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Alle Meldungen zur Lage in der Ukraine bis zum 17. Februar lesen Sie hier

Seit Ende Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Alle Neuigkeiten und Reaktionen dazu erfahren Sie in unserem Newsblog.
Viele Menschen, darunter Nawalnys Mutter (Mitte), besuchen in Moskau Nawalnya Grab. Der Todestag jährt sich am 16. Februar zum zweiten Mal. (Bild: Keystone)
Auf dem Helm von Wladyslaw Heraskewytsch sind ukrainische Athleten abgebildet, die im Krieg gestorben sind. (Bild: Instagram)
Russischer Generalleutnant Wladimir Alexejew. (Bild: X)
In Kiew sind über 1500 Wohnungen noch immer ohne Heizung – das bei Minusgraden. (Bild: Andrew Kravchenko/epa)
Der russische Präsident Wladimir Putin (l.) begrüsst die US-Delegation mit dem Sondergesandten Steve Witkoff, Donald Trumps Schwiegesohn Jared Kushner und Josh Gruenbaum (v.l.n.r.) am Donnerstag im Kreml in Moskau. (Bild: Alexander Kazakov/AP)
Selenski bei seiner Rede in Davos. (Bild: Screenshot Reuters)
Selenski in Davos, umringt von Bodyguards. (Bild: Keystone)
Ukraine und USA verhandeln. (Bild: Symbolbild: Jen Golbeck)
Ein beschädigtes Umspannwerk nach dem russischen Angriff in der Region Odessa. (Bild: Nikoletta Stoyanova/AP)
Fankreich mit Präsident Emmanuel Macron ist Gastgeber der «Koalition der Willigen». (Bild: Keystone)

20:59 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Selenski drängt auf europäische Produktion von Flugabwehrraketen

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich zur Stärkung seines Landes für eine europäische Flugabwehrraketenproduktion besonders für Patriot-Systeme ausgesprochen. «Es gab Versprechen zu Produktionslizenzen, aber Amerika hat sich nicht dazu entschlossen, obgleich wir sowohl eine Produktion in der Ukraine als auch gemeinsam mit Nato-Partnern in der Region vorgeschlagen haben», sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Er erwähnte dabei die Nachbarstaaten Rumänien und Polen. Ihm zufolge seien die aktuellen Produktionszahlen selbst mit den geplanten Erweiterungen zu gering.

Selenski drängt immer wieder auf eine schnellere Lieferung von vor allem Raketen für die Patriot-Flugabwehrsysteme, da diese ukrainischen Angaben nach besonders effektiv gegen russische ballistische Raketen sind. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. (dpa)

20:05 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Frankreich gibt mutmasslichen russischen Tanker frei – Millionenstrafe verhängt

Frankreich hat einen mutmasslich zur russischen Schattenflotte gehörenden Tanker nach Zahlung einer Strafe in Millionenhöhe freigegeben. Aussenminister Jean-Noël Barrot teilte mit, das Schiff «Grinch» dürfe nach drei Wochen Festsetzung französische Gewässer verlassen. Die Umgehung europäischer Sanktionen habe ihren Preis, betonte er.

Das Schiff war im Januar im Mittelmeer abgefangen und in den Hafen von Fos-sur-Mer gebracht worden. Es steht im Verdacht, gegen Sanktionen verstossen und keine gültige Flagge geführt zu haben. Russland soll mit einer sogenannten Schattenflotte von Hunderten Schiffen Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs umgehen. (dpa)

19:53 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Erster Gesprächstag zwischen Ukrainern und Russen in Genf beendet

In der Schweiz ist der erste von zwei Verhandlungstagen zwischen Ukrainern und Russen beendet. «Nach dem gemeinsamen Teil ist die Arbeit in thematischen Gruppen fortgesetzt worden», teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow auf Telegram mit. Die Unterhändler haben sich demnach auf «praktische Fragen und Mechanismen möglicher Lösungen» konzentriert. Er erwähnte dabei einen politischen und einen militärischen Block. Am Mittwoch würden die Gespräche fortgesetzt. Auf russischer Seite bestätigten staatliche Nachrichtenagenturen das Ende der Unterredungen.

Am Dienstag und Mittwoch verhandeln in Genf eine ukrainische und eine russische Delegation über ein Ende des seit 2022 andauernden russischen Angriffskrieges gegen das Nachbarland. Der US-amerikanische Chefunterhändler Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, vermitteln zwischen den Kriegsgegnern. Die Gespräche finden hinter verschlossenen Türen statt. (dpa)

19:03 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Tote nach Explosion in russischem Polizeigebäude

Bei einer Explosion in einem Militärpolizeigebäude im Norden Russlands sind drei Menschen getötet worden. Die Leichen wurden unter den Trümmern des zum Teil zerstörten Gebäudes in Sertolowo nahe von St. Petersburg gefunden, wie Gouverneur Alexander Drosdenko bei Telegram mitteilte. Nach Medienberichten gibt es zudem weitere Verletzte. Die Explosion ist Zeugen zufolge kilometerweit zu hören gewesen.

Zu der Ursache wurde zunächst nichts bekannt. Es seien Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und einem Verstoss gegen Brandschutzvorschriften aufgenommen worden, teilte das Ermittlungskomitee mit.

Seit dem russischen Überfall auf die benachbarte Ukraine vor knapp vier Jahren verüben ukrainische Geheimdienste regelmässig Anschläge in Russland vor allem auf militärische Objekte. (dpa)

18:50 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Russland droht mit Kriegsmarine zum Schutz seiner Handelsschiffe

Russland droht dem Westen mit dem Einsatz von Kriegsschiffen zum Schutz seiner Handelsflotte. Kreml-Beauftragter Nikolai Patruschew sprach von «piratenähnlichen Angriffen» auf russische Öltanker und warnte vor möglichen Seeblockaden. Die Marine sei die «beste Garantie» für sichere Schifffahrt, sagte er.

Hintergrund sind Sanktionen gegen die sogenannte russische Schattenflotte, mit denen unter anderem der Ölverkauf zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs erschwert werden soll. Zuletzt wurden mehrere Tanker, darunter ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff im Nordatlantik, von westlichen Staaten festgesetzt oder überprüft. (dpa)

14:21 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Ukraine-Verhandlungen in Genf gestartet

Unter US-Vermittlung haben Russland und die Ukraine in Genf zweitägige Gespräche über ein mögliches Ende des Krieges aufgenommen. Die Treffen finden hinter verschlossenen Türen statt. Laut dem ukrainischen Verhandlungsführer Rustem Umjerow stehen Sicherheits- und humanitäre Fragen im Mittelpunkt. Beide Seiten warnten jedoch vor überzogenen Erwartungen.

Während Kiew auf konkrete Schritte in Richtung eines dauerhaften Friedens drängt, will Moskau auch über strittige Gebietsfragen sprechen. Eine Lösung ist weiterhin nicht in Sicht: Russland pocht auf Gebietsabtretungen, die Ukraine lehnt dies als inakzeptabel ab. (dpa)

08:39 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Vor Verhandlungen: Opfer in der Ukraine, Brand in Russland

Vor der neuen Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA geht der Luftkrieg weiter. In der Region Sumy im Norden der Ukraine wurde eine 68-jährige Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilte. Ihre beiden 7 und 15 Jahre alten Enkel sowie deren Eltern seien verletzt worden. Ausserdem wurden den Angaben nach eine Frau und ein Mann im Nachbarhaus verletzt.

In der ukrainischen Hafenstadt Odessa wurden Militärverwaltungschef Serhij Lyssak zufolge drei Menschen verletzt, einer davon schwer. In der Nacht sei in der Stadt am Schwarzen Meer sechsmal Luftalarm ausgelöst worden, schrieb er auf Telegram. Infrastrukturobjekte und zivile Gebäude seien beschädigt worden. Dem Stromversorger DTEK zufolge trafen russische Angriffe erneut die Energieversorgung der Region Odessa. Die Zerstörungen seien ausserordentlich schwerwiegend und die Reparatur werde lange Zeit benötigen, teilte der Versorger mit, ohne Details zu nennen.

Auch in Dnipro gab es laut Behördenangaben Feuer infolge russischer Angriffe.

Das ukrainische Militär nahm seinerseits Ziele in Russland ins Visier. Nach Angaben des Zivilschutzstabs der Region Krasnodar in Südrussland kam es infolge eines Drohnenangriffs in Ilski zu einem Brand auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern in einer Ölraffinerie. Verletzte gebe es nicht. (dpa)

05:00 Uhr

Dienstag, 17. Februar

Ukraine und Russland führen neue Verhandlungen in Genf

Hochrangige Vertreter Russlands und der Ukraine verhandeln ab heute in Genf erneut über ein Ende des vor vier Jahren begonnenen russischen Angriffskriegs. Die von den USA vermittelten Gespräche drehen sich aus ukrainischer Sicht vor allem um humanitäre Fragen, Sicherheitsgarantien und eine Teilwaffenruhe zum Schutz der Energieversorgung. Russland hingegen will neben Sicherheitsfragen auch dauerhafte Gebietsabtretungen durchsetzen, insbesondere in den Regionen Luhansk und Donezk.

Beide Seiten schicken ranghohe Delegationen, die russische musste für die Anreise mit US-Hilfe eine Überfluggenehmigung durch Nato- und EU-Luftraum erhalten. Zusätzlich sind russisch-amerikanische Gespräche über wirtschaftliche Beziehungen geplant.

Kurz vor Beginn der Verhandlungen warnte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski vor neuen massiven russischen Angriffen auf Energieanlagen und forderte schnellere westliche Unterstützung bei der Flugabwehr. Russland setze seine Offensiven und Luftschläge fort und zeige keine Kompromissbereitschaft. Seit Herbst haben sich die Angriffe auf die Energieinfrastruktur verschärft; in einem besonders harten Winter leiden Millionen Ukrainer unter Strom-, Heizungs- und Wasserausfällen. (dpa)

20:39 Uhr

Montag, 16. Februar

Selenski warnt vor neuem massiven russischem Luftangriff

Kurz vor Beginn einer neuen Gesprächsrunde mit Russland hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski vor einem massiven russischen Angriff auf Energieanlagen in der Ukraine gewarnt. «Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen», sagte Selenski in einer Videobotschaft. Die ukrainische Delegation sei bereits am Verhandlungsort Genf in der Schweiz eingetroffen.

Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein. «Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort», betonte Selenski. Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden. (dpa)

15:43 Uhr

Montag, 16. Februar

Selenski kündigt neue Treffen mit Partnern an

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat für diese Woche neue Gespräche der Ukraine-Unterstützer in Frankreich angekündigt – mit dem Fokus Energieversorgung. Bei dem Treffen im sogenannten Ramstein-Format sind die G7-Staaten, Partner aus Nordeuropa und dem Baltikum dabei, wie er mitteilte. Explizit nannte er auch Minister aus den USA, Kanada und der EU. (dpa)

14:13 Uhr

Montag, 16. Februar

Russischer Gouverneur: Mehr als 200 ukrainische Drohnen abgefangen

Kurz vor dem Beginn weiterer Friedensgespräche in Genf haben sich Russland und die Ukraine gegenseitige Angriffe vorgeworfen. Der Gouverneur der russischen Region Brjansk, Alexander Bogomas, erklärte am Montag, binnen 24 Stunden habe die Luftverteidigung 229 ukrainische Drohnen über Brjansk abgefangen. Keine andere Region des Landes sei an einem einzelnen Tag von so vielen Drohnenangriffen gleichzeitig betroffen gewesen, erklärte Bogomas.

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht zum Montag 62 Langstreckendrohnen und sechs Raketen verschiedener Bauart gegen die Ukraine eingesetzt. (dpa)

14:04 Uhr

Montag, 16. Februar

Delegation aus Kiew reist für Gespräche mit Moskau nach Genf

Eine ukrainische Delegation ist am Montag zu von den USA vermittelten Gesprächen mit Vertretern Russlands in der Schweiz aufgebrochen. General Kyrylo Budanow, der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, veröffentlichte ein Foto bei Telegram, das ihn zusammen mit anderen Mitgliedern des ukrainischen Verhandlungsteams neben einem Zug zeigt. Angeführt wird die Delegation von Rustem Umjerow, dem Vorsitzenden des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats.

Auf russischer Seite kehrt Putins Berater Wladimir Medinski als Leiter der Delegation zurück. Medinski hatte bereits Moskaus Team bei den ersten direkten Friedensgesprächen mit der Ukraine in Istanbul im März 2022 angeführt und Putins Kriegsziele nachdrücklich vertreten.

Es gab vorab keine Anzeichen, dass das Treffen in Genf etwa eine Woche vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine den Durchbruch im Ringen um eine Beendigung des Krieges bringen könnte. Beide Seiten schienen in Kernfragen an ihren Verhandlungspositionen festzuhalten. Die Gespräche sollen am Dienstag und Mittwoch stattfinden. Die USA hatten eine Frist für Juni gesetzt, zu der eine Einigung erreicht sein soll.

Ein grosser Streitpunkt ist, ob sich Russland aus besetzten Gebieten in der Ukraine zurückziehen muss - oder sogar die Kontrolle über Gebiete erhält, die es bislang noch nicht kontrolliert. Insbesondere die Zukunft des Donbass, der industriellen Herzkammer der Ukraine, ist zwischen beiden Seiten umstritten. (dpa)

13:25 Uhr

Montag, 16. Februar

Gemeinsamer Appell: Europas Militärführer warnen vor Russland

Spitzenmilitärs aus Deutschland und Grossbritannien rufen die Europäer eindringlich dazu auf, sich für einen möglichen russischen Angriff zu rüsten. Moskau verlagere seine militärische Ausrichtung zunehmend nach Westen, warnen der Generalinspekteur der deutschen Bundeswehr, Carsten Breuer, und der Chef des Generalstabs der britischen Streitkräfte, Richard Knighton, in einem gemeinsamen Appell.

Die russischen Streitkräfte würden derart aufgerüstet, «dass das Risiko eines Konflikts mit Nato-Staaten steigen könnte», schreiben Breuer und Knighton in einem Gastbeitrag für die Zeitungen «Welt» und «Guardian».

Als Konsequenz werben die Autoren nicht nur für eine «Stärkung der militärischen Einsatzbereitschaft», sondern auch für einen Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie.

«Die Ukraine zeigt uns, dass industrielle Fähigkeiten entscheidend sind, um einen grossen Krieg durchzuhalten und letztendlich zu gewinnen», erläutern Breuer und Knighton und betonen: «Aufrüstung ist kein Kriegstreiben, sondern das verantwortungsvolle Handeln von Nationen, die entschlossen sind, ihre Bevölkerung zu schützen und den Frieden zu bewahren.» (dpa)

13:13 Uhr

Montag, 16. Februar

Kiewer Ex-Energieminister der Geldwäsche verdächtigt

Nach der Festnahme des früheren ukrainischen Energieministers Herman Haluschtschenko im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal werfen Ermittler ihm Geldwäsche und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vor. Wie die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kiewer Behörden SAP und Nabu mitteilten, soll die Organisation während seiner Amtszeit mehr als 112 Millionen US-Dollar (rund 94 Millionen Euro) aus illegalen Aktivitäten im Energiesektor erhalten haben. Haluschtschenko war am Sonntag beim Versuch, das Land zu verlassen, festgenommen worden.

Laut SAP egistrierten mutmasslichen Mittäter 2021 auf der Insel Anguilla einen Fonds, der rund 100 Millionen US-Dollar angeblicher Investitionen einwerben sollte. Der Fonds sei von einem langjährigen Bekannten der Mitglieder der kriminellen Organisation, demnach einem Staatsbürger der Seychellen und des Inselstaats St. Kitts und Nevis, geleitet worden, der Dienstleistungen für Geldwäsche zur Verfügung gestellt habe. Zu den «Investoren» des Fonds habe auch die Familie Haluschtschenkos gehört.

Im vergangenen November hatten ukrainische Korruptionsfahnder Vorwürfe gegen eine Gruppe mutmasslich bestechlicher Staatsdiener direkt im Umfeld von Präsident Wolodimir Selenski erhoben. Es geht um Bestechungsgeld, das beim Bau von Schutzvorrichtungen für Energieanlagen gegen russische Luftangriffe geflossen sein soll.

Mitte November 2025 wurden Haluschtschenko, der inzwischen das Amt des Justizministers innehatte, und seine Nachfolgerin als Energieministerin, Switlana Hryntschuk, entlassen. Der Hauptverdächtige in dem Skandal und Vertraute von Präsident Selenski, Tymur Minditsch, konnte aus dem Land fliehen. Selenski baute daraufhin die Regierung um und ersetzte auch seinen einflussreichen Stabschef Andrij Jermak. (dpa)

11:30 Uhr

Montag, 16. Februar

Kreml weist Vergiftungsvorwurf nach Tod Nawalnys zurück

Der Kreml weist Vorwürfe unter anderem vom deutschen Bundesaussenminister Johann Wadephul zu einer angeblichen Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny vor zwei Jahren im Straflager «entschieden» zurück. «Wir akzeptieren solche Anschuldigungen natürlich nicht, wir sind mit ihnen nicht einverstanden, wir halten sie für voreingenommen und unbegründet,», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Laut Wadephul soll Nawalny mit dem Gift eines Pfeilgiftfrosches getötet worden sein.

Viele Menschen, darunter Nawalnys Mutter (Mitte), besuchen in Moskau Nawalnya Grab. Der Todestag jährt sich am 16. Februar zum zweiten Mal. (Bild: Keystone)

Julia Nawalnaja, die Witwe des Politikers, lebt im Exil im Ausland und wirft Putin Mord vor. Sie hatte am Samstag in München mit Wadephul am Rande der Sicherheitskonferenz Laborergebnisse bekanntgegeben, denen zufolge ihr Mann mit einem Nervengift getötet worden sein soll. Wadephul zeigte sich schockiert, er sprach von Vergiftung. Nur der russische Staat habe die Mittel und die Möglichkeit gehabt, den Oppositionellen zu vergiften, sagte er.

Die russischen Behörden behaupten, dass Nawalny eines natürlichen Todes gestorben sei. Sie hatten seine Leiche trotz Bitten von Nawalnys Mutter tagelang nicht herausgegeben. Deshalb wurde befürchtet, dass etwaige Giftspuren womöglich nicht mehr nachgewiesen werden können. Unklar ist, wie die Gewebeproben Nawalnys in den Westen gelangt sind. (dpa)

11:24 Uhr

Montag, 16. Februar

Polens Präsident für eigenes Atomwaffenprogramm

Polens Präsident Karol Nawrocki sieht sein Land von Russland bedroht und hat sich deshalb für ein eigenes Atomwaffenprogramm ausgesprochen. «Der Weg zu einem polnischen Atompotenzial - bei allem Respekt für internationale Regelungen - ist der Weg, den wir gehen sollten», sagte der rechtskonservative Staatschef dem Fernsehsender Polsatnews. In Polen ist der Präsident Oberbefehlshaber der Armee.

Das EU- und Nato-Land Polen ist einer der engsten militärischen und politischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Mit seinem Vorstoss geht Nawrocki weiter als seinerzeit sein Amtsvorgänger Andrzej Duda. Dieser hatte im Frühjahr 2024 gesagt, Polen sei bereit für die Stationierung von US-Atomwaffen im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe, sollte die Nato dies für nötig halten. Aus der Nato hiess es damals, eine Ausweitung der Atomwaffen-Stationierung sei nicht geplant.

Die USA haben im Rahmen der nuklearen Teilhabe seit vielen Jahrzehnten Atomwaffen in mehreren europäischen Ländern stationiert. Zu den Standorten gibt es keine offiziellen Angaben - neben Deutschland sollen die Atomwaffen auch in den Niederlanden, Belgien, Italien und in der Türkei lagern. (dpa)

21:59 Uhr

Sonntag, 15. Februar

Selenski: Sicherheitsgarantien sind der Schlüssel für den Frieden

Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind nach den Worten von Präsident Wolodimir Selenski das Hauptziel Kiews bei den anstehenden Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs. Der Schlüssel zur Beendigung des Kriegs liege in der Sicherheitsfrage, sagte Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft. «Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität.» Die Gespräche über ein Kriegsende sollen in der kommenden Woche unter amerikanischer Vermittlung zwischen Russen und Ukrainern in Genf weitergeführt werden.

Bislang galt die Territorialfrage als die am schwierigsten zu lösende in den Verhandlungen. Russische Truppen haben 2022 auf Befehl von Kremlchef Wladimir Putin die Ukraine angegriffen. Putin begründete die Invasion damals mit der Sorge um die eigene nationale Sicherheit und der angeblichen Unterdrückung der russischsprachigen Minderheit in der Ukraine. Ende Januar bezeichnete Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow allerdings die Territorialfrage als die wichtigste.

Konkret fordert die russische Führung von der Ukraine für einen Frieden die Aufgabe des gesamten Gebietes Donezk - also auch der Landstriche, die Moskaus Truppen auch nach vier Jahren Krieg immer noch nicht besetzen konnten. Kiew hat einen einseitigen Rückzug bislang stets abgelehnt.

Die Worte Selenskis deuten nun aber zumindest einen Wechsel der Prioritäten in Kiew an. Die ukrainische Führung hofft in erster Linie auf Sicherheitsgarantien aus den USA. Unklarheit gibt es noch bei der Länge solcher Zusagen. Bei der Sicherheitskonferenz in München hatte Selenski gesagt, dass Washington einen Zeitraum von 15 Jahren angeboten habe, während Kiew mindestens eine 20 Jahre währende Garantie haben möchte. (dpa)

20:12 Uhr

Samstag, 14. Februar

Selenski: Wahlen möglich nach zwei Monaten Waffenruhe

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat seine Forderung nach einer Waffenruhe für Neuwahlen in seinem Land erneuert. Es sei schwierig, in Kriegszeiten eine Abstimmung zu organisieren, zumal nicht nur die Soldaten an der Front kämpften, sondern auch das Volk im Hinterland unter Beschuss stehe, sagte er in einer Diskussionsrunde im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz. «Geben Sie uns zwei Monate, dann können wir auch Wahlen abhalten», sagte er an US-Präsident Donald Trump gewandt. Dieser hatte zuvor mehrfach Neuwahlen in der Ukraine gefordert.

Mit einem Waffenstillstand, Sicherheiten und der nötigen Infrastruktur, dann sei es möglich, eine solche Abstimmung zu organisieren, sagte Selenski nun. Scherzhaft bot er zudem Russland eine Waffenruhe für Wahlen dort an.

Russlands Führung behauptet seit längerem, dass Selenski nicht mehr legitimer Präsident sei, nachdem seine Amtszeit 2024 ausgelaufen ist - eine Sichtweise, die sich später dann auch Trump zu eigen machte. Die ukrainische Verfassung verbietet allerdings Wahlen während eines Kriegs. Eine der Forderungen Moskaus für einen Frieden ist eine Abstimmung im Nachbarland. (dpa)

17:23 Uhr

Samstag, 14. Februar

Selenski: Ukraine weiterhin an Taurus interessiert

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat das anhaltende Interesse seines Landes an Marschflugkörpern des Typs Taurus aus Deutschland bestätigt. Auf die Frage, ob die Ukraine die 500 Kilometer weit reichenden Marschflugkörper bei ihrer Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg brauche, sagte er «ja». Eine Entscheidung darüber sei aber bislang nicht gefallen.

Kiew hatte Berlin bereits vor einigen Jahren um die Lieferung von Taurus gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Sein späterer Nachfolger Friedrich Merz hatte die Lieferung hingegen nicht ausschliessen wollen.

Russland führt seit vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. Systematisch beschiesst Moskau dabei auch das Hinterland des Nachbarn mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen. Kiew wiederum fordert die Taurus-Raketen, um strategisch wichtige Militärobjekte im russischen Hinterland angreifen zu können. (dpa)

22:27 Uhr

Freitag, 13. Februar

Trump zu Ukraine-Verhandlungen: Selenski muss sich bewegen

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen für ein Ende des russischen Krieges gegen dessen Land aufgefordert. Trump sagte vor Journalisten am Weissen Haus: «Russland will einen Deal machen, und Selenski muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine grosse Chance.»

Damit erhöht die US-Regierung den Druck auf Kiew vor einer neuen Verhandlungsrunde, die nach russischen Angaben für nächste Woche in Genf geplant ist. Selenski und andere ukrainische Vertreter hatten zuletzt erklärt, dass die USA eine Friedensvereinbarung bis Juni anstreben. (dpa)

22:09 Uhr

Freitag, 13. Februar

Selenski lehnt Rückzug aus dem Donbass ab

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage erteilt. Er begründete dies mit den etwa 200'000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben.

«Ich soll zu ihnen gehen, in jede Wohnung, klopfen und sagen: Schau mal, eine grossartige Idee! Vergiss dein Haus, vergiss alles, deine Verwandten, verlass dein Haus, denn das ist die grossartige Idee der grossen Bosse», sagte Selenski bei einer Veranstaltung des Nachrichtenportals «Politico» auf der Münchner Sicherheitskonferenz. (dpa)

18:36 Uhr

Freitag, 13. Februar

Kreml-Kritiker: 2026 wird es kein Kriegsende geben

Der russische Exil-Oppositionelle Garri Kasparow erwartet kein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine und auch keinen Waffenstillstand in diesem Jahr. «Für (den russischen Präsidenten Wladimir) Putin ist der Krieg bereits eine Stütze des Regimes geworden. Das (russische) Regime kann nicht ohne Krieg existieren», sagte der frühere Schachweltmeister der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian bei der Münchner Sicherheitskonferenz. In Putins Umgebung und der russischen Propaganda gebe es keine Anzeichen für ein Streben danach, den Krieg zu beenden.

