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Nato geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus ++ Containerschiff vor Küste Omans beschossen

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Bild: Konstantin Toropin)
Nach einem Luftschlag steigt Rauch über Beirut auf. (Bild: Bilal Hussein)
Die unbewilligte Demonstration richtete sich unter anderem an die USA und Israel. (Bild: BRK News)
Die Demonstration blieb friedlich und wurde von der Polizei begleitet. (Bild: BRK News)
Das erste Passagierflugzeug seit Eskalation des Nahost-Konflikts landet in der Schweiz. (Bild: BRK News)
An Bord des Flugzeugs war auch der Schweizer Komiker Stefan Büsser. (Bild: BRK News)
Motjaba Khamenei ist der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei. (Bild: Vahid Salemi)
Mojtaba Kamenei, abgelichtet 2019. (Bild: tasnim news/wikimedia commons)
Reza Pahlavi. (Bild: AP)
Donald Trump äusserte sich anlässlich des Treffens mit Friedrich Merz auch zum Iran. (Bild: Mark Schiefelbein/AP)
Die Todesopfer wurden am Dienstag beigesetzt. (Bild: AP)
US-Vizepräsident JD Vance. (Bild: Matt Rourke)
Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident (Bild: Kay Nietfeld)

Luftangriffe auf und aus dem Iran: Die Bilder

15:00 Uhr

Mittwoch, 4. März

Nato geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus

Die Nato geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. «Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt», teilte Nato-Sprecherin Allison Hart mit. Sie betonte, die Nato stehe fest an der Seite aller Bündnispartner und verwies auf die Unterstützung im Bereich der Luftverteidigung und Raketenabwehr.

Ein Nato-Abwehrsystem hatte am Nachmittag eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete in der türkischen Grenzregion abgefangen. Das ballistische Geschoss war nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara in Richtung des türkischen Luftraums unterwegs und durchquerte den Luftraum des Irak. Ein Teil der Abwehrrakete fiel demnach in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab keine Verletzten. Dass die Nato zur Konfliktpartei wird, gilt trotz des Raketenbeschusses der Türkei als äusserst unwahrscheinlich. (dpa)

14:42 Uhr

Mittwoch, 4. März

Hegseth: USA versenken iranisches Kriegsschiff mit Torpedo

Die USA haben nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth in internationalen Gewässern ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt. Der Torpedo sei von einem U-Boot abgefeuert worden, erklärte der Pentagonchef am Mittwoch. Bei einer Pressekonferenz sagte Hegseth, der nächtliche Angriff sei der erste dieser Art auf einen Feind seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Bild: Konstantin Toropin)

«Ein amerikanisches U-Boot versenkte ein iranisches Kriegsschiff, das sich in internationalen Gewässern in Sicherheit wähnte», sagte Hegseth. «Stattdessen wurde es von einem Torpedo versenkt.» (dpa)

14:00 Uhr

Mittwoch, 4. März

Containerschiff vor Küste Omans unter Beschuss geraten

Vor der Küste des Omans ist ein Containerschiff unter Beschuss geraten. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte am Mittwoch mit, dabei sei ein Feuer im Maschinenraum entstanden. Das Schiff sei in östlicher Richtung durch die Strasse von Hormus gefahren, als es von einem unbekannten Projektil getroffen worden sei. (dpa)

13:39 Uhr

Mittwoch, 4. März

Iranische Revolutionsgarde droht mit weitreichenden Zerstörungen

Die iranische Revolutionsgarde hat mit einer grossflächigen Eskalation des Krieges gegen Israel und die USA gedroht. Die Garde sei darauf vorbereitet, die militärische und wirtschaftliche Infrastruktur der Region zu zerstören, erklärte sie am Mittwoch im Staatsfernsehen. Das US-Militär nutze zivile Einrichtungen als Deckung.

«Die fortgesetzten Machenschaften und Täuschungsmanöver der Vereinigten Staaten in der Region werden zur vollständigen Zerstörung der militärischen und wirtschaftlichen Infrastruktur der Region führen», erklärte die Revolutionsgarde. Beweise führte sie nicht an. (dpa)

12:54 Uhr

Mittwoch, 4. März

Türkei fängt Rakete aus dem Iran ab

Die Luftabwehr der Nato hat nach Angaben der Türkei eine vom Iran abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei gestoppt worden, ehe es den türkischen Luftraum erreicht habe, hiess es am Mittwoch vom türkischen Verteidigungsministerium. (dpa)

11:30 Uhr

Mittwoch, 4. März

Irak: Drohnenangriff auf US-Militärstützpunkt in Bagdad

Der Krieg mit dem Iran wirkt sich weiterhin auf den benachbarten Irak aus. Am US-Militärstützpunkt in Nähe des Flughafens der Hauptstadt Bagdad schlug heute eine Drohne ein, wie örtliche Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise berichteten. Schäden habe es nicht gegeben. Eine mit Teheran verbündete Miliz beanspruchte heute auch einen Drohnenangriff auf eine US-Basis in Erbil in der Kurdenregion für sich. Zudem habe sie in Erbil ein Hotel angegriffen, in dem US-Soldaten untergebracht seien.

Der Irak teilt sich eine 1.500 Kilometer lange Grenze mit dem Iran. Teheran hat grossen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss auf das Nachbarland unter anderem durch die mächtigen, Iran-treuen Milizen dort. Teile der schiitischen Gemeinde im Irak fürchten, dass bei einer Schwächung des Irans auch ihr eigener politischen Einfluss im Irak schwinden könnte. Einige Beobachter fürchten neue Unruhen im Irak durch die Entwicklungen im Nachbarland.

Der Irak erlebt seit Jahren eine schwere politische Krise, bei der es wiederholt zu Massenprotesten kam. Dabei kommt es auch zum Machtkampf schiitischer Gruppen im Land, die teils mit Teheran verbündet sind. Das Land erlebte mehrere Kriege unter anderem beim Sturz von Diktator Saddam Hussein 2003 und im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bis 2017. Im Land kam es seitdem mehrfach zu bewaffneten Zusammenstössen und wiederholt auch zu Drohnenangriffen etwa auf US-Stützpunkte.

Berichten zufolge griffen die USA und Israel parallel zu den Militärschlägen im Iran in vergangenen Tagen auch im Irak an. Dabei wurden mindestens elf Angehörige der Iran-treuen Milizen getötet. Eine offizielle Bestätigung dazu gab es nicht.

