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Behörden: Mehr als 1.300 Tote im Iran und mehr als 1.000 im Libanon ++ Israel wirft Hisbollah Angriffe mit Hunderten Geschossen vor

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
In Fujairah, Vereinigte Arabische Emirate, steigen Flammen und Rauchwolken aus einer Ölanlage auf. (Bild: Altaf Qadri/AP)
Irans Geheimdienstchef Ismail Chatib soll getötet worden sein. (Bild: Keystone)
Der Tod von Ali Laridschani ist bestätigt vom Iran. (Bild: Michael Kappeler)
Donald Trump äussert sich auf Truth Social zu der mangelnden Unterstützung der Nato-Staaten. (Bild: Truth Social)
Irans Sicherheitsratschef Ali Laridschani soll getötet worden sein. (Bild: Foto: Keystone)
EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas. (Bild: EPA)
Olivier Bangerter, Schweizer Botschafter in Teheran, beschreibt bei einem Mediengespräch die Lage im Nahen und Mittleren Osten. (Bild: Keystone)
Die Maschine von Emirates kam nur bis nach Saudi Arabien und kehrte dann nach Zürich um. (Bild: Screenshot «Flight Radar»)

22:14 Uhr

Donnerstag, 19. März

Israel wirft Hisbollah Angriffe mit Hunderten Geschossen vor

Die militante Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben seit Beginn des Iran-Krieges rund 700 Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani warf der libanesischen Regierung am Donnerstag vor, die Gruppe nicht wie im Rahmen einer Waffenruhe 2024 vereinbart aus dem Süden des Landes vertrieben zu haben. Israel habe daher keine andere Wahl, als gegen die Bedrohung vorzugehen, die die Hisbollah für die israelische Zivilbevölkerung darstelle, sagte Schoschani.

Die von Teheran unterstützte Hisbollah nahm in den ersten Tagen des Iran-Krieges die Angriffe auf Israel wieder auf. Todesopfer wurden dabei nicht gemeldet, aber es wurden Menschen verletzt und Gebäude im Norden des Landes beschädigt. Israel reagierte mit Luftangriffen und weitete seine Bodeneinsätze im Südlibanon aus. Laut libanesischen Behörden wurden dabei mehr als eine Million Menschen vertrieben und über 1300 getötet. (dpa)

21:45 Uhr

Donnerstag, 19. März

Netanjahu weist Vorwürfe zurück: Israel drängte USA nicht zum Krieg

Israel habe die USA nicht zum Krieg gegen Iran gedrängt, sagte Premier Netanjahu und nannte entsprechende Vorwürfe «Lüge» und «absurd». Er verwies auf jahrzehntelange iranische Angriffe und Drohungen sowie auf Trumps Ziel, Irans Atomwaffen zu verhindern.

Netanjahu lobte Trump für den Schutz der Zukunft und kündigte an, Israel werde auf dessen Wunsch keine weiteren Angriffe auf das Gasfeld South Pars durchführen, das Irans Energieversorgung sichert.

Zugleich äusserte er Hoffnung auf einen Aufstand im Iran, betonte aber, dafür sei es noch zu früh. Hinweise darauf gebe es bislang nicht. (dpa)

20:43 Uhr

Donnerstag, 19. März

Netanjahu: Iran kann kein Uran mehr anreichern

Der Iran kann nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kein Uran mehr anreichern und keine ballistische Raketen herstellen. Netanjahu sagte in einer Fernsehansprache, die iranische Luftabwehr sei nutzlos, die Marine liege auf dem Meeresgrund und die Luftwaffe sei nahezu zerstört.

Der israelische Ministerpräsident äusserte die Hoffnung, dass sich das iranische Volk gegen die seit fast einem halben Jahrhundert herrschende Islamische Republik erheben werde. Er räumte jedoch ein, es sei noch zu früh, um dies vorherzusagen. Die iranischen Behörden hatten im Januar Massenproteste gewaltsam niedergeschlagen. Seit Kriegsbeginn gab es keinerlei Anzeichen für einen Aufstand. (dpa)

18:34 Uhr

Donnerstag, 19. März

UN-Organisation: Evakuierungspläne für Strasse von Hormus

Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) arbeitet an Evakuierungsplänen für rund 2.000 Schiffe und 20.000 in der Strasse von Hormus festsitzende Seefahrer infolge des Iran-Kriegs. Gespräche mit den Anrainerstaaten und auch mit dem Iran laufen, um sichere Evakuierungsrouten zu prüfen. Laut Generalsekretär Dominguez soll die Ausfahrt schrittweise erfolgen, Sicherheit hat oberste Priorität. Der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Route ist weitgehend zum Erliegen gekommen. (dpa)

17:51 Uhr

Donnerstag, 19. März

Iranische Angriffe beschädigen Stromnetz in Nordisrael

Iranische Raketenangriffe haben das Stromnetz im Norden Israels beschädigt. Der israelische Energieminister Eli Cohen sagte am Donnerstag, Einsatzkräfte hätten die Stromversorgung in einigen Gebieten bereits wiederhergestellt. Die Arbeiten dauerten an.

Unterdessen zeigten israelische Medien Bilder von schwarzem Rauch, der aus einer Ölraffinerie in der Stadt Haifa im Norden des Landes aufstieg. Sie berichteten, dass ersten Einschätzungen zufolge ein Teil einer iranischen Streubombe die Raffinerie getroffen habe.

Iranische Angriffswellen hatten zuvor Millionen Menschen in Israel in Schutzräume gezwungen. Die Angriffe verursachten Schäden an Gebäuden, doch wurden keine schweren Verletzungen gemeldet. (dpa)

16:47 Uhr

Donnerstag, 19. März

Iran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen

Der iranische Geheimdienst meldet seit Kriegsbeginn 178 Festnahmen mutmasslicher Spione wegen «Vaterlandsverrats» und Kontakten zu US- und israelischen Agenten. Sie sollen sensible Informationen weitergegeben haben. Zudem seien Ausländer mit Waffen und Ausrüstung festgenommen worden. Unabhängige Bestätigungen fehlen; Beobachter verweisen auf ähnliche Berichte in früheren Krisen. (dpa)

16:19 Uhr

Donnerstag, 19. März

Trump erwägt Militärverstärkung im Nahen Osten

Die Regierung von US-Präsident erwägt laut der Nachrichtenagentur Reuters den Einsatz Tausender US-Soldaten zur Verstärkung im Nahen Osten. Das hätten ein US-Beamter und drei mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigt.

Die Einsätze könnten Trump zusätzliche Optionen im Iran-Krieg bieten, etwa die Sicherstellung der sicheren Durchfahrt von Öltankern durch die Strasse von Hormus. Diese Mission würde vor allem durch Luft- und Seestreitkräfte durchgeführt werden, sagten die Quellen gegenüber Reuters. Doch auch der Einsatz von Bodentruppen an der iranischen Küste sei nicht ausgeschlossen. (hkl/watson)

15:57 Uhr

Donnerstag, 19. März

Behörden: Mehr als 1.300 Tote im Iran und mehr als 1.000 im Libanon

Die Zahl der Opfer im Krieg der USA und Israels gegen den Iran steigt weiter. Nach iranischen Angaben wurden seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe am 28. Februar mehr als 1.300 Menschen in der Islamischen Republik getötet. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach am Donnerstag von mehr als 1.000 Toten seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs. Mehr als eine Million Menschen haben die israelischen Angriffe auf die Schiitenmiliz nach Angaben der Regierung in Beirut zu Vertriebenen gemacht - etwa 20 Prozent der Bevölkerung.

Israel gibt die Zahl der getöteten Hisbollah-Kämpfer mit 500 an. Früheren Angaben des US-Verteidigungsministeriums zufolge sind mindestens 13 US-Soldatinnen und Soldaten gefallen. Allerdings hat das Pentagon seit einigen Tagen keine aktuellen Zahlen mehr zu verletzten oder getöteten Militärangehörigen geliefert. (dpa)

15:45 Uhr

Donnerstag, 19. März

Israel meldet erste Angriffe auf iranische Ziele am Kaspischen Meer

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal iranische Ziele am Kaspischen Meer angegriffen. Militärsprecher Nadav Schoschani erklärte am Donnerstag, dabei seien Dutzende Ziele an der Nordküste des Landes am grössten binnenländischen Wasservorkommen der Welt getroffen worden. Dazu gehörten nach Angaben des Oberstleutnants Kriegsschiffe, eine Werft sowie ein Kommando- und Kontrollzentrum. (dpa)

14:46 Uhr

Donnerstag, 19. März

Vergeltung Irans gegen Golfstaaten - Sorge vor Energiekrieg

Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg. Das US-Militär werde das bedeutende Gasfeld «South Pars» massiv attackieren, sollte der Iran weiter Katars Gasindustrie angreifen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Preis für europäisches Erdgas stieg daraufhin in der Spitze um mehr als 30 Prozent.

Trump schrieb, Israel habe das Gasfeld «aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten» angegriffen. In Versalien äusserte er, es werde keine weiteren israelischen Angriffe auf dieses «äusserst wichtige und wertvolle» Gasfeld geben - es sei denn, «der Iran beschliesst unklugerweise, einen völlig Unschuldigen anzugreifen, in diesem Fall Katar». (dpa)

14:15 Uhr

Donnerstag, 19. März

EU-Regierungschefs lehnen Beitritt zum Krieg im Nahen Osten ab

Staats- und Regierungschefs der EU haben einem Beitritt zum Krieg Israels und der USA gegen den Iran erneut eine Absage erteilt. Europa lasse sich nicht erpressen, sagte der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker am Donnerstag vor einem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel. Für Österreich komme eine Intervention zur Sicherung der Strasse von Hormus nicht in Frage. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas sagte, es gebe unter den Staats- und Regierungschefs kein Interesse daran, eine europäische Marinetruppe im Roten Meer auszubauen, um bei der Sicherung der vom Iran blockierten Strasse von Hormus zu helfen oder sich anderweitig an den Militäreinsätzen zu beteiligen. (dpa)

13:42 Uhr

Donnerstag, 19. März

Strasse von Hormus: Nato-Chef erwartet Einigung von Alliierten

Nato-Generalsekretär Mark Rutte rechnet im Streit um eine mögliche militärische Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Strasse von Hormus mit einer Einigung zwischen den USA und anderen Alliierten.

«Was die Strasse von Hormus betrifft, so sind sich alle einig, dass diese Meerenge nicht geschlossen bleiben darf», sagte Rutte am Rande eines Treffens mit dem rumänischen Präsidenten Nicusor Dan in Brüssel. Dies sei entscheidend für die Weltwirtschaft. In seinen Kontakten mit den Verbündeten sehe er, dass intensiv über den besten Weg nach vorn beraten werde.

Mehrere Länder wie Deutschland hatten zuvor deutlich gemacht, dass sie den Iran-Krieg der USA und Israels kritisch sehen und sich trotz steigender Energiepreise vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Absicherung der Handelsschifffahrt durch die Strasse von Hormus beteiligen wollen. US-Präsident Donald Trump fordert allerdings europäische Unterstützung. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht bei der Absicherung der Strasse von Hormus helfen, sagte er in einem kurzen Interview der «Financial Times». (dpa)

13:31 Uhr

Donnerstag, 19. März

Shell bestätigt Schäden an Gasaufbereitung durch iranischen Angriff

Die Gasaufbereitungsanlage «Pearl» wurde bei dem iranischen Angriff auf Ras Laffan am Mittwoch beschädigt, wie Shell mitteilte. Das auf der Anlage befindliche Personal befinde sich in Sicherheit und sei wohlauf.

Infolge des Angriffs brach nach Angaben von Shell ein Brand an dem Standort aus, der inzwischen gelöscht wurde. Die Anlage befinde sich in einem sicheren Zustand. Das Ausmass des Schadens muss noch ermittelt werden. Einer Mitteilung von Qatar-Energy zufolge gab es erhebliche Schäden. Shell betreibt die Anlage zusammen mit dem staatlich-katarischen Konzern. (dpa)

10:21 Uhr

Donnerstag, 19. März

Drohne stürzt über Ölraffinerie in Saudi-Arabien ab

Über der saudischen Ölraffinerie Samref ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, teilte das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit.

Der Iran hatte am Mittwoch nach israelischen Angriffen auf iranische Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmassnahme Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten im Land. (dpa)

10:13 Uhr

Donnerstag, 19. März

Rafah-Übergang von Gaza nach Ägypten wieder geöffnet

Der seit Beginn des Iran-Krieges geschlossene Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist israelischen Angaben zufolge wieder für begrenzten Personenverkehr offen. Die zuständige israelische Cogat-Behörde bestätigte die Öffnung in beide Richtungen auf Anfrage. Sie hatte die Wiedereröffnung des Übergangs zuvor für Mitte der Woche angekündigt. Die Ein- und Ausreise wird streng kontrolliert. (dpa)

09:58 Uhr

Donnerstag, 19. März

Der Gaspreis steigt kräftig

Der Preis für europäisches Erdgas ist als Reaktion auf die neuesten Angriffe auf Energieanlagen deutlich gestiegen. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Morgen um 24,5 Prozent zu. In der Spitze wurde gar ein Plus von mehr als 30 Prozent verzeichnet. Der TTF-Preis hat sich seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran mehr als verdoppelt.

Die Sorgen vor Lieferengpässen werden immer stärker. Die erheblichen Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf beginnen sich vor allem auf Verbraucher in Asien auszuwirken, die auf Lieferungen aus der Golfregion besonders angewiesen sind und zuletzt auch auf dem europäischen Markt verstärkt Gas nachfragen. Jetzt kommen auch Angriffe auf Gasfelder hinzu. Dies könnte die Versorgung mit Erdgas auch längerfristig beeinträchtigen. (dpa)

09:08 Uhr

Donnerstag, 19. März

Onlinehandel kommt im Iran durch Krieg zum Erliegen

Der Onlinehandel ist im Iran durch den Krieg nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Betroffen seien landesweit Hunderttausende Unternehmen, sagte ein Brancheninsider in Teheran. Seit fast drei Wochen hat Irans Sicherheitsapparat die Bevölkerung vom Internet abgeschnitten. Menschen in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern haben nur auf das nationale Netz Zugriff. Die meisten Händler sind jedoch auf die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen auf Apps wie Instagram angewiesen.

Auch die IT-Branche leidet unter dem Krieg. Notebooks und Handys könne sich niemand mehr leisten, sagt Mortesa, ein 33 Jahre alter Inhaber eines kleinen Computergeschäfts. «Ich weiss nicht mehr, auf wen ich noch fluchen soll. Das Regime, das für das ganze Elend verantwortlich ist, die Amerikaner, die das Land statt zu befreien, zerstören oder die Israelis, die sich für die Feindseligkeiten der letzten Jahrzehnte endlich rächen wollen», klagt der Mann.

Irans Internet wird auch in Friedenszeiten stark zensiert. Viele Webseiten und auch Apps sind gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, TikTok und YouTube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Grossteil der Nutzer zum Alltag. Auch deren Verkauf sei durch die Internetsperre faktisch unmöglich, sagt der Händler Mortesa. (dpa)

08:39 Uhr

Donnerstag, 19. März

Kuwaitische Ölraffinerie nach Drohnenangriff in Brand

Ein Drohnenangriff hat Staatsmedien zufolge eine Ölraffinerie in Kuwait getroffen. Die Attacke habe ein Feuer in der Raffinerie Mina Al-Ahmadi ausgelöst, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Unternehmen Kuwait Petroleum. Verletzte habe es nicht gegeben. Die Raffinerie ist eine der grössten im Nahen Osten und verfügt über eine Produktionskapazität von 730'000 Barrel pro Tag.

Der Iran beschiesst seit dem Beginn der Angriffe Israels und der USA auch Nachbarstaaten, die nicht direkt an dem Konflikt beteiligt sind. Saudi-Arabien meldete, seine Flugabwehr habe über dem Osten des Landes und der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen. (AP)

08:03 Uhr

Donnerstag, 19. März

US-Regierung soll von israelischem Angriff auf Gasfeld gewusst haben

Die US-Regierung wusste nach AP-Informationen vorab von den Plänen Israels für einen Angriff auf ein grosses Gasfeld im Persischen Golf. Die USA seien über das Vorhaben Israels informiert gewesen, das riesige iranische Erdgasfeld South Pars anzugreifen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle der Nachrichtenagentur AP. Sie hätten sich aber nicht daran beteiligt. Ob die US-Regierung mit der israelischen Entscheidung einverstanden war, wollte die Quelle nicht sagen.

