dabei mit «überwältigender Kraft, mit überwältigender Präzision» vor. (dpa)

16:38 Uhr

Montag, 9. März

Trump fordert Asyl für Irans Fussballerinnen in Australien

US-Präsident Donald Trump hat Australien aufgefordert, iranischen Fussballerinnen Asyl zu gewähren. Andernfalls seien die USA bereit, sie aufzunehmen, schrieb er auf Truth Social. Zuvor hatten Medien berichtet, fünf Spielerinnen der iranischen Frauen-Nationalmannschaft hätten nach dem Asien-Cup in Australien Asyl beantragt. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Die FIFA erklärte, die Sicherheit der Spielerinnen habe höchste Priorität und man stehe mit Behörden in Kontakt.

Hintergrund sind Sorgen, die Sportlerinnen könnten bei einer Rückkehr in den Iran verfolgt werden. Beim ersten Gruppenspiel hatten sie während der Nationalhymne geschwiegen – offenbar als stiller Protest gegen die Führung in Teheran. Später sang das Team die Hymne wieder mit. Ähnliche Szenen hatte es bereits bei der Männer-WM 2022 in Katar gegeben. (dpa)

16:17 Uhr

Montag, 9. März

G7-Staaten nutzen strategische Ölreserven vorerst nicht

Die Gruppe der sieben führenden Industrienationen will vorerst nicht auf die strategischen Reserven zurückgreifen, um den Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Ölpreise entgegenzuwirken. «Soweit sind wir noch nicht», sagte der französische Finanzminister Roland Lescure nach einer Sitzung mit seinen Amtskollegen aus den G7-Staaten.

«Wir sind bereit, notwendige und koordinierte Massnahmen zur Stabilisierung der Märkte zu ergreifen, wie beispielsweise strategische Bevorratungen», erklärte Lescure in Brüssel. (dpa)

16:07 Uhr

Montag, 9. März

Paris: Noch keine Einigung in Gesprächen über Ölnotreserven

Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. «Soweit sind wir noch nicht», sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder. «Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen.»

Laut französischem Finanzminister wird die Arbeit in den kommenden Tagen fortgeführt. Man werde die Situation genau beobachten. Bei dem Gespräch der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten war auch der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, anwesend. Die IEA teilte mit, sie habe über die sich verschlechternden Bedingungen auf den globalen Ölmärkten berichtet. Man habe über alle vorhandene Optionen gesprochen, auch über die Freigabe von Ölreserven. Die 32 IEA-Mitgliedsländer verfügten über 1,2 Milliarden Barrel Notreserven Öl. Hinzu kämen 600 Millionen Barrel Industrievorräte.

Ihre strategischen Ölreserven geben Volkswirtschaften jeweils in Krisensituationen frei, um den Ölmarkt zu stabilisieren oder auf Versorgungsengpässe zu reagieren. Zu diesem Mittel wird selten gegriffen. (dpa)

16:02 Uhr

Montag, 9. März

Merz sieht Verantwortung für Ende des Krieges beim Iran

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die Verantwortung für ein Ende des Iran-Krieges bei der Führung in Teheran. «Je schneller das Mullah-Regime aufhört, desto schneller ist dieser Krieg beendet», sagte er in Berlin. «Es liegt allein bei diesem Regime und den sogenannten Revolutionsgarden, die Kampfhandlungen einzustellen.» Solange das nicht der Fall sei, gehe er davon aus, dass Israel und Amerika «ihre Verteidigung» gegen den Iran fortsetzten, denn dessen Bedrohung reiche weit über das Land und die Region hinaus.

Merz sagte, er habe über das Wochenende mit Staats- und Regierungschefs aus der Region gesprochen. «Allerdings ist im Augenblick nicht absehbar, wann das Mullah-Regime bereit ist, die Kampfhandlungen gegen die Nachbarschaft einzustellen.» Die Bedrohung Israels und der Golfstaaten halte an und werde täglich durch Angriffe auf zivile Gebäude und Militäreinrichtungen gezeigt. (dpa)

15:32 Uhr

Montag, 9. März

EU startet Hilfsflüge für Menschen im Libanon

Die EU organisiert Hilfsflüge für die unter dem neuen Nahost-Krieg leidende Zivilbevölkerung im Libanon. Nach den Plänen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen für rund 130'000 Menschen Notfallvorräte mobilisiert werden, wie die EU mitteilte. Ein erster Flug sei für diesen Dienstag geplant.

Von der Leyen kündigte die EU-Hilfe in einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus Ländern des Nahen Ostens zum Krieg im Iran an. Mit dabei waren Vertreter Jordaniens, Ägyptens, Bahrains, des Libanon, Syriens, der Türkei, Armeniens, des Irak, Katars, Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens und Omans sowie für die EU auch Ratspräsident António Costa.

Die EU teilte mit, Costa und von der Leyen hätten in der Runde ihre tiefe Besorgnis über die Auswirkungen der regionalen Krise auf den Libanon und die schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung geäussert. Dazu gehörten auch die grossflächigen Vertreibungen.

Die Präsidenten hätten zudem den Staats- und Regierungschefs der Region für ihre Hilfe und Unterstützung bei der Rückführung Zehntausender europäischer Bürger gedankt, die bei Ausbruch des Iran-Krieges in ihren Ländern gestrandet waren. Es sei vereinbart worden, in engem Kontakt zu bleiben, um die weiteren Entwicklungen zu bewerten und gemeinsam auf Frieden hinzuarbeiten. (dpa)

15:30 Uhr

Montag, 9. März

Analyse widerspricht Trumps Aussage zu Angriff auf Schule im Iran

Die Investigativgruppe Bellingcat widerspricht der Darstellung von US-Präsident Donald Trump zum tödlichen Angriff auf eine Grundschule in Minab im Iran, bei dem laut Staatsmedien 168 Menschen – überwiegend Kinder – starben. Trump hatte ohne Belege erklärt, die Explosion sei durch ungenaue iranische Geschosse verursacht worden. Bellingcat kommt nach Analyse eines veröffentlichten Videos jedoch zu einem anderen Schluss.

Ein Experte identifizierte das im Video zu sehende Geschoss als Tomahawk-Marschflugkörper, der im Iran-Krieg nur von den USA eingesetzt wird. Das US-Regionalkommando bestätigte den Einsatz solcher Raketen und veröffentlichte ein Foto eines entsprechenden Abschusses durch einen Zerstörer in Reichweite des Zielorts. Zudem wurde das US-Militär angewiesen, den Vorfall zu prüfen – ein Schritt, der üblicherweise bei möglicher eigener Verantwortung erfolgt. Auch ein US-Behördenvertreter hält einen US-Angriff für wahrscheinlich.

Unabhängige Untersuchungen vor Ort stehen noch aus, und die Echtheit des Videos konnte nicht abschliessend bestätigt werden. Experten verweisen zudem auf mögliche Bombardierungen eines benachbarten Revolutionsgarde-Stützpunkts. Eine Völkerrechtsexpertin betont, selbst bei einer Verwechslung wäre ein solcher Angriff eine schwere Verletzung des internationalen Rechts. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte derweil betont, die USA führten eine kompromisslose Militärkampagne ohne «dumme Einsatzregeln». (dpa)

14:57 Uhr

Montag, 9. März

Libanons Parlament verschiebt Wahl um zwei Jahre

Das libanesische Parlament hat seine Amtszeit um zwei Jahre verlängert und damit die für Mai geplanten Parlamentswahlen verschoben. Nach Angaben des Parlamentspräsidenten und Hisbollah-Verbündeten Nabih Berri stimmten 76 der 128 Abgeordneten für die Verlängerung der vierjährigen Legislaturperiode um zwei weitere Jahre. «Das Parlament hat die Verlängerung seiner Amtszeit um zwei Jahre beschlossen», hiess es in einer Erklärung aus seinem Büro.

Auch Mitglieder des 13-köpfigen Parlamentsblocks der proiranischen Hisbollah stimmten für eine Verlängerung der Amtszeit, hiess es in lokalen Medien. Die Entscheidung des Parlaments folgte auf eine erneute Eskalation im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Seit vergangener Woche beschiessen sich beide Seiten wieder gegenseitig. (dpa)

14:50 Uhr

Montag, 9. März

Frankreich plant Geleit für Schiffe durch Strasse von Hormus

Frankreich arbeitet mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Seeverkehr durch die für den Handel wichtige Strasse von Hormus nahe der iranischen Küste zu ermöglichen. Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im zyprischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heisseste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei.

Die Meeresenge sei für den internationalen Handel sowie den Transport von Gas und Öl essenziell, sagte Macron. Dem Franzosen zufolge müsse das Vorgehen sowohl mit europäischen wie nicht-europäischen Partnern vorbereitet werden. Wer konkret bei der Initiative an Bord ist, gab Macron nicht bekannt.

Seit den amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran und Teherans Gegenangriffen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Durch diese wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Sie ist auch sehr wichtig für den Transport von Flüssiggas, etwa aus Katar. Der Iran weist Berichte über eine vollständige Sperrung der Strasse von Hormus zurück. (dpa)

14:35 Uhr

Montag, 9. März

Macron: «Wer Zypern angreift, greift auch Europa an»

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und eines Drohnenangriffs auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der EU-Inselrepublik Solidarität zugesichert. «Wer Zypern angreift, greift auch Europa an», sagte Macron nach einem Treffen mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf dem zyprischen Flughafen von Paphos.

Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem zyprischen Präsidenten und dem griechischen Premierminister auf dem Militärflughafen Paphos in Paphos, Zypern. (Bild: EPA)

Frankreich habe bereits eine Fregatte und Luftabwehrsysteme in die Region entsandt, sagte Macron. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Kampfgruppe befänden sich in der Nähe Zyperns.

Christodoulidis sagte, für die schnelle Entsendung von Schiffen und Luftabwehrsystemen mehrerer EU-Staaten sei das zyprische Volk dankbar.

In der Nacht zum 2. März hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol getroffen und geringen Schaden angerichtet. Griechenland entsandte daraufhin vier F-16-Kampfjets und zwei Fregatten nach Zypern. Auch Italien und Spanien schickten Schiffe in die Region.

Zypern ist der EU-Staat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt. (dpa)

14:28 Uhr

Montag, 9. März

Iranische Angriffe auch in Katar

Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn weiter. Katars Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. Anschliessend hiess es, die Bedrohung sei vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid. (dpa)

14:08 Uhr

Montag, 9. März

Swiss streicht Dubai-Flüge bis 15. März und Tel Aviv bis 2. April

Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Die Fluggesellschaft Swiss wird deshalb bis einschliesslich 15. März keine Flüge nach Dubai durchführen. Flüge nach Tel Aviv bleiben neu bis und mit 2. April ausgesetzt, wie die Airline in einer Mitteilung schreibt.

«Uns ist bewusst, dass diese Entscheide die Reisepläne unserer Kundinnen und Kunden verändern und mit Unsicherheit verbunden sein können.» Betroffene Fluggäste können ihre Reise kostenlos auf ein späteres Datum umbuchen oder sich den Ticketpreis vollständig erstatten lassen, heisst es weiter. (cam)

13:51 Uhr

Montag, 9. März

Hisbollah greift Israel weiter an

Die Hisbollah reklamierte erneut mehrere Angriffe auf israelische Ziele für sich. Nach Angaben der Miliz sollen unter anderem Raketen in Richtung eines Luftstützpunkts in Haifa abgefeuert worden sein.