Der Irak steckt mehrere Monate nach der Parlamentswahl in einem Prozess der Regierungsbildung. Vorige Regierungen in Bagdad waren meist bemüht, gute Beziehungen nach Teheran wie auch nach Washington zu bewahren. (dpa)

08:46 Uhr

Mittwoch, 4. März

Weiter Angriffe am Golf - Saudi-Arabien fängt Marschflugkörper ab

Der Iran hat seine Angriffe in den Golfstaaten am fünften Tag des Nahostkriegs fortgesetzt. Saudi-Arabien fing zwei mutmasslich iranische Marschflugkörper sowie zehn Drohnen ab. Das teilte das saudische Verteidigungsministerium mit. Die Marschflugkörper wurden in der Region al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad abgeschossen, wo sich ein wichtiger US-Luftwaffenstützpunkt befindet. Die Basis wurde in vergangenen Tagen bereits mehrfach mit Drohnen angegriffen. Zudem seien mehrere Drohnen abgefangen worden, die in den saudischen Luftraum eingedrungen waren.

Die Regierung des Nachbarlands Katar teilte mit, Iran habe den wichtigen US-Militärstützpunkt al-Udaid mit ballistischen Raketen angegriffen. Eine Rakete sei an der Basis eingeschlagen, es habe aber keine Opfer gegeben, hiess es aus dem katarischen Verteidigungsministerium. Eine zweite Rakete sei abgefangen worden.

Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran greift Teheran seit Tagen unter anderem Ziele in den Golfstaaten an, darunter auch US-Militärstützpunkte und -Botschaften. Die Golfstaaten liegen teils nur einige Dutzend, teils einige Hundert Kilometer von Irans Küste entfernt. Sie sind damit ein leichteres Ziel als etwa Israel. Die meisten der Raketen und Drohnen zielten bisher auf die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar und Bahrain. (dpa)

08:04 Uhr

Mittwoch, 4. März

Israelisches Militär meldet neue Angriffe auf Beirut

Das israelische Militär hat neue Luftangriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut gestartet. Das teilte das Militär am Mittwoch mit. Zuvor hatte das libanesische Gesundheitsministerium sechs Tote und acht Verletzte bei Angriffen auf die Städte Aramun und Saadijat in der Nähe Beiruts vermeldet.

Nach einem Luftschlag steigt Rauch über Beirut auf. (Bild: Bilal Hussein)

Getroffen wurde den Angaben zufolge auch ein Hotel in Hasmie, einem Vorort der libanesischen Hauptstadt. Gäste des Hotels berichteten, es habe zuvor keinerlei Warnung gegeben. Das zweite Stockwerk sei getroffen worden, während die Gäste geschlafen hätten, sagte Maggie Schibli, die Ehefrau des Besitzers des Hotels. «Wir leben in einem Land, in dem einem jeden Moment eine Rakete auf den Kopf fallen kann», sagte sie. (dpa)

06:16 Uhr

Mittwoch, 4. März

Zürich: Demonstration gegen den Krieg im Iran

Am Dienstagabend versammelten sich gegen 19 Uhr rund 250 Personen am Helvetiaplatz in Zürich zu einer unbewilligten Demonstration. Die Kundgebung richtete sich inhaltlich unter anderem gegen die USA und Israel. Vereinzelt waren entsprechende Parolen zu hören.

Die unbewilligte Demonstration richtete sich unter anderem an die USA und Israel. (Bild: BRK News)

Zudem waren iranische Fahnen zu sehen, einzelne Personen traten vermummt auf. Auf mehreren Transparenten fanden sich Parolen gegen die USA und Israel. Gemäss Beobachtungen vor Ort setzte sich die Gruppe mehrheitlich aus Personen aus der linken Szene zusammen. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch pro-palästinensische Aktivisten, einzelne kurdische Gruppierungen sowie Angehörige der Revolutionären Jugend Zürich. Auf weiteren Transparenten waren Parolen wie «Hands off Iran» oder «Krieg dem Krieg» zu lesen.

Die Demonstration blieb friedlich und wurde von der Polizei begleitet. (Bild: BRK News)

Die Stadtpolizei Zürich begleitete den Demonstrationszug mit einem grösseren Aufgebot. Zur Sicherung stand unter anderem auch ein Wasserwerfer bereit. Gegen Ende der Demonstration kam es zu einem Rencontre zwischen einer Gruppe junger Frauen und mehreren Demonstrierenden. Dabei entwickelte sich ein hitziges Wortgefecht. Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich griffen frühzeitig ein und trennten die beiden Gruppen, bevor sich die Situation weiter zuspitzen konnte.

Während der Demonstration kam es im betroffenen Gebiet zu Verkehrsbehinderungen. Sachbeschädigungen wurden keine festgestellt, zudem kam es zu keinen Verhaftungen. Insgesamt blieb die Demonstration friedlich. Gegen 20:30 Uhr löste sich die Versammlung wieder auf. (chm)

06:12 Uhr

Mittwoch, 4. März

Flugzeug aus Abu Dhabi in Zürich gelandet

Am Dienstagabend landete am Flughafen Zürich-Kloten eine Boeing 787-9 Dreamliner der Etihad Airways aus Abu Dhabi. Der Linienflug setzte kurz vor 19 Uhr mit rund 30 Minuten Verspätung auf.

Das erste Passagierflugzeug seit Eskalation des Nahost-Konflikts landet in der Schweiz. (Bild: BRK News)

Es handelt sich um die erste Maschine dieser Verbindung seit der Eskalation des Nahost-Konflikts am vergangenen Wochenende. Der internationale Flugverkehr ist seither stark eingeschränkt. Mehrere Staaten haben ihren Luftraum geschlossen oder nur teilweise geöffnet. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet.

An Bord des Flugzeugs war auch der Schweizer Komiker Stefan Büsser. (Bild: BRK News)

Derzeit sitzen noch tausende Schweizerinnen und Schweizer im Nahen Osten fest – sowohl wegen Ferienaufenthalten als auch aus beruflichen Gründen oder aufgrund geplanter Weiterreisen über internationale Drehkreuze in der Region. Wann sich die Lage im Luftverkehr nachhaltig stabilisiert, ist derzeit noch völlig unklar. (chm)

06:04 Uhr

Mittwoch, 4. März

USA und Israel melden Tausende Angriffe auf Ziele im Iran

In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine-Flotte zu versenken, bekräftigte er.

Seit Jahrzehnten schikaniere der Iran die internationale Schifffahrt, sagte Cooper. Nun gebe es im Persischen Golf, in der Strasse von Hormus und im Golf von Oman kein einziges iranisches Schiff mehr. Zudem seien iranische Luftabwehrsysteme beschädigt sowie Hunderte Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen, Drohnen und auch Kommandozentren angegriffen worden. Die US-Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

In der Region seien nun mehr als 50.000 Soldaten, 200 Kampfflugzeuge, 2 Flugzeugträger und mehrere Bomber aus den USA im Einsatz, sagte Cooper. Weitere Einheiten seien auf dem Weg. «Diese Kräfte haben eine massive Schlagkraft und stellen das grösste Militäraufgebot der USA im Nahen Osten seit einer Generation dar», sagte der Admiral. Zuletzt hatten die USA vor mehr als zwanzig Jahren für den Irak-Krieg eine riesige Streitmacht im Nahen Osten zusammengezogen.

