­
­
­
­

Massive russische Luftangriffe auf Kiew: Tote und Verletzte ++ Opferzahlen steigen weiter

Seit Ende Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Alle Neuigkeiten und Reaktionen dazu erfahren Sie in unserem Newsblog.
Der rumänische Präsident Nicusor Dan. (Bild: ROBERT GHEMENT)
Putin fährt eine neue Rekrutierungstrategie. (Bild: EPA)
Über 600 Drohnen und 90 Raketen trafen Kiew in der Nacht auf Pfingstsonntag. (Bild: EPA)
Zwischen Ukraine-Präsident Wolodimir Selenski und US-Präsident Donald Trump hat es nie gefunkt. (Bild: Alex Brandon/AP)
Einsatzkräfte löschen einen Brand an einer Gasleitung nach einem russischen Drohnenangriff in der Region Dnipropetrowsk (Bild: Ukrainian Emergency Service)
Russland führt massive Angriffe gegen die Ukraine durch. (Bild: Monitor)
Um das havarierte ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl erstreckt sich eine Sperrzone. Dort brennt es - ausgelöst durch russische Drohnen, wie ukrainische Behörden mitteilen. (Bild: AP)
Rettungskräfte bei Löscharbeiten an einem Fahrzeug nach einem russischen Drohnenangriff in der Region Kiew. (Bild: Ukrainian Emergency Service/AP)

17:29 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Ukraine: Opferzahlen steigen nach russischem Angriff weiter

Die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine nach dem verheerenden russischen Angriff in der Nacht ist nach Behördenangaben auf mehr als 20 gestiegen. In der Millionenstadt Dnipro seien die Such- und Rettungsarbeiten abgeschlossen, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram.

Allein in Dnipro sind demnach 16 Tote zu beklagen, darunter vier Kinder. 42 Menschen wurden dort verletzt. Mindestens drei Kinder seien getötet worden.

Auch in der Hauptstadt Kiew steigt die Zahl der Toten. «Ein Verletzter ist im Krankenhaus gestorben», teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Später bezifferte er die Anzahl der Opfer in Kiew auf 6 Tote und 66 Verletzte.

Russland hatte die Ukraine in der Nacht mit Drohnen, Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und auch Hyperschallwaffen beschossen. Das russische Verteidigungsministerium sprach in dem Zusammenhang von einer Vergeltungsaktion, die militärischen und militärnahen Zielen im Nachbarland gelte. (dpa)

14:25 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Massive russische Angriffe auf Kiew und Dnipro fordern viele Opfer

Besonders schwer betroffen waren Kiew und die Millionenstadt Dnipro. In der ukrainischen Hauptstadt kamen mindestens sechs Menschen ums Leben, 66 weitere wurden verletzt. Mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt oder zerstört, zahlreiche Menschen suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. In Dnipro wurden mindestens zwölf Tote und 37 Verletzte gemeldet, darunter auch Kinder. Rettungskräfte suchten weiter nach Verschütteten.

Auch Charkiw und Saporischschja wurden angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete den Einsatz von Drohnen, Marschflugkörpern sowie ballistischen Raketen, darunter die Hyperschallwaffe Zirkon. In mehreren Regionen kam es zu Stromausfällen.

Moskau bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für ukrainische Attacken und erklärte, ausschliesslich militärische Ziele getroffen zu haben. Präsident Wolodimir Selenski forderte den Westen erneut auf, die ukrainische Flugabwehr mit zusätzlicher Munition und Raketen zu unterstützen. (dpa)

13:30 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Ukraine: Opferzahlen steigen nach russischem Angriff weiter

Die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine nach dem verheerenden russischen Angriff in der Nacht ist nach Behördenangaben auf 18 gestiegen. In der Millionenstadt Dnipro seien zuletzt die Leichen einer Frau und eines achtjährigen Jungen aus den Trümmern geborgen worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Damit sind allein in Dnipro zwölf Tote zu beklagen, darunter drei Kinder. 37 Menschen wurden dort verletzt. Weitere Opfer werden unter den eingestürzten Häuserblöcken vermutet. Auch in der Hauptstadt Kiew steigt die Zahl der Toten. «Ein Verletzter ist im Krankenhaus gestorben», teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Später bezifferte er die Anzahl der Opfer in Kiew auf 6 Tote und 66 Verletzte. (dpa)

12:15 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Mindestens elf Tote bei russischem Grossangriff auf die Ukraine

Russische Truppen haben bei einem Bombardement mit Drohnen und anderen Geschossen in der Ukraine mindestens elf Menschen getötet. Dutzende weitere wurden in der Nacht zu Dienstag verletzt oder unter Trümmern eingeschlossen, wie die ukrainischen Behörden mitteilten. Neben der Hauptstadt Kiew sei die Metropole Dnipro besonders schwer getroffen worden. Einschläge habe es auch in Poltawa, Charkiw und Saporischschja gegeben. In Kiew gab es mindestens vier Tote, wie die Rettungsdienste erklärten. Weitere 58 Menschen wurden verletzt, unter ihnen drei Kinder. In acht Stadtteilen wurden demnach Wohnhäuser und zivile Infrastruktur beschädigt.

Im Viertel Podilskyj wurden Menschen in den Trümmern eines zum Teil eingestürzten neunstöckigen Gebäudes eingeschlossen. Die Rettungsarbeiten waren in den frühen Morgenstunden noch im Gange, obwohl die Fliegeralarmstufe noch in Kraft war. Im Solomianskyj-Viertel wurden ein 20-stöckiges und ein 24-stöckiges Gebäude beschädigt. Im zentralukrainischen Dnipro wurden nach Angaben der Rettungsdienste mindestens 6 Menschen getötet und 36 weitere verletzt. Auch hier wurden Menschen unter Trümmern begraben. Ein Helfer kam ums Leben, als ein beschädigtes Gebäude während des Rettungseinsatzes erneut angegriffen wurde, wie es weiter hiess.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland 73 Raketen und 656 Drohnen ab, von denen die Flugabwehr 40 Raketen und 602 Drohnen abfing. An mindestens 38 Orten wurden Treffer verzeichnet, darunter auch von Marschflugkörpern. (dpa)

12:13 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Ukrainische Drohnen setzen südrussische Raffinerie in Brand

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht die Raffinerie Ilski im Süden Russlands beschädigt. In der Raffinerie, rund 50 Kilometer von der Millionenstadt Krasnodar entfernt, sei ein Feuer nach dem Drohnenangriff ausgebrochen, teilte der Krisenstab der Region auf Telegram mit. Verletzte gebe es nicht, hiess es. Die Raffinerie ist eine der grössten Ölverarbeitungsanlagen im Süden Russlands. Noch 2022, im ersten Jahr des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die benachbarte Ukraine, hatte die Raffinerie in Ilski laut Medienberichten eine Verarbeitungskapazität von 6,6 Millionen Tonnen Öl im Jahr. Seither wurde die Anlage mehrfach von ukrainischen Drohnen angegriffen und beschädigt. (dpa)

06:32 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Massive russische Luftangriffe auf Kiew: Tote und Verletzte

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei gab es Behördenangaben zufolge landesweit insgesamt 9 Tote und fast 100 Verletzte. Im Zentrum von Kiew waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurden in der Dreimillionenstadt mindestens vier Menschen getötet und 58 weitere verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. 40 von ihnen würden stationär behandelt, darunter zwei Kinder. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand.

Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung. Im Morgengrauen zeugten schwarze Rauchwolken über dem Zentrum von Bränden. In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens 5 Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Davon würden 23 aktuell im Krankenhaus behandelt, darunter ein 13 Jahre altes Mädchen. In der östlichen Stadt Charkiw wurden dem Bürgermeister zufolge mindestens zehn Menschen verletzt. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an.

Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau bei den Attacken auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein. In Kiew stürzte im Bezirk Podilskyj ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Angriff ein, wie Bürgermeister Klitschko auf Telegram schrieb. Es werde befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern verschüttet sind. Anderswo habe ein Angriff die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt. Es gebe mehrere Brände im Stadtgebiet. Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär in der Nacht auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, Militärflugzeuge seien aufgestiegen. (dpa)

21:59 Uhr

Montag, 1. Juni

Selenski: «Operation Spinnennetz» setzt Russland unter Druck

Selenski erklärte, die Operation habe die russische Militärlogistik erheblich beeinträchtigt. Ukrainische Streitkräfte seien inzwischen in der Lage, Nachschubwege tief in besetzten Gebieten anzugreifen. Für russische Truppen gebe es im Süden und Osten der Ukraine kaum noch sichere Versorgungsrouten.

Ein Schwerpunkt der Angriffe liegt auf der russischen Ölindustrie. Die Ukraine setzt dabei auf weitreichende Drohnen, die Ziele tief im russischen Staatsgebiet erreichen können. Nach ukrainischen Angaben wurden allein im Mai zahlreiche Raffinerien beschädigt. Die Folgen seien bereits spürbar: In Teilen der besetzten Krim gelten inzwischen Einschränkungen beim Tanken. (dpa)

18:56 Uhr

Montag, 1. Juni

Selenski spricht von stabilen Fronten

Die Lage an den Fronten der Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodimir Selenski stabil. Einen entsprechenden Rapport habe er von Oberkommandeur Olexander Syrskyj bei einer Stabssitzung entgegengenommen, schrieb Selenski auf Facebook. «Die ukrainischen Positionen sind stark, und das ist ein Ergebnis, das unser Staat dringend benötigt», betonte er. Dies werde auf jeden Fall die diplomatischen Bemühungen Kiews um eine friedliche Lösung unterstützen.

Auch der ukrainische Militärblog DeepState, der die Lage an den Fronten akribisch dokumentiert, sah eine weitgehend gefestigte Linie. Den russischen Truppen sei es im Mai lediglich gelungen, 14 Quadratkilometer ukrainisches Territorium zu besetzen – die niedrigste Zahl in den vergangenen drei Jahren. «Der Krieg tritt in eine neue Phase ein, und für den ukrainischen Staat ist es wichtig, die Initiative nicht aus der Hand zu geben», schrieben die Analysten auf Telegram.

Die russische Armee ist seit Herbst 2023 ununterbrochen vorgerückt, wenn auch langsam und unter schweren Verlusten. Zuletzt, mit Beginn des fünften Kriegsjahres, gelang es den ukrainischen Verteidigern aber, die Lage zu stabilisieren. Zudem versetzt die Ukraine der russischen Erdöl- und Militärindustrie mit neuen, weitreichenden Drohnen empfindliche Schläge. (dpa)

14:06 Uhr

Montag, 1. Juni

Russland stoppt erstmals Export von Flugbenzin

Das Verbot für Kerosin gilt bis Ende November. Ausgenommen sind Lieferungen, die sich bereits in der Zollabfertigung befinden oder auf zwischenstaatlichen Vereinbarungen beruhen. Auch die Betankung ausländischer Flugzeuge auf russischen Flughäfen bleibt weiterhin möglich. Bereits zuvor hatte Moskau die Ausfuhr von Benzin und Diesel eingeschränkt.

Hintergrund sind die anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Ölindustrie. Nach russischen Angaben wurden allein im Mai zahlreiche Raffinerien beschädigt, darunter mehrere der grössten Anlagen des Landes. Die Verarbeitung von Rohöl ist dadurch stark zurückgegangen. Auf der von Russland annektierten Krim gelten bereits Einschränkungen beim Tanken.

Auf den Weltmarkt dürfte das Exportverbot nur begrenzte Auswirkungen haben. Russland hält beim Handel mit Flugbenzin einen vergleichsweise kleinen Marktanteil. Zu den wichtigsten Abnehmern gehörte bislang die Türkei. (dpa)

13:51 Uhr

Montag, 1. Juni

Litauen drängt auf raschen EU-Beitritt der Ukraine

Regierungschefin Inga Ruginiene erklärte, die Ukraine müsse bis 2030 Vollmitglied der EU werden. Der Beitrittsprozess ziehe sich bereits zu lange hin und müsse beschleunigt werden. Auch Aussenminister Kestutis Budrys sprach sich für einen raschen Start aller Verhandlungskapitel aus und bezeichnete die EU-Mitgliedschaft als wichtige Sicherheitsgarantie für die Ukraine und Europa.

Die Aussagen sind eine Reaktion auf Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser hatte vorgeschlagen, der Ukraine zunächst den Status eines «assoziierten Mitglieds» zu geben, da ein schneller Vollbeitritt aus seiner Sicht nicht realistisch sei. Kiew betrachtet einen solchen Zwischenschritt jedoch kritisch.

Litauen zählt seit Beginn des russischen Angriffskriegs zu den engsten Unterstützern der Ukraine. Der baltische EU- und Nato-Staat fordert seit Jahren eine stärkere politische und militärische Einbindung des Landes in westliche Strukturen. (dpa)

06:18 Uhr

Montag, 1. Juni

Selenski bereit für Friedensgespräche

Russland verliert im Krieg gegen die Ukraine die Initiative auf dem Schlachtfeld und eröffnet damit nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski den Weg zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Seit Ende Dezember des Vorjahres gerate die russische Armee immer mehr in die Rückhand bei hohen Verlusten an Soldaten, erklärte Selenski in einem Interview des Senders CBS News.

«Daher denke ich, dass wir einen diplomatischen Weg finden müssen – hinsetzen und verhandeln – bis Anbruch des nächsten Winters», sagte Selenski. Allerdings sei dazu innerer Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ebenso nötig wie mehr Sanktionsdruck durch die USA und Europa.

Bisherige Verhandlungs- oder Vermittlungsversuche sind an den Maximalforderungen Moskaus gescheitert. Zu diesen gehört unter anderem, dass Kiew seine Armee aus den bislang nicht von Russland eroberten Gebieten im Donbass, die die Regionen Donezk und Luhansk bilden, abzieht.

Selenski kritisierte die Lockerung von Sanktionen gegen Russland angesichts der Erdölkrise, hervorgerufen durch den Krieg der USA gegen den Iran. «Sanktionen aufheben bedeutet, russischen Soldaten zu helfen, indem man der russischen Industrie hilft», sagte er. (dpa)

06:14 Uhr

Montag, 1. Juni

Rumäniens Präsident: Drohne war zweifellos russisch

Die Drohne, die in der rumänischen Stadt Galati nahe der ukrainischen Grenze ein Wohnhaus getroffen und zwei Menschen verletzt hat, ist «ohne Zweifel» russischen Ursprungs. Das bekräftigte Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan in sozialen Medien. Davor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Zweifel an der Herkunft der Drohne geäussert und verlangt, dass Rumänien die Teile des Objekts nach Russland zur Prüfung schicke.

Rumänische Experten hätten das Objekt untersucht und mit mehreren russischen Drohnen verglichen, die während der vergangenen zwei Jahre auf rumänischem Territorium eingeschlagen hätten, schrieb Dan bei Facebook. Es handle sich in allen Fällen um Drohnen vom Typ «Geran 2». Im jüngsten Fall habe man diesen Typ-Namen auch als Schriftzug in kyrillischen Buchstaben auf den Resten der Drohne gefunden. Alle seien aus demselben Material hergestellt worden und hätten mit demselben Treibstoff funktioniert. Demnach sei Russland «der einzige Verantwortliche» für diesen Vorfall.

Der ukrainische Präsident Wolodyimir Selenski schrieb am Abend auf X, Fakten seien «das beste Mittel gegen Putins Lügen und beweisen, dass Russlands Manipulationen nicht durchgehen.»

