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Nach Erdrutsch steigt Zahl der Todesopfer auf 21

Heftiger Regen hat in mehreren Provinzen schwere Schäden verursacht. Tausende mussten ihre Häuser verlassen, die Behörden warnen vor weiteren Überschwemmungen.
Mit dem Roller durch das Wasser nach schweren Regenfällen in Peking. (Bild: EPA)
Die Gebäide am Fluss sind wegen des steigenden Pegels teils unter Wasser. (Bild: EPA)
Die Menschen in Peking versuchen sich zu helfen und das Leben fortzuführen. (Bild: EPA)

Nach einem Erdrutsch im Nordwesten Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf 21 gestiegen. Bei dem Unglück nahe der Stadt Longnan in der Provinz Gansu waren 33 Menschen verschüttet worden - nur zwölf überlebten, sieben von ihnen wurden verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Heftige Unwetter hatten weite Teile Chinas seit dem Wochenende in Atem gehalten. In der südlichen Provinz Guangxi brachte ein Tropensturm Starkregen in die Region, in dessen Folge in Hengzhou nahe der Millionenmetropole Nanning der Damm eines Stausees brach und die Stadt mit rund 900'000 Einwohnern unter Wasser gesetzt wurde. In der Provinz kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Rund 130'000 Leute wurden evakuiert.

Schlangen aus Zuchtbetrieb entkommen

Sorge ging in Hengzhou ausserdem um, nachdem laut Medienberichten durch die Überflutungen auch Hunderte Schlangen eines Zuchtbetriebs ins Freie gelangt waren. In chinesischen sozialen Medien kursierten vielfach Videos von Schlangen, die durch die braunen Schlamm- und Wassermassen schwammen.

Die Gebäide am Fluss sind wegen des steigenden Pegels teils unter Wasser. (Bild: EPA)

Einige der am Montag entkommenen Schlangen seien giftig, berichtete «Red Star News» unter Berufung auf das Komitee des Dorfes Dengxu, in dem die Schlangenfarm steht. Bewohner anderer Dörfer hätten sich zusammengeschlossen, um die Tiere wieder einzufangen, zitierte das Onlinemedium Komiteeleiter Wu Zhi.

Schwere Schäden meldeten die Behörden auch aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo am Montag laut Xinhua ein Tornado über mehrere Ortschaften gezogen war und etwa in Huanggang ein Bild der Verwüstung hinterliess. Mindestens elf Menschen kamen während der Unwetter in Hubei ums Leben. Die Aufräumarbeiten gingen am Mittwoch weiter, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.

Taifun im Anmarsch

Auch darüber hinaus bleibt die Wetterlage im Land angespannt. Da der Regen viele Flüsse anschwellen liess, herrschte im südlichen und zentralen China akute Hochwassergefahr. Warnungen vor starken Regenfällen galten ausserdem in Guangxi sowie einigen Provinzen Ost- und Nordostchinas.

Die Menschen in Peking versuchen sich zu helfen und das Leben fortzuführen. (Bild: EPA)

Zudem wappnen sich die Menschen in Teilen Ostasiens für den aufziehenden Supertaifun «Bavi», der sich derzeit auf dem Westpazifik in Richtung Taiwan und China bewegt. Die taiwanische Wetterbehörde rechnet damit, dass der Tropensturm am Samstag nördlich der Insel vorüberziehen dürfte. Chinas Meteorologen erwarten das Sturmgebiet am Samstagabend (Ortszeit) im Südosten der Volksrepublik. Bis dahin dürfte sich «Bavi» aber abgeschwächt haben und nicht mehr in die Kategorie eines Supertaifuns fallen, prognostizierte die chinesische Wetterbehörde am Mittwoch. (dpa)

 
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