Ein israelischer Armeesprecher sagte, die Hisbollah habe bisher hunderte Raketen und Drohnen gegen israelische Zivilisten im Norden des Landes eingesetzt. Die Angriffe aus dem Süden des Libanons bewiesen, dass die Miliz sich nicht wie vereinbart von dort zurückgezogen habe. (dpa)

13:50 Uhr

Montag, 9. März

Israel setzt seine Angriffe im Libanon fort

Das israelische Militär setzt seine Angriffe im Libanon fort. Seit dem Morgen waren Augenzeugenberichten zufolge mindestens elf Angriffe in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut zu hören. Die israelische Armee hatte zuvor angegeben, Filialen der Vereinigung Al-Kard Al-Hassan in der Gegend anzugreifen. Es handelt sich dabei um ein Finanzinstitut und eine Art Bank der Hisbollah. Mindestens eine Person sei bei den Angriffen ums Leben gekommen.

13:49 Uhr

Montag, 9. März

Vereinigte Arabische Emirate schon wieder unter Beschuss

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind zum Wochenstart erneut ins Visier mutmasslich iranischer Drohnen und Raketen geraten. Insgesamt seien am Montag bislang 15 ballistische Raketen und 18 Drohnen gegen das Land eingesetzt worden, teilte der Golfstaat mit. (dpa)

13:25 Uhr

Montag, 9. März

EU fliegt Europäer von Oman nach Rumänien

Die EU-Kommission hat 356 Europäer mit zwei gecharterten Flugzeugen aus Oman zurückgeholt. Die im Nahen Osten gestrandeten Bürger seien auf Wunsch der rumänischen Behörden von Oman nach Rumänien geflogen worden und am Morgen angekommen, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Die Europäische Union habe ausserdem bislang 42 Flüge unterstützt, mit denen mehr als 4100 Europäerinnen und Europäer sicher zurückgebracht worden seien – unter anderem nach Belgien, in die Niederlande und nach Österreich. (dpa)

13:16 Uhr

Montag, 9. März

Türkei: Nato-Luftabwehr fängt Rakete nach Eindringen in Luftraum ab

Die Luftabwehr innerhalb der Nato hat nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums erneut eine ballistische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei diesmal in den türkischen Luftraum eingedrungen, hiess es am Montag.

Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der Grenze zu Syrien gefallen, teilte das Verteidigungsministerium auf X mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten. Der Kommunikationschef des Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb auf X, es habe sich um eine ballistische Rakete gehandelt.

Seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran vor gut einer Woche hatte die Nato schon einmal ein Geschoss abgefangen. Der Iran hat mehrere Länder in der Region mit Raketen und Drohnen angegriffen. (dpa)

13:05 Uhr

Montag, 9. März

Bereits 83 Minderjährige wegen Iran-Krieg ums Leben gekommen

Die Angriffe Israels auf feindliche Stellungen im Nachbarland Libanon treffen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef auch rund 200'000 Kinder und Teenager.

Innerhalb einer Woche seien 83 Minderjährige bei den Angriffen ums Leben gekommen und 254 verletzt worden, berichtete die Organisation auf Basis von Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums. Von den 700'000 Menschen, die durch die Angriffe aus ihren Häusern vertrieben wurden, sei mehr als ein Viertel unter 18 Jahre alt.

«Diese Zahlen sind erschütternd», sagte Unicef-Regionaldirektor Edouard Beigbeder. «Sie verdeutlichen auf dramatische Weise, welch hohen Preis Kinder in diesem Konflikt zahlen. Während die militärischen Angriffe im ganzen Land andauern, werden Kinder in alarmierendem Ausmass getötet und verletzt, Familien fliehen aus Angst aus ihren Häusern, und Tausende Kinder schlafen in kalten und überfüllten Notunterkünften.» (dpa)

12:42 Uhr

Montag, 9. März

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut Ziel einer Angriffswelle. Über der Metropole waren nach Angaben von Augenzeugen Kampfjets zu hören, die sich aus dem Norden über die Gipfel des Albors-Gebirges näherten. Laute Explosionen erschütterten die Stadt, wie Bewohner am Montag berichteten.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine grossangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur der iranischen Führung in den Städten Teheran und Isfahan sowie im Süden des Landes begonnen. Berichte über Opfer gibt es bisher nicht.

Infolge der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran haben die Behörden seit Kriegsbeginn mindestens 1200 Tote gemeldet. Mehr als 10'000 Menschen wurden verletzt, heisst es. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

12:30 Uhr

Montag, 9. März

Hat Israel weissen Phosphor eingesetzt?

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Israel vorgeworfen, vergangene Woche bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weissen Phosphor eingesetzt zu haben. Die Organisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, hiess es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten.

In einer Mitteilung der israelischen Streitkräfte (IDF) hiess es, der behauptete Einsatz von Granaten mit weissem Phosphor könne nicht bestätigt werden. «Im Allgemeinen enthalten die von der IDF primär verwendeten Rauchgranaten keinen weissen Phosphor», hiess es. Wie viele westliche Streitkräfte verfüge auch das israelische Militär über Rauchgranaten mit einem gewissen Anteil an weissem Phosphor, deren Einsatz nach internationalem Recht zulässig sei.

«Rauchgranaten mit weissem Phosphor können von der IDF zur Erzeugung von Nebelwänden eingesetzt werden, insbesondere zum Schutz israelischer Zivilisten und IDF-Truppen vor Angriffen feindlicher Kräfte aus angrenzenden Gebieten. Gemäss den IDF-Richtlinien werden diese Granaten nicht zur gezielten Bekämpfung von Zielen oder zur Brandstiftung verwendet.» Es könnte «visuelle Ähnlichkeiten» zwischen Rauchgranaten mit und ohne weissen Phosphor geben, so das Militär.

Die Brandeigenschaften von weissem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen, die lebenslanges Leid nach sich ziehen. Weisser Phosphor entzündet sich durch den Kontakt mit Sauerstoff in der Luft und brennt so lange weiter, bis entweder nichts mehr übrig ist oder die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird. Ein Zusatzprotokoll der Genfer Konventionen über das Kriegsvölkerrecht verbietet den Einsatz von Phosphorwaffen, wenn das Risiko besteht, dass sie vor allem Zivilisten treffen. (dpa)

12:00 Uhr

Montag, 9. März

Putin sichert neuem iranischen Führer Unterstützung Russlands zu

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zu dessen Wahl zum Obersten Führer des Irans gratuliert. «Ich bin sicher, dass Sie das Werk Ihres Vaters ehrenvoll fortsetzen und das iranische Volk vereinen werden», hiess es in einer Botschaft. «Russland war ein zuverlässiger Partner der Islamischen Republik und wird es bleiben.»

Putin schrieb an Chamenei Junior: «In einer Zeit, in der sich der Iran einer bewaffneten Aggression entgegenstellt, wird Ihre Amtszeit in diesem hohen Amt zweifellos grossen Mut und Einsatz erfordern.» Er bekräftigte Russlands «unerschütterliche Unterstützung für Teheran». (dpa)

11:33 Uhr

Montag, 9. März

Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel

Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben von Sanitätern zwei Menschen getötet worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtete zunächst, bei dem Angriff im Grossraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde er später für tot erklärt. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelte es sich um Bauarbeiter, teilte Magen David Adom mit. Es habe auch an anderen Orten im Grossraum Tel Aviv Einschläge gegeben. (dpa)

10:44 Uhr

Montag, 9. März

Türkei sendet Kampfflugzeuge nach Zypern

Die Türkei entsendet nach einem Drohnenangriff auf eine britische Luftwaffenbasis Kampfflugzeuge und Flugabwehrsysteme nach Nordzypern. Die sechs Maschinen vom Typ F-16 sollten die Sicherheit des von türkischen Zyprern bewohnten Nordteils der Insel verbessern, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit. Falls nötig, werde die Türkei weitere Schritte unternehmen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron zeigte bei einem Besuch auf der Insel am Montag seine Solidarität mit Zypern. Macron traf sich unter anderem mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulidis. (dpa)

08:22 Uhr

Montag, 9. März

Tanken in Teheran nur begrenzt möglich

Nach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark. Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. An den Tankstellen bildeten sich Kilometer lange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten.

Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Dichter, schwarzer, toxischer Rauch verdunkelt seitdem den Himmel. Auf viele Dächer der Metropole regnete Öl herab. (dpa)

07:05 Uhr

Montag, 9. März

Israel greift weitere Stadt im Iran an

Das israelische Militär hat Angriffe auf Ziele in der iranischen Stadt Isfahan gemeldet. Die Armee gab an, am Montag Kommandostellen der paramilitärischen Revolutionsgarden des Iran sowie der Basidsch-Miliz getroffen zu haben. Ausserdem habe das Militär eine Raketenmotorenproduktionsanlage sowie Abschussplätze für Raketen angegriffen. Der Iran bestätigte die Angriffe zunächst nicht. Seit Beginn des Krieges am 28. Februar hat der Iran keine Angaben zu materiellen Verlusten gemacht. (dpa)

06:14 Uhr

Montag, 9. März

Erneut iranische Angriffe auf Israel

Auch mehr als eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran schiesst die Islamische Republik weiter auf Israel. In der Nacht meldete die israelische Armee wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran. In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten in der Nacht wieder die Sirenen. Die Luftabwehr war erneut im Einsatz, wie die das Militär auf Telegram mitteilte.

Zudem sei erneut Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem der Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte. (dpa)

06:13 Uhr

Montag, 9. März

Bahrain: Verletzte bei iranischem Drohnenangriff

Der Golfstaat Bahrain ist erneut Ziel eines Angriffs des Irans geworden. Das Innenministerium des kleinen Landes meldete in der Nacht mehrere Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. (dpa)

06:12 Uhr

Montag, 9. März

US-Energieminister: Zielen nicht auf Energie-Infrastruktur im Iran ab

Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. «Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab», sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die Bombardierung eines Öllagers durch Israel im Iran für Aufsehen und offenbar erste Unstimmigkeiten zwischen den beiden Ländern gesorgt. (dpa)

06:08 Uhr

Montag, 9. März

Ölpreis erstmals seit Jahren über 100 Dollar

Der Preis für Rohöl ist erstmals seit mehr als dreieinhalb Jahren über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent, dem internationalen Referenzöl, lag kurz nach Wiederaufnahme des Handels bei 101,19 US-Dollar. Das sind 9,2 Prozent mehr als der Schlusskurs von 92,69 US-Dollar am Freitag.

Die Ölpreise sind stark gestiegen, da der Krieg mit dem Iran Länder und Regionen betrifft, die für die Produktion und den Transport von Öl und Gas aus dem Persischen Golf entscheidend sind. Rund 15 Millionen Barrel Rohöl – etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels – werden nach Angaben der unabhängigen Forschungsfirma Rystad Energy normalerweise täglich durch die Strasse von Hormus transportiert. (dpa)

22:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Iran: Mojtaba Khamenei wird neuer Oberster Führer

Modschtaba Khamenei, Sohn des getöteten Ajatollah Ali Khamenei, ist zum neuen obersten Führer im Iran gewählt worden. Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf das zuständige Wahlgremium. (dpa)

21:17 Uhr

Sonntag, 8. März

US-Militär: Siebte Einsatzkraft stirbt im Krieg mit dem Iran

Die Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Einsatzkräfte ist von sechs auf sieben gestiegen. In der vergangenen Nacht sei ein Angehöriger der Streitkräfte den Folgen seiner Verletzungen erlegen, die er während der ersten Angriffen des Irans erlitten habe, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Konkret soll die Person demnach bei einem Angriff auf US-Soldaten am vergangenen Sonntag in Saudi-Arabien schwer verletzt worden seien.