Die Drohne war in der Nacht auf Freitag auf dem Dach eines zehnstöckigen Wohnhauses in Galati eingeschlagen, hatte dieses durchbrochen und in der direkt darunter liegenden Wohnung einen Brand ausgelöst. Sie kam nach Angaben der rumänischen Armee aus der Region des ukrainischen Donau-Hafens Reni, als diese von einem Schwarm von 43 russischen Drohnen angegriffen wurde. Rumänien hat daraufhin den russischen Botschafter einbestellt, den russischen Konsul in der Schwarzmeer-Stadt Constanta ausgewiesen und das Konsulat geschlossen. (dpa)

18:29 Uhr

Freitag, 29. Mai

Putin: Vorwurf zu Drohnenvorfall in Rumänien nicht bewiesen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vorwurf zurückgewiesen, russische Drohnen hätten Rumänien beschossen. «Niemand kann sagen, woher der eine oder andere Flugapparat stammt, bevor keine Expertise vorgenommen wurde», sagte Putin vor russischen Journalisten in Kasachstans Hauptstadt Astana. Wahrscheinlich sei eher eine ukrainische Drohne vom Kurs abgekommen, behauptete er. In der Vergangenheit seien auch in Finnland, dem Baltikum und Polen verirrte ukrainische Drohnen heruntergekommen - und jedes Mal sei zunächst Russland beschuldigt worden. Moskau sei aber zur Aufklärung des Falls bereit, fügte Putin hinzu.

Dazu forderte der Kremlchef die Übergabe der Drohnentrümmer. Erst dann könne Moskau objektiv zu dem Fall Stellung nehmen, sagte er am Rande eines Gipfels der Eurasischen Wirtschaftsunion in Astana.

In der Nacht war eine Drohne in ein Wohnhaus der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine eingeschlagen. Zwei Menschen wurden verletzt. Bukarest hat als Reaktion darauf, den russischen Botschafter einbestellt und das Generalkonsulat in Constanta geschlossen. Eine Reihe von EU- und Nato-Staaten hat den Vorfall als russische Eskalation verurteilt. (dpa)

13:16 Uhr

Freitag, 29. Mai

Rumäniens Präsident beruft wegen Drohnenvorfall Verteidigungsrat ein

Der rumänische Präsident Nicusor Dan hat nach dem Einschlag einer mutmasslich russischen Drohne in der Grossstadt Galati das höchste Verteidigungsgremium seines Landes zusammengerufen. Der Oberste Verteidigungsrat solle die «Auswirkungen des schlimmsten Vorfalls besprechen, der das nationale Territorium seit Beginn des Angriffskrieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine getroffen hat», schrieb Dan am Freitag auf Facebook. Es gebe «keine Unklarheit über den Urheber und die Ursache dieses Angriffs».

Der rumänische Präsident Nicusor Dan. (Bild: ROBERT GHEMENT)

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums war in der Nacht eine russische Drohne auf das Dach eines Hauses in Galati gestürzt und hatte ein Feuer ausgelöst. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Das Militär entsandte Kampfflugzeuge in das betroffene Gebiet an der Donau nahe der Grenze zu Moldau und warnte die Bewohner. Das Aussenministerium des EU- und Nato-Landes sprach von einer schweren Verletzung des Völkerrechts und bat das Militärbündnis um Mittel zur Drohnenabwehr.

Generalstabsmitglied Gheorghe Maxim sagte auf einer Pressekonferenz, der Vorfall sei kein Angriff Russlands auf Rumänien, aber «die Rumänen sollten verstehen, dass Russland eine Bedrohung für die Sicherheit der Länder in der Region ist».

Russland greift in seinem Invasionskrieg gegen die Ukraine das Nachbarland intensiv mit Drohnen und ballistischen Raketen an, um dessen Infrastruktur zu zerstören. Dabei geraten russische Geschosse immer wieder in die Territorien nicht beteiligter Staaten. Das rumänische Parlament hat im vergangenen Jahr angesichts der zahlreichen Luftraumverletzungen ein Gesetz verabschiedet, das es der Armee erlaubt, eingedrungene Drohnen als letztes Mittel abzuschiessen. Das Militär ist jedoch vorsichtig beim Abschuss von Drohnen, die bewohnte Gebiete gefährden können. (dpa)

06:14 Uhr

Freitag, 29. Mai

Russische Drohne trifft Hochhaus in Nato-Staat Rumänien

Eine russische Drohne hat in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein Hochhaus getroffen. Der Einschlag löste einen Brand im zehnten Stock des Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das Innenministerium des EU- und Nato-Staats mitteilte.

Das Verteidigungsministerium in Bukarest erklärte, Russland habe in der Nacht in der Ukraine in Grenznähe erneut zivile Ziele und Infrastruktur mit Drohnen angegriffen. Eine davon sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galati abgestürzt. Zwei Kampfflugzeuge der Luftabwehr vom Typ F-16 seien um 01:19 Uhr vom Militärstützpunkt Fetesti aufgestiegen, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Lage sei dynamisch, hiess es weiter.

Das Innenministerium erklärte auf Facebook, zunächst seien keine weiteren Drohnen gesichtet worden. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich in der Nacht auf dem Weg zum Einsatzort. Galati liegt an der Donau, die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt.

Mehrfach russische Drohnentrümmer im Grenzgebiet gefunden

Russland greift die benachbarte Ukraine immer wieder mit zahlreichen Drohnen an. Dabei gab es auch einzelne Fälle, bei denen Drohnen den Luftraum von Nato-Staaten verletzten. Auch der ukrainische Donauhafen Reni in der Nähe von Galati ist immer wieder Ziel russischer Angriffe.

In Rumänien wurden im Grenzgebiet bereits mehrfach russische Drohnentrümmer geborgen. Erst vor einem Monat war eine russische Drohne über Galati abgestürzt und traf nach Behördenangaben das Nebengebäude eines Wohnhauses. Verletzt wurde damals niemand.

Als Nato-Partner unterstützt Grossbritannien die Luftabwehr Rumäniens wegen des Ukraine-Kriegs mit Kampfjets vom Typ Typhoon.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen Russlands Angriffskrieg. Fast täglich greift Moskau das Nachbarland mit Drohnen und auch mit Raketen an. (dpa)

13:33 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Zwei Tote durch russischen Drohnenangriff im Gebiet Sumy

Im nordukrainischen Gebiet Sumy sind zwei Menschen bei einem russischen Drohnenangriff getötet worden. Der Mann und die Frau seien am Morgen auf einem Feldweg in der Gemeinde Welyka Pyssariwka nur wenige Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt unterwegs gewesen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Das an Russland grenzende Gebiet Sumy ist dabei immer wieder Ziel russischer Angriffe. Wiederholt kamen dort Zivilisten ums Leben. (dpa)

06:41 Uhr

Donnerstag, 28. mai

Reaktion auf russische Bedrohung: Norwegen rückt unter Frankreichs nuklearen Schutzschirm

Norwegen rückt unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs, den das Land auf Verbündete in Europa ausdehnen will. «Sie haben zugestimmt, dass Norwegen sich dem anschliesst, was wir als vorgelagerte nukleare Abschreckung bezeichnet haben», sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch von Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre in Paris. «Norwegen, ein wichtiger geografischer und strategischer Partner, mit dem wir bereits eng zusammengearbeitet haben, um das Bündnisgebiet vor äusseren Bedrohungen zu schützen, wird für diese vorgelagerte Abschreckung einen erheblichen Mehrwert darstellen», sagte Macron.

Beide Länder vereinbarten ausserdem ein Verteidigungsabkommen mit einer Beistandsklausel im Falle eines Angriffs. Der Schritt erfolge angesichts des Bewusstseins, dass Europa für seine eigene Sicherheit stärker selbst sorgen müsse. Norwegens Ministerpräsident Støre hob die Initiative Macrons zur Ausweitung der nuklearen Abschreckung Frankreichs auf Europa hervor, insbesondere angesichts der Bedrohung durch Russland. Dennoch werde die Abschreckung im Wesentlichen weiter durch die Nato gewährleistet und die USA hätten zugesichert, weiter den atomaren Schutz für Europa sicherzustellen. (dpa)

06:33 Uhr

Donnerstag, 28. mai

Schweizer AKW: Die Abhängigkeit von Russland

Die Axpo bezog bislang den Brennstoff für die beiden Reaktoren des AKW Beznau vollständig und für das AKW Leibstadt zur Hälfte aus Russland. Neu geschieht dies über Kazatomprom, das führende Unternehmen der Uranindustrie in Kasachstan

Auch wenn sich das Herkunftsland für Uran geändert hat, bleibt der russisch-staatliche Atomkonzern Rosatom für die Versorgung der Schweizer AKW unumgänglich. «Die Realität der Atomindustrie in der Schweiz ist: Trotz der Erklärungen der Axpo sind wir für das in unseren AKW verwendete Uran weiterhin von Russland abhängig», sagt Florian Kasser, Experte für Nuklearfragen bei Greenpeace Schweiz. «Die Atomkraftwerke Beznau und Leibstadt sind auch in den kommenden Jahren beim Transport und bei der Anreicherung ihres Brennstoffs auf Rosatom angewiesen.»

Das liegt daran, dass ein Grossteil des in Kasachstans Minen geförderten Urans über eine Route, die durch Russland führt und von Rosatom kontrolliert wird, nach St. Petersburg an die Ostsee gelangt. Dort wird es auf russische Schiffe verladen und in die westlichen Länder transportiert. Eine Alternativroute gäbe es: Die Transkaspische Internationale Transportroute (TITR). Diese weist jedoch logistische Mängel auf und ist erheblichen geopolitischen Risiken ausgesetzt. Als Konsequenz wird das Uran aus Kasachstan mehrheitlich über Russland transportiert.

Das heisst: Für Uran aus Kasachstan ist die Axpo auf Russland und russische Unternehmen angewiesen. (dpa)

22:09 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

Selenski kündigt neue Angriffe auf russische Ziele an

Nach Gesprächen mit der Militärführung erklärte Selenski, Russland müsse für seinen Angriffskrieg «mit eigenen Verlusten bezahlen». Besonders im Fokus stehen demnach erneut Anlagen der russischen Ölindustrie, um Einnahmen aus Energieexporten zu treffen. In sozialen Netzwerken veröffentlicht Selenski seit Wochen Bilder und Videos erfolgreicher Angriffe auf russischem Gebiet.

Moskau reagierte mit neuen Drohungen gegen die ukrainische Führung in Kiew. Russland kündigte Vergeltungsschläge gegen zentrale Entscheidungsstellen an. Zuvor hatte Russland die Ukraine erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen.

Gleichzeitig wandte sich Selenski mit einem Hilfsgesuch an US-Präsident Donald Trump und den US-Kongress. Er forderte weitere Unterstützung bei der Flugabwehr und sprach auch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über zusätzliche Hilfe. Russland zeigt bislang jedoch keine Bereitschaft, sich von den ukrainischen Angriffen zu Verhandlungen zwingen zu lassen. (dpa)

19:44 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

Trump lehnt Übergabe von iranischem Uran an China oder Russland ab

US-Präsident Donald Trump hat ablehnend auf Erwägungen reagiert, dass der Iran sein hochangereichertes Uran an Russland oder China übergeben könnte. Er würde sich mit einer solchen Lösung nicht wohlfühlen, sagte Trump am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung.

Weil Russland und China gute Beziehungen zum Iran pflegen, gehen Beobachter davon aus, dass Teheran im Zuge eines Abkommens mit den USA zustimmen könnte, einem der beiden Staaten sein Uran zu übergeben.

Trump hatte am Montag auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass das Uran entweder an die USA übergeben oder «vor Ort oder an einem anderen akzeptablen Ort vernichtet werden soll, wobei die Atomenergiebehörde oder eine ihr gleichgestellte Stelle als Zeuge dieses Prozesses und Ereignisses fungieren soll». Bisher hatte Trump gefordert, dass die USA die Kontrolle über die Uranvorräte des Iran übernehmen sollten. Diese werden unter den im vergangenen Jahr von US-Luftangriffen zerstörten Nuklearanlagen vermutet. (dpa)

17:42 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

Berichte: Selenski bittet USA um mehr Flugabwehr

Nach schweren russischen Angriffen auf die Ukraine hat Präsident Wolodimir Selenski Medienberichten zufolge die USA um zusätzliche Hilfe bei der Flugabwehr gebeten. Besonders bei der Abwehr ballistischer Raketen sei Kiew stark von Washington abhängig.

Laut «The Kyiv Independent» wandte sich Selenski in einem Brief an US-Präsident Donald Trump und den US-Kongress. Darin beklagte er demnach auch, dass Waffenlieferungen über das PURL-Programm nicht mehr der aktuellen Bedrohungslage entsprächen. Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn bestätigte laut Interfax-Ukraine ein entsprechendes Schreiben.

Russland hatte die Ukraine am Wochenende mit einem der schwersten Angriffe seit Kriegsbeginn überzogen. Dabei kam laut Kiew auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik zum Einsatz. Moskau kündigte bereits weitere Angriffe an. Russland bezeichnete die Attacken als Reaktion auf einen ukrainischen Drohnenangriff im besetzten Gebiet Luhansk. (dpa)

17:36 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

EU-Aussenminister beraten über Lage in Ukraine und Iran-Krieg

Die Aussenministerinnen und Aussenminister der EU-Staaten wollen an diesem Donnerstag bei einem informellen Treffen in Zypern über die Lage in der Ukraine sowie im Nahen und Mittleren Osten beraten. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Frage, ob und wie sich die EU stärker in diplomatische Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine einbringen kann. Bislang werden Gespräche mit Moskau vor allem von US-Präsident Donald Trump und seinen Unterhändlern geführt.

Mit Blick auf den Nahen Osten soll es insbesondere um den Iran-Krieg und die Blockade der für Gas- und Öltransporte wichtigen Strasse von Hormus gehen. Zu den Beratungen sind auch Vertreter aus Indien und Saudi-Arabien eingeladen. Zudem steht ein Austausch über die geplante EU-Sicherheitsstrategie auf der Tagesordnung.

Das Treffen wird von der derzeitigen zyprischen EU-Ratspräsidentschaft organisiert und von der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas geleitet. Deutschland wird von Europastaatsminister Gunther Krichbaum vertreten, der für den erkrankten Aussenminister Johann Wadephul teilnimmt. Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha war am Mittwochabend zu einem Abendessen mit seinen EU-Kollegen eingeladen. (dpa)

16:34 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

Finnland: Russisches Flugzeug soll Luftraum verletzt haben

Ein russisches Militärflugzeug steht nach Angaben von Finnlands Verteidigungsministerium im Verdacht, finnischen Luftraum verletzt zu haben. «Eine Untersuchung des mutmasslichen Luftraumverstosses wurde sofort eingeleitet», sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. Der Flieger könnte demnach im finnischen Meerbusen vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Die Luftwaffe habe mit einem Einsatzflug reagiert, hiess es in der Mitteilung. Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall nun.

In den vergangenen Monaten waren im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine mehrfach fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den finnischen Luftraum eingedrungen oder auf finnischen Boden abgestürzt. Finnland teilt eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland. (dpa)

14:11 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

Russische Banken sollen bei Drohnenabwehr helfen

Russische Banken und ihre Mitarbeiter sollen nach dem Willen des Parlaments künftig bei der Abwehr ukrainischer Drohnen helfen. Die Staatsduma verabschiedete einen Gesetzentwurf, wonach Banken auf eigene Kosten elektronische Störsysteme an ihren Standorten installieren sollen.

Ausgewählte Mitarbeiter sollen zudem berechtigt werden, Drohnen abzuschiessen. Der Plan umfasst die russische Zentralbank sowie weitere grosse Institute wie die mehrheitlich staatliche Sberbank. Das Gesetz muss noch vom Föderationsrat gebilligt und von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet werden.

