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Luftangriffe auf und aus dem Iran: Die Bilder
17:00 Uhr
Dienstag, 3. März
Gebäude von Expertenrat bei Angriff im Iran getroffen
Das Gebäude eines Expertenrats einflussreicher Geistlicher im Iran ist nach Medienberichten bei einem Angriff in der Stadt Ghom getroffen und schwer beschädigt worden. Es gab allerdings widersprüchliche Angaben aus Israel und dem Iran zu der Frage, ob dort zum Zeitpunkt des Angriffs gerade ein Gremium iranischer Geistlicher tagte, das einen Nachfolger von Ajatollah Chamenei bestimmen soll. Staatsoberhaupt und Religionsführer Chamenei war am Samstag bei einem israelischen Angriff getötet worden.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, US-israelische Kräfte hätten das Gebäude des Sekretariats des Expertenrats in Ghom angegriffen. Nach ersten Informationen war das Gebäude zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch leer, es hätten sich dort keine Personen befunden. Durch den Raketenangriff seien auch Wohnhäuser und Geschäfte in der Umgebung beschädigt. Mehrere Anwohner und Passanten seien verletzt worden.
Mossad: «Es ist egal, wer heute gewählt wird»
Bereits in der vergangenen Nacht war das Gelände des Expertenrats in Teheran Ziel von Angriffen durch Kampfflugzeuge der US- und israelischen Streitkräfte geworden.
Israelische Medien berichteten dagegen unter Berufung auf Sicherheitskreise, zum Zeitpunkt des Angriffs habe dort eine Abstimmung stattgefunden. Es seien aber offenbar nicht alle 88 Mitglieder des Expertenrats anwesend gewesen, sondern deutlich weniger. Die Berichte liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad veröffentlichte in einem Post auf X in persischer Sprache ein Video, in dem Bilder iranischer Geistlicher zu sehen waren, die wie bei einem Domino-Spiel hintereinander umkippten. «Es ist egal, wer heute gewählt wird, sein Schicksal ist schon besiegelt», heisst es in dem Post. «Nur das iranische Volk wird seinen künftigen Anführer wählen.» (dpa)
15:43 Uhr
Dienstag, 3. März
Neue Angriffswelle: Militärsprecher warnt
Ein Sprecher der israelischen Armee veröffentlichte auf Grund Israels neuer Angriffswelle auf Teheran auf der Plattform X auf Persisch «dringende Warnungen». Dies betreffe das Hakimieh-Industriegebiet im Osten der Hauptstadt und den Pajam-Flughafen bei Karadsch, einem Vorort Teherans.
In den kommenden Stunden werde die Armee in dem Gebiet militärische Infrastruktur der iranischen Führung angreifen, wie sie es in den vergangenen Tagen in ganz Teheran getan habe. Zivilisten seien aufgerufen, zu ihrer eigenen Sicherheit auf einer Karte markierte Gebiete unverzüglich zu verlassen.
Allerdings dürfte die Warnung kaum Menschen erreichen, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben. (dpa)
15:11 Uhr
Dienstag, 3. März
Neue Angriffswelle Israels in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine grossangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen. Ziel der Luftangriffe sei Infrastruktur der iranischen Führung, hiess es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der Stadt berichteten von heftigen Explosionen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. (dpa)
14:42 Uhr
Dienstag, 3. März
Drohnenangriff vor Omans Küste gemeldet
Im Handelshafen von Dukm im Oman ist es erneut zu einem Drohnenangriff gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen berichtete, wurden Treibstofftanks von mehreren Drohnen attackiert. Verletzt wurde demnach niemand, die Schäden seien begrenzt. Zunächst war unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.
Der Iran wies zurück, hinter dem Angriff zu stecken. Es seien keine Attacken «gegen das Territorium und die Häfen des befreundeten und benachbarten Landes Oman» erfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Generalstab.
Bereits am Sonntag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte. Häfen wie der in Dukm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten. (dpa)
13:20 Uhr
Dienstag, 3. März
Menschenrechtler besorgt um Gefangene im Iran
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran zeigen sich Menschenrechtler zunehmend besorgt über das Schicksal der Häftlinge im Land. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo warnte vor schlechten Haftbedingungen, staatlichen Repressionen und Gefahren durch den Krieg.
In den ersten beiden Monaten des Jahres seien mindestens 141 Menschen im Iran hingerichtet worden, berichtete die Organisation. Die Gefahr sei gross, dass weitere Todesstrafen vollstreckt würden, insbesondere mit Blick auf die Repressionen gegen die jüngsten Massenproteste. Besonders schlecht sei die Lage im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran. Einige Familien hätten keinen Kontakt zu ihren Angehörigen, berichtete IHRNGO.
Ihr Direktor, Mahmood Amiry-Moghaddam, bezeichnete die Gefangenen und insbesondere Menschen, die im Zuge der Massenproteste inhaftiert wurden, als die «verletzlichsten und schutzlosesten Opfern dieser Situation». Sie seien nicht nur der Gefahr von Bombardierungen ausgesetzt, sondern sähen sich zugleich der Gefahr überstürzter Hinrichtungen im Schatten des Krieges gegenüber. Das Leben der Gefangenen sei in unmittelbarer Gefahr, so Amiry-Moghaddam laut Mitteilung. «Ihr Schutz muss zu einer dringenden Priorität für die internationale Gemeinschaft werden.»
Die Menschenrechtsorganisation befürchtet ausserdem, dass es einen neuen Angriff auf die Ewin-Haftanstalt am Fuss des Albors-Gebirges geben könnte. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe den Gefängniskomplex bombardiert und dabei Dutzende Menschen getötet. Menschenrechtsorganisation sahen darin Anzeichen für ein Kriegsverbrechen. (dpa)
13:05 Uhr
Dienstag, 3. März
UN: Angriff auf Schule im Iran könnte Kriegsverbrechen sein
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. In Minab nahmen unterdessen Tausende an der Beerdigung zahlreicher Kinder teil.

«Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben», teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte in Genf mit. «Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.»
Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die Amerikaner prüfen. (dpa)
13:10 Uhr
Dienstag, 3. März
Hisbollah-Funktionär kündigt «offenen Krieg» mit Israel an
Ein ranghoher Funktionär der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah hat einen erbitterten Kampf mit Israel in Aussicht gestellt. Nachdem sich seine Miliz mehr als ein Jahr lang an eine Waffenruhe gehalten habe, sei die Geduld nach anhaltenden israelischen Luftangriffen am Ende, sagte Mohamud Komati am Dienstag. Die Hisbollah habe keine andere Wahl, als «zum Widerstand zurückzukehren» und einen offenen Krieg gegen Israel zu führen, erklärte er nach Angaben des Medienbüros der militanten Gruppe.
«Der zionistische Feind wollte einen offenen Krieg, den er seit dem Waffenruheabkommen nicht eingestellt hat», sagte Komati. «Also soll es ein offener Krieg sein.» Seit die Waffenruhe im November 2024 den Krieg zwischen der Hisbollah und Israel offiziell beendete, habe sich die Miliz in Zurückhaltung geübt und darauf gehofft, dass die diplomatischen Bemühungen der libanesischen Regierung zu einem Ende der israelischen Angriffe führen würden.
Komati kritisierte die Regierung in Beirut dafür, das Vorgehen der Hisbollah als illegal bezeichnet und sie zur Aufgabe ihrer Waffen aufgefordert zu haben. Zugleich habe das Kabinett nichts unternommen, um die fast täglichen Angriffe Israels zu stoppen. (dpa)
11:05 Uhr
Dienstag, 3. März
Neue Schäden an Gebäuden iranischer Atomanlage
Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte. (dpa)
10:05 Uhr
Dienstag, 3. März
Drohnenangriffe treffen Rechenzentren von Amazon-Tochter
Drohnenangriffe im Zuge der militärischen Eskalation im Nahen Osten haben zwei Rechenzentren der Amazon-Tochter AWS (Amazon Web Services) in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt getroffen und beschädigt. Zudem wurde nach Unternehmensangaben in Bahrain eine Einrichtung durch einen Einschlag in unmittelbarer Nähe beeinträchtigt.
Die Angriffe haben strukturelle Schäden und Unterbrechungen der Stromversorgung verursacht, wie AWS weiter mitteilte. Teils seien Löscharbeiten nötig gewesen, wodurch zusätzliche Wasserschäden entstanden sind. Man arbeite mit lokalen Behörden zusammen und priorisiere die Sicherheit der Mitarbeitenden.
AWS: Lage bleibt «unvorhersehbar“
AWS hatte zunächst von „Objekten» gesprochen, die ein Rechenzentrum getroffen und «Funken und Feuer» verursacht hätten. Später bestätigte das Unternehmen, dass es sich um Drohnenangriffe gehandelt habe – die Ausfälle stünden im Zusammenhang mit dem «andauernden Konflikt im Nahen Osten». Kunden der Cloud-Sparte meldeten erhöhte Fehlerraten und eingeschränkte Verfügbarkeit zentraler Dienste.
Laut AWS wird es «mindestens einen Tag» dauern, bis Stromversorgung und Konnektivität vollständig wiederhergestellt sind. Das Unternehmen riet Kunden, Daten zu sichern und Anwendungen gegebenenfalls in andere AWS-Regionen zu verlagern. Das Umfeld bleibe angesichts des Konflikts «unvorhersehbar». (dpa)
09:11 Uhr
Dienstag, 3. März
Mindestens 13 Soldaten bei Luftangriff im Iran getötet
Bei Luftangriffen auf einen Stützpunkt im Südosten des Irans sind örtlichen Medien zufolge mindestens 13 iranische Soldaten getötet worden. Getroffen worden sei der Luftwaffenstützpunkt Kerman, etwa 800 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Teheran, berichteten die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim und die Tageszeitung «Hammihan». Der Stützpunkt ist dafür bekannt, dass dort Militärhubschrauber stationiert sind. (dpa)
09:01 Uhr
Dienstag, 3. März
Israel schickt weitere Soldaten in den Südlibanon
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Bodentruppen in den Südlibanon geschickt. «Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt. Es ist eine taktische Massnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern», sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. «Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten.» Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der Nähe zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte der Sprecher nicht sagen.
Israels Armee war bislang an fünf Posten im Südlibanon stationiert. Nun sind sie den Angaben nach an weiteren Punkten in der Nähe der israelischen Grenze. «Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und ich haben die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) ermächtigt, weitere strategische Positionen im Libanon einzunehmen und zu sichern, um Angriffe auf israelische Grenzgemeinden zu verhindern», teilte Israels Verteidigungsminister Israel Katz mit. (dpa)
08:24 Uhr
Dienstag, 3. März
USA schliessen Botschaft in Kuwait
Die USA haben ihre Botschaft in Kuwait wegen des Nahost-Kriegs geschlossen. Die Botschaft teilte am Dienstag in den sozialen Medien mit, es werde «bis auf Weiteres» zugemacht.
Das US-Aussenministerium hat nicht essenzielle Mitarbeitende von diplomatischen Vertretungen in Kuwait, Bahrain, im Irak, in Katar und Jordanien als Vorsichtsmassnahme zur Evakuierung aufgefordert. Die Aufforderung gilt auch für Familienangehörige. (dpa)
08:03 Uhr
Dienstag, 3. März
Schwere Bombardierung erschüttern Teheran und Vororte
Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen. (dpa)
07:19 Uhr
Dienstag, 3. März
USA rechtfertigen Krieg gegen den Iran
Führende US-Republikaner rücken zur Begründung für den Angriff auf den Iran zunehmend Israels Agieren in den Fokus. «Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung», sagte der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. US-Aussenminister Marco Rubio sagte Journalisten: «Die unmittelbare Gefahr bestand darin, dass wir wussten, dass der Iran, wenn er angegriffen würde – und wir gingen davon aus, dass er angegriffen werden würde –, sofort gegen uns vorgehen würde.»
«Wir wussten, dass es zu einem israelischen Eingreifen kommen würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde», führte Rubio weiter aus. Die USA seien zu der Einschätzung gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote zu verzeichnen hätten, wenn sie unter diesen Umständen nicht «präventiv» gegen den Iran vorgegangen wären. «Wir haben proaktiv auf defensive Weise gehandelt, um zu verhindern, dass sie grösseren Schaden anrichten.» Bisher kamen sechs US-Soldaten ums Leben.
Irans Außenminister wies die US-amerikanischen Vorwürfe zurück. Es habe nie eine sogenannte iranische Bedrohung gegeben, schrieb Abbas Araghtschi auf X. «Die USA sind im Namen Israels in einen Krieg ihrer Wahl eingetreten», schrieb der Minister. Dass amerikanisches und iranisches Blut vergossen werde, gehe auf das Konto derjenigen, die Israel an erste Stelle setzen. (dpa)
06:38 Uhr
Dienstag, 3. März
USA: Weitere militärische Infrastruktur im Iran zerstört
Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen im Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen. Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. «Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen», hiess es.
Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. Seitdem nahmen sie Hunderte Ziele ins Visier. Die USA wollen ihre eigenen Attacken im Iran nach den Worten von US-Präsident Trump noch deutlich verstärken. (dpa)
06:02 Uhr
Dienstag, 3. März
US-Botschaft in Riad angegriffen
Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein «begrenztes Feuer» ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit. Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.
Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte später mit, acht weitere Drohnen seien nahe Riad und Al-Chardsch, rund 80 Kilometer weiter südlich, abgefangen und zerstört worden. Auch an der US-Botschaft im kleinen Golfstaat Kuwait war am Montag offenbar ein Feuer ausgebrochen. Augenzeugen hatten der Deutschen Presse-Agentur von aufsteigendem Rauch an dem Gebäude berichtet. Die Hintergründe blieben auch da zunächst unklar.
Amerikaner sollen Nahost sofort verlassen
Angesichts des Krieges der USA und Israels mit dem Iran rief das US-Aussenministerium Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf X auf «schwerwiegende Sicherheitsrisiken».
Die Aufforderung betrifft folgende Länder und Regionen: Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und den Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen. (dpa)
05:58 Uhr
Dienstag, 3. März
Vance: Machtwechsel im Iran ist nebensächlich
Vertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer «perfekten Welt» würden die USA es begrüssen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.