Sie widerspricht US-Präsident Donald Trump, der in sozialen Medien erklärt hatte, die USA hätten von dem Angriff nichts gewusst.

Das Gasfeld im Persischen Golf wird von Iran und Katar gemeinsam ausgebeutet. Der Iran hatte nach dem Angriff auf seine Gasanlagen katarische Einrichtungen für Flüssiggas beschossen und nach Angaben des Konzerns QatarEnergy beschädigt. (AP)

07:15 Uhr

Donnerstag, 19. März

Iran richtet drei Männer nach Protesten hin

Der Iran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein. Ihr Urteil sei wegen «Mord und operativer Handlungen» seitens der USA und Israel gefallen, hiess es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile im Iran durch Erhängen vollstreckt.

Die Proteste wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet.

Mitte Januar verkündete die iranische Justiz, erste Anklagen in die Wege geleitet zu haben. Besonders schwere Fälle von «Randalierern» würden vorrangig und gesondert behandelt. Dazu zähle auch der Vorwurf der «Kriegsführung gegen Gott» – ein Tatbestand, der nach islamischem Recht im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann. (dpa)

Justiz fordert «maximale Härte»

Tags zuvor hatten Irans Justizchef Vergeltung für bei den Protesten getötete Sicherheitskräfte und Polizisten gefordert. Wer Polizeikräfte angegriffen oder Einrichtungen der Sicherheitskräfte und städtische Infrastruktur attackiert habe, müsse vorrangig vor Gericht gestellt werden, sagte Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi.

Im Herbst 2022 waren unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» landesweit Menschen auf die Straße. In Zusammenhang mit den Unruhen liess der Staat mindestens zwölf Personen hinrichten.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mehr als 2.000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. (dpa)

06:16 Uhr

Donnerstag, 19. März

Trump droht Iran massiven Angriff auf Gasfeld an – das Morgen-Update

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer massiven Bombardierung eines wichtigen Gasfelds - und scheint nach Israels Angriff darauf gleichzeitig um Schadensbegrenzung bemüht. Es werde eine Attacke des US-Militärs geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff «mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat».

Zugleich betonte er, dass Israel das Gasfeld «South Pars» nach seiner Attacke vom Vortag nicht erneut angreifen werde - solange der Iran nicht erneut Energieanlagen in Katar ins Visier nehme.

Iran greift Gasanlage in Katar an

Nach Israels Angriff am Mittwoch drohte der Iran, seinerseits Gasfelder und Raffinerien anzugreifen. Am frühen Morgen attackierte der Iran in Katar nach amtlichen Angaben mehrere Flüssiggasanlagen im Industriegebiet Ras Laffan. Die für den Weltmarkt bedeutenden Anlagen seien schwer beschädigt worden, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Das Innenministerium erklärte später, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten.

Das Industriegebiet war nach Angaben aus Doha bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird.

Nach den jüngsten Attacken erklärte Katar die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen und verwies sie des Landes.

Ölpreis steigt weiter

Unterdessen schlossen die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem Raketenangriff eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu «Vorfällen» geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit, ohne weitere Details zu Schäden zu nennen. Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab.

Der Ölpreis stieg im frühen Handel weiter an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der für Europa massgeblichen Sorte Brent mit Lieferung im April stieg zeitweise auf 112 US-Dollar. Vor dem Krieg kostete ein Barrel noch um die 70 Dollar - also ein Anstieg um rund 60 Prozent. Auch der Gaspreis stieg zuletzt deutlich an.

Katar: Iran hat alle roten Linien überschritten

Mit seinen gezielten Angriffen auf zivile Objekte und lebenswichtige Einrichtungen in Ländern der Region habe der Iran «alle roten Linien überschritten», erklärte das Aussenministerium in Doha.

Irans Präsident Massud Peseschkian hatte zuvor auf der Plattform X vor einer Eskalation gewarnt. Die «aggressiven Handlungen» würden Israel, den USA sowie deren Verbündeten keinen Vorteil bringen, sondern die Lage verschärfen. Sie könnten «unkontrollierbare Folgen» haben, die sich weltweit auswirkten. Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, schrieb, es habe eine neue Eskalationsstufe begonnen. Das Prinzip «Auge um Auge» gelte.

Trump: Haben von Israels Angriff nichts gewusst

Trump schrieb, Israel habe das «South Pars»-Gasfeld «aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten» angegriffen. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er. Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen. Leider habe der Iran «ungerechtfertigt und unfair» Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.

«ES WERDEN KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äusserst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen», schrieb Trump weiter, teils in Grossbuchstaben. Es sei denn, «der Iran beschliesst unklugerweise, einen völlig Unschuldigen anzugreifen, in diesem Fall Katar». Dann werde es - mit oder ohne Hilfe Israels - einen massiven Angriff geben, schrieb Trump. Er wolle ein solches Ausmass der «Gewalt und Zerstörung» wegen der langfristigen Konsequenzen für den Iran eigentlich nicht anordnen.

Das Gasfeld «South Pars», das der Iran und Katar getrennt ausbeuten, liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung.

Angriffe auf Schiffe im Nahen Osten

Vor der Küste von Katar und im Golf von Oman wurde unterdessen jeweils ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen. Nach dem Angriff im Persischen Golf rund acht Kilometer vor dem Gashafen Ras Laffan seien alle Besatzungsmitglieder wohlauf und in Sicherheit, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.

Bei dem Vorfall südlich des Eingangs zur Strasse von Hormus im Golf von Oman brach infolge des Beschusses an Bord ein Feuer aus, wie UKMTO mitteilte. Weitere Einzelheiten zu den beiden Vorfällen waren zunächst nicht bekannt.

Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus, die vom Persischen Golf in den Golf von Oman führt, ist daher praktisch zum Erliegen gekommen.

Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf Energieanlagen

Nach einem Gespräch mit Trump und dem Emir von Katar forderte Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors. Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden. «Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden.»

Saudi-Arabien forderte den Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten auf. Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Aussenminister Faisal bin Farhan laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Aussenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad. Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. Man werde alle Mittel nutzen – politische, wirtschaftliche, diplomatische –, um diese Angriffe zu stoppen.

Iran greift auch Saudi-Arabien weiter an

Nach dem Ministertreffen wurde Saudi-Arabien laut Verteidigungsministerium erneut von Drohnen angegriffen. Zuvor waren in Riad vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes berichtete. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet gefallen.

Unterdessen griff der Iran in der Nacht auch den Erzfeind Israel wieder mit Raketen an. Dort war am Abend bei einem iranischen Angriff ein ausländischer Arbeiter ums Leben gekommen, wie der Rettungsdienst mitteilte. Israels Armee meldete mehrere Einschläge im Zentrum des Landes. Laut Medien trafen Raketenteile auch ein Wohnhaus in der Küstenmetropole Tel Aviv.

Im Westjordanland wurden zudem palästinensischen Angaben zufolge bei einem iranischen Raketenangriff drei Frauen getötet. Sieben weitere Palästinenserinnen seien verletzt worden, eine von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. (dpa)

22:56 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israels Armee greift erstmals Ziele im Nordiran an

Israels Luftwaffe greift Armeeangaben zufolge erstmals seit Kriegsbeginn Ziele im Norden des Irans an. Das Militär habe begonnen, dort Ziele ins Visier zu nehmen, teilte die Armee am Abend mit. Laut früheren Angaben stehen bei den Angriffen vor allem Ziele der iranischen Führung im Fokus.

Israelische Medien hatten zuvor berichtet, Israels Luftwaffe habe erstmals Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer, das an den Norden des Landes grenzt, angegriffen. Israels Armee bestätigte das nicht explizit, erklärte aber, dass sich bei ihren aktuellen Angriffen auch auf Geheimdienstinformationen der Marine stütze. Weitere Einzelheiten nannte sie zunächst nicht.

Die Zerstörung der iranischen Marine ist eines der Kriegsziele der USA im Iran. Wegen eines iranischen Angriffs gab es am späten Abend Raketenalarm in der Küstenmetropole Tel Aviv. Berichten zufolge soll der Iran dabei erneut die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt haben. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer. (dpa)

22:36 Uhr

Mittwoch, 18. März

Palästinenserinnen bei iranischem Raketenangriff getötet

Bei einem iranischen Raketenangriff im Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge drei Frauen getötet worden. Sieben weitere Palästinenserinnen seien verletzt worden, eine von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. Laut der Nachrichtenagentur Wafa wurde ein Schönheitssalon in dem Ort Beit Awa südwestlich von Hebron getroffen.

Israels Armee bestätigte auf Anfrage, dass es in der Gegend einen Raketeneinschlag gegeben habe. Nach Erkenntnissen des Militärs handelt es sich um eine iranische Rakete - und keine Abfangrakete oder Teile davon. Medienberichten zufolge könnte vom Iran zuletzt häufig eingesetzte, international weitgehend geächtete Streumunition den Salon getroffen haben.

Der Iran greift eigentlich nicht palästinensische, sondern israelische Ziele an. Immer wieder schlagen jedoch auch in palästinensischen Gegenden Raketen oder Teile davon ein. Bei einem iranischen Angriff auf Israel im Jahr 2024 wurde ebenfalls ein Palästinenser im Westjordanland von Raketensplittern getroffen und getötet. Der Mann stammte ursprünglich aus dem Gazastreifen.

Während es in Israel viele Bunker und Schutzräume gibt, ist das im Westjordanland nicht der Fall. Zudem gibt es keine Warnungen vor Raketenangriffen. (dpa)

22:31 Uhr

Mittwoch, 18. März

US-Geheimdienstkoordinatorin: Irans Führung intakt, aber geschwächt

US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard beurteilt die iranische Führung nach dem Krieg als weiterhin intakt, aber deutlich geschwächt. Das Atomprogramm sei durch frühere US-Angriffe zerstört worden, Hinweise auf einen Wiederaufbau gebe es nicht.

Im US-Senat sorgt diese Einschätzung für Spannungen: Während Gabbard betont, die Geheimdienste würden nur Fakten liefern, fordert ein Senator klare Bewertungen zur Bedrohungslage. Auch zur Rolle der Geheimdienste vor dem Krieg weicht sie aus.

Kritik gibt es zudem an Präsident Trump, der die Gefahr durch den Iran als akut dargestellt hatte. Zweifel bestehen insbesondere daran, ob die Folgen möglicher Gegenschläge – etwa Angriffe in der Golfregion – ausreichend eingeschätzt wurden. (dpa)

22:12 Uhr

Mittwoch, 18. März

Iranischer Gegenangriff auf Gasanlage: Katar droht mit Reaktion

Katar hat einen erneuten iranischen Angriff auf die weltweit grösste Anlage für den Export von Flüssigerdgas (LNG) scharf verurteilt. Der Golfstaat behalte sich das Recht vor, zu reagieren, teilte das katarische Aussenministerium am Mittwoch auf der Plattform X mit. Der Angriff auf die Anlage Ras Laffan sei eine gefährliche Eskalation und eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheit Katars und der regionalen Stabilität.

Das katarische Verteidigungsministerium teilte mit, nach dem Einschlag einer iranischen Rakete sei ein Feuer ausgebrochen, das schliesslich unter Kontrolle gebracht worden sei. Der Brand habe aber umfangreiche Schäden angerichtet, teilte der Energiekonzern QatarEnergy mit.

Ras Laffan wurde nach Kriegsbeginn schon vom Iran angegriffen. Der Betrieb dort wurde daraufhin eingestellt. Katar verflüssigt und verschifft dort das Erdgas, das es in jenem Gasfeld im Persischen Golf fördert, das es sich mit dem Iran teilt. Israel hatte am Mittwoch den iranischen Teil South Pars angegriffen. Der katarische heisst North Field.

Nach Angaben des katarischen Verteidigungsministeriums feuerte der Iran am Mittwoch fünf Raketen auf Katar. Alle bis auf jene, die in Ras Laffan einschlug, seien abgefangen worden. (dpa)

21:58 Uhr

Mittwoch, 18. März

Saudi-Arabien: Abschuss von Rakete über Riad – Vier Verletzte

In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind offiziellen Angaben zufolge vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet in Riad gefallen. Dabei sei zudem geringer Sachschaden entstanden. Der Sprecher sagte weiter, Versuche, zivile Ziele anzugreifen, stellten einen klaren Verstoss gegen das Völkerrecht dar.

Zuletzt hatte Saudi-Arabien vor allem Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen, angegriffen wurde aber auch die US-Botschaft in Riad, die zentral in dem Land liegt, und eine US-Militärbasis. Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs vor knapp drei Wochen immer wieder mit Raketen und Drohnen an. (dpa)

21:31 Uhr

Mittwoch, 18. März

Irak meldet Angriff auf Luftwaffenstützpunkt in Kirkuk

Der Irak meldet einen Angriff auf einen eigenen Luftwaffenstützpunkt in der Stadt Kirkuk. Ein Geschoss habe einen Brand ausgelöst, teilte das irakische Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Das Feuer sei unter Kontrolle, es gebe keine Verletzten.

Bei dem Luftwaffenstützpunkt im Nordirak handele es sich um eine rein irakische Einrichtung, in der sich keine ausländische Ausstattung oder Personal befinde, hiess es weiter. Das Ministerium bezeichnete den Angriff als inakzeptabel und stelle einen direkten Angriff auf die Fähigkeiten der irakischen Luftstreitkräfte dar. Nicht mitgeteilt wurde, wer verdächtigt werde, dafür verantwortlich zu sein.

Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen. Im Irak haben die mit Teheran verbündeten Milizen grossen Einfluss, die immer wieder Angriffe auf US-Truppen im Land für sich beanspruchen. In den vergangenen Tagen gab es unter anderem Angriffe auf einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Bagdad. Zudem geriet die US-Botschaft dort bereits zwei Mal innerhalb weniger Tage unter Beschuss.

Die USA und Israel führen seit mehr als zwei Wochen Krieg gegen den Iran und haben in dem Land bereits Tausende Ziele aus der Luft angegriffen. Der Iran greift im Gegenzug sowohl Israel als auch mit den USA verbündete Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an. (dpa)

20:40 Uhr

Mittwoch, 18. März

Erster Hisbollah-Angriff auf Südisrael seit Kriegsbeginn

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat erstmals seit Kriegsbeginn den Süden Israels angegriffen. In israelischen Orten in der Nähe des Gazastreifens sowie in der Stadt Aschkelon heulten am Abend die Warnsirenen. Israels Armee bestätigte auf Anfrage, dass die Hisbollah dafür verantwortlich sei. Auch mehrere israelische Medien berichteten darüber.

Die vom Iran unterstützten Schiitenorganisation feuerte am Abend ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels, der an den Libanon grenzt. Auch in der Küstenmetropole Tel Aviv war eine Explosion in der Ferne zu hören. Dort gab es aber keinen Raketenalarm. Berichte über Schäden oder Verletzte nach den neuen Angriffen gab es zunächst nicht.

Ausgelöst worden waren die Gefechte durch die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran vor knapp drei Wochen. Seither herrscht Krieg in der Region. (dpa)

20:23 Uhr

Mittwoch, 18. März

Kreise: USA nicht an Angriff auf iranisches Gasfeld beteiligt

Die USA waren nach Angaben aus Regierungskreisen nicht am israelischen Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars beteiligt, wurden jedoch im Voraus darüber informiert. Ob die US-Regierung die Entscheidung Israels unterstützt hat, blieb offen. Der Angriff stiess international auf Kritik: Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate bezeichneten ihn als gefährliche Eskalation und warnten vor Angriffen auf lebenswichtige Energieinfrastruktur.