Trump hatte am Samstag an der Überführung der sechs zuvor bereits im Iran-Krieg gefallenen Soldaten teilgenommen. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware. Die sechs Soldaten waren nach US-Angaben in den ersten Kriegstagen bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden. (dpa)

21:08 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel meldet Angriff auf Irans Zentrale für Raketenangriffe

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionsgarden in der iranischen Hauptstadt Teheran zerstört. Von dort aus seien die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel und andere Länder der Region organisiert und gesteuert worden, sagte Armeesprecher Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen und iranische Stellen äusserten sich nicht.

Seit dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar hat der Iran nach eigenen Angaben mindestens 500 ballistische Raketen, Marschflugkörper sowie mehr als 2000 Kampfdrohnen vor allem auf Israel abgeschossen. Aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und die Türkei meldeten zahlreiche Angriffe des Irans. (dpa)

20:05 Uhr

Sonntag, 8. März

Macron sprach mit Trump und dem iranischen Präsidenten

Emmanuel Macron sprach am Sonntag mit US-Präsident Donald Trump sowie dem iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian, bevor er am Montag nach Zypern reiste, um die Sicherheit rund um das EU-Mitglied und im östlichen Mittelmeerraum zu stärken.

«Ich habe betont, dass der Iran seine Angriffe auf Länder in der Region unverzüglich einstellen muss», schreibt der französische Präsident auf X.  «Der Iran muss auch die Freiheit der Schifffahrt gewährleisten und die Sperrung der Strasse von Hormus beenden», fügte er hinzu.

Macron führt weiter aus, dass er zutiefst besorgt sei über die Entwicklung der iranischen Nuklear- und Raketenprogramme und alle destabilisierenden Aktivitäten des Landes in der Region. «Eine diplomatische Lösung ist notwendiger denn je, um diese entscheidenden Herausforderungen anzugehen, die Eskalation zu beenden und den Frieden zu bewahren», betonte Macron. (cam)

19:05 Uhr

Sonntag, 8. März

Libanon: Mehr als eine halbe Million Vertriebene durch jüngste Kämpfe

Die Kämpfe zwischen der schiitischen Hisbollah-Miliz und Israel haben im Libanon nach offiziellen Angaben mehr als eine halbe Million Menschen in die Flucht getrieben. Auf einem Online-Portal der Regierung hätten sich bis Sonntag 517'000 Menschen als kriegsvertrieben registriert, hiess es. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch höher sein.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah hatte sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf ihre Schutzmacht an die Seite Teherans gestellt und Israel nach einer längeren, aber brüchigen Waffenruhe mit Raketen beschossen. Sie sprach von Vergeltung für den Tod des iranischen Führers Ali Chamenei Ende Februar sowie für «wiederholte israelische Aggressionen». Das israelische Militär bombardierte daraufhin Hisbollah-Ziele und rief die Einwohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung auf. (dpa)

19:03 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump: Wir haben die gesamte Marine des Irans versenkt

Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump die Marine des Irans zerstört. Man habe 44 ihrer Schiffe versenkt - «ihre gesamte Marine», sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. Unabhängig überprüfen liessen sich diese Angaben nicht. Die gesamte iranische Marine ausser Gefecht zu setzen, ist eines der erklärten Ziele des US-Militärs im Krieg gegen den Iran.

Nach Trumps Angaben haben die USA zudem die Luftwaffe des Irans lahmgelegt. «Ihre Flugabwehrsysteme sind Geschichte. Sie haben absolut keine Verteidigung mehr», sagte Trump laut ABC News.

Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim meldete, bei dem US-Angriff auf die Fregatte «IRIS Dena» seien 104 der Besatzungsmitglieder gestorben, weitere 20 würden vermisst. Überlebt haben demnach 32 Mitglieder der Besatzung, die in Sri Lanka mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt würden. Das Schiff wurde übereinstimmenden Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche von einem U‑Boot der US-Kriegsmarine mit einem Torpedo beschossen und versenkt. (dpa)

18:43 Uhr

Sonntag, 8. März

Medien: Mojtaba Khamenei ist der neue Oberste Führer des Iran

Die Expertenversammlung hat den Sohn von Ayatollah Ali Khamenei zum nächsten Obersten Führer des Iran ernannt. Wie Medien berichten, tritt Mojtaba Khamenei die Nachfolge seines Vaters an. (cam)

18:40 Uhr

Sonntag, 8. März

Erstmals Tote in Saudi-Arabien

Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs ist es in Saudi-Arabien infolge eines mutmasslich iranischen Angriffs zu Todesfällen gekommen. Zwei Menschen seien beim Einschlag eines Geschosses in ein Wohngebäude im Gouvernement al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad getötet worden, sagte ein Sprecher des saudischen Zivilschutzes laut einer Regierungsmitteilung. Bei den Opfern soll es sich demnach um einen indischen und einen bangladeschischen Staatsbürger gehandelt haben.

Zwölf Menschen, die alle aus Bangladesch stammen, seien bei dem Vorfall zudem verletzt worden, hiess es weiter. Das betroffene Gebäude gehöre zu einer Reinigungsfirma, so die Mitteilung. Versuche, zivile Einrichtungen zu treffen, seien ein eklatanter Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht, wurde der Sprecher zitiert. Zur genauen Herkunft des Geschosses äusserte er sich jedoch nicht.

Am Abend teilte das saudische Verteidigungsministerium mit, dass zwei Drohnen, die auf das Ölfeld Schaiba zusteuerten, abgefangen und zerstört worden seien. Zudem sei eine ballistische Rakete abgefangen worden, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase abgefeuert worden sei.

Saudi-Arabien wurde seit dem Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche bereits mehrmals zum Ziel iranischer Angriffe. Die meisten Geschosse konnten laut Regierungsangaben jedoch abgefangen werden. Im Gouvernement al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der immer wieder von iranischen Geschossen angegriffen wurde. Saudi-Arabien betonte aber, dass er nicht als Ausgangspunkt für die jüngsten Angriffe auf den Iran gedient habe. (dpa)

17:50 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump: Chamenei-Nachfolger ohne US-Segen «nicht lang im Amt»

In einem Interview mit dem US-Sender ABC warnte Donald Trump, dass der nächste iranische Führer nicht lange durchhalten wird, wenn er nicht seine Zustimmung erhält. Es brauche die Zustimmung der USA, sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. «Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lang im Amt bleiben.»
Er wolle nicht, dass man in fünf Jahren wiederkommen müsse, um dasselbe noch einmal zu tun – oder schlimmer noch, dass man zulasse, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme, sagte Trump demnach.

Trump: Chamenei-Nachfolger wird ohne US-Segen «nicht lang im Amt» bleiben – Araghchi kontert: Entscheidung liegt beim «iranischen Volk». (Bild: Bilder: AP/Keystone)

Gleichzeitig betonte der iranische Aussenminister Abbas Araghchi, dass die Wahl des Nachfolgers von Ayatollah Ali Khomeini «dem iranischen Volk» und «niemand anderem» obliege. Der neue Oberste Führer des Iran wurde am Sonntag von dem zuständigen iranischen Klerikergremium, der Expertenversammlung, gewählt, wie mehrere ihrer Mitglieder mitteilten. Der Name des gewählten Führers wurde noch nicht bekannt gegeben. (cam/dpa)

17:05 Uhr

Sonntag, 8. März

Ukrainische Drohnenabwehr-Experten reisen in die Golfregion

Die Ukraine wird nach den Worten ihres Präsidenten Wolodimir Selenski schon in den nächsten Tagen Drohnenabwehr-Experten in die Staaten der Golfregion entsenden. Das kündigte Selenski bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem neuen niederländischen Regierungschef Rob Jetten an, der zu einem Kurzbesuch nach Kiew gekommen war. «Es ist noch zu früh, um über andere Details zu sprechen», meinte Selenski. «Nächste Woche, wenn die Experten vor Ort sind, werden sie sich umsehen und helfen, denn sie kommen direkt mit Möglichkeiten.»

«Die Länder der Region und die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich an die Ukraine um Unterstützung gewandt – wir werden ihnen die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, vor allem natürlich das Fachwissen und die Erfahrung unseres Militärs, um sich vor «Shaheds», Marschflugkörpern und Ähnlichem zu schützen», sagte Selenski. Die Ukraine hat Abwehrdrohnen entwickelt, die kostengünstiger sind als die teuren Flugabwehrraketen, die im Moment gegen iranische Kampfdrohnen vom Typ Shahed eingesetzt werden.

Im Gegenzug forderte Selenski indirekt weitere Hilfe der Unterstützer seines Landes. Die Hilfeleistung seines Landes im Krieg am Golf sollte für Europa und die USA ein Anstoss sein, «das zu tun, was für die gemeinsame Sicherheit auf unserem Kontinent notwendig ist». Selenski hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass eine Hilfeleistung der Ukraine im Nahen Osten nicht zulasten der eigenen Verteidigung gehen dürfe. (dpa)

16:56 Uhr

Sonntag, 8. März

Ägypten warnt wegen Iran-Krieg vor Chaos in der gesamten Region

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat vor schwerwiegenden Folgen des Iran-Krieges gewarnt. Der Konflikt könne Energiepreise steigen lassen, Versorgungsketten zerreissen und den Luft- und Seeverkehr unterbrechen, sagte al-Sisi am Sonntag in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Sollte sich der Konflikt ausweiten, könne er die gesamte Region ins Chaos stürzen. Al-Sisi rief zu verstärkten internationalen Bemühungen auf, um den Krieg zu beenden.

Dieser wurde durch die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar ausgelöst. Kurz darauf griff die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon in den Konflikt ein und beschoss Israel mit Raketen. Das israelische Militär bombardierte daraufhin Hisbollah-Ziele und rief die Einwohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung auf. Der Iran wiederum beschoss benachbarte Golfstaaten mit Drohnen und Raketen und erklärte die für den Öl-Export wichtige Meerenge von Hormus für gesperrt. (dpa)

16:50 Uhr

Sonntag, 8. März

Irans Fussballerinnen in Australien: Wird ihr Schweigen zum Todesurteil?

Ein stiller Protest bei der Asienmeisterschaft hat die iranische Nationalmannschaft in eine lebensgefährliche Lage gebracht.

16:40 Uhr

Sonntag, 8. März

Minister: Aufgabe des «iranischen Volkes» neuen Führer zu wählen

Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi erklärte in einem Interview mit dem amerikanischen Sender NBC, dass «es Sache des iranischen Volkes ist, seinen neuen Führer zu wählen» und «nicht die von jemand anderem». Trump hatte vor drei Tagen behauptet, dass er am Auswahlprozess beteiligt sei. Araghchi fügte hinzu, dass «Donald Trump sich für den Krieg im Nahen Osten entschuldigen muss».

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er wolle an der Wahl des Nachfolgers von Ali Khamenei als obersten Führer des Iran beteiligt sein. Zudem lehnte er dessen Sohn Mojtaba Khamenei als möglichen Nachfolger ab. (cam)

16:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel meldet Angriff auf Irans Leitzentrale für Satelliten

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einer neuen Angriffswelle im Iran auch das Hauptquartier der Revolutionsgarden in Teheran getroffen. Dort habe sich eine Leitzentrale
der Raumfahrtbehörde für die Steuerung des militärischen Überwachungssatelliten «Chayyam» befunden.