Auch ein Waffenstillstand stelle ein Problem für den Kreml dar. «Denn jede Einstellung der Kampfhandlungen bedeutet, dass Putin vor der Frage steht, wohin mit der Armee?», sagte Kasparow. Die Rückkehr von etwa einer Million teils drogenabhängiger und Gewalt gewohnter Soldaten werde unvermeidlich zu einem Anstieg der Kriminalität führen. Der Krieg werde daher so lange fortgesetzt, wie Moskau Ressourcen dafür habe.

Die seit Wochen laufenden Gespräche über eine Friedenslösung mit US-amerikanischer Vermittlung hält der Ex-Schachweltmeister für «von Anfang an zum Scheitern verurteilt». «Das waren keine Friedensverhandlungen, sondern der Versuch eines Deals zwischen Trump und Putin», sagte Kasparow. Eben daher seien die Gespräche zwischen Washington und Moskau von Geschäftsleuten und nicht von den Aussenministern Russlands und der USA geführt worden.

Für die Ukraine sei weiterhin ein Sieg möglich, doch müssten dafür mehrere günstige Faktoren eintreten, die Russland zu einem Ende des Krieges zwingen. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen die russische Invasion. (dpa)

14:59 Uhr

Freitag, 13. Februar

Mann in Lettland wegen Spionage für Russland verurteilt

Ein Gericht in Lettland hat einen Mann wegen Spionage für das benachbarte Russland zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Der lettische Staatsbürger wurde der Informationsweitergabe an den russischen Militärgeheimdienst GRU für schuldig befunden. Das Urteil kam einem Bericht der lettischen Nachrichtenagentur Leta zufolge nach einer sogenannten Verständigung zwischen dem Gericht und dem Angeklagten zustande. Der Mann soll aus ideologischen Motiven gehandelt haben.

Laut Bericht sammelte der als Bauleiter tätige Mann illegal Informationen über die Standorte lettischer Militäreinrichtungen, Infrastrukturanlagen und die in Lettland stationierten Nato-Truppen. Die Kommunikation mit dem GRU erfolgte demnach über einen Telegram-Kanal. Der Lette war im August 2025 festgenommen worden. Das baltische EU- und Nato-Mitglied Lettland grenzt im Osten an Russland und dessen Verbündeten Belarus. (dpa)

12:35 Uhr

Freitag, 13. Februar

Ukraine-Verhandlungen starten am Dienstag in Genf

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Moskau, Kiew und Washington, um eine diplomatische Lösung für den Krieg in der Ukraine zu finden, wird am kommenden Dienstag und Mittwoch in Genf stattfinden. Dies teilte der Kreml am Freitag mit. (watson.ch)

10:14 Uhr

Freitag, 13. Februar

Tote, Verletzte, Stromausfälle: Russland setzt Angriffe fort

Bei russischen Angriffen sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen in der Ukraine getötet worden. In der Ostukraine seien drei Brüder beim Beschuss von Kramatorsk am Donnerstagabend ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mit. Die älteren seien 19 Jahre und der jüngste acht Jahre alt gewesen. Ihre Mutter und ihre Grossmutter wurden demnach bei dem direkten Einschlag in ein Wohnhaus verletzt. Bürgermeister Olexander Hontscharenko zufolge wurde bei dem Angriff ein weiterer Mann getötet.

Die Region Odessa am Schwarzen Meer war ebenso einmal mehr im Visier russischer Angriffe. Gouverneur Oleh Kiper zufolge wurde auch dort ein Mensch getötet, sechs weitere seien verletzt worden. Ziel der Attacken waren den Angaben nach Objekte der Hafen-, Wohn-, Industrie- und Energieinfrastruktur. Im Hafen seien Lagerhäuser mit Düngemittel beschädigt worden, es sei zu Bränden unter anderem von vier Autos gekommen. Der ukrainische Zivilschutz sprach von einem massiven Angriff mit Drohnen. In der Nacht berichtete er zudem von erheblichen Aussetzern der Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.

Im Gebiet Charkiw wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft eine Frau bei einem Drohnenangriff am Morgen in einem Dorf im Landkreis Isjum getötet. Eine weitere Frau kam bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Orichiw in der südukrainischen Region Saporischschja ums Leben, wie Gebietsgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Ein Mann wurde demnach verletzt.

Russland attackierte nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe die Ukraine mit einer ballistischen Rakete und 154 Kampfdrohnen. Davon seien 111 Drohnen abgewehrt worden. Es habe Einschläge an 18 Orten gegeben. (dpa)

22:11 Uhr

Donnerstag, 12. Februar

Ukraine: Zwei Nigerianer in russischen Diensten in Luhansk getötet

In der Ostukraine sind nach Angaben ukrainischer Behörden die Leichen von zwei Nigerianern gefunden worden, die für Russland gekämpft haben sollen. Sie seien bereits Ende November bei dem Versuch getötet worden, ukrainische Stellungen in der Region Luhansk zu stürmen, teilte der ukrainische Militärgeheimdienst am Donnerstag mit.

Beide Männer hätten erst kurz davor, Ende August und Ende September, ihre Verträge mit dem russischen Militär unterzeichnet. Sie hätten keinerlei militärische Ausbildung erhalten und seien nie zuvor an einem Feuergefecht beteiligt gewesen. Sie wurden den Angaben zufolge von einer Drohne getötet. (dpa)

17:58 Uhr

Donnerstag, 12. Februar

Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine

Bei russischen Angriffen auf zivile Gebiete der Ukraine sind mehrere Menschen verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe teilte am Donnerstag mit, Moskau habe in der Nacht 219 Langstreckendrohnen, 24 ballistische Raketen und einen gelenkten Luft-Flugkörper gegen das Land eingesetzt. Dabei seien vor allem die Hauptstadt Kiew, die zweitgrösste Stadt Charkiw, Dnipro und die Hafenstadt Odessa unter Beschuss genommen worden.

Olexander Hanscha, der Leiter der Militärverwaltung in der Region Dnipropetrowsk, schrieb bei Telegram, in der Stadt Dnipro seien vier Menschen verletzt worden, darunter ein vierjähriges Mädchen und ein neugeborener Junge. Die Stadtverwaltung in Kiew meldete zwei Verletzte und mehrere beschädigte Wohngebäude. In Odessa wurde nach Behördenangaben ein Mensch bei der teilweisen Zerstörung eines mehrstöckigen Wohnhauses verletzt. (dpa)

14:01 Uhr

Donnerstag, 12. Februar

So reagieren Selenski und Klitschko zu Olympia-Disqualifikation

«Sport sollte nicht zu Vergessen führen, und die olympische Bewegung sollte dazu beitragen, Kriege zu beenden, anstatt den Aggressor zu unterstützen. Leider spricht die Entscheidung des IOC eine andere Sprache», sagte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski zum Entscheid des IOC, den ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch zu disqualifizieren.

«Sein Helm mit den Porträts der verstorbenen ukrainischen Sportler (…) erinnert die ganze Welt daran, was russische Aggression bedeutet und welchen Preis der Kampf um Unabhängigkeit hat. Und dabei wird kein einziges Regelwerk verletzt.» Es sei Russland, das ständig gegen die olympischen Prinzipien verstosse und die Zeit der Olympischen Spiele für Kriegszwecke nutze, meint er weiter.

Der ukrainischer Aussenminister Andrij Sybiha findet, das IOC habe nicht den ukrainischen Athleten disqualifiziert, sondern den eigenen Ruf. Gegenüber Bild sagt Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko, das IOC schütze keine Neutralität, sondern sein Image: «Wenn ich heute an meine olympische Goldmedaille denke, spüre ich keinen Stolz mehr, sondern Scham.» (dpa/zen)

09:14 Uhr

Donnerstag, 12. Februar

Helm-Streit: Ukrainischer Skeletonfahrer disqualifiziert

Auf dem Helm von Wladyslaw Heraskewytsch sind ukrainische Athleten abgebildet, die im Krieg gestorben sind. (Bild: Instagram)

Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hat zu dem erwarteten Ende geführt: Der WM-Vierte wird von dem olympischen Wettkampf am Donnerstag und Freitag im Eiskanal von Cortina ausgeschlossen, das gaben das IOC und der Weltverband IBSF bekannt.

Heraskewytsch hatte darauf beharrt, wie schon im Training auch im Wettkampf einen besonderen Helm zu tragen, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das IOC sieht darin einen Verstoss gegen die Olympischen Charta, die Meinungsäusserungen unter anderem auf dem Spielfeld («field of play») untersagt. (dpa)

06:52 Uhr

Donnerstag, 12. Februar

WhatsApp kritisiert Komplett-Blockade in Russland

Der Chatdienst WhatsApp wirft der russischen Regierung den Versuch einer Komplett-Blockade vor. Über 100 Millionen Nutzer von sicherer und privater Kommunikation auszuschliessen, werde zu weniger Sicherheit für die Menschen in Russland führen, kritisierte eine Sprecherin der zum Facebook-Konzern Meta gehörenden App. Man werde alles Mögliche unternehmen, damit die Nutzer weiterhin verbunden blieben.

Die russische Regierung schränkt bereits seit einiger Zeit nach und nach die Funktionen internationaler Messenger-Apps ein. Bei WhatsApp etwa waren Anrufe bereits nur noch über VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) möglich. Eingeschränkt wurden auch Telegram und der Apple-Dienst iMessage. (dpa)

06:29 Uhr

Donnerstag, 12. Februar

Selenski will Datum für EU-Beitritt – Nato berät zu Ukraine

In der Diskussion um einen EU-Beitritt der Ukraine fordert Präsident Wolodimir Selenski, ein genaues Datum dafür in einem möglichen Abkommen für eine Beendigung des Kriegs mit Russland festzuhalten. Zugleich knüpfte er eine Präsidentenwahl in seinem kriegsgeplagten Land in einem Post auf X erneut an die Sicherheitslage. In Brüssel kommen heute unterdessen die Verteidigungsminister der Nato-Staaten zusammen, um einmal mehr um die Unterstützung der Ukraine und die Bemühungen um einen Ausbau von Abschreckung und Verteidigung zu sprechen.

Für die Ukraine sei es wichtig, alles dafür zu tun, bis 2027 für einen EU-Beitritt bereit zu sein, schrieb Selenski in sozialen Medien. Zumindest die wichtigsten Schritte werde sie erreichen. Er machte deutlich: «Ich will ein genaues Datum.» Wenn in dem Abkommen, das die USA, Russland, die Ukraine und Europa unterzeichnen sollen, kein genaues Datum stehe, werde Russland alles dafür tun, um den Beitrittsprozess zu blockieren. Die EU sei für sein Land eine Sicherheitsgarantie.

Selenski hatte Ende Januar einen EU-Beitritt seines Landes schon 2027 gefordert, ungeachtet teils verbreiteter Skepsis in europäischen Staaten. Schon damals hatte er gesagt, der Beitritt sei eine der wichtigsten Sicherheitsgarantien auch für ganz Europa. (dpa)

19:17 Uhr

Dienstag, 10. Februar

Heraskewytsch will verbotenen Helm im Olympia-Wettkampf tragen

Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch geht wegen seines Helmdesigns weiter auf Konfrontationskurs mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Wie der 27-Jährige bei einer Pressekonferenz in Cortina d'Ampezzo erklärte, will er den Helm, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind, auch im olympischen Wettkampf am Donnerstag und Freitag tragen. Unterstützung hat der Fahnenträger seines Landes bei den Winterspielen vom ukrainischen Staatspräsidenten Wolodimir Selenski sowie vom Nationalen Olympischen Komitee erhalten.

Auf dem Helm von Wladyslaw Heraskewytsch sind ukrainische Athleten abgebildet, die im Krieg gestorben sind. (Bild: Instagram)

Das IOC hatte diesem Vorhaben am Dienstagmorgen einen Riegel vorschieben wollen, da der Helm nicht der Olympischen Charta entspreche, welche politische Meinungsäußerungen auf dem Spielfeld verbietet. Als Kompromiss wurde ihm gestattet, im Wettkampf ausnahmsweise mit einer schwarzen Armbinde zu starten. Der WM-Vierte von 2025 sieht das anders: «Die Menschen in der Ukraine leben jeden Tag in der Angst, vergessen zu werden, und es ist wichtig, die Welt daran zu erinnern, was gerade in der Ukraine geschieht.»

Er sei «fest davon» überzeugt, keine Regeln gebrochen zu haben, «Regel 50, die politische, diskriminierende oder rassistische Propaganda betrifft, findet auf diesem Helm keine Anwendung». Eine aktuelle Reaktion des IOC auf den Plan des Ukrainers stand zunächst aus. (dpa)

15:45 Uhr

Dienstag, 10. Februar

IOC verbietet Helm in Erinnerung an getötete Sportler

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet dem ukrainischen Skeletoni Wladyslaw Heraskewytsch, bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo einen Helm in Erinnerung an im Krieg getötete Sportler seines Heimatlandes zu tragen. Das erklärte IOC-Sprecher Mark Adams am Dienstag in Mailand. Stattdessen erlaubt das IOC Heraskewytsch, ein schwarzes Armband im Gedenken an die Kriegstoten zu zeigen.

Der Helm, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind, verstosse gegen die Richtlinien des IOC. «Wir haben versucht, seinen Wünschen mit Mitgefühl und Verständnis zu begegnen», sagte Adams. Das IOC versuche immer wieder Ausnahmen von der Regel 50 der eigenen Charta, die jegliche politische Äusserung im Wettkampf verbietet, zu genehmigen.

Im Training am Nachmittag trug Heraskewytsch den Helm noch immer. Er selbst wisse nicht, ob das Verbot nur im Wettkampf gelte. «Ich sehe jeden Tag verschiedene Statements, ich hätte gerne Klarheit von ihnen. Ich hoffe, wir kriegen bald mehr Informationen, aber jetzt werde ich den Helm nicht wechseln», sagte er dem Sport-Informations-Dienst (SID).

21:50 Uhr

Montag, 9. Februar

Selenski verspricht Hausbesitzern Hilfe bei Kauf von Generatoren

Angesichts der Zerstörungen im ukrainischen Stromnetz wird die Kiewer Regierung Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und anderen Energiequellen unterstützen. Das kündigte Präsident Wolodimir Selenski nach einer Beratung mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an. Für Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern wie für Besitzer von Einfamilienhäusern solle der Kauf einer autonomen Stromversorgung erschwinglicher werden, sagte Selenski abends in seiner Videobotschaft.

In einem anderen Programm für Unternehmen seien bereits 20'000 Anträge auf Beihilfen zur Wartung und Reparatur von Generatoren eingegangen. Ausserdem sei eine halbe Milliarde Hrywnja (knapp zehn Millionen Euro) an zinslosen Krediten zum Kauf von Generatoren gewährt worden, sagte er. Der Bedarf dürfte allerdings viel grösser und mit den vom Präsidenten genannten Zahlen nicht zu decken sein.

Mehrere russische Luftangriffe seit Anfang Januar haben die ukrainische Energieversorgung so beschädigt, dass Kiew, Charkiw und andere Städte bei strengem Frost kaum Strom und Heizung haben. (dpa)

20:27 Uhr

Montag, 9. Februar

Ukrainischer Olympionike ehrt mit Helm gefallene Athleten

Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch erinnert mit einem besonderen Helm-Design an durch den Krieg gefallene Sportkollegen. Auf dem Kopfschutz sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Heraskewytsch trug den Helm im offiziellen Training am Montag und hofft, dass er diesen auch im Wettkampf Ende der Woche aufsetzen darf.

«Wir haben keine Regeln verletzt, und ich sollte mit diesem Helm antreten dürfen», sagte Heraskewytsch der Nachrichtenagentur AP und ergänzte: «Ich kann nicht verstehen, wie dieser Helm irgendjemanden verletzen könnte. Er ist eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie.»

Fraglich ist nun, wie das Internationale Olympische Komitee entscheiden wird. Das IOC untersagt in ihren Statuten politische Botschaften und ist für eine Reaktion angefragt. (dpa)

18:57 Uhr

Montag, 9. Februar

Ukraine kann auf EU-Hilfe für Ausbildungsstützpunkte hoffen

Die Ukraine kann bei der geplante Modernisierung von Ausbildungszentren für ihre Streitkräfte auf Unterstützung der EU hoffen. Bei einem EU-Verteidigungsministertreffen an diesem Mittwoch sollten Optionen für zwei Einrichtungen im Westen des von Russland angegriffenen Landes besprochen werden, sagte eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas werde um politische und finanzielle Unterstützung für das Projekt bitten.

Zudem soll es bei dem Ministertreffen den Angaben zufolge auch um die Frage gehen, wie die EU nach einem möglichen Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland die Überwachung des Waffenstillstands unterstützen könnte. Ein federführend von den USA erarbeitetes Konzept sieht vor, die etwa 1.200 Kilometer lange Kontaktlinie vor allem mit unbemannten Hightech-Systemen zu bewachen. Dabei würde es sich zum Beispiel um Drohnen, aber auch um bodengestützte Systeme handeln. Eine grosse Truppenpräsenz direkt an der Kontaktlinie wäre dann vermutlich nicht erforderlich. (dpa)

14:52 Uhr

Montag, 9. Februar

Lawrow kritisiert US-Vorgehen bei Ukraine-Verhandlungen

Bei den Verhandlungen über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat der russische Aussenminister Sergej Lawrow den USA indirekt Wortbruch vorgeworfen. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei ihrem Treffen in Alaska im August auf Prinzipien für eine Lösung geeinigt, die Washington nun aber ablehne, sagte Lawrow in einem auf der Seite des Ministeriums veröffentlichten Interview mit dem Portal «Brics TV». «Jetzt sind sie nicht bereit», sagte Lawrow.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die in Anchorage getroffenen Vereinbarungen für Russland der einzige Weg seien, bei den Verhandlungen einen Durchbruch zu erzielen. Die Gespräche würden auch fortgesetzt, sagte er.

Russland besteht etwa darauf, dass die Ukraine ihre Truppen komplett aus dem umkämpften Donbass – das sind die Gebiete Luhansk und Donezk – abzieht, obwohl Kiew da teils noch die Kontrolle hat. Bei den trilateralen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen und den USA als Vermittler gab es in dieser Frage bisher keine Bewegung. (dpa)

11:51 Uhr

Montag, 9. Februar

100'000 Menschen im westrussischen Belgorod ohne Wasser

In der westrussischen Grossstadt Belgorod ist nach Angriffen aus der benachbarten Ukraine laut Behörden die Wasserversorgung teilweise zusammengebrochen. Am Morgen sei an zwei Wasserentnahmestellen die Stromzufuhr ausgefallen, teilte die Stadtverwaltung auf sozialen Netzwerken mit. Daher gebe es Probleme in den nördlichen und zentralen Stadtvierteln Belgorods. Ohne Wasser seien derzeit rund 100.000 Menschen, sagte Bürgermeister Walentin Demidow. (dpa)

08:44 Uhr

Montag, 9. Februar

Moskau sieht nach Anschlag auf General auch Spur nach Polen

Am Anschlag auf den General Wladimir Alexejew in Moskau war nach Darstellung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB auch der polnische Geheimdienst beteiligt. Beide nach der Tat festgenommenen Verdächtigen hätten ihre Beteiligung inzwischen gestanden, teilte der FSB auf seiner Webseite mit. Der Schütze sei dabei «unter Beihilfe polnischer Geheimdienste» und dessen in Polen lebenden Sohn von Kiew für den Anschlag angeheuert worden, heisst es.

Demnach soll er im August 2025 vom ukrainischen Geheimdienst SBU angeworben worden sein. Der Tatverdächtige besitzt einen russischen Pass, soll aber ukrainische Wurzeln haben und sich zu der Zeit in Ternopol aufgehalten haben. Anschliessend sei er auf Umwegen nach Russland gebracht worden. Für den Mord an Alexejew seien ihm 30'000 US-Dollar in Aussicht gestellt worden, heisst es. (dpa)

18:23 Uhr

Sonntag, 8. Februar

Russland greift Kiew wieder mit ballistischen Raketen an

Das russische Militär hat erneut Ziele in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen. «Explosionen in der Hauptstadt. [...] Die Flugabwehr ist aktiv», schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Abend bei Telegram. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen vernehmbar.

Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion. Russland hat im aktuellen Winter die Angriffe auf Energieanlagen verstärkt. In Kiew gibt es für den Grossteil der Einwohner nur wenige Stunden Strom am Tag. Im Ostteil der Stadt ist die Fernwärmeversorgung für viele Wohnblöcke ausgefallen. (dpa)

14:21 Uhr

Sonntag, 8. Februar

Frau stirbt bei russischem Angriff in der Ukraine

Bei russischen Angriffen hat es nach Behördenangaben eine Tote und mehrere Verletzte in der Ukraine gegeben. In Kramatorsk wurde der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge eine 77-jährige Rentnerin getötet. Drei Männer zwischen 40 und 48 Jahren seien bei der Attacke im ostukrainischen Gebiet Donezk verletzt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Eine Fliegerbombe schlug demnach in der Nähe eines mehrstöckigen Wohnhauses ein. In Cherson im Südosten der Ukraine wurden nach Behördenangaben acht Menschen bei russischem Beschuss verletzt.

Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenski zufolge setzte Russland allein in der vergangenen Woche mehr als 2.000 Kampfdrohnen, 1.200 Gleitbomben sowie 116 Raketen und Marschflugkörper ein. «Fast jeden Tag greifen sie Energieanlagen, logistische Infrastruktur und Wohnhäuser an», schrieb Selenski in sozialen Medien. Das passiere selbst während diplomatischer Friedensbemühungen.

Die Angriffe seien häufiger und immer brutaler, führte er aus. Abermals forderte er Unterstützung für die Ukraine und Druck auf Russland. Moskau setzt ihm zufolge weiterhin unter Umgehung westlicher Sanktionen Waffen mit ausländischen Bauteilen ein. Deswegen verhänge Kiew nun Sanktionen gegen die entsprechenden Lieferanten und Hersteller.

Russischer Gouverneur: 80'000 Menschen ohne Heizung

Die russische Stadt Belgorod kämpft nach Behördenangaben ihrerseits mit den Folgen ukrainischer Angriffe vom Vortag. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow zufolge waren dort am Morgen 80'000 Menschen von der Wärmeversorgung abgeschnitten, 3000 hatten demnach kein Gas und 1000 keinen Strom.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine. Russland attackiert systematisch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Immer wieder haben sehr viele Menschen infolge russischer Attacken keine Wärme-, Strom- und Wasserversorgung und das bei zuletzt zweistelligen Minusgraden. (dpa)

09:39 Uhr

Sonntag, 8. Februar

Attentat auf General: Moskau beschuldigt Kiewer Geheimdienst

Nach der Festnahme von zwei Männern wegen des Anschlags auf einen hochrangigen Militär in Moskau machen russische Ermittler ukrainische Geheimdienste für die Tat verantwortlich. Der in Dubai festgenommene und an Russland überstellte Attentäter habe auf Anweisung ukrainischer Geheimdienste gehandelt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ermittler. Der Mann soll demnach im Dezember 2025 nach Moskau gekommen sein, um einen Terrorakt auszuüben.

Der stellvertretende Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, war am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten Moskaus angeschossen und ins Krankenhaus gebracht worden. Nun meldeten russische Agenturen unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB zwei Festnahmen. Eine weitere Komplizin soll demnach in die Ukraine geflohen sein. Russlands Aussenminister Sergej Lawrow hatte Kiew schon zuvor Beteiligung vorgeworfen. (dpa)

12:22 Uhr

Samstag, 7. Februar

Selenski: USA setzen Frist bis Juni für Abkommen über Kriegsende

Die USA haben der Ukraine und Russland nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski eine Frist bis Juni gesetzt, um ein Abkommen über ein Ende des russischen Angriffskriegs zu erzielen. Im Rahmen dieses Zeitplans werde die Regierung von US-Präsident Donald Trump wahrscheinlich Druck auf beide Kriegsparteien ausüben, sagte Selenski am Freitag zu Reportern. Seine Aussagen durften erst am Samstagmorgen veröffentlicht werden.

«Und sie sagen, dass sie alles bis Juni machen wollen», sagte Selenski. «Und sie werden alles tun, um den Krieg zu beenden. Und sie wollen einen klaren Zeitplan für alle Ereignisse.»

Die Trump-Regierung habe vorgeschlagen, kommende Woche in den USA eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA abzuhalten, sagte Selenski. Die Gespräche würden wahrscheinlich in Miami stattfinden. «Wir haben unsere Teilnahme bestätigt», sagte er.

Zuvor hatte es von den USA vermittelte Gespräche mit Vertretern der drei Länder in Abu Dhabi gegeben. Dabei soll aber kein Durchbruch erzielt worden sein. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine begann im Februar 2022. (dpa)

10:00 Uhr

Samstag, 7. Februar

Neue Angriffe: Notabschaltungen in Grossteil der Ukraine

Russlands Militär hat erneut massiv das Energiesystem der Ukraine angegriffen. Die Hauptziele seien das Stromnetz, Kraftwerke und Umspannwerke gewesen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski in sozialen Medien. Russland habe mehr als 400 Drohnen und etwa 40 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt, so Selenski. Schäden gibt es demnach in den westukrainischen Regionen Wolhynien, Iwano-Frankiwsk, Lwiw und Riwne.