In seiner ersten Videobotschaft zu den israelischen und US-Angriffen auf den Iran am Samstag hatte Trump die Iraner aufgerufen, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. «Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung», hatte der US-Präsident die 90 Millionen Menschen im Iran aufgefordert.
Rubio: Neue Regierung wünschenswert, aber nicht entscheidend
US-Aussenminister Marco Rubio legte am Montag (Ortszeit) nahe, dass es Unterschiede zwischen nachrangigen Wünschen der US-Regierung und konkreten Zielen ihres Einsatzes gebe. Zwar wünsche man sich eine neue Führung im Iran. Entscheidend sei aber, dass wer auch immer in einem Jahr regiere, nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfügen werde.
Noch deutlicher formulierte es der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der US-Regierung: «Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.» Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus. (dpa)
05:23 Uhr
Dienstag, 3. März
Netanjahu: Angriff auf den Iran war unumgänglich
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Angriff auf den Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme gerechtfertigt. «Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten», sei, dass der Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau «neuer Anlagen, unterirdischer Bunker» begonnen habe, sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News. Das Raketen- und «Atombombenprogramm» wäre sonst «innerhalb von Monaten» unangreifbar gewesen, behauptete Netanjahu.

Wenn man jetzt nicht gehandelt hätte, «hätte man in Zukunft nichts mehr tun können», sagte Netanjahu dem Sender weiter. Israel hatte den Iran bereits im Juni vergangenen Jahres angegriffen. Das US-Militär hatte sich knapp eine Woche später Israel angeschlossen und Irans Atomanlagen bombardiert. «Man könnte meinen, sie hätten ihre Lektion gelernt, aber das haben sie nicht, denn sie sind unverbesserlich. Sie sind völlig fanatisch, was ihr Ziel angeht, Amerika zu zerstören», sagte der israelische Ministerpräsident dem US-Fernsehsender. (dpa)
05:51 Uhr
Dienstag, 3. März
US-Todesopferzahl steigt auf sechs Soldaten
Das US-Militär gab am Montag den Tod von zwei weiteren amerikanischen Soldaten während der Militäreinsätze gegen den Iran bekannt. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer auf sechs. Das US-Zentralkommando erklärte in einem Beitrag auf X, dass die Streitkräfte «kürzlich die Überreste von zwei zuvor vermissten Soldaten aus einer Einrichtung geborgen haben, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen wurde». In dem Beitrag wurde nicht angegeben, wo die beiden Soldaten getötet wurden. Ihre Identität wird erst 24 Stunden nach Benachrichtigung ihrer Familien bekannt gegeben, teilte das Militär mit.
Nach Angaben einer Gewährsperson wurden die sechs Soldaten in Kuwait getötet und waren Teil derselben Logistikeinheit der US-Armee, wie eine Gewährsperson erklärte.
Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Montag auf Nachfrage, ein iranisches Geschoss habe die alliierten Luftabwehrsysteme durchdrungen und «zufällig ein befestigtes taktisches Operationszentrum getroffen».
Auch die Zahl der verletzten Soldaten steigt. Der Konflikt hat nach Angaben von Tim Hawkins, Sprecher des US-Zentralkommandos, 18 amerikanische Soldaten schwer verwundet. (dpa)
22:51 Uhr
Montag, 2. März
Will Trump die Mullahs stürzen oder nicht?
Der amerikanische Präsident hat am Montag erstmals seit Beginn der Kampfhandlungen öffentlich gesprochen. Wichtig war an diesem Auftritt, was er nicht sagte.
22:23 Uhr
Montag, 2. März
Zwei weitere US-Einsatzkräfte im Krieg mit dem Iran getötet
Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran ist die Zahl getöteter US-Einsatzkräfte von vier auf sechs gestiegen. Die Streitkräfte hätten die Überreste zwei vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen worden sei, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.
Wie das US-Kommando weiter mitteilte, dauern die Kämpfe in der Region an. Die Identität der Gefallenen werde nach der Benachrichtigung der Angehörigen noch 24 Stunden lang zurückgehalten. (dpa)
21:36 Uhr
Montag, 2. März
US-Militär: Iran hat keine Schiffe mehr im Golf von Oman
Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman. Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. «Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei.» US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen.
Die Strasse von Hormus verbindet den Golf von Oman mit dem Persischen Golf. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt.
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt. (dpa)
21:22 Uhr
Montag, 2. März
Auch Iran kündigt Ausweitung seiner Angriffe an
Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion ab. Als Beispiele nannte ein Militärsprecher Geheimdienstzentren, Kommunikationszentralen und Waffendepots. Unabhängig überprüfen liessen sich die Angaben zunächst nicht. Der Sprecher kündigte an, die Angriffe weiter auszuweiten.
Zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, die Angriffe auf den Iran zu verstärken. Er sprach von einer «grossen Welle» und rechnet mit mehreren Wochen Krieg. (dpa)
20:40 Uhr
Montag, 2. März
Libanon meldet mehr als 50 Tote bei israelischen Angriffen
Bei israelischen Gegenangriffen auf Ziele der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon sind nach Regierungsangaben mindestens 52 Menschen getötet worden. Ausserdem habe es bei den Angriffen auf Vororte der Hauptstadt Beirut und den Süden des Landes 154 Verletzte gegeben, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Montag mit.
Tausende Menschen flohen. Sozialminister Hanin al-Sajed sagte, im ganzen Land seien 171 Notunterkünfte eingerichtet worden, in denen rund 29'000 Vertriebene untergebracht seien. Das Bildungsministerium gab bekannt, angesichts der Lage sollten die Schulen am Dienstag geschlossen bleiben.
Die schiitische Hisbollah hatte Israel in der Nacht mit Raketen und Drohnen beschossen und erklärt, die Angriffe seien eine Vergeltung für den Tod des iranischen Führers Ali Chamenei sowie für «wiederholte israelische Aggressionen».
Das israelische Militär flog daraufhin Dutzende Luftangriffe. Dabei seien mehr als 70 Waffenlager, Abschussrampen und Raketenwerfer der Hisbollah getroffen worden, teilte das Militär mit. Eine am Abend in Richtung Israel gestartete Drohne sei abgefangen worden. Militärsprecher Effie Defrin schloss auch eine Bodenoffensive nicht aus.
Die libanesische Regierung nannte das Vorgehen der Hisbollah illegal und forderte die Miliz zur Abgabe ihrer Waffen auf. «Es gibt eine Seite, die das Land in Angelegenheiten hineinziehen will, mit denen wir nichts zu tun haben», sagte Präsident Joseph Aoun Regierungsangaben zufolge in einer Kabinettssitzung.
Regierungschef Nawaf Salam sagte, militärischen Aktivitäten der Hisbollah seien in Zukunft verboten. Er forderte die Sicherheitsbehörden auf, den Abschuss von Raketen oder Drohnen aus dem Libanon zu verhindern und die Hintermänner festzunehmen. Nur der Staat könne über Fragen von Krieg und Frieden entscheiden, sagte Salam. (dpa)
19:34 Uhr
Montag, 2. März
Parmelin telefoniert mit Staatschefs im Nahen Osten
Mehrere Telefonate zur Lage im Nahen Osten: Bundespräsident Guy Parmelin hat am Montag mit König Abdullah II. von Jordanien, Kronprinz Mohammed bin Salman von Saudi-Arabien sowie mit Katars Emir, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, gesprochen. Über die Inhalte der Gespräche wurde zunächst nichts bekannt. Dies teilte Parmelin auf X mit. (cam)
19:29 Uhr
Montag, 2. März
Nach Preisanstieg: EU kündigt Energie-Krisenstab an
Die EU bereitet sich auf mögliche Notlagen infolge des Iran-Kriegs vor. Wie die EU-Kommission von Ursula von der Leyen nach einer Sondersitzung in Brüssel mitteilte, wird infolge der Entwicklungen ein Energie-Krisenstab mit den Mitgliedstaaten einberufen. Er könnte Reaktionen auf rasant steigende Öl-, Sprit- und Gaspreise planen.
Darüber hinaus intensiviert die EU nach eigenen Angaben die Beobachtung von Risiken durch Verkehrsunterbrechungen, insbesondere rund um die Strasse von Hormus und das Rote Meer. Mit Fluggesellschaften, Reedereien und nationalen Behörden soll es eine verstärkte Koordinierung geben.
Zur Unterstützung für Evakuierungs- und Rückführungsmassnahmen der Mitgliedstaaten werden nach Angaben der Kommission bereits jetzt Katastrophenschutz-Kapazitäten und das Notfall-Koordinierungszentrum genutzt. Im Bereich der Migration gebe es eine genaue Trendbeobachtung und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den zuständigen Agenturen der Vereinten Nationen und Partnerländern, hiess es. (dpa)
19:02 Uhr
Montag, 2. März
Israel greift weiter im Libanon an
Das israelische Militär hat erneut in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Mindestens sechs Einschläge waren über Beirut zu hören, wie dpa-Reporterinnen meldeten.
Nach ersten Berichten lokaler Medien wurde ein Gebäude in direkter Nähe des proiranischen Fernsehsender Al-Majadin getroffen. In der Gegend befindet sich auch die iranische Botschaft. Der Sender musste zwischenzeitlich den Sendebetrieb einstellen.
Die israelische Armee teilte mit, auf ein weiteres hochrangiges Mitglied der Hisbollah gezielt zu haben. Das Militär erklärte darüber hinaus, auch im Südlibanon mehr als 70 Einrichtungen der Hisbollah angegriffen zu haben.
Ziel der Angriffe waren auch Filialen der Vereinigung Al-Kard Al-Hassan, einem Finanzinstitut und einer Art Bank der Hisbollah. Die Angriffe darauf seien abgeschlossen, hiess es.
Zudem sei eine aus dem Libanon abgefeuerte Drohne abgefangen worden. Die Hisbollah äusserte sich zunächst nicht. Auch zu Opferzahlen im Libanon gab es zunächst keine offiziellen Angaben. (dpa)
18:50 Uhr
Montag, 2. März
Italien verstärkt Schutz «sensibler» Einrichtungen
Italien verstärkt angesichts der militärischen Eskalation im Nahen Osten den Schutz «sensibler» Einrichtungen. In einer Mitteilung des Innenministeriums in Rom wurden keine spezifischen Einrichtungen genannt. Allerdings sei die Entscheidung von Minister Matteo Piantedosi «im Lichte der aktuellen internationalen Lage» getroffen worden. Für eine Vielzahl der insgesamt rund 28'000 sensiblen Einrichtungen, «insbesondere jene, die mit den am Konflikt beteiligten Ländern in Verbindung stehen», sei eine sofortige Verstärkung der Massnahmen angeordnet worden, hiess es weiter. (dpa)
18:47 Uhr
Montag, 2. März
Stefan Büsser steckt in Abu Dhabi fest
Seine Ferien wurden zum Alptraum: Satiriker Stefan Büsser kann die arabischen Erimate nicht verlassen. Ob «Late Night Switzerland» am nächsten Sonntag ausgestrahlt werden kann, ist ungewiss.
18:16 Uhr
Montag, 2. März
Trump wirft Iranern Rückzieher bei Verhandlungen vor
US-Präsident Donald Trump hat den Iranern schwere Vorwürfe mit Blick auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gemacht. Immer wieder hätten die USA gedacht, eine Einigung erzielt zu haben, nur um mehrfach mitzubekommen, dass die Iraner einen Rückzieher machen, sagte Trump bei seiner ersten Pressekonferenz seit Beginn der US-Angriffe auf den Iran am Samstag. «Mit solchen Leuten kann man keine Geschäfte machen.»
Wie genau die Gespräche abliefen, ist nicht öffentlich bekannt. Trump hatte den Iran aber mehrfach kritisiert und ein militärisches Eingreifen in Aussicht gestellt, um den Druck auf Teheran zu erhöhen. (dpa)
17:54 Uhr
Montag, 2. März
Trump lobt sich selbst: «Ich habe dem ein Ende bereitet»
US-Präsident Donald Trump hat sich im Weissen Haus zum Krieg im Nahen Osten geäussert. Offiziell ging es um eine Ehrung von Kriegshelden, unter anderem im Vietnamkrieg. Doch Trump nutzte die Bühne, auch über die Angriffe auf den Iran zu sprechen.
Der Schlag sei unausweichlich gewesen, sagte er. «Der Iran ist im Besitz von Langstreckenraketen. Sie waren eine Gefahr für die USA». Seit 47 Jahren habe der Iran die westliche Welt und die USA terrorisiert. «Dem habe ich ein Ende bereitet», so Trump.