Russland sieht sich seit längerem zunehmenden Angriffen ukrainischer Drohnen ausgesetzt. Nach Einschätzung westlicher Experten erschweren kleinere Drohnen zudem die Versorgung russischer Truppen entlang der Frontlinie im Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Das Gesetz sieht vor, dass Bankmitarbeiter Funksignale von Drohnen stören sowie unbemannte Flug-, Unterwasser- und Bodenfahrzeuge beschädigen oder zerstören dürfen, wenn diese eine Gefahr für Einrichtungen darstellen. Welche Beschäftigten dafür autorisiert werden, sollen die jeweiligen Organisationen selbst entscheiden. (dpa)

12:21 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

Kreml erhöht Druck auf Armenien wegen EU-Kurs

Laut einem Bericht der Zeitung «Kommersant» erwägt Russland, günstige Lieferverträge für Gas, Ölprodukte und Diamanten zu kündigen. In einem Schreiben aus dem russischen Energieministerium heisst es demnach, Armeniens Streben nach einer EU-Mitgliedschaft gefährde die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Moskau. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, die bisherigen Preisnachlässe erfolgten auf Kosten Russlands.

Für Armenien wären wegfallende Vergünstigungen ein schwerer Schlag. Das Land ist insbesondere bei Gas stark von Russland abhängig. Regierungschef Nikol Paschinjan erklärte zwar, man könne die Lieferungen aus dem Iran erhöhen, die Kapazitäten dafür gelten jedoch als begrenzt. Russland hatte zuletzt bereits armenische Lebensmittelimporte gestoppt.

Vor der Parlamentswahl Anfang Juni steht Paschinjan innenpolitisch unter Druck. Gleichzeitig sucht Armenien die Nähe zur EU und will die Zusammenarbeit bei Sicherheit, Energie und Infrastruktur ausbauen. Aus Moskau kommen deshalb zunehmend scharfe Warnungen – bis hin zu Vergleichen mit der Ukraine. (dpa)

09:15 Uhr

Mittwoch, 27. Mai

Russland und Ukraine überziehen sich mit schweren Angriffen

Russland und die Ukraine haben in der Nacht erneut schwere Angriffe mit Drohnen und Raketen gegeneinander gestartet. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen durch einen Raketenangriff verletzt worden. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa bei Telegram mit. Laut dem unabhängigen Internetportal «Astra» wurde bei der Attacke ein Werk zur Flugzeugreparatur getroffen. Einschläge gab es demnach auch in Tuapse, Woronesch und auf der Krim.

In Tuapse am Schwarzen Meer soll einmal mehr die örtliche Raffinerie Ziel der Angriffe gewesen sein. Das Ausmass der Schäden ist noch unklar. Zudem riefen offiziellen Angaben nach Drohnentrümmer im Hafengelände einen Brand hervor. In Woronesch wurde Medienberichten zufolge ein Militärflugplatz getroffen.

Auf der von Russland seit 2014 annektierten Krim gab es Einschläge in der Hauptstadt Simferopol und dem Marinehafen Sewastopol. Die Hafenstadt sei mit Drohnen und Marschflugkörpern attackiert worden, teilte der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswosschajew, mit. Er berichtete von Schäden an der Filiale der russischen Zentralbank und einem Wohnhaus. Personen kamen demnach nicht zu Schaden. Medienberichte über einen Einschlag im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte wurden offiziell bislang nicht bestätigt.

Russische Angriffe fordern sechs Verletzte

Auf der Gegenseite wurden in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sechs Menschen durch russische Angriffe verletzt, darunter ein Minderjähriger. Das russische Militär habe bei den Attacken Drohnen, Artillerie und gelenkte Gleitbomben eingesetzt, schrieb Militärgouverneur Olexander Hanscha.

Einschläge gab es demzufolge auch in der Region Tschernihiw nördlich von Kiew. Ein Unternehmen in der Stadt sei beschädigt worden, Verletzte gebe es nicht, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Dmytro Bryschynskyj mit. (dpa)

14:46 Uhr

Dienstag, 26. Mai

Russischer Politiker droht Kiew mit Massenvernichtungswaffen

Der Chef des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, hat den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen die Ukraine angedroht im Fall von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung in Russland. «Das alles kann dazu führen, dass wir die Waffe einsetzen, die von niemandem mehr eine Spur übrig lässt», sagte Wolodin einer Pressemitteilung des Parlaments, der Staatsduma, zufolge. Er warnte davor, es so weit kommen zu lassen.

Auslöser der neuen Drohung ist ein Drohnenangriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im von Russland besetzten Gebiet Luhansk. Den Angaben der Besatzungsbehörden zufolge kamen bei der Attacke in der vergangenen Woche 21 Zivilisten ums Leben. Der Generalstab in Kiew wiederum teilte mit, der Angriff habe einer Drohneneinheit des russischen Militärs gegolten. (dpa)

12:29 Uhr

Dienstag, 26. Mai

Russland setzt Beschuss der Ukraine fort

Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe erneut beschossen. Es seien mehr als 100 Drohnen und zwei ballistische Raketen abgefeuert worden, berichtete die Luftwaffe. Am Montag hatte Russland mit Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew gedroht und Mitglieder diplomatischer Vertretungen zum Verlassen der Stadt aufgefordert. Die EU, Frankreich und Polen kündigten aber an, dem nicht nachzukommen.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow habe US-Chefdiplomat Marco Rubio am Montag telefonisch geraten, Beschäftigte der diplomatischen US-Vertretung aus Kiew zu evakuieren, teilte das russische Aussenministerium mit. Rubio sagte zunächst nicht, ob er eine Evakuierung veranlassen werde. Bei einem Besuch in Indien zeigte er sich besorgt, dass der «schreckliche» Krieg in der Ukraine eskalieren könnte.

Das ukrainische Aussenministerium teilte am Montagabend mit, dass die Sicherheitsgefahr für Kiew und andere Städte des Landes durch Russland «genauso hoch wie in vorherigen Jahren und Monaten» sei. Moskau beschiesse Kiew seit mehr als vier Jahren kontinuierlich mit Raketen und Drohnen. Die ukrainische Regierung stehe aber bereit, um diplomatischen Vertretungen bei zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen behilflich zu sein. (dpa)

11:30 Uhr

Dienstag, 26. Mai

Putin lockt neue Soldaten mit Schuldenerlass

Nach Angaben des Kremls werden Soldaten und ihre Ehepartner von Rückzahlungen überfälliger Kredite bis zu umgerechnet rund 120'000 Euro befreit. Die Regelung gilt für Rekruten, die sich seit dem 1. Mai 2026 für mindestens ein Jahr zum Kriegsdienst verpflichten. Voraussetzung ist, dass die Schulden bereits zuvor bestanden.

Putin fährt eine neue Rekrutierungstrategie. (Bild: EPA)

Moskau reagiert damit offenbar auf Schwierigkeiten bei der Rekrutierung neuer Soldaten. Trotz hoher Prämien und Werbekampagnen – zuletzt auch an Universitäten – sollen die Freiwilligenzahlen sinken. Beobachter berichten zugleich von hohen Verlusten an der Front.

Spekuliert wird deshalb erneut über eine mögliche Zwangsmobilisierung. Bereits im Herbst 2022 hatte Putin nach militärischen Rückschlägen offiziell 300'000 Reservisten einziehen lassen. (dpa)

12:45 Uhr

Montag, 25. Mai

Ukraine: Toter und Verletzte nach russischen Luftschlägen

Bei schweren russischen Angriffen aus der Luft ist ukrainischen Behördenangaben nach im Südosten des Landes mindestens ein Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt. In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilte Militärgouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen, schrieb er später.

In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden derweil durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben am Abend zwölf Personen verletzt. «Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Junge», schrieb der ukrainische Gouverneur der Region Wadym Filaschkin auf Telegram. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf. (dpa)

17:58 Uhr

Montag, 25. Mai

Russland droht mit neuer Attacke gegen Kiew

Nach dem massiven russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende hat Moskau mit einer neuen schweren Attacke gedroht. Das russische Aussenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen. Das russische Militär werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch Rüstungsobjekte und «Entscheidungszentren» in Kiew angreifen, heisst es in der Mitteilung.

Bei dem Angriff auf Starobilsk wurden nach Angaben der Besatzungsbehörden, mehr als 20 Zivilisten getötet. Der Generalstab in Kiew wiederum erklärte, die Attacke habe einer dort stationierten Militäreinheit gegolten.

Russland greift seit dem Kriegsbeginn vor mehr als vier Jahren systematisch das Hinterland der Ukraine an - und trifft dabei immer wieder auch zivile Infrastrukturobjekte oder Wohnhäuser. Die Verantwortung für die vielen zivilen Opfer in der Ukraine lehnt Moskaus dabei ab. Wegen des Angriffs auf Starobilsk hingegen hat Kremlchef Wladimir Putin Vergeltung gefordert. Eigentlich galt bereits der Angriff am Wochenende auf Kiew als Racheaktion. Russland setzte dabei unter anderem die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik ein. (dpa)

13:28 Uhr

Montag, 25. mai

Besatzer: Vier Tote in ostukrainischer Stadt

Im ostukrainischen Horliwka im Gebiet Donezk sind nach Angaben der russischen Besatzungsverwaltung vier Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet worden. Darunter seien zwei Jugendliche, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte Besatzungsverwaltung, ohne Details zu nennen. Zuvor hatte diese demnach von sechs Verletzten nach einem Drohnenangriff gesprochen. (dpa)

10:57 Uhr

Montag, 25. Mai

Zahl der Verletzten in Kiew wächst nach Angriff auf fast 90

Nach dem massiven russischen Angriff in der Nacht zu Sonntag steigt die Zahl der Verletzten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew weiter. Es seien 87 Menschen verletzt worden, darunter drei Minderjährige, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski in sozialen Medien. In Krankenhäuser seien 21 Personen gebracht worden. Die Aufräumarbeiten dauern demnach an. Er sprach von rund 300 beschädigten Objekten, ein Grossteil davon seien Wohnhäuser. (dpa)

18:53 Uhr

Sonntag, 24. Mai

Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer «starken Antwort an den Aggressor» aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Über 600 Drohnen und 90 Raketen trafen Kiew in der Nacht auf Pfingstsonntag. (Bild: EPA)

Sybiha warf Russland vor, mit der «barbarischen Raketenattacke» in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.

Allein in Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten stieg laut Bürgermeister Vitali Klitschko bis zum frühen Abend auf 81. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski teilte in den sozialen Netzwerken mit, es seien etwa 100 Menschen bei den Angriffen im Land verletzt und mindestens vier getötet worden.

Auch Regierungsgebäude beschädigt

Bei den Attacken wurden laut Behörden auch Regierungsgebäude beschädigt, darunter das Aussenministerium und das Kabinettsgebäude. Verletzte gab es demnach an dem arbeitsfreien Sonntag aber nicht. Ukrainischen Medien zufolge wurde auch ein Haus beschädigt, in dem Präsident Selenski eine Wohnung besitzt.

«Putin versucht, die Ukraine einzuschüchtern, indem er Zivilisten angreift und Wohngebäude, Museen, Schulen sowie kritische Infrastruktur zerstört», sagte Aussenminister Sybiha. Der Kremlchef versuche das ausserdem, indem er Mittelstreckenraketen auf friedliche Städte abfeuere. Russland hatte zuvor den Einsatz seiner neuen und wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchteten Oreschnik-Rakete bestätigt.

Die internationale Gemeinschaft müsse reagieren, meinte Sybiha. «Wir fordern unsere Partner nachdrücklich auf, entschlossene multilaterale Massnahmen zu ergreifen, um Russland abzuschrecken und es zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden zu bewegen», betonte der Minister. (dpa)

18:22 Uhr

Sonntag, 24. Mai

Russland meldet Toten nach ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Russland ist nach Angaben örtlicher Behörden ein Zivilist getötet worden. Der Angriff traf demnach am Sonntagmorgen die Stadt Graiworon in der Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht zum Sonntag seien 33 ukrainische Drohnen abgeschossen oder elektronisch gestört worden. Betroffen gewesen seien unter anderem die Region Moskau, Gebiete im Westen und Südwesten Russlands sowie die von Russland besetzte ukrainische Halbinsel Krim. (dpa)

17:06 Uhr

Sonntag, 24. Mai

Selenski: Nicht alle Raketen bei Angriff auf Kiew abgefangen

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenski bei dem russischen Grossangriff im Raum Kiew nicht alle ballistischen Raketen abfangen können. Die meisten Einschläge hätten die Hauptstadt getroffen, das Hauptziel des Angriffs, sagte Selenski.

Die offenbar gescheiterten Abfangversuche verdeutlichen den anhaltenden Mangel der Ukraine an Luftabwehrraketen, die ballistische Flugkörper abschiessen können. Kiew ist dabei stark auf US-Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot angewiesen. Die dafür nötigen Abfangraketen bleiben jedoch knapp und gehören zu den dringendsten Forderungen der Ukraine an ihre westlichen Partner.

Eine eigene Alternative aus ukrainischer Produktion zu entwickeln, ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums inzwischen eine der wichtigsten Prioritäten. Dafür braucht das Land allerdings Zeit und zusätzliche Finanzierung.

Nach dem russischen Grossangriff wüteten in Kiew bis Sonntagmorgen Brände. Schäden seien an 50 Orten in mehreren Bezirken registriert worden, darunter an Wohnhäusern, Einkaufszentren und Schulen, teilte der ukrainische Katastrophenschutz auf Telegram mit. Auch Gebäude der Polizei seien beschädigt worden.

«Es war eine schreckliche Nacht. So etwas hat es im gesamten Kriegsverlauf noch nie gegeben», sagte die 55-jährige Einwohnerin Switlana Onofryitschuk, die seit 22 Jahren auf einem Kiewer Markt arbeitet, der bei dem Angriff beschädigt wurde. «Es tut mir unendlich leid, dass ich mich nun von Kiew verabschieden muss. Ich werde dort nicht bleiben – es gibt dafür keine Möglichkeit mehr.» (dpa)

15:37 Uhr

Sonntag, 24. Mai

Russland: Zahl der Toten nach Angriff auf Wohnheim steigt auf 21

Nach einem mutmasslich ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ukraine ist die Zahl der Toten nach Angaben russischer Behörden auf mindestens 21 gestiegen. Mehr als 40 weitere Menschen seien verletzt worden, hiess es am Samstagabend. Die von Moskau eingesetzten Behörden in Luhansk ordneten eine zweitägige Trauer um die Opfer an.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Angriff in der Nacht zum Freitag als Verbrechen bezeichnet und das Militär aufgefordert, Vorschläge für Vergeltungsmassnahmen vorzulegen. Im Umfeld der Hochschule gebe es keine militärischen Anlagen oder Einrichtungen der Sicherheitsbehörden, erklärte er.

Der UN-Sicherheitsrat berief auf Antrag Russlands eine Dringlichkeitssitzung zu dem Angriff ein. Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk, ehemals Botschafter der Ukraine in Deutschland, wies dabei am Samstag Kriegsverbrechens-Anschuldigungen Moskaus zurück und sprach von einer «puren Propaganda-Show». Die Einsätze des ukrainischen Militärs am Freitag hätten sich «allein gegen die russische Kriegsmaschinerie» gerichtet, sagte er. (dpa)

13:56 Uhr

Sonntag, 24. Mai

ARD meldet Schäden am Studio in Kiew nach russischem Angriff

Bei den massiven russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist auch das Fernsehstudio der ARD-Korrespondenten nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks (WDR) massiv beschädigt worden. Wahrscheinlich habe eine Druckwelle durch die russischen Angriffe in dem zentral gelegenen Studio zu Verwüstungen geführt. Es seien Fenster zersplittert, Räume verwüstet und Wände eingestürzt, hiess es in einer in Köln veröffentlichten Mitteilung des WDR. Zum Zeitpunkt der Attacken habe sich niemand in dem Studio aufgehalten.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski teilte mit, das Studio liege im Gebäude des nationalen Kunstmuseums, das bei den Angriffen beschädigt worden sei. «Die statische Sicherheit des Gebäudes muss nun überprüft werden», erklärte der WDR weiter. Die Berichterstattung werde «mit mobilen technischen Lösungen und Ausweichmöglichkeiten weiter gewährleistet».

