Chaos im Nordosten der USA nach Blizzard – Stromausfälle treffen Hunderttausende
Ein schwerer Wintersturm hat den Nordosten der USA fest im Griff und bringt verbreitet Blizzard-Bedingungen. Knapp 400'000 Kunden waren am Montagmorgen (Ortszeit) im Nordosten von Stromausfällen betroffen, wie Daten des Portals Poweroutage.us zeigten. Mehr als 40 Millionen Menschen standen unter Blizzard-Warnungen, berichtete der US-Sender CNN.
In den Bundesstaaten New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware und Connecticut fielen bereits mehr als 30 Zentimeter Schnee. Im New Yorker Central Park wurden bis zum Morgen über 38 Zentimeter gemessen – so viel wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr bei einem einzelnen Sturm, berichtete CNN. Starker Wind und schwerer, nasser Schnee liessen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten örtliche Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts.
Verkehr massiv beeinträchtigt
In New York verhängten die Behörden ein Fahrverbot und sperrten zeitweise Strassen, Autobahnen und Brücken. Auch im benachbarten New Jersey gilt ein Verkehrsverbot für nicht ausgenommene Fahrzeuge auf allen Strassen und Autobahnen bis zum Ende des Tages.
Der Flugverkehr wurde ebenfalls beeinträchtigt. Tausende Verbindungen in die und aus den USA sowie innerhalb des Landes wurden nach Daten des Flugportals «Flightaware» gestrichen. An grossen Drehkreuzen wie den New Yorker Flughäfen «John F. Kennedy», LaGuardia und Newark sowie in Boston fielen demnach teils rund 90 Prozent der Ankünfte und Abflüge aus. Bereits am Sonntag waren fast 4000 Flüge gestrichen worden.
Serie extremer Winterstürme in den USA
Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten schwere Schneestürme und ungewöhnlich niedrige Temperaturen grosse Teile des Landes getroffen.
Blizzard-Warnungen erstreckten sich von Maryland bis Maine. Der Schneefall begann am Sonntag, als der Sturm nach Norden zog. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes könnte in vielen Gebieten bis zu 60 Zentimeter Schnee fallen. Beamte in mehreren Bundesstaaten riefen dazu auf, das Haus nicht zu verlassen.

«Wir erwarten, dass sich die Bedingungen dramatisch ändern werden», sagte Meteorologe Frank Pereira am Sonntag. «Der Sturm entwickelt sich weiter.» Die Bedingungen könnten sich schnell verschlechtern, sagte Pereira und fügte hinzu, dass der Sturm möglicherweise ein «Bombenzyklon» werden könnte – also ein Sturm, der innerhalb von 24 Stunden mindestens 24 Millibar Druck verliert.
New York und Boston sagten den Schulunterricht für Montag ab, während Philadelphia auf Online-Unterricht umschaltete. Am New Yorker Broadway wurden gar Theatervorstellungen abgesagt. Unterdessen versuchten Helfer, obdachlose New Yorker von der Strasse zu holen und sie in Notunterkünfte und Aufwärmzonen zu bringen.
Der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, nannte es «den ersten echten Schneetag seit 2019». «Und für alle Kinder in New York City: Ihr habt eine sehr wichtige Mission, wenn ihr sie annehmen wollt: Macht es euch gemütlich.» (dpa/chm)
Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm, der mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde übers Land zieht. Zudem wird die Sichtweite massiv eingeschränkt, wodurch das öffentliche Leben in einer Region vorübergehend lahmgelegt werden kann.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.