Russland könne sich jeden Tag für echte Diplomatie entscheiden, wähle aber Angriffe. Selenski forderte Unterstützer des derzeitigen Verhandlungsprozesses unter US-Vermittlung zu Reaktionen darauf auf. Moskau müsse die Möglichkeit genommen werden, mit Kälte Druck auf die Ukraine auszuüben. Dafür brauche die Ukraine Raketen für Flugabwehrsysteme.

Immer wieder Ausfälle der Strom-, Wasser und Wärmeversorgung

Der staatliche Versorger Ukrenergo teilte mit, dass es aufgrund der verursachten Schäden in den meisten ukrainischen Regionen Notabschaltungen gibt.

Im Nachbarland Polen stiegen wegen der Angriffe in der Nacht Kampfflugzeuge auf. Die erforderlichen Kräfte und Mittel seien mobilisiert worden, teilte das Operative Kommando der Armee des Nato-Mitgliedstaats mit. Die bodengestützten Luftverteidigungs- und Radarsysteme seien in Bereitschaft versetzt worden. Die Flughäfen in Rzeszow und Lublin im Osten des Landes mussten vorübergehend den Luftverkehr unterbrechen.

Russland zielt in diesem Winter verstärkt auf das nach fast vier Jahren Krieg ohnehin schon angeschlagene Energiesystem der Ukraine. Die Folge sind immer wieder lange Ausfälle der Strom-, Wasser und Wärmeversorgung – und das zuletzt bei teilweise zweistelligen Minusgraden. (dpa)

14:22 Uhr

Freitag, 6. Februar

Moskau wirft Ukraine Beteiligung an Attentat auf General vor

Moskau wirft der Ukraine eine Beteiligung am Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, vor. «Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenski-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben», sagte der russische Aussenminister Sergej Lawrow. Die russische Führung werde darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirke.

Alexejew, wurde nach Behördenangaben in einem Wohnhaus im Nordosten Moskaus angeschossen. Der Täter ist demnach weiter auf der Flucht.

Der Anschlag kommt einen Tag nach einer neuen Gesprächsrunde über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Abi Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort leitete Alexejews unmittelbarer Vorgesetzter, Igor Kostjukow, für die russische Seite die Verhandlungen.

Es ist nicht der erste Anschlag auf einen hochrangigen Militär in Russland. Russland verurteilt dies stets als Terrorismus - wie auch den von Kiew allerdings dementierten versuchten Anschlag auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat zuletzt seinerseits nach den verheerenden russischen Angriffen auf die Energieversorgung des Landes, durch das Millionen Menschen von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten sind, von Terrorismus gesprochen. (dpa)

12:02 Uhr

Freitag, 6. Februar

Moskau: Schüsse auf russischen Generalleutnant

Der stellvertretende Chef des russischen Armeegeheimdienstes Wladimir Alexejew ist nach einem Attentat schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 64-Jährige wurde nach Behördenangaben in einem Wohnhaus im Nordosten Moskaus angeschossen. Der Täter sei auf der Flucht, die Fahndung angelaufen, teilte das Ermittlungskomitee mit. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.

Medienberichten zufolge ereignete sich die Tat am frühen Morgen in Moskau. Der General sei in seinem Wohnhaus vor dem Fahrstuhl mehrmals in den Rücken geschossen worden, berichtete der den russischen Sicherheitsorganen nahestehende Telegramkanal Mash. Mindestens drei Kugeln hätten den Geheimdienstler getroffen - zwei im Bauchbereich, eine im Bein. «Alexejew hat sehr viel Blut verloren», schrieb Mash.

Russischer Generalleutnant Wladimir Alexejew. (Bild: X)

Öffentlich zugänglichen Angaben nach wurde Alexejew im Gebiet Winnyzja in der heutigen Ukraine geboren. Seine gesamte noch in Sowjetzeiten beginnende militärische Karriere hat er aber in Russland verbracht. Dort war er zuletzt Vizechef des Armeegeheimdienstes GRU. Während des Syrien-Kriegs leitete er die Geheimdienstaktionen des russischen Militärs in dem Nahoststaat.

Es ist nicht das erste Mal, dass hochrangige russische Militärs zur Zielscheibe von Attentaten werden. Im April 2025 kam Generalleutnant Jaroslaw Moskalik durch die Explosion einer Autobombe ums Leben. Im Dezember 2024 war mit Igor Kirillow der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen ebenfalls durch einen Bombenanschlag getötet worden. Der ukrainische Geheimdienst bekannte sich zu der Tat. Russland hat die Anschläge als Terrorismus und als Zeichen dafür, dass Kiew nicht an einem Frieden interessiert sei, verurteilt. (dpa)

06:03 Uhr

Freitag, 6. Februar

Ukraine erwartet rasch nächste Verhandlungen in den USA

Nach Verhandlungen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi erwartet der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski eine Fortsetzung der Gespräche «in allernächster Zeit». Die nächste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende werde wahrscheinlich in den USA stattfinden, sagte Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.

Seit Mittwoch hatten Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) miteinander gesprochen. Selenski sagte nicht, ob die künftigen Gespräche in den USA ebenfalls in diesem Dreierformat stattfinden sollen.

Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, «die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, so dass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen», sagte er. «Es ist wichtig, dass dieser Krieg so endet, dass Russland keinen Lohn für seine Aggression erhält.» (dpa)

21:14 Uhr

Donnerstag, 5. Februar

Estland schränkt Betrieb der Grenzübergänge zu Russland ein

Estland beschränkt aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Grenzübergänge zum benachbarten Russland. Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes entschied in der Hauptstadt Tallinn, den Betrieb der beiden Kontrollpunkte Luhamaa und Koidula vom 24. Februar an für drei Monate in den Nachtstunden auszusetzen. Tagsüber sollen die Grenzübergänge weiterhin zwölf Stunden lang geöffnet bleiben. Die gleiche Regelung gilt bereits am dritten estnisch-russischen Grenzübergang in Narva, der seit dem 1. Mai 2024 nachts geschlossen ist.

«Da Russland sich an der Grenze zeitweise irrational verhält, müssen wir Ressourcen freisetzen, um die Grenze effektiver zu überwachen», wurde Ministerpräsident Kristen Michal in der Mitteilung zitiert - ohne Details zu nennen. Auch Innenminister Igor Taro sagte, das Verhalten der russischen Grenzbeamten erfordere ständige Ressourcen und erhöhte Aufmerksamkeit seitens der Polizei und des Grenzschutzes. Durch die nächtliche Schliessung der Übergänge könnte das Personal dann dort eingesetzt werden, wo es am dringendsten benötigt werde. (dpa)

19:15 Uhr

Donnerstag, 5. Februar

Über 1'100 Wohnblocks in Kiew im Winter nicht mehr heizbar

Mehr als 1'100 Wohnblocks in Kiew können wegen der Zerstörung eines Heizkraftwerks in diesem Winter absehbar nicht mehr beheizt werden. Das teilte der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf seinem Telegram-Kanal mit. Die Verwaltung der Drei-Millionen-Stadt veröffentlichte eine Liste mit 1'126 betroffenen Gebäuden, die alle in den Stadtteilen Darnyzja und Dniprowskyj auf dem östlichen Ufer des Dnipro liegen.

Das Heizkraftwerk für diese Stadtteile sei bei einem russischen Luftangriff am Dienstag so beschädigt worden, dass die Reparatur mindestens zwei Monate dauern werde, schrieb Klitschko. In den betroffenen Wohnblocks sei das Wasser abgelassen worden, um ein Einfrieren der Leitungen zu verhindern.

Weil die Häuser nicht beheizt werden könnten, sollten sie wenigstens möglichst gut mit Strom versorgt werden, teilte der Bürgermeister mit. Ausserdem würden in diesen Stadtteilen neun zusätzliche Schulen mit mobilen Heizkesseln beheizt, damit die Menschen sich dort Tag und Nacht aufwärmen können. Zudem richte die Stadt weitere 64 kleine Aufwärmpunkte ein. (dpa)

18:40 Uhr

Donnerstag, 5. Februar

Ukraine: Russland verliert Zugriff auf Starlink-Terminals

Die russischen Truppen haben nach ukrainischen Angaben den Zugang zu ihren Starlink-Terminals an der Front verloren. Das erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow am Donnerstag, nachdem die Regierung in Kiew an das Unternehmen SpaceX des US-Milliardärs Elon Musk appelliert hatte, Russland an der Nutzung des Dienstes in der Ukraine zu hindern.

Laut Fedorows Berater Serhij Beskrestnow können die russischen Streitkräfte infolgedessen bestimmte Drohnen nicht mehr kontrollieren und navigieren. Die Angriffe seien in vielen Gebieten zum Erliegen gekommen. Russische Vertreter äusserten sich nicht zu den Angaben. (dpa)

17:18 Uhr

Donnerstag, 5. Februar

Ukrainisch-russische Verhandlungen in Abu Dhabi beendet

Die von den USA vermittelten zweitägigen ukrainisch-russischen Friedensgespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach ukrainischen Medienberichten zu Ende. «Es wird später eine Erklärung geben», teilte die Sprecherin des ukrainischen Nationalen Sicherheitsrates Diana Dawitjan Journalisten mit.

Parallel dazu kündigte der ukrainische Staatspräsident Wolodimir Selenski auf einer Pressekonferenz in Kiew eine baldige Fortsetzung der Gespräche an. Auch er machte keine Angaben zu möglichen Ergebnissen. Zuvor war ein bereits vorher vereinbarter Gefangenenaustausch zwischen den Kriegsparteien abgewickelt worden. (dpa)

09:13 Uhr

Donnerstag, 5. Februar

Ukraine-Krieg: Zweiter Verhandlungstag hat begonnen

In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat der zweite Tag der von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern über ein Ende des Kriegs begonnen. «Wir arbeiten im gleichen Format wie gestern: trilaterale Konsultationen, Gruppenarbeit und weitere Annäherung der Positionen», schrieb der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow bei Telegram zum Start des zweiten Verhandlungstags. Ergebnisse würden später verkündet, teilte er zudem mit.

Der Sondergesandte von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, erklärte derweil im Staatsfernsehen, dass Fortschritte zu verzeichnen seien. «Es gibt eine gute, positive Bewegung nach vorn», sagte er. (dpa)

22:56 Uhr

Mittwoch, 4. Februar

Selenski: Wir erwarten Austausch Kriegsgefangener

Vor dem Hintergrund der laufenden Gespräche mit Moskau und Washington rechnet der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski mit einem baldigen Austausch von Kriegsgefangenen. In seiner abendlichen Videobotschaft sagte er, es werde einen wichtigen Schritt geben - hin zum Austausch von Gefangenen. Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen morgen in Abu Dhabi weitergehen. Zuvor hatte auch der Kiewer Chefunterhändler, Rustem Umjerow, von einem Gefangenenaustausch gesprochen.

In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate werden die Mitte Januar begonnenen direkten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der USA fortgesetzt. (dpa)

15:02 Uhr

Mittwoch, 4. Februar

Russland attackiert trotz neuer Gespräche ukrainisches Energienetz

Russland hat unmittelbar vor dem Beginn neuer Gespräche über ein Ende seines Invasionskrieges gegen die Ukraine das Nachbarland erneut mit mehr als 100 Drohnen attackiert. 88 davon seien abgeschossen worden, hiess es. Die übrigen 17 seien an 14 Orten eingeschlagen. Dabei kamen in der Region Dnipropetrowsk nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung in der Nacht zu Mittwoch zwei Menschen in einem Wohngebiet ums Leben. In Odessa am Schwarzen Meer wurden bei einem Grossangriff etwa 20 Wohngebäude beschädigt, wie der Leiter der dortigen Militärverwaltung, Oleh Kiper, mitteilte. Vier Menschen seien aus den Trümmern gerettet worden.

Bei einem Angriff auf Druschkiwka in der Region Donezk wurden nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung am Mittwoch sieben Menschen getötet und acht verletzt. Russland habe Streumunition eingesetzt, sagte Militärverwaltungschef Wadym Filaschkin. Gespräche über eine Waffenruhe seien wertlos, fügte er hinzu. (dpa)

17:35 Uhr

Dienstag, 3. Februar

Ukraine und Russland sprechen wieder in Abu Dhabi

Ungeachtet schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine planen Unterhändler aus Kiew und Moskau morgen (Mittwoch) ein zweites Treffen in Abu Dhabi. Die USA sind an den Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Vermittler beteiligt. Eine erste trilaterale Gesprächsrunde, um Möglichkeiten für ein Ende des Kriegs auszuloten, hatte Mitte Januar stattgefunden. Ein Termin am vergangenen Sonntag wurde verschoben. (dpa)

13:57 Uhr

Dienstag, 3. Februar

Moskau begrüsst Infantinos Rückholpläne für Russland

Der Kreml hat erfreut auf die Worte von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu einer möglichen Rückkehr Russlands in den internationalen Fussball reagiert. «Die Rechte unserer Fussballer und unserer Nationalelf müssen wiederhergestellt werden und sie müssen die Möglichkeit erhalten, an internationalen FIFA-Wettbewerben teilzunehmen», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Es sei erfreulich, dass solche Erwägungen inzwischen auch bei der Organisation selbst stattfänden. Er begrüsse Infantinos Aussagen, sagte Peskow. Zuvor hatte der FIFA-Präsident erklärt, dass der Ausschluss Russlands von den internationalen Wettbewerben zu nichts geführt habe, ausser zu einer Zunahme von Frust und Hass. Er sprach sich für die Wiederzulassung russischer Teams aus. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind Vereine und Nationalmannschaft derzeit für internationale Wettbewerbe gesperrt. (dpa)

11:16 Uhr

Dienstag, 3. februar

Russland-Frage: Heftige Kritik an Infantino

Die Ukraine hat auf sportlicher wie politischer Ebene heftige Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino wegen dessen Aussagen zu einer möglichen Rückkehr russischer Mannschaften in die Wettbewerbe des Fußball-Weltverbands geübt. Aussenminister Andrij Sybiha bezeichnete Infantino als «moralisch degeneriert». Sportminister Matwij Bidny sprach von «verantwortungslosen» Äusserungen. Der ukrainische Fußballverband (UFA) ließ wissen, dass der Ausschluss nicht enden dürfe, so lange der Krieg anhält. Am Dienstag hatte sich Infantino offen für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt. (dpa)

11:13 Uhr

Dienstag, 3. Februar

Angriffe auf die Ukraine – Selenski fordert Druck

Kurz vor neuen Gesprächsrunden über ein Ende des russischen Angriffskrieges hat Moskau die Ukraine ein weiteres Mal mit Drohnen- und Raketenangriffen überzogen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski erklärte am Dienstag, Russland habe in der Nacht zum Dienstag etwa 450 Langstreckendrohnen und 70 Raketen verschiedener Typen gegen die Ukraine eingesetzt. Bei den Angriffen in mindestens fünf Regionen habe Moskau vor allem das Stromnetz ins Visier genommen. «Die kältesten Wintertage auszunutzen, um die Bevölkerung zu terrorisieren, ist Russland wichtiger als Diplomatie», sagte Selenski. Er forderte die Verbündeten der Ukraine auf, mehr Luftverteidigungsausrüstung zu liefern und «maximalen Druck» auszuüben, damit der Kreml den Krieg beende. (dpa)

07:05 Uhr

Dienstag, 3. Februar

Raketen gegen Kiew und Charkiw

Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrösste Stadt Charkiw sind in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden. Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko berichtete auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen. Später hiess es, es seien mehrere Wohngebäude in Kiew getroffen worden. Zudem sei ein Kindergarten in Brand geraten, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Zwei Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden.

Die Grossstadt Charkiw im Osten des Landes wurde in der Nacht nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow von mindestens zwei Raketen getroffen. Zudem habe es einen «Massenangriff» mit Kampfdrohnen gegeben. Auch Gouverneur Oleh Synjehubow berichtete von russischen Angriffen, in deren Verlauf mindestens ein Mensch verletzt wurde. Saporischschjas Militärverwalter Iwan Fedorow teilte am frühen Morgen auf Telegram mit, dass in einem Vorort eine 38-jährige Frau bei einem Drohnenangriff ums Leben gekommen sei. (dpa)

20:42 Uhr

Montag, 2. Februar

FIFA: Infantino offen für Aufhebung des Russland-Banns

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich offen für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt. «Das müssen wir», sagte Infantino beim britischen Sender Sky auf die Frage, ob eine Rückkehr Russlands geprüft werden müsse: «Auf jeden Fall - zumindest im Jugendbereich. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen.» Er ergänzte, «dass es helfen würde, wenn Mädchen und Jungen aus Russland in anderen Teilen Europas Fußball spielen könnten».

Bereits im April 2025 hatte sich Infantino offen für eine Rückkehr Russlands gezeigt - in Zusammenhang mit einem Kriegsende. «Während die Friedensgespräche in der Ukraine weitergehen, hoffe ich, dass wir bald zur nächsten Phase übergehen und Russland wieder in die Fußballwelt zurückholen können, denn das würde bedeuten, dass alles gelöst ist», hatte Infantino beim UEFA-Kongress in Belgrad gesagt. (dpa)

16:17 Uhr

Montag, 2. Februar

Kreml kündigt Moskau-Reise von Ignazio Cassis an

Wie SRF berichtet, wird Bundesrat Ignazio Cassis laut dem russischen Aussenministerium am Freitag nach Moskau reisen. Im Fokus stehen Gespräche zur Suche nach Lösungen für die aktuelle Krise der OSZE. Das erklärte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram. Vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gibt es dazu noch keinen Kommentar. (chm)

13:50 Uhr

Montag, 2. Februar

Ignazio Cassis ist zu Gesprächen in die Ukraine gereist

Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis ist zu Gesprächen in die Ukraine gereist. Der Besuch in Kiew steht im Zusammenhang mit der Rolle der Schweiz als Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Cassis informierte in einem Post auf der Plattform X über die Reise. Er sei in Kiew, um die Rolle der OSZE als Plattform für den Dialog zu bekräftigen und die Bereitschaft der Organisation zu signalisieren, Bemühungen um einen dauerhaften Frieden auf Grundlage des Völkerrechts zu unterstützen, schrieb er.

13:33 Uhr

Montag, 2. Februar

Razzia bei mutmasslichem Beschaffungs-Netzwerk für Russland

Fünf mutmassliche Mitglieder eines Beschaffungs-Netzwerks für die russische Industrie sind in Deutschland festgenommen worden. Sie sollen unter anderem über eine Scheinfirma Güter besorgt und nach Russland exportiert haben, um Embargo-Bestimmungen der Europäischen Union zu umgehen. Die Bundesanwaltschaft, Deutschlands oberste Anklagebehörde, liess die Männer am Morgen in der norddeutschen Stadt Lübeck und Umgebung festnehmen sowie in mehreren Bundesländern Gebäude durchsuchen.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein und als solche gewerbs- und bandenmässig gegen das Aussenwirtschaftsgesetz verstossen zu haben. Zur Verschleierung der Güterlieferungen sei mindestens eine weitere Scheinfirma in Lübeck sowie mehrere Schein-Abnehmer in die Geschäfte involviert gewesen. «Hinter dem Beschaffungs-Netzwerk standen auf russischer Seite mutmasslich staatliche Stellen», so die Bundesanwaltschaft. Insgesamt seien so 24 gelistete Rüstungsunternehmen aus Russland beliefert worden, heisst es in einer Mitteilung der Behörde in Karlsruhe.

Demnach geht es um rund 16.000 Lieferungen nach Russland in einem Gesamtwert von 30 Millionen Euro. Das Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst geführt. (dpa)

13:31 Uhr

Montag, 2. Februar

Kreml bestätigt nächste Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi

Der Kreml hat die nächste Gesprächsrunde mit der Ukraine und den USA über ein mögliches Kriegsende für Mitte dieser Woche bestätigt. Eigentlich sei das Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Sonntag geplant gewesen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Es seien aber zusätzliche Terminabsprachen der drei Delegationen nötig gewesen. «Nun findet die zweite Runde am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi statt», sagte er demnach. Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die Tage 4. und 5. Februar als neuen Termin genannt. (dpa)

16:18 Uhr

Sonntag, 1. Februar

Verletzte nach russischem Angriff auf Geburtsklinik

Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach zunächst davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe - darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit. (dpa)

10:18 Uhr

Sonntag, 1. Februar

Polen meldet neuen Zwischenfall an Grenze zu Belarus

Zum wiederholten Male innerhalb kurzer Zeit sind Flugobjekte aus Belarus in den polnischen Luftraum eingedrungen. In der Nacht seien «Objekte in der Art von Ballons» entdeckt worden, teilte das Operative Kommando der Streitkräfte in Warschau mit. Die militärischen Radarsysteme des EU- und Nato-Mitgliedstaats hätten ihren Flug überwacht.

Schmuggel oder Provokation?

Nach Angaben des Grenzschutzes handelte es sich wahrscheinlich um Schmuggelballons, mit denen Waren wie Zigaretten illegal über die Grenze gebracht werden sollen. Die Armee schloss indes nicht aus, dass es sich um einen Versuch gehandelt haben könnte, die Reaktionsfähigkeit der polnischen Luftverteidigungssysteme zu testen.

Zu ähnlichen Vorfällen war es bereits am Mittwoch und am Samstag gekommen. Polen hat an der Grenze zu seinem östlichen Nachbarland eine rund 180 Kilometer lange und rund 5,5 Meter hohe Barriere mit moderner Überwachungstechnik errichtet.

08:53 Uhr

Sonntag, 1. Februar

Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben in der Nacht zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben. (dpa)

22:11 Uhr

Samstag, 31. Januar

Tausende Häuser in Kiew nach Stromkollaps ohne Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem grossen Stromausfall Tausende Häuser ohne Heizung. Fast 3500 Häuser in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole seien betroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft mit. «Die Stadt, die Versorgungsbetriebe und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die Wärme bis morgen früh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo muss schneller sein», sagte Selenski.

Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenski darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. «Die Ursachen werden derzeit untersucht», sagte Selenski.

Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. «Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff», sagte Selenski. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht.

Nach Angaben des Energieministeriums ist die Versorgung vielerorts inzwischen wiederhergestellt. In Kiew teilte Bürgermeister Vitali Klitschko nach einem stundenlangen Ausfall der Metro mit, dass auf allein drei Linien der Zugverkehr wieder laufe. (dpa)

17:57 Uhr

Samstag, 31. Januar

Ukrainer und Russen setzen Gespräche in Abu Dhabi fort

Ukrainer und Russen wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Der Kreml in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski bestätigten den Termin zwar, nannten aber weder - wie vorige Woche - einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Vor einer Woche liefen die Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal verhandeln die Kriegsparteien ohne US-Vertreter.

Zwar sprachen die Verhandlungsteams immer wieder von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Vor allem ist weiter die für Moskau zentrale Territorialfrage offen. Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Präsident Selenski hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt. (dpa)

12:47 Uhr

Samstag, 31. Januar

Kiew meldet kompletten Ausfall der Metro

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Auch die Rolltreppen in den Stationen blieben stehen. Die Stadtverwaltung sprach von einem vorübergehenden Ausfall. Betroffen waren alle Linien.

Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle. Dieses Ausmass erlebt die Stadt das erste Mal.

Besonders die rote Linie, die Stadtteile auf beiden Seiten des Flusses Dnipro (auch Dnjepr) verbindet, gilt als wichtige Verkehrsinfrastruktur in der Millionenmetropole. Ihr Ausfall führt zu Behinderungen in der Logistik der Stadt.

In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Die tief unter der Erde gelegenen Metrostationen dienen im Krieg auch als Schutzbunker bei den russischen Angriffen. (dpa)

11:19 Uhr

Samstag, 31. Januar

Russland greift ukrainische Ziele vor neuen Verhandlungen an

Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt. Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Ministerium mit.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden.  Das Ministerium machte wie immer keine Angaben zu Schäden.

Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Russland erklärte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin grossen Schäden von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. (dpa)

14:47 Uhr

Freitag, 30. januar

Russland greift trotz von Trump angekündigter Feuerpause erneut an

Ungeachtet einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Feuerpause hat das russische Militär erneut die Ukraine attackiert. In der Nacht zum Freitag seien 111 Drohnen und eine ballistische Rakete auf die Ukraine abgefeuert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Dabei seien mindestens drei Menschen verletzt worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, seine Luftabwehr habe in der Nacht 18 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie der annektierten Halbinsel Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen. (dpa)

13:24 Uhr

Freitag, 30. Januar

Kreml vermeidet Festlegung zu begrenzter Waffenruhe

Russland will sich öffentlich nicht darauf festlegen, ob das Land der Bitte von US-Präsident Donald Trump nach einer begrenzten Waffenruhe mit der Ukraine nachkommt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte nach russischen Agenturmeldungen zwar die Anfrage Trumps. Er äusserte sich aber nicht dazu, wie der russische Staatschef Wladimir Putin darauf reagiert habe. «Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen», sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau. Auf eine Nachfrage zur Antwort Putins sagte er, er habe dem nichts hinzuzufügen. Es gehe um eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen. Zwischen der Ukraine und Russland ist für Sonntag (1.2.) eine nächste Gesprächsrunde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. (dpa)

11:39 Uhr

Freitag, 30. Januar

Begrenzte Waffenruhe: Selenski gibt Zusicherungen

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat für eine mögliche begrenzten Waffenruhe mit Russland die Einstellung ukrainischer Attacken auf russische Objekte in Aussicht gestellt. «Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen», sicherte der Staatschef in einem Gespräch mit Journalisten zu. Zusicherungen aus Moskau lagen jedoch nicht vor. Selenski zufolge sei der Vorschlag für eine derartige Waffenruhe von den USA gekommen. Einen direkten Kontakt zwischen Moskau und Kiew habe es nicht gegeben. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, dass er Russlands Staatschef Wladimir Putin persönlich um einen Stopp russischer Luftangriffe für eine Woche für die Zeit erwarteter schwerer Fröste gebeten habe. Putin habe zugestimmt, sagte Trump.