«Rausgerissene Fensterrahmen, überall Splitter, zerstörte Technik – den eigenen Arbeitsplatz völlig verwüstet zu sehen, ist ein Schock», sagte Kiews ARD-Studioleiter Vassili Golod. Sein Team lasse sich jedoch nicht einschüchtern von den russischen Angriffen. WDR-Intendantin Katrin Vernau zeigte sich der Mitteilung zufolge «sehr erleichtert, dass unsere Mitarbeiter bei diesem Angriff nicht verletzt wurden». Auch unter den gefährlichen Bedingungen und dem Ausnahmezustand werde weiter berichtet, «damit die Menschen in Deutschland die wichtigsten Informationen aus der Ukraine aus erster Hand bekommen». (dpa)

10:58 Uhr

Sonntag, 24. Mai

Russland bestätigt Einsatz seiner Oreschnik-Rakete

Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die «terroristischen Angriffe» der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. (dpa)

10:49 Uhr

Sonntag, 24. Mai

Selenski: Russland setzte Oreschnik-Rakete ein

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt – erstmals nahe der Hauptstadt Kiew. Kremlchef Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenski in einer am Morgen in Kiew veröffentlichten Videobotschaft. Die Grossstadt liegt im Kiewer Gebiet. Die auch in Weissrussland von Moskau stationierte Oreschnik-Rakete (auf Deutsch: Haselstrauch) kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent.

«Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt», sagte Selenski. Zu Schäden in Bila Zerkwa machte er keine Angaben. Es war demnach bereits der dritte Einsatz der Waffe in dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. (dpa)

07:05 Uhr

Sonntag, 24. Mai

Massiver russischer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht auf der Plattform Telegram zudem ausdrücklich vor einem möglichen russischen Angriff mit der besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik. Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach von insgesamt 40 beschädigten Gebäuden. Es gebe mindestens einen Toten und rund 20 Verletzte zu beklagen, schrieb er auf Telegram.

Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete ebenfalls von zahlreichen betroffenen Gebäuden, darunter auch Hochhäuser und mindestens eine Schule. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt in den frühen Morgenstunden auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben. Das Portal «The Kyiv Independent» sprach von «einer Reihe von Explosionen» in der Hauptstadt. Zunächst unbestätigten Berichten zufolge soll Russland bei dem Angriff auch Hyperschallraketen und Marschflugkörper eingesetzt haben. Das Portal «Times of Ukraine» berichtete auf Telegram von zahlreichen Bränden in der Millionenstadt, darunter auch einer in der Nähe des Regierungsviertels. Auch andere Landesteile der Ukraine wurden angegriffen. Das gesamte Ausmass der russischen Angriffswelle und deren Folgen waren in der Nacht nicht sofort absehbar.

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei grösseren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf. (dpa)

13:59 Uhr

Samstag, 23. mai

Russland: Zahl der Todesopfer nach Angriff auf Wohnheim gestiegen

Nach einem mutmasslich ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ukraine ist die Zahl der Toten nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden auf elf gestiegen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Angriff in der Nacht zum Freitag als Verbrechen bezeichnet und das Militär aufgefordert, Vorschläge für Vergeltungsmassnahmen vorzulegen. Im Umfeld der Hochschule gebe es keine militärischen Anlagen oder Einrichtungen der Sicherheitsbehörden, erklärte er.

Der UN-Sicherheitsrat berief auf Antrag Russlands eine Dringlichkeitssitzung zu dem Angriff ein. Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk, ehemals Botschafter der Ukraine in Deutschland, wies Kriegsverbrechens-Anschuldigungen Moskaus zurück und sprach von einer «puren Propaganda-Show». Die Einsätze des ukrainischen Militärs am Freitag hätten sich «allein gegen die russische Kriegsmaschinerie» gerichtet, sagte er. (dpa)

11:04 Uhr

Samstag, 23. mai

Ukraine trifft erneut Öllager im Süden Russlands

Die Ukraine hat mit einem weiteren Drohnenangriff eine Öllagerstätte in der bereits mehrfach attackierten Schwarzmeer-Metropole Noworossijsk in Brand gesetzt. Teile einer abgeschossenen Drohne seien auf das Gelände eines Treibstoffterminals gefallen, teilte der operative Stab der Region Krasnodar mit. In einigen technischen und administrativen Gebäuden seien Feuer ausgebrochen. Es gebe zwei Verletzte, hiess es in der Behördenmitteilung.

In sozialen Netzwerken berichteten Augenzeugen, dass der Ölterminal Gruschowaja des Energiekonzerns Transneft in Brand geraten sei. Es handelt sich um eine der grössten Öllagerstätten im Kaukasus mit Reservoirs unter der Erde und an der Oberfläche - samt einem Umschlagplatz. (dpa)

11:02 Uhr

Samstag, 23. Mai

Nach Kiews Drohnenangriff auf Wohnheim steigt Zahl der Toten

Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim einer Berufsschule im russisch besetzten Gebiet Luhansk ist die Zahl der Toten laut Behörden auf zehn gestiegen. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk gezogen worden, teilte das russische Zivilschutzministerium mit. Insgesamt gebe es 48 Verletzte. Laut den örtlichen Behörden werden noch elf Studentinnen und Studenten vermisst. Die Suche nach ihnen in den Trümmern dauert demnach an. Kremlchef Wladimir Putin hatte dem ukrainischen Militär am Freitag einen «Terrorakt» vorgeworfen.

Der ukrainische Generalstab warf Russland Desinformation vor. In Starobilsk habe eine auf Drohnenangriffe gegen die Ukraine spezialisierte russische Militäreinheit operiert. Sie sei Ziel der Attacke gewesen. Putin hatte behauptet, es habe dort kein militärisches Ziel gegeben. Er sprach am Freitag von 6 Toten, 39 Verletzten und 15 Vermissten.

UN-Generalsekretär António Guterres kritisierte die Attacke. «Jeden Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verurteilen wir scharf, egal wo sie geschehen», sagte ein Sprecher von Guterres in New York. (dpa)

21:52 Uhr

Freitag, 22. Mai

Ukraine meldet Abwehr von 115 russischen Drohnen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht 115 von 124 russischen Drohnen abgeschossen oder elektronisch gestört. Das teilte die ukrainische Luftwaffe am Freitag mit. In der Region Sumy wurden nach Angaben der Nationalpolizei elf Menschen verletzt, darunter ein Kind. Die Militärverwaltung in der südlichen Region Cherson teilte mit, in der gleichnamigen Gebietshauptstadt sei bei einem russischen Drohnenangriff ein Mann getötet worden.

Russland hat die Angriffe auf zivile Gebiete des Nachbarlandes in den vergangenen Monaten intensiviert. Die Zahl der von den Vereinten Nationen bestätigten zivilen Opfer in der Ukraine stieg in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent. Demnach wurden 815 Zivilisten getötet und 4.174 verletzt.

Auf dem Schlachtfeld konnten ukrainische Gegenangriffe westlichen Analysten zufolge die russische Armee seit Ende vergangenen Jahres aus mehr als 400 Quadratkilometern im Süden der Ukraine zurückdrängen. Diese Erfolge werden unter anderem der zunehmend in der Ukraine entwickelten Drohnen- und Raketentechnologie zugeschrieben. Zudem hätten russische Kräfte keinen Zugang zu Starlink-Satellitendiensten gehabt, die zur Steuerung von Drohnen auf Ziele genutzt werden. (dpa)

21:14 Uhr

Freitag, 22. Mai

«Leider nicht fruchtbar»: USA wollen nicht mehr vermitteln

Die US-Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine befinden sich in einer Sackgasse. US-Aussenminister Marco Rubio, der am Freitag am Nato-Aussenministertreffen im schwedischen Helsingborg teilnahm, räumte ein, dass die diplomatischen Bemühungen um ein Ende der Kampfhandlungen keine nennenswerten Ergebnisse hervorgebracht hätten.

Zwischen Ukraine-Präsident Wolodimir Selenski und US-Präsident Donald Trump hat es nie gefunkt. (Bild: Alex Brandon/AP)

Die Verhandlungen im Verlauf des vergangenen Jahres seien «leider nicht fruchtbar» gewesen, sagte er. Derzeit gebe es keine Gespräche. Diese könnten jedoch wieder aufgenommen werde, wenn Washington eine Chance auf Fortschritte sehe, sagte Rubio. (dpa)

11:50 Uhr

Freitag, 22. Mai

Tote in russisch besetztem Gebiet Luhansk

Im russisch besetzten Gebiet Luhansk sind nach russischen Behördenangaben mindestens vier Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Unter Trümmern würden weitere Menschen vermutet, schrieb die mit EU-Sanktionen belegte russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa bei Telegram.

Zuvor hatte der von Moskau eingesetzte Verwalter, Leonid Passetschnik, von 35 Verletzten gesprochen. Drohnen seien in eine Berufsschule und ein Wohnheim in Starobilsk eingeschlagen, in dem sich 86 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren befanden, teilte er mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht prüfen.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Tag für Tag werden dabei Zivilisten in der Ukraine verletzt oder getötet. Moskaus Militär attackiert systematisch die Energieinfrastruktur; im Winter mussten bei Frosttemperaturen Millionen Menschen ohne Heizung, Strom und Wasser ausharren.

Russland annektierte bereits 2014 die Schwarzmeerhalbinsel Krim und nach Beginn der grossangelegten Invasion 2022 auch die Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson. Verhandlungen, bei denen zuletzt die USA vermittelt hatten, liegen derzeit auf Eis. Moskau beharrt auf seinen Maximalzielen. Dazu gehört auch, dass Kiew seine Armee aus den bislang nicht von Russland eroberten Gebieten im Donbass, den die Regionen Donezk und Luhansk bilden, abzieht.

Die Ukraine lehnt solche Gebietsgeschenke ab. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele in Russland an. Die Zahlen der Opfer und das Ausmass der Schäden stehen aber in keinem Verhältnis zu den hohen Opferzahlen und Zerstörungen durch Russland in der Ukraine. (dpa)

08:03 Uhr

Donnerstag, 21. Mai

Russland: Zwei Tote und Verletzte nach ukrainischem Angriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind nach russischen Behördenangaben zwei Menschen in der Stadt Sysran an der Wolga getötet worden. Es gebe auch Verletzte, schrieb der Gouverneur des Gebiets Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram, nannte aber keine Zahlen. Weder zu Schäden noch zu genauen Orten machte er Angaben.

Die Stadt war schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe, dort gibt es eine Ölraffinerie. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. In den vergangenen Monaten baute sie ihre Gegenangriffe ins russische Hinterland aus, sie werden immer sichtbarer. Kiew nimmt dabei systematisch Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie ins Visier. So will die Ukraine den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und Russlands Einnahmen aus dem Energiegeschäft, die wichtig für Moskaus Kriegskasse sind, schmälern. Die Zahlen der Opfer und das Ausmass der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Folgen russischer Angriffe in der Ukraine. (dpa)

09:39 Uhr

Mittwoch, 20. Mai

Brand in russischer Raffinerie nach Drohnenangriff

Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die grosse Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert. Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: «Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschliessenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht», teilte er bei Telegram mit. Russische und ukrainische Telegramkanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen.

Drohnen-Offensive gegen russische Ölindustrie

Die Raffinerie von Kstowo gehört dem zweitgrössten russischen Ölkonzern Lukoil und zählt zu den zehn grössten des Landes. Der ukrainische Generalstab hatte auch am Dienstag einen Angriff auf die Anlage gemeldet. Die Ukraine greift seit Monaten Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie an. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau erfasste die ukrainische Angriffswelle erneut ganz West- und Zentralrussland. 273 feindliche Drohnen seien abgeschossen worden, hiess es. In St. Petersburg und dem Umland warnte der Zivilschutz die Bürger vor Drohnengefahr, wie Tass meldete. Wegen der Drohnen in der Luft mussten viele russische Flughäfen ihren Betrieb zeitweise einschränken. (dpa)

14:01 Uhr

Dienstag, 19. Mai

Merz hofft auf Chinas Einfluss auf Putin

Bundeskanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass Chinas Präsident Xi Jinping bei seinem Treffen mit Wladimir Putin in Peking auf den russischen Staatschef einwirkt, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. «Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China», sagte Merz nach einem Treffen mit dem Schweizer Präsidenten Guy Parmelin in Berlin. «Aber wir verbinden natürlich mit diesem Besuch die Hoffnung, dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden, den er nicht gewinnen kann.» Der Kanzler verwies darauf, dass der Krieg jeden Tag «hohe Verluste an Menschenleben» für Russland bedeute. Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump wird Putin heute zu einem Besuch in China erwartet. (dpa)

14:00 Uhr

Dienstag, 19. Mai

Estlands Verteidigungsminister: Nato-Kampfjets schiessen Drohne ab

Nato-Kampfjets haben über Estland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur handelt es sich um den ersten Abschuss dieser Art. Rumänische F-16-Jets hätten die Drohne über dem Võrtsjärv-See im Süden des Landes vom Himmel geholt. Sie stürzte demnach in einem sumpfigen Gebiet ab, die Suche dauere noch an. (dpa)

12:59 Uhr

Dienstag, 19. Mai

Russland beginnt grosses Manöver seiner Streitkräfte

Parallel zum Besuch von Kremlchef Wladimir Putin in Peking hat Russland ein dreitägiges Grossmanöver mit Zehntausenden Soldaten und Übungen seiner Nuklearkräfte begonnen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 64.000 Soldaten und 7800 Stück Technik kämen zum Einsatz, darunter mehr als 200 Raketenabschussvorrichtungen. An der Übung nähmen auch 140 Flugzeuge, 73 Marineschiffe und 13 U-Boote teil. Acht dieser U-Boote seien Träger von Nuklearraketen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Von den Seestreitkräften seien die Nordflotte im europäischen Norden Russlands und die Pazifikflotte im Fernen Osten beteiligt.

Ziel sei, die Einsatzbereitschaft von Kommandostrukturen wie der Truppen bei der Abschreckung eines möglichen Gegners zu überprüfen, teilte das Militär mit. (dpa)

12:58 Uhr

Dienstag, 19. Mai

Ukraine will Eckstein für Europas Energiesicherheit werden

Die Ukraine bietet sich als Eckstein eines künftigen widerstandsfähigen Energiesystems in Europa an. «Die ukrainische Energieerfahrung muss jetzt über die Ukraine hinausgehen», sagte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal in Berlin. Es gehe um die Fähigkeit in Europa, Schocks abzufangen und in Krisen entschieden zu handeln. «Das bedeutet, die Ukraine in die Planung des europäischen Energiesystems einzubeziehen als Resilienz-Hub für den Kontinent», sagte er bei einer Konferenz über Energiesicherheit im Auswärtigen Amt. Als Beispiel für die beginnende grenzüberschreitende Kooperation nannte Schmyhal die Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit den EU-Nachbarn. (dpa)

10:04 Uhr

Dienstag, 19. Mai

Hunderte ukrainische Drohnen - russische Raffinerie als Ziel

Das russische Militär hat erneut über einen grossflächigen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht berichtet. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands einschliesslich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen grossen Angriff. Die russische Militärstatistik lässt aber - anders als die ukrainische Zählung - keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu.