Dieser Satellit sei von den Revolutionsgarden für «terroristische Aktivitäten und zur Überwachung des Staates Israel und seiner Bevölkerung» eingesetzt worden, schrieb die Armee. Ob die Verbindung zu dem Satelliten damit unterbrochen wurde, war zunächst unklar. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Russland hatte «Chayyam» im August 2022 für den Iran vom Weltraumbahnhof Baikonur aus in All befördert. Die «Washington Post» berichtete damals, der Satellit könne hochauflösende Aufnahmen von der Erde machen und erhöhe damit die militärischen Möglichkeiten Teherans in der Region deutlich. In den ersten Monaten nach dem Start wolle aber zunächst Russland selbst die Sonde im Krieg gegen die Ukraine nutzen, schrieb die Zeitung damals weiter.

Weitere Angriffsziele waren nach Angaben der israelischen Armee militärische Anlagen, darunter etwa 50 Munitionsbunker und Stützpunkte von Sicherheitskräften, die für die Unterdrückung von Demonstrationen und Massakern unter der Zivilbevölkerung eingesetzt worden seien. (dpa)

16:30 Uhr

Sonntag, 8. März

«Der iranische Vielvölkerstaat könnte explodieren»

Der französische Iran-Experte David Rigoulet-Roze zu den Folgen des Kriegs – und zur Frage, wie es an der Spitze des Mullah-Regimes weitergehen könnte. (chm)

16:19 Uhr

Sonntag, 8. März

Drei Palästinenser bei Siedergewalt im Westjordanland getötet

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit israelischen Siedlern im besetzten Westjordanland sind drei Palästinenser getötet worden. Siedler hätten östlich von Ramallah Palästinenser angegriffen, teilte das Militär am Sonntag mit. Zwei Menschen seien durch Schüsse getötet worden, ein dritter sei erstickt - wahrscheinlich durch Tränengas.

Amin Schuman, ein Einwohner von Chirbet Abu Fala, der Zeuge des Angriffs war, sagte der Nachrichtenagentur AP, Dutzende Siedler hätten sich dem Dorf von Norden genähert. Als sie am Ortseingang von Wachleuten gestellt wurden, hätten sie das Feuer eröffnet. (dpa)

15:53 Uhr

Sonntag, 8. März

Medien: Selenski sendet Drohnenspezialisten in den Nahen Osten

Selenski soll Medienberichten zufolge angekündigt haben, ukrainische Drohnenspezialisten in den Nahen Osten zu schicken. Diese sollen mit ihrem Know-how bei der Bekämpfung der iranischen Drohnenangriffe helfen. (cam)

15:50 Uhr

Sonntag, 8. März

Arabische Liga verurteilt «illegale» Angriffe Irans

Die Arabische Liga hat die Angriffe des Irans im Nahen Osten als «illegal und grundlos» kritisiert. Man verurteile diese «feigen» Angriffe scharf, heisst es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Aussenminister. Der Iran greife «gezielt und auf illegale Weise» zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch «provokante» Handlungen Teherans zurück mit dem Ziel, die Strasse von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.

Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äussern, aber eher selten - wie auch diesmal - konkrete Schritte beschliessen. Als Gründe gelten vor allem interne Spaltungen und der Umstand, dass die Beschlüsse der Liga in der Regel nicht bindend sind. Schon in grossen Kriegen und Konflikten etwa im Irak, in Syrien, Libyen und dem Jemen wurde der Liga deshalb vorgeworfen, kaum Einfluss ausgeübt und keine gemeinsame Linie gefunden zu haben. (dpa)

15:47 Uhr

Sonntag, 8. März

Nach den Angriffen auf Irans Ölanlagen wird nun auch das Wasser zur Waffe

Mit den Attacken auf die Treibstoffvorräte des Iran hat der Krieg gegen das Mullah-Regime eine neue Eskalationsstufe erreicht. Und die nächste hat sogar bereits begonnen. (chm)

15:38 Uhr

Sonntag, 8. März

Emirate dementieren Bericht zu Angriff auf Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Medienberichte über einen angeblichen Angriff ihres Landes gegen den Iran zurückgewiesen. Man befinde sich in einem «Zustand der Selbstverteidigung» gegen Irans Angriffe, teilte das emiratische Aussenministerium lediglich mit, offenbar in Verweis auf die eigene Flugabwehr. Diese habe auf Beschuss mit mehr als 1400 Raketen und Drohnen reagiert. Man wolle in keinen Konflikt gezogen werden, behalte sich aber das Recht vor, die Souveränität des Landes zu schützen.

Auch ein emiratischer Regierungsvertreter sagte der «Jerusalem Post», die Emirate seien nicht an Angriffen gegen den Iran beteiligt gewesen. Es sei auch unangemessen, dass angebliche hochrangige israelische Regierungsvertreter solche «Gerüchte» über Handlungen anderer Länder verbreiteten. Anwar Gargasch, Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid, teilte mit, Schritte zur Verteidigung der Emirate würden «öffentlich und klar» kommuniziert und nicht in Medienberichten.

Israelische Medien hatten zuvor unter Berufung auf hochrangige israelische Regierungsvertreter berichtet, die Emirate seien heute an einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage im Iran beteiligt gewesen. Bei einer Bestätigung wäre dies der erste Angriff eines Golfstaats auf den Iran seit Beginn der militärischen Eskalation vor rund einer Woche.

Die Emirate liegen nur wenige Hundert Kilometer von der iranischen Küste entfernt, an der Strasse von Hormus sind es sogar nur Dutzende Kilometer Luftlinie. Die Emirate wurden im Vergleich zu den weiteren Golfstaaten bisher besonders stark angegriffen. (dpa)

15:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Schaden nach Explosion vor US-Botschaft in Norwegen

Vor der US-Botschaft in Norwegen ist es zu einer Explosion gekommen. Die Detonation am frühen Sonntagmorgen sei durch eine Art Brandsatz ausgelöst worden, sagte der Leiter der Polizeiermittlungseinheit, Frode Larsen. Der Botschaftseingang sei beschädigt worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Botschaft das Ziel war und suchten nach den Tätern und deren Motiv.

Es wurden keine Verletzten gemeldet, und die Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. (Bild: EPA)

Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben gegen 1.00 Uhr Berichte über einen lauten Knall. Norwegischen Medien zufolge schilderten Anwohner, dass nach der Explosion dichter Rauch in der Strasse gestanden habe. Larsen sagte, die Polizei gehe mehreren Hypothesen nach. «Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen», betonte er.

Der norwegische Inlandsgeheimdienst PST forderte zusätzliches Personal an, hob die Terrorwarnstufe aber nicht an. Justizministerin Astri Aas-Hansen sprach von einem «inakzeptablen Vorfall». Es deute jedoch nichts darauf hin, dass eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe.

Die US-Botschaft in Oslo verwies Medienanfragen an das US-Aussenministerium, das eine Bitte um Stellungnahme zunächst nicht beantwortete. (dpa)

14:45 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel greift auch weiter im Libanon an

Israel führte neben neuen Angriffen auf den Iran nach eigenen Angaben weitere Attacken auf die Hisbollah im Libanon durch. In der Hauptstadt Beirut seien Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden das Ziel gewesen. Nach libanesischen Angaben griff die israelische Armee dabei ein Zimmer eines Luxushotels an.

Israel habe auch südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Dort sei in einem Dorf ein Wohngebäude getroffen worden, mindestens 15 Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Örtlichen Medienberichten zufolge waren auch Frauen und Kinder unter den Opfern. Rettungskräfte suchten unter Trümmer nach Opfern.

Die Armee begründete die Angriffe mit terroristischen Aktivitäten der Hisbollah. Anwohner wurden aufgerufen, sich nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu begeben. Teil des aktuellen Militäreinsatzes im Libanon ist nach israelischen Angaben auch eine begrenzte Bodenoffensive mit dem Ziel, eine Sicherheitszone entlang der Grenze einzurichten, vermutlich um Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden zu drängen und das Risiko von Angriffen zu verringern. (dpa)

14:44 Uhr

Sonntag, 8. März

Zwei israelische Soldaten im Südlibanon getötet

Israel hat den Tod von zwei Soldaten im Libanon eingeräumt. Sie seien bei Kämpfen im Süden des Landes getötet worden, teilte das Militär am Sonntag mit. Bei einem von ihnen handle es sich um einen 38-Jährigen aus einem drusischen Dorf auf den von Israel annektierten Golanhöhen. Zu dem zweiten Soldaten macht das Militär keine näheren Angaben.

Die beiden Soldaten sind die ersten personellen Verluste des israelischen Militärs seit Beginn des Krieges gegen den Iran vor gut einer Woche. Nach Beginn der Kämpfe hat sich die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon an der Seite ihrer Schutzmacht in den Konflikt eingeschaltet und Israel nach einer längeren, brüchigen Waffenruhe wieder mit Raketen beschossen. Das israelische Militär bombardierte daraufhin Hisbollah-Ziele. Es hat seit der Bodenoffensive 2024 gegen die Hisbollah Soldaten im Südlibanon stationiert. (dpa)

14:40 Uhr

Sonntag, 8. März

Bahrain: Iran greift willkürlich zivile Ziele an

Der Iran antwortet auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge seit Samstag vergangener Woche mit Angriffen auf Israel, aber auch auf die Golfstaaten. In Israel wurden am Sonntagnachmittag neue Raketenangriffe gemeldet. In Kuwait wurde das Gebäude der Behörde für Sozialversicherungen bei einem mutmasslich iranischen Angriff getroffen. Die Luftabwehr fing drei in den Luftraum eingedrungene ballistische Raketen ab und zerstörte sie, wie die kuwaitische Armee auf X mitteilte.

Auch das Verteidigungsministerium von Saudi-Arabien meldete in der Nacht zum Sonntag, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. In Bahrain wurde eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte, teilte Bahrains Innenministerium mit.

Ähnlich wie andere Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte den USA am Samstag vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der in der Strasse von Hormus gelegenen Insel Qeschm angegriffen zu haben. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. (dpa)

14:35 Uhr

Sonntag, 8. März

Schon jetzt Drohungen gegen den möglichen Nachfolger

Mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn greifen die USA und Israel den Iran weiter massiv an. Nach der Bombardierung eines Öllagers in Teheran verdüsterten dichte Rauchschwaden am Morgen den bewölkten Himmel über der Hauptstadt. Aufnahmen nach dem Angriff am Samstagabend zeigten einen gewaltigen Feuerball. Ungeachtet der Angriffe soll sich der sogenannte Expertenrat des Irans auf einen Nachfolger des getöteten Ajatollahs Ali Khomeini geeinigt haben. Warum noch kein Name verkündet wurde und wann es so weit sein soll, ist unklar.