Der ukrainische Staatschef hält ein Treffen mit Putin für möglich. «Ich lade ihn ein, wenn er sich dazu natürlich entschliesst», sagte der Ukrainer. Die Fortsetzung der von Washington vermittelten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) werde für Sonntag erwartet. «Doch können sich Datum und Ort noch ändern», sagte Selenski. (dpa)

06:34 Uhr

Freitag, 30. Januar

Selenski nach Trumps Ankündigung einer Waffenruhe skeptisch

Kommt es zu einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Waffenruhe für die Ukraine? Der ukrainische Staatschef Wolodimir Selenski äusserte sich zurückhaltend dazu. Er dankte zunächst den USA für die Bemühungen, ein Moratorium für russische Angriffe auf Energieanlagen zu erreichen. «Die Lage jetzt in der Nacht und in den kommenden Tagen, die tatsächliche Situation in unseren Energieanlagen und Städten» werde zeigen, ob es eine solche Waffenruhe tatsächlich geben werde, sagte Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft.

Trump hatte erklärt, dass er Kremlchef Wladimir Putin bei einem Telefonat wegen der enormen Kälte in der Ukraine gebeten habe, eine Woche lang auf Schläge gegen Städte und Energieanlagen im Nachbarland zu verzichten. Putin habe dieser Bitte zugestimmt, sagte Trump. Aus Moskau selbst gab es keine offizielle Bestätigung dafür.

Russland hat die Ukraine in diesem relativ strengen Winter mit schweren Luftangriffen überzogen. Das ohnehin stark geschwächte Strom- und Wärmenetz wurde weiter systematisch attackiert. Nach zwei Tagen mit leicht über null Grad wird für das Wochenende wieder starker Frost mit zum Teil unter minus 20 Grad in der Nacht erwartet. Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Einwohner bereits aufgefordert, wenn möglich, Kiew zumindest für kurze Zeit zu verlassen.

Der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, rief seine Landsleute dazu auf, sich auf den Katastrophenfall vorzubereiten. Russland könne den Kälteeinbruch nutzen, um noch einmal eine schwere Angriffswelle zu starten. Breits in der Nacht gab es wieder Angriffe. Der ukrainische Gouverneur der umkämpften Region Saporischschja, Iwan Fedorow, teilte mit, dass es einen Drohnenangriff auf die Gebietshauptstadt gegeben habe. Getroffen worden sei ein Industrieobjekt, schrieb er bei Telegram. Dort sei ein Feuer ausgebrochen, Verletzte habe es ersten Informationen nach nicht gegeben. (dpa)

18:55 Uhr

Donnerstag, 29. Januar

Trump: Putin stimmt Angriffspause auf Kiew für eine Woche zu

Kremlchef Wladimir Putin soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einer einwöchigen Pause der russischen Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt haben. Der Republikaner führte als Grund für seine Initiative bei Putin die extreme Kälte in der Ukraine an. Er habe deshalb persönlich nach der Angriffspause gefragt.

Aus Moskau gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Aus Trumps Ausführungen während einer Kabinettsitzung in Washington ging nicht hervor, wann genau der Zeitpunkt für den Start für eine angebliche Angriffspause infrage kommen könnte. (dpa)

12:27 Uhr

Donnerstag, 29. Januar

Russische Ukraine-Kämpfer müssen EU-Einreiseverbot fürchten

Hunderttausenden russischen Soldaten, die gegen die Ukraine gekämpft haben, droht ein Einreiseverbot in die EU. «Ihre mögliche Einreise in die EU und ihr Aufenthalt dort bedeuten nicht nur ein allgemeines Risiko für Gewalttaten, sondern sind auch ein wichtiger Weg, über den organisierte Kriminalität, extremistische Gruppen und feindliche staatliche Aktivitäten in ganz Europa Fuss fassen und sich ausbreiten können», schreiben die Autoren. Ehemalige Kämpfer liessen sich zudem besonders leicht für russische Nachrichtendienste rekrutieren.

In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegendem Hintergrund-Papier zu dem Vorschlag heisst es, seit 2022 hätten schätzungsweise 1,5 Millionen russische Staatsangehörige an Kampfhandlungen teilgenommen und rund 640.000 seien weiter aktiv im Einsatz. Ihre gemeinsamen Merkmale seien Kampferfahrung und die Anwendung von Gewalt, einschliesslich der wahrscheinlichen Beteiligung an Kriegsverbrechen und anderen Gräueltaten gegen die ukrainische Bevölkerung.

Als Konsequenz müssten nun alle EU- und Schengen-Staaten ein vollständiges Einreiseverbot sowie die Verweigerung von Visa und Aufenthaltstiteln für alle identifizierten russischen Staatsangehörigen umsetzen, die am Angriffskrieg gegen die Ukraine teilgenommen hätten, fordern die Autoren. (dpa)

06:29 Uhr

Donnerstag, 29. Januar

Selenski kritisiert nach Blackout Kiews Stadtverwaltung

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die schwere Lage in Kiew mit der Wärme- und Stromversorgung nach den russischen Luftangriffen auch der Stadtverwaltung angelastet. «Die Ausrüstung hätte schon vor dem Winter besorgt und gekauft werden müssen, und die Stadtverwaltung von Kiew sollte jetzt um ein Vielfaches schneller agieren, um den Menschen wenigstens im Februar das Leben zu erleichtern», forderte Selenski in seiner abendlichen Videoansprache. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, gilt als politischer Konkurrent Selenskis.

Russische Angriffe mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern zu Jahresbeginn haben die Energieversorgung Kiews hart getroffen. Die Heizung ist bei starken Frosttemperaturen in tausenden Wohnblocks ausgefallen, auch Strom gibt es nur stundenweise. Zeitweise fehlt in einigen Haushalten sogar fliessendes Wasser. Nach Angaben Selenskis gibt es Hinweise darauf, dass Moskau eine neue schwere Angriffswelle plant.

Der Staatschef dankte dabei für die Hilfe, die aus dem ganzen Land in die Hauptstadt ging, sei es mit Brigaden von Elektrikern oder der Lieferung warmer Mehlzeiten an Bedürftige. Der ukrainische Staatschef versprach die Hilfe auszubauen, wenn nötig, erinnerte zugleich aber daran, dass auch in anderen Regionen die Lage schwierig sei. (dpa)

15:30 Uhr

Mittwoch, 28. Januar

1,2 Millionen Moskauer Soldaten verwundet oder tot

Die russische Armee hat nach Berechnungen von US-Experten in den fast vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine 1,2 Millionen Soldaten durch Verwundung oder Tod verloren. Ein Bericht der Denkfabrik CSIS in Washington geht dabei von 325'000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500'000 bis 600'000 Soldaten beziffert, darunter 100'000 bis 140'000 Tote.

Das Center for Strategic and International Studies stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Militärs, Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. Sollten die Kämpfe so intensiv weitergehen, werde der zusammengerechnete Verlust beider Seiten absehbar im April zwei Millionen Soldaten übersteigen, heisst es. (dpa)

10:33 Uhr

Mittwoch, 28. Januar

Tote und Verletzte durch russische Luftangriffe

Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben an mehreren Orten Zivilisten getötet oder verletzt worden. In der Gemeinde Bilohorodka westlich von Kiew sei ein Elternpaar getötet worden, teilte die nationale Polizei auf Telegram mit. Das vierjährige Kind des Paares musste demnach verletzt behandelt werden. Daneben habe es drei weitere Verletzte gegeben.

Im südlichen Gebiet Dnipropetrowsk wurde ein Mann getötet. Sieben Menschen wurden verletzt, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Auch Odessa am Schwarzen Meer wurde die zweite Nacht in Folge attackiert.

In mehreren Regionen des Landes gebe es wegen der Angriffe Notabschaltungen der Stromversorgung, teilte der staatliche Versorger Ukrenergo mit. In der Hauptstadt Kiew waren nach Angaben von Energieminister Denys Schmyhal von Dienstagabend immer noch 710'000 Verbrauchsstellen ohne Strom. Dringendste Aufgabe sei dort, wieder zu einem verlässlichen Wechsel von Versorgung und Abschaltungen zu kommen. (dpa)

07:33 Uhr

Mittwoch, 28. Januar

Nach Russland gelockt und dann an die Front geschickt

Ein örtlicher Arbeitsvermittler überredete Maksudur Rahman, eine Stelle als Gebäudereiniger in Russland anzunehmen. Innerhalb weniger Wochen befand sich der Mann aus Bangladesch aber an der Front in der Ukraine. Und er ist kein Einzelfall. Die Nachrichtenagentur AP hat mit drei Betroffenen aus dem südasiatischen Land gesprochen, die entkommen konnten. Diese berichten von Hunderten Landsleuten, die zu Einsätzen in Kampfgebieten gezwungen werden. Wer sich wehrt, wird nach Angaben der Betroffenen verprügelt oder bedroht - mit langen Haftstrafen oder gar mit Erschiessung.

Die mit falschen Versprechen in den russischen Angriffskrieg gelockten Männer konnten ihre Berichte gegenüber der AP mit Dokumenten belegen - mit Reisepapieren, mit Militärverträgen, mit medizinischen und polizeilichen Schreiben und mit Fotos. Das russische Aussenministerium, das russische Verteidigungsministerium und die zuständigen Behörden in Bangladesch liessen Anfragen der AP unbeantwortet. (dpa)

08:25 Uhr

Dienstag, 27. Januar

Viele Verletzte in Odessa nach Drohnenangriff

Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der ukrainischen Hafenstadt Odessa nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Chef der Stadtverwaltung, Serhij Lyssak, berichtete morgens auf Telegram von mindestens 22 Verletzten. Es seien mehrere Wohnblocks und Einfamilienhäuser, ein Infrastrukturobjekt und eine Kirche im Stadtzentrum beschädigt worden. Nachts habe es mehrere Brände gegeben, teilte Lyssak mit. Rettungskräfte bargen Menschen, die in den beschädigten Häusern eingeschlossen waren.

Noch am Montagabend traf ein russischer Angriff mit Raketen und Drohnen die Energieversorgung der ostukrainischen Grossstadt Charkiw. 80 Prozent der Stadt und des Umlands seien ohne Strom, es gebe Notabschaltungen, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 165 feindliche Drohnen, von denen 135 abgefangen worden seien. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 19 ukrainischen Drohnen. (dpa)

11:31 Uhr

Montag, 26. Januar

EU beschliesst endgültig Verzicht auf Russland-Gas

Die EU-Staaten haben den vollständigen Importstopp von Gas aus Russland bis spätestens Ende 2027 endgültig beschlossen. Demnach soll die Einfuhr von russischem Gas über Pipelines schrittweise und ab spätestens 1. November 2027 komplett eingestellt werden, inklusive langfristiger Verträge.

24 der 27 EU-Staaten stimmten in Brüssel für eine entsprechende Verordnung, somit wurde die notwendige Mehrheit erreicht. Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des Europaparlaments hatten im Dezember die Verordnung ausgehandelt, die nun final bestätigt wurde. Die Abgeordneten des EU-Parlaments gaben bereits grünes Licht.

Einer Analyse der EU-Kommission zufolge bedeutet der Komplettverzicht auf russisches Gas kein Risiko für die Versorgungssicherheit. Auf dem Weltmarkt gebe es genügend andere Anbieter, hiess es im vergangenen Jahr aus Brüssel. Verbraucher müssten sich demnach keine grossen Sorgen über steigende Gaspreise machen. Die Kommission hatte den nun beschlossenen Einfuhrstopp vorgeschlagen. (dpa)

06:59 Uhr

Montag, 26. Januar

Selenski: Dokument über Sicherheitsgarantien der USA fertig

Ein Dokument über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine ist dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski zufolge unterschriftsreif. Das Papier sei «zu 100 Prozent» fertig, sagte Selenski bei einer Pressekonferenz mit Litauens Präsident Gitanas Nauseda und Polens Präsident Karol Nawrocki in Litauen. Kiew erwarte nun von seinen Partnern die Bereitschaft, Ort und Zeit zur Unterschrift zu nennen, danach komme das Dokument zur Ratifizierung in den US-Kongress und das ukrainische Parlament.

Selenski war am Sonntag in Litauen und nahm dort an Veranstaltungen anlässlich des 163. Jahrestags eines Aufstands gegen das Russische Reich teil. Auch von den europäischen Partnern erwarte die Ukraine Sicherheitsgarantien. Selenski nannte dazu die sogenannte Koalition der Willigen aus Unterstützerstaaten der Ukraine. Auch eine Aufnahme in die Europäische Union sei eine Sicherheitsgarantie für sein Land.

Selenski sprach auch von den Verhandlungen in Abu Dhabi. Dort hatten ukrainische und russische Unterhändler mit den USA als Vermittler erstmals seit Monaten über ein Ende des seit knapp vier Jahren andauernden Ukraine-Kriegs verhandelt. Dabei seien auch ein 20-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs und problematische Fragen, die weniger geworden seien, besprochen worden. Selenski sprach allerdings von «unterschiedlichen grundsätzlichen Positionen» Kiews und Moskaus in Bezug auf das Territorium der Ukraine. (dpa)

18:45 Uhr

Sonntag, 25. Januar

Frankreich nimmt Kapitän eines Öltankers im Mittelmeer fest

Frankreich hat laut Medienberichten den Kapitän eines mutmasslichen Tankers der russischen Schattenflotten festgenommen. Der indische Kapitän der «Grinch» wurde nach der Umleitung des Schiffs und dessen Ankunft im Golf von Fos-sur-Mer den Justizbehörden übergeben, wie französische Medien am Sonntag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Marseille berichteten. Der Tanker kam aus Russland und wurde in der vergangenen Woche von der französischen Marine abgefangen.

Der Radiosender Ici Provence berichtete, die indische Besatzung werde an Bord festgehalten. Es wurde ein Vorverfahren wegen Verstosses gegen die Flaggenpflicht eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Marseille reagierte nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme.

Die «Grinch» kam aus dem russischen Murmansk und steht im Verdacht, Teil der sogenannten russischen Schattenflotte zu sein. Russland nutzt mutmasslich eine Flotte von mehr als 400 Schiffen, um Sanktionen im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine zu umgehen. Frankreich und andere Länder haben angekündigt, hart gegen Russland vorzugehen. (dpa)

09:57 Uhr

Sonntag, 25. januar

Der Krieg dauert an – Tausende in Kiew ohne Heizung

Trotz der Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine hat Russland das Land erneut mit Drohnen und Raketen beschossen. Zum Einsatz gekommen seien 102 Kampfdrohnen und zwei Iskander-Raketen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 87 Drohnen wurden demnach abgewehrt, es gab aber auch Einschläge an zehn unterschiedlichen Orten.

In Kiew sind über 1500 Wohnungen noch immer ohne Heizung – das bei Minusgraden. (Bild: Andrew Kravchenko/epa)

Unterdessen bleibt die Lage in der Hauptstadt Kiew infolge vorangegangener russischer Attacken schwierig. Zwar sei der grösste Teil der am Samstag in 6000 Wohnblocks ausgefallenen Heizungen wieder an das Wärmenetz angeschlossen worden, doch 1676 Wohnblocks seien immer noch ohne Wärmeversorgung, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. In der Nacht lagen die Temperaturen in Kiew im zweistelligen Frostbereich.

Auf der Gegenseite meldete auch Russland ukrainischen Beschuss. 52 Drohnen sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau abgewehrt worden. Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, teilte mit, dass durch Raketenbeschuss in der Nacht Energieobjekte beschädigt worden seien. Zu den Folgen machte er keine Angaben. Die Region kämpft seit Wochen mit Problemen bei der Energieversorgung. (dpa)

10:12 Uhr

Samstag, 24. Januar

Selenski will nach russischen Angriffen Flugabwehr stärken

Trotz der laufenden Verhandlungen über einen Frieden beschiesst Russland die benachbarte Ukraine auch in dieser Nacht massiv.

Die russischen Luftangriffe in der Nacht auf die Ukraine gehörten nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenski zu den schwersten seit Wochen. «In der Nacht hat Russland unsere Regionen massiv attackiert - sie haben 370 Kampfdrohnen und 21 Raketen unterschiedlicher Typen abgefeuert», schrieb er auf Telegram. Als Reaktion bat er um schnelle westliche Hilfe bei der Stärkung der Flugabwehr.

Nach Angaben Selenskis wurden neben Kiew und dem Umland der Hauptstadt auch die nahe der Grenze zu Russland gelegenen Regionen Charkiw, Sumy und Tschernihiw stark beschossen. Es habe einen Toten und Dutzende Verletzte sowie erneut schwere Schäden an der Infrastruktur zur Energieversorgung gegeben. «Jeder dieser russischen Schläge gegen die Energieversorgung zeigt, dass wir mit den Flugabwehr-Lieferungen nicht zögern können». Er zähle auf eine Reaktion und die Hilfe der westlichen Partner, schrieb Selenski.

Zuvor hatten die Behörden der von Selenski genannten Gebiete schon Einschläge und Schäden gemeldet. Besonders in Kiew und Charkiw hatte der russische Beschuss mit mindestens einem Toten und mehr als 20 Verletzten fatale Folgen. (dpa)

20:15 Uhr

Freitag, 23. Januar

Selenski kündigt weitere Ukraine-Gespräche für Samstag an

Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat Kiews Präsident Wolodimir Selenski für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. «Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr», sagte Selenski in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.

«Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind», sagte Selenski. Gesprochen werde über die Bedingungen für ein Ende des Krieges. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Delegation unter Leitung von Chefunterhändler Rustem Umjerow, sagte Selenski. (dpa)

17:10 Uhr

Freitag, 23. Januar

Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi haben begonnen

Die ersten direkten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland seit Monaten haben begonnen. Das teilte das Aussenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit. Die von den USA vermittelten Verhandlungen, die auch am Samstag fortgesetzt werden sollen, finden in der Hauptstadt des Golfstaats, Abu Dhabi, statt.

Bei den Gesprächen geht es im Kern darum, ob die Ukraine sich auf die russische Bedingung für einen Waffenstillstand einlässt und sich aus dem noch von Kiew kontrollierten Teil in der ostukrainischen Industrieregion Donbass zurückzieht. «Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage», sagte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski vor den Verhandlungen. Auch der Kreml nannte den Donbass als wichtigsten Punkt. (dpa)

07:40 Uhr

Freitag, 23. Januar

Russische und ukrainische Delegation treffen sich am Freitag in Abu Dhabi

Russland hat nach Gesprächen des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml erstmals seine Teilnahme an Verhandlungen mit der Ukraine heute in Abu Dhabi bestätigt. Die russische Delegation werde Nachrichtenagenturen in Moskau zufolge angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow .

Zuvor hatte bereits der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sein Team für die Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate benannt. Die USA sind als Vermittler mit dabei.

Der russische Präsident Wladimir Putin (l.) begrüsst die US-Delegation mit dem Sondergesandten Steve Witkoff, Donald Trumps Schwiegesohn Jared Kushner und Josh Gruenbaum (v.l.n.r.) am Donnerstag im Kreml in Moskau. (Bild: Alexander Kazakov/AP)

Das Treffen in Moskau dauerte nach Kreml-Angaben etwa dreieinhalb Stunden - Witkoff verliess den Kreml gegen drei Uhr Ortszeit (1.00 Uhr MEZ) bei Schneetreiben. Putins Unterhändler Kirill Dmitrijew sprach von bedeutenden Gesprächen, Uschakow bezeichnete die Verhandlungen als nützlich für beide Seiten.

Putin habe betont, dass er aufrichtig an einer diplomatischen Beilegung des Konflikts in der Ukraine interessiert sei, so Uschakow. Laut seinen Worten ist dafür aber nötig, dass die Führung des Nachbarlands sich auf die von Russland geforderten Gebietsabtretungen einlässt. Das hat Selenskyjs Regierung bislang stets abgelehnt. (dpa)

18:52 Uhr

Donnerstag, 22. Januar

Wegen Drohnenangriffen: Ukraine bittet Parmelin um Nothilfe

Am späten Donnerstagnachmittag hat Bundespräsident Guy Parmelin Bilanz gezogen über seine Woche am WEF in Davos. Kurz zuvor hatte er sein erstes persönliches Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski gehabt. Dabei sei der Wunsch der Ukraine nach Nothilfe für die unter den russischen Drohnenangriffen leidenden Bevölkerung geäussert worden. Es gehe um eine möglichst rasche Lieferung von Geräten, um Tausende Wohnungen wieder mit Strom zu versorgen.

Die Woche sei insgesamt sehr intensiv gewesen. Die Schweiz setze in den internationalen Beziehungen auf Diversifikation, die EU, die USA und China, aber auch zahlreiche andere Länder. Darunter etwa Argentinien, wo es darum gehe, das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten voranzubringen, erklärte Parmelin. Zudem hatte er zahlreiche Ministerinnen und Minister zum traditionellen WTO-Treffen eingeladen. Hier gehe es in den nächsten Monaten darum, die unter der Machtpolitik der Supermächte leidende Welthandelsorganisation weiterzuentwickeln.

Auf sein kurzes Gespräch mit Donald Trump von Mittwoch mochte der Bundespräsident nicht weiter eingehen. Ausführlicher äusserte er sich zum Gespräch mit Trumps Handelsbeauftragtem Jamieson Greer. Dieses war am Donnerstag gewissermassen der Startschuss für die Zollverhandlungen mit Washington. Den von Donald Trump gesetzten Termin vom 31. März für den Abschluss der Verhandlungen sieht Parmelin nicht als sakrosankt an: «Wenn keine neuen Forderungen kommen, kann es schnell gehen», sagte er. «Aber in Verhandlungen gibt es oft Überraschungen.»

16:28 Uhr

Donnerstag, 22. Januar

Selenski: Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine

Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Kriegsende verhandeln. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Gespräche auf Expertenebene sollten schon am Freitag und Samstag stattfinden.

Von diesen Gesprächen in Abu Dhabi hatte zuvor auch Trumps Sondergesandter Steve Witkoff gesprochen. Dieser soll am Abend zunächst nach Moskau fliegen, um mit Russlands Präsident Wladimir Putin zu sprechen.

Selenski sprach von einem ersten trilateralen Treffen, schraubte aber die Erwartungen zurück. Es sei eine Überraschung der Amerikaner. «Ich hoffe, dass die Emirate Bescheid wissen.» Trotzdem sei es wichtig zu sehen, ob Russland zu Kompromissen bereit sei.

Direkte offizielle Treffen zwischen den beiden Kriegsparteien hat es seit mehreren Monaten nicht mehr gegeben, zuletzt war dafür Istanbul Schauplatz. Russische und ukrainische Militärs haben aber Abu Dhabi für informelle Treffen genutzt, bei denen es um den Austausch von Kriegsgefangenen ging. (dpa)

15:42 Uhr

Donnerstag, 22. Januar

Selenski kritisiert europäische Verbündete und Nato

Selenski bei seiner Rede in Davos. (Bild: Screenshot Reuters)

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat seine europäischen Verbündeten und die Nato scharf angegriffen und ihnen zu wenig Unterstützung für sein Land im Krieg mit Russland vorgeworfen. «Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben», sagte Selenski auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit fast vier Jahren an.

Selenski kritisierte auch die Nato. Das transatlantische Verteidigungsbündnis existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. «Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt», sagte Selenski. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte.

Kurz vor seiner Rede hatte Selenski mit US-Präsident Donald Trump gesprochen. Ein Durchbruch gelang dabei nicht: Man habe «noch einen Weg vor sich», sagte Trump vor Reportern im Schweizer Alpenort Davos. (dpa)

13:06 Uhr

Donnerstag, 22. Januar

Für Treffen mit Trump: Selenski in Davos

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski ist für ein Treffen (Beginn gegen 13.30 Uhr) mit US-Präsident Donald Trump in Davos eingetroffen. Um 14.30 Uhr soll Selenski eine Rede vor den Medien halten. (fan)

Selenski in Davos, umringt von Bodyguards. (Bild: Keystone)

07:00 Uhr

Donnerstag, 22. Januar

Witkoff kommt nach Moskau

In Moskau wird der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach mehreren Gesprächen zwischen Amerikanern, Europäern und Ukrainern nun erneut bei Kremlchef Wladimir Putin erwartet. Witkoff hatte dem US-Sender CNBC ein Treffen mit dem russischen Präsidenten am Donnerstag angekündigt. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner werde ihn erneut begleiten, sagte er. Die beiden waren bereits im Dezember zu einem Gespräch mit Putin nach Moskau gereist. Am Dienstagabend sprachen sie am Rande des Wirtschaftsforums in Davos mit dem Moskauer Unterhändler Kirill Dmitrijew.