Erstens habe die USA die Waffenarsenale des Irans zerstört, zweitens werde ihre Seeflotte zerstört. «Und drittens stellen wir sicher, dass der Iran nicht Armeen und Terrororganisationen unterstützt». Der Iran sei der grösste Financier von Terror in der Welt, betonte Trump.
«Es wird mir sicher nicht langweilig,» meinte er zu angeblichen Stimmen, die behauptet hätten, er würde die US-Streitkräfte nach einigen Angriffen wieder zurückziehen. Er erwähnte die vier gefallenen US-Soldaten und dankte ihnen für ihren patriotischen Einsatz. (pin/watson)
17:43 Uhr
Montag, 2. März
Trump und Hegseth schliessen Bodeneinsatz im Iran nicht aus
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth wollen nach den ersten Angriffen auf den Iran nicht ausschliessen, dass künftig US-Bodentruppen im Nahen Osten eingesetzt werden. Er habe keine Angst bei dem Thema, wurde Trump vom Boulevardblatt «New York Post» zitiert. «Jeder Präsident sagt: «Es wird keine Bodentruppen geben.» Ich sage das nicht». Stattdessen hielt sich Trump Optionen offen.
Zuvor hatte sich Hegseth ähnlich geäussert. Ihm zufolge sind bislang keine Bodentruppen im Iran im Einsatz. Darüber hinaus wollte er sich nicht dazu äussern, ob ein Bodeneinsatz künftig ein denkbares Szenario sei.
Die Debatte um die sogenannten «Boots on the ground», also ob es zum Einsatz von Soldaten auf feindlichem Boden kommt, gilt in den USA als höchst heikel. Seit den langjährigen und verlustreichen Kriegen im Irak und in Afghanistan reagiert die amerikanische Öffentlichkeit besonders sensibel auf die Entsendung von Bodentruppen in den Nahen Osten. (dpa)
17:22 Uhr
Montag, 2. März
Trump: Die grosse Angriffswelle auf den Iran steht noch bevor
US-Präsident Donald Trump will die Angriffe auf den Iran noch verstärken. «Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen», sagte er in einem Interview dem Sender CNN. «Die grosse Welle kommt bald.»
Trump sagte, die Attacken liefen bislang sehr gut. «Wir prügeln sie windelweich.» Er bekräftigte sein Ziel, den Krieg in etwa vier Wochen zu beenden. «Wir sind dem Zeitplan sogar voraus.» Bislang hätten die USA 49 iranische Anführer ausgeschaltet. «Sie wissen nicht einmal, wer sie derzeit anführt.»
Als grösste Überraschung nannte Trump die Angriffe des Irans auf die arabischen Staaten in der Region und deren Reaktion. «Sie wollten sich nur sehr geringfügig beteiligen. Und jetzt bestehen sie darauf, einbezogen zu werden.» (dpa)
17:16 Uhr
Montag, 2. März
Netanjahu wirft Iran bewusste Angriffe auf Zivilisten vor
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem Iran gezielte Angriffe auf Zivilisten vorgeworfen. Die Islamische Republik sei eine Gefahr für die gesamte Welt, sagte Netanjahu, als er am Montag den Einschlagsort einer iranischen Rakete besichtigte, die in Beit Schemesch den Schutzraum einer Synagoge getroffen und neun Menschen getötet hatte.
Netanjahu sagte, die Welt profitiere von den gemeinsamen Angriffen Israels und der USA gegen den Iran. «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, uns selbst zu schützen, aber dadurch schützen wir auch viele andere», sagte er. (AP/dpa)
17:08 Uhr
Montag, 2. März
Katar meldet Abschuss zweier iranischer Kampfjets
Katar hat nach eigenen Angaben zwei iranische Kampfflugzeuge abgeschossen. Laut einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums handelte es sich um zwei Maschinen vom Typ Suchoi Su-24 sowjetischer Bauart. (AP)
16:20 Uhr
Montag, 2. März
Israels Armee-Chef droht Hisbollah mit «vernichtendem Schlag»
Israels Generalstabschef Ejal Zamir hat der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einem «vernichtenden Schlag» gedroht. Das israelische Militär werde seinen Einsatz nicht beenden, solange «die Bedrohung aus dem Libanon» nicht beseitigt sei, sagte Zamir Armeeangaben zufolge bei einer Lagebesprechung. Israel werde weiterhin auf die im Rahmen eines Waffenruhe-Abkommens vereinbarten Entwaffnung der vom Iran unterstützten Miliz pochen, so der israelische Armeechef.
Zamir rief die zuständigen Kommandeure der Armee zugleich dazu auf, alle ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte für die Verteidigung und Offensive zu nutzen, also konkret «Boden-, Feuer-, Luft- und Seefähigkeiten». Gerichtet an die Menschen im Norden des Landes, der an den Libanon grenzt, sagte er, Israels Armee kontrolliere den Luftraum des Nachbarlandes und werde jede erkannte Bedrohung beseitigen. «Wir werden diesen Einsatz nicht nur damit beenden, dass der Iran getroffen worden ist, sondern auch damit, dass Hisbollah einen vernichtenden Schlag erleidet», so der israelische Armeechef.
Die Schiitenorganisation hatte zuvor als Vergeltung für die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei Raketen Richtung Israel abgefeuert. (dpa)
15:48 Uhr
Montag, 2. März
Frankreich erhöht Zahl seiner Atomsprengköpfe
Frankreich erhöht angesichts wachsender globaler Bedrohungen die Zahl seiner Atomsprengköpfe. Das habe er angeordnet, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Anders als bisher werde Frankreich nicht mehr über die Zahl seiner Atomwaffen informieren. «Wer frei sein will, muss gefürchtet sein. Wer gefürchtet sein will, muss stark sein.»
Frankreich ist einzige Atommacht in der EU
In der EU ist Frankreich seit dem Austritt Grossbritanniens 2020 die einzig verbliebene Atommacht. Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri besitzt das Land 290 der weltweit etwa 12'200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrösste Atommacht.
Das Land verfügt über vier Atom-U-Boote, von denen Raketen mit Atomsprengköpfen mit einer Reichweite von etwa 10'000 Kilometern abgefeuert werden können. Auch aus der Luft kann Frankreich Atomwaffen einsetzen. Seine Rafale-Kampfjets können die gut 50 Marschflugkörper des Landes mit Nuklearsprengköpfen abschiessen. Diese haben offiziell eine Reichweite von etwa 500 Kilometern.
Macron sieht wachsende nukleare Bedrohung in der Welt
Macron betonte, er schulde es Frankreich, sicherzustellen, dass die Abschreckung glaubhaft bleibe. Ein grösseres Atomarsenal sei unabdingbar. Allerdings solle dies kein Einstieg in einen atomaren Rüstungswettlauf werden.
Macron verwies zur Begründung auf wachsende nukleare Bedrohungen weltweit. Die Bedrohung vermische sich und die Verteidigung möglicher Gegner werde stärker. Konkret nannte Macron eine wachsende atomare Rüstung Chinas, die explosive Lage im Nahen Osten sowie die Bedrohung durch Russland. Zum Ausbau von Frankreichs nuklearem Waffenarsenal sagte Macron, bis 2036 werde ein neues Atom-U-Boot gebaut. (dpa)
15:43 Uhr
MOntag, 2. März
Kriegsangst im Libanon: Tausende auf der Flucht
Nach israelischen Luftangriffen im Libanon sind tausende Menschen aus den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut geflohen. Autos, beladen mit Matratzen, Kindern und Habseligkeiten, verliessen in langen Kolonnen die betroffenen Viertel, wie eine dpa-Reporterin beobachtete.
Auch am Nachmittag griff das israelische Militär erneut in denen als Dahija bekannten Vororten Beiruts an. Anwohner berichteten von mindestens vier Angriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von einem weiteren Angriff in der Küstenstadt Tyrus. Dabei sei eine Finanzeinrichtung der Hisbollah getroffen worden. Zu Opfern war zunächst nichts bekannt.