Khomeini war bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran getötet worden. Das israelische Militär drohte, dass auch der Nachfolger nicht sicher sei. Gemäss der iranischen Verfassung bestimmen die 88 Geistlichen im Expertenrat das neue Staatsoberhaupt. Nach unbestätigten Berichten gelten Modschtaba Khomeini (56), der Sohn des verstorbenen obersten Führers, sowie Hassan Khomeini (53), der Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Khomeini , als die beiden wichtigsten Kandidaten. Der oberste Führer der Islamischen Republik hat das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen gesprochen. (dpa)

14:27 Uhr

Sonntag, 8. März

Explosion an US-Botschaft in Oslo: Suche nach Tätern

Nach einer Explosion an der US-Botschaft in der norwegischen Hauptstadt Oslo läuft die Suche nach den Tätern. Es sei ein «inakzeptabler Vorgang, den wir sehr ernst nehmen», sagte Justizministerin Astri Aas-Hansen der Nachrichtenagentur NTB. Die Explosion ereignete sich ersten Erkenntnissen zufolge an einem der Eingänge, verletzt wurde niemand. «Die Rettungskräfte waren mit zahlreichen Kräften vor Ort», teilte die Polizei mit.

Während einer Pressekonferenz am Sonntag sagten die Beamten, es gebe noch keine Verdächtigen. Es werde eng mit der amerikanischen Botschaft zusammengearbeitet, hiess es.

Die norwegische Polizei hält es für möglich, dass der Anschlag mit der aktuellen Sicherheitslage zusammenhängt. Deswegen wurden Sicherheitsvorkehrungen für die US-Vertretung und die Einrichtungen der jüdischen Gemeinde sowie der iranischen Diaspora verstärkt. (dpa/cam)

14:00 Uhr

Sonntag, 8. März

Bundesrat Pfister: Iran-Krieg verstösst gegen Völkerrecht

Der Bundesrat bezeichnet den Iran-Krieg als Verstoss gegen das Völkerrecht. Verteidigungsminister Martin Pfister sagte der «Sonntagszeitung»: «Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Angriff auf den Iran eine Verletzung des Völkerrechts darstellt.»

Bundesrat Martin Pfister. (Bild: Keystone)

Zur Begründung sagte Pfister: «Weil er aus unserer Sicht einen Verstoss gegen das Gewaltverbot darstellt. Wir rufen alle Konfliktparteien auf, die Gewalt einzustellen und die Zivilbevölkerung zu schonen.» Dazu zählen die USA, Israel und der Iran, weil sie sich alle nicht an das Gewaltverbot hielten. (dpa/chm)

13:32 Uhr

Sonntag. 8. März

Iran-Krieg führt zu Hamsterkäufen in Bangladesch

Der Iran-Krieg hat in Bangladesch zu einem Ansturm auf die Tankstellen geführt. Autofahrer warteten am Sonntag aus Angst vor Engpässen stundenlang, um Benzin und Diesel für ihre Fahrzeuge zu erstehen. In der Hauptstadt Dhaka harrten manche sogar die ganze Nacht hindurch in langen Schlangen aus. Stellenweise kam es zu Panikkäufen.

Bangladesch importiert etwa 95 Prozent seines Erdöl- und 70 Prozent seines Erdgasbedarfs aus dem Nahen Osten. Dort hat der Iran nach Beginn von Luftangriffen der USA und Israels die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls verschifft werden. Die Blockade lässt nicht nur den Ölpreis steigen, auch Flüssigerdgas (LNG) ist deutlich teurer geworden.

Ein grosser Teil der Ölexporte durch die Strasse von Hormus geht nach Ost- und Südostasien. Energiehungrige Staaten dort treibt die Sorge um, bei einer Angebotsverknappung von reicheren Staaten überboten zu werden.

Anders als etwa China und Japan kann Bangladesch die Ausfälle schon jetzt kaum noch abfedern. Tankstellenbesitzer sehen sich wegen der gestiegenen Nachfrage unter starkem Druck. Die Regierung des Landes mit mehr als 170 Millionen Einwohnern hat den Verkauf von Treibstoff begrenzt. Autos und Motorräder dürfen nur eine bestimmte Menge Benzin oder Diesel tanken. Die Behörden schlossen ausserdem fünf der sechs Düngemittelfabriken des Landes bis zum 18. März.

Die Regierung teilte mit, sechs Schiffe mit Flüssiggas, Autogas (LPG), Heizöl und Kondensat aus dem Nahen Osten und ostasiatischen Ländern seien im Haupthafen von Chattogram eingetroffen, um die Krise zu entschärfen. Weitere fünf Schiffe mit LNG, LPG und Diesel seien auf dem Weg nach Bangladesch. (dpa)

13:31 Uhr

Sonntag. 8. März

Keine weiteren Sonderflüge der Swiss geplant

Die Fluggesellschaft Swiss plant vorerst keinen weiteren Sonderflug, um gestrandete Schweizer aus dem Nahen Osten zurück in die Heimat zu bringen. Die Lage sei weiterhin sehr volatil. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Am Donnerstagnachmittag brachte die Swiss 211 Reisende aus der Schweiz mit einem Sonderflug nach Zürich. Gestartet war die Maschine in Maskat (Oman). Am Samstag landeten dann zwei Flugzeuge von Edelweiss mit insgesamt 404 Passagiere aus Oman in Zürich.

12:55 Uhr

Sonntag, 8. März

Qatar Airways bietet einige Flüge nach Doha an

Noch immer ist der reguläre Flugbetrieb von Qatar Airways eingeschränkt, weil der katarische Luftraum geschlossen ist. Doch die Airline plant, am Montag Flüge nach Doha durchzuführen. Unter anderem soll es Verbindungen aus Amsterdam, Berlin, Frankfurt, London, Zürich und Muscat geben. Allerdings nur für Passagiere mit Endziel Doha.

Die katarische Zivilluftfahrtbehörde habe einen eingeschränkten Betriebskorridor genehmigt, heisst es seitens der Airline. Das stelle jedoch keine Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs dar. Passagiere ohne bestätigtes Ticket werden demnach gebeten, nicht zum Abflughafen zu reisen.

12:44 Uhr

Sonntag, 8. März

Emirate melden neue iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen

Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach deren Angaben erneut mit einer Salve aus mehr als einem Dutzend Raketen und Hunderten Drohnen beschossen. Die Luftabwehr habe 16 der 17 am Sonntag abgefeuerten Raketen abgefangen, die 17. sei ins Meer gestürzt. Auch die meisten der 117 Drohnen seien abgefangen worden.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte am Sonntag gedroht, die Angriffe auf US-Ziele in der Region auszuweiten. Bahrain, wo US-Truppen stationiert sind, warf dem Iran vor, eine seiner Entsalzungsanlagen angegriffen und beschädigt zu haben. Bei Angriffen auf Hotels, Häfen und Wohntürme sei zudem mindestens ein Mensch getötet worden.

Zuvor hatte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi den USA vorgeworfen, bei einem Luftangriff auf die Insel Keschm in der Meerenge von Hormus eine Wasserentsalzungsanlage beschädigt zu haben. Damit hätten die USA einen Präzedenzfall geschaffen.

Weder das US-Regionalkommando noch das israelische Militär äusserten sich unmittelbar dazu. Entsalzungsanlagen versorgen Millionen Einwohner in der Region mit Wasser. Die Angriffe wecken neue Befürchtungen über Risiken in den Wüstenstaaten der Region. (dpa)

12:42 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump kritisiert verbündetes Grossbritannien

Mit erneut spöttisch-kritischen Aussagen zur britischen Unterstützung im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump das Verhältnis zum einst engsten Verbündeten weiter belastet. «Wir brauchen keine Leute, die erst in den Krieg eintreten, nachdem wir ihn bereits gewonnen haben», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Den britischen Premierminister Keir Starmer griff der US-Präsident namentlich an.

Die laut Medienberichten angedachte Entsendung eines britischen Flugzeugträgers in die Konfliktregion, Trump schrieb von zwei, sei nicht mehr nötig. «Das ist okay, Premierminister Starmer, wir brauchen sie jetzt nicht mehr – aber wir werden uns erinnern.» Wenig später sagte Trump an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One: «Vor zwei Wochen hätten wir sie gut gebrauchen können.»

Die Briten hatten den US-Streitkräften erst mit Verzögerung die Nutzung ihrer Stützpunkte für den Krieg gegen den Iran genehmigt. Das Verteidigungsministerium in London teilte mit, dass es auch jetzt um «spezifische Verteidigungsoperationen» gehe. Auf der britischen Luftwaffenbasis Fairford landeten am Wochenende US-Langstreckenbomber, in der Krisenregion sind britische Kampfjets zur Abwehr von Drohnen und Raketen im Einsatz. An direkten Angriffen auf den Iran will sich Starmers Regierung aber nicht beteiligen. (dpa)

12:05 Uhr

Sonntag, 8. März

15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei erneuten Luftangriffen Israels sind im Libanon nach Regierungsangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Israel habe südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. In einem Dorf sei ein Wohngebäude getroffen worden. Offenbar sind auch Frauen und Kinder unter den Opfern.

Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die Luftangriffe dauerten an. Hintergrund seien terroristische Aktivitäten der Hisbollah. Anwohner wurden aufgerufen, sich umgehend nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu begeben. Teil des aktuellen Militäreinsatzes im Libanon ist nach israelischen Angaben auch eine begrenzte Bodenoffensive mit dem Ziel, eine Sicherheitszone entlang der Grenze einzurichten, vermutlich um Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden in den Libanon zu drängen und das Risiko von Angriffen in Israel zu verringern.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, Israel habe bisher die Evakuierung von mehr als 80 Dörfern im südlichen Libanon angeordnet. Zehntausende seien wegen der Kämpfe auf der Flucht. (dpa)

11:14 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel droht dem Nachfolger von Khamenei

Das israelische Militär hat vor der Wahl eines Nachfolgers des getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Khamenei erneut gedroht, dass auch dieser nicht sicher sei. «Die Hand des Staates Israel wird weiterhin jeden Nachfolger verfolgen, und jeden, der einen Nachfolger zu ernennen versucht», hiess es in einem Post auf Farsi auf der Plattform X. Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines Nachfolgers Khameneis teilzunehmen. (dpa)

11:12 Uhr

Sonntag, 8. März

Gebäude von Sozialbehörde in Kuwait bei Angriff beschädigt

In Kuwait ist das Gebäude der Behörde für Sozialversicherungen bei einem mutmasslich iranischen Angriff getroffen worden. Es habe Schäden am Gebäude gegeben, heisst es. Man könne deshalb heute keine Besucher empfangen, in anderen Filialen seien Besuche aber weiterhin möglich. Zahlungen würden weiterhin elektronisch abgewickelt.

Arabische Fernsehsender verbreiteten Aufnahmen aus der Nacht, die einen schweren Brand an dem Hochhaus über mehrere Stockwerke und auf dem Dach zeigen. Der Nachrichtenkanal Al-Arabija zeigte die stark beschädigten oberen Stockwerke des Gebäudes nach dem Brand. (dpa)

09:46 Uhr

Sonntag, 8. März

Bahrain: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff beschädigt

Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte.

Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süsswasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers. (dpa)

06:54 Uhr

Sonntag, 8. März

Öllager in Teheran in Brand

Im Konflikt mit dem Erzfeind Iran hat Israel rund eine Woche nach Kriegsbeginn erstmals ein Öllager in Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen aus der Hauptstadt, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden Teherans.

Der Rauch ist über der ganzen Stadt sichtbar. (Bild: AP)

Israels führte in der Nacht zudem nach eigenen Angaben in Libanons Hauptstadt Beirut einen Angriff auf Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durch. Zugleich setzte Israel seine Angriffe gegen die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Süden Beiruts fort. Der Iran wiederum feuerte erneut Raketen auf Israel und attackierte Treibstofftanks des internationalen Flughafens in Kuwait sowie Ziele in Saudi-Arabien mit Drohnen.