Putin bestätigte am Abend das geplante Treffen. Dabei deutete er an, bereit zu sein, auch über eine Bezahlung des Wiederaufbaus nach Kriegsende zu verhandeln. So sagte er zunächst, dass Russland eine Milliarde Dollar aus dem in den USA festgehaltenen Geld für eine Beteiligung am von Trump ins Leben gerufenen sogenannten Friedensrat verwenden könne - und schob dann nach: «Die übrig bleibenden Mittel der in den USA eingefrorenen Vermögenswerte könnten übrigens nach einem Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine auch zur Wiederherstellung der Territorien genutzt werden, die von den Kampfhandlungen in Mitleidenschaft gezogen wurden.» (dpa)

06:56 Uhr

Donnerstag, 22. Januar

Selenski in Davos?

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos will sich US-Präsident Donald Trump heute mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodimir Selenski treffen. Nannte er zunächst den gestrigen Mittwoch als Termin, korrigierte er die Aussage später vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete. Er glaube, dass Selenski einen Deal machen wolle, behauptete Trump in Davos. «Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermassen nah dran sind.» Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.

Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung für eine Anreise Selenskis. Der Ukrainer hatte im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels erklärt, dass er nicht plane, in die Schweiz zu reisen. Angesichts der schweren russischen Angriffe aus der Luft habe er im eigenen Land genügend Probleme zu klären. Er werde höchstens fahren, wenn es Verträge zu unterzeichnen gelte oder es neue Hilfszusagen gebe etwa bei der Flugabwehr. Allerdings publizierte Selenski am Mittwoch nicht wie gewöhnlich seine abendliche Videoansprache an die Ukrainer, was ein Indiz für eine Reise in die Schweiz sein könnte. (dpa)

17:31 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Ukraine-Gespräche: US-Vertreter in Moskau erwartet

Die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen in die nächste Runde. Nach mehreren Gesprächen zwischen US-Vertretern, der Ukraine und den Europäern wird der US-Sondergesandte Steve Witkoff nun erneut bei Kremlchef Wladimir Putin in Moskau erwartet. Der Kontakt stehe im Terminkalender Putins, erklärte sein Sprecher Dmitri Peskow.

Witkoff hatte dem US-Sender CNBC ein Treffen mit Putin am Donnerstag angekündigt. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, werde ihn erneut begleiten. Die beiden waren bereits im Dezember zu einem Gespräch mit Putin in Moskau. Am Dienstagabend hatten sie am Rande des Wirtschaftsforums in Davos mit dem Moskauer Unterhändler Kirill Dmitrijew gesprochen.

Washington versucht, ein Ende des Kriegs zu vermitteln. Bei grundsätzlichen Fragen wie russischen Gebietsansprüchen in der Ukraine liegen die Positionen von Moskau und Kiew aber weit auseinander. Russland beharrt bislang auf Maximalforderungen.

Zuletzt gab es intensive Gespräche im Bemühen um ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die US-Seite spricht dabei einerseits mit der Ukraine und ihren europäischen Verbündeten und andererseits mit Russland. Direkte Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew gibt es derzeit nicht. (dpa)

16:23 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Trump kündigt Treffen mit Selenski an

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben den ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski noch am heutigen Mittwoch treffen. Er glaube, dass der ukrainische Präsident einen Deal machen wolle, behauptete Trump beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. «Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermassen nah dran sind.» Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.

Das ukrainische Portal «Jewropejska Prawda» bezeichnete ein Treffen in Davos als möglich, aber nicht mehr am Mittwoch. Selenski selbst hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass er wegen der andauernden russischen Angriffe aus der Luft viel im eigenen Land zu tun habe und deswegen nur in die Schweiz reisen werde, wenn es ein unterschriftsreifes Dokument gebe oder weitere Hilfszusagen etwa zur Lieferung von Flugabwehrwaffen. Kurz vor der Rede Trumps veröffentlichte Selenski auf seinem Telegramkanal Bilder von einer Regierungssitzung in Kiew zum Thema Stromversorgung. In vielen Städten des Landes müssen die Bürger oft stundenlang Tag in Kälte und Dunkelheit ausharren. (dpa)

15:31 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Urteile nach Attentat auf russischen General in Moskau

Nach einem tödlichen Bombenanschlag auf den russischen General Igor Kirillow hat ein Moskauer Gericht vier Männer zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptbeschuldigte wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wie russische Medien meldeten. Die ersten zehn Jahre der Strafe müsse er im Gefängnis absitzen, den Rest in einer Strafkolonie mit erschwerten Haftbedingungen. Drei Komplizen verurteilte das Gericht demnach zu Freiheitsstrafen von 18 bis 25 Jahren. Ihnen wird Beteiligung an dem Anschlag vorgeworfen.

Kirillow war im Dezember 2024 vor seinem Wohnhaus in der russischen Hauptstadt Moskau von einem Sprengsatz getötet worden. Auch sein Adjutant kam dabei ums Leben. Kirillow war Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen und zuständig für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen. Zugleich war er ein wichtiger Propagandist des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Der ukrainische Geheimdienst reklamierte das Attentat für sich. Ranghohe Offiziere in Moskau und auch Propagandisten sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine immer wieder Ziele von Anschlägen. (dpa)

14:33 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Rutte: Gefahren in der Ukraine sind grösseres Problem als Grönland

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Fokussierung der Allianz auf den Streit über Grönland kritisiert. Die Nato dürfe über das Zerwürfnis um die Annexionsforderung von US-Präsident Donald Trump die wirklichen Sicherheitsgefahren durch den Invasionskrieg Russlands gegen die Ukraine nicht aus den Augen verlieren, mahnte Rutte am Mittwoch in Davos. Er sei «ein wenig besorgt (...), wenn wir uns so sehr auf diese anderen Themen konzentrieren».

Trump verlangt mit immer grösserem Nachdruck, Grönland den USA einzuverleiben. Die grösste Insel der Welt verfügt über wichtige Bodenschätze und gehört politisch zu Dänemark, womit sie auch Teil der Nato ist. Dennoch begründet Trump seine Annexionswünsche mit der nationalen Sicherheit der USA und hat auch einen Militäreinsatz nicht ausgeschlossen. Das weitgehend autonom verwaltete Grönland und Dänemark lehnen das strikt ab.

Am Samstag kündigte Trump an, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Waren aus acht europäischen Ländern einzuführen, die sich seinen Annexionsforderungen entgegenstellen. Betroffen wären neben Deutschland auch Grossbritannien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Finnland und die Niederlande, die alle Nato-Mitglieder sind. Viele sehen durch Trumps Annexionsbestreben gegen ein Allianzmitglied den Zusammenhalt des Verteidigungsbündnisses gefährdet.

Rutte betonte, die ukrainischen Streitkräfte «brauchen jetzt, morgen und übermorgen unsere Unterstützung», insbesondere mit Flugabwehrsystemen und US-Militärtechnik. Falls der Grönland-Streit eskaliere, stünde diese Ausrüstung in Europa womöglich nicht mehr für die Ukrainer zur Verfügung. «Die Konzentration auf die Ukraine sollte unsere oberste Priorität sein. Und dann können wir alle anderen Themen besprechen, einschliesslich Grönland», sagte Rutte. «Aber es sollte zuerst die Ukraine sein.» (dpa)

14:26 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Ukraine: Grosser Teil von Kiew weiter ohne Strom und Heizung

Nach russischen Raketen- und Drohnenschlägen sind weiter grosse Teile der ukrainischen Hauptstadt Kiew ohne Fernwärme und Strom. «Zum Stand heute früh waren etwa 4000 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung, fast 60 Prozent der Hauptstadt sind ohne Elektrizität», schrieb Präsident Wolodimir Selenski auf sozialen Netzwerken. Er rügte dabei erneut die Stadtregierung und verlangte, die Reparaturarbeiten zu beschleunigen. Ausgehend von Handydaten haben Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gut 600'000 Einwohner die Dreimillionenstadt vorübergehend verlassen.

Auch in anderen Teilen des Landes wie Odessa und Dnipropetrowsk und den Grenzgebieten Sumy und Tschernihiw kommt es infolge russischer Angriffe zu Stromausfällen. In der ostukrainischen Grossstadt Charkiw und der angrenzenden Region waren nach Angaben von Gouverneur Oleh Synjehubow am Dienstag fast 90 Prozent der Haushalte ohne Strom. Über eine halbe Million Haushalte sei weiter ohne Elektroenergie.

In der Ukraine herrscht seit Anfang Januar strenges Frostwetter mit teils zweistelligen Minusgraden. Kommende Woche werden wieder Plusgrade und damit eine Entspannung der Lage erwartet. Das osteuropäische Land wehrt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion. (dpa)

13:04 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Kreml erwartet Treffen mit US-Gesandtem am Donnerstag

Moskau rechnet nach Kremlangaben mit einem Treffen zwischen dem russischen Staatschef Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Am Donnerstag werde ein solcher Kontakt erwartet, er stehe in Putins Kalender, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte US-Medien, dass er Putin treffen will. Auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, solle dabei sein, sagte Witkoff demnach. Die russische Seite habe um ein Treffen gebeten. «Ich denke, das ist ein wichtiges Signal ihrerseits», sagte er weiter. Witkoff und Kushner waren zuletzt im Dezember in Moskau gewesen.

Zuvor war bekannt geworden, dass Vertreter Russlands und der USA am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos über bilaterale Beziehungen und eine Friedensregelung für die Ukraine gesprochen haben. An dem Treffen am Dienstagabend nahmen nach Moskauer Medienberichten Witkoff, Kushner und der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew teil.

Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt. Witkoff äusserte sich nicht über seine sonst üblichen Kanäle. Vor einer Kamera der russischen Zeitung «Iswestija» sprach er von einem «sehr positiven Treffen».

Trump will den seit fast vier Jahren andauernden Krieg in der Ukraine beenden. Seine Unterhändler haben bislang vor allem mit der ukrainischen Seite gesprochen. Die europäischen Staaten waren an einigen Gesprächsrunden beteiligt. Die russische Führung nimmt nicht direkt teil, ist aber durch den Draht zu Witkoff und Kushner eingebunden. (dpa)

09:40 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Vertreter der USA und Russlands verhandeln in Davos

Vertreter Russlands und der USA haben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos über bilaterale Beziehungen und eine Friedensregelung für die Ukraine gesprochen. An dem Treffen am Dienstagabend nahmen nach Moskauer Medienberichten der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew teil.

Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt. Witkoff äusserte sich nicht über seine sonst üblichen Kanäle. Vor einer Kamera der russischen Zeitung «Iswestija» sprach er von einem «sehr positiven Treffen».

Trump will den seit fast vier Jahren andauernden Krieg in der Ukraine beenden. Seine Unterhändler haben bislang vor allem mit der ukrainischen Seite gesprochen. Die europäischen Staaten waren an einigen Gesprächsrunden beteiligt. Die russische Führung von Kremlchef Wladimir Putin nimmt nicht direkt teil, ist aber durch den Draht zu Witkoff und Kushner eingebunden.

US-Präsident Trump wird inmitten des Konflikts wegen seiner Ansprüche auf Grönland heute Nachmittag als Redner in Davos erwartet. (dpa)

01:25 Uhr

Mittwoch, 21. Januar

Ukraine-Krieg: Mehrere Verletzte nach Hausbrand in Russland gemeldet

Bei einem Hochhausbrand nach mutmasslichen Explosionen in der russischen Teilrepublik Adygeja östlich des Schwarzen Meers sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Republikchef Murat Kumpilow sprach von einem Drohnenangriff und einem Feuer, das in der Siedlung Nowaja Adygeja ausgebrochen sei. Sieben Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, 15 Autos ausgebrannt und 25 weitere beschädigt worden. Tote gebe es nicht.

In sozialen Medien kursierten zahlreiche Videos, auf denen ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus und brennende Autos zu sehen sind. Mehrere Nachrichtenkanäle auf Telegram-Kanäle berichteten, dass Augenzeugen Explosionen gehört hätten. Der unabhängige Militäranalyst Jan Matwejew schloss angesichts des Ausmasses der Zerstörung einen Drohneneinschlag als Ursache aus. Im Netz wurde gemutmasst, dass es sich um eine fehlgeleitete russische Flugabwehrrakete gehandelt haben könnte. (dpa)

18:10 Uhr

Dienstag, 20. Januar

Ehemaliges AKW Tschernobyl wieder am Stromnetz

In der Ukraine sind das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl und andere atomare Anlagen in der radioaktiv verseuchten Sperrzone um das AKW wieder am Stromnetz. «Das Kraftwerk ist mit den notwendigen Treibstoffvorräten und funktionierenden Reservestromquellen für den Fall neuer (russischer) Angriffe ausgestattet», versicherte das Energieministerium in Kiew in einer Mitteilung. Die Strahlungswerte um die Industrieanlagen und im Sperrgebiet seien innerhalb der Normen.

Am Morgen war die Stromversorgung infolge russischer Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Umspannwerke unterbrochen worden. Vom Stromausfall betroffen war nicht nur der Schutzbau über dem 1986 havarierten Atomreaktor, sondern auch mehrere in dem Gebiet vorhandene Zwischenlager für radioaktive Abfälle. Die Internationale Atomenergiebehörde teilte mit, mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige Umspannwerke seien von grossflächigen Militäraktionen betroffen gewesen. Dies habe nicht nur Auswirkungen auf Tschernobyl, sondern auch auf die Stromversorgung anderer Kernkraftwerke.

Die Reaktorkatastrophe in dem damals sowjetischen Kernkraftwerk in der Nordukraine gilt als die schwerste atomare Katastrophe in der Geschichte. Wegen der radioaktiven Strahlung wurde eine Zone im Umkreis von etwa 30 Kilometern um den Unglücksort komplett gesperrt. Zehntausende Menschen wurden umgesiedelt. Bei ihrem Einmarsch vom Februar 2022 besetzte die russische Armee auf ihrem Weg in Richtung der etwa 100 Kilometer entfernten Hauptstadt Kiew für mehrere Wochen die Kraftwerksanlagen und das Sperrgebiet. (dpa)

13:36 Uhr

Dienstag, 20. Januar

Selenski knüpft Davos-Besuch an Bedingungen

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat einen Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) von möglichen Vertragsunterzeichnungen oder weiteren Hilfszusagen abhängig gemacht. «Wenn die Dokumente fertig sind, dann wird es ein Treffen (mit US-Präsident Donald Trump) und eine Reise geben», sagte der Staatschef Journalisten, wie mehrere örtliche Medien übereinstimmend berichteten. Er werde auch reisen, wenn es Zusagen für weitere Unterstützung im Energiebereich oder zusätzliche Flugabwehrsysteme gebe. «Doch bisher habe ich in der Ukraine einen Auftrag und für mich ist es essenziell, hier alle Dienste zu koordinieren», fügte Selenski hinzu.

Kiew hofft im Rahmen eines grösseren US-Friedensplans auf die Unterzeichnung von Abkommen über Sicherheitsgarantien und einen milliardenschweren Wiederaufbauplan mit den USA. Die Gespräche darüber stockten aber zuletzt. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. (dpa)

13:13 Uhr

Dienstag, 20. Januar

IAEA: Ehemaliges AKW Tschernobyl vom Stromnetz abgeschnitten

Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist im Zuge von Kampfhandlungen vom Stromnetz abgeschnitten worden. Das berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien auf der Plattform X. Zu einer möglichen Notversorgung, etwa durch Generatoren, sagte die Organisation zunächst nichts.

In Tschernobyl kam es 1986 zu einem verheerenden Atomunfall. Noch heute werden dort radioaktive Abfälle gelagert.

Mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige Umspannwerke seien am Dienstagmorgen von grossflächigen Militäraktionen betroffen gewesen, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Dies habe nicht nur Auswirkungen auf Tschernobyl, sondern auch auf die Stromversorgung anderer Kernkraftwerke. «Die IAEA verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, um Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit zu bewerten», sagte er. (dpa)

08:14 Uhr

Dienstag, 20. Januar

Russland überzieht Kiew erneut mit schweren Luftangriffen

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach erneuten russischen Angriffen in der Nacht Behördenangaben zufolge vielerorts die Strom-, Wärme- und Wasserversorgung zusammengebrochen. «Nach dieser Attacke auf die Hauptstadt sind 5.635 Hochhäuser ohne Heizung», teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Zum Grossteil seien die Gebäude betroffen, die auch schon bei dem verheerenden russischen Schlag am 9. Januar in Mitleidenschaft gezogen wurden, schrieb er. Russland setzte der ukrainischen Luftwaffe zufolge sowohl Raketen als auch Drohnen und Marschflugkörper bei der Attacke ein.

Vorläufigen Informationen nach gab es eine Verletzte bei dem Angriff. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 59-jährige Frau. Neben Schäden bei Energieanlagen traf es Wohnhäuser und private Pkw. Mehrere Autos gingen durch herabfallende Drohnentrümmer in Flammen auf. Am linken Ufer des Dnipro sei zudem die Wasserversorgung ausgefallen, teilte Klitschko mit.

Für Kiew ist dies der schlimmste Winter seit Kriegsbeginn. Russland beschiesst in seinem Krieg gegen die Ukraine systematisch das Energiesystem des Nachbarlands. Inzwischen ist das Netz so geschwächt, dass es täglich zu stundenlangen Stromausfällen kommt. Mehrere schwere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt zu Beginn des Jahres und anhaltende starke Fröste verschärfen die Situation für viele Menschen. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet, in denen sich die Bürger aufwärmen, Wasser holen oder ihr Handy aufladen können. (dpa)

06:35 Uhr

Dienstag, 20. Januar

Ein Todesopfer bei russischem Bombenangriff auf Charkiw

Durch einen russischen Bombenangriff ist mindestens eine Frau in der ostukrainischen Grossstadt Charkiw getötet worden. Elf Menschen seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit.

Den Angaben nach hatten russische Flugzeuge nachmittags drei sogenannte Gleitbomben abgeworfen, die in einem Viertel mit Einfamilienhäusern einschlugen. Bei solchen Angriffen bleiben die russischen Jets im eigenen Luftraum, die Bomben gleiten über Dutzende Kilometer bis zum Ziel. Charkiw liegt nur gut 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Schon in der Nacht hatte die russische Armee nach Angaben von Synjehubow vier Raketen auf ein Infrastrukturobjekt in Charkiw abgeschossen. Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit fast vier Jahren mit Krieg. (dpa)

12:56 Uhr

Montag, 19. Januar

Ukraine kündigt neue Offensive an

Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat parallel zu den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende in einem Interview eine neue Offensive gegen Russlands Truppen angekündigt. Es gebe Erfolge bei der Mobilmachung und der Ausrüstung der ukrainischen Soldaten, sagte Syrskyj in einem Interview des Medienportals «LB.ua». Die Ergebnisse seien besser als noch vor sieben Monaten. Syrskyj geht demnach davon aus, dass Russland sich weiter die gesamte Ukraine einverleiben wolle.

«Daher werden wir entsprechend Offensivoperationen durchführen», sagte er. Die strategische Verteidigungsinitiative sei notwendig, weil die Ukraine allein durch Verteidigung keinen Sieg erringen könne. Ziel sei es, den Feind Russland zu einem noch höheren Aufwand bei Personal, Munition und Bewaffnung zu bringen.

Schon jetzt seien die Verluste der Russen bei den Kämpfen höher als auf ukrainischer Seite. Der Ukraine sei es gelungen, ihre Verluste weiter zu reduzieren, sagte Syrskyj. Die Ukraine verteidigt sich inzwischen seit fast vier Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg. (dpa)

11:51 Uhr

Sonntag, 18. Januar

Selenski: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen

Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenski Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. «Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen», teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenski forderte erneut mehr Hilfe von den Verbündeten. «Allein in dieser Woche wurden mehr als 1300 Angriffsdrohnen, rund 1050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt», teilte Selenski weiter mit. «Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme.»

Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hiess es in einem Video, das Selenski mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte. Selenski warf Russland einmal mehr auch vor, den diplomatischen Prozess für eine Beendigung des Krieges gezielt hinauszuzögern. Neben mehr Unterstützung für die Ukraine brauche es auch mehr Druck auf Russland. (dpa)

06:14 Uhr

Sonntag, 18. Januar

Drohnenangriffe: Stromausfall in russisch besetzter Region der Ukraine

In dem von russischen Truppen besetzten Teil der südostukrainischen Region Saporischschja ist es nach Angaben der Besatzer wegen ukrainischer Drohnenangriffe zu Stromausfällen gekommen. Das betreffe einen «bedeutenden Teil des Gebiets Saporischschja», schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur, Jewgeni Balizki, bei Telegram. Generatoren würden wichtige Objekte wie Krankenhäuser versorgen und die Wasserversorgung gewährleisten. Balizki rief die Bevölkerung zur Geduld für die Dauer der Reparaturarbeiten auf.

Gleichzeitig drohte Balizki mit Strafen bei der Veröffentlichung von Aufnahmen vom Einsatz der Flugabwehr und den Folgen von Einschlägen. In sozialen Netzwerken waren zuvor Videos von mutmasslichen Drohneneinschlägen in einem Umspannwerk bei der Grossstadt Melitopol verbreitet worden.

Den Besatzungsbehörden zufolge ist auch der russisch besetzte Teil des benachbarten Gebiets Cherson von den Stromausfällen betroffen. Mehrere hundert Siedlungen seien ohne Elektrizität, teilte der vom Kreml eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo mit. (dpa)

15:15 Uhr

Samstag, 17. Januar

Ukrainische Unterhändler zu Gesprächen in den USA

Die ukrainischen Unterhändler für eine Friedensregelung für das von Russland angegriffene Land sind zu den angekündigten Gesprächen in den USA eingetroffen. Das teilte Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, auf Telegram mit. Er wird vom Leiter des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, und dem Fraktionschef der Präsidentenpartei Diener des Volkes, Dawyd Arachamija, begleitet.

«Die Ukraine braucht einen gerechten Frieden. Für dieses Resultat arbeiten wir», schrieb Budanow. (dpa)

06:34 Uhr

Samstag, 17. Januar

Ukraine und USA verhandeln über Sicherheitsabkommen

Die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine für ein Ende des russischen Angriffskriegs sollen heute in Miami im US-Bundesstaat Florida fortgesetzt werden. Dabei soll es ukrainischen Angaben zufolge vor allem um Sicherheitsgarantien und die langfristige ökonomische Entwicklung des osteuropäischen Landes gehen. Derweil warnte der ukrainische Präsident Wolodymir Selenski vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung vor neuen massiven russischen Luftangriffen.

Ukraine und USA verhandeln. (Bild: Symbolbild: Jen Golbeck)

Washington versucht seit Wochen ein Friedensabkommen zwischen den Kriegsgegnern zu vermitteln. Bei grundsätzlichen Fragen wie einem möglichen Nato-Beitritt der Ukraine und russischen Gebietsansprüchen sind die Positionen Moskaus und Kiews jedoch weit voneinander entfernt. Russland beharrt bislang auf seinen Maximalforderungen, die auf eine Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen.

Zuletzt hatte US-Präsident Trump Selenski erneut vorgeworfen, er halte die Friedensgespräche auf. Selenski fordert immer wieder, den Druck auf Russland zu erhöhen, um Moskau zu Zugeständnissen zu bewegen. Zuletzt hatte er mitgeteilt, ein bilaterales Dokument mit den USA über Sicherheitsgarantien für sein Land sei «im Grunde bereit» zur Fertigstellung auf der höchsten Ebene mit Trump.

Abkommen mit Volumen von 690 Milliarden Euro

Die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, schrieb auf Facebook, bei dem Treffen heute mit US-Vertretern solle an Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum «wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine» mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro gearbeitet werden. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz zu einer Unterzeichnung kommen.

Zur ukrainischen Delegation gehören ihren Worten nach der Sekretär des Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, der Leiter des Präsidentenbüros, Kyrylo Budanow, und der Chef der Parlamentsfraktion der Präsidentenpartei Diener des Volkes, David Arachamija. Angaben zu den US-Unterhändlern machte sie nicht. Medienberichten zufolge sollen der US-Sondergesandte Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dabei sein.

Eine russische Teilnahme an den Verhandlungen ist offenbar nicht geplant. Erwartet wird jedoch bald eine Reise von US-Unterhändlern nach Moskau. Am Donnerstag hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow deutlich gemacht, Russland hoffe auf einen baldigen Besuch der US-Unterhändler Witkoff und Kushner für Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Der Dialog mit den Amerikanern laufe. Witkoff und Kushner waren bereits Anfang Dezember für ein Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau gereist.

Die amerikanische Seite spricht einerseits mit der Ukraine und europäischen Verbündeten, andererseits mit Moskau. Direkte Friedensverhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien gibt es derzeit nicht.

Selenski warnt vor neuen russischen Luftangriffen

Selenski warnte in seiner abendlichen Videobotschaft vor neuen massiven russischen Luftangriffen. Zugleich kritisierte er die westlichen Verbündeten. «Wir reden ehrlich mit den Partnern über die notwendigen Raketen für die Flugabwehr und Flugabwehrsysteme. Die Lieferungen reichen nicht aus», betonte Selenski. Kiew dränge die Partnerstaaten zu einer Beschleunigung des Lieferprozesses.