«Breit angelegte Angriffswelle» auf Militäranlagen im Iran

Auch die israelischen Streitkräfte nahmen erneut Militäranlagen im Iran unter Beschuss. Die «breit angelegte Angriffswelle» habe unter anderem Abschussrampen und Luftabwehrsystemen gegolten, teilte das Militär mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Explosionen in der Hauptstadt Teheran.

Der Iran feuerte seinerseits Raketen auf Israel ab, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Sie wurden aber erfolgreich abgefangen, wie die Zeitung «Times of Israel» berichtete. Verletzt wurde demnach niemand. (dpa)

22:41 Uhr

Dienstag, 3. März

Iran: Khameneis Sohn zum obersten Führer gewählt

Der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei, Motjaba Khamenei, ist Medienberichten zufolge zum neuen obersten Führer des Irans erkoren worden. Unter anderem berichtete die israelische Zeitung Haaretz unter Berufung auf lokale Quellen.

Motjaba Khamenei ist der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei. (Bild: Vahid Salemi)

Demnach sei der 56-Jährige vom sogenannten «Expertenrat» zum Nachfolger seines Vaters gewählt worden. Der Rat habe die Wahl online durchgeführt, zumal sein ordentliches Tagungsgebäude am Dienstagnachmittag von Israel bombardiert worden war.

Motjaba Khamenei galt seit langem als wichtige Figur im Hintergrund des Mullah-Regimes. Nach dem Tod des Präsidenten Ebrahim Raisi bei einem Flugzeugabsturz 2024 wurde er von verschiedenen Medien bereits als potentieller Nachfolger des Ajatollahs gehandelt. (cpf/watson)

Mojtaba Kamenei, abgelichtet 2019. (Bild: tasnim news/wikimedia commons)

22:05 Uhr

Dienstag, 3. März

Trump droht Spanien mit Handelsstopp – EU verweist auf Abkommen

US-Präsident Donald Trump hat Spanien wegen dessen mangelnder Unterstützung der USA und Israels bei den Angriffen auf den Iran mit einem Handelsstopp gedroht. «Wir werden den gesamten Handel mit Spanien einstellen», sagte Trump am Dienstag bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Weissen Haus. «Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben.» Spanien habe nichts, was die USA brauchten. «Sie haben grossartige Menschen, aber sie haben keine grossartige Führung», sagte Trump.

Der spanische Aussenminister José Manuel Albares hatte am Montag erklärt, sein Land werde den USA nicht gestatten, gemeinsam betriebene Stützpunkte in Südspanien für Angriffe zu nutzen, die nicht durch die UN-Charta gedeckt sind. Die USA hätten die Stützpunkte bei den Angriffen auf den Iran am Wochenende auch tatsächlich nicht genutzt.

Unklar blieb, wie Trump den Handel mit Spanien zu unterbinden gedenkt. Das Land gehört zur EU, die im Namen aller 27 Mitgliedstaaten Handelsverträge schliesst.

Die EU-Kommission erklärte, sie erwarte, dass die US-Regierung das im vergangenen Jahr vereinbarte Handelsabkommen mit der EU einhält. «Die Kommission wird immer sicherstellen, dass die Interessen der Europäischen Union vollständig geschützt werden», sagte Kommissionssprecher Olof Gill.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte: «Wenn die US-Regierung das Handelsabkommen überprüfen will, muss sie dabei die Autonomie privater Unternehmen, das internationale Recht und die bilateralen Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten respektieren.»

Das Oberste US-Gericht hatte die Rechtsgrundlage für zahlreiche von Trump erhobene Zölle Mitte Februar für unzulässig erklärt. Trump argumentiert jedoch, er dürfe Embargos gegen andere Nationen seiner Wahl verhängen. (AP/dpa)

21:24 Uhr

Dienstag, 3. März

Israels Armee meldet 1600 Iran-Einsätze seit Kriegsbeginn

Seit Beginn des jüngsten Kriegs mit dem Iran hat Israels Luftwaffe nach Militärangaben rund 1600 Einsätze geflogen. Dabei seien etwa 4000 Geschosse eingesetzt worden, erklärte der israelische Militärsprecher Effie Defrin. Damit übersteige das Ausmass der Angriffe bereits jene des gesamten zwölftägigen Kriegs im Juni vergangenen Jahres.

Die israelische Armee habe in diesem Zeitraum rund 300 Raketenabschussrampen im Iran zerstört, hiess es in einer Mitteilung der Armee.

«In den vergangenen 24 Stunden haben Hunderte Kampfjets und Flugzeuge gleichzeitig Hunderte Ziele im Iran und im Libanon angegriffen», hiess es weiter in der Mitteilung. Es war die Rede von einer «systematischen Anstrengung rund um die Uhr, Abschussrampen und Raketenlager zu lokalisieren und anzugreifen, um den Beschuss der israelischen Zivilbevölkerung zu verringern».

Der Iran hat seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf das Land am Samstag zahlreiche Raketen auf Israel und andere Länder der Region abgefeuert. Dabei wurden in Israel elf Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Seit Beginn der Angriffe Israels an der Seite der USA am Samstag kamen im Iran nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond rund 800 Menschen ums Leben. (dpa)

21:17 Uhr

Dienstag, 3. März

«Vorfall mit Drohne»: Brand an US-Konsulat in Dubai

In der emiratischen Metropole Dubai ist nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff am US-Konsulat ein Feuer ausgebrochen. Es habe dort einen «Vorfall mit einer Drohne» gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Die Rettungskräfte hätten sofort reagiert, Verletzte habe es nicht gegeben. Videos zeigten eine Explosion im Zentrum von Dubai und kurz darauf einen Brand. Die US-Botschaft im Land hatte zuvor bereits dazu aufgerufen, wegen der Gefährdung keineswegs zur Botschaft oder dem Konsulat zu kommen.

Die iranischen Angriffe in den Vereinigten Arabischen Emiraten dauern auch am vierten Tag des Kriegs mit dem Iran an. Insgesamt habe sich die Lage aber beruhigt, sagten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur. Seit zwei Tagen habe es kaum Explosionen gegeben.