Ein Ziel schien nach Angaben russischer wie ukrainischer Telegramkanäle die Raffinerie von Jaroslawl an der Wolga nordöstlich von Moskau zu sein. Der regionale Gouverneur Michail Jewrajew teilte mit, dass Drohnentrümmer einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst hätten. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Ausfallstrasse nach Moskau sei gesperrt worden. Genau dort liegt die Raffinerie, die zu den grössten in Russland zählt. (dpa)

12:21 Uhr

Montag, 18. Mai

Selenski: Russische Angriffe auf acht Regionen der Ukraine

Russland hat zum Wochenstart acht Regionen der Ukraine mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski erklärte am Montag, Russland habe in der Nacht 524 Angriffsdrohnen sowie 22 ballistische Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes wurden mehr als zwei Dutzend Menschen verletzt, darunter auch Kinder.

Besonders viele Angriffe entfielen auf Dnipro und die umgebende Region Dnipropetrowsk im Zentrum des Landes. Selenski sagte, der Beschuss der Region habe sechs Stunden gedauert. Es seien Energieanlagen und Wohngebäude getroffen worden. Schäden wurden auch aus den Regionen Odessa, Tschernihiw und Saporischschja gemeldet.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, zwischen Sonntagabend und Montagmorgen seien 50 ukrainische Drohnen abgefangen worden. (dpa)

09:11 Uhr

Sonntag, 17. Mai

Drohnenalarm in Lettland: Flugobjekt durchquert Luftraum

Im Baltikum haben die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds Lettland Anwohner über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Das Flugobjekt sei am Morgen in den Luftraum eingedrungen und habe diesen dann wieder verlassen, teilten die Streitkräfte mit. Kampfjets der Nato seien aktiviert worden, hiess es, ohne nähere Angaben. In der Vergangenheit kam es bereits zu Explosionen durch Drohnenvorfälle auf lettischem Gebiet.

«Solange die russische Aggression in der Ukraine andauert, ist es möglich, dass es erneut zu Vorfällen kommt, bei denen ausländische Drohnen in den lettischen Luftraum eindringen oder sich diesem nähern», teilte das Militär weiter mit. Der Luftraum werde ständig überwacht, gemeinsam mit den Nato-Verbündeten sei auch schnelle Reaktion auf Bedrohungslagen gewährleistet.

In diesem Monat war ein kaum genutztes Öllager mit leeren Tanks in Rezekne im Osten des Landes getroffen worden. Bei dem Vorfall waren zwei fehlgeleitete ukrainische Drohnen nahe der russischen Grenze abgestürzt. Niemand wurde verletzt. Der Zwischenfall löste eine politische Krise in dem Land aus, bei der erst Verteidigungsminister Andris Spruds und dann Regierungschefin Evika Silina zurücktrat.

07:59 Uhr

Sonntag, 17. Mai

Russland will 556 ukrainische Drohnen abgewehrt haben

Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht nach Angaben des Verteidigungsministeriums im ganzen Land insgesamt 556 ukrainische Drohnen abgewehrt. Das berichtete Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Angaben aus Moskau konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Zuvor hatten russische Behördenvertreter im Raum Moskau und auf der besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim von Drohnenangriffen berichtet.

Sollten die russischen Angaben zur Zahl der abgeschossenen Drohnen zutreffen, würden sie auf einen grossen Angriff der Ukraine hindeuten. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte keine Informationen dazu, wie viele Drohnen nicht rechtzeitig abgefangen werden konnten.

Bei ukrainischen Angriffen auf die Region Moskau seien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, schrieb der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, auf Telegram. Mehrere Häuser und Wohnungen seien beschädigt worden und in Brand geraten.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte auf Telegram mit, in der Hauptstadt seien mindestens zwölf Menschen verletzt worden, vor allem Arbeiter in der Nähe einer Ölraffinerie. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Auf den Hauptstadt-Flughäfen gab es zeitweilig keine Starts und Landungen wegen der Drohnengefahr. Schäden wurden auch aus der russisch besetzten Marinestadt Sewastopol auf der Krim gemeldet. (dpa)

22:18 Uhr

Samstag, 16. Mai

Selenski: Moskau bekommt immer noch westliche Elektronik

Nach schweren russischen Raketenangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski eine Einhaltung der Techniksanktionen gegen Moskau gefordert. «Bei dem Angriff auf Kiew in dieser Woche haben die Russen Raketen eingesetzt, die in diesem Jahr hergestellt wurden», sagte Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.

«Ohne Komponenten von Unternehmen aus Europa, Japan und den Vereinigten Staaten hätten die Russen diese Raketen einfach nicht herstellen können.» Gleiches gelte für andere Waffen der russischen Armee bei ihren Angriffen auf ukrainische Städte. «Russlands Verbindungen zur Welt, die dem Krieg dienen, sind eine direkte Bedrohung für das Leben», sagte der ukrainische Präsident.

Wegen der militärischen Nutzung ist der Export von Elektronikbauteilen nach Russland verboten, solche Teile werden aber oft über Drittstaaten geschickt. Bei einem tagelangen russischen Luftangriff am Mittwoch und Donnerstag waren in Kiew durch einen Raketentreffer auf einen Wohnblock 24 Menschen getötet worden. Am Samstagabend schickten beide Kriegsparteien Drohnenschwärme auf das Gebiet des Gegners. (dpa)

21:58 Uhr

Samstag, 16. Mai

Mutmasslicher Drahtzieher des Ruanda-Genozids in Haft gestorben

Der mutmassliche Drahtzieher des Genozids in Ruanda 1994, Félicien Kabuga, starb nach Angaben eines UN-Gerichts in einem Krankenhaus in Den Haag. Der ruandische Geschäftsmann war beschuldigt worden, die Hutu-Miliz Interahamwe finanziert und bewaffnet zu haben. Zudem soll er den Radiosender RTLM unterstützt haben, der zu Massakern an der Tutsi-Minderheit aufrief. Kabuga wies die Vorwürfe stets zurück.

Beim Völkermord in Ruanda wurden 1994 mindestens 800'000 Menschen getötet. Kabuga war 2020 nach jahrzehntelanger Flucht in Paris festgenommen worden. Wegen seines Gesundheitszustands wurde das Verfahren später eingeschränkt fortgeführt. (dpa)

15:04 Uhr

Samstag, 16. Mai

Putin erleichtert Einbürgerung für Menschen aus Transnistrien

Moskau erleichtert Einwohnern der abtrünnigen moldauischen Region Transnistrien die Annahme der russischen Staatsbürgerschaft. Wer dauerhaft in Transnistrien lebe und mindestens 18 Jahre alt sei, könne die Staatsbürgerschaft erhalten, ohne Kenntnisse der russischen Sprache, Geschichte und Gesetzgebung nachweisen zu müssen, berichteten russische Staatsmedien unter Berufung auf ein Neues, von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Dekret. Sie müssen auch nicht mehr nachweisen, dass sie vor der Antragstellung fünf Jahre lang in Russland gelebt haben.

Transnistrien hatte sich nach einem kurzen Krieg Anfang der 1990er Jahre von Moldau unabhängig erklärt. Die Unabhängigkeit Transnistriens wird von keinem UN-Mitgliedsland anerkannt, auch nicht von Russland. Transnistrien ist auf die Hilfe Moskaus angewiesen. In der Region sind 1500 russische Soldaten stationiert. Die grosse Mehrheit der etwa 470'000 Einwohner Transnistriens spricht Russisch als Muttersprache. Rund 200'000 sind russische Staatsbürger, obwohl die meisten auch die moldauische Staatsangehörigkeit besitzen.

Moldau wurde nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unabhängig, doch Russland betrachtet das Land, das zwischen der Ukraine und dem EU-Mitglied Rumänien liegt, weiterhin als Teil seiner Einflusssphäre. Moldau orientiert sich jedoch wie die Ukraine in Richtung Westen und strebt einen Beitritt zur Europäischen Union an. (dpa)

12:05 Uhr

Samstag, 16. Mai

Kiew erhält mehr als 500 Soldatenleichen zurück

Die Ukraine hat nach Angaben aus Kiew erneut Hunderte Soldatenleichen von Russland zurückerhalten. Die sterblichen Überreste von 528 Gefallenen, bei denen es sich nach Angaben der russischen Seite um ukrainische Soldaten handeln könnte, seien Kiew übergeben worden, teilte der ukrainische Stab für Kriegsgefangenenbelange mit. Vermittelt habe das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Allerdings hatte die staatliche Nachrichtenagentur Tass am Vortag gemeldet, dass auch Soldatenleichen ausgetauscht werden sollen. Moskau gebe 526 tote ukrainische Soldaten zurück und bekomme 41 russische Leichen, hiess es unter Berufung auf Quellen. Die Zahl toter Ukrainer ist bei solchen Austauschen in den vergangenen Jahren immer deutlich höher gewesen. Als Grund gilt, dass die russische Armee ständig vorgerückt ist und die abziehende ukrainische Armee ihre Toten oft nicht bergen konnte. (dpa)

09:13 Uhr

Samstag, 16. Mai

Kreml kündigt Putin-Reise nach China an

Der Kreml hat einen Besuch von Russlands Präsident Wladimir Putin für Dienstag und Mittwoch in China angekündigt. Putin folge damit einer Einladung des chinesischen Staatschefs Xi Jinping, teilte der Kreml mit.

Bei dem Besuch sollen Putin und Xi demnach über die Beziehungen ihrer Länder sprechen und sich über internationale wie regionale Probleme austauschen. Im Anschluss sei die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung und einer Reihe bilateraler Dokumente geplant. Auch ein Treffen mit Ministerpräsident Li Qiang steht demnach auf dem Programm.

Putins Besuch sei verbunden damit, dass sich die Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zum 25. Mal jährt.

Erst am Freitag war US-Präsident Donald Trump nach einem mehrtägigen Staatsbesuch in China zurück in die USA geflogen. Putin war zuletzt im vergangenen Jahr in Peking gewesen, als mit einer Militärparade der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gefeiert wurde. (dpa)

11:00 Uhr

Freitag, 15. Mai

Russland und Ukraine tauschen jeweils 205 Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben am Freitag jeweils 205 Kriegsgefangene ausgetauscht. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski erklärte, es handele sich um die erste Phase eines grösseren Austauschs, bei dem 1.000 Soldaten auf beiden Seiten in ihre Heimat zurückkehren könnten. Ein Teil der freigelassenen Ukrainer sei bereits seit 2022 in russischer Gefangenschaft gewesen und habe in einigen der heftigsten Schlachten des Krieges gekämpft. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Austausch und dankte den Vereinigten Arabischen Emiraten für ihre Vermittlungshilfe. (dpa)

08:29 Uhr

Freitag, 15. Mai

Angriff auf russische Raffinerie in Rjasan - drei Tote

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind nach russischen Behördenangaben in der Stadt Rjasan mindestens drei Menschen getötet und zwölf verletzt worden. Zwei Wohnblocks und ein Industriebetrieb seien beschädigt worden, teilte Pawel Malkow, Gouverneur der Region südöstlich von Moskau, mit. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass.

Bei dem Industriebetrieb handelte es sich nach Berichten auf Telegramkanälen um die Raffinerie von Rjasan, nach Branchenangaben die drittgrösste in Russland. Dort sei ein grosser Brand beobachtet worden.

Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete von einem ungewöhnlich grossen Drohnenangriff der Ukraine auf viele russische Regionen in der Nacht. 355 feindliche Flugobjekte seien abgeschossen worden, hiess es. Solche Militärzahlen sind nicht im Detail zu überprüfen.

24 Tote nach russischem Luftangriff auf Kiew

Der Angriff folgte auf einen der längsten und schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine am Mittwoch und Donnerstag. Allein in Kiew wurden bis Freitagmorgen 24 Tote aus einem zerstörten Wohnblock geborgen, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Für die Hauptstadt wurde ein Trauertag ausgerufen. Präsident Wolodimir Selenski beauftragte sein Militär, Vergeltung für diesen Angriff zu planen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. (dpa)

04:28 Uhr

Freitag, 15. Mai

Zahl der Toten nach Angriff auf Kiew steigt auf mehr als 20

Die Zahl der Todesopfer nach der jüngsten russischen Angriffswelle auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist neuen Angaben zufolge auf 21 gestiegen. Zudem werden laut Rettungskräften noch immer 17 Menschen in den Trümmern eines zerstörten Wohnblocks vermisst, wie ukrainische Medien berichteten. Dutzende Verletzte müssten behandelt werden.

Am Donnerstagabend hatten die Behörden in Kiew noch von 16 Toten gesprochen. Russland hatte die Millionenmetropole und andere Städte in der Nacht mit Hunderten Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern attackiert - ein selbst nach mehr als vier Jahren Krieg aussergewöhnlich heftiger Angriff.

Nach ukrainischen Behördenangaben wurden landesweit Dutzende Wohnhäuser beschädigt. Auch das Umland von Kiew sowie die Gebiete Charkiw und Odessa wurden schwer getroffen. Schon am Mittwoch hatte Russland mit mehr als 800 Drohnen eine der heftigsten und am längsten anhaltenden Attacken auf die Ukraine seit Kriegsbeginn im Februar 2022 ausgeführt. (dpa)

13:19 Uhr

Donnerstag, 14. Mai

Selenski: Fünf Tote nach Angriffen auf Kiew

Präsident Wolodimir Selenski sprach von mehr als zehn Vermissten und rund 40 Verletzten in der Hauptstadt. Unter den Opfern ist auch ein zwölfjähriges Mädchen. Landesweit seien 180 Objekte beschädigt worden, darunter zahlreiche Wohnhäuser. Auch andere Regionen wie Charkiw und Odessa meldeten Verletzte.

Die Angriffe folgten einer der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn mit Hunderten Drohnen. Eine Verlängerung der zuvor geltenden Waffenruhe lehnte Russland ab. Selenski wirft Moskau gezielte Angriffe auf zivile Ziele vor und fordert mehr internationalen Druck. (dpa)

09:14 Uhr

Donnerstag, 14. Mai

Ex-Präsidialamtschef Jermak in der Ukraine in Untersuchungshaft

Das Oberste Anti-Korruptions-Gericht ordnete Haft für zunächst 60 Tage an. Jermak kann gegen Kaution freikommen, erklärte jedoch, die geforderte Summe nicht aufbringen zu können. Ihm und fünf weiteren Verdächtigen werden illegale Millionengeschäfte im Zusammenhang mit einem Luxusbauprojekt vorgeworfen.

Zusätzlich sorgten Berichte über Kontakte zu einer Esoterik-Beraterin für Aufsehen. Demnach soll Jermak bei Personalentscheidungen astrologischen Rat eingeholt haben. Das Präsidialamt wies dies zurück und betonte, man beschäftige sich nicht mit Esoterik. (dpa)

06:42 Uhr

Donnerstag, 14. Mai

Massive russische Angriffe auf die Ukraine nach kurzer Waffenruhe

Wenige Tage nach der Feuerpause überzog Russland die Ukraine mit einer der längsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn. Landesweit wurde Luftalarm ausgelöst, ukrainische Medien berichteten von anfliegenden Drohnen und ballistischen Raketen. In Kiew kam es zu Explosionen, mehrere Menschen wurden verletzt, mindestens eine Person kam ums Leben. Auch Wohnhäuser wurden beschädigt, Verschüttete mussten aus Trümmern gerettet werden.

Bereits zuvor hatte Russland ungewöhnlich viele Angriffe am Tag geflogen. Präsident Wolodimir Selenski sprach von insgesamt mehr als 800 eingesetzten Drohnen sowie mehreren Toten und Dutzenden Verletzten. Die Attacken trafen Ziele bis in den Westen der Ukraine. In der Folge schlossen Nachbarländer wie die Slowakei zeitweise Grenzübergänge.