Nach iranischen Medienberichten kam es infolge der Attacke zu einem Brand an Gasanlagen an der Golfküste. Teheran reagierte mit Drohungen, seinerseits Energieanlagen in Katar, Saudi-Arabien und den Emiraten anzugreifen. Solche Angriffe könnten weitreichende Folgen haben, da das Gasfeld South Pars eine zentrale Rolle für die Energieversorgung spielt. Beobachter warnen, dass eine Ausweitung auf Energieinfrastruktur die globale Energiesicherheit sowie die Stabilität der gesamten Region erheblich gefährden würde. (dpa)

20:08 Uhr

Mittwoch, 18. März

Nach Angriffen: Iran sieht «neue Eskalationsstufe»

rans Präsident Massud Peseschkian warnt nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur vor einer weiteren Eskalation. Auf der Plattform X schrieb er, diese «aggressiven Handlungen» würden Israel, den USA sowie deren Verbündeten keinen Vorteil bringen, sondern die Lage verschärfen. Sie könnten «unkontrollierbare Folgen» haben, die sich weltweit auswirken.

Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, erklärte auf X, es habe eine neue Eskalationsstufe begonnen. Das Prinzip «Auge um Auge» gelte.

Ein Sprecher der Kommandozentrale der Streitkräfte sagte laut der staatlichen Rundfunkagentur, das Militär habe wiederholt davor gewarnt, dass der Iran den Krieg ausweiten werde, sollte seine Energieversorgung angegriffen werden. «Wartet auf die Reaktion des Irans», sagte der Sprecher.

Zuvor hatte Israels Luftwaffe Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf angegriffen. Das Gasfeld «South Pars», das der Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit grösste bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. (dpa) I

19:59 Uhr

Mittwoch, 18. März

Ägypten verkürzt Öffnungszeiten wegen gestiegener Ölpreise

Angesichts der gestiegenen Ölpreise sollen Unternehmen in Ägypten künftig eine Stunde früher schliessen. Die Anordnung gelte ab dem 28. März und solle Energie einsparen, sagte der ägyptische Ministerpräsident Mustafa Madbuli am Mittwoch. Auch für die Regierung wurden Einschränkungen verhängt: Im Kabinettsgebäude wird ab der kommenden Woche um 18 Uhr der Strom abgeschaltet.

Die steigenden Ölpreise treffen in Ägypten auch die Staatskasse, weil Energie teilweise subventioniert wird. Das Land ist zwar nicht direkt in den Iran-Krieg verwickelt, aber Nettoenergieexporteur und wappnet sich angesichts der höheren Ölpreise für neue Inflationswellen. (dpa)

19:25 Uhr

Mittwoch, 18. März

Iran-Krieg blockiert medizinische Hilfslieferungen

Wegen des Iran-Kriegs verzögert sich nach Angaben einer Hilfsorganisation derzeit der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400'000 Kinder. Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation Save the Children mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen.

Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und Afghanistan bestimmt, hiess es weiter. Die Helfer erwarten, dass die Transportkosten bis zu 50 Prozent steigen könnten, da Hilfsgüter in einigen Fällen umgeleitet werden müssten.

Eine Lieferung für den Sudan stecke derzeit in den Vereinigten Arabischen Emirate fest, da auch die für den internationalen Handel wichtige Strasse von Hormus nahezu blockiert sei. Eine für den Jemen bestimmte Lieferung stecke in Dubai fest. Diese müssen nun auf dem Landweg transportiert werden.

Willem Zuidema, globaler Leiter der Lieferketten bei Save the Children appellierte an alle Konfliktparteien, die sichere Durchfahrt humanitärer Hilfe für Kinder zu gewährleisten. (dpa)

19:02 Uhr

Mittwoch, 18. März

London beschafft mehr Lenkwaffen für Streitkräfte am Golf

Zur Unterstützung der unter iranischem Beschuss stehenden Verteidigungsministerium bestätigte der Nachrichtenagentur PA die Pläne für zusätzliche Lenkflugkörper des Typs Martlet, die demnach in den vergangenen Wochen eingesetzt wurden, um Drohnen aus dem Iran abzuschiessen.

«Die wahllosen Angriffe Irans stellen eine Bedrohung für Grossbritannien, unsere Verbündeten und unsere Partner in der Region dar», sagte Verteidigungsminister John Healey. Die britischen Streitkräfte befinden sich in dem Konflikt laut britischer Darstellung in einem Defensiveinsatz - unter anderem fangen britische Kampfflugzeuge Drohnen und Raketen ab.

Zu Beginn des Krieges war einer der britischen Stützpunkte auf Zypern durch einen Drohnenangriff getroffen worden. US-Präsident Donald Trump hatte dem britischen Premierminister Keir Starmer mehrfach vorgeworfen, sich nicht ausreichend zu beteiligen. Starmer verteidigte sein Vorgehen und betonte, die britischen Streitkräfte sollten nicht in einen umfassenderen Krieg hineingezogen werden. (dpa)

18:47 Uhr

Mittwoch, 18. März

Verteidigungsexperte: Strasse von Hormus noch lange nicht sicher

Ein glaubwürdiger Plan für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus liegt nach Angaben des britischen Vereidigungspolitikers Al Carns noch in ferner Zukunft. Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium sagte am Mittwoch, die Schifffahrt in der Meerenge werde durch Minen, Schnellboote, ballistische Raketen, Drohnen und asymmetrische Bedrohungen gefährdet. Dies stelle eine erhebliche militärische Herausforderung dar, die eine multinationale Lösung erfordere. «Davon sind wir derzeit noch weit entfernt.»

Der Iran hat die wichtige Ölhandelsroute seit Beginn der Angriffe der USA und Israels im vergangenen Monat praktisch gesperrt. US-Präsident Donald Trump hat andere Länder aufgefordert, Schiffe zur Öffnung der Meerenge zu entsenden, gleichzeitig aber erklärt, die USA seien nicht auf Hilfe von Verbündeten angewiesen.

Die britische Regierung hat erklärt, sie spreche mit Partnern weltweit über Optionen und habe ein Team von Militärplanern zum zuständigen US-Regionalkommando entsandt, das die Militäreinsätze im Nahen Osten überwacht. Aus Kreisen der Gespräche verlautete, die Beratungen befänden sich noch in einem frühen Stadium und konzentrierten sich auf die Aufrechterhaltung der Sicherheit, nachdem die Kämpfe abgeklungen seien. (dpa)

18:35 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israel greift Tankstellen und Brücken im Südlibanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mit der Hisbollah-Miliz verbundene Tankstellen angegriffen. Die Tankstellen werden von Al-Amana betrieben, einer mit der Hisbollah verbundenen Organisation. Sie befinden sich vorwiegend in Gebieten mit grosser Unterstützung für die Hisbollah, dazu gehören die südlichen Vororte Beiruts, der Südlibanon und die Bekaa-Ebene im Osten des Landes.

Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate geschaffen. Die Tankstellen sind Teil des parallelen Wirtschaftssystems. In Zeiten von Treibstoffmangel im Zuge der Wirtschaftskrise konnte die Hisbollah über Al-Amana beispielsweise ihre Anhänger bevorzugt versorgen und so ihre Basis stärken, während staatliche Tankstellen leer blieben.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, dass auch mehrere Brücken im Südlibanon angegriffen worden seien. Israel wirft der Hisbollah vor, darüber Waffen zu schmuggeln.

Sie gehören aber vor allem zur zivilen Infrastruktur und zum Verkehrsnetz des Landes. Im Libanon besteht die Sorge vor weiteren Angriffen auf zivile Infrastruktur, wie etwa den internationalen Flughafen. Dieser wurde bereits im Libanon-Krieg 2006 von Israel angegriffen.

Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Raketenangriffe auf israelische Stellungen für sich. Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete, dass bei seit der jüngsten Eskalation im Libanon 968 Menschen getötet wurden. (dpa)

18:21 Uhr

Mittwoch, 18. März

Irans Oberster Führer schwört nach Tod von Ali Laridschani Vergeltung

Der neue Oberste Führer des Irans, Ajatollah Modschtaba Chamenei, hat sich knapp eine Woche nach seiner letzten Stellungnahme wieder zu Wort gemeldet. In einer in den staatlichen iranischen Medien verbreiteten Erklärung bekundete Chamenei am Mittwoch sein Beileid für den durch einen israelischen Angriff getöteten Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, und schwor Vergeltung.

«Zweifellos zeigt die Ermordung einer solchen Persönlichkeit, wie gross ihre Bedeutung ist und wie sehr die Feinde des Islam sie hassen», sagte Chamenei. «Jedes vergossene Blut hat seinen Preis, den die mörderischen Verbrecher, die die Märtyrer getötet haben, bald bezahlen müssen.»

Nach israelischen Geheimdiensteinschätzungen wurde Modschtaba Chamenei verwundet, als sein Vater Ali Chamenei zu Beginn des Krieges getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, Chamenei sei möglicherweise auch entstellt. Seine erste Stellungnahme als neu gewählter Oberster Führer war vergangene Woche im Staatsfernsehen verlesen worden. Er selbst trat seit Kriegsbeginn nicht öffentlich auf. (dpa)

17:47 Uhr

Mittwoch, 18. März

Konflikte US-Geheimdienstkoordinatorin: Liefern Trump objektive Informationen

Die US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat bei einer Anhörung im Kongress die Frage zurückgewiesen, ob sie Präsident Donald Trump ausreichend vor den Folgen des Iran-Kriegs gewarnt habe. «Ich werde keine internen Konversationen offenlegen», sagte Gabbard am Mittwoch vor dem Geheimdienstausschuss des Senats. Trump erhalte aber nach wie vor die besten und objektiven Erkenntnisse der Geheimdienste, damit er seine Entscheidungen treffen könne.

Der demokratische Senator Mark Warner verwies auf Aussagen Trumps, in denen dieser angedeutet hatte, er habe nicht damit gerechnet, dass der Iran bei seinen Gegenschlägen auch die Staaten am Golf attackieren oder die Strasse von Hormus blockieren würde. (dpa)

17:40 Uhr

Mittwoch, 18. März

Iran dämmt Brände nach Angriff auf Gasanlagen ein

Nach Luftangriffen auf Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf ist die Lage nach iranischen Angaben unter Kontrolle. Laut Nachrichtenagentur Fars erklärte der Gouverneur der Provinz Asalujeh, dadurch ausgelöste Brände seien eingedämmt worden.

Das Feuer, das noch brenne, stehe mit verbliebenen Gasen in den Leitungen in Zusammenhang, hiess es weiter. Sobald diese geleert seien, würden die Flammen von selbst erlöschen. Für die Bevölkerung umliegender Städte bestehe keine Gefahr.

Das Gasfeld «South Pars», das der Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit grösste bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung.

Medien hatten zuvor unter Berufung auf israelische Regierungskreise berichtet, dass die Luftwaffe des Landes Angriffe auf die Gasindustrie am Persischen Golf geflogen habe. Der Gouverneur von Asalujeh machte US-Streitkräfte für den Angriff mitverantwortlich.

Israel hatte bereits während des Zwölftageskrieges im Juni 2025 Anlagen auf dem Gasfeld angriffen. (dpa)

17:31 Uhr

Mittwoch, 18. März

CIA-Direktor weicht Fragen zu iranischen Raketenfähigkeiten aus

Der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, hat sich bei einer Befragung im Kongress nicht festgelegt, wann der Iran zu einem Raketenangriff auf Europa oder die USA in der Lage gewesen wäre. Der republikanische Senator Tom Cotton fragte Ratcliffe am Mittwoch, ob der Iran schon binnen sechs Monaten die USA mit Raketen bedrohen hätte können, der CIA-Direktor wich der Frage aber aus. Cotton habe Recht damit, besorgt zu sein, sagte Ratcliffe vor dem Geheimdienstausschuss des Senats.

Ohne eine Zeitspanne anzugeben, sagte Ratcliffe, dass ein ungehinderter Iran Raketen mit einer Reichweite von 3000 Kilometern entwickeln und damit Europa ins Visier nehmen hätte können. Bei einer weiteren Verbesserung der Triebwerke hätte Teheran auch die USA bedrohen können.

Kurz nach Beginn des Krieges gegen den Iran hatten Vertreter der Regierung von Präsident Donald Trump in vertraulichen Briefings für Kongressabgeordnete eingeräumt, dass es davor keine geheimdienstlichen Anhaltspunkte für einen iranischen Präventivschlag gegen die USA gegeben habe. Trump und ranghohe Kabinettsmitglieder hatten jedoch immer wieder auf eine «unmittelbare Bedrohung» verwiesen, die vom Iran ausgegangen sei. (dpa)

17:00 Uhr

Mittwoch, 18. März

Frankreich kritisiert Hisbollah und Israel

Der Sonderbeauftragte Frankreichs für den Libanon hat die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz für die Kämpfe mit Israel verantwortlich gemacht. Die Hisbollah trage «die volle Verantwortung für die Wiederaufnahme der Kämpfe im Libanon», sagte Jean-Yves Le Drian dem Radiosender France Info am Mittwoch. Die Reaktion Israels sei jedoch unverhältnismässig und kontraproduktiv gewesen.

Die Hisbollah hat sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite Teherans gestellt und beschiesst Israel seit Anfang März nach einer längeren, aber brüchigen Waffenruhe mit Raketen. Israel reagierte mit heftigen Bombardements, schickte Bodentruppen und forderte die Zivilbevölkerung weiter Gebiete im Süden des Landes auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Le Drian kritisierte, dies habe zur Flucht von mehr als einer Million Menschen geführt. Auch habe Israel Angebote der libanesischen Regierung zur Aufnahme von Verhandlungen abgelehnt. Auf diese Weise bringe es verschiedene Akteure vereint gegen sich auf.

Israel verlangt ebenso wie die USA, dass die libanesische Regierung die Hisbollah entwaffnet, die in dem Land eine Art Staat im Staate bildet. Le Drian sagte, die Regierung in Beirut habe Schritte in dieser Richtung unternommen. Doch Israels Vorgehen sei dabei keine Hilfe. «Israel hat den Libanon viele Jahre lang besetzt und es ist ihm nicht gelungen, die militärischen Fähigkeiten der Hisbollah zu beseitigen», sagte er. «Es kann jetzt nicht verlangen, dass die libanesische Regierung dies in drei Tagen unter Bombardierung erreicht.» (dpa)

16:59 Uhr

Mittwoch, 18. März

Gerät das weltgrösste Gasfeld in den Strudel des Kriegs?

Israel hat nach Medienberichten iranische Industrieanlagen mit Verbindung zum grössten Gasfeld der Welt angegriffen. Das gigantische Vorkommen liegt vor der Küste, tief unter dem Meeresboden im Persischen Golf und wird seit vielen Jahren von Katar und dem Iran getrennt ausgebeutet. Seine Fläche ist mit 9700 Quadratkilometern etwa viermal so gross wie der Kanton Wallis, wovon etwas mehr als zwei Drittel zur Wirtschaftszone Katars gehören. Allein in Katars «Nordfeld» (englisch auch «North Dome Field“) liegen nach Angaben des Konzerns QatarEnergy etwa zehn Prozent der weltweit bekannten Gas-Vorkommen. Der kleinere Teil des Gasfelds, genannt „South Pars», wird von der Islamischen Republik Iran ausgebeutet, die Produktion ist deutlich geringer als die Katars. (dpa)

16:22 Uhr

Mittwoch, 18. März

Spekulationen um Brandstiftung: US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford muss Kreta anlaufen

An Bord des amerikanischen Super-Flugzeugträgers hat ein Grossfeuer in der Wäscherei unmittelbare Auswirkungen. (chm)

16:20 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israel: Abgefangene Raketen beschädigen Privatflugzeuge

Bei einem iranischen Angriff sind in Israel den Behörden zufolge drei Privatflugzeuge beschädigt worden. Die Maschinen seien auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv von Trümmern abgefangener Raketen getroffen worden, teilte die Flughafenbehörde am Mittwoch mit. Der Luftverkehr ist wegen des Iran-Krieges stark eingeschränkt. (dpa)

16:16 Uhr

Mittwoch, 18. März

WHO: Rund 2300 tote Zivilisten im Nahen und Mittleren Osten

Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 2300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1400 Tote seien im Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.

Tedros äusserte auch äusserst besorgt über Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in der Region. «Angriffe auf die Gesundheitsversorgung verletzen internationales Recht», betonte er.

