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Ein Drittel der Spitäler in Idlib sind zu

Angesichts der befürchteten Grossoffensive auf die Rebellenhochburg Idlib in Syrien warnt das Rote Kreuz vor drohenden Versorgungsschwierigkeiten. 8 von 28 Kliniken in der Kriegsregion hätten den Betrieb eingestellt, die anderen könnten nur eingeschränkt arbeiten.
Ein zerstörtes Spital in der syrischen Region Idlib nach vier Luftangriffen im Februar.
Ein zerstörtes Spital in der syrischen Region Idlib nach vier Luftangriffen im Februar. (Bild: KEYSTONE/EPA/YAHYA NEMAH)

"Am schwierigsten wäre es, wenn die Menschen Idlib nicht verlassen können, aber humanitäre Hilfe in der Provinz nicht zugelassen würde. Das würde eine sehr dramatische Lage bedeuten", sagte Christof Johnen, Leiter für die Internationale Zusammenarbeit, der deutschen Zeitung "Heilbronner Stimme" vom Donnerstag. Die Türkei müsse die Lieferung von Hilfsgütern ermöglichen.

Schon jetzt sei die Lage für die Menschen in der Region äusserst angespannt. "Die Preise gerade für Grundnahrungsmittel sind in Idlib dramatisch gestiegen, dazu kommt ein Zusammenbruch der Infrastruktur." Bei einem möglichen Angriff sei eine Evakuierung der Stadt kaum möglich, sagt Johnen.

Am Nachmittag trifft der deutsche Aussenminister Heiko Maas in Berlin den IKRK-Präsidenten Peter Maurer zu Gesprächen auch über Syrien.

Idlib ist das letzte grosse Rebellengebiet in Syrien. Die Regierung hatte dort in den vergangenen Wochen ihre Truppen zusammengezogen und mit einer Offensive gedroht. Sie will nach eigenen Angaben das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen.

Damaskus und sein Verbündeter Russland wollen in Idlib nach eigenen Angaben "Terroristen" bekämpfen. In der Region ist die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS), die sich früher Al-Nusra-Front nannte, sehr stark. Nach Angaben des Uno-Syrienvermittlers Staffan de Mistura hat die Gruppe rund 10'000 Kämpfer in Idlib. (sda/dpa)

 

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