Bei den verschiedenen Explosionen in Dubai handle es sich um Einsätze zur Luftabwehr, teilte das Medienbüro mit. Die Behörden verfolgten die Lage genau und würden alle notwendigen Schritte unternehmen, um die öffentliche Ordnung sicherzustellen.

Zuvor kam es unter anderem auch zu Angriffen auf US-Botschaften in Saudi-Arabien und Kuwait. Diese wie auch die US-Botschaft im Libanon wurde vorerst geschlossen. Die US-Botschaft und das Konsulat in den Emiraten sagte alle Termine unter anderem für konsularische Dienstleistungen ab. (dpa)

21:11 Uhr

Dienstag, 3. März

US-Militär setzt B-52-Langstreckenbomber ein

Bei den Einsätzen im Iran setzt das US-Militär nach eigenen Angaben Langstreckenbomber des Typs B-52 ein. Diese seien zwischen den ersten 48 und 72 Stunden nach Beginn der Operation «Gewaltiger Zorn» am Samstag gestartet, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. B-52-Bomber sind in der Lage, sogenannte Bunkerbrecher-Bomben zu transportieren.

Nach 72 Stunden zählte Centcom mehr als 1700 Ziele, die die US-Streitkräfte im Iran angegriffen haben. (dpa)

21:01 Uhr

Dienstag, 3. März

Trump: Navy soll notfalls Öltanker eskortieren

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social verkündet, dass die USA zu einem «vernünftigen Preis» politische Sicherheitsgarantien für den «GESAMTEN» maritimen Handel, insbesondere im Energiesektor, bereit stellen werde.

Wenn nötig, werde die US-Navy Tanker durch die Strasse von Hormus eskortieren, so Trump: «Die USA werden den FREIEN HANDEL von ENERGIE für die WELT sicherstellen.»

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Montag erklärt, dass die Strasse von Hormus, eine zentrale Meerenge für den Ölhandel, geschlossen sei. Die Preise für Erdöl sind daraufhin weltweit gestiegen. (cpf/watson)

20:44 Uhr

Dienstag, 3. März

Frankreich schickt Flugzeugträger in Mittelmeer

Frankreich verlegt angesichts des Iran-Kriegs seinen atombetriebenen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» Richtung Mittelmeer. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache an. Er sprach mit Blick auf den Konflikt von einer «instabilen Situation». Die für den Handel wichtige Strasse von Hormus sei quasi dicht, die Lage im Roten Meer und am Suezkanal sei angespannt. Auch habe man Rafale-Kampfjets, Luftabwehrsysteme und Radarsysteme in die Region gebracht. (dpa)

19:44 Uhr

Dienstag, 3. März

Hisbollah feuert erstmals seit Kriegsbeginn auf Tel Aviv

Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs hat die proiranische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon wieder Raketen auf den Großraum der israelischen Großstadt Tel Aviv gefeuert. Die israelische Armee teilte nach Sirenengeheul in der Küstenmetropole mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden, die vom Libanon aus nach Israel geflogen seien. Die Luftabwehr habe die meisten davon abgefangen. Ein Geschoss sei auf offenem Gebiet niedergegangen.

Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein Mann habe Verletzungen erlitten, als er beim Rennen in den Schutzraum gestürzt sei. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Hisbollah hatte in der Nacht zum Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Daraufhin begann das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon anzugreifen, vor allem im Süden des Landes und in den südlichen Vororten von Beirut. Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. (dpa)

19:26 Uhr

Dienstag, 3. März

Briten und Franzosen schicken Kriegsschiffe zur Luftabwehr

Nach dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern verstärken die Nato-Staaten Grossbritannien und Frankreich ihre Präsenz in der Region. Die Briten werden Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein Kriegsschiff entsenden, wie Premierminister Keir Starmer ankündigte. Der staatlichen zyprischen Nachrichtenagentur KYPE zufolge entsendet Frankreich Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum.

Der britische Stützpunkt von Akrotiri nahe der Hafenstadt Limassol war in der Nacht zum Montag mit einer Drohne angegriffen worden. Regierungsangaben zufolge wurden später zwei weitere Drohnen abgefangen. Die auf dem Stützpunkt niedergegangene Drohne sei vom Typ Shahed gewesen, teilte Präsident Nikos Christodoulidis mit. Diese Drohnen werden vor allem im Iran produziert. Zyprische Medien berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Drohnen könnten aus dem Libanon gestartet worden sein.

Bereits am Montag hatte Griechenland vier F-16 Kampfflugzeuge auf die Insel verlegt. Zudem befinden sich zwei griechische Fregatten auf dem Weg in das Seegebiet rund um Zypern, um die maritime Sicherheit sowie die Luftverteidigung der Inselrepublik zu verstärken. (dpa)

19:05 Uhr

Dienstag, 3. März

Trump sinniert über künftige Führung Irans: Schah-Sohn keine Option

US-Präsident Donald Trump hat sich zu Erwägungen seiner Regierung über die künftige Führung des Irans geäussert. Vielleicht sei jemand aus den eigenen Reihen Teherans die beste Lösung, erklärte er am Dienstag. Doch seien jene, die das Weisse Haus in Betracht gezogen habe, bereits tot. Reza Pahlavi, den im Exil lebenden Sohn des 1979 gestürzten Schahs Mohammed Reza Pahlavi, habe seine Regierung nicht ernsthaft in Betracht gezogen.

Reza Pahlavi. (Bild: AP)

Nach dem Tod des Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei am ersten Tag der US-israelischen Angriffe auf den Iran sei das denkbar schlechteste Szenario eine Person, «die genauso schlecht wie die vorherige Person ist», sagte Trump. «Das könnte passieren. Wir wollen nicht, dass das passiert.»

Die Angriffe auf den Iran würden fortgesetzt, erklärte er. Attacken im grossen Stil seien in Vorbereitung.

Nach dem Beginn der Angriffe hatte sich Trump in einem Video an die iranische Bevölkerung gerichtet und erklärt: «Jetzt ist es an der Zeit, euer Schicksal in die Hand zu nehmen.» Dies sei der Moment zum Handeln. «Lasst ihn nicht verstreichen.» (dpa)

18:48 Uhr

Dienstag, 3. März

4800 Schweizer stecken fest – EDA wartet

Insgesamt steckten weiterhin rund 4800 Schweizer und Schweizerinnen in der Golfregion fest, wie Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion im Aussendepartement (EDA), am Dienstagabend vor der Presse in Bern festhielt. So viele seien jedenfalls auf Travel Admin, der Reise-App des EDA, registriert. «Einige» hätten die Region mit kommerziellen Flügen verlassen können. Das EDA sei mit der Swiss «im Austausch» und arbeite «mit Hochdruck» an einer Lösung. Wie die genau aussehen soll, wollte Jenni nicht sagen.