Bislang hat die WHO im Libanon 28 solche Angriffe mit 30 Toten und 25 Verletzten verifiziert. Im Iran waren laut der UN-Gesundheitsorganisation seit Kriegsbeginn 20 Angriffe mit 9 Toten. In Israel kam es zu zwei Angriffen auf das Gesundheitswesen. (dpa)

16:01 Uhr

Mittwoch, 18. März

Nato verstärkt wegen Irans Angriffen Raketenabwehr in Türkei

Die Nato verstärkt wegen der anhaltenden iranischen Raketenangriffe die Flugabwehr in der Türkei. In der südtürkischen Provinz Adana werde zusätzlich ein Patriot-Raketenabwehrsystem stationiert, teilte ein Sprecher des türkischen Verteidigungsministeriums auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik in Adana mit. Es soll demnach vom US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz dorthin verlegt werden.

Ein Nato-Sprecher sagte, das System stelle zusätzliche Fähigkeiten bereit, um die Verteidigung der Nato gegenüber jeder potenziellen Bedrohung weiter zu stärken. Es ergänze zwei weitere Systeme in der Türkei, darunter eines, das Spanien dort seit mehr als einem Jahrzehnt stationiert habe. Aus Gründen der operativen Sicherheit könne man allerdings keine weiteren Einzelheiten zu der Verlegung nennen.

Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wurden bereits drei Raketen aus dem Iran von einem Nato-Abwehrsystem an der Südgrenze in der Türkei abgefangen, zuletzt am Freitag. Sirenen waren Medienberichten zufolge am Nato-Stützpunkt Incirlik zu hören gewesen, wo auch US-Soldaten stationiert sind.

Bereits vergangene Woche hatte die Türkei ihre Verteidigung verstärkt und ein zusätzliches Raketen-Abwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya stationiert. (dpa)

15:45 Uhr

Mittwoch, 18. März

Katar verurteilt Angriff auf iranische Gasanlagen als «unverantwortlich»

Katar hat einen mutmasslich israelischen Angriff auf Anlagen der iranischen Gasindustrie nahe dem weltweit grössten Gasfeld South Pars scharf kritisiert. Der Aussenamtssprecher sprach von einem «gefährlichen und unverantwortlichen Schritt» inmitten der eskalierenden Lage. Das Gasfeld im Persischen Golf wird gemeinsam von Iran und Katar genutzt, weshalb der Vorfall auch in Doha grosse Besorgnis auslöst.

Katar warnte, Angriffe auf Energieinfrastruktur gefährdeten die globale Energiesicherheit sowie Umwelt und Bevölkerung, und rief alle Seiten zur Deeskalation auf. Der Iran drohte unterdessen mit Gegenangriffen auf Energieanlagen in den Golfstaaten, darunter auch Katar, was die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts verstärkt. (dpa)

15:40 Uhr

Mittwoch, 18. März

Ölpreise steigen nach Angriffen auf Irans Gasindustrie deutlich

Die Ölpreise sind nach Angriffen auf Teile der iranischen Gasindustrie deutlich gestiegen. Der Preis für Brent-Rohöl kletterte auf über 108 Dollar pro Barrel und lag damit rund viereinhalb Prozent höher als am Vortag. Zuvor war der Preis noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen. Auslöser des Anstiegs sind neue Angriffe auf petrochemische Anlagen nahe der Industriestadt Asalujeh, wobei zunächst unklar blieb, ob Israel oder die USA dafür verantwortlich sind.

In Fujairah, Vereinigte Arabische Emirate, steigen Flammen und Rauchwolken aus einer Ölanlage auf. (Bild: Altaf Qadri/AP)

An den Märkten wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und möglichen Auswirkungen auf die Energieversorgung. Zwar gibt es Bemühungen, Öllieferungen aus der Region teilweise an der Strasse von Hormus vorbei umzuleiten – etwa durch eine Vereinbarung zwischen Irak und der Türkei. Diese Massnahmen können die Angebotsrisiken jedoch nur begrenzt ausgleichen, da die Fördermengen gesunken sind und die Lagerbestände in mehreren Golfstaaten bereits hoch sind. (dpa)

15:19 Uhr

Mittwoch, 18. März

Angriff auf Irans Gasindustrie verschärft Eskalationsgefahr

Nach Angriffen auf seine Gasindustrie droht der Iran mit Vergeltung gegen Energieanlagen in den Golfstaaten und warnt vor einem umfassenden Wirtschaftskrieg. Ziel der mutmasslich israelischen Luftangriffe waren Anlagen nahe dem weltweit grössten Gasfeld South Pars. Die Region ist zentral für die iranische Energieversorgung. Internationale Stimmen, darunter Deutschland, warnen vor einer massiven Ausweitung des Konflikts mit globalen Folgen.

Gleichzeitig setzt Israel seine gezielten Tötungen hochrangiger iranischer Vertreter fort und hat laut Verteidigungsminister Israel Katz entsprechende Angriffe grundsätzlich genehmigt. Während der Iran verstärkt gegen Oppositionelle vorgeht, weitet sich die Gewalt auch auf andere Länder aus: Bei Luftangriffen in Beirut gab es Tote und Verletzte. Zudem schlug ein Geschoss auf dem Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ein. Die USA griffen wiederum iranische Raketenstellungen an der strategisch wichtigen Strasse von Hormus an. Insgesamt verdichten sich die Anzeichen für eine weitere Eskalation des Konflikts. (dpa)

15:18 Uhr

Mittwoch, 18. März

IAEA-Chef: Keine grösseren Schäden an iranischer Atomanlage Buschehr

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sieht keine Anzeichen für grössere Schäden an der iranischen Atomanlage Buschehr. Ein Angriff auf das Gelände des Atomkraftwerks habe allem Anschein nach ein kleines Gebäude mit einem Labor getroffen, sagte Rafael Grossi am Mittwoch in Washington. Die IAEA habe zu dem Vorfall Informationen vom Iran und von Russland erhalten. Demnach habe das Geschoss das eigentliche Kraftwerk nicht getroffen.

Es gebe keine Auswirkungen auf die Reaktoren und es seien auch keine Opfer zu verzeichnen, sagte Grossi, schränkte aber ein, dass sich seine Organisation vor Ort kein eigenes Bild machen konnte. «Wir schauen uns Bilder an, aber es scheint nicht zu erheblich zu sein», sagte er. «Zugleich sollte aber jeder Angriff auf irgendeine atomare Einrichtung vermieden werden.»

Dass Teheran vor einer Waffenruhe im Konflikt mit den USA und Israel zu Verhandlungen über das iranische Atomprogramm bereit sein könnte, hielt Grossi für unwahrscheinlich. Dies sei nicht der Moment, um eine solche Möglichkeit in Betracht zu ziehen, sagte er. «Solange eine Militärkampagne läuft, glaube ich nicht, dass es Verhandlungen geben wird.» (dpa)

15:10 Uhr

Mittwoch, 18. März

Leavitt: Strasse von Hormus für US-Energieversorgung nicht nötig

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nach den Worten von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt nicht auf die Strasse von Hormus zur Sicherung der eigenen Energieversorgung angewiesen. «Wir wollen, dass die Strasse offen für den weltweiten Ölmarkt ist, damit Preise stabilisiert werden und wieder sinken», sagte sie dem US-Sender Fox News.

Sie erinnerte daran, dass die USA Nettoexporteur von Öl seien. Tatsächlich profitiert die US-Wirtschaft zwar von der aktuellen Entwicklung. Diese ist robuster als etwa Europa gegenüber hohen Energiepreisen. Dies schützt das Land jedoch nicht vor marktbedingten Preissteigerungen im Inland: Da Öl an internationalen Börsen gehandelt wird, schlagen die globalen Preissprünge dennoch direkt auf die US-Verbraucher durch.

Leavitt zufolge stehen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Aussenminister Marco Rubio weiterhin im Austausch mit europäischen und arabischen Verbündeten, um sie stärker bei der Sicherung der Meerenge südlich des Irans einzubinden. «Dies liegt mehr in ihrem Interesse als im Interesse der Vereinigten Staaten», sagte sie weiter. (dpa)

15:04 Uhr

Mittwoch, 18. März

Katar kritisiert Angriff auf iranisches Gasfeld im Persichen Golf

Katar hat Israel für den Angriff auf ein Erdgasfeld vor seiner Küste verantwortlich gemacht, das es sich mit dem Iran teilt. Die Attacke auf das Gasfeld South Pars sei «ein gefährlicher und unverantwortlicher Schritt angesichts der derzeitigen militärischen Eskalation in der Region», erklärte Aussenministeriumssprecher Madsched al-Ansari am Mittwoch auf der Plattform X. Angriffe auf lebenswichtige Einrichtungen müssten vermieden werden.

Zuvor hatten iranische Staatsmedien einen Angriff auf Anlagen im Zusammenhang mit dem South-Pars-Gasfeld gemeldet. Das riesige Gasfeld im Persischen Golf wird sowohl vom Iran als auch von Katar ausgebeutet. Katar gilt als einer der weltweit grössten Exporteure von Flüssigerdgas (LNG).

«Angriffe auf Energieinfrastruktur bedrohen die globale Energiesicherheit sowie die Bevölkerung und die Umwelt der Region», kritisierte al-Ansari. «Wir rufen alle Parteien dazu auf, Zurückhaltung zu üben, sich an das Völkerrecht zu halten und auf eine Deeskalation hinzuarbeiten, die die Sicherheit und Stabilität in der Region bewahrt.»

Nach dem mutmasslich israelischen Angriff veröffentlichte das iranische Staatsfernsehen eine Drohung, wonach die Islamische Republik die Öl- und Gasinfrastruktur in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten angreifen werde. Die Drohung ähnelte Angriffswarnungen, die der Iran während des Krieges veröffentlicht hat, und kopierte den vom israelischen Militär verwendeten Stil.

Der Iran drohte insbesondere mit Attacken auf die saudi-arabische Samref-Raffinerie und den petrochemischen Komplex in Dschubail. Auch das Al-Hassan-Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die petrochemischen Anlagen und eine Raffinerie in Katar wurden bedroht. (dpa)

14:05 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israel greift iranische Gasindustrie an

Israel hat im Krieg gegen den Iran Medienberichten zufolge Teile der Gasindustrie am Persischen Golf bombardiert. Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr. Die Bombardierungen könnten weiteres Eskalationspotenzial in dem Krieg haben.

Die Zeitung «Times of Israel» meldete unter Berufung auf Regierungskreise, dass die Luftwaffe die iranische Gasproduktion im Süden des Landes angegriffen habe, darunter die grösste derartige Anlage in der Provinz Buschehr. Laut dem Portal «Axios», das sich ebenfalls auf Regierungskreise bezog, sollen die Attacken mit den USA abgestimmt und koordiniert gewesen sein.

Bei Asalujeh am Persischen Golf liegt mit «South-Pars» das grösste Gasfeld der Welt, das sich der Iran mit Katar teilt. Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung.

Mehrere Industriebereiche der Gasförderung seien getroffen worden, berichtete Tasnim unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Buschehr. Die Behörden warnten die Bevölkerung davor, sich den attackierten Orten zu nähern.

Die Ölindustrie im Iran ist vor allem in der weiter westlich gelegenen Provinz Chusestan angesiedelt. Die iranische Staatsführung erzielt durch den Ölverkauf ihre wichtigsten Einnahmen – mit China als bedeutendstem, wenn auch inoffiziellem Abnehmer. (dpa)

12:30 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israel setzt Unicef-Lieferungen für Gazastreifen aus

Israel hat wegen angeblicher Tabak- und Nikotinprodukte in Hygiene-Sets des UN-Kinderhilfswerks für den Gazastreifen die Unicef-Lieferungen in das Palästinensergebiet vorübergehend ausgesetzt. Generalmajor Joram Halevi von der israelischen Militärbehörde Cogat sagte, die Lieferungen würden solange ausgesetzt, bis Unicef zu der Angelegenheit Stellung beziehe. Die Nikotinprodukte wurden nach israelischen Angaben bei einer Inspektion am Grenzübergang Kerem Schalom zwischen Israel und dem Gazastreifen am Dienstag entdeckt.

Eine Kommentaranfrage der Nachrichtenagentur AP an das Kinderhilfswerk blieb zunächst unbeantwortet. Israel hat die Hilfslieferungen für den Gazastreifen seit dem Beginn des Gaza-Krieges stets strikt kontrolliert, dennoch gelingt es Schmugglern, Waren vorbei an den Kontrollen in das Palästinensergebiet zu schleusen. (dpa)

12:30 Uhr

Mittwoch, 18. März

Kreml verurteilt Tötung iranischer Anführer

Russland hat die gezielten Tötungen führender iranischer Vertreter durch Israel scharf verurteilt. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, man lehne Angriffe ab, die darauf abzielten, Vertreter der Führung eines souveränen Staates zu verletzen oder zu töten. Israel hat im Verlauf des Konflikts zahlreiche hochrangige Personen des iranischen Machtapparats getötet, darunter auch den obersten Führer Ali Chamenei und zuletzt Sicherheitsrats-Generalsekretär Ali Laridschani.

Peskow kritisierte zudem, dass das Völkerrecht zunehmend missachtet werde, wies jedoch Berichte über umfassende russische Unterstützung für den Iran als überwiegend falsch zurück. Russland und der Iran hatten zwar eine strategische Partnerschaft vereinbart, diese enthält jedoch keine Verpflichtung zu gegenseitigem militärischem Beistand. (dpa)

12:21 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israel: Tötung jedes ranghohen Vertreters des Iran genehmigt

Israels Führung hat nach Angaben des Verteidigungsministers die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreter genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde. Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert.

Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien «bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten». Diese würden den Krieg gegen den Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz «auf eine neue Stufe heben». Die Intensität der Angriffe im Iran nehme noch zu, sagte er demnach.

Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter Irans obersten Führer Ali Chamenei. Am Montag wurde zudem der einflussreiche Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, gezielt getötet. (dpa)

11:37 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israel: Irans Geheimdienstminister getötet

Das israelische Militär soll den iranischen Geheimdienstminister Ismail Chatib getötet haben. Das teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit und kündigte weitere «bedeutende Überraschungen (...) an allen Fronten» im Verlauf des Mittwochs an. Tags zuvor hatte Katz bereits die Tötung des Generalsekretärs des nationalen Sicherheitsrats des Landes, Ali Laridschani, sowie des Chefs der Basidsch-Milizen der Revolutionsgarde, Gholamresa Soleimani, vermeldet, deren Tod Teheran anschliessend bestätigte. (dpa)

Irans Geheimdienstchef Ismail Chatib soll getötet worden sein. (Bild: Keystone)

10:48 Uhr

Mittwoch, 18. März

Raketenalarm in Dubai – Luftabwehr wird aktiv

Raketenalarm ist am Mittwochmorgen durch das Emirat Dubai geschallt. Begleitet wurden die Sirenen vom Lärm explodierender Abfanggeschosse. Die Behörden teilten mit, alle Angriffe seien abgewehrt worden. Verletzte habe es nicht gegeben. (dpa)

08:33 Uhr

Mittwoch, 18. März

Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz

Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.

Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz. Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Anwohner berichteten von mehreren deutlich vernehmbaren Explosionen. Alle am Mittwochmorgen getroffenen Gebiete liegen in der Nähe libanesischer Regierungsgebäude wie dem Finanzministerium und dem Amtssitz des Premierministers.

In der Nacht hatte die mit dem Iran verbündeten Hisbollah erneut Dutzende Raketen auf den Norden des Nachbarlands Israel abgefeuert. Ausgelöst worden waren die Gefechte durch die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran vor knapp drei Wochen. Seither herrscht Krieg in der Region. (dpa)

06:03 Uhr

Mittwoch, 18. März

Iranisches Atomkraftwerk Buschehr von Geschoss getroffen

Auf dem Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ist ein Geschoss eingeschlagen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte in der Nacht auf Mittwoch mit, dass sie aus Teheran einen Bericht erhalten habe, wonach der Komplex bei einem Angriff getroffen worden sei. «Es wurden keine Schäden am Kraftwerk oder Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet», hiess es. Die vorsichtig formulierte Erklärung der IAEA war die erste öffentliche Stellungnahme ausserhalb von Iran oder Russland zu dem Vorfall am Dienstag.

Iran und Russland hatten zuvor mitgeteilt, dass ein Angriff in der Nähe des Atomkraftwerks am Persischen Golf erfolgt sei. Es habe weder eine Freisetzung von radioaktivem Material noch Verletzte gegeben. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass zitierte Rosatom-Chef Alexej Lichatschew mit der Aussage, ein Angriff habe das Gelände neben dem Gebäude des Metrologiedienstes am Standort des Kernkraftwerks getroffen - «in unmittelbarer Nähe der in Betrieb befindlichen Reaktoreinheit». Auch Lichatschew betonte, dass die Strahlung vor Ort im Normalbereich liege.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief erneut zu «maximaler Zurückhaltung während des Konflikts» auf, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden.

