Timmy ist auf dem Weg in die Nordsee – so stehen seine Überlebenschancen
Die jüngsten Ereignisse
Manche hatten Buckelwal Timmy schon aufgegeben. Mehrere Experten kamen zum Schluss, man solle Timmy in der Wismarer Bucht liegen lassen, bis er verendet. Dem Wal gehe es zu schlecht, um seine Reise in die Nordsee anzutreten. Doch am Dienstag dann die Überraschung: Nach mehreren erfolglosen Versuchen schwamm Timmy in eine vorbereitete Barge, mit der er nun in die Nordsee gebracht wird, damit er unterwegs nicht noch einmal irgendwo strandet.
Hier schwimmt Timmy in den Frachter
Hier ist Timmy aktuell
Mittlerweile hat die Barge, die von einem Schlepper gezogen wird, das dänische Gewässer erreicht. Die Fortuna B hat laut «Bild» den Schlepper Robin Hood abgelöst, da sie hochseetauglich ist. Ziel ist ein Hafen an der Nordspitze von Dänemark.
Timmy wird vom Rettungsteam begleitet, Tierärztinnen und Walexperten sind laut Bild auf dem Schlepper, um seinen Zustand im Auge zu behalten.

Wo wird Timmy hingebracht?
Gemäss Bild soll Timmy in den offenen Atlantik gebracht werden. Wo genau, sei geheim. Am Schluss seines Transports soll er freigelassen werden und sich wenn möglich Artgenossen anschliessen. Eine entsprechende Herde sei bereits gefunden worden. Mittlerweile soll der Buckelwal einen Peilsender tragen, damit seine Route verfolgt werden kann.

Das macht der Buckelwal während der Fahrt
Timmy kann nicht einfach entspannt daliegen und sich durch die Meere schippern lassen. Er hat auch ein Programm. Da befürchtet wird, dass der Wal nach 28 Tagen Rumliegen in der Bucht möglicherweise nicht mehr richtig schwimmen kann, soll er dies unterwegs üben und seine Muskeln wieder aktivieren.

Natürlich braucht ein Buckelwal auch Nahrung, wenn auch nicht so oft wie Menschen. Laut «Bild» ist noch unklar, ob Timmy während der Reise auch gefüttert wird.
Fest steht, dass Timmy im Norden Dänemarks eine kurze Pause einlegen wird. Dann soll seine Gesundheit nochmals überprüft werden, bevor er dann seine letzte Etappe in Angriff nimmt und im Atlantik freigelassen wird.
So sind Timmys Überlebenschancen
Manche Expertinnen und Experten jubeln nach dem gelungenen ersten Schritt Richtung Buckelwal-Freiheit. Doch dass Timmy nun noch Jahrzehnte in den Weiten des Ozeans vor sich hat, ist eher unwahrscheinlich.
Das finden zumindest Experten der Internationalen Walfangkommission (IWC). «Das Tier scheint schwer geschädigt zu sein und dürfte selbst bei einer Verbringung in tieferes Wasser kaum überleben», hiess es vom zuständigen Expertengremium für Strandungen. «Nach unserer Einschätzung bedeuten diese Massnahmen, obwohl sie gut gemeint sind, eine erhebliche zusätzliche Belastung für ein Tier, das bereits schwer erkrankt ist, und bringen letztlich kaum Nutzen.»
Wichtig sei nun, dass der Buckelwal nach seiner Freilassung per GPS verfolgt werden kann.
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