Auf der Küstenstrasse aus Beirut heraus bildeten sich kilometerlange Staus. Hupen hallten Augenzeugen zufolge zwischen den Fahrzeugen, während Familien im stockenden Verkehr ausharrten. Einige Menschen stiegen demnach aus ihren Autos aus und warteten am Strassenrand.
«Wir sind wegen der Kinder geflohen. Sie haben panische Angst vor dem Lärm», sagte eine Mutter der Deutschen Presse-Agentur. Ein anderer Anwohner äusserte die Hoffnung, Israel werde «zwischen Hisbollah und Zivilbevölkerung unterscheiden». Viele Menschen fürchten, dass die jüngste Eskalation erneut zahlreiche Zivilisten treffen könnte.
Notunterkünfte eingerichtet
In Beirut wurden mehrere öffentliche Schulen in Notunterkünfte umgewandelt. Nach Angaben aus dem Büro von Ministerpräsident Nauaf Salam sind bislang 53 Notunterkünfte eröffnet worden. Weitere Einrichtungen sollen landesweit folgen.
Krankenhäuser im Süden und in der Hauptstadt bereiten sich auf eine mögliche Zunahme von Verletzten vor. In Tyrus versetzte das Hiram-Krankenhaus sein Personal in höchste Alarmbereitschaft. Auch andere Kliniken in Beirut und Umgebung riefen ihre Mitarbeiter zu erhöhter Wachsamkeit auf. (dpa)
15:34 Uhr
Montag, 2. März
Etihad und Emirates nehmen Flüge wieder auf
Die beiden Fluggesellschaften Etihad und Emirates haben am Montag trotz des Krieges in Nahost ihren Betrieb zum Teil wieder aufgenommen. Erste Flüge der Airlines mit Sitz in Abu Dhabi beziehungsweise Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten starteten am Montagnachmittag, wie aus Daten von Flugtracking-Seiten im Internet ersichtlich war. Die Regierung von Dubai teilte mit, es gebe eine «begrenzte Wiederaufnahme des Betriebs». Es sollten aber nur jene Passagiere zum Flughafen kommen, die direkt kontaktiert worden seien.
Reisende auf der ganzen Welt waren in den vergangenen Tagen gestrandet, weil auf Langstrecken spezialisierte Fluggesellschaften aus der Golfregion wie Etihad und Emirates ihre Drehkreuze nicht anfliegen konnten. (dpa)
14:53 Uhr
Montag, 2. März
Hegseth kritisiert «traditionelle Verbündete» scharf
Nach der Eskalation im Nahen Osten hat US-Kriegsminister Pete Hegseth scharfe Kritik an den früheren Partnern der Vereinigten Staaten geübt. Mit Blick auf Israel sagte er in Washington: «Fähige Partner, wie wir von Anfang an gesagt haben, fähige Partner sind gute Partner.» Im Gegensatz dazu stehen ihm zufolge die «traditionellen Verbündeten», die sich empört geben und «beim Einsatz von Gewalt nur zögern und zaudern.»
Konkrete Länder nannte Hegseth in seiner Ansprache nicht. «Amerika, unabhängig davon, was sogenannte internationale Institutionen sagen, entfesselt die tödlichste und präziseste Luftangriffskampagne der Geschichte.»

«Dies ist nicht der Irak. Dies ist kein endloser Krieg», sagte er zudem in Washington. Die USA haben Hegseth zufolge ihre Lehren aus der Vergangenheit gezogen und gehen mit einem klaren Fokus in den Krieg: «Die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen.»
Präsident Donald Trump hatte zuvor vier Wochen als eine wahrscheinliche Dauer für den Krieg genannt. «Es wird vier Wochen dauern - oder weniger», sagte er in einem Interview. Hegseth wollte diese Einschätzung auf Nachfrage nicht bestätigen. «Präsident Trump hat alle Freiheiten der Welt, darüber zu sprechen, wie lange es dauern könnte oder auch nicht.» Es könne schneller gehen als vier Wochen, es könne sich aber auch verzögern. (dpa)
14:47 Uhr
Montag, 2. März
Israelisches Militär: bisher 600 Stellungen im Iran angegriffen
Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran am Samstag hat die israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische Luftverteidigungssysteme, hiess es in einer Mitteilung. Im Libanon seien bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden.
Die pro-iranische Miliz im Libanon hatte mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Aus dem Iran wurden zahlreiche Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, aber auch auf US-Ziele in den Golfstaaten.
Bisher seien mehr als 110'000 israelische Reservisten in Vorbereitung für Kämpfe an mehreren Fronten mobilisiert worden, hiess es weiter. (dpa)
14:31 Uhr
Montag, 2. März
China bekräftigt Freundschaft mit Iran
China hat Iran in der aktuellen Krise Unterstützung zugesichert und zugleich die USA und Israel zu einem sofortigen Stopp der Militäraktionen aufgefordert. Aussenminister Wang Yi bekräftigte nach chinesischen Angaben in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi die «traditionelle Freundschaft» zwischen beiden Ländern.
Wang sagte weiter, China unterstütze das Land bei der Wahrung seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität. Peking habe die USA und Israel aufgefordert, die militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation zu vermeiden und eine Ausweitung der Kämpfe auf den gesamten Nahen Osten zu verhindern. (dpa)
14:25 Uhr
Montag, 2. März
US-Verteidigungsminister Hegseth: Regime-Wechsel ist nicht das Ziel
Es sei kein Krieg mit dem Ziel eines Regime-Wechsels, sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth während einer Pressekonferenz im Pentagon. Aber die Welt sei jetzt in einer besseren Lage als zuvor. Es gehe darum, iranische Offensivwaffen zu zerstören. «Unsere Ambitionen sind nicht utopisch, sie sind realistisch», so Hegseth. Es gehe um die Zerstörung der Raketen, der Marine und der nuklearen Kapazitäten. Man wolle im Iran kein «Nation-Building» betreiben.
Die Mission «Epic Fury» sei monatelang geplant worden, ergänzt US-Generalstabschef Dan Caine. Teile davon sogar schon seit Jahren. Auch er sagt, die Mission sei klar. Es gehe darum, die militärischen Kapazitäten des Irans zu schwächen. (watson/pin)
14:07 Uhr
Montag, 2. März
Vierter US-Soldat gestorben
Ein weiterer US-Soldat ist im Krieg mit dem Iran erlittenen Verletzungen erlegen. Das US-Zentralkommando teilte am Montag mit, der Soldat sei in der Frühphase der Operation «Epic Fury» verwundet worden, wie die USA den seit Samstag laufenden Grossangriff gegen den Iran nennen, an dem auch Israel beteiligt ist. Die Gesamtzahl der seither getöteten US-Militärangehörigen stieg damit den Angaben zufolge auf vier.
US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag in einem Videobeitrag auf seiner Plattform Truth Social erklärt, es werde vor dem Ende des Krieges vermutlich weitere US-Opfer geben. Man werde aber alles tun, um dies zu verhindern. (dpa)

13:54 Uhr
Montag, 2. März
QatarEnergy stellt Produktion von Flüssigerdgas ein
Der staatliche Energiekonzern QatarEnergy stellt die Produktion von Flüssigerdgas ein. Grund seien militärische Angriffe auf Produktionsanlagen des Unternehmens in Katar, teilte QatarEnergy am Montag mit. Genannt wurden die Industriegebiete Ras Laffan und Messaieed. Der Konzern ist einer der weltweit grössten Produzenten von Erdgas. Ein möglicher Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Produktion wurde nicht genannt. (dpa)
13:52 Uhr
Montag, 2. März
Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz setzt auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, «dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen, und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Bevölkerung im Iran zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. (dpa).
13:40 Uhr
Montag, 2. März
IAEA-Chef: Keine Anzeichen für Atomwaffen-Programm im Iran
Aus Sicht der UN-Atomwächter hat es keine Anzeichen für ein Kernwaffen-Projekt im Iran gegeben. «Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen», antwortete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer Pressekonferenz in Wien auf eine entsprechende Frage einer Journalistin. US-Präsident Trump hatte als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen.

Grossi schloss aber nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge auf politischen Erwägungen beruhten, oder auf weiteren Informationen zum iranischen Atomprogramm, die der IAEA nicht vorlägen. Angesichts des Umfangs des Atomprogramms müssten IAEA-Inspektionen jedenfalls so bald wie möglich wiederaufgenommen werden, betonte Grossi. (dpa)
13:31 Uhr
Montag, 2. März
Athen entsendet Fregatten und Kampfbomber
Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt von Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine militärische Unterstützung für die benachbarte EU-Inselrepublik. Wie Verteidigungsminister Nikos Dendias dem griechischen Rundfunk (ERTNews) sagte, wird Athen zwei Fregatten sowie zwei F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern verlegen. Die Kriegsschiffe seien mit modernen Luft- und Drohnenabwehrsystemen ausgestattet. In der Nacht zum Montag war es auf Zypern zu einem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt in der Nähe der Hafenstadt Limassol gekommen. Zu möglichen Hintergründen oder Verantwortlichen lagen zunächst keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Drohne war vom Typ «Shahed», wie der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mitteilte. Diese Drohnen werden hauptsächlich im Iran produziert. (dpa)
13:21 Uhr
Montag, 2. März
Rund 4300 Schweizer Touristen sitzen in der Krisenregion fest
Insgesamt sind rund 4300 Schweizerinnen und Schweizer via Travel Admin App in der Krisenregion registriert, das gab das EDA bekannt. Marianne Jenni, Chefin der Konsularischen Direktion im Aussendepartement, rät den Menschen dort: «Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden und registrieren Sie sich in der Travel Admin App». Wer in einem Hotel untergebracht ist, könne auch an der Reception Hilfe erhalten.