Buschehr liegt rund 750 Kilometer südlich der iranischen Hauptstadt Teheran und wird von russischer Technik betrieben. Der Bau des Kraftwerks begann unter dem Schah Mohammed Reza Pahlavi Mitte der 1970er Jahre. Nach der Islamischen Revolution 1979 war das Kraftwerk während des Iran-Irak-Kriegs wiederholt Ziel von Angriffen. Später wurde der Bau der Anlage von Russland abgeschlossen. (dpa)

05:56 Uhr

Mittwoch, 18. März

USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Strasse von Hormus ein

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Strasse von Hormus anzugreifen. «Mehrere» der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien «erfolgreich eingesetzt» worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.

Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten «eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge» dargestellt.

Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen. (dpa)

22:16 Uhr

Dienstag, 17. März

Iran bestätigt Tötung von Ali Laridschani

Der Iran hat die Tötung des Generalsekretärs des nationalen Sicherheitsrats des Landes, Ali Laridschani, bestätigt. Iranische Staatsmedien meldeten seinen Tod, nachdem zuvor am Dienstag der israelische Verteidigungsminister Israel Katz angegeben hatte, dass Laridschani bei einem israelischen Angriff getötet worden sei. (dpa)

Der Tod von Ali Laridschani ist bestätigt vom Iran. (Bild: Michael Kappeler)

21:22 Uhr

Dienstag, 17. März

Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff

In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.

«Verbotene Gruppen» hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen «Terrorangriff» auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um «kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität» zu gefährden.

Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen. Im Irak haben die mit Teheran verbündeten Milizen grossen Einfluss, die immer wieder Angriffe auf US-Truppen im Land für sich beanspruchen. In den vergangenen Tagen gab es unter anderem Angriffe auf einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Bagdad. (dpa)

21:03 Uhr

Dienstag, 17. März

Israel meldet neue Angriffe aus dem Libanon

Die proiranische Hisbollah im Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen. Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.

Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe mit Raketen und Drohnen für sich. Zuvor hatte Israels Armee Pläne der Hisbollah für umfangreiche Raketenangriffe auf Israel für den Abend publik gemacht.

Das israelische Militär teilte auch mit, die israelische Luftwaffe greife derzeit Raketenabschussrampen und weitere Ziele der Hisbollah im Libanon an. (dpa)

20:39 Uhr

Dienstag, 17. März

Iran bestätigt Tod von Basidsch-Milizen-Chef

Der Iran hat den Tod des Chefs der Basidsch-Milizen der Revolutionsgarde, Gholamresa Soleimani, bestätigt. Die Nachrichtenagentur der iranischen Justiz berichtete am Dienstag, dass er tot sei. Teheran hat weiter nicht die Tötung des Generalsekretärs des iranischen nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, bestätigt oder dementiert. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat angegeben, dass die beiden Iraner bei israelischen Angriffen getötet worden seien. (dpa)

19:40 Uhr

Dienstag, 17. März

Iranisches Staatsfernsehen zeigt Kundgebung von Khamenei-Anhängern

Das iranische Staatsfernsehen hat am Dienstag Bilder von grossen Menschenmengen bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Teheran gezeigt. Vor allem viele schwarz gekleidete Frauen und ältere Männer waren zu sehen, die iranische Flaggen schwenkten und Porträts des getöteten Obersten Führers Ali Khamenei hochhielten.

Grössere regierungsfeindliche Demonstrationen sind bisher ausgeblieben, auch wenn US-Präsident Donald Trump und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu die Iraner aufgerufen haben, sich während des Kriegs gegen die eigene Führung zu erheben.

Der Iran hat in den Strassen Teherans aber die Präsenz von Sicherheitskräften erhöht und vor jeglichen Protesten gegen die Regierung gewarnt. Auch die üblicherweise wilden Feiern zum Ende des persischen Jahres am Dienstagabend sollten die Iraner meiden, weil Randalierer sie nutzen könnten, um Chaos zu säen, hiess es im Staatsfernsehen. (dpa)

19:39 Uhr

Dienstag, 17. März

USA wollen Revolutionsgarde und Hisbollah noch stärker isolieren

Die USA werben um zusätzliche internationale Unterstützung, um die iranische Revolutionsgarde und die Hisbollah-Miliz im Libanon weiter zu isolieren. Das US-Aussenministerium rief mehrere Staaten dazu auf, die Revolutionsgarde und die Hisbollah als terroristische Organisationen einzustufen, wie das die Europäische Union bereits getan hat. Der Nachrichtenagentur AP lagen am Dienstag diplomatische Depeschen vor, die tags zuvor an alle Vertretungen der USA im Ausland gesendet wurden.

Die dortigen US-Diplomaten sollten ihren Gastländern sagen, dass eine solche Festlegung Druck auf den Iran aufbauen und seine Fähigkeiten einschränken würde, auf der ganzen Welt Terroraktivitäten zu fördern, hiess es in der Botschaft. «Wir gehen davon aus, dass das iranische Regime auf kollektives Vorgehen empfindlicher reagiert als auf einseitige Massnahmen und dass gemeinsamer Druck eher zu einem Wandel des Regimes führen dürfte als einseitige Massnahmen allein.» (dpa)

19:38 Uhr

Dienstag, 17. März

Netanjahu spottet über Spekulationen über sein Ableben

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spottet über Spekulationen über seinen Tod, die in sozialen Netzwerken kursieren. In einem Video ist er zusammen mit dem US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, zu sehen. Dieser sagt herzhaft lachend, US-Präsident Donald Trump habe ihn gebeten, sich zu versichern, dass es Netanjahu gut gehe. «Ja, Mike, ja, ich lebe», antwortet der israelische Regierungschef lächelnd.

Mit Blick auf Spekulationen, Netanjahu sei in mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierten Videos mit sechs Fingern an der Hand zu sehen, erklärt Netanjahu, er schüttle Hände «mit fünf Fingern an jeder Hand». Zugleich lobt er die zuvor von Israel verkündete Tötung weiterer iranischer Top-Führungsfiguren.

In sozialen Netzwerken werden derzeit von der Nachrichtenagentur Tasnim gestreute Gerüchte um eine schwere Verletzung oder gar das Ableben von Netanjahu verbreitet. Dass es überhaupt noch Aufnahmen von ihm gebe, sei demnach nur dem Einsatz von KI zu verdanken. Netanjahu hatte den Gerüchten bereits zuvor in einem Video widersprochen. In sozialen Netzwerken zweifelten Nutzer jedoch auch an der Glaubwürdigkeit dieser Aufnahme. Die «Jerusalem Post» spricht von einer Desinformationskampagne iranischer Staatsmedien. (dpa)

18:39 Uhr

Dienstag, 17. März

Bericht: 15 Schiffe passierten binnen drei Tagen Strasse von Hormus

Trotz der weitgehenden Sperrung der Strasse von Hormus durch den Iran ist es mehreren Schiffen zuletzt gelungen, die Meerenge zu passieren. Wie die Schiffbeobachtungsseite MarineTraffic am Dienstag mitteilte, fuhren in den vorangegangenen drei Tagen 15 Schiffe durch die Strasse von Hormus. Acht davon waren demnach Massengutfrachter, fünf Öltanker und zwei transportierten Flüssiggas.

Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Die Islamische Republik warnte Schiffe vor der Durchfahrt. Streitkräfte des Landes beschiessen nahezu alle Schiffe in der Meerenge. Gleichzeitig betont Teheran, die Strasse sei nur für die Feinde des Landes gesperrt. (dpa)

18:28 Uhr

Dienstag, 17. März

Israels Präsident sieht Tötung Laridschanis als Chance für Proteste

Israels Präsident Izchak Herzog hat die von Israel gemeldete Tötung des iranischen Sicherheitsrats-Generalsekretärs Ali Laridschani als wichtigen Schritt bezeichnet. Er sieht darin eine Chance für die iranische Bevölkerung, mehr Freiraum für Proteste zu gewinnen und möglicherweise einen Machtwechsel herbeizuführen. Israel hat wiederholt zum Sturz der Führung in Teheran aufgerufen, was Experten jedoch kritisch bewerten.

Auch Verteidigungsminister Israel Katz meldete die Tötung Laridschanis sowie eines Basidsch-Kommandeurs bei gezielten Angriffen, eine Bestätigung aus dem Iran steht aus. Herzog warf beiden vor, Terror verbreitet zu haben, und äußerte die Hoffnung, dass der Konflikt langfristig zu einer neuen Perspektive für den Nahen Osten sowie Vorteile für Europa und die Welt führen könnte.

17:16 Uhr

Dienstag, 17. März

Trump will doch keine Hilfe von Nato-Ländern

Der US-Präsident Donald Trump möchte im Iran-Krieg doch keine Hilfe mehr durch die Nato-Länder. Das schreibt er auf seiner Plattform Truth Social.

Als Grund gibt er an, auf die Unterstützung aufgrund jüngster Erfolge nicht mehr angewiesen zu sein. «Aufgrund unserer militärischen Erfolge benötigen wir die Unterstützung der Nato-Staaten nicht mehr – das haben wir nie getan!», schreibt Trump.

Donald Trump äussert sich auf Truth Social zu der mangelnden Unterstützung der Nato-Staaten. (Bild: Truth Social)

Die meisten Verbündeten der USA hätten einen Einsatz in der Strasse von Hormus abgelehnt. Er sei nicht überrascht: «Wir schützen sie, aber sie werden uns, insbesondere in Notlagen, nicht helfen.» Diesen Vorwurf brachte der US-Präsident schon des Öfteren an. (hkl, watson)

16:43 Uhr

Dienstag, 17. März

Israels Armeesprecher: Greifen Hisbollah mit Entschlossenheit an

Der israelische Militärsprecher Effie Defrin hat angesichts erwarteter Raketenangriffe durch die proiranische Hisbollah-Miliz die Bevölkerung zur Ruhe aufgerufen. «Der Feind versucht, Angst und Panik zu verbreiten. Es ist wichtig, dass Sie Ruhe bewahren», sagte er in einer Videobotschaft. Das israelische Militär beobachte die Hisbollah und alle ihre Kommandeure «von Beirut bis zum Südlibanon», betonte Defrin. «Wir greifen die Hisbollah in diesem Moment mit voller Entschlossenheit an.»

Kurz zuvor hatte das israelische Militär berichtet, dass seinen Erkenntnissen zufolge die Hisbollah umfangreiche Vorbereitungen für Raketenangriffe gegen Israel in den kommenden Stunden getroffen habe. Nach Militärangaben wurden daraufhin Hisbollah-Ziele an drei Standorten im Libanon angegriffen. (dpa)

16:09 Uhr

Dienstag, 17. März

Netanjahu: Israel will Iranern beim Sturz ihrer Regierung helfen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die von Israel gemeldete Tötung zweier ranghoher iranischer Vertreter als Versuch dargestellt, der iranischen Bevölkerung beim Sturz ihrer Regierung zu helfen. Die Angriffe hätten das Ziel gehabt, die iranische Regierung zu schwächen, teilte Netanjahu am Dienstag in einer Stellungnahme mit. «Wir untergraben dieses Regime, um den Iranern die Gelegenheit zu geben, es zu entfernen. Das wird nicht schnell oder einfach passieren, doch wenn wir hartnäckig bleiben, werden sie die Chance haben, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen», teilte er mit.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor mitgeteilt, dass der Generalsekretär des iranischen nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, und der Chef der Basidsch-Milizen der Revolutionsgarde, Gholamresa Soleimani, in der Nacht zum Dienstag getötet worden seien. Der Iran hat den Tod der beiden bislang weder bestätigt noch bestritten. (dpa)

15:11 Uhr

Dienstag, 17. März

Netanjahu wünscht Iranern «Jahr der Freiheit»

Israels Premier Netanjahu wünschte den Iranern zum persischen Neujahr ein «Jahr der Freiheit» und richtete eine persische Videobotschaft an das «mutige iranische Volk». Dies geschah kurz nach der Tötung führender iranischer Vertreter. Aufgrund einer Internetsperre im Iran dürfte die Botschaft kaum verbreitet worden sein. Netanjahu hatte bereits zuvor zum Sturz der Führung in Teheran aufgerufen; nach Angriffen durch Israel und die USA reagiert der Iran mit Raketenangriffen auf Israel und Ziele in der Golfregion. (dpa)

14:52 Uhr

Dienstag, 17. März

Israel: Iranischer Funktionär Laridschani getötet

Israel hat nach eigenen Angaben weitere Top-Führungsfiguren des Irans getötet. Der einflussreiche Generalsekretär des Sicherheitsrats Ali Laridschani sei bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben gekommen, erklärte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz. Der 67-jährige Laridschani war zuletzt zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Die politischen und militärischen Folgen sind unklar. Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter Irans obersten Führer Ali Khamenei. (dpa)

14:42 Uhr

Dienstag, 17. März

Chef der iranischen Basidsch-Truppen in Zelt getötet

Der Kommandeur der iranischen Basidsch-Milizen ist nach Angaben aus israelischen Militärkreisen bei einem Luftangriff auf ein Zelt getötet worden. Dort habe die Führung der Freiwilligenmiliz, die im Iran immer wieder für die Niederschlagung von Protesten eingesetzt wurde, ein behelfsmässiges Kommandozentrum eingerichtet, weil sie ihre regulären Stützpunkte als nicht mehr sicher erachtet habe, sagte ein Militärvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Neben Milizenchef Gholamresa Soleimani seien bei dem Angriff in der Nacht auch weitere Basidsch-Kommandeure getötet worden.

Ebenfalls in der Nacht zum Dienstag wurde nach israelischen Angaben der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, bei einem Luftangriff getötet. Der Iran bestätigte die Tötung der beiden zunächst nicht.

Bereits zu Beginn der US-israelischen Angriffe war Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei durch einen Angriff ums Leben gekommen. «Laridschani und der Basidsch-Kommandeur wurden letzte Nacht eliminiert und haben sich nun Khamenei, dem Leiter des Vernichtungsprogramms, sowie all jenen angeschlossen, die aus der Achse des Bösen in die Tiefen der Hölle verbannt wurden», erklärte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz in einer Stellungnahme. (dpa)

14:21 Uhr

Dienstag, 17. März

Rotes Kreuz beklagt grosses Leid für Zivilisten im Iran-Krieg

Das Rote Kreuz hat auf die schwerwiegenden Folgen der US-israelischen Angriffe auf den Iran für die Zivilbevölkerung des Landes hingewiesen. «Die hohen Opferzahlen sind alarmierend», sagte Vincent Cassard, Leiter der Delegation des Roten Kreuzes im Iran, am Dienstag. «Das tägliche Leben in Teheran ist tiefgreifend beeinträchtigt.» Er erklärte, Schäden an Schulen und Krankenhäusern sowie an Einrichtungen des Iranischen Roten Halbmonds zeigten den hohen Preis, den die Zivilbevölkerung infolge der Kämpfe zahle. (dpa)

14:07 Uhr

Dienstag, 17. März

Irakische Kurdenregion wird für Iraner zum Rettungsanker

Als die Grenze zum Norden des Iraks erstmals seit Beginn des Krieges öffnet, strömen Dutzende Iraner auf die andere Seite. Sie berichteten von anhaltenden Luftangriffen Israels und der USA und immer weiter steigenden Lebensmittelpreisen. Im Nachbarland hoffen sie auf günstige Einkäufe, Zugriff auf das Internet, um Verwandte zu kontaktieren - und Arbeit.

In Gegenrichtung fahren Lastwagen über den Grenzübergang Hadschi Omeran auf die iranische Seite, als die Grenze am Sonntag zum ersten Mal seit dem 28. Februar geöffnet wird. Schon bevor die USA und Israel an diesem Tag ihren Krieg gegen den Iran begannen, war die irakische Kurdenregion Erbil eine Anlaufstelle für iranische Kurden gewesen.