In der Ukraine herrscht seit Tagen starker Frost und in den Nächten sinken die Temperaturen teils auf minus 20 Grad. Zugleich hat das russische Militär durch systematische Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen Ausfälle bei der Versorgung mit Strom und Fernwärme in weiten Landesteilen verursacht. Besonders dramatisch ist die Lage in der Hauptstadt Kiew, in der es seit Tagen zu Notabschaltungen des Stroms kommt. (dpa)

21:50 Uhr

Freitag, 16. Januar

IAEA: Einigung auf Waffenruhe beim AKW Saporischschja

Für die Reparatur einer beschädigten Stromleitung haben die Kriegsgegner Ukraine und Russland zum vierten Mal eine örtliche Waffenruhe unweit des russisch kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja vereinbart. «Techniker des ukrainischen Stromnetzbetreibers werden voraussichtlich in den kommenden Tagen mit den Reparaturarbeiten an der 330-Kilovolt-Leitung beginnen», teilte die Internationale Atomaufsichtsbehörde (IAEA) in Wien mit. Ein IAEA-Team werde die Arbeiten überwachen.

Die Leitung war demnach vor zwei Wochen infolge von Kämpfen beschädigt worden. Anlagen des stillgelegten AKWs seien nur über die verbliebene 750-Kilovolt-Leitung mit Strom versorgt worden.

Nach dem russischen Überfall vom Februar 2022 ist das mit sechs Blöcken und einer Bruttoleistung von 6.000 Megawatt grösste Kernkraftwerk Europas von russischen Truppen besetzt worden. Alle Reaktoren wurden inzwischen heruntergefahren. Für die Kühlung ist jedoch weiter Strom notwendig, der über zwei immer wieder durch Beschuss beschädigte Stromleitungen bereitgestellt wird. Bei einem Ausfall der Stromversorgung springen Dieselgeneratoren ein. Im Kraftwerk anwesende Experten der IAEA berichten regelmässig über hörbare Explosionen in der Nähe der Anlagen. (dpa)

19:45 Uhr

Freitag, 16. Januar

Ukraine kündigt Gespräche mit USA für Samstag an

Die Ukraine hat für diesen Samstag Gespräche in den USA über die «zukünftige Sicherheitsarchitektur» und die «langfristige ökonomische Entwicklung» des osteuropäischen Landes angekündigt. Dabei solle an Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum «wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine» mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro gearbeitet werden, schrieb die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, auf Facebook.

Als Verhandlungsort nannte sie Miami im Staat Florida. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) zu einer Unterzeichnung kommen.

Zur ukrainischen Delegation gehören ihren Worten nach der Sekretär des Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, der Leiter des Präsidentenbüros, Kyrylo Budanow, und der Chef der Parlamentsfraktion der Präsidentenpartei Diener des Volkes, David Arachamija. Angaben zu den US-Unterhändlern machte sie nicht.

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Washington versucht ein Friedensabkommen zwischen den Kriegsgegnern zu vermitteln. Bei grundsätzlichen Fragen wie einem möglichen Nato-Beitritt der Ukraine und russischen Gebietsansprüchen sind die Positionen Moskaus und Kiew jedoch weit voneinander entfernt. Russland beharrt bislang auf seinen Maximalforderungen, die auf eine Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen. (dpa)

14:48 Uhr

Freitag, 16. Januar

Ukrainischer Energieminister: Beispiellose Angriffe auf Stromnetz

Russland hat nach Angaben des neuen ukrainischen Energieministers Denys Schmyhal seit Beginn seines Angriffskrieges jedes einzelne Kraftwerk des Landes angegriffen. Allein im vergangenen Jahr habe es 612 russische Attacken auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gegeben, sagte Schmyhal am Freitag in einer Rede in der Obersten Rada, dem Parlament in Kiew. «Niemand auf der Welt stand jemals einer solchen Herausforderung gegenüber.»

Wie auch in den vorangegangenen Kriegswintern waren die russischen Angriffe auf das Energienetz zuletzt wieder intensiver geworden. Bei eisigen Temperaturen von bis zu minus 18 Grad hatten Hunderttausende tagelang keine Heizung oder Strom.

Die Stromknappheit in der Ukraine sei so gravierend, dass er Unternehmen dazu aufgefordert habe, ihre Aussenbeleuchtungen auszuschalten, um Strom zu sparen, sagte Schmyhal. «Wenn Sie überschüssige Energie haben, geben Sie sie lieber an die Menschen weiter. Das ist heute das Wichtigste. Die Menschen werden Ihnen dankbar sein.»

Die Ukraine habe unter anderem Ausgangsbeschränkungen vorübergehend gelockert, damit die Menschen bei Bedarf die von den Behörden eingerichteten öffentlichen Heizräume aufsuchen können, sagte Schmyhal. Krankenhäuser, Schulen und andere wichtige Institutionen hätten weiterhin oberste Priorität bei der Strom- und Wärmeversorgung.

Dies sei ein kritischer Moment für Millionen Menschen, die in den vergangenen Jahren bereits an ihre Grenzen gebracht worden seien, sagte auch Jaime Wah, stellvertretender Leiter der Kiewer Delegation der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, am Freitag in Genf. «Dies ist der härteste Winter seit der Eskalation des Konflikts.» (dpa)

06:20 Uhr

Donnerstag, 15. Januar

Selenski kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew scharf

Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem russischen Luftangriff am vergangenen Freitag ausser Gefecht gesetzt worden, was für Hunderttausende Menschen den Ausfall von Heizung, Strom und Wasser bedeutete. Für den gesamten Energiesektor der Ukraine werde der Notstand ausgerufen, teilte Präsident Wolodimir Selenski nach einer Krisensitzung mit. Die gesamte Regierung solle zusätzliches Gerät und Hilfe organisieren.

«Kiew hat leider deutlich weniger getan. In der Hauptstadt wurde sehr wenig unternommen.» Auch jetzt gingen die Reparaturarbeiten dort nicht intensiv genug voran, kritisierte er. Auch der neue Energieminister Denys Schmyhal kritisierte die Hauptstadt. Kiew habe sich «überhaupt nicht vorbereitet. Deshalb muss man jetzt zu Notfallmassnahmen greifen», sagte Schmyhal im Parlament. Klitschko gestand bei einer eigenen Krisensitzung mit seiner Verwaltung ein, dass die Hauptstadt in der schwierigsten Lage seit Kriegsbeginn sei. (dpa)

06:13 Uhr

Donnerstag, 15. Januar

Korruptionsskandal um Julia Timoschenko

Die Ikone der Organgen Revolution soll Abgeordnete und Stimmen gekauft haben.

20:09 Uhr

Mittwoch, 14. Januar

Notstandsmassnahmen gegen verzweifelte Lage in Kiew

Kein Strom, keine Heizung, aber strenger Frost - die ukrainische Führung reagiert mit Notstandsmassnahmen auf die schwierige Lage in der Hauptstadt Kiew. Für den gesamten Energiesektor der Ukraine werde der Notstand ausgerufen, teilte Präsident Wolodimir Selenski nach einer Krisensitzung mit. Es werde ein Koordinationszentrum eingerichtet, das sich besonders um die Nöte der Dreimillionenstadt kümmern solle. Die gesamte Regierung solle zusätzliches Gerät und Hilfe organisieren.

Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem schweren russischen Luftangriff am vergangenen Freitag (9.1.) ausser Gefecht gesetzt worden. Anfangs habe es in 6000 Wohnblocks, der Hälfte des Bestands, keine Heizung gegeben, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko bei einer Sitzung mit seiner Stadtverwaltung. Aktuell seien noch 400 Häuser unbeheizt, und man hoffe, sie bis Mittwochabend wieder ans Fernwärmenetz zu bekommen. Bei 12 Grad Frost tagsüber und 18 Grad Frost in der Nacht kühlen ungeheizte Häuser rasch aus.

Kiew leide unter einer humanitären Krise und erreiche einen kritischen Punkt, schrieb der Journalist Oleksyj Sorokin vom «Kyiv Independent» im Netzwerk x: «Es gibt Orte in Kiew, die derzeit unbewohnbar sind.» Die Regierung will die nächtliche Ausgangssperre lockern, damit Bürgerinnen und Bürger jederzeit in die etwa 1.200 Aufwärmpunkte in Kiew gehen können. (dpa)

12:17 Uhr

Mittwoch, 14. Januar

Ukraine hat vierten Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn

In der von Russland angegriffenen Ukraine ist mit Mychajlo Fedorow der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn im Amt. Für die Ernennung des ehemaligen Digitalisierungsministers stimmte eine deutliche Mehrheit von 277 Abgeordneten. Die Kandidatur war gemäss der Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden.

Es war bereits der zweite Versuch, Fedorow einzusetzen. Am Vortag hatten sich im Parlament nicht genügend Abgeordnete gefunden, um eine Abstimmung über seine Kandidatur anzusetzen. (dpa)

22:58 Uhr

Dienstag, 13. Januar

Selenski räumt schwere Lage in der Ukraine ein

Nach fast vier Jahren Krieg spitzt sich die Lage in der Ukraine nach Darstellung von Präsident Wolodimir Selenski immer weiter zu - sowohl an der Front als auch im Hinterland. Erneut sei die Ukraine von Russland beschossen worden. «Allein an ballistischen Raketen waren es 18 Stück», sagte Selenski in seiner täglichen Videoansprache. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper.

Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermassen am Laufen zu halten, sagte Selenski. «Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen - ausserordentliche Herausforderungen», fügte er mit Blick auf die zweistelligen Minustemperaturen hinzu.

Das Stromnetz der Ukraine ist nach den systematischen und zuletzt noch einmal verschärften russischen Angriffen stark beschädigt. Netzabschaltungen sind an der Tagesordnung. Täglich müssen die Ukrainer stundenlang ohne Strom- und Wärmeversorgung auskommen.

Probleme gebe es aber auch an der Front, räumte Selenski ein: «Überall ist es jetzt schwer - an der Front am schwersten», sagte er. Trotz des Frosts greife Russland weiter an. Immerhin hält seinen Angaben nach auch die Verteidigung weiter stand. Die Ukraine ist seit Monaten in der Defensive und musste im Osten und Süden des Landes zuletzt weitere Positionen aufgeben. (dpa)

17:02 Uhr

Dienstag, 13. Januar

Regierungsumbildung in der Ukraine scheitert

Mitten im Krieg mit Russland ist das ukrainische Parlament an der Ernennung eines neuen Verteidigungsministers gescheitert. In der Obersten Rada fanden sich nicht genug Unterstützer für eine Abstimmung über die Kandidatur Mychajlo Fedorows. Der 34-Jährige hatte zuvor das 2019 geschaffene Digitalisierungsministerium geleitet. Fedorow wäre der vierte Verteidigungsminister seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 gewesen. Seine Kandidatur war gemäss Verfassung von Präsident Wolodimir Selenski eingereicht worden. Erwartet wird ein neuer Versuch am Mittwoch.

Ebenso scheiterte vor dem Hintergrund von massiven Ausfällen bei Strom und Heizung die Ernennung von Ex-Verteidigungsminister Denys Schmyhal zum neuen Energieminister. Schmyhal fehlten 16 Stimmen für seine Bestätigung. Schmyhal war zuvor als Verteidigungsminister entlassen worden. Er stand dem Ressort damit nicht einmal sechs Monate vor. Davor war er mehr als fünf Jahre Regierungschef. Der 50-Jährige gilt als loyal gegenüber Selenski.

Entlassen wurde der Chef des Geheimdienstes SBU Wassyl Maljuk. Faktisch leitete er die Behörde seit dem Sommer 2022. In dieser Zeit führte der SBU teils spektakuläre Angriffe auf russische Militärstützpunkte durch. Mehrere hochrangige Militärs hatten sich gegen die von Selenski eingeleitete Entlassung ausgesprochen. Auch der Verteidigungsausschuss des Parlaments gab erst im zweiten Anlauf seine Zustimmung.

Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Nach Korruptionsvorwürfen häufen sich seit vergangenem Sommer die Personalwechsel in Regierung und anderen Positionen. Besonders das Verteidigungsministerium gilt als äusserst korruptionsanfällig. Der Posten des Energieministers war infolge eines Korruptionsskandals im Energiesektor nach einem Rücktritt seit November unbesetzt. Nach russischen Angriffen auf Energieanlagen müssen Millionen Ukrainer bei zweistelligen Minusgraden täglich stundenlang ohne Strom und Heizung auskommen. (dpa)

10:30 Uhr

Dienstag, 13. Januar

USA werfen Russland Eskalation des Krieges in der Ukraine vor

Die Vereinigten Staaten haben Russland eine «gefährliche und unerklärliche Eskalation» seines inzwischen fast vier Jahre andauernden Krieges gegen die Ukraine vorgeworfen. Die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, hob am Montag (Ortszeit) insbesondere den russischen Abschuss einer nuklearfähigen ballistischen Oreschnik-Rakete in der vergangenen Woche nahe der ukrainischen Grenze zu Polen hervor. Bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats erklärte sie, die USA beklagten «die erschreckend hohe Zahl an Opfern» des Konflikts und verurteilten Russlands zunehmend intensivere Angriffe auf Energieanlagen und andere Infrastruktur.

Die Ukraine hatte die Sitzung beantragt, nachdem Russland in der Nacht zum vergangenen Donnerstag einen massiven Angriff mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen geflogen hatte, darunter auch die neue, leistungsstarke Oreschnik-Rakete, die Moskau erst zum zweiten Mal einsetzte. Der Angriff fiel mit einer erneuten Abkühlung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington zusammen, nachdem Russland die Beschlagnahmung eines Öltankers durch die USA im Nordatlantik verurteilt hatte. Zugleich signalisierte US-Präsident Donald Trump seine Unterstützung für ein scharfes Sanktionspaket, das Russlands Wirtschaft schwer treffen soll.  (dpa)

08:14 Uhr

Dienstag, 13. Januar

Tote durch russischen Luftangriff auf Charkiw

Durch einen schweren russischen Luftangriff sind mindestens vier Menschen in der ostukrainischen Grossstadt Charkiw getötet worden. Der Militärgouverneur der Region, Oleh Snyjehubow, sprach ausserdem von mindestens sechs Verletzten. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden auch Kiew, Odessa und andere Städte in der Nacht mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. In dem Vorort von Charkiw wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft ein Logistikzentrum des Postunternehmens Nowa Poschta zerstört.

Die Behörde warf der russischen Armee einen sogenannten Doppelschlag vor: Erst sei das Gebäude mit einer Rakete beschossen worden, wenig später hätten Drohnen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte gezielt. In der Hauptstadt Kiew musste nach dem Angriff erneut an vielen Stellen notfallmässig der Strom abgeschaltet werden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. (dpa)

18:27 Uhr

Montag, 12. Januar

Moskau: Oreschnik-Angriff galt Flugzeugwerk in Lwiw

Russland hat nach eigenen Angaben beim Angriff mit der Mittelstreckenrakete Oreschnik das ukrainische Flugzeugwerk in Lwiw zerstört. «Nach Informationen, die durch mehrere unabhängige Quellen bestätigt wurden, ist das staatliche Flugzeugreparaturwerk Lwiw durch einen Schlag der russischen Streitkräfte in der Nacht zum 9. Januar, bei dem der mobile Raketenkomplex Oreschnik eingesetzt wurde, ausser Gefecht gesetzt worden», teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Nach Angaben des russischen Militärs wurden in der Fabrik Flugzeuge, darunter auch die Westen gelieferten Kampfjets F-16, repariert und Kampfdrohnen mit hoher und mittlerer Reichweite produziert. Getroffen worden seien Produktions- und Lagerhallen mit schon gefertigten Drohnen sowie die Infrastruktur des betriebseigenen Flugplatzes. In Kiew seien zu gleicher Zeit die Produktionskapazitäten zweier Drohnenhersteller zerstört worden, heisst es in der Meldung weiter.

Moskau widersprach damit Vorwürfen Kiews, dass die schweren Angriffe aus der Luft in der vergangenen Woche gegen zivile Infrastruktur und Einrichtungen gerichtet waren. Nach Darstellung Moskaus sind die Zerstörungen im zivilen Sektor, die russische Attacken hinterlassen, ohnehin stets auf die Inkompetenz der ukrainischen Flugabwehr zurückzuführen. Demnach beschiessen die Ukrainer ihre Wohnviertel selbst, während die russische Armee «mit Hochpräzisionswaffen» nur militärisch relevante Anlagen ausschaltet. Experten sehen diese Behauptungen als unglaubwürdig an. (dpa)

15:23 Uhr

Montag, 12. Januar

Kriegseinsatz für Russland: Estland verhängt Einreiseverbote

Estland hat Einreiseverbote gegen 261 Russen verhängt, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt und im Kriegseinsatz an der Front waren. Die Einreiseverbote seien unausweichlich, da diejenigen, die im Namen von Russlands Präsidenten Wladimir Putin Gräueltaten in der Ukraine begangen hätten, keinen Platz in der freien Welt hätten, so Innenminister Igor Taro.

Aussenminister Margus Tsakhna betonte, dass vormalige Kriegsteilnehmer nichts in Estland und im Schengenraum zu suchen hätten und die jetzigen Einreiseverbote nur der Anfang seien. «Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Tür für russische Ex-Kämpfer geschlossen bleibt, und rufen andere Länder auf, es uns gleichzutun», schrieb er auf der Plattform X.

Nach Angaben des Innenministeriums haben schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen russische Staatsbürger an Russlands bewaffneter Aggression in der Ukraine teilgenommen. Davon seien etwa 640'000 noch immer an der Front.

Estland grenzt im Osten an Russland. Das baltische EU- und Nato-Land ist ein enger Partner und Unterstützer der Ukraine, die sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. (dpa)

20:19 Uhr

Sonntag, 11. Januar

1418 Tage: Moskaus Krieg gegen Kiew bald länger als gegen Berlin

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen genauso lange wie der Grosse Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen Hitler-Deutschland. Auf diese Statistik verwies neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski die oppositionelle russische Website «Meduza». Sowjet-Diktator Stalin hatte nach dem deutschen Überfall 1941 den Grossen Vaterländischen Krieg ausgerufen.

Die Sowjetarmee habe 1418 Tage gebraucht, errechnete die Website, um nach den ersten Rückschlägen gegen die Wehrmacht bis nach Berlin vorzustossen und die Kapitulation Deutschlands zusammen mit den Alliierten zu erzwingen. Dagegen stecke die russische Armee nach 1418 Tagen Krieg in der Ukraine «seit Jahren in denselben Dörfern und Städten des Donbass fest».

Moskau wollte den Erfolg von damals wiederholen, sagte Selenski in seiner abendlichen Videoansprache. «Sie haben die Misshandlung von Menschen wiederholt, den Faschismus wiederholt, fast alles wiederholt, was im 20. Jahrhundert das Schlimmste war», betonte er. «Dennoch versuchen die Russen, denselben Donbass zu erobern wie vor fast vier Jahren, sie wollen erneut lügen, dass sie Kupjansk eingenommen haben.» Die russischen Verluste betragen gemäss Selenski derzeit mindestens 1000 Tote pro Tag.

Der Vergleich der beiden Kriege sei nicht ganz korrekt, fügte «Meduza» hinzu. Ein direkter Vergleich vieler Indikatoren zeige, dass der aktuelle Krieg nur für die Ukraine einen existenziellen Charakter habe. Kiew schaffe es, den Krieg mit westlicher Hilfe fortzusetzen. Der Kreml hingegen sei nicht in der Lage oder nicht willens, sich auf einen existenziellen Kampf einzulassen, und beschränke sich darauf, seine Anstrengungen nur geringfügig zu verstärken.

Die ukrainischen Medien vermeldeten an diesem 1418. Kriegstag kleinere russische Geländegewinne bei Wowtschansk in der Region Charkiw sowie bei Pokrowsk im Donbass. Der militärnahe ukrainische Blog «DeepState» veröffentlichte dazu auf Telegram entsprechende Karten. (dpa)

15:26 Uhr

Sonntag, 11. Januar

Kiew berichtet von Angriffen auf russische Bohrplattformen

Ukrainische Militärs haben die Beschädigung von drei russischen Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer für sich beansprucht. Die Plattformen des russischen Ölgiganten Lukoil dienten der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew auf Telegram mit. Die Generalität machte keine Angaben zur Art des Angriffs, sprach aber von «direkten Treffern», sodass der Einsatz von Langstreckendrohnen möglich schien.

Der Bericht über den Angriff konnte von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Das russische Militär macht grundsätzlich keine Angaben zu eventuellen Schäden durch ukrainische Angriffe.

Die Ukraine greift wiederholt Objekte der Öl- und Gasindustrie in Russland an, um die Versorgung der russischen Besatzungstruppen zu erschweren. (dpa)

10:07 Uhr

Sonntag, 11. Januar

Ukraine: Totaler Blackout in Region Saporischschja behoben

Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollständige Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben. «Stand 07.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ) ist die Stromversorgung in der Region Saporischschja - und das betrifft 382.500 Familien und Firmen - vollständig wiederhergestellt», sagte der Direktor des örtlichen Energieversorgers Saporischschjaoblenergo, Andrij Stasewskyj laut einem Telegrameintrag des Unternehmens.

Demnach ist die Stromversorgung in der Region gegen 2 Uhr nachts völlig zusammengebrochen. «In dieser Nacht um 02:11 Uhr kam es in der Region Saporischschja zu einem Stromausfall; die Region war komplett ohne Strom», heisst es. Die schnellen Reparaturarbeiten hätten die Wiederaufnahme des Betriebs ermöglicht, lobte Stasewskyj seine Mitarbeiter.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland in der Nacht 154 Kampfdrohnen gestartet. 125 seien abgefangen worden, es habe aber auch mehr als 20 Einschläge gegeben, räumte die Flugabwehr ein. Seit Kriegsbeginn vor mehr als vier Jahren attackiert Russland systematisch die Energieversorgung der Ukraine. Inzwischen ist das ukrainische Netz so geschwächt, dass die Stromversorgung in vielen Landstrichen beschränkt oder sogar ganz zusammengebrochen ist. Angesichts der Frosttemperaturen ist die Lage für viele Ukrainer katastrophal. (dpa)

08:02 Uhr

Sonntag, 11. Januar

Eine Tote nach nächtlichen Drohnenangriffen in Russland

In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben der Behörden an den Folgen eines nächtlichen ukrainischen Drohnenangriffs gestorben. «Zu unserem grossen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat», teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit. Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.

Nach Angaben Gussews handelt es sich um einen «der schwersten Drohnenangriffe seit Beginn der militärischen Spezialoperation» auf die Stadt. Mit dem Begriff bezeichnen russische Funktionäre den von Kremlchef Wladimir Putin vor knapp vier Jahren befohlenen Krieg gegen die Ukraine.

Beide Seiten beschiessen in dem Krieg auch intensiv das Hinterland der gegnerischen Kriegspartei, wobei es immer wieder auch zu zivilen Opfern kommt. Die Ukraine setzt dabei vor allem auf Drohnen und zielt auf Objekte der Öl- und Gasindustrie, Russland nutzt zudem auch Raketen und Marschflugkörper und beschiesst Anlagen zur Energieversorgung. Das Ausmass der Zerstörungen und die Anzahl der Toten und Verletzten in der Ukraine ist dabei deutlich höher als in Russland. (dpa)

17:08 Uhr

Samstag, 10. Januar

Ukraine: Rakete auf Charkiw, Verletzte in Slowjansk

Bei einem Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Behördenangaben sieben Zivilisten verletzt worden. Wie die ukrainische Staatsanwaltschaft der Region Donezk mitteilte, warf das russische Militär eine schwere gelenkte Fliegerbombe vom Typ Fab-250 auf die Stadt ab. Der Ballungsraum Slowjansk - Kramatorsk ist die letzte Bastion im Gebiet Donezk, die die ukrainischen Kräfte noch kontrollieren. Russland beansprucht die Region für sich.

In der nördlich davon gelegenen Region Charkiw haben die Behörden einen Raketeneinschlag in der gleichnamigen Gebietshauptstadt vermeldet. Ein Objekt der Infrastruktur und ein Mehrfamilienhaus seien getroffen worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Das Ausmass der Schäden war demnach zunächst unklar.

Die Folgen der russischen Angriffe aus der Luft sind schwer für die Ukraine. In zahlreichen Regionen leiden die Menschen bei starkem Frost unter dem Ausfall von Strom und Heizungen. Das russische Militär rechtfertigt die Schläge gegen Infrastrukturobjekte damit, dass der Strom auch von der ukrainischen Rüstungswirtschaft genutzt werde. (dpa)

08:21 Uhr

Samstag, 10. Januar

Ohne Strom und Heizung – Lage in Kiew schwierig

Bei bis zu 17 Grad Frost wird die Lage in Kiew und anderen ukrainischen Städten wegen der Ausfälle von Heizung, Strom und Wasser noch schwieriger. Russland wolle mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die grossen Städte unbewohnbar machen, sagte Präsident Wolodimir Selenski in seiner Videobotschaft. «Die Russen nutzen das Wetter – die Kältewelle – und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen.» Zuletzt sei die Hauptstadt beschossen worden, davor Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih, wiederum davor Odessa. «Die Haupttaktik Russlands besteht darin, zu versuchen, Städte vollständig auszuschalten.» Der Präsident verlangte von allen Stadtverwaltungen, vorbereitet zu sein und die Bürger zu schützen.

