Postauto-Brand in Kerzers: mehrere Tote und Verletzte ++ «Keine Anhaltspunkte für einen Anschlag»
10:54 Uhr
Mittwoch, 11. März
Eine Person nach Postautoband aus Spital entlassen
Nach dem Postautobrand in Kerzers ist eine Person aus dem Spital entlassen worden. Beim Brand wurden fünf Personen verletzt, darunter eine Rettungskraft. Drei Verletzte wurden ins Spital eingeliefert, zwei davon mit schweren Verletzungen. Eine Person «konnte in der Nacht entlassen werden», sagte Martial Pugin, Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, am Mittwochmorgen im Radio RTS. (fan)
10:35 Uhr
Mittwoch, 11. März
Grosses Medieninteresse am Brand in Kerzers
Das mediale Interesse am Busfeuer ist gross. Vor Ort sind Medienschaffende aus der ganzen Schweiz, auch ein Team von RTL ist aus Deutschland angereist. Die Polizei ist mit zwei Personen präsent. (watson.ch)

10:13 Uhr
Mittwoch, 11. März
Gemeinde Kerzers betroffen über Postautobrand
Die Gemeinde Kerzers bekundet auf ihrer Website ihre Betroffenheit mit den Familien und Angehörigen der Opfer: «Wir sind in Gedanken mit allen Personen, die vom Ereignis betroffen sind.» (fan)
10:04 Uhr
Mittwoch, 11. märz
Auch die Bundespolizei befasst sich mit dem Postauto-Brand
Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) ist im Zusammenhang mit dem mutwillig ausgelösten Postautobrand in Kerzes in Austausch mit der Freiburger Kantonspolizei. Dies bestätigt das Fedpol am Mittwochmorgen auf Anfrage von CH Media.
Zu den gesetzlich festgelegten Aufgaben des Fedpol gehören unter anderem Ermittlungen im Bereich von Straftaten im Zusammenhang mit Terrorismus, organisierter Kriminalität und Sprengstoffdelikten. Wie der Freiburger Sicherheitsdirektor Romain Collaud (FDP) am Mittwochmorgen gegenüber RTS sagte, gibt es bislang jedoch keine Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund der Tat.
Über weitere Erkenntnisse zum Hergang und zum Hintergrund der Tat wollen die Freiburger Behörden an einer Medienkonferenz um 14 Uhr informieren. (cbe)
09:50 Uhr
Mittwoch, 11. März
So haben Augenzeugen das Drama erlebt
Ein Augenzeuge und Ersthelfer berichtet von dramatischen Szenen beim Postautobrand in Kerzers FR. Passagiere hätten das Postauto teilweise mit brennenden Kleidern verlassen: «Eine Frau brannte. Wir konnten das Feuer bei ihr per Hand löschen.» Dann wollte er mit einem Feuerlöscher helfen. Doch das Feuer war zu gross, die Flammen schossen aus der Tür. (fan)
09:34 Uhr
Mittwoch, 11. März
SBB-Chef: «Ein solches Ereignis trifft die ganze ÖV-Familie der Schweiz»
SBB-Chef Vincent Ducrot hat im Namen aller Mitarbeitenden der SBB sein Mitgefühl und tief empfundenes Beileid ausgedrückt: «Ein solches Ereignis trifft die ganze ÖV-Familie der Schweiz. Ich war selber Chef eines Bus-Unternehmens. Ich weiss, was man als Mensch in solchen Situationen erlebt. Wir sind alle zutiefst bestürzt.» (chm)
09:08 Uhr
Mittwoch, 11. März
Augenzeugin: «Hätte gerne mehr geholfen»
Das Postauto brannte im Zentrum von Kerzers aus, wo sich diverse Geschäfte befinden. Die Apotheke bleibt heute zu. Der Spar ist zwar offen, der Filialleiter ist aber alleine im Geschäft. Seine Mitarbeitenden bleiben heute zu Hause. «Es wird sowieso nicht viel los sein», sagt er. Weiter äussern will er sich nicht.