Jenni verwies darauf, dass schon länger vor Reisen gewarnt worden sei, namentlich nach Iran. Diese Warnung sei nun auf die Region ausgeweitet. worden.
Die Krisenzelle im EDA für den Nahen Osten wurde bereits im Januar aktiviert, seit Samstag arbeitet sie nun unter Hochdruck. Auf die Frage, ob der Bund von den Entwicklungen des Wochenendes überrascht worden sei, sagte Jenni: «Wir haben uns jedes Wochenende vorbereitet, wir waren bereit.» (has/sbü)
13:18 Uhr
Montag, 2. März
Provisorischer Führungsrat drängt auf schnelle Nachfolge für Khamenei
Ein Mitglied des provisorischen Führungsrats im Iran hat eine zügige Suche nach einem Nachfolger für den getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei angemahnt. Er hoffe, dass ein neues geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik rasch ernannt werde, sagte der Geistliche Aliresa Arafi in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Arafi äusserte sich zum ersten Mal öffentlich, seit er Mitglied des temporären Rates wurde. Der Nachfolger Khameneis wird von den 88 Mitgliedern des Expertenrats gewählt, dem überwiegend konservative Geistliche angehören. Ein klarer Favorit hat sich bisher nicht ergeben. Arafi ist Mitglied des temporären Führungsrats, zu dem unter anderen Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei gehören. Arafi fügte hinzu, dass die staatlichen Institutionen unter äusserst schwierigen Umständen weiterhin funktionierten. (dpa)
13:16 Uhr
Montag, 2. März
Tausende Schweizer gestrandet: EDA spricht von «belastender Lage»
In den vom Krieg betroffenen Ländern sitzen derzeit Tausende Schweizerinnen und Schweizer fest. Viele von ihnen suchen Hilfe. So haben bereits 1200 Personen bei der Helpline des Aussendepartements (EDA) Hilfe gesucht, weitere 1200 haben über die Helpline die aktuell verfügbaren Informationen abgehört. Es sind mehrere Tausend Touristinnen und Touristen mit Schweizer Pass von der Sperrung des Luftraums in Nahost betroffen.
Am Montagmittag nannte Marianne Jenni, Chefin der Konsularischen Direktion im Aussendepartement am Montagmittag an einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, die aktuellen Zahlen. Demnach sitzen in den acht Staaten vom Krieg betroffenen Staaten rund 4300 Reisende aus der Schweiz fest. Hinzu kommen rund 33'000 Personen mit Schweizer Bürgerrecht, die in den Ländern leben, 25'300 davon allein in Israel.
«Wir verstehen, dass die Lage für die betroffenen Personen sehr belastend ist», sagte Jenni, denn «niemand weiss, wie lange die Situation so bleibt». Trotzdem seien die Leute, die beim EDA Hilfe suchten, «sehr verständnisvoll». Tatsächlich kann der Bund derzeit wenig konkrete Hilfe leisten: Der Luftraum ist bis auf Weiteres gesperrt, Flüge in die Region und aus der Region sind vorerst nicht möglich. Selbst, wenn Flüge wieder möglich werden, kann der Bund nicht selbst handeln: Die Schweiz verfügt über keine militärischen Transportflugzeuge. Das EDA sei deshalb in Kontakt mit der Swiss, für den Fall, dass Flüge wieder möglich werden. (sbü)
13:06 Uhr
Montag, 2. März
Iran greift Energieanlagen in Katar mit Drohnen an
Der Iran soll Energieinfrastruktur in Katar mit Drohnen angegriffen haben. Das meldete das katarische Verteidigungsministerium am Montag. Opfer habe es nicht gegeben. Die Islamische Republik habe mit Drohnen einen Wassertank an einem Kraftwerk in der Staat Messaieed im Süden Katars ins Visier genommen sowie eine Energieeinrichtung in der Industriestadt Ras Laffan, die vom Staatskonzern Qatar Energy betrieben werde. (dpa)
13:00 Uhr
Montag, 2. März
Erneuter Alarm auf britischem Stützpunkt auf Zypern
Nach einem nächtlichen Drohnenangriff hat es erneut Alarm auf dem britischen Stützpunkt Akrotiri auf Zypern gegeben. Zwei unbemannte Fluggeräte, die sich in Richtung der britischen Stützpunkte bewegt hätten, seien rechtzeitig abgewehrt worden, teilte der zyprische Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis mit.
Der weiter westlich gelegene zivile Flughafen von Paphos wurde nach Berichten des zyprischen Rundfunks evakuiert. Flüge nach Paphos wurden zum Hauptflughafen der EU-Inselrepublik in Larnaka umgeleitet. (dpa)
12:53 Uhr
Montag, 2. März
Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation. (dpa)
12:34 Uhr
Montag, 2. März
Parmelin: Schweiz extrem besorgt
«Die Schweiz ist extrem besorgt über die anhaltende Eskalation im Nahen Osten», sagte Bundespräsident Guy Parmelin am Montag in Brüssel an der Seite von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Parmelin war in der EU-Hauptzentrale zu Gast, um die neuen bilateralen Verträge zu unterschreiben.

Die Schweiz rufe alle beteiligten Parteien auf, die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur zu schützen und so schnell wie möglich wieder zur Diplomatie zurückzukehren. Er sei schon am Sonntagabend mit verschiedenen Ländern der Region in Kontakt gewesen, welche er kürzlich besucht habe. Am Nachmittag werde er weitere Gespräche führen. Die Schweiz stehe selbstverständlich zur Verfügung, um zu einer Deeskalation beizutragen, so der Bundespräsident. (rhe)
12:22Uhr
Montag, 2. März
Israels Militär: Neue Angriffswelle zielt «ins Herz von Teheran»
Die israelische Luftwaffe hat in den Mittagsstunden einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet. Gestützt auf Geheimdienstinformationen ziele der Angriff «im Herzen von Teheran» auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilte das Militär mit. Zuvor hatte ein Sprecher bekanntgegeben, dass zwei Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstministeriums getötet worden seien, darunter ein für Israel zuständiger Beamter.

Augenzeugen in Teheran bestätigten schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Sie sollen sich in der Nähe des Parlaments ereignet haben. Auch im Norden der Millionenmetropole mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern wurden Raketeneinschläge beobachtet. (dpa)