Die Swiss ihrerseits bestätigt den Kontakt mit dem EDA. Doch: «Für einen klassischen Repatriierungsflug braucht es einen offiziellen Auftrag des EDA», sagt Fuhlrott. «Ein solcher Auftrag liegt uns nicht vor.»

Verschiedene Nationen wie Österreich und Deutschland haben mittlerweile Evakuierungsflüge via Oman oder Saudi-Arabien angekündigt. Spanien hat am Dienstag 175 Bürger aus Abu Dhabi nach Madrid ausgeflogen. Nicht die Schweiz. Sie sei aber Teil einer internationalen Arbeitsgruppe, die sich mit der Repatriierung ihrer Staatsangehörigen beschäftigt, sagte Jenni.

Swiss-Sprecherin Fuhlrott ergänzt, dass die Airline nicht «einfach ein Flugzeug» bei Bedarf «hinschicken» könne. Das erfordere eine «sehr sorgfältige und vielschichtige Vorbereitung». So müsse etwa eine Crew rechtlich einsetzbar und ein Flugzeug technisch verfügbar sein. (chm)

18:30 Uhr

Dienstag, 3. März

Trump übt scharfe Kritik an Madrid und London

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik an den Regierungen in Spanien und im Vereinigten Königreich geübt. «Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen», sagte Trump im Weissen Haus mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. Niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie die Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen.

«Sie waren unfreundlich», sagte Trump. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, «alle Deals» mit Spanien einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar.

«Ich bin ebenfalls nicht glücklich über das Vereinigte Königreich», sagte Trump. Grossbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang. Trump sagte, es hätte deutlich bessere Lösungen dafür gegeben. (dpa)

18:24 Uhr

Dienstag, 3. März

Trump zu Nachfolge in Iran: «Viele, die wir im Sinn hatten, sind tot»

US-Präsident Donald Trump zufolge haben die USA derzeit keinen konkreten Plan für die politische Nachfolge im Iran. «Viele der Leute, die wir im Auge hatten, sind tot», sagte Trump beim Empfang von Bundeskanzler Friedrich Merz im Weissen Haus.

Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, der sich als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht hat, sprach Trump keine direkte Unterstützung aus: «Ich habe gesagt, er macht einen sehr netten Eindruck, aber mir scheint, jemand aus den eigenen Reihen, der gerade beliebt ist – falls es so jemanden überhaupt gibt –, wäre besser.» (dpa)

Donald Trump äusserte sich anlässlich des Treffens mit Friedrich Merz auch zum Iran. (Bild: Mark Schiefelbein/AP)

18:19 Uhr

Dienstag, 3. März

Auch US-Botschaft im Libanon schliesst

Nach Schliessungen der US-Vertretungen in Saudi-Arabien und Kuwait wird auch der Betrieb an der US-Botschaft im Libanon vorerst eingestellt. Grund seien Spannungen in der Region, teilte die Botschaft mit. Ein Termin für die Wiederöffnung wurde nicht genannt.

Im Zuge des Kriegs mit dem Iran ist auch der Konflikt zwischen der libanesischen Hisbollah-Miliz und Israel neu eskaliert. Israel verstärkte seine Luftangriffe in dem Nachbarland im Raum Beirut und im Süden, die Hisbollah reklamierte in den vergangenen Tagen etwa ein halbes Dutzend Angriffe in Israel für sich. Im Libanon wurden nach offiziellen Angaben seit Montag mindestens 40 Menschen getötet und rund 250 weitere verletzt.

Die US-Botschaften in Saudi-Arabien und Kuwait waren nach Angriffen zuvor ebenfalls geschlossen worden. Angesichts des Kriegs der USA und Israels mit dem Iran rief das US-Aussenministerium Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen, darunter die Golfstaaten, Ägypten und Jordanien. (dpa)

18:10 Uhr

Dienstag, 3. März

Merz betont bei Trump Einigkeit in Iran-Politik

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Übereinstimmung in der Iran-Politik betont. «Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss», sagte Merz in seinem kurzen Eingangsstatement bei seinem zweiten Besuch bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Er freue sich sehr «über die Gelegenheit, in diesen schwierigen Zeiten mit Ihnen zu sprechen». Man werde aber auch «über die Zeit danach sprechen, darüber, was dann geschieht, wenn sie gestürzt sind», ergänzte Merz.

Deutschland ist an den Angriffen wie die anderen europäischen Nato-Verbündeten der USA nicht beteiligt. Merz hatte am Sonntag auf die Risiken einer Ausweitung des Kriegs hingewiesen und Zweifel daran geäussert, ob auf diese Weise ein Machtwechsel herbeigeführt werden kann. Er äusserte aber auch Verständnis für die Militäraktion und verzichtete auf Kritik. (dpa)

17:51 Uhr

Dienstag, 3. März

Hoffnung für gestrandete Schweizer Touristen: Diese Flüge finden wieder statt

Die offizielle Schweiz plant keine Evakuierungsflüge. Doch Gestrandete Reisende in Dubai oder Abu Dhabi können aufatmen: Erste Flüge in die Schweiz finden wieder statt.

17:00 Uhr

Dienstag, 3. März

Gebäude von Expertenrat bei Angriff im Iran getroffen

Das Gebäude eines Expertenrats einflussreicher Geistlicher im Iran ist nach Medienberichten bei einem Angriff in der Stadt Ghom getroffen und schwer beschädigt worden. Es gab allerdings widersprüchliche Angaben aus Israel und dem Iran zu der Frage, ob dort zum Zeitpunkt des Angriffs gerade ein Gremium iranischer Geistlicher tagte, das einen Nachfolger von Ajatollah Khamenei bestimmen soll. Staatsoberhaupt und Religionsführer Khamenei war am Samstag bei einem israelischen Angriff getötet worden.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, US-israelische Kräfte hätten das Gebäude des Sekretariats des Expertenrats in Ghom angegriffen. Nach ersten Informationen war das Gebäude zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch leer, es hätten sich dort keine Personen befunden. Durch den Raketenangriff seien auch Wohnhäuser und Geschäfte in der Umgebung beschädigt. Mehrere Anwohner und Passanten seien verletzt worden.

Mossad: «Es ist egal, wer heute gewählt wird»

Bereits in der vergangenen Nacht war das Gelände des Expertenrats in Teheran Ziel von Angriffen durch Kampfflugzeuge der US- und israelischen Streitkräfte geworden.