Am Morgen begann wiederum die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle im Iran. (dpa)

06:27 Uhr

Sonntag, 8. März

Chinas Aussenminister fordert Ende des Iran-Kriegs

Der chinesische Aussenminister Wang Yi hat ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten gefordert. «Dies ist ein Krieg, der nicht hätte stattfinden dürfen, und der niemandem einen Nutzen bringt», sagte Wang am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Peking. Er rief die Grossmächte dazu auf, «eine konstruktive Rolle zu spielen» und die militärischen Aktionen sofort zu beenden. (dpa)

06:27 Uhr

Sonntag, 8. März

Kuwait: Drohnenangriff löst Brände am Internationalen Flughafen aus

Bei einem Drohnenangriff auf Treibstofftanks am Internationalen Flughafen von Kuwait sind Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr versuche die Flammen einzudämmen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur in der Nacht zum Sonntag. Das kuwaitische Verteidigungsministerium erklärte, die Treibstofftanks am Flughafen seien bei dem Angriff direkt getroffen worden. Eine Drohne schlug auch im Gebäude der staatlichen Sozialversicherung in Kuwait-Stadt ein. (dpa)

06:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump spielt Berichte über russische Hilfe für Iran herunter

Donald Trump hat Einschätzungen amerikanischer Geheimdienste heruntergespielt, wonach Russland den Iran mit Informationen über Standorte von US-Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten versorgt habe. Falls sich das als wahr herausstellen sollte, falle dies kaum ins Gewicht, sagte Trump. «Wenn man sich anschaut, was vergangene Woche mit dem Iran passiert ist – selbst wenn sie Informationen bekommen, hilft es ihnen offenbar nicht besonders.» (dpa)

06:23 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump: «Wir sind nicht auf eine Einigung mit dem Iran aus»

Die US-Regierung strebt nach den Worten von Präsident Donald Trump keine Verhandlungen mit der verbliebenen Führung in Teheran an. Die Vereinigten Staaten hätten weiterhin erhebliche Druckmittel gegen den Iran, sagte Trump. «Sie würden gern eine Einigung erzielen», ergänzte er mit Blick auf die Iraner. «Wir sind nicht auf eine Einigung aus.»

Vor den Reportern bezeichnete Trump den laufenden US-Einsatz gegen den Iran wiederholt als eine «Exkursion». Probleme, die sich daraus ergäben, etwa steigende Benzinpreise und Sicherheitsrisiken für Amerikaner, würden sich bessern, sobald der Konflikt beendet sei. (dpa)

06:22 Uhr

Sonntag, 8. März

Israelischer Anschlag auf Hotelzimmer in Beirut

Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in der Hauptstadt Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Hintergründe des nächtlichen Angriffs sind bisher unklar. Von den israelischen Streitkräften gab es zunächst keine Mitteilung zu dem Vorfall.

Die israelische Armee hatte kurz zuvor lediglich mitgeteilt, dass in den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten von Beirut erneut Infrastruktur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz bombardiert werde.

Davor hatte die israelische Armee nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Libanon eine Abschussanlage der Schiiten-Miliz attackiert und zerstört. (dpa)

06:21 Uhr

Sonntag, 8. März

Schon wieder Angriffe in Saudi-Arabien und Kuwait

Saudi-Arabien und Kuwait sind erneut Ziel von Angriffen geworden. Das saudische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der «Welle feindlicher Drohnen» im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht. (dpa)

06:19 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump zu Angriff auf Mädchenschule: Iran trägt die Schuld

Donald Trump hat Teheran beschuldigt, für die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag verantwortlich zu sein. Auf die Frage, ob die USA für den verheerenden Angriff verantwortlich seien, sagte Trump an Bord des Regierungsfliegers Air Force One vor Journalisten: «Nein, meiner Meinung nach, basierend auf dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan». US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit ihm reiste, bestätigte das nicht direkt. Die USA untersuchten den Vorfall, sagte er.

Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes wurden nach iranischen Angaben am Samstag vor einer Woche unter anderem etwa 170 Schülerinnen getötet. Trump liess sich von Hegseths Zurückhaltung nicht von seiner Überzeugung abbringen: «Wir glauben, dass es vom Iran getan wurde», bekräftigte er. Beweise dafür führte Trump nicht an – er verwies zur Begründung lediglich darauf, dass der Iran mit Waffen «sehr ungenau» sei. (dpa)

06:16 Uhr

Sonntag, 8. März

Dubai: Person durch herabfallende Trümmer getötet

In Dubai ist ein Mensch durch herabfallende Trümmer bei einer Luftabwehraktion ums Leben gekommen. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug im Viertel Al-Barscha gestürzt und hätten eine aus Asien stammende Person am Steuer getötet, teilte das zuständige Medienbüro der Vereinigten Arabischen Emirate in der Nacht auf Sonntag mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in den Emiraten seit Beginn des Iran-Krieges auf vier. Bei allen handele es sich um ausländische Staatsangehörige. (dpa)

23:02  Uhr

Samstag, 7. März

Trump an Starmer: Brauchen eure Flugzeugträger nicht mehr

US-Präsident Donald Trump hat Grossbritannien vorgeworfen, im Iran-Krieg zu spät Unterstützung angeboten zu haben. Auf seiner Plattform Truth Social kritisierte er, das Vereinigte Königreich erwäge nun die Verlegung von zwei Flugzeugträgern in den Nahen Osten – doch man brauche keine Verbündeten, die sich erst beteiligten, wenn ein Krieg praktisch gewonnen sei. Seine Kritik richtete sich direkt an Premierminister Keir Starmer.

(Bild: Screenshot: Truth Social)

Zwar wurde laut BBC die Einsatzbereitschaft des Flugzeugträgers «HMS Prince of Wales» verkürzt, eine Entscheidung über eine Entsendung in die Region steht jedoch noch aus. Gleichzeitig bestätigte London, dass die USA britische Stützpunkte für Verteidigungsoperationen im Iran-Krieg nutzen. Starmer hatte die Genehmigung dafür zunächst verzögert und dies später mit der veränderten Lage sowie iranischen Angriffen auf andere Staaten begründet. (dpa)

23:01 Uhr

Samstag, 7. März

Trump will kurdische Milizen nicht in Iran-Krieg hineinziehen

US-Präsident Donald Trump hat eine Einbindung kurdischer Milizen in den Iran-Krieg ausgeschlossen. Zwar seien kurdische Kämpfer in der Region bereit, Bemühungen zu unterstützen, die Führung in Teheran zu stürzen, sagte Trump am Samstag mitreisenden Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Doch würde ihre Beteiligung den Konflikt noch komplizierter machen, als er ohnehin schon sei. «Der Krieg ist schon kompliziert genug, ohne dass man die Kurden mitmischen lässt», sagte Trump.

Zuvor berichtete der türkische Aussenminister Hakan Fidan in Istanbul vor Reportern, dass sein US-Kollege Marco Rubio ihm kürzlich in einem Telefonat versichert habe, dass die USA keine Pläne hegten, kurdische Kräfte im Nordirak für einen Angriff auf den Iran zu gewinnen. (dpa)

22:47 Uhr

Samstag, 7. März

Türkei: Rubio dementiert Pläne für kurdischen Vorstoss in Iran

US-Aussenminister Marco Rubio hat nach Angaben seines türkischen Kollegen Hakan Fidan Berichte dementiert, wonach die USA kurdische Kräfte im Nordirak für einen Angriff auf den Iran gewinnen wollen. Rubio habe ihm kürzlich in einem Telefonat versichert, dass so etwas nicht beabsichtigt sei, sagte Fidan bei einem Presseauftritt in Istanbul. Er warf Israel vor, kurdische Gruppen in der Region als «Stellvertreter» in den Kampf gegen den Iran hineinziehen zu wollen.

Strategien, die darauf abzielten, «ethnische Rivalität oder einen ethnischen Konflikt im Iran zu schaffen», lehne die Türkei ab, fügte Fidan hinzu. Denn dies wäre «das gefährlichste Szenario». Ankara sei zudem im Gespräch mit kurdischen Verantwortlichen, um einen solchen «historischen Fehler» zu verhindern.

Zu möglichen Vermittlungsbemühungen zwischen dem Iran und den USA wollte sich Fidan nicht näher äussern. Er erklärte lediglich, die Türkei sei in «intensive diplomatische Kontakte» eingebunden, um eine «Formel zur Beendigung dieses Krieges» zu finden. (dpa)

21:54 Uhr

Samstag, 7. März

Irak meldet Raketenangriff auf US-Botschaftsgelände in Bagdad

Sicherheitskräfte im Irak haben einen Angriff auf das Gelände der US-Botschaft in Bagdad gemeldet. Eine Rakete sei am Samstagabend (Ortszeit) auf dem Hubschrauberlandeplatz des Komplexes eingeschlagen, teilten drei Beamte mit. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Die US-Botschaft wollte sich nicht äussern. Das Aussenministerium in Washington reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Der irakische Ministerpräsident Mohammed Schia al-Sudani bezeichnete den Angriff auf die US-Botschaft als «Terrorakt», für den «abtrünnige Gruppen» verantwortlich seien. Er habe das Militär und zuständige Sicherheitsbehörden angewiesen, die Drahtzieher zu verfolgen.

Bewohner von Bagdad und Erbil, der Hauptstadt der halbautonomen kurdischen Region im Nordirak, hörten am Samstagabend Explosionen und das Geräusch von Luftabwehrsystemen, die anfliegende Raketen oder Drohnen abfingen.

Die schwer gesicherte Grüne Zone in Bagdad, in der sich Regierungsgebäude und diplomatische Vertretungen befinden, ist bereits in der Vergangenheit angegriffen worden. Es handelte sich jedoch um den ersten gemeldeten Raketeneinschlag seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran vor einer Woche, die einen Krieg im Nahen Osten ausgelöst haben.

Seitdem haben der Iran und mit ihm verbündete irakische Milizen Dutzende Angriffe auf US-Militärstützpunkte und andere Einrichtungen im Irak ausgeführt. Zudem griffen sie Stellungen iranisch-kurdischer Dissidentengruppen an, die vom Nordirak aus operieren. (dpa)

21:52 Uhr

Samstag, 7. März

Netanyahu: Haben gut organisierten Plan mit vielen Überraschungen

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hat in einer Videoansprache Entschlossenheit für eine Fortsetzung des Krieges gegen den Iran betont. «Wir werden weiter mit aller Kraft handeln, bis wir alle unsere Ziele erreichen», sagte er. Israel habe einen gut organisierten Plan «mit vielen Überraschungen», um die iranische Regierung zu destabilisieren und einen Wandel in dem Land zu ermöglichen. «Wir verändern das Antlitz des Nahen Ostens», sagte Netanyahu.

Wie bereits in einer ähnlichen Videobotschaft vor einer Woche wandte sich Netanjahu auch an die Iraner und sagte, der Augenblick der Wahrheit rücke näher. Der Krieg solle dem iranischen Volk ermöglichen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. (dpa)

21:31 Uhr

Samstag, 7. März

Israels Militär: Auch iranische Ölreserven angegriffen

Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen. Ein Militärsprecher sagte, dies sei ein Teil der Massnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden.

Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt Teheran. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.

In sozialen Medien wurden Videos und Bilder aus Teheran geteilt, auf denen massive Flammen zu sehen waren.