12:21 Uhr
Montag, 2. März
US-Militär: Kuwait hat US-Kampfjets versehentlich abgeschossen
Kuwait hat nach Angaben des US-Militärs «versehentlich» drei US-Kampfflugzeuge abgeschossen. Das teilte das für die Region zuständige Zentralkommando des Militärs (Centcom) am Montag mit. Nach Angaben des kuwaitischen Verteidigungsministeriums konnten sich alle Piloten retten. (dpa)
11:42 Uhr
Montag, 2. März
Israels Armee: Iran greift systematisch Wohnhäuser an
Israels Armee wirft dem Iran vor, bei seinen Angriffen in Israel gezielt zivile Ziele ins Visier zu nehmen. «Wir haben konkrete Informationen erhalten, die belegen, dass der Iran systematisch zivile Wohnhäuser in Israel angreift», sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. Irans Führung wolle auf diese Weise Panik in Israel auslösen und die öffentliche Meinung beeinflussen.
Der Iran wiederum betont stets, Ziel seiner Angriffe seien etwa Einrichtungen des israelischen Militärs oder der israelischen Regierung. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
11:23 Uhr
Montag, 2. März
Israels Botschafter: Iran will Europa in den Krieg ziehen
Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, wirft dem Iran vor, Europa in den Krieg im Nahen Osten hineinziehen zu wollen. Der mutmassliche Drohneneinschlag auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt im EU-Staat Zypern sei für ihn ein Anzeichen dafür, dass der Iran versuche, die Europäer in Kampfhandlungen zu verwickeln, sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. «Hoffentlich wird Europa das mal sehen und darauf auch reagieren – in welcher Art und Weise, das ist eine Entscheidung, die in Europa getroffen wird.» Der Botschafter verwies in diesem Zusammenhang auf die in Artikel 42 des EU-Vertrags festgeschriebene Beistandsklausel, die die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, angegriffene EU-Partnerstaaten zu unterstützen. «Es gibt eine Beistandsklausel, die eigentlich sagt, weil Zypern Teil von Europa ist, ist es die Verantwortung, Zypern zu verteidigen.» (dpa)
11:21 Uhr
Montag, 2. März
Irans Schulen bis Ende März geschlossen - Unterricht online
Angesichts des Krieges bleiben die Schulen im Iran bis Ende März geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regelung gilt demnach bis zum Ende des persischen Kalenderjahrs, das am 21. März endet. Infolge der «militärischen Aggression des zionistischen Regimes mit Unterstützung der USA» seien Schulen aller Bildungsstufen bis zum Jahresende geschlossen, und der Unterricht werde virtuell erteilt, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. (dpa)
10:58 Uhr
Montag, 2. März
Israel fliegt weitere Luftangriffe auf Vororte von Beirut
Die israelische Luftwaffe hat weitere Angriffe auf südliche Vororte von Beirut geflogen. Die Detonationen waren am Montagvormittag in Teilen der libanesischen Hauptstadt zu hören. Getroffen wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein Gebiet, in dem die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz eine grosse Halle für Kundgebungen betreibt. Es war zunächst unklar, ob Menschen getötet oder verletzt wurden. Die Hisbollah hatte Israel aus Vergeltung für die US-israelischen Angriffe auf den Iran in der Nacht mit Drohnen und Raketen angegriffen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Dutzende Ziele im Libanon. Das israelische Militär geht von einer längeren Konfrontation mit der Schiitenmiliz aus. Militärsprecher Effie Defrin wollte am Montag auch einen Bodeneinsatz nicht ausschliessen. (dpa)
10:57 Uhr
Montag, 2. März
EU sagt nach mutmasslichem Drohnenangriff Ministertreffen ab
Nach einem mutmasslichen Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt in Zypern ist ein dort geplantes EU-Ministertreffen kurzfristig abgesagt worden. Die unvorhergesehene Entwicklung beeinträchtige leider die Flüge nach Zypern, teilte die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit. Deswegen sei beschlossen worden, das informelle Europaministertreffen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Es hätte eigentlich an diesem Montagnachmittag beginnen und bis Dienstagabend dauern sollen. Zuvor war der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im EU-Land Zypern in der Nacht zum Montag mutmasslich von einer Drohne getroffen worden. Es handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ «Shahed», teilte der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mit. (dpa)
10:55 Uhr
Montag, 2. März
Iranischer Diplomat: Atomanlage Natans angegriffen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist nach Angaben eines hochrangigen iranischen Diplomaten die wichtige Atomanlage in Natans angegriffen worden. Wie Resa Nadschafi, Teherans Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, vor Journalisten sagte, erfolgte die Attacke am Sonntag. Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert und schwer beschädigt - darunter auch Natans, wo eine Anlage zur Anreicherung von Uran steht. Die Technologie kann zur Herstellung von Reaktor-Brennstoff oder auch Atomwaffen genutzt werden - Teheran bestreitet aber, solche Waffen zu entwickeln. (dpa)
10:53 Uhr
Montag, 2. März
Tschechien holt Bürger mit Militärflugzeugen aus Nahost
Tschechien schickt zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten, um Bürger des EU- und Nato-Mitgliedstaats in Sicherheit zu bringen. Die eine Maschine werde in den ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich, die andere in die jordanische Hauptstadt Amman fliegen, sagte der tschechische Regierungschef Andrej Babis nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag. Bei einem Teil der Passagiere soll es sich um tschechische Bürger handeln, die Israel auf dem Landweg verlassen haben. Wie Babis weiter ankündigte, wird die Fluggesellschaft Smartwings mehrere Hundert Touristen aus dem Oman nach Hause bringen. (dpa)
10:51 Uhr
Montag, 2. April
Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen
In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmasslich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen. (dpa)
10:48 Uhr
Montag, 2. März
IAEA-Chef warnt vor Atomunfall im Nahen Osten
Angesichts der militärischen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls. «Wir können einen möglichen Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschliessen - inklusive die Evakuierung von Gebieten, die so gross oder grösser sind wie Grossstädte», warnte er in einer Sondersitzung der Organisation in Wien. Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf den Iran gebe es bislang keine Hinweise, dass iranische Atomanlagen beschädigt oder getroffen worden seien, so Grossi. Er warnte jedoch vor einem erhöhten nuklearen Sicherheitsrisiko in der Region, auch weil mittlerweile eine Reihe anderer Länder angegriffen worden seien, die ebenfalls Nuklearanlagen haben. «Wir fordern deshalb äusserste Zurückhaltung bei allen militärischen Operationen», sagte er. (dpa)
10:16 Uhr
Montag, 2. März
Israelisches Militär schliesst Bodeneinsatz im Libanon nicht aus
Nach Drohnen- und Raketenangriffen der Hisbollah auf Israel geht das israelische Militär von einer längeren Konfrontation mit der mit Teheran verbündeten Schiitenmiliz aus. Militärsprecher Effie Defrin erklärte: «Die Hisbollah wird dafür einen hohen Preis bezahlen.» Israel behalte sich alle Optionen für einen möglichen Bodeneinsatz vor. Armeechef Ejal Zamir sagte am Montagmorgen, es stünden womöglich viele Tage mit langwierigen Kämpfen bevor. Laut Zamir griff Israel zunächst Dutzende Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut und im Süden des Landes aus der Luft an. Die israelischen Behörden haben eine Evakuierungsempfehlung für 53 Dörfer im Süden des Libanons ausgesprochen, was zu langen Verkehrsstaus führte. Seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran hat Israel mehr als 100.000 Reservisten mobilisiert. (dpa)
09:57 Uhr
Montag, 2. März
Saudi-Arabien: Drohnenangriff auf Ölraffinerie abgewehrt
Das saudi-arabische Militär hat nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf eine der grossen Ölraffinerien des Landes abgewehrt. Die Anlage in Ras Tanura nahe der Stadt Dammam sei am Montag attackiert worden, teilte ein Militärsprecher in einem Bericht der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur mit. Videos, die im Internet zirkulierten, zeigten dichten schwarzen Rauch über dem Gelände. Ob dieser von Trümmerteilen einer abgeschossenen Drohne ausgelöst wurde, war zunächst unklar. In Ras Tanura können täglich mehr als eine halbe Million Barrel Öl verarbeitet werden. (dpa)
09:49 Uhr
Montag, 2. März
Bericht: Mehr als 550 Tote bei Angriffen im Iran
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach dortigen Angaben mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Roten Halbmond im Iran. (dpa)
09:44 Uhr
Montag, 2. März
Video soll iranisches Drohnenarsenal zeigen
Ein Video soll Drohnen und Raketen der iranischen Revolutionsgarde in einem Tunnel zeigen. Veröffentlicht wurde es auf Telegram von der Nachrichtenagentur Fars, die als Sprachrohr der Regierung gilt. (has)
09:41 Uhr
Montag, 2. März
Irna: Drei Tote bei Angriffen im Westen des Irans
Bei Angriffen im Westen des Irans sollen am Montagmorgen mindestens drei Menschen getötet worden sein. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Es seien zwei Wohngebäude in der Stadt Sanandadsch getroffen worden, meldete die Nachrichtenagentur, nannte aber keine weiteren Details. (dpa)
09:39 Uhr
Montag, 2. März
Arabische Staaten protestieren gegen Angriffe des Irans
Jordanien und andere arabische Staaten haben gegen die Angriffe des Irans protestiert und Diplomaten einbestellt. Das jordanische Aussenministerium teilte auf der Plattform X mit, es habe den iranischen Geschäftsträger am Sonntagabend eine Protestnote zu den Angriffen auf Jordanien und andere arabische Staaten übermittelt. Diese stellten eine Verletzung der jordanischen und arabischen Souveränität dar. Es handele sich um einen eklatanten Verstoss gegen das Völkerrecht. Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten nach Angaben der Staatsagentur WAM mit, sie hätten den iranischen Botschafter einbestellt und die «iranischen Terrorangriffe und Übergriffe» aufs Schärfste verurteilt.
Auch Saudi-Arabien hatte am Sonntag den iranischen Botschafter einbestellt. Zahlreiche Golfstaaten geraten seit den Angriffen Israels und der USA auf den Iran unter Beschuss durch Teheran. Ziel sind dabei unter anderem Einrichtungen des US-Militärs. (dpa)
09:38 Uhr
Montag, 2. März
Präsident Aoun: Hisbollah-Angriffe gefährden Libanon
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat die Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel scharf kritisiert. Die Attacken der Schiitenmiliz torpedierten alle Bemühungen des libanesischen Staats, das Land aus den gefährlichen militärischen Konfrontationen in der Region herauszuhalten, teilte Aoun am Montag mit. Auch die israelischen Vergeltungsangriffe auf den Libanon seien zu verurteilen, sagte er, richtete seine Kritik aber vor allem gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah: Den Libanon als Plattform für Stellvertreterkriege zu nutzen, werde das Land ein weiteres Mal Gefahren aussetzen. (dpa)

09:37 Uhr
Montag, 2. März
China: Keine Warnung vor US-Angriffen auf Iran
China ist nach eigenen Angaben nicht vorab über die US-Angriffe auf den Iran unterrichtet worden. «Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass wir in Bezug auf das US-Militärvorgehen im Vorfeld nicht informiert wurden», sagte Aussenamtssprecherin Mao Ning in Peking auf die Frage, ob es vor den Militärschlägen Kontakt mit der US-Seite gegeben habe. China, das durch seine Öl-Importe ein wichtiger Wirtschaftspartner des Irans ist, verurteilte die Angriffe der USA und Israels erneut. Die Volksrepublik sei besorgt darüber, dass sich die Lage auf andere Länder der Region ausweite, sagte Mao. In der Strasse von Hormus, einer wichtigen Schifffahrtsroute für den Frachtverkehr, müsse im Interesse der internationalen Gemeinschaft Stabilität gewahrt werden. China bestätigte ausserdem den Tod eines chinesischen Staatsbürgers in Teheran. (dpa)
09:20 Uhr
Montag, 2. März
Wadephul: Werden uns am Iran-Krieg nicht beteiligen
Deutschland wird sich nach Angaben von Aussenminister Johann Wadephul (CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen. «Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen», sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Im Gegensatz zu Grossbritannien, das den USA die Nutzung britischer Stützpunkte in der Region für die Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen erlaubt, habe Deutschland solche Basen dort nicht. «Wir haben auch keine entsprechenden militärischen Mittel», sagte Wadephul. «Und die Bundesrepublik hat definitiv nicht die Absicht, sich irgendwie zu beteiligen.»
Möglich sei allerdings, dass «unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden», führte er weiter aus. «Weitere Massnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher Sicht nichts geben.» Bundeswehr-Einheiten sind derzeit in Jordanien und im Irak stationiert. Auf die Frage, ob der Angriff Israels und der USA auf den Iran völkerrechtswidrig sei, sagte Wadephul unter anderem: «Es gibt natürlich auch Zweifel daran, das steht doch ausser Frage. Aber wir müssen doch eine Gesamtbewertung der politischen und der Sicherheitsdimension vornehmen, der wir gegenüberstehen. Das ist unsere Verantwortung als Bundesregierung zu sagen, was bedeutet das für uns hier. Und der Iran ist eine erhebliche Gefahr, nicht nur für Israel, für die Region dort, sondern auch für Deutschland und für Europa.» (dpa)
09:06 Uhr
Montag, 2. März
SMI eröffnet wegen Iran-Krieg im Minus
Die Schweizer Börse ist am Montag wegen des Kriegs im Nahen Osten mit satten Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex SMI verliert zur Eröffnung 1,5 Prozent. (watson.ch)
09:05 Uhr
Montag, 2. März
Kuwait: Mehrere US-Militärjets abgestürzt - Crews überleben
Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen machte der Sprecher keine Angaben. (dpa)
08:46 Uhr
Montag, 2. März
Iran-Krise: WHO fordert Schutz von Zivilisten und Kliniken
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Iran-Krise alle Konfliktparteien zum Schutz von Zivilisten und Gesundheitseinrichtungen aufgefordert. «Alle Parteien müssen sicherstellen (...), dass medizinische Einrichtungen geschützt bleiben», erklärte Hanan Balkhy vom WHO-Regionalbüro für den östlichen Mittelmeerraum. Der Schutz des Gesundheitswesens und von Zivilisten müsse «absolut» sein, erklärte sie. (dpa)
08:28 Uhr
Montag, 2. März
Libanesische Regierung hält nach Angriffen Krisensitzung ab
Das libanesische Regierungskabinett hat nach israelischen Vergeltungsangriffen in Reaktion auf Raketenbeschuss durch die Schiitenmiliz Hisbollah eine Krisensitzung abgehalten. An dem Treffen am Montagmorgen nahm auch Armeechef Rudolph Haikal teil. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete, das Kabinett erörtere die volatile Lage nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran und berate über Massnahmen mit Blick auf die Situation im Libanon. (dpa)
08:21 Uhr
Montag, 2. März
Angriff auf Klinik in Teheran: Staatsmedien veröffentlichen Aufnahmen
Nach einem Angriff auf eine Klinik in Teheran haben iranische Staatsmedien Aufnahmen der Schäden veröffentlicht. Zuvor hatte Hossein Kermanpur, ein Vertreter des iranischen Gesundheitsministeriums, berichtet, dass die Gandhi-Klinik bei Raketenangriffen auf das umgebende Viertel im Norden der iranischen Hauptstadt getroffen worden sei. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Videos, die Glasscherben in Teilen der Klinik, Trümmerteile auf der Strasse und beschädigte Gebäude zeigten. (dpa)
08:18 Uhr
Montag, 2. März
Bericht: US-Kampfflugzeug in Kuwait abgestürzt
Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug abgestürzt. In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.
Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz. Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht. Das US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13.500 Truppen stationiert hat, äusserte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte. Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Khamenei ähnlich wie die anderen Golfstaaten unter Beschuss. (dpa)
08:06 Uhr
Montag, 2. März
Qatar Airways setzt Flugbetrieb weiter aus
Nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran und iranischen Vergeltungsangriffen auf Staaten der Region gibt es weiterhin erhebliche Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Qatar Airways, die nationale Fluggesellschaft Katars mit Sitz in Doha, teilte am Montag mit, dass der Flugbetrieb weiter ausgesetzt werde. Das nächste Update kündigte die Airline für Dienstagmorgen an. (dpa)