Israelische Medien berichteten dagegen unter Berufung auf Sicherheitskreise, zum Zeitpunkt des Angriffs habe dort eine Abstimmung stattgefunden. Es seien aber offenbar nicht alle 88 Mitglieder des Expertenrats anwesend gewesen, sondern deutlich weniger. Die Berichte liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad veröffentlichte in einem Post auf X in persischer Sprache ein Video, in dem Bilder iranischer Geistlicher zu sehen waren, die wie bei einem Domino-Spiel hintereinander umkippten. «Es ist egal, wer heute gewählt wird, sein Schicksal ist schon besiegelt», heisst es in dem Post. «Nur das iranische Volk wird seinen künftigen Anführer wählen.» (dpa)

15:43 Uhr

Dienstag, 3. März

Neue Angriffswelle: Militärsprecher warnt

Ein Sprecher der israelischen Armee veröffentlichte auf Grund Israels neuer Angriffswelle auf Teheran auf der Plattform X auf Persisch «dringende Warnungen». Dies betreffe das Hakimieh-Industriegebiet im Osten der Hauptstadt und den Pajam-Flughafen bei Karadsch, einem Vorort Teherans.

In den kommenden Stunden werde die Armee in dem Gebiet militärische Infrastruktur der iranischen Führung angreifen, wie sie es in den vergangenen Tagen in ganz Teheran getan habe. Zivilisten seien aufgerufen, zu ihrer eigenen Sicherheit auf einer Karte markierte Gebiete unverzüglich zu verlassen.

Allerdings dürfte die Warnung kaum Menschen erreichen, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben. (dpa)

15:11 Uhr

Dienstag, 3. März

Neue Angriffswelle Israels in Teheran

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine grossangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen. Ziel der Luftangriffe sei Infrastruktur der iranischen Führung, hiess es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der Stadt berichteten von heftigen Explosionen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. (dpa)

14:42 Uhr

Dienstag, 3. März

Drohnenangriff vor Omans Küste gemeldet

Im Handelshafen von Dukm im Oman ist es erneut zu einem Drohnenangriff gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen berichtete, wurden Treibstofftanks von mehreren Drohnen attackiert. Verletzt wurde demnach niemand, die Schäden seien begrenzt. Zunächst war unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.

Der Iran wies zurück, hinter dem Angriff zu stecken. Es seien keine Attacken «gegen das Territorium und die Häfen des befreundeten und benachbarten Landes Oman» erfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Generalstab.

Bereits am Sonntag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte. Häfen wie der in Dukm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten. (dpa)

13:20 Uhr

Dienstag, 3. März

Menschenrechtler besorgt um Gefangene im Iran

Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran zeigen sich Menschenrechtler zunehmend besorgt über das Schicksal der Häftlinge im Land. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo warnte vor schlechten Haftbedingungen, staatlichen Repressionen und Gefahren durch den Krieg.

In den ersten beiden Monaten des Jahres seien mindestens 141 Menschen im Iran hingerichtet worden, berichtete die Organisation. Die Gefahr sei gross, dass weitere Todesstrafen vollstreckt würden, insbesondere mit Blick auf die Repressionen gegen die jüngsten Massenproteste. Besonders schlecht sei die Lage im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran. Einige Familien hätten keinen Kontakt zu ihren Angehörigen, berichtete IHRNGO.

Ihr Direktor, Mahmood Amiry-Moghaddam, bezeichnete die Gefangenen und insbesondere Menschen, die im Zuge der Massenproteste inhaftiert wurden, als die «verletzlichsten und schutzlosesten Opfern dieser Situation». Sie seien nicht nur der Gefahr von Bombardierungen ausgesetzt, sondern sähen sich zugleich der Gefahr überstürzter Hinrichtungen im Schatten des Krieges gegenüber. Das Leben der Gefangenen sei in unmittelbarer Gefahr, so Amiry-Moghaddam laut Mitteilung. «Ihr Schutz muss zu einer dringenden Priorität für die internationale Gemeinschaft werden.»

Die Menschenrechtsorganisation befürchtet ausserdem, dass es einen neuen Angriff auf die Ewin-Haftanstalt am Fuss des Albors-Gebirges geben könnte. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe den Gefängniskomplex bombardiert und dabei Dutzende Menschen getötet. Menschenrechtsorganisation sahen darin Anzeichen für ein Kriegsverbrechen. (dpa)

13:05 Uhr

Dienstag, 3. März

UN: Angriff auf Schule im Iran könnte Kriegsverbrechen sein

Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. In Minab nahmen unterdessen Tausende an der Beerdigung zahlreicher Kinder teil.

Die Todesopfer wurden am Dienstag beigesetzt. (Bild: AP)

«Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben», teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte in Genf mit. «Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.»

Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die Amerikaner prüfen. (dpa)

13:10 Uhr

Dienstag, 3. März

Hisbollah-Funktionär kündigt «offenen Krieg» mit Israel an

Ein ranghoher Funktionär der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah hat einen erbitterten Kampf mit Israel in Aussicht gestellt. Nachdem sich seine Miliz mehr als ein Jahr lang an eine Waffenruhe gehalten habe, sei die Geduld nach anhaltenden israelischen Luftangriffen am Ende, sagte Mohamud Komati am Dienstag. Die Hisbollah habe keine andere Wahl, als «zum Widerstand zurückzukehren» und einen offenen Krieg gegen Israel zu führen, erklärte er nach Angaben des Medienbüros der militanten Gruppe.

«Der zionistische Feind wollte einen offenen Krieg, den er seit dem Waffenruheabkommen nicht eingestellt hat», sagte Komati. «Also soll es ein offener Krieg sein.» Seit die Waffenruhe im November 2024 den Krieg zwischen der Hisbollah und Israel offiziell beendete, habe sich die Miliz in Zurückhaltung geübt und darauf gehofft, dass die diplomatischen Bemühungen der libanesischen Regierung zu einem Ende der israelischen Angriffe führen würden.

Komati kritisierte die Regierung in Beirut dafür, das Vorgehen der Hisbollah als illegal bezeichnet und sie zur Aufgabe ihrer Waffen aufgefordert zu haben. Zugleich habe das Kabinett nichts unternommen, um die fast täglichen Angriffe Israels zu stoppen. (dpa)

11:05 Uhr

Dienstag, 3. März

Neue Schäden an Gebäuden iranischer Atomanlage

Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte. (dpa)

10:05 Uhr

Dienstag, 3. März

Drohnenangriffe treffen Rechenzentren von Amazon-Tochter

Drohnenangriffe im Zuge der militärischen Eskalation im Nahen Osten haben zwei Rechenzentren der Amazon-Tochter AWS (Amazon Web Services) in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt getroffen und beschädigt. Zudem wurde nach Unternehmensangaben in Bahrain eine Einrichtung durch einen Einschlag in unmittelbarer Nähe beeinträchtigt.