Selenski sieht einen Zusammenhang mit dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump und hofft auf Druck aus Peking auf Moskau. Russland wiederum will mit den Angriffen den Druck auf die Ukraine erhöhen, um eigene Bedingungen für Verhandlungen durchzusetzen. Kiew lehnt diese Forderungen weiterhin ab. (dpa)

14:00 Uhr

Mittwoch, 13. Mai

Selenski meldet Drohnenangriffe auf ukrainische Wohngebiete

Russland hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew mit mehr als 100 Drohnen attackiert. Die Angriffe hätten Wohngebiete und Eisenbahnanlagen in den Regionen Charkiw und Dnipro getroffen und ausserdem Schäden an Häfen in der Region Odessa und Energie-Infrastruktur in der Region Poltawa angerichtet, erklärte Präsident Wolodimir Selenski am Mittwoch.

Einsatzkräfte löschen einen Brand an einer Gasleitung nach einem russischen Drohnenangriff in der Region Dnipropetrowsk (Bild: Ukrainian Emergency Service)

«Russland setzt seine Angriffe fort, und zwar auf unverschämte Art und Weise, indem es absichtlich unsere Eisenbahninfrastruktur und zivile Einrichtungen in unseren Städten angreift», schrieb Selenski im Kurznachrichtendienst X. Erst am Dienstag seien 14 Regionen angegriffen worden. Dabei gab es nach ukrainischen Angaben mindestens acht Tote. «Es ist wichtig, die Ukraine zu unterstützen und zu Russlands Krieg nicht zu schweigen», erklärte Selenski mit Blick auf den Iran-Krieg. «Jedes Mal, wenn der Krieg aus den Nachrichten verschwindet, ermutigt das Russland, noch brutaler zu werden.»

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Luftabwehr habe 286 ukrainische Drohnen zerstört. Es nannte mehrere russische Regionen und die völkerrechtswidrig annektierte Halbinsel Krim als Ziele. (dpa)

Russland führt massive Angriffe gegen die Ukraine durch. (Bild: Monitor)

11:20 Uhr

Mittwoch, 13. Mai

Feuer in Russland nach ukrainischen Drohnenangriffen

Ukrainische Drohnenangriffe haben mehrere Brände in Russland ausgelöst. Die Ukraine habe eine gasverarbeitende Fabrik in Astrachan am Kaspischen Meer attackiert, teilte der Gouverneur der Region, Igor Babuschkin, bei Telegram mit. Herabstürzende Trümmer verursachten demnach ein Feuer. Verletzte gebe es nicht.

Auch in der südrussischen Region Krasnodar kam es nach Angaben des Zivilschutzstabs zu einem Brand auf dem Gelände einer Fabrik in der Siedlung Wolna im Kreis Temrjuk. Ein Mensch sei verletzt worden. Einen weiteren Verletzten sowie Schäden an mehreren Orten gab es demnach in Taman, ebenfalls durch Drohnentrümmer. Der Hafen von Taman wird zum Umschlag von Öl und Flüssiggas genutzt.

In der Stadt Jaroslawl nordöstlich von Moskau seien Drohnentrümmer auf ein Industrieobjekt gestürzt, teilte Gouverneur Michail Jewrajew mit; er nannte aber keine Details. Die Raffinerie der Stadt war schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

17:11 Uhr

Montag, 11. Mai

Selenski: Militärprojekte mit Deutschland «nur der Anfang»

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski setzt auf weitere Gemeinschaftsprojekte mit Deutschland bei der Rüstungsproduktion. Derzeit gebe es sechs Projekte, «aber das ist nur der Anfang», sagte Selenski in Kiew bei einem Treffen mit dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius.

Er dankte Deutschland auch für weitere Hilfe bei der Luftverteidigung der Ukraine gegen russische Angriffe, sagte aber, er wolle dazu keine Details nennen. «Lasst das für die Russen eine Überraschung sein», so Selenski.

Pistorius betonte ebenfalls die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Ukraine, mit der jüngst eine strategische Partnerschaft sowie eine vertiefte Zusammenarbeit bei Militär und Rüstung vereinbart worden war. Er sagte an Selenski gerichtet über die Ukraine: «Sie sind nicht länger nur ein Konsument von Sicherheit, sondern sie stellen Sicherheit bereit.» Das Land wehrt sich seit gut vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Vor dem Treffen mit Selenski hatte Pistorius am Stadtrand von Kiew eine Stellung der ukrainischen Drohnenbekämpfung besucht. Dabei wurden ihm Abfangdrohnen und deren Einsatz gegen russische Angriffe erklärt. (dpa)

14:31 Uhr

Montag, 11. Mai

EU verhängt Sanktionen wegen Deportation ukrainischer Kinder

Die Aussenminister der EU-Staaten haben weitere Sanktionen gegen Verantwortliche für Russlands Programm zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder beschlossen. Betroffen sind 16 Personen und 7 Einrichtungen und Organisationen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte. Die Sanktionsbeschlüsse haben unter anderem zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gilt zusätzlich ein EU-Einreiseverbot und Durchreiseverbot.

Sanktioniert wurden unter anderem die Leiterin eines Lagers, in dem ukrainische Minderjährige untergebracht sind und Einrichtungen, die für die ideologische Indoktrination, «Russifizierung» und militarisierte Erziehung von Kindern zuständig sind.

Mit den neuen Sanktionen will die EU das klare Zeichen setzen, dass sie entschlossen ist, Russland für seine grausamen Taten zur Rechenschaft zu ziehen. Seit Beginn der grossangelegten Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 wurden nach Angaben der EU-Kommission schätzungsweise 20.000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele mussten Identität und Staatsbürgerschaft wechseln und wurden zur Adoption freigegeben. Trotz internationaler Bemühungen konnten nach Angaben ukrainischer Behörden bislang nur etwa 2.100 Kinder zurückgebracht werden. (dpa)

21:15 Uhr

Samstag, 9. Mai

Putin erneuert Gesprächsangebot - aber in Moskau

Kremlchef Wladimir Putin ist bereit zu direkten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, aber nur in der russischen Hauptstadt. «Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen», sagte Putin bei einer ausserordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau.

Es sei keine direkte Einladung an Selenski, doch würde er sich auch mit ihm treffen. «Wir können uns auch an einem anderen Ort als Moskau treffen, aber nur wenn zuvor eine langfristige Friedensvereinbarung getroffen wurde», sagte Putin. Selenski schliesst eine Reise nach Moskau aus.

Berichte über eine Botschaft Selenskis, die der slowakische Regierungschef Robert Fico überbracht haben wollte, tat Putin als unwahr ab. «Es gab keine persönliche Botschaft.» Fico habe von Selenskis Gesprächsbereitschaft berichtet. «Aber das hören wir nicht zum ersten Mal.»

Putin kann sich seinen Freund Schröder als Vermittler vorstellen

Putin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. «Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar.» Obwohl sich die USA bisher um Vermittlung bemüht hatten, könne er sich von europäischer Seite Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler vorstellen. «Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.» Schröder und Putin gelten als enge Freunde.

Der Kremlchef warf Europa vor, den Konflikt in der Ukraine verschärfen zu wollen. Allerdings wisse Europa, «dass dieses Spiel teuer werden könnte». Die Ukraine werde von Europa weiterhin massiv unterstützt, vor allem mit Technik und Technologie. (dpa)

18:52 Uhr

Samstag, 9. Mai

Feuerwehr kämpft weiter gegen Brand in Tschernobyl-Sperrzone

Hunderte Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen einen Waldbrand in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine an. Das nach ukrainischen Angaben durch zwei russische Drohnen am Donnerstag ausgelöste Feuer hat inzwischen mehr als 1200 Hektar erfasst, wie die Behörden mitteilten. Insgesamt waren 374 Personen an den Löscharbeiten beteiligt.

«Die Lage ist vollständig unter Kontrolle», versicherte der Zivilschutz. Die Agentur Ukrinform berichtete unterdessen, dass von dem Brand keine radioaktive Gefahr ausgehe.

Am 26. April 1986 war in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl ausser Kontrolle geraten, und es trat der grösste anzunehmende Unfall (GAU) ein. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus. (dpa)

18:05 Uhr

Samstag, 9. Mai

Polnische Polizei findet Militärdrohne an russischer Grenze

Auf einem Feld nahe der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg) haben die polnischen Behörden eine abgestürzte Drohne sichergestellt. Polizei und Militärpolizei hätten am Morgen den Hinweis erhalten, nahe der Stadt Bartoszyce sei ein unbekanntes Flugobjekt gefunden worden, teilte die Militärpolizei auf Facebook mit. «Erste Untersuchungen vor Ort deuten darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um eine Militärdrohne handelt, die zu Überwachungszwecken eingesetzt wird, jedoch nicht kampffähig ist», hiess es in der Mitteilung. Die Militärpolizei habe Ermittlungen unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft eingeleitet.

Nach Informationen des privaten Radiosenders RMF soll die Drohne eine Aufschrift mit kyrillischen Buchstaben getragen haben. Das könnte auf einen russischen oder auch ukrainischen Ursprung hindeuten. Nach von der Polizei zunächst ebenfalls noch nicht bestätigten Angaben soll die abgestürzte Drohne RMF zufolge mit mehreren Kameras ausgestattet sein.

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender TVP Info nannte später als genauere Fundstelle die Ortschaft Osieka, die nur rund 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt. Ein vom Sender befragter Verteidigungsexperte vermutete, dass es sich um eine ungewollt abgestürzte Aufklärungsdrohne handle, jedenfalls nicht um einen versuchten militärischen Angriff. (dpa)

17:56 Uhr

Samstag, 9. Mai

Feuerpause in der Ukraine wird zur Truppenrotation genutzt

Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Streitkräfte nutzen nach Angaben aus Kiew die aktuelle Feuerpause zum Heranführen von Verstärkungen sowie zur Rotation ihrer Truppen. Daneben würden auch neue Waffen und Munition an die Frontlinien herangebracht, sagte der ukrainische Armee-Pressesprecher Viktor Trehubow im Fernsehen. «Sie (die Russen) nehmen heute tatsächlich eine Pause und nutzen diese zum Heranfahren von Verstärkungen, zur Rotation sowie zur Wiederherstellung ihrer Offensivmöglichkeiten.» Ähnliches geschehe auch auf ukrainischer Seite.

Die Lage an den Fronten sei vorerst ruhig. «Im Moment ist alles normal», sagte Trehubow. Zwar gebe es noch einzelne Kämpfe, doch seien diese deutlich weniger intensiv. Es sei «eine Art Ruhetag» eingetreten. Vermutlich wollten die russischen Militärs während der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau keine Zwischenfälle provozieren. (dpa)

16:25 Uhr

Samstag, 9. Mai

EU-Ratspräsident: Europa wird mit Russland reden müssen

EU-Ratspräsident António Costa hat am Europatag die grundsätzliche Offenheit der EU für Gespräche mit Russland bekräftigt. Man sei bereit, sich an Friedensverhandlungen zu beteiligen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen, sagte er in Brüssel. Im richtigen Moment werde man natürlich Gespräche mit Russland führen müssen, um gemeinsame Sicherheitsfragen zu besprechen. Zugleich machte Costa deutlich, dass es keine Alleingänge der EU geben soll. Man wolle die Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump nicht stören, betonte er.

Kurz vor dem Auftritt in Brüssel hatte Costa am Samstagvormittag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenski telefoniert. In sozialen Netzwerken schrieb Costa zu dem Austausch: «Die Zukunft der Ukraine liegt in der Europäischen Union. Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte in ihrem Beitrittsprozess so bald wie möglich zu gehen.» (dpa)

14:04 Uhr

Samstag, 9. Mai

Russland wirft Ukraine Verstösse gegen Waffenruhe vor

Das russische Verteidigungsministerium hat der Ukraine Verstösse gegen die von US-Präsident Donald Trump vermittelte Waffenruhe vorgeworfen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten ungeachtet der Vereinbarung mit Drohnen und Artillerie russische Positionen und auch zivile Objekte angegriffen, teilte das Ministerium der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Betroffen gewesen seien unter anderem die Gebiete Kaluga, Tula, Smolensk, Kursk, Brjansk und Belgorod sowie im Süden die Teilrepublik Tschetschenien und die Regionen Stawropol und Krasnodar. Eine Bestätigung dafür von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht.

Allerdings beklagte auch der ukrainische Generalstab nach Beginn der Waffenruhe Angriffe von russischer Seite vor allem in den umkämpften Regionen im Donbass. Die Rede war von 45 Attacken bis zum frühen Morgen. Auch das russische Verteidigungsministerium berichtete von Kämpfen; die Ukraine unternahm demnach zwölf Angriffe. Das Ministerium in Moskau betonte, dass die russische Seite auf Attacken der ukrainischen Drohnentruppen und Artillerie reagiert habe und ansonsten keine Drohnen, Raketen oder Artillerie einsetze. (dpa)

12:30 Uhr

Samstag, 9. Mai

Putin preist Ukraine-Krieg am Tag des Sieges

In einer Rede zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland hat der russische Präsident Wladimir Putin den Einsatz seiner Truppen in der Ukraine gepriesen. «Der Sieg war schon immer und wird auch künftig unser sein», erklärte Putin am Samstag auf dem Roten Platz in Moskau, wo er eine Militärparade mit Tausenden Soldaten abnahm. Die russischen Truppen stünden «einer aggressiven Macht gegenüber, die vom gesamten Nato-Bündnis bewaffnet und unterstützt wird», erklärte Putin. «Der Schlüssel zum Erfolg liegt in unserer moralischen Stärke, unserem Mut und unserer Tapferkeit, unserer Einigkeit sowie unserer Fähigkeit, alles zu ertragen und jede Herausforderung zu meistern.»

Der russische Präsident nutzte den Tag des Sieges, Russlands wichtigsten säkularen Feiertag, um die militärische Stärke des Landes zu demonstrieren und Unterstützung für sein militärisches Vorgehen in der Ukraine zu mobilisieren, das sich bereits seit mehr als vier Jahren hinzieht. In diesem Jahr wurden bei der Parade erstmals seit fast zwei Jahrzehnten keine Panzer, Raketen und andere schwere Waffen gezeigt. Ein traditioneller Überflug von Kampfflugzeugen fand jedoch statt. (dpa)

06:13 Uhr

samstag, 9. Mai

Putin feiert Militärparade im Schutz von Trumps Waffenruhe

Im Schutz einer von den USA vermittelten Waffenruhe kann Russlands Präsident Wladimir Putin heute die traditionelle Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau abnehmen. Für die Feier in Russland, die an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert, galt bereits seit Freitag eine von Moskau einseitig ausgerufene Waffenruhe. Trotzdem griff die russische Armee nach ukrainischer Darstellung weiter so oft an, dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski laut eigenen Worten zunächst keinen Anlass sah, die Waffen schweigen zu lassen. Eine jetzige neue Waffenruhe begann mit Tagesanbruch des Samstags um 0.00 Uhr Ortszeit in Moskau und Kiew (Freitag 23.00 Uhr MESZ). Russland erinnert immer am 9. Mai an die Bezwingung Hitler-Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, allerdings dienen die pompösen Feiern auch der Selbstdarstellung und Festigung von Putins Führung.