Bürgermeister Klitschko empfiehlt Verlassen von Kiew

In der Dreimillionenstadt Kiew waren nach einem Luftangriff in der Nacht zu Freitag zunächst 6000 Wohnblocks und damit etwa die Hälfte der Wohnhäuser ohne Heizung. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, dass es die schlimmsten Schäden an der Infrastruktur in den fast vier Jahren Krieg gegeben habe. Er riet den Bürgern, die Stadt vorübergehend zu verlassen, wenn sich anderswo ein warmer Platz und Strom finden lasse. Nach Angaben des Energieministeriums waren anfangs etwa 500.000 Haushalte und andere Verbrauchsstellen in und um Kiew ohne Strom. «Was Kiew betrifft, ist die Lage dort am schwierigsten», sagte Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko. Es sei bis Freitagabend aber gelungen, einen Teil der Hauptstadt, das Umland sowie Krywyj Rih wieder mit Strom zu versorgen. Trotzdem bleibe es auch an diesen Stellen bei den schon seit Wochen geltenden stundenlangen geplanten Abschaltungen.

Notfallpunkte mit Wärme, Wasser, Strom

Krankenhäuser in Kiew werden nach Angaben der Stadtverwaltungen mit mobilen Heizkesseln mit Wärme versorgt. Ausserdem gebe es verteilt über die Stadt 1.200 Anlaufstellen, an denen man sich aufwärmen, Wasser holen und Handys aufladen könne. Am späten Freitagabend wurde in Kiew und anderen Teilen der Ukraine erneut Alarm ausgelöst wegen russischer Kampfdrohnen in der Luft. Die Flugabwehr sei im Einsatz, teilte Klitschko mit. Der Angriff schien zunächst aber weniger intensiv zu sein als in der Nacht zuvor. Ihrerseits hatte die ukrainische Armee in der Nacht auf Freitag mit Raketenartillerie ein Kraftwerk im russischen Belgorod beschossen. Dessen Ausfall bewirkte nach Behördenangaben, dass etwa eine halbe Million Menschen keinen Strom hatte. (dpa)

17:58 Uhr

Freitag, 9. Januar

UN-Behörde verhandelt über Feuerpause am AKW Saporischschja

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine begrenzte Feuerpause am AKW Saporischschja zur Reparatur einer Stromleitung. Bei Kämpfen am 2. Januar sei die letzte 330-Kilovolt-Notfallleitung beschädigt worden, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in Wien mit.

Das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk im Süden der Ukraine werde derzeit nur über die 750-Kilovolt-Hauptleitung versorgt. Nötig sei eine Kampfpause etwa zehn Kilometer vom Werk entfernt, damit ukrainische Techniker die Leitung reparieren könnten, sagte Grossi. Die IAEA habe in den vergangenen Monaten schon drei Mal solche Feuerpausen ausgehandelt. (dpa)

11:17 Uhr

Freitag, 9. Januar

Medwedew vergleicht Raketeneinsatz mit Beruhigungsspritze

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat den Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine als Beruhigungsmittel gerechtfertigt. «Gefährliche Psychopathen brauchen eine Zwangsjacke oder eine Rettungsspritze mit Haloperidol», schrieb der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats in Moskau immer noch einflussreiche Politiker. So sei es in der vergangenen Nacht im Westen der Ukraine passiert. Haloperidol ist ein Medikament zur Behandlung von Schizophrenie. (dpa)

10:15 Uhr

Freitag, 9. Januar

Mehr als 500.000 Russen ohne Strom nach ukrainischem Angriff

Ein ukrainischer Angriff auf das westrussische Gebiet Belgorod hat nach Angaben der örtlichen Behörden einen grossflächigen Ausfall der Strom-, Wärme und Wasserversorgung zur Folge. Der Beschuss eines Infrastrukturobjekts mit Raketen habe 556.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mit. «Ohne Wärmeversorgung ist fast die gleiche Anzahl, in erster Linie betrifft das 1920 Mehrfamilienhäuser. Fast 200.000 Menschen sind ohne Wasser und Abwasser», sagte er in dem Video. Nach Angaben Gladkows sind die Reparaturarbeiten bereits angelaufen. «Die Situation ist sehr schwierig», betonte er. Demnach wird versucht, Reservekapazitäten anzuschliessen. Zur möglichen Dauer des Blackouts machte er keine Angaben. Am Nachmittag werde er neue Informationen geben, sagte er nur. (dpa)

07:47 Uhr

Freitag, 9. Januar

Trump stellt neue Russland-Sanktionen in Aussicht

US-Präsident Donald Trump hat Unterstützung für ein neues Sanktionspaket gegen Russland wegen des andauernden Ukraine-Kriegs signalisiert. «Ich unterstütze es», sagte er in einem Interview des US-Senders Foxnews. Weiter sagte er aber: «Ich hoffe, dass wir es nicht verwenden müssen.» Man habe bereits «grosse Sanktionen gegen Russland» verhängt, die russische Wirtschaft sei «sehr schlecht», sagte Trump. Russland sei jedoch grösser als die Ukraine und ein einflussreicheres Land. In den vergangenen Monaten hatte Trump wegen des seit fast vier Jahren andauernden Krieges in der Ukraine mehrere Massnahmen gegen die russische Wirtschaft verhängt, darunter Strafmassnahmen gegen die beiden grössten russischen Öl-Firmen sowie Strafzölle gegen Indien wegen dessen Handelsbeziehungen mit Russland. (has)

07:44 Uhr

Freitag, 9. Januar

Moskau: Russland schoss mit Mittelstreckenrakete Oreschnik

Nach Angaben aus Moskau hat Russland bei dem Angriff auf die Westukraine die gefürchtete neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Es war der zweite Angriff mit einer Rakete dieses Typs auf die Ukraine. (dpa)

07:40 Uhr

Freitag, 9. Januar

Kiew meldet vier Tote bei nächtlichen russischen Angriffen

Bei neuen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in Kiew in der Nacht zum Freitag nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Mindestens 22 weitere seien verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Mehrere Stadtteile Kiews seien getroffen worden, erklärte Tymur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der Stadt. Im Bezirk Desnjanskyj sei eine Drohne auf das Dach eines mehrstöckigen Gebäudes gestürzt. An einer weiteren Adresse im selben Bezirk seien durch die Angriffe die ersten beiden Stockwerke eines Wohnhauses beschädigt worden. Im Bezirk Dnipro beschädigten Trümmer einer Drohne den Angaben zufolge ein mehrstöckiges Gebäude, zudem brach ein Feuer aus. In Teilen der Hauptstadt seien infolge der Angriffe die Wasser- und Stromversorgung unterbrochen worden, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko.

Der Bürgermeister der westukrainischen Stadt Lwiw, Andrij Sadowyj, meldete zudem einen russischen Angriff auf die kritische Infrastruktur mit einer bisher nicht identifizierten ballistischen Rakete. Das Westkommando der ukrainischen Luftwaffe teilte später mit, die Rakete habe eine Geschwindigkeit von 13.000 Kilometern pro Stunde erreicht. Der genaue Raketentyp werde noch untersucht. (dpa)

16:19 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Tote in der Ukraine nach russischen Angriffen

Im Süden der Ukraine sind vier Zivilisten nach Behördenangaben durch russische Angriffe getötet worden. Bei einem Drohnenangriff bei der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson kam demnach ein Mann ums Leben, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Ein weiterer sei verletzt worden.

Drei Menschen wurden demnach bei einem Angriff auf einen zentralen Teil der Stadt Cherson getötet, einer von ihnen sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Demnach wurden dort noch zwei weitere Personen verletzt. (dpa)

08:26 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Tote nach Angriff auf Häfen bei Odessa

Durch einen russischen Luftangriff auf Häfen bei Odessa sind am Schwarzen Meer nach ukrainischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Die russische Armee habe Drohnen und Raketen eingesetzt, teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Es gebe ausserdem acht Verletzte.

Es habe Schäden an der Infrastruktur der Häfen Piwdennyj und Tschornomorsk gegeben. Kiper veröffentlichte Fotos mit zerstörten Containern und beschädigten Lkws. In Odessa selbst waren nach Medienberichten Explosionen zu hören.

Ein beschädigtes Umspannwerk nach dem russischen Angriff in der Region Odessa. (Bild: Nikoletta Stoyanova/AP)

Über die Häfen am Schwarzen Meer laufen die wichtigen Exporte der Ukraine an Getreide und anderen Agrarprodukten. Russland beschiesst die Hafenanlagen, aber auch die Stadt Odessa selbst immer wieder. Ukrainische Kräfte haben in den vergangenen Wochen russische Tanker im Schwarzen Meer attackiert.

Auch andere Großstädte im Süden wurden am Abend von Russland aus der Luft angegriffen. In Dnipro fiel in vielen Stadtteilen der Strom aus, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete. Auch mit der Wasserversorgung gebe es Probleme. Ebenfalls getroffen wurde Saporischschja sowie Krywyj Rih, wo es nach Angaben der Stadtverwaltung acht Verletzte gab. (dpa)

12:29 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Trotz internationaler Bemühungen: Russland und Ukraine setzen Krieg fort

Trotz internationaler Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen die Kampfhandlungen in der Ukraine und Russland weiter. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde nach Angaben des Gebietsgouverneurs Olexander Prokudin ein Mann durch russischen Beschuss getötet. Moskaus Militär habe seit dem frühen Morgen das Stadtzentrum beschossen.

Sieben Verletzte nach russischen Angriffen beklagte der Bürgermeister der südostukrainischen Stadt Dnipro. Die meisten erlitten demnach akute Stressreaktionen, aber es gebe auch Splitterverletzungen. Mit Stressreaktionen reagiert der Körper nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation auf ein sehr belastendes, potenziell traumatisches Erlebnis. Zu häufigen Symptomen gehören unter anderem Flashbacks des Ereignisses und Alpträume. Filatow warf Russland vor, Wohnhäuser und Bildungseinrichtungen anzugreifen. Es gebe Schäden unter anderem an einer Berufsschule.

Im russischen Dorf Gruskoje nahe der ukrainischen Grenze sei ein Mann bei der Explosion einer ukrainischen Drohne getötet worden, schrieb der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Infolge eines Drohnenangriffs seien mehrere Tanks eines Öllagers im Kreis Stary Oskol in Brand geraten, teilte er am Abend mit. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, bestätigte neben weiteren Angriffen auch einen auf dieses Öllager.

Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden in Russland steht aber in keinem Verhältnis zu den vom russischen Militär angerichteten Zerstörungen in der Ukraine. Kiew nimmt dabei vor allem die russische Öl- und Gasindustrie ins Visier, mit der Moskau seinen Angriffskrieg finanziert. (dpa)

10:01 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Tschechien beendet Rüstungsprogramm doch nicht

Im Streit um die Fortsetzung der tschechischen Granaten-Initiative für die Ukraine zeichnet sich ein Kompromiss ab. Der neue Regierungschef Andrej Babis teilte mit, er werde das Rüstungsprogramm nun doch nicht beenden. «Das Projekt wird fortgeführt, und Tschechien wird in der Rolle des Koordinators sein», gab der 71-Jährige bekannt. Doch werde man keine Steuergelder tschechischer Bürger mehr in das Vorhaben investieren. Zu den Hauptgeldgebern zählten bisher ohnehin Länder wie Deutschland, Dänemark und die Niederlande. Prag stellte nur einen Bruchteil der Mittel bereit.

Babis forderte zugleich, dass alles transparent und ohne Korruption ablaufen müsse. Der Milliardär und Chef der rechtspopulistischen Partei ANO hatte das Projekt im Wahlkampf scharf kritisiert und sein Ende gefordert, ebenso wie seine beiden ultrarechten Koalitionspartner. Um über das weitere Vorgehen zu beraten, traf der nationale Sicherheitsrat in Prag zusammen. Neben Armee- und Geheimdienstchefs wurde dazu auch Präsident Petr Pavel erwartet. Der Ex-Nato-General hatte die Munitions-Initiative für die Ukraine angestossen.

Im Zuge der Granaten-Initiative wurden der Ukraine im vorigen Jahr nach offiziellen Angaben mehr als 1,8 Millionen Schuss grosskalibriger Munition geliefert. Seit Beginn waren es bereits mehr als vier Millionen Schuss. Die Granaten stammen aus Drittstaaten. Welche Länder das sind, unterliegt der Geheimhaltung. Die Ukraine hat einen anhaltend hohen Bedarf an Artilleriemunition, um sich gegen den russischen Aggressor zu verteidigen.

21:14 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Merz stellt Absicherung bei Ukraine-Waffenstillstand in Aussicht

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine militärische Beteiligung Deutschlands an der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine in Aussicht gestellt. «Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden», sagte er nach einem Treffen der in der sogenannten «Koalition der Willigen» vereinten Verbündeten der Ukraine in Paris.

«Über Art und Umfang eines deutschen Beitrags müssen und werden Bundesregierung und Deutscher Bundestag entscheiden, sobald die genannten Bedingungen geklärt sind», sagte Merz. «Ich will für mich sagen und auch für die Bundesregierung: Wir schliessen dabei grundsätzlich nichts aus.» Das bedeutet, dass auch eine Stationierung von Bundeswehrsoldaten in der Ukraine selbst nicht ausgeschlossen ist.

Merz erklärt seine grundsätzliche Bereitschaft zu einer militärischen Beteiligung Deutschlands. Wie viele deutsche Soldaten sich beteiligen und welche Aufgaben sie übernehmen würden, bleibt aber zunächst offen. Neben Merz stellte auch Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bei dem Pariser Gipfel erstmals das Entsenden von Truppen in Aussicht. Die spanische Regierung werde vorschlagen, die Tür für eine Beteiligung militärischer Kapazitäten in der Ukraine zu öffnen, sagte Sánchez in Paris. (dpa)

20:28 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Britischer Premier stellt Truppeneinsätze in der Ukraine in Aussicht

Der britische Premierminister Keir Starmer hat den Einsatz von britischen und französischen Streitkräften auf ukrainischem Boden nach einem Waffenstillstand in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron habe er eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, die «den Weg für den rechtlichen Rahmen» für einen derartigen Einsatz ebne, sagte er bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris. Auch weitere, nicht namentlich genannte Verbündete wollen demnach ihre Einheiten in die Ukraine entsenden.

Ziel des Truppeneinsatzes sei es, «den ukrainischen Luft- und Seeraum zu sichern und die ukrainischen Streitkräfte für die Zukunft wiederaufzubauen.» Nach einem Waffenstillstand wollten Grossbritannien und Frankreich Militärstützpunkte in der Ukraine aufbauen und geschützte Anlagen für Waffen und militärische Ausrüstung bauen, sagte Starmer weiter.

Dem britischen Premierminister zufolge will sich Grossbritannien zudem an einer von den USA angeführten Überwachung eines möglichen Waffenstillstands beteiligen. Langfristig wolle das Land der Ukraine Verteidigungswaffen bereitstellen. Es gehe darum, eine Grundlage für langfristigen Frieden zu schaffen, sagte er. (dpa)

20:22 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Macron: Ukraine-Unterstützer einigen sich auf Sicherheitserklärung

Ein Treffen von Unterstützerstaaten der Ukraine hat nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen «wichtigen Schritt» zur Beendigung der russischen Invasion im Rahmen eines Friedensvertrages erreicht. Die Regierungsvertreter hätten sich auf eine Sicherheitserklärung geeinigt, der auch die USA zugestimmt hätten, sagte Macron am Dienstag. Diese sehe Mechanismen zur Überwachung einer Waffenruhe vor, bei denen die USA die Führung übernehmen sollten.

In einer gemeinsamen Erklärung hiess es, die Verbündeten hätten sich auch darauf geeinigt, die langfristige militärische Unterstützung und Bewaffnung der ukrainischen Streitkräfte fortzusetzen, die auch nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens «die erste Verteidigungs- und Abschreckungslinie bleiben werden». Ausländische Staaten sollten Sicherheitsmassnahmen zu Lande, zu Wasser und in der Luft anbieten, die in Kraft treten sollten, sobald «eine glaubwürdige Einstellung der Feindseligkeiten erreicht ist». Die Verbündeten müssen noch «verbindliche Verpflichtungen» festlegen, in denen sie darlegen, was sie tun werden, um die Ukraine zu unterstützen und den Frieden wiederherzustellen, falls es zu einem erneuten Angriff Russlands kommen sollte. (dpa)

20:07 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Von der Leyen: Paris-Treffen sendet Signal der Einheit für die Ukraine

Vom jüngsten Spitzentreffen der Unterstützerstaaten der von Russland angegriffenen Ukraine geht nach Auffassung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein starkes Zeichen der Einheit aus. Die vereinbarte gemeinsame Erklärung sende eine klare Botschaft, schrieb sie nach den Beratungen in Paris. Man stehe kollektiv an der Seite der Ukraine. Vor dem Land liege eine sichere, stabile und prosperierende Zukunft. An dem Spitzentreffen der sogenannten Koalition der Willigen nahmen nach Angaben der französischen Regierung Vertreter von mehr als 30 Staaten sowie der EU und Nato teil. Aus Deutschland reiste Bundeskanzler Friedrich Merz an. (dpa)

17:51 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Deutschland, Frankreich und Polen beraten über Ukraine-Hilfe

Bundesaussenminister Johann Wadephul trifft sich an diesem Mittwoch (16.00 Uhr) in Paris mit seinen Kollegen aus Frankreich und Polen, Jean-Noël Barrot und Radoslaw Sikorski. Beim Treffen des sogenannten Weimarer Dreiecks soll es vor allem um die Unterstützung der Europäer für die von Russland angegriffene Ukraine gehen, teilte das Pariser Aussenministerium mit. Am Dienstag hatten die westlichen Unterstützer der Ukraine in Paris beraten, wie ein möglicher Waffenstillstand und Frieden in der Ukraine abgesichert werden kann.

Später sollte zu dem Treffen in der französischen Hauptstadt auch Indiens Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar hinzukommen. Dies soll den Stärkungen der Beziehungen zwischen der EU und Indien dienen. Ausserdem sollen die Herausforderungen im indopazifischen Raum thematisiert werden, hiess es in Paris. (dpa)

15:14 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Anschlag auf Stromnetz in Berlin: Spekulationen über Russland

Der Anschlag auf Stromkabel und der Beginn des tagelangen Stromausfalls in einem Teil Berlins war noch frisch, da begannen die Spekulationen über die Urheberschaft. Könnten doch Russland und einer seiner Geheimdienste die eigentlichen Täter? Der Brandanschlag auf eine Kabelbrücke hatte am Samstagmorgen im Südwesten der deutschen Hauptstadt einen Stromausfall verursacht, der zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen traf. Die linksextremistische Gruppierung «Vulkangruppe» bekannte sich zum Anschlag.

Das Bekennerschreiben könnte aus dem Russischen übersetzt sein, heisst es in Social-Media-Portalen. Als Belege werden eine merkwürdige Sprache und ungewöhnliche Formulierungen in dem fast elf Seiten langen Text angeführt. Ein Aussenpolitiker der christdemokratischen CDU, Roderich Kiesewetter, sagte der «Welt», eine Sprachanalyse zeige, die Rückübersetzung ins Russische ergebe eine viel bessere Sprache als dieses «holprige» Deutsch: «Also der Linksextremismus kann entweder nicht richtig Deutsch oder er lässt sich vorschreiben, was er sagen soll.» Nun müsse man alles bewerten und dürfe nichts ausschliessen.

Berlins Polizei-Vizepräsident Marco Langner betonte hingegen: «Die Prüfungen, die wir vorgenommen haben in Zusammenarbeit mit dem BKA (Bundeskriminalamt), weisen eben auf diese Vulkangruppe hin - und zwar sehr deutlich. Wir sehen dieses Bekennerschreiben als authentisch an und können damit sagen, es kommt aus dem linksextremistischen Bereich.» Aber: «Wir ermitteln immer in alle Richtungen.»

Berlins Innensenatorin Iris Spranger warnt vor falschen Spekulationen. «Es kursieren falsche Informationen», sagte die Politikerin der SPD - der sozialdemokratischen Koalitionspartnerin der Christdemokraten in der Bundesregierung. «Hier wird bewusst in Kauf genommen, dass Verunsicherung entsteht.» Konkrete Beispiele nannte sie nicht. Sie rief dazu auf, sich bei offiziellen Quellen zu informieren. (dpa)

15:02 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Selenski kündigt Treffen mit US-Vertretern an

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat ein Treffen mit US-Vertretern in Paris angekündigt. Heute stünden wichtige Gespräche mit der Führungsebene der sogenannten Koalition der Willigen, dem Nato-Generalsekretär sowie ein Treffen mit Vertretern des US-Verhandlungsteams bevor, schrieb er in sozialen Medien nach seiner Ankunft in Paris.

In der französischen Hauptstadt kommen heute westliche Unterstützer der Ukraine zusammen, um mit Vertretern der USA über eine Absicherung eines möglichen Waffenstillstands oder Friedens in dem seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg beraten. Erwartet werden Vertreter aus 35 Ländern, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz und eben der ukrainische Präsident. (dpa)

10:29 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Russland beklagt Tote nach ukrainischen Angriffen

Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden. In der Region Belgorod seien bereits am Abend zwei Menschen bei verschiedenen Schlägen in Grenznähe zur Ukraine um Leben gekommen, schrieb Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram. Russische Telegram-Kanäle berichteten unter Berufung auf Augenzeugen ausserdem von Explosionen in mehreren Regionen des Landes.

Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge wurden 129 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Halbinsel Krim abgewehrt, die meisten davon über den Gebieten Brjansk, Belgorod und Jaroslawl. Zu Folgen der Angriffe macht das Verteidigungsministerium traditionell keine Angaben. (dpa)

08:09 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Darum geht es beim Ukraine-Treffen in Paris

Die westlichen Unterstützer der Ukraine wollen an diesem Dienstag mit Vertretern der USA in Paris über die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands oder Friedens für das von Russland angegriffene Land beraten. Zu dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen werden Vertreter aus 35 Ländern erwartet, darunter 27 Staats- und Regierungschefs.  Auch der ukrainische Staatschef Wolodimir Selenski wird erwartet, ebenso Nato-Chef Mark Rutte.

Worum geht es bei dem Treffen in Paris?

Bei den Gesprächen der von Frankreich und Grossbritannien angeführten Koalition soll es im Detail darum gehen, wie ein Waffenstillstand überwacht und abgesichert werden könnte. Auch über eine angedachte multinationale Truppe zur Absicherung eines Friedens zwischen Russland und der Ukraine will man sprechen. Daneben wollen die Länder über die Unterstützung der ukrainischen Armee, die langfristige Zusammenarbeit mit der Ukraine beim Thema Verteidigung und die Unterstützung des Landes im Falle neuer Angriffe beraten.

Worauf hat sich die Koalition bereits verständigt?

26 westliche Länder hatten sich bereits im September bereit erklärt, Truppen zur Absicherung eines Waffenstillstands oder Friedens zwischen Russland und der Ukraine zu entsenden. Dabei geht es um Bodentruppen oder Kräfte in der Luft oder auf See, die nicht unbedingt in der Ukraine selbst, sondern auch in Grenznähe beziehungsweise der Region zum Einsatz kommen können. Der Truppeneinsatz soll jede neue grössere Aggression verhindern und zur dauerhaften Sicherheit der Ukraine beitragen.

Fankreich mit Präsident Emmanuel Macron ist Gastgeber der «Koalition der Willigen». (Bild: Keystone)

Was sind die grossen Knackpunkte bei dem Treffen?

Aus französischer Sicht ist man sich unter Europäern, den USA und der Ukraine über das Wesentliche einig - nämlich die Sicherheit der Ukraine. Was genau die USA aber zur Wahrung eines Friedens in der Ukraine beisteuern wollen, ist weiterhin unklar. Zuvor hiess es von einem hochrangigen US-Beamten, dass kein Einsatz von US-Bodentruppen geplant sei. Jüngste Gespräche hatte Witkoff immer wieder lediglich als «produktiv» bezeichnet.

Trump hatte vor Monaten noch versprochen, dass es keinen Einsatz von US-Truppen in der Ukraine geben werde. Die Vereinigten Staaten seien aber bereit, die verbündeten Europäer zu unterstützen – etwa aus der Luft. Ausserdem ist weiterhin offen, welche Länder sich konkret mit wie vielen Soldaten und Militärgerät an einer Friedenstruppe beteiligen wollen.

Wie unterscheidet sich der Pariser Gipfel vom Berliner Treffen im Dezember?

Der Pariser Gipfel konzentriert sich auf die Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand und was die Verbündeten dafür einbringen können. Das Berliner Treffen Mitte Dezember war Teil der Bemühungen um eine Gesamtvereinbarung zur Beendigung des Krieges mit Russland - das allerdings nicht dabei war. Am Tisch sassen die USA, die Ukraine und die wichtigsten europäischen Staaten.

Was ist der derzeitige Stand der Friedensgespräche?

Die vielen internationalen Treffen seit Mitte November sind keine klassischen Friedensverhandlungen - nämlich zwischen zwei Konfliktparteien. Immer noch geht es darum, auf einer Seite eine abgestimmte Position zu finden - der angegriffenen Ukraine, ihrer Unterstützer und der USA.

Wie soll die Ukraine sich künftig wehren können?