08:01 Uhr
Montag, 2. März
Laute Explosionen erschüttern Hauptstadt der irakischen Kurdenregion
Laute Explosionen haben am Montag die Hauptstadt der halbautonomen Kurdenregion im Irak erschüttert. Journalisten der Nachrichtenagentur AP hörten die Detonationen in Erbil am Morgen. Seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran hat die Islamische Republik mehrere Staaten der Region unter Beschuss genommen. (dpa)
07:46 Uhr
Montag, 2. März
Flammen und Rauch auf Gelände der US-Botschaft in Kuwait
Die US-Botschaft in der kuwaitischen Hauptstadt Kuwait ist nach ersten Erkenntnissen bei einem mutmasslich iranischen Angriff getroffen worden. Die Nachrichtenagentur AP gelangte in Besitz von Videoaufnahmen, die Flammen und Rauch auf dem Botschaftsgelände zeigen. Auch eine Alarmsirene war zu hören. Zuvor hatte ein Zeuge der AP Rauch über dem Viertel gemeldet, in dem die US-Botschaft angesiedelt ist.
«Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait. Kommen Sie nicht zur Botschaft», teilte die US-Botschaft im Land mit. Landsleute wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und wachsam zu bleiben wegen möglicher Angriffe im Land. (dpa)
07:36 Uhr
Montag, 2. März
Weitere Angriffe auf Golf-Staaten
Der Iran greift weiter Länder in der Golfregion an. Am frühen Montagmorgen seien in Katar, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten laute Explosionen zu hören gewesen, berichtet die «New York Times». Der Iran sagt, er würde US-Stützpunkte in der Region angreifen. Allerdings wurden auch schon Flughäfen und Hotels getroffen. (watson.ch)
07:33 Uhr
Montag, 2. März
Klinik im Iran von Rakete getroffen
Bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen im Iran ist in der Hauptstadt eine Klinik beschädigt worden. Das Gandhi-Krankenhaus in der Millionenmetropole Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend. «Meine Kollegen sind gerade dabei, das Krankenhaus zu evakuieren», schrieb der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X. Er veröffentlichte ein Video, das einen beschädigten Eingangsbereich zeigte. Landesweit seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. In Teheran seien neben der Gandhi-Klinik zwei weitere Krankenhäuser getroffen worden. Beschädigt wurde demnach auch ein Krankenhaus in der südwestlichen Provinzhauptstadt Ahwas. Ausserdem seien landesweit drei Rettungswachen angegriffen worden. (dpa)
07:29 Uhr
Montag, 2. März
Zeuge meldet Rauch im Gebiet der US-Botschaft in Kuwait
Ein Zeuge hat Rauch über einem Viertel in der kuwaitischen Hauptstadt Kuwait gemeldet, in dem auch die US-Botschaft angesiedelt ist. Ayman Moauad, ein ägyptischer Arbeiter, der in der Nähe der Botschaft lebt, sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe den aufsteigenden Qualm am Montag beobachtet. Er wusste jedoch nicht, ob die Botschaft selbst bei einem mutmasslich iranischen Angriff getroffen worden sei. Die USA hatten ihre Staatsbürger in dem kleinen Land zuvor aufgerufen, sich in Deckung zu begeben und nicht ins Freie zu gehen. «Kommen Sie nicht zur Botschaft», hiess es. (dpa)
07:13 Uhr
Montag, 2. März
Ministerium: Mehr als 30 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Bei den israelischen Angriffen auf den Libanon sollen mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen sein. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach am Montag von mindestens 31 Toten und rund 150 Verletzten. Etwa zwei Drittel der Toten habe es im Süden des Landes gegeben. Vorausgegangen waren Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel in Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran, bei denen unter anderen der Oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei getötet worden war. (dpa)
07:08 Uhr
Montag, 2. März
Bezug zum Iran: FBI untersucht Schüsse in Texas als Terrorakt
Vor einer Bar in Austin im US-Bundesstaat Texas hat ein Schütze zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Der mutmassliche Täter trug Kleidung mit dem Muster der iranischen Flagge und den Worten «Allahs Eigentum», wie die Polizei der AP am Sonntag mitteilte. Das FBI untersucht die Schüsse, die auf den US-israelischen Angriff auf den Iran folgten, als möglichen Terrorakt. Die Polizei erschoss den Schützen, der den Angaben zufolge sowohl eine Pistole als auch ein Gewehr bei dem Angriff einsetzte.
Zu den Schüssen kam es am Sonntag kurz vor zwei Uhr nachts vor dem Buford's Backyard Beer Garden an der Sixth Street, nur wenige Kilometer von der University of Texas entfernt. Der 53-jährige Verdächtige fuhr mehrfach an der Bar vorbei, bevor er anhielt und aus dem Fenster seines SUV schoss, wie Lisa Davis, die Polizeichefin von Austin, mitteilte. Er parkte, stieg aus und schoss weiter auf Menschen, die die Strasse entlangspazierten, bevor Polizisten zur Kreuzung eilten und den Mann töteten, wie Davis weiter mitteilte. Drei der Verletzten hätten sich am Sonntagmorgen in kritischem Zustand befunden.
Die Behörden nannten kein klares Motiv für die Schüsse, fanden jedoch «Indikatoren», die sie dazu veranlassten, die Möglichkeit einer terroristischen Tat in Betracht zu ziehen, wie Alex Doran, der kommissarische Leiter des FBI-Büros in San Antonio, mitteilte. «Es ist noch zu früh, um darüber eine endgültige Entscheidung zu treffen», sagte Doran. Das Weisse Haus teilte mit, dass Präsident Donald Trump über die Tat informiert worden sei. (dpa)
06:56 Uhr
Montag, 2. März
Israels beginnt weitere Angriffswelle im Libanon
Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee am Morgen mit. Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes. Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen. Die Miliz begründete den nächtlichen Angriff auf Israel mit der Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Khamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in der iranischen Hauptstadt Teheran. Die israelische Armee begann als Reaktion auf den Angriff der Hisbollah mit Bombardements in der libanesischen Hauptstadt Beirut sowie anderen Gebieten des Landes. Dabei seien ranghohe Mitglieder der Miliz getroffen worden, ein weiterer im Süden. (dpa)
06:35 Uhr
Montag, 2. März
Top-Vertreter des Irans: Wir verhandeln nicht mit den USA
Einer der ranghöchsten Vertreter der iranischen Führung hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf der Plattform X. Er reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach er sich über den Vermittler Oman trotz der laufenden Angriffe um neue Gespräche mit den USA bemüht haben soll. US-Präsident Donald Trump habe den Nahen Osten ins Chaos gestürzt, schrieb Laridschani weiter. Der Iran habe den Krieg nicht begonnen und werde sich weiter verteidigen.

Laridschani gilt nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei als eine der Schlüsselfiguren im iranischen Machtgefüge. Das «Wall Street Journal» hatte berichtet, er habe sich mit Blick auf Teherans umstrittenes Atomprogramm an den bisherigen Vermittler Oman gewandt, um neue Gespräche mit den USA anzubahnen. Trump hatte sich am Sonntag gegenüber dem Iran gesprächsbereit gezeigt. «Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen», zitierte ihn die Zeitschrift «The Atlantic» nach einem Telefoninterview. Dabei warf Trump den Iranern vor, zu lange gezögert zu haben. Er nannte keine Details zu möglichen Gesprächen. (dpa)
06:25 Uhr
Montag, 2. März
Israels Armee: Iran greift erneut mit Raketen an
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die Armee mit. Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen. (dpa)
05:54 Uhr
Montag, 2. März
USA: Binnen 24 Stunden 1000 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe im Iran nach eigenen Angaben mehr als 1000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit. Es gehe bei den Angriffen darum, Irans Sicherheitsapparat unbrauchbar zu machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare Bedrohung darstellten, erklärte Centcom. Die Bilanz auf der Webseite des US-Militärs bezog sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis einschliesslich Sonntagmorgen. Seither gab es zahlreiche weitere Angriffe durch das israelische und das amerikanische Militär. (dpa)

05:52 Uhr
Montag, 2. März
Zypern bestätigt mutmasslichen Drohnenangriff: «Begrenzte Schäden»
Die zypriotische Regierung hat einen mutmasslichen Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri bestätigt. Wie ein Sprecher der zypriotischen Regierung erklärte, kam es auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt an der Südküste der Insel zu dem «Vorfall», der eine «unbemannte Drohne» betraf, die «begrenzte Schäden» verursachte. Constantinos Letymbiotis sagte, «Informationen, die über verschiedene Kanäle empfangen wurden», deuteten auf einen Drohnenangriff hin. Er gab jedoch nicht an, um welche Art von Drohne es sich handelte oder von wo sie gestartet wurde.

