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Kurz vor Happy End? Wal Timmy hat die Nordsee fast erreicht

Nach einer tagelangen Reise entlang der dänischen Ostküste ist das Schiff mit dem geborgenen Buckelwal jetzt fast in der Nordsee angekommen. Dort soll das Tier abgeladen werden. Aber wo genau?
Wal Timmy in der Barge und kurz vor dem Ziel. (Bild: Keystone)
Das Schiff, das den Wal transportiert, ist eine Schlaufe gefahren. Möglicherweise ist das Ziel erreicht. (Bild: Screenshot VesselFinder)
Das grosse Schiff, die Fortuna B, mit der Barge im Schlepptau, in der sich der Buckelwal befindet. Nebendran fährt das Schiff Robin Hood, welches ebenfalls die ganze Reise dabei war. (Bild: Keystone)

Das Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fliessen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.

Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in eine sogenannte Barge bugsiert worden. In diesem mit Wasser gefüllten Lastkahn, der vom Schlepper «Fortuna B» gezogen wird, war das tonnenschwere Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal schliesslich ausgesetzt werden. Wo genau, stand zunächst nicht fest.

Das Schiff, das den Wal transportiert, ist eine Schlaufe gefahren. Möglicherweise ist das Ziel erreicht. (Bild: Screenshot VesselFinder)

Die aktuellen Daten von VesselFinder, einer Schiff-Tracking-Plattform zeigen, dass die Schiffe eine Schlaufe fahren. Die Schiffe Fortuna B und Robin Hood, welche den Wal aus der Ostsee bringen, haben ihren Kurs verlassen. Ob es sich beim aktuellen Standort um das Ende der Reise handelt, ist jedoch nicht klar.

In Dänemark rettet man gestrandete Wale nicht

Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, würden ihm die dänischen Behörden wohl nicht helfen. Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien «ein natürlich vorkommendes Phänomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden.

Das grosse Schiff, die Fortuna B, mit der Barge im Schlepptau, in der sich der Buckelwal befindet. Nebendran fährt das Schiff Robin Hood, welches ebenfalls die ganze Reise dabei war. (Bild: Keystone)

Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen. (dpa/jbl)

 
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