Anmerkung der Redaktion: Die Redaktion kann die Echtheit der Aufnahmen derzeit nicht bestätigen.

Am Abend hatte das israelische Militär eine weitere Angriffswelle gegen den Iran angekündigt. (dpa)

21:24 Uhr

Samstag, 7. März

Iran: Angriff auf Ölanlage in Teheran

Im Iran-Krieg ist dem Staatsfernsehen zufolge eine Ölanlage im Süden von Teheran angegriffen worden. Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AP zeigten, wie am Samstagabend Flammensäulen über der Einrichtung aufstiegen und der Nachthimmel aufleuchtete. Es schien das erste Mal seit Kriegsbeginn zu sein, dass eine zivile Industrieanlage ins Visier genommen wurde. In iranischen Staatsmedien wurde mit einem Vergeltungsangriff auf Ölraffinerien in der nordisraelischen Stadt Haifa gedroht.

Zuvor bestätigte das israelische Militär, dass bei einer neuen Angriffswelle Gebiete im Osten und Süden der iranischen Hauptstadt getroffen worden seien. Zu den konkreten Zielen machte es zunächst aber keine Angaben. (dpa)

20:57 Uhr

Samstag, 7. März

Netanyahu: Israel hat viele Überraschungen für nächste Kriegsphase

Israel hat nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu für die nächste Phase im Krieg gegen den Iran «einen organisierten Plan mit vielen Überraschungen» parat. Ziel sei, die Führung in Teheran zu destabilisieren und einen Wandel in der Islamischen Republik zu ermöglichen, sagte Netanyahu am Samstagabend. Zuvor bestätigte das israelische Militär, dass man nun in die zweite Kriegsphase eintrete, nachdem am Wochenende bei Angriffen mehr als 300 Ziele im Iran getroffen worden seien. (dpa)

20:45 Uhr

Samstag, 7. März

Trump nennt im Iran-Krieg gefallene US-Soldaten «Helden»

US-Präsident Donald Trump nimmt heute an der Überführung der sechs im Iran-Krieg gestorbenen US-Soldaten teil. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Bundesstaat Delaware, wo er auf die Familien der Gefallenen treffen soll.

Trump bezeichnete die gefallenen Soldaten bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Florida kurz zuvor als «grossartige Helden». Er versprach in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein «Minimum» begrenzen würden. Die sechs Soldaten wurden nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet. (dpa)

19:11 Uhr

Samstag, 7. März

Neue Angriffe in Emiraten und Saudi-Arabien

Irans Angriffe in den Golfstaaten halten an. In der emiratischen Metropole Dubai habe es einen weiteren «Zwischenfall» gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Nach einem abgewehrten Angriff seien Trümmerteile in die Fassade eines Gebäudes an der Marina gestürzt. Opfer habe es nicht gegeben.

Im Internet kursierten Videos, die zeigen, wie Rauch aufsteigt an einem Wolkenkratzer. Es soll sich um einen bekannten, fast 400 Meter hohen und bewohnten Wolkenkratzer handeln, der zu den höchsten Gebäuden der Stadt zählt. Die Behörden teilten nicht mit, welches Gebäude betroffen war.

Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium teilte mit, eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet in Nähe der US-Militärbasis nahe der Hauptstadt Riad niedergegangen. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben. (dpa)

18:31 Uhr

Samstag, 7. März

USA sehen Iran hinter Drohnenangriff in Aserbaidschan

Auch die US-Regierung sieht den Iran hinter einem Drohnenangriff auf Aserbaidschan am Donnerstag. Es handele sich dabei um eine eklatante Verletzung der Souveränität des Landes und eine «unnötige Eskalation der Aggression» des Irans, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington laut einer Mitteilung. «Angriffe auf das Gebiet unserer Partner sind inakzeptabel und werden mit entschlossener Unterstützung der USA für diese Partner beantwortet werden», hiess es darin.

Der Iran hat auf die seit einer Woche laufenden massiven Angriffe Israels und der USA mit dem Beschuss von Nachbarländern reagiert. Besonders betroffen sind die Staaten in der Golfregion. Aber auch der nördliche Nachbar Aserbaidschan meldete am Donnerstag einen Vorfall.

Nach Angaben der Regierung war in der autonomen Exklave Nachitschewan eine Drohne in die Abfertigungshalle eines Flughafens eingeschlagen und eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestürzt. Baku machte Teheran dafür verantwortlich und drohte mit Vergeltung. Der iranische Generalstab wies die Vorwürfe zurück. (dpa)

18:26 Uhr

Samstag, 7. März

Emiratischer Präsident: «Wir befinden uns im Krieg»

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, hat sich angesichts der iranischen Angriffe mit eindringlichen Worten an sein Volk gewandt. «Wir befinden uns im Krieg», sagte Mohammed dem Fernsehsender Abu Dhabi TV bei einem Besuch Verletzter im Krankenhaus in der Hauptstadt.

Er habe auch eine Botschaft an die Feinde: «Die Emirate haben ein dickes Fell und bitteres Fleisch, wir sind keine leichte Beute.» Das Land sei zwar «attraktiv, wunderschön und ein Vorbild», davon dürften sich die Gegner der Emirate aber nicht täuschen lassen. «Ich verspreche allen, dass wir stärker denn je (aus diesem Krieg) hervorgehen werden.»

Die Emirate stehen wie die weiteren Golfstaaten seit einer Woche unter Beschuss durch den Iran, der unter anderem mit Angriffen auf US-Militärbasen auf amerikanisch-israelische Militärschläge reagiert. Die Emirate wurden im Vergleich zu den anderen Golfstaaten bisher am häufigsten angegriffen. Die Flugabwehr des Landes fing nach eigenen Angaben bisher rund 200 Raketen, 1.00 Drohnen und mehrere Marschflugkörper ab. (dpa)

18:18 Uhr

Samstag, 7. März

Machtvakuum in Teheran: Kleriker mahnen schnelle Lösung an

Im Iran wächst der Druck auf den Expertenrat, rasch einen Nachfolger für den bei einem israelischen Luftangriff getöteten Religionsführer Ali Khomeini zu bestimmen. Ajatollah Hassan Mosafari stellte eine Entscheidung innerhalb der nächsten 24 Stunden in Aussicht und rief dazu auf, keine Gerüchte über Verzögerungen zu verbreiten. Auch andere einflussreiche Geistliche fordern eine schnelle Ernennung, um die Einheit des Landes zu sichern und äussere Hoffnungen auf Instabilität zu enttäuschen. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten Modschtaba Khomeini, der Sohn des Verstorbenen, sowie Hassan Chomeini, der Enkel des Revolutionsführers – beide erfüllen jedoch nicht den in der Verfassung geforderten Rang eines Grossajatollahs.

Gemäss der Verfassung ist der aus 88 Klerikern bestehende Expertenrat für die Wahl des obersten Führers zuständig. Bis zur Ernennung führt ein Übergangsgremium unter Präsident Massud Peseschkian die Staatsgeschäfte. Sicherheitsbedenken könnten die Entscheidung beeinflussen: Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump herrscht in der Führung Unruhe, da während des anhaltenden Iran-Kriegs ein Attentat auf einen möglichen Nachfolger – insbesondere bei öffentlichen Auftritten – als realistische Gefahr gilt. (dpa)

18:04 Uhr

Samstag, 7. März

US-Streitkräfte verlegen Bomber nach Grossbritannien

Die US-Streitkräfte haben weitere Langstreckenbomber nach Grossbritannien verlegt. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Nachmittag, dass die USA britische Stützpunkte für «spezifische Verteidigungsoperationen» im Iran-Krieg nutzten. Nachdem am Freitag der erste Militärflieger des Typs B-1 Lancer in Gloucestershire angekommen war, erreichten am Samstag drei weitere die RAF-Basis Fairford, wie britische Medien übereinstimmend berichteten.

Ein B1-B Lancer-Bomber der US-Luftwaffe landet am Samstag, dem 7. März 2026, auf dem RAF-Stützpunkt Fairford in Gloucestershire, England. (Bild: AP)

Die Verteidigungsoperationen sollen den Iran daran hindern, Raketen in die Region abzufeuern und damit britische Leben in Gefahr zu bringen, wie das Ministerium auf der Plattform X schrieb. Einer der britischen Stützpunkte auf Zypern war im Verlauf des Krieges von einem Angriff getroffen worden.

Die britische Luftwaffe setzt im Mittleren Osten Kampfjets ein, um Drohnen und Raketen abzufangen. Zudem soll in der kommenden Woche der Zerstörer «HMS Dragon» in die Region verlegt werden. Für den Flugzeugträger «HMS Prince of Wales» wurde die Bereitschaftszeit verkürzt, wie die BBC mit Verweis auf eine Quelle im Verteidigungsministerium mitteilte. Eine Entscheidung über eine Verlegung in die Kriegsregion sei aber noch nicht getroffen worden.

Die US-Nutzung britischer Stützpunkte war zu Beginn des Krieges hitzig diskutiert worden, weil Premierminister Keir Starmer erst mit Verzögerung die Genehmigung erteilt hatte. Das hatte US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Unter der Woche hatte Starmer seinen Kurswechsel damit begründet, dass sich die Situation verändert und der Iran inzwischen Drohnen und Raketen auf Länder abgefeuert habe, die ihn nicht angegriffen haben. (dpa)

16:48 Uhr

Samstag, 7. März

Rund 4000 Schweizer Reisende halten sich noch im Nahen Osten auf

Gemäss der Travel-Admin-App vom Bund halten sich noch rund 4000 Schweizer Reisende im Nahen Osten auf. Das schreibt SRF. Das seien deutlich weniger als gestern.

Laut den neuesten Zahlen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) warteten heute Mittag exakt 4039 Reisende, davon 2500 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, auf die Ausreise aus der Golfregion. Am Freitag waren es gemäss dem EDA noch 5200 Personen. Die Abnahme der Reisenden dürfte auch mit den beiden Flügen der Gesellschaft Edelweiss von heute zusammenhängen. (cam)

15:52 Uhr

Samstag, 7. März

Kurden im Irak melden erneute Angriffe

Im Zuge der Eskalation im Iran gerät auch die kurdische Minderheit im benachbarten Irak weiter unter Beschuss. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordosten, wurde gestern Abend eine Drohne abgefangen. Herabfallende Trümmerteile hätten ein Hotel getroffen, sagten Kurdenvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Videos nach dem Angriff zeigten Rauchwolken an dem Hotel und Einsatzfahrzeuge. Opfer gab es örtlichen Berichten zufolge nicht.

Kurz zuvor hatte die US-Botschaft im Irak gewarnt, dass Iran-treue Milizen im Land Hotels in der Kurdenregion angreifen könnten, in denen sich vielfach ausländische Reisende aufhalten.

In der Provinz Sulaimanija wurde zudem eine Drohne abgeschossen, wie kurdische Quellen bestätigten. Opfer habe es nicht gegeben. Eine Iran-treue Miliz beanspruchte den Angriff für sich. Diese bekannte sich in vergangenen Tagen zu mehreren Attacken in der Provinz Erbil im Nordosten. Die mit Teheran verbündeten Milizen erklärten, innerhalb von 24 Stunden etwa zwei Dutzend Einsätze mit Drohnen und Raketen in der Region durchgeführt zu haben.