Die Angriffe haben strukturelle Schäden und Unterbrechungen der Stromversorgung verursacht, wie AWS weiter mitteilte. Teils seien Löscharbeiten nötig gewesen, wodurch zusätzliche Wasserschäden entstanden sind. Man arbeite mit lokalen Behörden zusammen und priorisiere die Sicherheit der Mitarbeitenden.

AWS: Lage bleibt «unvorhersehbar“

AWS hatte zunächst von „Objekten» gesprochen, die ein Rechenzentrum getroffen und «Funken und Feuer» verursacht hätten. Später bestätigte das Unternehmen, dass es sich um Drohnenangriffe gehandelt habe – die Ausfälle stünden im Zusammenhang mit dem «andauernden Konflikt im Nahen Osten». Kunden der Cloud-Sparte meldeten erhöhte Fehlerraten und eingeschränkte Verfügbarkeit zentraler Dienste.

Laut AWS wird es «mindestens einen Tag» dauern, bis Stromversorgung und Konnektivität vollständig wiederhergestellt sind. Das Unternehmen riet Kunden, Daten zu sichern und Anwendungen gegebenenfalls in andere AWS-Regionen zu verlagern. Das Umfeld bleibe angesichts des Konflikts «unvorhersehbar». (dpa)

09:11 Uhr

Dienstag, 3. März

Mindestens 13 Soldaten bei Luftangriff im Iran getötet

Bei Luftangriffen auf einen Stützpunkt im Südosten des Irans sind örtlichen Medien zufolge mindestens 13 iranische Soldaten getötet worden. Getroffen worden sei der Luftwaffenstützpunkt Kerman, etwa 800 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Teheran, berichteten die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim und die Tageszeitung «Hammihan». Der Stützpunkt ist dafür bekannt, dass dort Militärhubschrauber stationiert sind. (dpa)

09:01 Uhr

Dienstag, 3. März

Israel schickt weitere Soldaten in den Südlibanon

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Bodentruppen in den Südlibanon geschickt. «Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt. Es ist eine taktische Massnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern», sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. «Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten.» Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der Nähe zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte der Sprecher nicht sagen.

Israels Armee war bislang an fünf Posten im Südlibanon stationiert. Nun sind sie den Angaben nach an weiteren Punkten in der Nähe der israelischen Grenze. «Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und ich haben die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) ermächtigt, weitere strategische Positionen im Libanon einzunehmen und zu sichern, um Angriffe auf israelische Grenzgemeinden zu verhindern», teilte Israels Verteidigungsminister Israel Katz mit. (dpa)

08:24 Uhr

Dienstag, 3. März

USA schliessen Botschaft in Kuwait

Die USA haben ihre Botschaft in Kuwait wegen des Nahost-Kriegs geschlossen. Die Botschaft teilte am Dienstag in den sozialen Medien mit, es werde «bis auf Weiteres» zugemacht.

Das US-Aussenministerium hat nicht essenzielle Mitarbeitende von diplomatischen Vertretungen in Kuwait, Bahrain, im Irak, in Katar und Jordanien als Vorsichtsmassnahme zur Evakuierung aufgefordert. Die Aufforderung gilt auch für Familienangehörige. (dpa)

08:03 Uhr

Dienstag, 3. März

Schwere Bombardierung erschüttern Teheran und Vororte

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen. (dpa)

07:19 Uhr

Dienstag, 3. März

USA rechtfertigen Krieg gegen den Iran

Führende US-Republikaner rücken zur Begründung für den Angriff auf den Iran zunehmend Israels Agieren in den Fokus. «Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung», sagte der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. US-Aussenminister Marco Rubio sagte Journalisten: «Die unmittelbare Gefahr bestand darin, dass wir wussten, dass der Iran, wenn er angegriffen würde – und wir gingen davon aus, dass er angegriffen werden würde –, sofort gegen uns vorgehen würde.»

«Wir wussten, dass es zu einem israelischen Eingreifen kommen würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde», führte Rubio weiter aus. Die USA seien zu der Einschätzung gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote zu verzeichnen hätten, wenn sie unter diesen Umständen nicht «präventiv» gegen den Iran vorgegangen wären. «Wir haben proaktiv auf defensive Weise gehandelt, um zu verhindern, dass sie grösseren Schaden anrichten.» Bisher kamen sechs US-Soldaten ums Leben.

Irans Außenminister wies die US-amerikanischen Vorwürfe zurück. Es habe nie eine sogenannte iranische Bedrohung gegeben, schrieb Abbas Araghtschi auf X. «Die USA sind im Namen Israels in einen Krieg ihrer Wahl eingetreten», schrieb der Minister. Dass amerikanisches und iranisches Blut vergossen werde, gehe auf das Konto derjenigen, die Israel an erste Stelle setzen. (dpa)

06:38 Uhr

Dienstag, 3. März

USA: Weitere militärische Infrastruktur im Iran zerstört

Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen im Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen. Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. «Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen», hiess es.

Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. Seitdem nahmen sie Hunderte Ziele ins Visier. Die USA wollen ihre eigenen Attacken im Iran nach den Worten von US-Präsident Trump noch deutlich verstärken. (dpa)

06:02 Uhr

Dienstag, 3. März

US-Botschaft in Riad angegriffen

Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein «begrenztes Feuer» ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit. Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.

Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte später mit, acht weitere Drohnen seien nahe Riad und Al-Chardsch, rund 80 Kilometer weiter südlich, abgefangen und zerstört worden. Auch an der US-Botschaft im kleinen Golfstaat Kuwait war am Montag offenbar ein Feuer ausgebrochen. Augenzeugen hatten der Deutschen Presse-Agentur von aufsteigendem Rauch an dem Gebäude berichtet. Die Hintergründe blieben auch da zunächst unklar.

Amerikaner sollen Nahost sofort verlassen

Angesichts des Krieges der USA und Israels mit dem Iran rief das US-Aussenministerium Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf X auf «schwerwiegende Sicherheitsrisiken».

Die Aufforderung betrifft folgende Länder und Regionen: Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und den Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen. (dpa)

05:58 Uhr

Dienstag, 3. März

Vance: Machtwechsel im Iran ist nebensächlich

Vertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer «perfekten Welt» würden die USA es begrüssen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.

US-Vizepräsident JD Vance. (Bild: Matt Rourke)

In seiner ersten Videobotschaft zu den israelischen und US-Angriffen auf den Iran am Samstag hatte Trump die Iraner aufgerufen, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. «Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung», hatte der US-Präsident die 90 Millionen Menschen im Iran aufgefordert.

Rubio: Neue Regierung wünschenswert, aber nicht entscheidend

US-Aussenminister Marco Rubio legte am Montag (Ortszeit) nahe, dass es Unterschiede zwischen nachrangigen Wünschen der US-Regierung und konkreten Zielen ihres Einsatzes gebe. Zwar wünsche man sich eine neue Führung im Iran. Entscheidend sei aber, dass wer auch immer in einem Jahr regiere, nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfügen werde.