In diesem Jahr findet die traditionelle Militärparade auf dem Roten Platz aber in gedrückter Stimmung statt. Der von Putin befohlene Angriffskrieg gegen die Ukraine steckt fest, die versprochenen Erfolge bleiben aus; es regt sich erste Kritik am Kremlchef. Die Vorführung von Panzern, Geschützen und Raketen bei der Parade wurde gestrichen. In Moskau ging die Furcht vor ukrainischen Drohnenattacken um. Russland drohte für diesen Fall mit Gegenangriffen auf das Zentrum von Kiew. Als provokante Spitze gegen den russischen Machtapparat unterschrieb Selenski eine - wie er es nannte - «Erlaubnis» für die Moskauer Parade. Er führte die genauen GPS-Koordinaten des Roten Platzes auf und wies seine Militärs an, dort nicht anzugreifen. (dpa)

20:58 Uhr

Freitag, 8. Mai

Trump kündigt dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und Ukraine an

Russland und die Ukraine haben sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf eine dreitägige Waffenruhe und einen Gefangenenaustausch verständigt. Der russische Präsident Wladimir Putin und dessen ukrainischer Amtskollege Wolodimir Selenski hätten seiner Forderung nach einer Einstellung der Feindseligkeiten am 9., 10. und 11. Mai zugestimmt, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social.

Trump schrieb weiter, die Einigung umfasse den Austausch von jeweils 1000 Gefangenen pro Land. «Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart umkämpften Krieges.»

Trump fügte hinzu, dass die Gespräche über die Beendigung des Krieges weitergehen und «wir jeden Tag näher und näher kommen». (dpa)

15:45 Uhr

Freitag, 8. Mai

Waldbrand in Sperrzone um Tschernobyl

In der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Vortag durch zwei russische Drohnen ausgelöst worden, teilte die Zonenverwaltung mit. Die Brandfläche werde auf mehr als 1100 Hektar geschätzt.

Um das havarierte ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl erstreckt sich eine Sperrzone. Dort brennt es - ausgelöst durch russische Drohnen, wie ukrainische Behörden mitteilen. (Bild: AP)

Trockenes Wetter, starker Wind und Minengefahr erschweren demnach die Löscharbeiten. Das ukrainische Innenministerium teilte mit, dass die Strahlenbelastung am Vormittag im Normbereich gelegen habe. (dpa)

08:59 Uhr

Freitag, 8. Mai

Selenski: Russland hält sich nicht an eigene Waffenruhe

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat dem russischen Militär vorgeworfen, sich nicht an die von Moskau ausgerufene Feuerpause zu halten, und eigene Schläge gegen Ziele in Russland bestätigt. «Alles deutet darauf hin, dass es von der russischen Seite nicht mal zum Schein einen Versuch gab, das Feuer an den Fronten einzustellen», schrieb er bei Telegram. Seinen Angaben nach hat Russland bis in den Morgen mehr als 850 Drohnen eingesetzt, mehr als 140 Mal ukrainische Positionen beschossen und ein Dutzend Sturmversuche unternommen. Kiew werde spiegelbildlich antworten, fügte er hinzu.

In einem weiteren Beitrag bestätigte Selenski den Angriff ukrainischer Drohnen auf Jaroslawl. Dort, 700 Kilometer von der Grenze entfernt, sei eine Ölanlage getroffen worden, die für die Kriegsfinanzierung Russlands wichtig sei, schrieb er. Dazu stellte er ein Video, das die brennende Raffinerie zeigen soll. (dpa)

07:00 Uhr

Freitag, 8. Mai

«Waffenruhe» beginnt mit ukrainischen Attacken auf Russland

In der Nacht der von Moskau einseitig ausgerufenen Waffenruhe hat die Ukraine schwere Drohnen- und Raketenangriffe auf russisches Gebiet gestartet. Es gebe Zerstörungen durch Drohnentrümmer in mehreren Städten der Region Rostow, teilte der Gouverneur des südrussischen Gebiets, Juri Sljussar, bei Telegram mit. Seinen Angaben nach wurden in den Städten Rostow am Don, Taganrog und Bataisk sowie in einem Landkreis Einschläge registriert. Tote und Verletzte gebe es nicht, betonte er. In der Region gab es auch Raketenalarm.

Nach Angaben Sljussars wurden in Rostow mehrere private Wohnhäuser und ein Lkw beschädigt. In einem Verwaltungsgebäude sei ein Brand ausgebrochen. Ukrainische Telegram-Kanäle veröffentlichten derweil zahlreiche Videos aus der Stadt, die schwere Brände zeigen, die demnach bis in den Morgen anhielten. Bei einem der getroffenen Objekte soll es sich um einen Rüstungskonzern handeln. Unabhängig konnten diese Berichte zunächst nicht bestätigt werden.

Raffinerie im Visier

Aus der knapp 300 Kilometer nordöstlich von Moskau gelegenen Stadt Jaroslawl wurden ebenfalls Einschläge gemeldet. Nach Angaben des Internetportals «Astra» war einmal mehr die dortige Raffinerie im Fokus der Attacken. Auf im Internet verbreiteten Videos und Bildern sind schwere Brände zu sehen. Gouverneur Michail Jewrajew bestätigte zwar den Beschuss, machte aber keine Angaben zu Schäden.

In zahlreichen russischen Regionen herrschte in der Nacht Luftalarm. Angegriffen wurde dabei laut offiziellen Angaben auch Moskau. Bürgermeister Sergej Sobjanin meldete den Abschuss von 25 Drohnen, die Richtung Hauptstadt geflogen seien. Über Folgen der Attacke wurde zunächst nichts bekannt.

In der Nacht zum Freitag begann hatte eine einseitig von Moskau ausgerufene Waffenruhe begonnen, die zu den Feierlichkeiten rund um den Tag des Sieges am 9. Mai halten und speziell die Militärparade in Moskau schützen soll. Eine zuvor von Kiew verkündete und bereits ab dem 6. Mai geltende Waffenruhe hatte Russland ignoriert. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski kündigte daraufhin «spiegelbildliche» Aktionen an. (dpa)

06:12 Uhr

Freitag, 8. Mai

Zeit von Moskauer Waffenruhe läuft

Kurz vor dem traditionellen Tag des Sieges in Russland läuft die Zeit der einseitig von Moskau im Ukraine-Krieg ausgerufenen Waffenruhe. Das russische Verteidigungsministerium hatte die Feuerpause zuvor bekräftigt. Sie gelte von Freitag 0.00 Uhr Ortszeit (Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) bis zum 10. Mai, teilte das Ministerium mit.

Es war nicht sofort klar, ob die Kampfhandlungen tatsächlich eingestellt werden. Um Mitternacht Ortszeit herrschte in den meisten Teilen der Ukraine kein Luftalarm. In Russland meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass kurz nach Mitternacht vorübergehende Einschränkungen aus Sicherheitsgründen am Moskauer Flughafen Wnukowo. Sie berief sich dabei auf die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski hatte in seiner Videobotschaft am Abend mit Blick auf die Siegesparade in Moskau Vertreter Russland nahestehender Staaten davor gewarnt, in die russische Hauptstadt zu kommen. Kiew habe entsprechende Anfragen bekommen. Selenski sprach von einem seltsamen Wunsch zu dieser Zeit. «Wir raten davon ab.»

Angespannte Lage in Moskau

Russland feiert traditionell am 9. Mai mit einer Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland. Davor ist die Lage in Moskau besonders wegen ukrainischer Drohnenangriffe angespannt. Der Kreml lud kurzfristig ausländische Journalisten von der traditionellen Militärparade auf dem Roten Platz aus. Kiew hat in den vergangenen Monaten seine Gegenangriffe auf das russische Hinterland ausgeweitet. Die Folgen werden immer sichtbarer. Anfang der Woche schlug eine Drohne in ein Wohnhochhaus nur etwa sechs Kilometer vom Roten Platz entfernt ein.

Die Ukraine hatte in einer Reaktion auf die von Moskau zuerst Anfang der Woche angekündigte Feuerpause für Freitag und Samstag in einem überraschenden Vorstoss einseitig eine Waffenruhe schon ab Mittwoch festgesetzt. Kiew gab diese allerdings nach einem Tag wieder auf und reagierte auf fortdauernde russische Attacken mit einem ihrer bisher grössten Drohnenangriffe. (dpa)

17:26 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Ukraine beschiesst russischen Raketenkreuzer

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer beschossen. Getroffen worden sei eine Korvette der Karakurt-Klasse, die auch Marschflugkörper vom Typ Kalibr abschiessen könne, teilte der Generalstab in Kiew auf Facebook mit.

Das Ausmass der Beschädigungen sei noch unklar. Dazu stellte das Militär eine Wärmebildaufnahme des Schiffs, das wohl von der angreifenden Drohne stammt. Standort der Korvette war demnach die Grossstadt Kaspijsk in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden. (dpa)

14:24 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Kreml reagiert nicht auf Selenskis Angebot einer Waffenruhe

Die vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski annoncierte Waffenruhe ab dem 6. Mai hat der Kreml eigenen Angaben nach keine Beachtung geschenkt. «Es gab keine Reaktion der russischen Seite darauf», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf die Frage, wie Moskau auf Kiews Ankündigung einer Feuerpause reagiert habe.

Zugleich sagte Peskow, dass Russland an dem eigenen Termin für eine Feuerpause festhalte. Diese soll demnach am 8. und 9. Mai gelten. Damit würde sie den Zeitraum zu den Feiern um den Jahrestag des sowjetischen Sieges im Zweiten Weltkrieg und insbesondere die in Moskau geplante Militärparade auf dem Roten Platz abdecken. (dpa)

11:10 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Russische Luftangriffe trotz Kiewer Waffenruhe

Die russische Armee greift die Ukraine nach Angaben des Kiewer Militärs weiter mit Kampfdrohnen an. Die ukrainische Luftwaffe warnte in den Vormittagsstunden vor feindlichen Drohnen über den Gebieten Odessa, Cherson und Mykolajiw im Süden sowie über Sumy im Norden. Ausserdem sei eine ballistische Rakete auf die Industriestadt Dnipro abgefeuert worden. Der dortige Militärgouverneur Olexander Hanscha berichtete auf Telegram von einem Brand und Schäden an einem Lebensmittelbetrieb.

Russland ignorierte damit weiterhin eine von der Ukraine einseitig ausgerufene Waffenruhe seit Mittwoch. Allerdings hat auch die ukrainische Armee in der Nacht auf Donnerstag Russland wieder mit einer grossen Zahl an Drohnen attackiert.

Ukrainische Luftwaffe zählte 102 russische Drohnen

In der Nacht auf Donnerstag ortete die ukrainische Luftwaffe 102 russische Drohnen, von denen 92 abgefangen worden seien. Einschläge habe es an sechs Stellen gegeben. Verletzte wurden unter anderem aus Charkiw und Cherson gemeldet.

Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg. Das russische Verteidigungsministerium hat eine zweitägige Waffenruhe ab Tagesanbruch am Freitag angekündigt. Sie soll während der Feiern zum Andenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg einschliesslich der Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau am Samstag gelten. (dpa)

08:54 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Moskau meldet ukrainische Angriffe - was ist mit Waffenruhe?

Zwei Tage vor dem Tag des Sieges hat Russland ausgedehnte ukrainische Drohnenangriffe gemeldet, was Zweifel an den von Kiew und Moskau einseitig erklärten Waffenruhen weckt. Über Nacht seien 347 feindliche Drohnen abgefangen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit. Diese Militärzahlen sind nicht unabhängig überprüfbar; es ist aber eine der höchsten je gemeldeten Zahlen. Betroffen waren demnach fast alle Regionen in West- und Zentralrussland.

Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, berichtete auf Telegram von insgesamt elf Drohnen, die beim Anflug auf die Hauptstadtregion abgeschossen worden seien. Nach Angaben des Telegramkanals Baza wurden unter anderem aus der Stadt Rschew nordwestlich von Moskau Gebäudeschäden gemeldet. In Lettland stürzten unweit der russischen Grenze zwei nicht identifizierte Drohnen ab, was zeitlich mit den ukrainischen Angriffen zusammenfiel.

Erst ukrainische, dann russische Waffenruhe?

Die Ukraine hatte eine Waffenruhe mit Tagesanbruch am Mittwoch ausgerufen und sich weitgehend daran gehalten. Zumindest blieben russische Meldungen über Angriffe aus. Russland hingegen setzte Drohnen- und Raketenangriffe fort, was der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski in einer Videobotschaft vom Mittwochabend aus Kiew beklagte. Er kündigte an: «Wir werden entsprechend reagieren.»

Gleichzeitig schien Selenski der Waffenruhe eine zweite Chance zu geben. «Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen», sagte er. Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen seien.

Mit Tagesanbruch am Freitag soll eine zweitägige Waffenruhe in Kraft treten, die Moskau einseitig angekündigt hat. Sie erstreckt sich über die Feiern zum Andenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg mit Militärparade auf dem Roten Platz am Samstag. «Russland hat sich so verkämpft, dass seine wichtigste Parade von uns abhängt. Das ist ein klares Signal: Es ist Zeit, aufzuhören», sagte Selenski. Moskau hat für den Fall von Störungen der Parade Angriffe auf das Zentrum von Kiew angedroht. Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa rief ausländische Diplomaten aus, Kiew zu verlassen. (dpa)

06:41 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Drohnen nahe der russischen Grenze in Lettland abgestürzt

In Lettland sind mehrere Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen waren. Den Angaben der Streitkräfte zufolge gingen in der Nacht zu Donnerstag zwei unbemannte Flugobjekte in der ostlettischen Region Latgale nieder. Einheiten des Militärs, der Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Berichte über Verletzte gab zunächst es nicht. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, blieb zunächst unklar. Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen.

Nach Angaben der Einsatzkräfte ist es möglich, dass eine der Drohnen auf ein Öllager in der Stadt Rezekne stürzte. Grössere Schäden seien dort zunächst nicht zu erkennen gewesen, meldete das lettische Fernsehen unter Berufung auf die Feuerwehr.

Lettland grenzt im Osten an Russland und Belarus. Die Bewohner der grenznahen Regionen hatten in der Nacht Handy-Warnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums erhalten. Nach Armeeangaben waren mehrere Drohnen nach Lettland eingeflogen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die Invasion des Nachbarn Russland. Flugroboter sind im Laufe der Kampfhandlungen zu einem immer beliebteren Angriffsmittel beider Seiten geworden, weil sie relativ günstig und in grossen Massen eingesetzt werden können, um die Luftabwehr des Gegners zu überwältigen. Die häufig mit elektronischen Störmitteln bekämpften Fluggeräte stellen auch eine Gefahr für Nachbarländer dar. So waren bei ukrainischen Angriffen in jüngster Zeit wiederholt fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten geflogen und teils abgestürzt, nachdem sie Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatten. (dpa)

23:05 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Selenski beklagt Verstösse, gibt Feuerpause zweite Chance

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski wirft Russland zahlreiche Verstösse gegen die von Kiew vorgeschlagene Feuerpause vor. Moskau reagiere bisher nur mit neuen Angriffen. Die Ukraine wolle je nach Lage über eine «angemessene Antwort» entscheiden, halte aber weiterhin an ihrem Angebot für eine Waffenruhe fest.

Gleichzeitig lehnt Kiew die von Russland angekündigte kurze Feuerpause rund um den 9. Mai ab, falls sie nur Putins Militärparade dienen soll.

Ob eine Waffenruhe zustande kommt, bleibt unklar: Russland ignorierte bislang den ukrainischen Vorschlag eines früheren Beginns. Zugleich drohte Moskau mit Vergeltungsschlägen, sollte die Ukraine die Feierlichkeiten angreifen. (dpa)

16:44 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Ukraine bekommt beschlagnahmte Millionen aus Ungarn zurück

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenski beschlagnahmtes Bargeld in Millionenhöhe von Ungarn zurückbekommen. Selenski sprach in sozialen Netzwerken von einem «wichtigen Schritt in den Beziehungen zu Ungarn».