Tiefe familiäre, kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen reichen über die Grenze hinweg, hinzu kommen durchlässige Grenzabschnitte, die Handel und regelmässige Besuche erleichtern. Mit dem Kriegsausbruch ist eine neue Bedeutung hinzugekommen: Erbil ist jetzt ein Tor zur Aussenwelt. (dpa)

11:52 Uhr

Dienstag, 17. März

Iran will Lage der Strasse von Hormus langfristig für sich nutzen

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Kalibaf hat eine dauerhafte Kontrolle der Durchfahrt durch die Meerenge von Hormus angedeutet. Die für den weltweiten Ölexport extrem wichtige Verbindung zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman könne nicht mehr so sein wie früher, sagte Kalibaf in einem am Dienstag vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die USA und Israel hätten einen strategischen Fehler begangen.

Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Die Islamische Republik warnte Schiffe vor der Durchfahrt. Streitkräfte des Landes beschiessen nahezu alle Schiffe in der Meerenge. Diese De-Facto-Blockade hat die Energiepreise weltweit sprunghaft steigen lassen.

Kalibaf sagte, die USA und Israel attackierten den Iran mit Kampfflugzeugen und Raketen. «Sollen wir uns einfach zurücklehnen und nichts tun?», fragte er. Das Vorgehen des Irans in der Meerenge sei «unser unbestreitbares Recht». «Die Strasse von Hormus war schon immer wichtig, einer der wichtigsten strategischen Engpässe der Welt», erklärte Kalibaf. Die Rücksichtslosigkeit und die Fehler der USA und Israels hätten «dieses Potenzial in eine aktive Realität verwandelt». Der Iran müsse das ausnutzen. (dpa)

11:06 Uhr

Dienstag, 17. März

Bahrain meldet neue iranische Drohnenangriffe

Bahrain hat weitere Angriffe mutmasslich iranischer Drohnen gemeldet. Wie das Verteidigungsministerium des Landes am Dienstag mitteilte, wurden seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran mindestens 129 Raketen und 233 Drohnen gegen Bahrain eingesetzt. Allein seit Montag seien neun Drohnen abgefeuert worden, hiess es. (dpa)

10:59 Uhr

Dienstag, 17. März

Israelischer Minister: Irans Sicherheitsratschef Laridschani getötet

Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Laridschani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben. Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Eine Bestätigung von iranischer Seite gab es zunächst nicht.

Irans Sicherheitsratschef Ali Laridschani soll getötet worden sein. (Bild: Foto: Keystone)

Nur kurz zuvor hatten Israels Streitkräfte mitgeteilt, den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet zu haben. Der Angriff sei am Montag in Teheran erfolgt, hiess es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es auch dafür keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee. Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit im Iran. (dpa)

08:08 Uhr

Dienstag, 17. März

UN-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung

Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Strasse von Hormus sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige Lösung. «Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin», sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der «Financial Times». Ein militärischer Einsatz sei «keine langfristige oder nachhaltige Lösung.» US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen einen internationalen Marineeinsatz vor der iranischen Küste zur Sicherung von Öltransporten gefordert. (dpa)

08:06 Uhr

Dienstag, 17. März

Pakistaner bei Angriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten getötet

Ein pakistanischer Mann ist am Dienstagmorgen bei einem Raketenangriff in Abu Dhabi getötet worden. Das Medienbüro von Abu Dhabi erklärte, der Mann sei getroffen worden, als Splitter im Stadtteil Bani Jas fielen, während die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate eine ballistische Rakete abfing. Nach Angaben der Behörden steigt die Zahl der Todesopfer seit Beginn des Kriegs auf acht Menschen, darunter zwei Soldaten. (dpa)

08:04 Uhr

Dienstag, 17. März

Drohnenaufnahmen von irakischer Miliz zeigen wohl US-Botschaft

Drohnenaufnahmen der irakischen Miliz Saraja Aulija al-Dam zeigen offenbar die US-Botschaft in Bagdad - noch bevor diese am Dienstag attackiert wurde. Die pro-iranische schiitische Gruppe veröffentlichte das Material am Dienstag. Die am Montag mit einer Drohne aufgenommenen Bilder zeigten, wie diese über das Gelände schwebte. Details der Anlage, darunter eine amerikanische Flagge, stimmen mit Satellitenbildern und bekannten Merkmalen der Botschaft überein. Die US-Botschaft ist eine der am stärksten gesicherten Einrichtungen des Landes. Es ist die zweite sogenannte «First-Person-View»-Drohnenaufnahme, die während des Kriegs von Milizen im Irak veröffentlicht wird.

Die erste zeigte einen Angriff auf eine amerikanische Einrichtung am Flughafen von Bagdad. Die Aufnahmen vom Montag enden, ohne dass ein Angriff durch die Drohne gezeigt wird. Saraja Aulija al-Dam hat seit Beginn des Iran-Kriegs mehrere Angriffe für sich beansprucht. Am frühen Dienstagmorgen wurde die US-Botschaft in Bagdad von vier Drohnen ins Visier genommen, wobei die Luftabwehr der Einrichtung die Geschosse abwehrte, wie zwei Sicherheitsbeamte mitteilten. Dennoch hätten Splitter die Botschaft getroffen. Separat zielte offenbar ein Luftangriff auf ein Haus im stark gesicherten Präsidentenkomplex im Bagdader Stadtteil Al-Dschadrija. Es war unklar, wer den Angriff durchgeführt hat. (dpa)

06:46 Uhr

Dienstag, 17. März

Trumps angebliches Iran-Gespräch mit Ex-Präsident sorgt für Zweifel

US-Präsident Donald Trump hat ein angebliches Privatgespräch mit einem früheren Präsidenten über den Iran-Krieg angeführt - Vertreter aller vier lebenden Ex-Präsidenten bestreiten jedoch jeden jüngsten Kontakt. Trump behauptete am Montag, er habe von einem früheren Präsidenten ein Eingeständnis erhalten. Dieser habe Bedauern darüber geäussert, den Iran nicht so angegriffen zu haben, wie Trump es seit mehr als zwei Wochen tue. Vertreter der früheren Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama und Joe Biden erklärten jedoch, sie hätten zuletzt nicht mit Trump gesprochen. Das Weisse Haus reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Bei einer Sitzung des Kuratoriums des Kennedy Centers im Weissen Haus sagte Trump, der Iran stelle seit Jahrzehnten eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar. Er sei der einzige Präsident gewesen, der den Mut gehabt habe, etwas dagegen zu unternehmen. «Ich habe mit einem bestimmten Präsidenten gesprochen, den ich eigentlich mag - einem früheren Präsidenten. Er sagte: „Ich wünschte, ich hätte es getan.» Aber sie haben es nicht getan. Ich tue es“, fuhr Trump fort. Trump weigerte sich, den ehemaligen Präsidenten zu nennen, als Reporter danach fragten. Er wolle ihn nicht «in Verlegenheit bringen», sagte er. «Das wäre sehr schlecht für seine Karriere - auch wenn er eigentlich keine Karriere mehr hat.» (dpa)

05:56 Uhr

Dienstag, 18. März

WM: Iran verhandelt mit FIFA über Spielverlegung nach Mexiko

Wegen des Krieges im Nahen Osten arbeitet der iranische Fußballverband an einer Verlegung seiner WM-Spiele von den USA nach Mexiko. «Nachdem US-Präsident Donald Trump ausdrücklich erklärt hat, dass er die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten kann, werden wir definitiv nicht nach Amerika reisen», sagte Verbandspräsident Mehdi Taj in einer Stellungnahme, die auf dem X-Account der Botschaft des Landes veröffentlicht wurde. Der Iran soll beim Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, danach in Seattle gegen Ägypten. Das WM-Quartier der Mannschaft wurde in Tucson/Arizona gebucht.

«Wir verhandeln derzeit mit der FIFA über die Austragung der iranischen Spiele bei der Weltmeisterschaft in Mexiko», sagte Taj. Abolfazl Pasandideh, Irans Botschafter in Mexiko, verurteilte am Montag die mangelnde Kooperation der US-Regierung bei der Visa-Erteilung und der Bereitstellung logistischer Unterstützung für die Delegation im Vorfeld der WM. (dpa)

05:48 Uhr

Dienstag, 18. März

Katar wehrt Raketenangriff ab

Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmasslich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äussern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff - etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen - wurden zunächst nicht genannt. (dpa)

05:46 Uhr

Dienstag, 17. März

Angriff auf Tanker im Golf von Oman

Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt meldet, ein Tanker sei vor der Küste des Emirats Fudschaira im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Es sei niemand verletzt worden. Das Schiff habe gut 40 Kilometer vor der Küste vor Anker gelegen, hiess es. Das kleine Emirat Fudschaira, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, liegt südlich der Strasse von Hormus - einer strategisch bedeutsamen Meerenge, die den Zugang zum Persischen Golf bildet. (dpa)

05:45 Uhr

Dienstag, 17. März

Neue iranische Angriffe auf Ziele in Golfstaaten

Der Iran griff in der Nacht auch erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien an. Die Behörden in Dubai erklärten, dass es sich bei dem Lärm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um Abfangeinsätze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden. Im Irak gab es unbestätigten Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens. Ausserdem gibt es Berichte über einen Angriff auf ein Fünf-Sterne-Hotel im stark gesicherten Regierungsviertel, der sogenannten «Grünen Zone». In dem Gebiet befinden sich neben der US-Botschaft weitere diplomatische Vertretungen sowie Einrichtungen der irakischen Regierung und internationale Institutionen. Eine Drohne sei auf dem Dach des 18-stöckigen Gebäudes eingeschlagen, erklärte das irakische Innenministerium. (dpa)

05:44 Uhr

Dienstag, 17. März

Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut

Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben grosse neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen «Terrorregimes» attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst nicht. In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben. (dpa)

05:41 Uhr

Dienstag, 17. März

Trump will Gipfel mit Xi um einen Monat verschieben

US-Präsident Donald Trump will sein Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping verschieben. Er habe wegen des Krieges im Nahen Osten um eine Verschiebung von «einem Monat oder so» gebeten, sagte Trump am Montag im Weissen Haus. «Ich will hier sein. Ich habe das Gefühl, ich muss hier sein.» Die Reise Trumps nach China war für Ende März und Anfang April geplant. «Ich halte es für wichtig, dass ich hier bin. Daher könnte es sein, dass wir das Treffen ein wenig verschieben», sagte Trump. (dpa)

05:39 Uhr

Dienstag, 17. März

Demokrat Schumer: Trump bei Iran-Strategie «am Rudern»

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, hat die Iran-Strategie von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Er nahm Bezug auf die Behauptung Trumps, er habe die ganze Zeit gewusst, dass der Iran im Kriegsfall die Strasse von Hormus blockieren könne. «Nun, wenn das stimmt, dann hat er eine schreckliche Arbeit bei der Vorausplanung geleistet, um zu verhindern, dass sie als Waffe eingesetzt wird», sagte der Senator aus New York in einer Rede im Senat. Trump mache «weiterhin einen schrecklichen Job dabei, den Schaden einzudämmen, der jetzt entsteht». Der Präsident sei «am Rudern». Der Iran blockiert die Strasse von Hormus seit Beginn der US-israelischen Angriffe. Durch die Meerenge wird etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Öls verschifft, weshalb die Rohölpreise stark angestiegen sind. Die iranische Revolutionsgarde hatte zuvor erklärt, dass nicht «ein einziger Liter Öl» den Persischen Golf verlassen werde. (dpa)

05:37 Uhr

Dienstag, 17. März

Vereinigte Arabische Emirate schliessen zeitweise ihren Luftraum

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Luftraum kurzzeitig geschlossen. Die Generalbehörde für zivile Luftfahrt teilte am Dienstag zunächst mit, die Entscheidung sei «eine aussergewöhnliche Vorsichtsmassnahme, um die Sicherheit von Flügen und Flugbesatzungen zu gewährleisten und das Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate zu schützen». Kurze Zeit später wurde die Schliessung wieder aufgehoben. Die Behörden erklärten, «die Lage habe sich stabilisiert», sodass Flüge wieder aufgenommen werden könnten. Das Militär hatte zuvor erklärt, man reagiere auf «eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus dem Iran». Die Massnahme erfolgte nach einem iranischen Drohnenangriff am Montag, bei dem ein Treibstofftank am Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde - dem weltweit verkehrsreichsten Flughafen für internationale Flüge. (dpa)

22:45 Uhr

Montag, 16. März

Irans Aussenminister dementiert Kontakt mit US-Sondergesandten

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X: «Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen.» Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen.

Zuvor hatte das Portal «Axios» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging. (dpa)

22:42 Uhr

Montag, 16. März

Meloni zeigt sich zurückhaltend zu Einsatz in Strasse von Hormus

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich zurückhaltend zu einer militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Strasse von Hormus geäussert. Zwar sei die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel wichtig, ein militärisches Eingreifen würde jedoch eine stärkere Beteiligung am Krieg bedeuten. US-Präsident Donald Trump hatte Nato-Verbündete zuvor aufgefordert, bei der Sicherung der Öltransporte zu helfen.

Meloni betonte zugleich, Italien werde sich nicht am Krieg beteiligen. Stattdessen plädierte sie für eine Ausweitung der EU-Operation «Aspides», die seit 2024 Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden schützt. Die etwa 55 Kilometer breite Strasse von Hormus gilt als eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport. (dpa)

22:27 Uhr

Montag, 16. März

Iran warnt USA vor weiterem Angriff auf Ölinsel Charg

Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, droht den USA für den Fall weiterer Angriffe auf die Ölinsel Charg mit Vergeltung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim sagte er, dass der Iran sämtliche Öl‑ und Gasanlagen von Staaten zerstören werde, die an möglichen Angriffen beteiligt seien.

Am Samstag hatte das US‑Militär nach Angaben des Regionalkommandos Centcom rund 90 Ziele auf der für den iranischen Ölexport zentralen Insel bombardiert. US‑Präsident Donald Trump warnte zudem, jede Behinderung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus werde seine bisherige Zurückhaltung gegenüber der iranischen Ölinfrastruktur auf der Insel beenden. (dpa)

22:18 Uhr

Montag, 16. März

Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen

Israel ist seit Langem als regionale Atommacht bekannt - hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt. Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? «Israel würde so etwas niemals tun», sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten.

Der hatte den Präsidenten mit einer Äusserung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: «Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.» Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort.

Israel verfolgt seit Jahren eine Politik der bewussten Zweideutigkeit, um Konfrontationen über sein Atomprogramm aus dem Weg zu gehen. Israelische Spitzenpolitiker haben mehrfach betont, Israel werde «nicht als erstes Land im Nahen Osten Atomwaffen einführen». Nach Schätzungen des Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Israel über 90 nukleare Sprengköpfe. (dpa)

21:53 Uhr

Montag, 16. März

Wieder Angriffe auf Kabul – Taliban: Klinik getroffen

Das pakistanische Militär hat laut Taliban erneut Kabul angegriffen. Die Regierung in Kabul wirft Pakistan vor, dabei eine Entzugsklinik für Drogenabhängige getroffen zu haben, wobei es Tote und Verletzte gegeben habe. Pakistan bestreitet das und spricht von «präzisen» Angriffen auf militärische Ziele und Infrastruktur von Terroristen in Kabul und der Provinz Nangarhar. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben sich zuletzt nach gegenseitigen Angriffen weiter verschärft. Pakistan wirft den Taliban vor, Terroristen zu beherbergen, die Anschläge im Land verüben; Kabul weist das zurück. (dpa)

21:27 Uhr

Montag, 16. März

Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet

Der Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen Tageszeitung «al-Arabi al-Dschadid», aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Massnahmen getroffen worden.

«Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen», sagte Ghalibaf.

Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Der Iran werde weiterkämpfen, «bis der Feind seine Aggression bereut» und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien. (dpa)

21:22 Uhr

Montag, 16. März

Brand nach mutmasslichem Drohnenangriff in Bagdad

In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll.

In dem betroffenen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Videos in sozialen Medien zeigten Flammen und dichten Rauch, die aus dem 18-stöckigen Gebäude des Hotels aufstiegen. Zunächst war nicht klar, wer für den mutmasslichen Drohnenangriff verantwortlich war.

Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation «sofort und professionell unter Kontrolle gebracht».

Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen. (dpa)

21:13 Uhr

Montag, 16. März

Brand nach mutmasslichem Drohnenangriff in Bagdad

In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll.