Noch deutlicher formulierte es der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der US-Regierung: «Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.» Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus. (dpa)

05:23 Uhr

Dienstag, 3. März

Netanjahu: Angriff auf den Iran war unumgänglich

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Angriff auf den Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme gerechtfertigt. «Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten», sei, dass der Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau «neuer Anlagen, unterirdischer Bunker» begonnen habe, sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News. Das Raketen- und «Atombombenprogramm» wäre sonst «innerhalb von Monaten» unangreifbar gewesen, behauptete Netanjahu.

Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident (Bild: Kay Nietfeld)

Wenn man jetzt nicht gehandelt hätte, «hätte man in Zukunft nichts mehr tun können», sagte Netanjahu dem Sender weiter. Israel hatte den Iran bereits im Juni vergangenen Jahres angegriffen. Das US-Militär hatte sich knapp eine Woche später Israel angeschlossen und Irans Atomanlagen bombardiert. «Man könnte meinen, sie hätten ihre Lektion gelernt, aber das haben sie nicht, denn sie sind unverbesserlich. Sie sind völlig fanatisch, was ihr Ziel angeht, Amerika zu zerstören», sagte der israelische Ministerpräsident dem US-Fernsehsender. (dpa)

05:51 Uhr

Dienstag, 3. März

US-Todesopferzahl steigt auf sechs Soldaten

Das US-Militär gab am Montag den Tod von zwei weiteren amerikanischen Soldaten während der Militäreinsätze gegen den Iran bekannt. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer auf sechs. Das US-Zentralkommando erklärte in einem Beitrag auf X, dass die Streitkräfte «kürzlich die Überreste von zwei zuvor vermissten Soldaten aus einer Einrichtung geborgen haben, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen wurde». In dem Beitrag wurde nicht angegeben, wo die beiden Soldaten getötet wurden. Ihre Identität wird erst 24 Stunden nach Benachrichtigung ihrer Familien bekannt gegeben, teilte das Militär mit.

Nach Angaben einer Gewährsperson wurden die sechs Soldaten in Kuwait getötet und waren Teil derselben Logistikeinheit der US-Armee, wie eine Gewährsperson erklärte.

Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Montag auf Nachfrage, ein iranisches Geschoss habe die alliierten Luftabwehrsysteme durchdrungen und «zufällig ein befestigtes taktisches Operationszentrum getroffen».

Auch die Zahl der verletzten Soldaten steigt. Der Konflikt hat nach Angaben von Tim Hawkins, Sprecher des US-Zentralkommandos, 18 amerikanische Soldaten schwer verwundet. (dpa)

22:51 Uhr

Montag, 2. März

Will Trump die Mullahs stürzen oder nicht?

Der amerikanische Präsident hat am Montag erstmals seit Beginn der Kampfhandlungen öffentlich gesprochen. Wichtig war an diesem Auftritt, was er nicht sagte.

22:23 Uhr

Montag, 2. März

Zwei weitere US-Einsatzkräfte im Krieg mit dem Iran getötet

Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran ist die Zahl getöteter US-Einsatzkräfte von vier auf sechs gestiegen. Die Streitkräfte hätten die Überreste zwei vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen worden sei, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.

Wie das US-Kommando weiter mitteilte, dauern die Kämpfe in der Region an. Die Identität der Gefallenen werde nach der Benachrichtigung der Angehörigen noch 24 Stunden lang zurückgehalten. (dpa)

21:36 Uhr

Montag, 2. März

US-Militär: Iran hat keine Schiffe mehr im Golf von Oman

Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman. Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. «Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei.» US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen.

Die Strasse von Hormus verbindet den Golf von Oman mit dem Persischen Golf. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt.

US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt. (dpa)

21:22 Uhr

Montag, 2. März

Auch Iran kündigt Ausweitung seiner Angriffe an

Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion ab. Als Beispiele nannte ein Militärsprecher Geheimdienstzentren, Kommunikationszentralen und Waffendepots. Unabhängig überprüfen liessen sich die Angaben zunächst nicht. Der Sprecher kündigte an, die Angriffe weiter auszuweiten.

Zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, die Angriffe auf den Iran zu verstärken. Er sprach von einer «grossen Welle» und rechnet mit mehreren Wochen Krieg. (dpa)

13:54 Uhr

Montag, 2. März

QatarEnergy stellt Produktion von Flüssigerdgas ein

Der staatliche Energiekonzern QatarEnergy stellt die Produktion von Flüssigerdgas ein. Grund seien militärische Angriffe auf Produktionsanlagen des Unternehmens in Katar, teilte QatarEnergy am Montag mit. Genannt wurden die Industriegebiete Ras Laffan und Messaieed. Der Konzern ist einer der weltweit grössten Produzenten von Erdgas. Ein möglicher Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Produktion wurde nicht genannt. (dpa)

13:52 Uhr

Montag, 2. März

Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz setzt auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, «dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen, und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Bevölkerung im Iran zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. (dpa).

13:40 Uhr

Montag, 2. März

IAEA-Chef: Keine Anzeichen für Atomwaffen-Programm im Iran

Aus Sicht der UN-Atomwächter hat es keine Anzeichen für ein Kernwaffen-Projekt im Iran gegeben. «Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen», antwortete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer Pressekonferenz in Wien auf eine entsprechende Frage einer Journalistin. US-Präsident Trump hatte als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen.

Grossi schloss aber nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge auf politischen Erwägungen beruhten, oder auf weiteren Informationen zum iranischen Atomprogramm, die der IAEA nicht vorlägen. Angesichts des Umfangs des Atomprogramms müssten IAEA-Inspektionen jedenfalls so bald wie möglich wiederaufgenommen werden, betonte Grossi. (dpa)

13:31 Uhr

Montag, 2. März

Athen entsendet Fregatten und Kampfbomber

Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt von Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine militärische Unterstützung für die benachbarte EU-Inselrepublik. Wie Verteidigungsminister Nikos Dendias dem griechischen Rundfunk (ERTNews) sagte, wird Athen zwei Fregatten sowie zwei F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern verlegen. Die Kriegsschiffe seien mit modernen Luft- und Drohnenabwehrsystemen ausgestattet. In der Nacht zum Montag war es auf Zypern zu einem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt in der Nähe der Hafenstadt Limassol gekommen. Zu möglichen Hintergründen oder Verantwortlichen lagen zunächst keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Drohne war vom Typ «Shahed», wie der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mitteilte. Diese Drohnen werden hauptsächlich im Iran produziert. (dpa)

 
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