Russland ist nur durch eine Pendeldiplomatie der USA einbezogen. Selenski sagte zwar vor dem Jahreswechsel, die einzelnen Elemente einer Lösung seien zu 90 Prozent vereinbart. Doch die schwierigen Gebietsfragen sind nicht gelöst. Moskau verlangt einen Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Teil der Gebiete Donezk und Luhansk, die es bislang nicht erobern konnte. Die USA üben Druck auf Kiew aus, dem zuzustimmen, weil ein Frieden sonst nicht erreichbar sei. Die Ukraine lehnt dies ab. Auf russischer Seite ist bislang kein Einlenken erkennbar. Moskau hält an seinen Maximalforderungen fest.

Wie blickt Moskau auf die «Koalition der Willigen»?

Russland lehnt eine mögliche Präsenz ausländischer Truppen in der Ukraine - zumal aus Nato-Staaten - strikt ab. Solche Einheiten seien für die russische Armee ein legitimes Angriffsziel, heisst es. Aus Moskauer Sicht ist die «Koalition der Willigen» ein europäisches Projekt und wird deshalb abgelehnt. Kremlchef Wladimir Putin und seine Führung setzen darauf, Konfliktfragen bilateral mit Trump zu lösen. Den europäischen Staaten wirft der Kreml vor, sie wollten den Krieg verlängern und seien Russland feindlich gesonnen - auch wenn dieses sie gar nicht angreifen wolle. (dpa)

15:42 Uhr

Montag, 5. Januar

Lettland: Unterseekabel nicht von verdächtigem Schiff beschädigt

Ein nach einem erneuten Kabelschaden in der Ostsee unter Verdacht stehendes Schiff ist nach Angaben der lettischen Behörden nicht an dem Vorfall beteiligt gewesen. Bei den Untersuchungen an Bord des Schiffes seien keine Hinweise darauf gefunden worden, dass es etwas mit der Beschädigung eines Unterseekabels vor Lettland tun habe, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Die Ermittlungen der Umstände des Vorfalls vor der Küste der Hafenstadt Liepaja laufen nun weiter.

In lettischen Hoheitsgewässern war am Wochenende ein Schaden an einem Glasfaserkabel eines privaten Unternehmens entdeckt worden. Die Polizei in Riga ermittelt wegen möglicher Sabotage und machte zunächst ein Schiff als mutmasslichen Verursacher des Schadens aus. Ermittler inspizierten daher am Sonntag das Schiff, das gegenwärtig im Hafen von Liepaja liegt, untersuchten den Anker und prüften die technische Ausrüstung und Logbücher.

Auch sei die Schiffsbesatzung befragt worden, die mit der Polizei kooperiert und freiwillig alle für die Ermittlungen notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt habe. Die bislang gewonnenen Erkenntnisse deuteten demnach nicht auf eine Beteiligung des betreffenden Schiffes an der Kabelbeschädigung hin, hiess es in der Mitteilung.

Liepaja ist die drittgrösste Stadt Lettlands und liegt direkt an der Ostseeküste, nördlich der Grenze zu Litauen. Nach Angaben des Nationalen Krisenzentrums des Nachbarlandes verläuft das Kabel von der litauischen Ortschaft Sventoji nach Liepaja. Die beschädigte Verbindung könne je nach Wetterlage nächste oder übernächste Woche wiederhergestellt werden, meldete die lettische Nachrichtenagentur Leta unter Berufung auf den Kabelbetreiber.

In jüngster Zeit sind immer wieder Kabel und Leitungen in der Ostsee beschädigt worden. Die Ursache dahinter ist jeweils unklar, doch in mehreren Fällen wird Sabotage vermutet. Zuletzt wurde ein Datenkabel zwischen Estland und Finnland beschädigt. (dpa)

14:13 Uhr

Montag, 5. Januar

Ukrainischer Geheimdienstchef will zurücktreten

Der bisherige Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, tritt von seinem Posten zurück. Das geht aus einem Post des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski hervor. Er habe mit Maljuk über mögliche Kandidaten zur Ernennung als neue SBU-Leitung gesprochen, schrieb Selenski in sozialen Medien. Maljuk bestätigte bei Telegram, dass er zurücktrete und gab an, im SBU-System zu bleiben, um «asymmetrische Spezialoperationen von Weltniveau» umzusetzen.

Es brauche mehr ukrainische «asymmetrische Operationen» gegen Russland und mehr starke Ergebnisse bei der Vernichtung des Feinds, führte Selenski aus, ohne Details zu nennen, um welche Art Operationen es sich genau handelt. Darin sei Malkjuk am stärksten, und das werde er auch weiterhin im SBU tun.

Selenski stellt derzeit den Sicherheits- und Verteidigungsapparat seines Landes personell teils neu auf. So ernannte er den bisherigen Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum Chef seines Präsidentenamtes und kündigte einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums an. Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, hatte Selenski gesagt. Schmyhal wiederum soll Energieminister werden. Das Parlament muss die Personalien bestätigen.

08:29 Uhr

Montag, 5. Januar

Erneuter Angriff: Opfer und Schäden in Kiew und Umgebung

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen überzogen. In der Hauptstadt Kiew wurde Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge eine medizinische Einrichtung getroffen, vier Menschen seien dadurch verletzt worden. Ein Mann, der zur Behandlung in der Einrichtung war, kam demnach ums Leben.

Auch im Kiewer Umland hatten die Schläge schwere Folgen. Ein Mann sei im Kreis Fastow in der Region Kiew getötet worden, teilte die regionale Polizei mit. Seine Leiche sei bei Löscharbeiten in seinem Haus gefunden worden. An mehreren Orten des Gebiets seien Wohnhäuser, Autos und Garagen beschädigt worden.

In der Nacht gab es teilweise in der gesamten Ukraine Luftalarm. Nach Angaben der Luftstreitkräfte setzte Moskau 9 ballistische Raketen und umfunktionierte Flugabwehrraketen sowie 165 Kampfdrohnen ein. Davon seien 137 Drohnen abgewehrt worden. (dpa)

06:36 Uhr

Montag, 5. Januar

Trump: Glaube nicht an Angriff Kiews auf Putins Residenz

US-Präsident Donald Trump geht nicht von einem Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus. Er glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden habe, sagte der Republikaner auf eine Nachfrage von Journalisten. Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den angeblich geplanten Angriff noch kritisiert.

Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Kiew hatte das vehement bestritten. Putin hatte auch Trump über den angeblich geplanten Angriff informiert, der danach etwa sagte: «Das ist nicht gut.»

Der US-Geheimdienst CIA hatte dann die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat, wie Medien wenige Tage später berichteten. Damit widersprach der Auslandsgeheimdienst den schweren Vorwürfen aus Moskau. (dpa)

12:04 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Selenski: Rund 2000 russische Luftangriffe in Neujahrswoche

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat nach rund 2000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche die Verbündeten zu mehr Unterstützung für das Land aufgerufen. «Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann. Wir zählen auf weitere Verteidigungshilfe», schrieb Selenski auf Telegram. Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1070 Gleitbomben, fast 1000 Drohnen und 6 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt.

Dabei erinnerte Selenski in einem Video auch an einen Angriff auf die Stadt Charkiw; dort gab es am 2. Januar zahlreiche Opfer. Am Sonntag stieg die Zahl der aus den Trümmern eines getroffenen Hauses geborgenen Toten auf vier, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 30 Menschen waren verletzt worden.

An diesem Dienstag soll in Paris die «Koalition der Willigen» zusammenkommen, um über Ergebnisse zu reden. Selenski fordert solide Sicherheitsgarantien der USA und der europäischen Staaten, die die Ukraine nach einem Kriegsende vor künftigen russischen Angriffen schützen sollen. Das bedeute ganz klar, dass «auf jeden Fall» mindestens französische und britische Truppen in der Ukraine stationiert sein würden, sagte Selenski. (dpa)

07:14 Uhr

Sonntag, 4. Januar

Selenski: USA wissen, was mit Diktatoren zu tun ist

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit «Diktatoren» umzugehen ist. «Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen», sagte Selenski ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.

Demnach liess der Kontext der Äusserung darauf schliessen, dass Selenski Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Florida meinte zuvor Aussenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei. (dpa)

08:26 Uhr

Samstag, 3. Januar

«Welle personeller Veränderungen» in Kiew vor Verhandlungen

Vor heute in Kiew geplanten Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs hat Präsident Wolodimir Selenski seinen Verteidigungs- und Sicherheitsapparat teils neu aufgestellt. Er ernannte den bisherigen Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum Chef seines Präsidentenamtes. Der 39 Jahre alte Budanow war schon bisher in die Friedensgespräche eingebunden. Zudem kündigt Selenski erneut einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums an.

Selenski kündigte zudem an, einmal mehr auch den Posten des Verteidigungsministers neu zu besetzen. Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, wie er sagte. Der 34 Jahre alte Fedorow ist Spezialist für Drohnen und Digitalisierung. Das Parlament muss der Personalie zustimmen.

«Ich habe beschlossen, die Arbeitsweise des Verteidigungsministeriums zu ändern», sagte Selenski. Fedorow beschäftige sich intensiv mit dem Einsatz von Drohnen in dem Krieg und arbeite sehr effektiv an der Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und Prozesse. Selenski sagte weiter, hilfreiche Veränderungen müssten umgesetzt werden. Auch die militärische Ausbildung solle erneuert werden gemäss der an der Front gesammelten Erfahrungen. (dpa)

21:32 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Russland nennt höhere Opferzahl nach mutmasslichem Drohnenangriff

Die russischen Behörden haben die Angaben zur Zahl der Todesopfer nach einem mutmasslichen ukrainischen Drohnenangriff auf ein besetztes Dorf in der Ukraine erhöht. 27 Menschen seien bei dem Angriff auf ein Café und ein Hotel in der Region Cherson getötet worden, teilten die russischen Behörden am Freitag mit. Kiew wies den Vorwurf zurück, zivile Ziele angegriffen zu haben.

Die Sprecherin des Ermittlungskomitees, der wichtigsten russischen Kriminalbehörde, Swetlana Petrenko, sagte, unter den Toten im Dorf Chorly, wo mindestens 100 Zivilisten Silvester feierten, seien zwei Minderjährige. 31 Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden.

Ein Sprecher des ukrainischen Generalstabs, Dmytro Lychowij, bestritt einen Angriff auf Zivilisten. Er sagte am Donnerstag dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sender Suspilne, die ukrainischen Truppen hielten sich an das Völkerrecht und griffen militärische russische Einrichtungen an, ausserdem Anlagen des russischen Energie- und Brennstoffsektors sowie andere legitime Ziele. Russland habe wiederholt Desinformation und Falschaussagen eingesetzt, um die laufenden Friedensverhandlungen zu stören, fügte er hinzu. Die Angaben zu dem mutmasslichen Angriff liessen sich nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

21:31 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Verhandlungen zum Ukraine-Krieg gehen in nächste Runde

In den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs kommen an diesem Samstag (3. Januar) nationale Sicherheitsberater zu einem Treffen in Kiew zusammen. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenski haben 15 Länder, Vertreter von EU und Nato, ihre Teilnahme zugesagt. Das US-Team wird demnach online zugeschaltet. Selenski erwartet Fortschritte beim schwierigen Thema Sicherheitsgarantien für sein Land.

Die militärische Komponente sei der Schlüssel dazu, wirklich Sicherheit zu garantieren, schrieb Selenski am Freitag in sozialen Medien. Er habe mit seinem Vize-Kanzleichef Pawlo Palissa über die Vorbereitung des Treffens der Sicherheitsberater gesprochen. Auch ging es demnach um weitere geplante Treffen mit Unterstützerstaaten der Ukraine aus der sogenannten Koalition der Willigen Anfang der kommenden Woche.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Seit Wochen laufen die von US-Präsident Donald Trump angestossenen Friedensverhandlungen intensiv. Ein Kriegsende zeichnet sich aber nicht ab. Auch bei den nun geplanten Treffen sitzt Russland nicht mit am Tisch. (dpa)

17:15 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Selenski bestimmt neuen Chef des Militärgeheimdienstes

Der ukrainische Auslandsgeheimdienstchef Oleh Iwaschtschenko übernimmt in Kiew die Leitung des Militärgeheimdienstes HUR. Das teilte Präsident Wolodymir Selenski mit, nachdem er den bisherigen HUR-Chef Kyrylo Budanow zum Chef seiner Kanzlei gemacht hat. Der 56 Jahre alte Generalleutnant Iwaschtschenko hatte die Auslandsaufklärung seit 2024 geführt. Er solle in der neuen Aufgabe weiter an der wirtschaftlichen Schwächung Russlands und an der Einschränkung von Moskaus Militärpotenzial arbeiten, teilte Selenski in den sozialen Netzwerken mit.

«Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, das wirtschaftliche Potenzial Russlands zu schwächen: Je weniger der Aggressor verdient, desto mehr Möglichkeiten gibt es für die Diplomatie. Dies gilt insbesondere für die russischen Ölexporte, die eingeschränkt und billiger werden», sagte Selenski. Er äusserte sich auch mit Blick auf die zahlreichen Drohnenschläge gegen die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes.

«Ähnlich verfahren wir auch in Bezug auf die russische Rüstungsproduktion: Je mehr wir die Verbindungen des Aggressors zur Welt und seine Umgehungsstrategien für Sanktionen unterbrechen, desto grösser ist das Potenzial für Bemühungen zur Beendigung des Krieges», sagte Selenski weiter. Er sei dem Auslandsgeheimdienst für seine Arbeit dankbar. Unklar war, wer künftig die Auslandsaufklärung der Ukraine führt.

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe, darunter auch von befreundeten Geheimdiensten, seit bald vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Trotz Verhandlungen ist ein Ende des Krieges bisher nicht in Sicht. (dpa)

17:13 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Geheimdienstchef wird Selenskis neue rechte Hand

Der langjährige ukrainische Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow übernimmt die Leitung des Präsidialbüros in Kiew und wird damit zur neuen rechten Hand von Staatschef Wolodymir Selenski. Der 39-Jährige folgt auf den einflussreichen Andrij Jermak, der im Zuge eines Korruptionsskandals in der Ukraine vor einem Monat zurückgetreten war. Budanow gilt auch wegen zahlreicher erfolgreicher Operationen im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg als populärer Strippenzieher in der Ukraine.

Der Generalmajor ist verantwortlich unter anderem für Sprengstoffanschläge auf die Brücke zu der von Moskau annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim und für Attentate auf Generäle in Moskau. «Es ist für mich eine Ehre und eine Verantwortung, mich in dieser für die Ukraine historischen Zeit auf die entscheidenden Fragen der strategischen Sicherheit unseres Staates zu konzentrieren», teilte Budanow nach seiner Ernennung mit.

«Wir müssen weitermachen – den Feind bekämpfen, die Ukraine verteidigen und für einen gerechten Frieden arbeiten. Lasst uns gemeinsam weiter für eine freie und sichere Zukunft der Ukraine kämpfen! Wir werden durchhalten!» Er dankte auch seinen Mitstreitern beim Militärgeheimdienst. Wer Budanows Nachfolge antritt beim Militärgeheimdienst HUR, war zunächst nicht klar.

Selenski: Sicherheitsfragen haben Vorrang

Die Ukraine müsse sich stärker auf Sicherheitsfragen, die Entwicklung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte und den diplomatischen Weg der Verhandlungen konzentrieren, teilte Selenski zu seiner Entscheidung mit. Das Präsidialamt werde sich diesen Aufgaben vorrangig widmen. Budanow sei besonders erfahren in diesen Bereichen und könne Ergebnisse erzielen.

Selenski trifft damit insbesondere vor den nächsten Terminen der Verhandlungen über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges eine wichtige Personalentscheidung. Als HUR-Chef war Budanow bereits Mitglied der ukrainischen Delegation. An diesem Samstag treffen sich nationale Sicherheitsberater in Kiew, um über die weitere Unterstützung der Ukraine zu beraten.

Laut Selenski haben 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das US-Team werde online zugeschaltet, sagte Selenski. Am 5. Januar solle es Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der «Koalition der Willigen» am Dienstag in Paris. Budanow kommt eine zentrale Rolle bei den Gesprächen zu.

Selenski hatte zuvor gesagt, dass er mehrere Kandidaten im Blick habe für die Nachfolge Jermaks. Beobachter hatten mit Budanows Ernennung gerechnet. In Kiew meinten Kommentatoren, dass Budanow auf US-Linie liege und für die Vorbereitung eines Friedensplans eine zentrale Figur und ein Machtmensch mit sehr grosser Nähe zu Selenski sei.

Aus ukrainischer Sicht gehen zahlreiche für Kiews Militär erfolgreiche Angriffe auf Ziele in Russland auf sein Konto. Besonders intensiv greift die Ukraine seit Monaten auch Anlagen der russischen Ölindustrie mit Drohnen an, um Moskaus Kriegsmaschinerie die Einnahmen zu nehmen.

Russland sieht Budanow als «Terroristen»

Russland hingegen sieht Budanow nach einer Vielzahl tödlicher Bombenattentate auf Generäle als einen Terroristen, als einen der wichtigsten Feinde, der auf der Todesliste Moskaus steht.

Selenski habe den «Hauptterroristen» zum Chef seiner Kanzlei gemacht, schrieb der prominente Moskauer Politologe Sergej Markow bei Telegram. Die Zeichen stünden damit auf Angriff, meinte er - auch Kremlchef Wladimir Putin sei damit weiter in Gefahr.

Russland wirft der Ukraine seit Tagen Versuche vor, eine Residenz Putins mit Drohnen angegriffen zu haben. Kiew weist das als Lüge und russische Desinformation zurück.

Derweil gehen die Kämpfe in dem seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg weiter. Einmal mehr wurde die frontnahe Grossstadt Charkiw am Tag Ziel der russischen Streitkräfte. Zahlreiche Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Selenski sprach nach ersten Erkenntnissen von zwei Raketen, die in einem Wohngebiet eingeschlagen seien. (dpa)

06:15 Uhr

Freitag, 2. Januar 2026

Angriff auf Putin-Residenz? Moskau übergibt USA Material

Russland hat nach eigenen Angaben auf einer ukrainischen Drohne Navigationsdaten entschlüsselt, die einen angeblich geplanten Angriff auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin beweisen sollen. Die Materialien mit entschlüsselten Routing-Daten in einer Mappe sowie ein Bauteil der Drohne seien einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Das Ministerium veröffentlichte auch ein Video von dieser ungewöhnlichen Begegnung des Chefs des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, mit den Uniformierten. Die Ukraine bezeichnet die russischen Vorwürfe seit Tagen als Lüge – mit dem Ziel, Schläge gegen Regierungsgebäude in Kiew zu rechtfertigen.

Moskau zeigte Drohne im Wald im Schnee

Russische Geheimdienstexperten hätten die Daten entschlüsselt, sagte der selten in der Öffentlichkeit auftretende GRU-Chef Kostjukow in dem Video. Damit sei klar belegt, dass diese Drohne am 29. Dezember 2025 in der Region Nowgorod einen Terroranschlag auf die Residenz Putins ausführen sollte. Russland hoffe, dass dies zur Wahrheitsfindung beitrage, sagte Admiral Kostjukow. Die russische Seite machte keine Angaben zu den Namen der US-Vertreter und deren Positionen.

Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Alle Drohnen seien abgeschossen worden. Nach tagelangen Forderungen der Ukraine, Beweise vorzulegen, veröffentlichte das Verteidigungsministerium in Moskau am Silvestertag mehrere Videos. Zu sehen war auch eine Drohne in einem Wald im Schnee, Karten mit Flugrouten und Uhrzeiten sowie angebliche Augenzeugen.

Reaktion auf Berichte über CIA-Schlussfolgerung

Putin hatte am Montag auch US-Präsident Donald Trump über die Drohnenangriffe informiert. Der Kreml erklärte, dass Russland zwar nicht aussteigen wolle aus den von Trump angestossenen Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges, aber eine härtere Position einnehmen werde. Kiew und Moskau werfen einander vor, den Vorfall zu benutzen, um die Friedensverhandlungen zu stören.

Unstrittig ist, dass die Ukraine in ihrem Kampf gegen Putins Angriffskrieg täglich auch russische Ziele angreift. Zweifel gibt es aber an der russischen Darstellung, dass Putins Residenz das Ziel gewesen sein soll.

CIA sieht laut Medien keinen Angriff auf Putins Residenz

Die Übergabe von Material an die USA gilt auch als Reaktion auf Berichte in amerikanischen Medien, nach denen der US-Auslandsgeheimdienst CIA ermittelt habe, dass die ukrainischen Drohnen nicht Putins Residenz als Ziel gehabt hätten. Darüber sei auch Trump informiert worden, hiess es. Der US-Präsident hatte den angeblich geplanten Angriff auf Putin kritisiert – zur Freude des Kreml. Russische Kommentatoren hatten die CIA-Führung als proukrainisch und verlogen kritisiert. (dpa)

22:04 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Ende Dezember den Tod eines russischen Milizenführers fingiert, der in der Ukraine gegen Moskaus Truppen kämpft. Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zeigte am Neujahrstag in einem Video den totgeglaubten Denis Kapustin, Chef des russischen Freiwilligenkorps RDK. Es kämpft an der Seite ukrainischer Truppen gegen die russische Invasion.

In einer komplizierten Aktion sei es dem HUR gelungen, im russischen Geheimdienst die Drahtzieher eines geplanten Attentats auf Kapustin zu ermitteln, hiess es in einer Mitteilung. Das von Moskau ausgesetzte Kopfgeld von 500'000 US-Dollar (425'000 Euro) sei sichergestellt worden und komme nun der Verteidigung der Ukraine zugute. Unabhängige Quellen zu dieser Darstellung aus Kiew gab es indes nicht.

Kapustins Truppe hatte am 27. Dezember mitgeteilt, ihr Kommandeur sei im Gebiet Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Es wurde Rache für den Tod des Rechtsextremisten mit dem Kampfnamen White Rex angedroht. Das RDK war in der Vergangenheit in dem Krieg auch mit Kämpfern und schwerer Militärtechnik auf russisches Gebiet vorgedrungen und hatte dort zeitweilig Ortschaften kontrolliert.

Ukrainische Geheimdienste hatten schon 2018 einen Todesfall vorgetäuscht und weltweit Schlagzeilen gemacht. Damals hiess es, der kremlkritische russische Kriegsberichterstatter Arkadi Babtschenko sei in Kiew bei einem Anschlag getötet worden. Einen Tag später zeigte sich, dass Babtschenko noch lebte. Mithilfe dieser Finte seien die Attentäter entlarvt worden. (dpa)

15:45 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Russland bekräftigt Vorwurf eines Drohnenangriffs auf Putins Residenz

Das russische Verteidigungsministerium hält an seinem Vorwurf fest, das ukrainische Militär habe eine Residenz von Präsident Wladimir Putin mit Drohnen angegriffen. Das Ministerium teilte am Donnerstag mit, seine Spezialisten hätten sich Zugriff auf das Navigationssystem einer der mutmasslich eingesetzten Drohnen verschafft. Anhand der Daten sei bestätigt worden, dass Putins Residenz das Ziel der Drohne gewesen sei. Die Angaben konnten nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden, weil das Ministerium keine Beweise vorlegte. Russische Vertreter gaben jedoch an, die Daten würden über etablierte Kanäle an US-Behörden weitergeleitet.

Russland wirft der Ukraine vor, eine Residenz Putins im Nordwesten Russlands in der Nacht zum Montag mit 91 Langstreckendrohnen angegriffen zu haben. Diese seien alle abgefangen worden. Die ukrainische Regierung bestreitet einen solchen Angriff und bezeichnet die Anschuldigung als Lüge.

Bereits am Mittwoch veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium ein Video einer abgeschossenen Drohne, die an dem Angriff beteiligt gewesen sein soll. Die nächtliche Aufnahme zeigt einen Mann in Tarnkleidung, Helm und Schutzweste neben einer beschädigten Drohne, die im Schnee liegt. Der Mann, dessen Gesicht verdeckt ist, spricht über die Drohne. Weder der Mann noch das Verteidigungsministerium nannten Ort oder Datum. Zudem konnten weder das Video noch die darin enthaltenen Behauptungen unabhängig überprüft werden. (dpa)

11:26 Uhr

Donnerstag, 1. Januar 2026

Ukrainische Drohnen attackieren russische Ölanlagen

Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf auch in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegramkanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 168 ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen worden. Solche Militärzahlen sind nicht überprüfbar. Die genannte hohe Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schliessen, was sich mit Angaben ukrainischer Militärbeobachter deckt.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete nach Mitternacht immer wieder von Drohnen, die im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden seien. Zu Schäden wurde nichts mitgeteilt.

Keine Foto- oder Videobelege gab es für einen Bericht der russischen Besatzungsverwaltung im südukrainischen Gebiet Cherson. Mindestens 24 Menschen seien bei ukrainischen Drohnentreffern auf eine Silvesterfeier im Dorf Chorly am Schwarzen Meer getötet worden, teilte Verwaltungschef Wladimir Saldo auf Telegram mit. Ausserdem habe es in dem Café mehr als 25 Verletzte gegeben. Der proukrainische Telegramkanal Exilenova kommentierte, es habe schon früher ähnliche Angriffe gegeben, wenn sich Besatzungssoldaten zu Feiertagen versammeln.

Die ukrainische Luftwaffe in Kiew meldete, Russland habe in der Nacht mit 205 Kampfdrohnen angegriffen. 176 Flugobjekte seien abgefangen worden. Trotzdem seien Einschläge an 24 Orten verzeichnet worden. Betroffen war nach regionalen Angaben unter anderem das Gebiet Wolyn im Nordwesten der Ukraine. (dpa)

 
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