In dem betroffenen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Videos in sozialen Medien zeigten Flammen und dichten Rauch, die aus dem 18-stöckigen Gebäude des Hotels aufstiegen. Zunächst war nicht klar, wer für den mutmasslichen Drohnenangriff verantwortlich war.

Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation «sofort und professionell unter Kontrolle gebracht».

Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen. (dpa)

21:09 Uhr

Montag, 16. März

Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus

Israel will den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon ausweiten. Militärsprecher Effie Defrin sagte, die Armee mobilisiere zusätzliche Reservisten; bereits über 100'000 seien im Einsatz.

Nach der Waffenruhe mit der Hisbollah im November 2024 hatte sich Israel weitgehend zurückgezogen, behielt jedoch fünf Posten im Südlibanon. Nach Raketenangriffen der Hisbollah habe die Armee weitere 15 Positionen eingenommen.

In den vergangenen Tagen habe es bereits «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» gegen Hisbollah-Mitglieder und Infrastruktur gegeben, um Nordisrael zu schützen. Im Libanon wächst zugleich die Sorge vor einer grossangelegten israelischen Bodeninvasion.

21:06 Uhr

Montag, 16. März

Fünfte iranische Fussballerin verzichtet auf Asyl

Eine fünfte Spielerin der iranischen Frauen-Fussballnationalmannschaft hat ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen und das Land verlassen. Medien berichten, es handle sich um die Teamkapitänin.

Damit haben fünf der sieben Spielerinnen, denen nach dem Asien Cup humanitäre Visa gewährt worden waren, ihre Asylgesuche zurückgezogen. Sie halten sich derzeit mit dem Team in Malaysia auf, da eine direkte Rückreise in den Iran momentan nicht möglich ist. Zwei Spielerinnen wollen weiterhin in Australien bleiben; sie trainieren beim Club Brisbane Roar.

Für Aufsehen hatte zuvor ein stiller Protest beim Turnier gesorgt: Beim ersten Gruppenspiel schwiegen die Spielerinnen während der iranischen Nationalhymne. In ihrer Heimat wurden sie daraufhin von Staatsmedien als «Verräterinnen» bezeichnet. Beobachter befürchten mögliche Konsequenzen für die Spielerinnen oder ihre Familien.

Laut der asiatischen Fussball-Konföderation werden die fünf Rückkehrwilligen in Malaysia betreut. Das Team wartet derzeit auf Anweisungen seines Verbands und auf mögliche Flugverbindungen für die Heimreise. (dpa)

19:52 Uhr

Montag, 16. März

Libanon meldet mehr als eine Million Vertriebene

Im Libanon sind durch die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Bisher seien rund 1'050'000 Vertriebene registriert worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. Rund 130'000 Personen seien in Notunterkünften untergekommen.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mehr als 880 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. Darunter seien auch 111 Minderjährige und 67 Frauen. (dpa)

19:51 Uhr

Montag, 16. März

Zwei indische Gastanker passieren Strasse von Hormus

Der Iran hat zwei unter indischer Flagge fahrenden Flüssiggastankern die sichere Fahrt durch die Strasse von Hormus gewährt.
Die beiden Schiffe der Staatsreederei Shipping Corporation of India (SCI) hätten die Meerenge unter Aufsicht der indischen Marine passiert, wie die Zeitung «The Times of India» berichtete. Ein in die Region entsandtes Schiff der Marine beobachte vor der Küste Omans die Situation weiterer Handelsschiffe, die Indien als Ziel hätten. Der indische Aussenminister Subramanyam Jaishankar führte die sichere Durchfahrt der Tanker auf diplomatische Bemühungen zurück.

Der Tanker «Shivalik» erreichte inzwischen den Hafen Mundra an der indischen Westküste, wie der Sender NDTV und andere indische Medien berichteten. Der LPG-Tanker «Nanda Devi» werde am Dienstag erwartet. Zudem sei der Öltanker «Jag Laadgi», der in den Vereinigten Arabischen Emiraten beladen worden sei, auf dem Weg nach Indien. (dpa)

19:50 Uhr

Montag, 16. März

UN-Mission im Libanon meldet israelischen Truppenaufbau im Süden

Die UN-Friedenstruppe im Libanon sieht eindeutige Hinweise auf einen israelischen Truppenaufbau im Süden des Landes. Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel sagte, dies sei an mindestens sechs Orten auf libanesischem Territorium in der Nähe der sogenannten Blauen Linie «offensichtlich». Die Blaue Linie ist eine von den Vereinten Nationen gezogene Demarkationslinie zwischen Israel und dem Libanon.

Unifil-Angehörige beobachteten laut Ardiel auch Zusammenstösse rund um die Dörfer Odaisse und Chiam in der Region. In einigen Fällen seien israelische Einheiten mindestens fünf Kilometer weit auf libanesisches Territorium vorgedrungen, obwohl es dort keine dauerhaften israelischen Stellungen gebe.

Das israelische Militär hat mitgeteilt, es versuche, mit zusätzlichen Kräften die Schiitenmiliz Hisbollah von der Grenze zurückzudrängen. Einsatzzahlen hat das Militär nicht geliefert. Ardiel betonte, dass Angehörige der UN-Mission wegen der aktuellen Kämpfe nicht in der Lage seien, sich vor Ort zu bewegen oder die Lage umfassend zu überwachen. (dpa)

19:48 Uhr

Montag, 16. März

EU setzt neue Iran-Sanktionen in Kraft

Die EU hat wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran neue Sanktionen verhängt. Betroffen sind 16 Personen und drei Einrichtungen, die laut Beschluss der Aussenminister eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Strassenproteste im Januar gespielt haben sollen. Zu den Sanktionierten zählen unter anderem der stellvertretende Innenminister für Sicherheits- und Strafverfolgungsangelegenheiten, mehrere Kommandeure der Revolutionsgarden (IRGC) sowie der Leiter der Cyberpolizei von Teheran. Auch ein iranisches IT-Dienstleistungsunternehmen steht auf der Liste, das laut EU eine App entwickelt haben soll, mit der Behörden Bürger überwachen können.

Die Sanktionen umfassen Reiseverbote, das Einfrieren von Vermögenswerten in der EU sowie ein Verbot, den Betroffenen Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen. Insgesamt richten sich die EU-Massnahmen nun gegen 263 Personen und 53 Einrichtungen. (dpa)

19:04 Uhr

Montag, 16. März

«Nicht unser Krieg»: EU schliesst Einsatz vor Irans Küste aus

Die EU will sich vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Sicherung von Öl- und Gastransporten in der Strasse von Hormus beteiligen. «Niemand will sich aktiv in diesen Krieg hineinziehen lassen», sagte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nach Beratungen der Aussenminister in Brüssel mit Blick auf die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran. «Das ist nicht unser Krieg.» US-Präsident Donald Trump hatte zuvor europäische Verbündete aufgefordert, einen Beitrag zum Schutz der wichtigen Schifffahrtsroute zu leisten.

EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas. (Bild: EPA)

Auch eine Ausweitung der EU-Militäroperation «Aspides», die seit 2024 Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden schützt, sei derzeit nicht geplant. Stattdessen wollen die Mitgliedstaaten die bestehende Mission stärken. Hintergrund ist die Sorge, dass sich die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen stärker in den Konflikt einmischen könnte. (dpa)

18:57 Uhr

Montag, 16. März

Regierung: Mehr als eine Million Vertriebene im Libanon

Die israelischen Angriffe im Libanon haben nach Angaben der Regierung in Beirut mehr als eine Million Menschen – das ist etwa ein Fünftel der Bevölkerung – zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen. Betroffen seien vor allem die Menschen aus weiten Teilen des Südlibanons und aus den südlichen Vororten der Hauptstadt, teilte die Regierung am Montag mit. Rund 850 Menschen seien bei den Angriffen getötet worden.

Die Hisbollah hatte sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite Teherans gestellt und beschiesst Israel seit Anfang März nach einer längeren, aber brüchigen Waffenruhe mit Raketen. Israel reagiert mit heftigen Gegenangriffen.

Das israelische Militär schickte nach eigenen Angaben auch zusätzliche Bodentruppen für eine «begrenzte und gezielte Operation» in den Libanon. Der Einsatz diene der Verteidigung israelischer Grenzgemeinden gegen Hisbollah-Angriffe, sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. Die Hisbollah habe seit ihrem Kriegseintritt Hunderte Kämpfer ihrer Eliteeinheit Radwan an die Grenze geschickt. (dpa)

18:33 Uhr

Montag, 16. März

Brand in Gebäude im Norden Israels nach Hisbollah-Angriff

Nach einem Angriff mit Raketen und Drohnen durch die libanesische Hisbollah-Miliz ist in einem Wohnort in der israelischen Küstenstadt Naharija ein Brand ausgebrochen. «Es handelt sich um eine Einschlagstelle zwischen zwei Gebäuden, die einen grossen Brand verursacht hat», berichtete ein israelischer Sanitäter. Es seien drei Menschen verletzt worden.

Israelische Medien berichteten zunächst, die Armee prüfe, ob es sich um den Einschlag einer fehlgeleiteten israelischen Abwehrrakete handelte. Ein Armeesprecher sagte jedoch, die Prüfung habe ergeben, dass höchstwahrscheinlich eine angreifende Rakete in der Küstenstadt einschlug. Die Hisbollah reklamierte den Angriff mit Raketen und Drohnen auf Naharija für sich. (dpa)

18:33 Uhr

Montag, 16. März

UN-Bericht: Israel beging 2025 Kriegsverbrechen im Iran

Israels Angriff auf das Teheraner Ewin-Gefängnis im Vorjahr war aus Sicht von UN-Menschenrechtlern ein Kriegsverbrechen. Denn die Luftschläge mit rund 80 Todesopfern im vergangenen Juni hätten eine zivile iranische Einrichtung und kein militärisches Ziel getroffen, hiess es in dem Bericht von drei unabhängigen Juristen, die die Lage im Iran für den UN-Menschenrechtsrat in Genf beobachten.

Israels Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf teilte mit, dass eine Reaktion auf die Anschuldigung wohl erst am Dienstag vorliegen werde. Laut dem Bericht hat Israel argumentiert, dass der Angriff ein Schlag gegen die Unterdrückung im Iran und gegen antiisraelische Spionagetätigkeiten in dem Gefängnis gewesen sei. (dpa)

18:13 Uhr

Montag, 16. März

Polizei: Raketenteile in Jerusalems Altstadt niedergegangen

Iranische Raketen haben laut Polizei Einschläge nahe bedeutender heiliger Stätten in der Jerusalemer Altstadt verursacht. Trümmerteile gingen unter anderem in der Nähe des Tempelbergs, der Grabeskirche und im jüdischen Viertel nieder. Polizei und Sprengstoffexperten sind an mehreren Orten im Einsatz.

Zu grösseren Schäden an den heiligen Stätten gibt es bislang keine Informationen. Die Stätten im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems bleiben während des Iran-Kriegs auf Anweisung des Zivilschutzes vorerst für Besucher geschlossen.

Die Polizei erklärte, der Vorfall zeige, dass der Feind nicht zwischen Synagogen, Moscheen und Kirchen unterscheide. (dpa)

17:59 Uhr

Montag, 16. März

Merz: Kein Militäreinsatz in Strasse von Hormus – Kritik an Trump-Kurs

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine deutsche Militärbeteiligung zum Schutz von Öltankern in der Strasse von Hormus ausgeschlossen und den Kurs von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Die Nato sei ein Verteidigungsbündnis und kein Interventionsbündnis, sagte Merz bei einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten in Berlin. Solange der Iran-Krieg andauere, werde sich Deutschland nicht an einer militärischen Sicherung der wichtigen Schifffahrtsroute beteiligen. Trump hatte Nato-Partner zuvor aufgefordert, bei der Sicherung von Öltransporten zu helfen.

Merz warnte zudem vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Das iranische Regime müsse zwar ersetzt werden, sagte er, doch ein solcher Wandel lasse sich nicht «herbeibomben». Die Region dürfe nicht in einen «ewigen Krieg» mit unklaren Zielen geraten. Der Konflikt müsse deshalb möglichst schnell mit einer klaren Strategie beendet werden. (dpa)

17:20 Uhr

Montag, 16. März

Neue Erpressung: Trump verlangt, dass ihm Nato in Iran hilft – sonst drohe «sehr schlechte Zukunft» für die Allianz

Der US-Präsident droht implizit mit dem Ende der Nato, sollten ihm die Alliierten bei seinem Krieg gegen Iran nicht beistehen. Diese wollen aber nicht in den Konflikt hineingezogen werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten. (chm)

17:19 Uhr

Montag, 16. März

Laridschani bekräftigt Irans Widerstandskurs

Der iranische Spitzenfunktionär Ali Laridschani hat angekündigt, dass Teheran seinen Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen will. In einem Schreiben an Muslime weltweit und an islamische Staaten erklärte er, der Iran verfolge weiterhin seinen «Weg des Widerstands gegen den grossen und den kleinen Satan».

Zugleich kritisierte Laridschani eine fehlende Solidarität aus anderen islamischen Ländern. Abgesehen von wenigen Ausnahmen - und auch dann nur auf politischer Ebene – sei kein Staat zu Hilfe gekommen.

Laridschani ist Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats – dem zentralen Gremium für Aussen- und Sicherheitspolitik. In dieser Rolle vermittelt er zwischen Sicherheitsrat, dem Büro des Revolutionsführers, den Streitkräften und den Revolutionsgarden. Der 67‑Jährige zählt derzeit zu den wichtigsten Krisenmanagern des Landes, insbesondere seit dem Tod des Revolutionsführers Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels. (dpa)

17:05 Uhr

Montag, 16. März

Nach der Flucht aus Teheran: Jetzt redet der Schweizer Botschafter

Olivier Bangerter harrte bis letzten Mittwoch in Teheran aus. Dann verliess er das Land mit seinen Mitarbeitenden. Jetzt erzählt der erfahrene Krisendiplomat, was er erlebt hat. (chm)

17:00 Uhr

Montag, 16. März

Irakischer Ölminister kündigt Inbetriebnahme von Pipeline an

Der irakische Ölminister Hajan Abdul-Ghani hat die Inbetriebnahme einer Pipeline in die Türkei angekündigt. Innerhalb einer Woche solle die Pipeline von Kirkuk im Nordirak ins Nachbarland betriebsbereit sein, wodurch der Irak seine durch den Nahost-Krieg unterbrochenen Ölexporte zum Teil wieder aufnehmen könne, sagte der Minister am Montag in einer Videobotschaft.

Zuvor habe der Irak täglich rund 3,4 Millionen Barrel Öl über seinen Hafen Basra im Süden des Landes exportiert. Doch «angesichts der Militäroperationen und der Sperrung der Strasse von Hormus kamen die irakischen Ölexporte zwei oder drei Tage nach Beginn des Krieges in der Region zum Erliegen», sagte Abdul-Ghani.

Die Pipeline von Kirkuk in die Türkei hat dem Minister zufolge eine Kapazität von 200'000 bis 250'000 Barrel pro Tag und wird derzeit Tests unterzogen. Die Route der Pipeline führt um das halbautonome kurdische Gebiet im Nordirak herum, nachdem die Zentralregierung in Bagdad keine Einigung mit den kurdischen Behörden über die Bedingungen für den Export über eine andere Pipeline in der Kurdenregion erzielen konnte. (dpa)

16:59 Uhr

Montag, 16. März

Teile von iranischer Rakete stürzen nahe Grabeskirche zu Boden

Teile einer abgefangenen iranischen Rakete sind auf das Dach des griechisch-orthodoxen Patriarchats in Jerusalem gestürzt. Dieses liegt nur wenige Meter von der Grabeskirche entfernt, die an der Stelle errichtet wurde, an der Jesus nach christlicher Überlieferung begraben wurde und auferstanden ist. Das Patriarchat bestätigte den Einschlag der Trümmerteile am Montag. Berichte über Verletzte lagen nicht vor.