Die Angriffe folgen auf teils widersprüchliche Berichte, dass die USA die iranischen Kurden im Irak möglicherweise für eine Bodenoffensive im Iran gewinnen will. Iraks Kurden betrachten solche Pläne aber mit Skepsis und haben erklärt, ihr Gebiet dürfe nicht zur Startrampe für Angriffe auf benachbarte Länder werden. Das Weisse Haus hat die Berichte als falsch zurückgewiesen.

Die irakische Regierung in Bagdad will sich nach eigener Darstellung an ein bestehendes Sicherheitsabkommen mit dem Iran halten und verhindern, dass Kämpfer aus dem Irak die Grenze überwinden. Örtlichen Berichten zufolge trafen in der Region auch irakische Grenzsoldaten ein, die jegliche Versuche verhindern sollen, in den Iran vorzudringen. (dpa)

14:55 Uhr

Samstag, 7. März

Saudi-Arabien und Pakistan beraten über gemeinsame Verteidigung

Angesichts der Raketenangriffe aus Iran haben der saudische Verteidigungsminister und das Militär der Atommacht Pakistan über die Umsetzung eines gemeinsamen Verteidigungsabkommens gesprochen. Bei seinem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir habe man besprochen, welche Massnahmen nötig seien, um die iranischen Angriffe auf Saudi-Arabien zu stoppen, sagte der saudische Verteidigungsminister Chalid bin Salman auf X. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zwischen den beiden Länder besteht seit 2025 ein Verteidigungspakt. Demnach wird jeder Angriff auf einen der beiden Staaten als Angriff auf beide Länder gewertet. Mit der Vereinbarung könnte Saudi-Arabien zumindest theoretisch auch Schutz durch pakistanische Atomwaffen erhalten.

Im Zuge der amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran reagiert das Land seit einer Woche mit Angriffen im Nahen Osten unter anderem auf US-Militärstützpunkte, aber auch auf zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngebäude. In rund einem Dutzend arabischen Ländern kamen es seitdem zu Angriffen. Besonders viele davon meldeten Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien. (dpa)

14:18 Uhr

Samstag, 7. März

Trump droht Iran mit Ausweitung der Angriffe

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Ausweitung der Angriffe gedroht. Der Iran werde heute sehr hart getroffen und bislang nicht ins Visier genommene Gegenden würden für «komplette Zerstörung und sicheren Tod» ernsthaft geprüft, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran werde «in die Hölle geprügelt», schrieb Trump.

«Aufgrund des schlechten Verhaltens des Irans sind Gegenden und Gruppen von Menschen, die bislang noch nicht Ziel waren, unter ernsthafter Prüfung für vollständige Zerstörung und sicheren Tod», schrieb Trump. Der Post auf seiner Plattform folgte auf Aussagen des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, der am Morgen Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer gestellt. (dpa)

12:52 Uhr

Samstag, 7. März

Golfstaaten greifen Iran an – trotz Entschuldigung

Trotz einer Entschuldigung von Irans Präsident Massud Peseschkian für Angriffe in der Golfregion dauern die Attacken dort an. Mehrere Golfstaaten teilten heute erneut mit, sie hätten Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt. Dabei standen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar unter Beschuss.

11:43 Uhr

SAmstag, 7. März

20'000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20'000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die «erhebliche psychische Belastung» hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.

Der Persische Golf wird nur durch die für den internationalen Handel wichtige Strasse von Hormus mit den Weltmeeren verbunden. Der Iran weist zwar Berichte über eine vollständige Sperrung der Meerenge, die zwischen seinem Land und dem Oman liegt, zurück. Nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern ist der Schiffsverkehr dort aber um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate. (dpa)

11:01 Uhr

Samstag, 7. März

Emirates nimmt Betrieb wieder auf

Die Fluggesellschaft Emirates hat die Wiederaufnahme ihres wegen iranischer Angriffe unterbrochenen Betriebs in Dubai angekündigt. Nachdem am Samstagmorgen Explosionen zu hören waren, hatte Emirates zunächst erklärt, alle Flüge von und nach Dubai würden bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Regierung gab bekannt, dass sie die Flugabwehr aktiviert habe. Kurz darauf erklärte Emirates dann, sie nehme ihre Flüge wieder auf.

Die Nachricht löste Jubel auf dem Internationalen Flughafen von Dubai aus, wo sich Reisende nach einem lauten Knall über ihnen in Zugtunneln unter dem weitläufigen Gelände in Sicherheit gebracht hatten. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben noch nicht erklärt, ob die Explosion Folge einer Abfangaktion war oder ob es zu Schäden am Flughafen gekommen ist, der weltweit als einer der verkehrsreichsten für internationale Flüge gilt. (dpa)

10:57 Uhr

Samstag, 7. März

Schäden an Kliniken und Flughafen gemeldet

Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht.

Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib war auch der Inlandsflughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. Medienberichte zeigen Brände und grosse Schäden an dem Flughafen. Die Autobahn, die dorthin führt, ist demnach blockiert. Auch Militäranlangen in Teheran sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden.

Der Ausfall des Inlandsflughafens zählt zu den Gründen, warum die Beisetzung des vor einer Woche getöteten Religionsführers, Ajatollah Ali Khamenei, verschoben wurde. Chamenei soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Der Schrein im Nordosten des Landes ist für Schiiten ein Heiligtum. Eine Autofahrt in das rund 900 Kilometer entfernte Maschhad dauert rund zehn Stunden. Allerdings sind die Routen bekannt, und Fahrzeuge könnten gezielt angegriffen werden. (dpa)

09:58 Uhr

Samstag, 7. März

Irans Präsident: Forderungen nach Kapitulation sind «absurd»

Irans Präsident Massud Peseschkian nennt Aufrufe zur Kapitulation «absurd». In einer vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Video-Botschaft sagte er, «die Spekulationen über eine mögliche Kapitulation des Landes sind absurd und die Feinde können solche Träume mit ins Grab nehmen.»

Massud Peseschkian hat kein Gehör für die Forderungen aus den USA. (Bild: AP)

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, er wolle kein Abkommen mit dem Iran mehr abschliessen. Stattdessen müsse es auf eine «bedingungslose Kapitulation» hinauslaufen.

Peseschkian rief ausserdem seine Landsleute auf, alle internen Differenzen beiseitezulassen und geschlossen gegen äussere Bedrohungen aufzutreten. «Wenn wir Differenzen haben, ist es besser, sie untereinander zu lösen», sagte er. Die iranische Bevölkerung ist gespalten: Ein Teil der Iraner unterstützt einen Sturz der politischen Führung und hofft, dass der Krieg diesen beschleunigt. (dpa)

09:30 Uhr

Samstag, 7. März

Irans Präsident stellt Bedingungen für Ende von Angriffen

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer. Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib erklärte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian für die Angriffe.

Peseschkians Aussage bedeutet, dass auch von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen. (dpa)

09:26 Uhr

Samstag, 7. März

Israel greift Militär-Uni in Teheran und Raketenlager an

Die israelische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben unter anderem ein unterirdisches Lager für ballistische Raketen sowie eine Militär-Universität der Revolutionsgarden in Teheran angegriffen. Mehr als 80 Kampfflugzeuge seien im Einsatz gewesen, schrieb die Armee auf Telegram. Unterdessen sei am Samstag eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Teheran und Isfahan gestartet worden, teilte die israelische Armee am Vormittag mit.

Die Imam-Hossein-Universität in Teheran sei von den Revolutionsgarden als Versammlungsort genutzt worden und daher ein legitimes militärisches Ziel der nächtlichen Angriffe gewesen, betonte die Armee. In dem unterirdischen Raketenlager, dessen Standort nicht genannt wurde, seien Hunderte  Mitarbeiter des «iranischen Terrorregimes» tätig gewesen. Israelische Medien berichteten, dort seien auch Raketen hergestellt worden.

Zudem sei ein Lagerort der iranischen Raketeneinheit angegriffen worden, in dem sich Militärbunker und Abschussinfrastruktur befunden hätten. Weitere Ziele der israelischen Angriffe seien Abschussorte im Westen und Zentrum des Irans gewesen, um die Fähigkeiten des Irans zu dezimieren, Israel zu beschiessen.

Auch der Iran setzte seine Angriffe auf Israel unterdessen die ganze Nacht zu Samstag über fort. Die israelische Armee rief Menschen in verschiedenen Teilen Israels zwischen Freitagabend und Samstagmorgen insgesamt siebenmal auf, Schutzräume wegen aus dem Iran anfliegender Raketen aufzusuchen. Über Einschläge oder Schäden durch Trümmerteile sowie über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt. (dpa)

08:53 Uhr

Samstag, 7. März

Flughafen Dubai macht vorübergehend dicht

Der Flughafen Dubai stellt seinen Betrieb ein. Wie es auf X heisst, tut er dies aus «Sicherheitsgründen für Passagiere, Flughafenpersonal und Flugzeugbesatzungen». Das schreibt die Regierung von Dubai auf ihrem offiziellen Account.

Zuvor hat bereits die Airline Emirates den Betrieb an den Flughäfen der Stadt bis auf Weiteres eingestellt, weil es erneut iranische Drohnenangriffen auf Dubai gegeben hat.

06:44 Uhr

Samstag, 7. März

Wie lange dauert der Krieg noch?

Seit einer Woche nun greift die USA den Iran an. Das Weisse Haus geht davon aus, dass der Krieg vier bis sechs Wochen dauern wird, wie US-Präsident Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte. Damit änderte die US-Regierung zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur erwarteten Kriegsdauer. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 3000 Ziele im Iran angegriffen. Hinzu kommen noch die Angriffe Israels. (dpa)

06:31 Uhr

Samstag, 7. März

Warum die Ölpreise weiter steigen könnten

Derzeit passieren aus Sorge vor Angriffen des Irans kaum noch Schiffe die für Öl- und Gastransporte wichtige Strasse von Hormus. Der Iran wies jedoch Berichte über eine vollständige Sperrung zurück. Man lasse alle Schiffe passieren – mit Ausnahme von US- und israelischen Schiffen. «Die haben da nichts zu suchen», sagte Armeesprecher Abolfasl Schekartschi im Fernsehen.

Nach Informationen der US-Zeitung «Wall Street Journal» füllen sich die grossen Öllagerstätten in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten inzwischen so schnell, dass die beiden Länder in weniger als drei Wochen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen dürften. Kuwait habe derweil wegen fehlender Lagerkapazitäten bereits begonnen, seine Ölproduktion zu drosseln. Sollte die Produktion deutlich sinken, dürften die Ölpreise weiter steigen. (dpa)

06:19 Uhr

Samstag, 7. März

USA und Israel verstärken Angriffe auf Iran

Die USA und Israel intensivieren ihre Angriffe auf den Iran. «Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden», sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem Sender Fox Business mit Blick auf die Nacht zum Samstag. Auch Israels Luftwaffe flog Armeeangaben zufolge eine weitere «breite Welle» Angriffe in Teheran. Für Aufmerksamkeit sorgten zudem von der US-Regierung nicht bestrittene Berichte, wonach Russland dem Iran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten liefert.

Irans staatliche Medien verbreiteten nach den jüngsten Angriffen Aufnahmen von enormen Bränden am Flughafen Mehrabad in der Hauptstadt.

Im Gegenzug griff der Iran Israel erneut mit Raketen an. Diese wurden abgefangen. Zudem versuchte der Iran, mit Drohnen ein Ölfeld in Saudi-Arabien zu attackieren. Es seien sechs in Richtung des riesigen Ölfelds Schaiba gestartete Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit. (dpa)

 
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