­
­
­
­

Mehr als 9000 Ebola-Fälle im Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich Ebola rasant aus. Mehr als 9000 Fälle wurden bereits bestätigt, über 4400 Menschen sind seit Beginn des Ausbruchs gestorben. Die Africa CDC spricht vom am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte.

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Behörden bereits 9144 Ebola -Fälle im Labor bestätigt worden. Zudem seien 4410 Menschen an Ebola seit Beginn des Ausbruchs Mitte Mai gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden des zentralafrikanischen Landes mit. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC spricht von dem am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte.

Anfang des Monats war im ostafrikanischen Kenia der erste Ebola-Fall der hochansteckenden Bundibugyo-Variante des Virus bestätigt worden. Der mittlerweile verstorbene Patient war im Kongo erkrankt, auf dem Landweg ins benachbarte Uganda gereist und von dort nach Kenia geflogen. Kenianische Gesundheitsbehörden verfolgen alle Menschen, mit denen der erkrankte Mann auf der Reise in Kontakt gekommen war.

Ebola -Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.

Noch kein Impfstoff und keine Therapie

Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase einer Ansteckung mit dem Bundibugyo-Erreger leicht eine Verwechslung etwa mit einer Malaria-Erkrankung möglich. Das kann zu einer verspäteten Isolation und Behandlung der Patienten beitragen.

Seit Juli laufen allerdings klinische Versuche zur Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. In zwei weiteren Versuchsreihen wird untersucht, ob der Ebola -Impfstoff Ervebo auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt. Ervebo ist für den Einsatz bei Ausbrüchen des Typs Ebola-Viruskrankheit – früher Zaire-Ebolavirus genannt – zugelassen und empfohlen. (dpa)

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Ebola-Ausbruch im Kongo: Mehr als 4000 Todesfälle gemeldet

Mehr als 4000 Menschen sind bereits gestorben, medizinisches Personal wartet auf seinen Lohn und eine wichtige Station für Erkrankte ist abgebrannt. Misstrauen und Gewalt erschweren den Kampf gegen Ebola zusätzlich.
02.10.2026

Mehr als 8000 Ebola-Fälle im Kongo – bald 4000 Tote

Die Zahl der bestätigten Ebola-Erkrankungen im Kongo steigt weiter, auch die Zahl der Todesfälle. Doch in einer besonders betroffenen Region gibt es eine hoffnungsvolle Entwicklung.
29.09.2026

Falschinformationen erschweren Ebola-Einsatz im Kongo

Behörden und medizinisches Personal versuchen, den Ebola-Ausbruch im Kongo zu bekämpfen. Doch in der Bevölkerung glauben viele nicht an die Existenz der Krankheit.
26.05.2026

Wettbewerb

3x2 Haupttribünen Tickets für das Spiel FC Vaduz – FC ...
FC Vaduz

Umfrage der Woche

Sind die Hürden für den Nachzug ausländischer Lebenspartner nach Liechtenstein noch zeitgemäss?
­
­