Die Altstadt von Jerusalem, in der sich Stätten befinden, die Muslimen, Christen und Juden heilig sind, ist in diesem Krieg stärker unter Beschuss geraten als bei vorangegangenen Konflikten wie dem Zwölftagekrieg mit dem Iran im vergangenen Jahr. Unter anderem wurden Wohnhäuser in Ostjerusalem, eine Hauptverkehrsstrasse nach Jerusalem und ein Konzertsaal in Westjerusalem getroffen. (dpa)

16:27 Uhr

Montag, 16. März

IEA setzt auf schnelle Beruhigung nach Ölreserve-Freigabe

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet nach der Freigabe strategischer Ölreserven mit einer schnellen Beruhigung der Märkte. IEA-Chef Fatih Birol sagte in Paris, das rasche Eingreifen habe bereits stabilisierend gewirkt, die Ölpreise lägen inzwischen wieder unter dem Niveau von vor einer Woche. Die 32 IEA-Mitgliedsländer hatten wegen des Iran-Kriegs beschlossen, eine Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Rohöl aus ihren Reserven freizugeben.

Dauerhafte Stabilität hängt laut Birol jedoch davon ab, dass der Transit durch die Strasse von Hormus wieder aufgenommen wird. Die aktuellen Reserven könnten zwar kurzfristig als Puffer dienen, seien aber keine langfristige Lösung. Auch weitere mit der IEA verbundene Länder wie Indien, Kolumbien, Singapur, Thailand und Vietnam prüfen Unterstützungsmassnahmen.

14:20 Uhr

Montag, 16. März

Bedrohung für den Weltraum? Israel zerstört Anlage in Teheran

Bei Angriffen auf Ziele in Teheran hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge eine Anlage ins Visier genommen und zerstört, in der der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll. Die von Irans Regierung genutzte Einrichtung sei deshalb «eine Bedrohung für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder» gewesen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Über sein eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass es keinerlei militärische Ziele verfolge. Da es jedoch faktisch von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird, gibt es international Zweifel an dieser Darstellung.

Israels Armee warf dem Land nun vor, seit Jahren «erhebliche Mittel in die Entwicklung seiner Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum» zu investieren. Teheran wolle auf diese Weise die regionale und internationale Stabilität untergraben. Das israelische Militär sprach von einem «bedeutenden Schlag im Herzen Teherans».

Auf dem getroffenen Gelände wurde den Angaben zufolge auch der Satellit «Chamran-1» entwickelt, den der Iran im Herbst 2024 in die Erdumlaufbahn brachte. Laut dem Land handelte es sich auch dabei um einen Forschungssatelliten mit ausschliesslich wissenschaftlichen Zielen. Die Islamische Republik hat bereits öfter Satelliten in den Weltraum befördert, um eigenen Angaben zufolge Daten über Wetter, Naturkatastrophen und Landwirtschaft zu gewinnen. (dpa)

14:02 Uhr

Montag, 16. März

Nato geht vorerst nicht auf Trump-Drohung ein

Die Nato hat sich zurückhaltend zu den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Bündniseinsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel geäussert. Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmassnahmen im Mittelmeer ergriffen, sagte ein Sprecher in Brüssel. Es sei zudem bekannt, dass einzelne Alliierte mit den USA und anderen darüber sprächen, was sie darüber hinaus tun könnten - auch im Zusammenhang mit der Sicherheit in der Strasse von Hormus.

Zu der Frage, ob in Nato-Gremien bereits über einen möglichen Bündniseinsatz in der für weltweite Öl- und Gastransporte wichtigen Meerenge gesprochen wurde, äussert sich der Sprecher nicht. Auch gab es keine Antwort auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine solche «Out-of-area»-Operation denkbar sein könnte.

Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus aufgefordert. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview der «Financial Times». Sollte es «keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein», wurde Trump zitiert.

Als sehr unwahrscheinlich gilt ein Nato-Einsatz vor der Küste des Irans vor allem deswegen, weil die Strasse von Hormus nicht zum Bündnisgebiet zählt und sich die USA deswegen nicht auf die Beistandspflicht nach Artikel 5 berufen können. Ein Einsatz dort wäre deswegen eine sogenannte «Out-of-area»-Operation, der alle Alliierten zustimmen müssten. (dpa)

13:57 Uhr

Montag, 16. März

Nach Flucht aus Teheran: Schweizer Botschafter erzählt

«Für das gesamte Botschaftsteam waren die letzten Wochen sehr intensiv», sagt Olivier Bangerter, Botschafter in Teheran, an einer Medienkonferenz. Bereits Mitte Januar seien mehrere Begleitpersonen der Botschaft aus dem Iran evakuiert worden. Alle Schweizer Mitarbeitende hätten im Keller der Residenz geschlafen, erzählt Bangerter. Zwar sei es kein Schutzraum nach Schweizer Standards gewesen – aber er könne Erdbeben standhalten.

Olivier Bangerter, Schweizer Botschafter in Teheran, beschreibt bei einem Mediengespräch die Lage im Nahen und Mittleren Osten. (Bild: Keystone)

Sein typischer Tag habe mit einem Lageupdate zur Nacht begonnen. Um 9 Uhr habe es täglich eine Krisensitzung gegeben. Einmal habe er sogar eine «Stadtbesichtigung» gemacht, um sich selbst ein Bild der Lage in Teheran zu machen. «Abends haben wir gemeinsam gegessen. Das war für uns ein normaler Tag – mit Explosionen im Verlaufe des Tages», so der Botschafter.

Die Flucht sei sehr gut gelaufen. Sie seien zwar zehn Stunden im Auto unterwegs gewesen – jedoch habe es keine Probleme gegeben. Plan A sei aufgegangen. Nach Überquerung der Grenze habe sich Bangerter schnell sehr erleichtert gefühlt. Es sei für ihn aber nicht einfach gewesen, lokale Kollegen hinter sich zu lassen. «Ich lebe in Teheran. Es ist die Stadt die ich kenne, wo ich spaziere – und die jetzt unter Trümmern ist», sagt Bangerter. (hkl/watson)

12:54 Uhr

Montag, 16. März

Iran: Gebäude der Stromwerke getroffen – mehrere Tote

Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran ist iranischen Angaben zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert worden. Das Verwaltungsgebäude im Stadtteil Schohada sei getroffen worden, berichtete das staatliche TV-Netzwerk SNN. Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben. Eine genaue Opferzahl nannte der Bericht nicht. Durch die Druckwelle der Explosion seien auch Gebäude in unmittelbarer Nähe beschädigt worden. Splitter hätten Passanten in den Tod gerissen und verletzt. (dpa)

12:41 Uhr

Montag, 16. März

Iran: Strasse von Hormus nur für Feinde gesperrt

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat die De-Facto-Blockade der Meerenge von Hormus bestritten. Die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstrasse sei nur für Schiffe der USA, Israels und von deren Verbündeten gesperrt, sagte Araghtschi am Montag in Teheran. «Aus unserer Sicht ist sie offen», sagte er über die Meerenge. «Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen, für diejenigen, die eine ungerechtfertigte Aggression gegen unser Land verübt haben, und für ihre Verbündeten.»

Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe die Strasse von Hormus blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Öls, aber auch verflüssigtes Erdgas verschifft wird. Dadurch sind weltweit die Ölpreise stark gestiegen. Die iranische Revolutionsgarde hat erklärt, sie werde dafür sorgen, dass nicht «ein einziger Liter Öl» den Persischen Golf verlasse. (AP/dpa)

12:17 Uhr

Montag, 16. März

Berlin erteilt Trumps Nato-Wünschen klare Absage

Bundesaussenminister Johann Wadephul hat den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Nato-Einsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel eine klare Absage erteilt. Er sehe nicht, dass die Nato für die Strasse von Hormus zuständig werden könnte, sagte er am Rande eines EU-Aussenministertreffens in Brüssel. Im Fall einer Zuständigkeit würden sich die Nato-Gremien damit entsprechend befassen.

Stattdessen will sich Wadephul im Kreis der EU-Aussenminister für Sanktionen gegen diejenigen einsetzen, die für die Blockade der Strasse von Hormus verantwortlich sind. Damit könne man den Partnern am Golf ein klares Signal der Unterstützung geben.

Zuvor hatte sich schon deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kritisch geäussert. Für ihn gebe es im Augenblick «keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken». Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs «und wir wollen es auch nicht werden», betonte er.

Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus aufgefordert. Als sehr unwahrscheinlich gilt so ein Einsatz vor der Küste des Irans vor allem deswegen, weil die Strasse von Hormus nicht zum Bündnisgebiet zählt und sich die USA deswegen nicht auf die Beistandspflicht nach Artikel 5 berufen können. Ein Einsatz dort wäre deswegen eine sogenannte «out-of-area»-Operation, der alle Alliierten zustimmen müssten. (dpa)

11:03 Uhr

Montag, 16. März

Miliz im Irak: Sechs US-Soldaten bei Angriff getötet

Eine mit dem Iran verbündete Miliz hat nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt im Irak angegriffen und dabei sechs US-Soldaten getötet. Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden, teilte die Miliz Saraja Aulija al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall.

Das Medienbüro der irakischen Streitkräfte erklärte, es habe am Abend Angriffe mit fünf Raketen auf die Gegend rund um den Flughafen gegeben. Mehrere Sicherheitskräfte, Flughafenmitarbeiter und ein Ingenieur seien verletzt worden. Einige der Raketen seien auf dem Flughafengelände niedergegangen.

Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak auf sich aufmerksam macht. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele vom Iran unterstützt werden und die im Irak grossen Einfluss haben. (dpa)

09:53 Uhr

Montag, 16. März

Drohenangriff in Dubai: Flug aus Zürich musste umkehren

Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist am frühen Montagmorgen (Ortszeit) ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten. Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, Reisende sollte ihre Fluggesellschaften kontaktieren, erklärten die Behörden weiter.

Die Maschine von Emirates kam nur bis nach Saudi Arabien und kehrte dann nach Zürich um. (Bild: Screenshot «Flight Radar»)

Vom Angriff betroffen waren auch zwei Flüge aus der Schweiz, wie ein Blick auf «Flight Radar» zeigt. Eine Maschine aus Genf kreiste über eine Stunde lang über Dubai, bis eine Landung möglich war. Ein Flug aus Zürich erreichte Dubai gar nicht erst und kehrte über Medina in Saudi-Arabien um, um wieder in Zürich zu landen.

Der Flugbetrieb in Dubai - normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze - ist wegen des Iran-Kriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt. Schon vor der jüngsten Attacke galt kein regulärer Flugplan. (dpa/pin)

09:45 Uhr

Montag, 16. März

Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger

Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll. «Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen», hiess es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.

Irans oberster Führer Chamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Chamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert. (dpa)

09:40  Uhr

Montag, 16. März

Kallas nennt zwei Möglichkeiten für EU-Einsatz an Strasse von Hormus

Die Europäische Union erwägt nach Angaben ihrer Aussenbeauftragten Kaja Kallas zwei Arten von Marineeinsätzen, um die vom Iran praktisch blockierte Meerenge von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Die EU könne ihre Operation «Aspides» zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer auf den Persischen Golf ausweiten, sagte Kallas am Montag vor einem EU-Aussenministertreffen. Die zweite Möglichkeit sei, eine «Koalition der Willigen» zu bilden, zu der die Mitgliedstaaten der Lage entsprechend militärische Mittel beisteuern könnten.

«Es liegt in unserem Interesse, die Strasse von Hormus offen zu halten, und deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können», sagte Kallas. Steigende Preise für Energie und Düngemittel hätten den Iran-Krieg zu einem vordringlichen Thema gemacht.

Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe die Strasse von Hormus blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Öls, aber auch verflüssigtes Erdgas verschifft wird. US-Präsident Donald Trump hat nicht am Krieg beteiligte Staaten aufgefordert, bei der Öffnung der Meerenge zu helfen. «Etwa sieben» Länder, die stark von Öllieferungen aus dem Nahen Osten abhängig sind, sollten eine Koalition zur Überwachung der Strasse von Hormus bilden, verlangte er. «Ich fordere, dass diese Länder kommen und ihr eigenes Gebiet schützen, weil es ihr eigenes Gebiet ist», sagte Trump an Bord seiner Präsidentenmaschine.

Die Strasse von Hormus liegt zwischen dem Iran im Norden und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Oman im Süden. Trump hatte am Samstag China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien als Länder genannt, von denen er hoffe, dass sie Schiffe an die Strasse von Hormus entsenden. (AP/dpa)

07:36 Uhr

Montag, 16. März

Israels Armee bestätigt «begrenzte» Bodeneinsätze im Libanon

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien in der Gegend aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien «Teil umfassenderer Verteidigungsmassnahmen», um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen.

Die «Times of Israel» hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

Im Libanon herrscht die Sorge vor einer grösseren Bodenoffensive Israels in dem Land. Nach Darstellung des Nachrichtenportals «Axios» will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. (dpa)

06:02 Uhr

Montag, 16. März

Trump droht Nato und fordert Hilfe in Strasse von Hormus

US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview der «Financial Times». Sollte es «keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein», wurde Trump zitiert.

Der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus, die sehr wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen. Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf US-Beamte, die Regierung in Washington werde voraussichtlich schon in dieser Woche bekanntgeben, dass mehrere Länder sich zur Bildung einer Koalition bereit erklärt hätten, die Schiffe durch die Meerenge eskortieren soll. Die USA und potenzielle Koalitionsländer diskutierten noch darüber, ob diese Einsätze vor oder nach Kriegsende beginnen sollen, berichtete die Zeitung.

In dem achtminütigen Gespräch mit der «Financial Times» erwähnte Trump auch China. Die Volksrepublik sei wie Europa - und anders als die USA - stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, wurde Trump weiter zitiert. Tatsächlich beziehen die Europäer aber nur einen Bruchteil der Ölmenge aus dieser Weltregion, den China von dort importiert. Ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping könne er verschieben, sagte Trump der Zeitung zufolge.

Bereits reagiert hat der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. Er erteilt einem Militäreinsatz in der Meerenge eine Absage. Für ihn gebe es im Augenblick «keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken». Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs «und wir wollen es auch nicht werden», betonte er. (dpa)

06:00 Uhr

Montag, 16. März

Das ist in den letzten Stunden passiert

Der Krieg in Nahost geht in der dritten Woche unvermindert weiter. In der iranischen Hauptstadt Teheran meldeten Medien eine neue Angriffswelle. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstrasse sei die Flugabwehr im Einsatz, berichtete das Onlineportal «Hammihan». In sozialen Medien berichteten Kriegsbeobachter, die das Geschehen aus dem Ausland verfolgen, über zahlreiche Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole.

Teherans Bevölkerung ist seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach aussen. Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke.

Drohneneinschlag auf Flughafen von Dubai

Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ging unterdessen ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen auf. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten. Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein.

Auch Israel wurde in der Nacht wieder aus dem Iran mit Raketen beschossen. Berichte über Verletzte gab es jedoch nicht.

Irans Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn 700 Raketen auf Ziele in Israel sowie auf US-Stützpunkte in der Golfregion gefeuert. Daneben seien rund 3600 Kamikazedrohnen mit Sprengladungen eingesetzt worden, berichteten die iranischen Onlineportale «Tabnak» und «Avash» unter Berufung auf einen Sprecher der Revolutionsgarden.

General Ali Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionsgarden, hatte dem iranischen Staatsfernsehen am Sonntag ein Interview gegeben, aus dem auch die Nachrichtenagentur Fars zitierte, die der Elitestreitmacht nahesteht. Naini sagte demnach, dass viele der abgefeuerten Raketen aus alten Beständen stammten. Viele aus neuer Produktion seien noch nicht zum Einsatz gekommen.

Macron appelliert an Iran

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron appellierte an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian, Angriffe auf Länder in der Region sofort zu stoppen. «Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die der Iran gegen die Länder der Region führt - sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak -, unverzüglich einzustellen», schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der Plattform X.

Libanon-Konflikt geht weiter

Unterdessen gerieten im Libanon erneut Friedenstruppen unter Beschuss. Blauhelmsoldaten seien auf Patrouille in der Nähe ihrer Stützpunkte im Süden gewesen, als sie mutmasslich von nicht staatlichen bewaffneten Gruppen beschossen worden seien, teilte Unifil mit. Verletzt worden sei niemand.

Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israels Militär wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. Erst vor rund einer Woche wurden drei Unifil-Soldaten verletzt. Derweil berichteten Augenzeugen von neuen israelischen Angriffen auf südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut, die als Hochburg der Hisbollah gelten. (dpa)

 

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