Auf der gegenüberliegenden Strassenseite öffnet Mina Gendre die Drogerie. Die 27-Jährige ist sichtlich bewegt. Am Vorabend hat sie gesehen, wie ein brennender Mann aus dem Postauto rannte; wie an anderer Mann Steine gegen die Fenster des Postautos warf, um den Passagieren eine Fluchtmöglichkeit zu schaffen. Die Hilfe sei schnell vor Ort gewesen, sie selbst musste wegen des Rauchs die Drogerie schliessen. Sie brachte noch einen Feuerlöscher, doch dieser wurde nicht gebraucht. Die junge Frau fühlte sich an die Brandkatastrophe von Crans Montana erinnert. Sie spricht von ihrer Traurigkeit und darüber, wo man heute noch sicher sei. Und auch über ihre eigene Hilflosigkeit. Sie hätte gerne mehr geholfen. (dk)
08:37 Uhr
Mittwoch, 11. März
«Es hätte jeden von uns treffen können»
Wenig weist am Mittwochmorgen in Kerzers auf das Drama vom Vorabend hin: Journalisten und Kameras, Absperrbänder, versengte Bäume und wenige Spuren auf dem Trottoir.

Um 8.15 Uhr kommt eine Frau mit ihrem Sohn vorbei und legt einen Strauss gelber Blumen nieder und spricht ein Gebet für die Opfer und deren Angehörigen. «Ich möchte unser Mitgefühl ausdrücken. Viele unserer Bekannten und Freunde nehmen oft diesen Bus. Es ist ihnen nichts passiert, doch es hätte jeden von uns treffen können», sagt Vanessa Liuzzi (37). Sie spricht von der Trauer im Dorf, vom Unglauben, dass so etwas «bei uns in Kerzers» passiert.
Sie sucht nach einem Wort, um das «etwas» zu benennen, sagt schliesslich «Anschlag». «Ich bin traurig und schockiert.» Ihr Sohn habe am Dienstagabend den Helikopter gehört, eine Kollegin habe kurz darauf ein Video geschickt. Die Trauer im Dorf sei gross. (dk)
08:26Uhr
Mittwoch, 11. März
Schweigeminute im Nationalrat
Der Nationalrat eröffnet seine Sitzung am Mittwochmorgen mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Postauto-Brands von Kerzers. Nationalratspräsident Pierre-André Page spricht den Angehörigen im Namen des Nationalrats sein Mitgefühl aus, den Verletzten wünscht er gute Besserung. Die Tragödie treffe mehr als eine Region und einen Kanton. Der SVP-Nationalrat aus dem Kanton Freiburg drückt seine Hoffnung aus, dass die Hintergründe des Vorfalls bald aufgeklärt werden. (sbü)
08:18 Uhr
Mittwoch, 11. März
Freiburger Sicherheitsdirektor: «Keine Anhaltspunkte für einen Anschlag»
Im Westschweizer Fernsehen RTS spricht der Freiburger Sicherheitsdirektor Romain Collaud (FDP) den Opfern und Angehörigen am Mittwochmorgen sein Beileid aus. Angesprochen auf die Frage, ob er ein terroristisches Tatmotiv ausschliessen könne, sagte Collaud: «A priori gibt es keine Anhaltspunkte, die auf einen Anschlag hindeuten.» Man müsse aber den weiteren Verlauf der Ermittlungen abwarten. Die Polizei kommt zum selben Schluss: «Bisher gibt es keine Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund», sagte Martial Pugin, Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, am Mittwochmorgen gegenüber RTS.
Die sechs Todesopfer sind noch nicht identifiziert. Collaud erklärte, die Identifikation könne mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Anzahl der Todesopfer spiele dabei keine Rolle, der Prozess brauche einfach seine Zeit.
Weiter stellte der Freiburger Sicherheitsdirektor klar, dass es sich beim Unglückspostauto um ein Fahrzeug mit Verbrennungsantrieb und nicht um eines mit elektrischem Motor gehandelt habe. Weitere Einzelheiten zum Vorfall in Kerzers konnte Collaud keine liefern. Um 14 Uhr findet eine Medienkonferenz statt. (jus)
07:38 Uhr
Mittwoch, 11. März
Postauto-Brand in Kerzers – das ist bisher bekannt
Am Dienstagabend um 18.25 Uhr geriet ein Postauto im Dorfzentrum von Kerzers FR in Brand. Das Fahrzeug war auf der Fahrt von Düdingen zur Endstation beim Bahnhof und brannte vollständig aus. Polizei und Feuerwehr standen mit einem Grossaufgebot im Einsatz.
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