Anfang März hatten ungarische Sicherheitskräfte einen routinemässigen Geldtransport zwischen Österreich und der Ukraine auf ihrem Gebiet gestoppt. 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro in bar sowie 9 Kilogramm Gold wurden beschlagnahmt. Das Geld war für die ukrainische Oschadbank bestimmt.

Die ungarischen Behörden sprachen in diesem Fall von «Geldwäsche», legten aber zu keinem Zeitpunkt Belege vor, die diesen Verdacht erhärtet hätten. Sieben ukrainische Begleiter des Transports wurden festgehalten, später aber in die Ukraine entlassen. Auch die beiden Transportfahrzeuge wurden der Ukraine übergeben. (dpa)

13:16 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Selenski: Russland ignoriert von Kiew ausgerufene Waffenruhe

Russland hat nach ukrainischer Darstellung die einseitig von Kiew angeordnete Feuerpause ignoriert. «Zum jetzigen Zeitpunkt stellen wir fest, dass die russische Seite die Waffenruhe gebrochen hat», schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski in sozialen Netzwerken. Bislang seien mehr als 1800 Verstösse festgestellt worden. Am Abend solle auf Grundlage von Berichten der Armee und des Militärgeheimdienstes über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Die Ukraine hatte für 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) eine Waffenruhe auf unbestimmte Zeit ausgerufen und Russland aufgefordert, sich dieser anzuschliessen. Moskau hatte davor jedoch erklärt, nur am Freitag und Samstag anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai das Feuer einzustellen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. (dpa)

09:20 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Frau bei Drohnenangriff im Nordosten der Ukraine getötet

Nach dem einseitig von der Ukraine angekündigten Beginn einer Waffenruhe ist Behördenangaben zufolge eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff im nordostukrainischen Gebiet Sumy getötet worden. Russland habe am Morgen ein ziviles Auto angegriffen, schrieb Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram. Der Fahrer des Wagens sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, eine Mitfahrerin sei ums Leben gekommen.

Die Region Sumy grenzt an Russland und ist stark von den Kampfhandlungen im seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg betroffen.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte den Beginn der Feuerpause auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt. Moskau hatte zuvor eine Waffenruhe für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Selenskis Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau zunächst nicht kommentiert. Selenski hatte gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite nicht sich nicht daran halten sollte. (dpa)

08:13 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Weniger Angriffe nach Beginn von Selenskis Waffenruhe

Im Ukraine-Krieg hat die erste Nacht der einseitig von Präsident Wolodimir Selenski angeordneten Waffenruhe eine Verringerung der Angriffe gebracht.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte russischen Agenturen zufolge mit, dass in der Nacht 53 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim abgewehrt worden seien - deutlich weniger als zuletzt. Ob die Drohnen vor oder nach Beginn der von der Ukraine angekündigten Waffenruhe abgeschossen wurden, ist nicht klar. Das Ministerium sprach von einem Zeitraum zwischen 21.00 Uhr und 7.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr und 6.00 Uhr MESZ).

Selenski hatte den Beginn der Waffenruhe auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt.

Auch die Intensität der russischen Luftangriffe auf die Ukraine liess nach ersten Informationen etwas nach. Die ukrainische Luftwaffe meldete aber auch nach Beginn der von Selenski angekündigten Waffenruhe den Anflug von Drohnen unter anderem nach Charkiw. Am Morgen teilte sie mit, dass Russland seit Dienstag 18.00 Uhr (17.00 Uhr MESZ) mit drei Raketen und 108 Drohnen angegriffen habe. Davon seien 89 Drohnen abgewehrt worden. In der Nacht zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe Angriffe mit elf ballistischen Raketen und 164 Drohnen gezählt.

Putin hat zweitägige Waffenruhe ab Freitag angeordnet

Von russischer Seite hat Kremlchef Wladimir Putin eine Waffenruhe nur für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Für den 9. Mai ist in Moskau die traditionelle Militärparade auf dem Roten Platz geplant. Selenskis Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau zunächst nicht kommentiert.

Die ukrainische Feuerpause gelte unbefristet, solange Russland nicht angreife, erläuterte in Kiew der Präsidialamtschef Kyrylo Budanow: «Wenn die Waffenruhe gegenseitig eingehalten wird, dann setzen wir diese fort.» Das gebe Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden, schrieb er in sozialen Netzwerken. Selenski hatte gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite nicht sich nicht daran halten sollte. (dpa)

18:41 Uhr

Dienstag, 5. Mai

Viele Tote und Verletzte durch russische Bomben in Ukraine

Kurz vor einer von der Ukraine angekündigten Waffenruhe sind in der Grossstadt Saporischschja infolge russischer Bombenangriffe mindestens zwölf Menschen getötet worden. Mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der südostukrainischen Region Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mitteilte. Bilder zeigten schwere Schäden an Gebäuden und Rauchwolken. Die Front zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft nur etwa 20 Kilometer südlich der Stadt.

Rettungskräfte bei Löscharbeiten an einem Fahrzeug nach einem russischen Drohnenangriff in der Region Kiew. (Bild: Ukrainian Emergency Service/AP)

Parallel dazu wurden in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk nach Behördenangaben mindestens neun Menschen durch drei russische Bomben getötet. Es gebe zudem 16 Verletzte, teilte der Zivilschutzdienst bei Telegram mit. Dutzende Menschen mussten psychologisch betreut werden. Den Angaben nach wurde eine grosse Zahl an Wohnhäusern und Autos beschädigt. Mehrere Brände wurden gelöscht. Die Industriestadt im hart umkämpften Gebiet Donezk ist nur rund 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. (dpa)

11:08 Uhr

Dienstag, 5. Mai

Ukraine attackiert Rüstungsfabrik und Raffinerie in Russland

Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der regionalen Behörden in der russischen Grossstadt Tscheboksary an der Wolga drei Menschen verletzt worden. Einer der Verletzten sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium der Teilrepublik Tschuwaschien mit. Die Drohnen waren demnach Teil einer zweiten Angriffswelle. Bei einer ersten Attacke traf ein Marschflugkörper nach Berichten des Internetportals «Astra» die Rüstungsfabrik «WNIIIR Progress», wo Navigationsmodule für Drohnen, Marschflugkörper und Raketen hergestellt werden.

Tscheboksary liegt etwa 1000 Kilometer von der Front entfernt. Insgesamt wurde sogar in 18 russischen Regionen Raketenalarm ausgerufen, darunter erstmals auch in dem im asiatischen Teil Russlands liegenden autonomen Kreis der Chanten und Mansen.

Die Ukraine produziert seit dem vergangenen Jahr Marschflugkörper des Typs Flamingo, die eine Reichweite von bis zu 3.000 Kilometer haben sollen. Bislang wurden sie allerdings erst wenige Male eingesetzt. (dpa)

09:49 Uhr

Dienstag, 5. Mai

Tote und viele Verletzte nach russischen Angriffen in Ukraine

Kurz vor einer von Moskau und Kiew mit unterschiedlichem Beginn angekündigten Waffenruhe sind bei russischen Angriffen in der Ukraine mehrere Menschen getötet worden. Im zentralukrainischen Gebiet Poltawa seien vier Menschen ums Leben gekommen, schrieb Gouverneur Witali Djakiwnytsch bei Telegram. Weitere 31 Personen seien verletzt worden. Demnach gab es Einschläge an zwei Orten im Kreis Poltawa. Ein Industriebetrieb und eine Eisenbahninfrastruktur seien beschädigt worden. Russland habe die Region mit Raketen und Drohnen angegriffen. Der Zivilschutz teilte mit, dass unter den Toten zwei Einsatzkräfte seien.

Nach einem ersten Angriff attackierte Russland den Einsatzort demnach ein zweites Mal. Unter den Verletzten sind demnach weitere 23 Rettungskräfte. Verletzt wurden nach Behördenangaben auch zwei Menschen im Gebiet Tschernihiw und drei in der Region um die Hauptstadt Kiew. (dpa)

21:05 Uhr

Montag, 4. Mai

Selenski kündigt Waffenruhe ab Mittwoch an

Kurz nach einer russischen Erklärung hat die Ukraine ebenfalls eine Waffenruhe angekündigt. «Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai», teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski mit. (dpa)

20:07 Uhr

Montag, 4. Mai

Russland verkündet zweitägige Waffenruhe

Russland hat im Krieg gegen die Ukraine eine zweitägige Waffenruhe um den Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai angeordnet. Diese gelte auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin am 8. und 9. Mai, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Moskau zähle darauf, dass die ukrainische Seite dem Beispiel folge. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte zuvor Journalisten mitgeteilt, dass Kiew keine offiziellen Angebote zu einer möglichen Feuerpause am 9. Mai erhalten habe.

Moskau droht mit Vergeltungsangriff auf Zentrum von Kiew

Für den Fall ukrainischer Angriffe zu den Siegesfeiern am 9. Mai drohte Russland mit Vergeltung. «Die Streitkräfte der Russischen Föderation werden einen massiven Raketenschlag auf das Zentrum von Kiew durchführen», schrieb das Ministerium. Aus «humanitären Überlegungen» habe Moskau trotz vorhandener Möglichkeiten bisher davon abgesehen. Die Zivilbevölkerung und Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen sollten dann die Dreimillionenstadt rechtzeitig verlassen.

Russland führt seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland. In dieser Zeit wurden mehrmals über hohe Feiertage kurzzeitige Waffenruhen ausgerufen. Zuletzt gab es einen Versuch über das orthodoxe Osterfest Mitte April. Beide Seiten verzichteten für etwa 30 Stunden auf Raketen- und Drohnenangriffe im gegnerischen Hinterland. An der Frontlinie blieb es unruhig, weil kleine Drohnen weiter eingesetzt wurden. Russland und die Ukraine warfen einander deshalb jeweils mehrere tausend Verstösse vor. (dpa)

12:01 Uhr

Montag, 4. Mai

Russischer Raketenangriff: Tote und Verletzte in der Ukraine

Im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind bei einem russischen Raketenangriff mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 18 Personen seien bei der Attacke auf die Stadt Merefa verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, bei Telegram. Getötet wurden demnach ein 50-jähriger und ein 63-jähriger Mann sowie zwei Frauen im Alter von 41 und 52 Jahren. Mehrere Wohnhäuser, Hochhäuser und Läden seien beschädigt worden. Auch die Siedlung Besljudiwka wurde demnach mit einer Drohne angegriffen. (dpa)

06:24 Uhr

Sonntag, 3. Mai

Drohnen über der Ukraine und Russland

Die Ukraine und Russland haben sich in der Nacht gegenseitig mit Drohnen überzogen. Bereits am späten Abend wurde in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Luftalarm ausgelöst. Die Flugabwehr trat in Aktion, über der Stadt waren nach Medienberichten zahlreiche Explosionen zu hören. Über eventuelle Drohneneinschläge oder mögliche Opfer oder Schäden lagen zunächst keine Angaben vor.

In der russischen Hauptstadt Moskau wurde auf den grossen Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo vorübergehend der Betrieb «aus Sicherheitsgründen» eingestellt, meist eine Reaktion auf Drohnenflüge. Später gab Bürgermeister Sergej Sobjanin den Abschuss von zwei Drohnen bekannt.

Auch am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Mindestens 35 Drohnen seien abgeschossen worden, berichtete der Gouverneur der umliegenden Oblast Leningrad, Alexander Drosdenko. Zuletzt hatte die Ukraine in diesem Gebiet wichtige russische Raffinerieanlagen attackiert.

Die russischen Behörden machten zunächst ebenfalls keine Angaben zu den möglichen Flugzielen der ukrainischen Drohnen sowie über mögliche Opfer oder Schäden. (dpa)

09:20 Uhr

Samstag, 2. Mai

Ukraine: Tote bei russischer Attacke auf Kleinbus

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, ums Leben gekommen. «Darüber hinaus sind noch sieben Passagiere des Kleinbusses verletzt worden – sechs Männer und eine Frau», teilte der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Alle Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff ereignete sich demnach gegen 7.00 Uhr morgens Ortszeit (6.00 MEZ).

Kurz nach Beginn des Kriegs in der Ukraine eroberte Russland Cherson. Die russischen Militärs mussten die Gebietshauptstadt am Dnipro im Herbst 2022 nach einer ukrainischen Gegenoffensive wieder räumen und sich hinter den Fluss zurückziehen. Seither verläuft die Frontlinie unmittelbar östlich der Stadt. Cherson wird daher immer wieder von den russischen Truppen mit Artillerie, Drohnen und Raketen beschossen. (dpa)

20:49 Uhr

Freitag, 1. Mai

Selenski verspricht stärkere Flugabwehr für Odessa und Dnipro

(dpa) Nach harten russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski für die Grossstädte Odessa und Dnipro eine Stärkung der Flugabwehr in Aussicht gestellt. «Für Dnipro gibt es zusätzliche Radare, elektronische Störsysteme, zusätzliche Mannschaften», sagte der Staatschef in einer Videoansprache. Auch für Odessa gebe es Lösungen und die Abschussquote steige bereits. «Doch muss sie noch höher sein», gab Selenski als Ziel vor. Das russische Militär versuche mit häufigen und intensiven Angriffen die ukrainische Flugabwehr zu überwinden.

Die südostukrainische Industriestadt Dnipro wurde insbesondere vergangene Woche mit Raketen und Drohnen unterschiedlichen Typs angegriffen. Der Grossraum um die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer wird regelmässig von russischen Kampfdrohnen attackiert.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Veraltete Flugabwehrsysteme des osteuropäischen Landes wurden seitdem insbesondere mit deutscher Hilfe durch moderne westliche ersetzt.

16:16 Uhr

Freitag, 1. Mai

Verletzte nach russischen Drohnenangriffen auf Westukraine

In der westukrainischen Grossstadt Ternopil sind mindestens zehn Menschen infolge russischer Drohnenangriffe verletzt worden. «Es gab Einschläge in Industrie- und Infrastrukturobjekte der Stadt», teilte Bürgermeister Serhij Nadal auf Telegram mit. Mehr als 50 Drohnen seien über der Stadt geflogen und es habe über 20 Explosionen gegeben. Kurzfristig fiel demnach auch der Strom aus. Ternopil liegt knapp 150 Kilometer von der EU-Grenze entfernt.

Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär tagsüber mehr als 400 Drohnen unterschiedlichen Typs ein. 388 seien entweder abgeschossen oder durch elektronische Störsignale zu Boden gebracht worden, teilte die Flugabwehr mit.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. (dpa)

07:50 Uhr

Freitag, 1. Mai

Ukraine attackiert erneut Ölterminal am Schwarzen Meer

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer offiziellen Angaben zufolge erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, teilte der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Demnach sind mehr als 100 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Es war bereits die vierte ukrainische Attacke auf die Ölanlagen innerhalb der letzten zwei Wochen.

Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 141 ukrainischen Drohnen über eigenem Gebiet. Gegen die Einschläge in Tuapse zeigte sich die Flugabwehr aber einmal mehr machtlos. (dpa)

 

Schlagwörter

Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Alle Meldungen zur Lage in der Ukraine bis zum 30. April lesen Sie hier

Seit Ende Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Alle Neuigkeiten und Reaktionen dazu erfahren Sie in unserem Newsblog.
04.05.2026

Alle News zum Konflikt im Nahen Osten bis zum 27. Mai 2026

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
28.05.2026

Alle News aus den USA bis zum 1. Mai 2026

Alle Neuigkeiten und Reaktionen zu den USA während Donald Trumps zweiter Präsidentschaft hier in unserem Newsblog.
04.05.2026

Wettbewerb

2x2 Tickets für die Première von «Chaplin - das Musical» ...
Chaplin
vor 5 Stunden

Umfrage der Woche

Am 11. Juni beginnt die Fussball-WM in Mexico, Kanada und den USA. Werden Sie die Spiele verfolgen?
vor 4 Stunden
­
­