Letymbiotis fügte hinzu, dass die zypriotischen Behörden Sicherheitsprotokolle in Kraft gesetzt haben und die Situation in Abstimmung mit dem Vereinigten Königreich und dessen beiden Militärbasen auf Zypern überwachen. Die zypriotische Regierung hatte die Aussagen des britischen Verteidigungsministers John Healey, wonach iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden seien, zunächst zurückgewiesen. (dpa)
05:51 Uhr
Montag, 2. März
Irakische Miliz bekennt sich zu Drohnenangriff auf US-Truppen im Irak
Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam hat sich zu einem Drohnenangriff auf US-Truppen am Flughafen in der irakischen Hauptstadt Bagdad bekannt. Der Angriff war Vergeltung für den Tod des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei, wie die Gruppe am Montag mitteilte. Saraja Awlija al-Dam ist eine der schiitischen Milizen, die nach der von den USA geführten Invasion im Jahr 2003 im Irak tätig wurde, die den damaligen Machthaber Saddam Hussein stürzte. (dpa)
05:50 Uhr
Montag, 2. März
Israel fordert Bewohner im Süden des Libanons zur Flucht auf
Angesichts der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den beiden Nachbarländern hat die israelische Armee die Bewohner von rund 50 Orten im Süden des Libanons zur Flucht aufgefordert. Solche Aufrufe des Militärs deuten in der Regel auf bevorstehende Kampfhandlungen in den betroffenen Gebieten hin. Auf der Plattform X erklärte eine Sprecherin der Armee, die Aktivitäten der Hisbollah-Miliz würden Israel zum Handeln zwingen, man wolle aber der Zivilbevölkerung keinen Schaden zufügen. Die Bewohner der Orte sollten sich zur Sicherheit in offene Gebiete begeben, mindestens einen Kilometer von den Häusern entfernt. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Elementen, Einrichtungen oder Kämpfern aufhalte, riskiere sein Leben, hiess es weiter. (dpa)
05:49 Uhr
Montag, 2. März
Bahrain fängt Dutzende iranische Raketen und Drohnen ab
Bahrain hat seit Beginn der iranischen Angriffe auf das Land eigenen Angaben zufolge 61 Raketen und 34 Drohnen abgefangen. Das bahrainische Militär erklärte, dass die iranischen Angriffe auf zivile Einrichtungen und Privatbesitz abzielten und einen schweren Verstoss gegen die Prinzipien des Völkerrechts darboten. «Diese wahllosen und abscheulichen Angriffe stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region dar», hiess es weiter. (dpa)
05:47 Uhr
Montag, 2. März
Israels Armeechef: Hisbollah für Eskalation verantwortlich
«Die Hisbollah hat über Nacht eine Offensive gegen Israel gestartet und trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation», erklärte Israels Generalstabschef Ejal Zamir nach Armeeangaben. «Jeder Feind, der unsere Sicherheit bedroht, wird einen hohen Preis zahlen». Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss aus dem Südlibanon auf Israel als «unverantwortliche und verdächtige Handlung, die die Sicherheit des Libanons gefährdet und Israel einen Vorwand liefert, seine Angriffe fortzusetzen.» Man werde «nicht zulassen, dass das Land in neue Abenteuer hineingezogen wird, und wir werden alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Täter zu stoppen und das libanesische Volk zu schützen», fügte Salam hinzu. (dpa)
05:46 Uhr
Montag, 2. März
Katar: Bevölkerung soll zu Hause bleiben
Das katarische Innenministerium hat die Bevölkerung aufgerufen, angesichts der Lage in der Region zu Hause zu bleiben. In einem Beitrag in den sozialen Medien forderte das Ministerium die Menschen auf, nur in «absoluten Notfällen» nach draussen zu gehen und sich von Fenstern und offenen Bereichen fernzuhalten. Nach den US-israelischen Luftangriffen auf den Iran startete die Islamische Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie auf zivile Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen Fällen auch Wohngebäude. Dazu gehörte auch Katar, das die grösste US-Militärbasis im Nahen Osten beherbergt. (dpa)
05:45 Uhr
Montag, 2. März
USA und arabische Staaten verurteilen Angriffe des Irans
Die USA und eine Gruppe arabischer Staaten haben die iranischen Gegenangriffe in der Region verurteilt. «Die Massnahmen der Islamischen Republik stellen eine gefährliche Eskalation dar, die die Souveränität mehrerer Staaten verletzt und die regionale Stabilität gefährdet», erklärte das US-Aussenministerium. Der gemeinsamen Erklärung hatten sich demnach auch Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate angeschlossen. Die Angriffe seien ungerechtfertigt und hätten sich gegen zivile Ziele gerichtet, hiess es. Die USA und ihre Partner bekräftigen in der Erklärung ihren Zusammenhalt und pochen auf ihr Recht, sich und ihr Territorium zu verteidigen. (dpa)
05:42 Uhr
Montag, 2. März
Israel startet Luftangriff auf Beirut
Israel hat einen Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut gestartet. Nach Angaben des Militärs reagiert das Land damit auf einen Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz. Diese hatte in der Nacht auf Montag Raketen über die Grenze abgefeuert. Es war das erste Mal seit mehr als einem Jahr, dass die militant-islamistische Hisbollah sich zu einem Angriff gegen Israel bekannte. Die Angriffe seien Vergeltung für die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei sowie für «wiederholte israelische Aggressionen», hiess es in einer Erklärung der Miliz. Das israelische Militär teilte mit, ein Geschoss, das die Grenze überschritten hatte, sei abgefangen worden, mehrere weitere seien in unbewohnten Gebieten niedergegangen. Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet. (dpa)

05:41 Uhr
Montag, 2. März
Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain: ein Toter
In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht worden. Der Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet. (dpa)
05:40 Uhr
Montag, 2. März
Israels Luftwaffe startet neue Angriffswelle in Teheran
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das «iranische Terrorregime im Herzen von Teheran» begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit. Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie rund 1600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher grösste in ihrer Geschichte. (dpa)
05:39 Uhr
Montag, 2. März
Ölpreise ziehen wegen Nahost-Eskalation kräftig an
Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten am Wochenende wie erwartet deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um 14 Prozent und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu. Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus. (dpa)
05:37 Uhr
Montag, 2. März
Israels Armee meldet Angriff aus dem Libanon
Israel ist nach Angaben des Militärs aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Ein Geschoss sei von der Luftwaffe abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, teilte das Militär in der Nacht mit. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Zuvor hatten in mehreren Gebieten im Norden Israels Sirenen geheult. Von wem die Geschosse abgefeuert wurden, war zunächst nicht bekannt. Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran hatte die Hisbollah-Miliz im Libanon Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die Hisbollah wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. (dpa)
05:36 Uhr
Montag, 2. März
Emirate: 152 iranische Raketen und gut 500 Drohnen abgewehrt
Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus dem Iran abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X. Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen. Auch seien zwei Marschflugkörper abgefangen und zerstört worden. Am Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt. (dpa)
05:34 Uhr
Montag, 2. März
Golfstaaten betonen nach Irans Angriffen Recht auf Selbstverteidigung
Die Staaten in der Region des Persischen Golfs haben Irans «ungerechtfertigte» Angriffe auf ihre Territorien verurteilt und ihr Recht auf Selbstverteidigung betont. Man werde «alle nötigen Massnahmen» ergreifen, Sicherheit und Stabilität zu gewähren sowie alle Bürger zu schützen, «einschliesslich der Option, auf die Aggression zu antworten», erklärten die Aussenminister des Golfkooperationsrats (GCC) nach einer ausserordentlichen Sitzung. Bislang haben die Staaten Saudi-Arabien, Katar, Oman, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate die Angriffe des Irans nur abgewehrt, sie haben nicht selbst zurückgeschlagen. In ihrer gemeinsamen Erklärung betonten sie, dass ein Angriff auf einen Mitgliedsstaat dem Verteidigungsabkommen des Verbunds folgend einen Angriff auf alle Mitgliedsstaaten darstelle. Irans Angriffe seien eine schwerwiegende Verletzung der Souveränität der Mitgliedsstaaten. (dpa)
05:33 Uhr
Montag, 2. März
Deutschland behält sich «militärische Defensivmassnahmen» vor
Deutschland, Frankreich und Grossbritannien haben den Iran zu einem Stopp von Raketenangriffen auf Länder im Nahen Osten aufgefordert und behalten sich auch militärische Abwehrmassnahmen vor. Die Angriffe seien «wahllos und unverhältnismässig», hiess es in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen Erklärung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer. Starmer erlaubte den USA, britische Stützpunkte für Schläge gegen Irans Raketen-Anlagen zu nutzen. Aus deutschen Regierungskreisen hiess es zur Erläuterung, es gehe darum, «dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu schützen, falls sie angegriffen werden. Dieses Recht zur Selbstverteidigung nehmen die Soldaten der Bundeswehr wahr.» Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. (dpa)
05:32 Uhr
Montag, 2. März
Golfstaaten fordern Stopp iranischer Angriffe
Sechs Golfstaaten haben ein Ende der iranischen Angriffe auf ihre Territorien gefordert. Die Aussenminister von Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Oman und Bahrain trafen sich am Sonntag zu einem virtuellen Notfallgipfel. Nach den US-israelischen Luftangriffen auf den Iran startete die Islamische Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie auf zivile Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen Fällen auch Wohngebäude. Die Aussenminister verurteilten die Angriffe, die ihrer Ansicht nach auch auf ihre Länder und Jordanien abzielten. Sie erklärten, dass ihre Länder «das Recht auf Antwort und Selbstverteidigung» behalten. (dpa)
23:00 Uhr
Sonntag, 1. März
Trump will Iran angreifen, bis alle Ziele erfüllt sind
US-Präsident Donald Trump will die Angriffe auf den Iran fortsetzen, bis alle Kriegsziele erreicht sind. «Die Kampfhandlungen werden derzeit mit voller Kraft fortgesetzt und werden so lange andauern, bis alle unsere Ziele erfüllt sind», sagte er in einer Videoansprache.
Ein Iran mit weitreichenden Raketen und Atomwaffen stelle eine ernsthafte Bedrohung für jeden Amerikaner dar, so Trump. «Wir können nicht zulassen, dass eine Nation, die terroristische Armeen aufstellt, solche Waffen besitzt.»
Trump rief die Revolutionsgarden im Iran erneut dazu auf, die Waffen niederzulegen. Zudem appellierte er an alle «iranischen Patrioten», die Gunst der Stunde zu nutzen und das Land wieder an sich zu reissen. Es sei nun an ihnen, sagte Trump. «Aber wir werden da sein, um zu helfen.» (dpa)
22:51 Uhr
Sonntag, 1. März
Trump rechnet mit weiteren US-Opfern bei iranischen Angriffen
US-Präsident Donald Trump hat in einer Videobotschaft Vergeltung für die bei iranischen Gegenangriffen getöteten US-Soldaten geschworen. Gleichzeitig räumte er ein, dass es wahrscheinlich nicht die letzten Opfer in den Reihen des US-Militärs sein würden.
Trump würdigte in dem etwa sechsminütigen Video, das am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social veröffentlicht wurde, die drei getöteten Soldaten als «wahre amerikanische Patrioten, die das höchste Opfer für unser Land gebracht haben, während wir die gerechte Mission fortsetzen, für die sie ihr Leben gegeben haben.» Er fügte hinzu: «Leider wird es wahrscheinlich noch mehr geben, bevor es zu Ende ist. So ist es nun einmal. Es werden wahrscheinlich noch mehr sein.» (dpa)
22:00 Uhr
Sonntag, 1. März
Iran nennt Namen sieben getöteter Generäle
Die Liste der bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen getöteten Offiziellen wird immer länger. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte am Abend die Namen von sieben Generälen, die zu «Märtyrern» wurden, wie es hiess. Darunter sind unter anderem Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Ajatollah Ali Khamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimzadeh. Wann und wo die Generäle ums Leben kamen, ging aus der Meldung nicht hervor. (dpa)
21:56 Uhr
Sonntag, 1. März
Trump: «Krieg im Iran könnte vier Wochen dauern»
Der Krieg mit dem Iran könnte nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump noch vier Wochen dauern. Von Anfang an sei man davon ausgegangen, dass es etwa vier Wochen gehen würde, sagte Trump laut «Daily Mail» in einem Telefoninterview. Der Iran sei ein grosses Land. «Es wird vier Wochen dauern - oder weniger.»
Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind bislang drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen.
Trump würdigte die getöteten Soldaten als «grossartige Menschen». Leider rechne man damit, dass so etwas passiere, sagte er und fügte hinzu: «Es könnte wieder passieren.» (dpa)
21:40 Uhr
Sonntag, 1. März
Wohl mehrere Drohnen bei Flughafen Erbil abgeschossen
In der Nähe des Flughafens Erbil im Nordirak sind am Sonntag nach dpa-Informationen mehrere Drohnen abgeschossen worden. Auf dem Gelände des Flughafens sind US-amerikanische und internationale Truppen stationiert, darunter auch Soldaten der Bundeswehr.
Aus Sicherheitskreisen hiess es, der Abschuss der Drohnen sei in der Stadt zu hören gewesen. Trümmerteile seien in einem im Bau befindlichen Gebiet in der Nähe des Flughafens niedergegangen.
Die kurdische Nachrichtenwebsite «Rudaw» berichtete ebenfalls von mehreren Explosionen in der Stadt. In sozialen Medien verbreitete Videos zeigten schwarzen Rauch, der aus der Ferne am Himmel aufstieg. Ein weiteres Video soll den Abschuss eines Geschosses dokumentieren.
Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam erklärte laut «Rudaw», sie habe einen US-Stützpunkt in Erbil mit Drohnen und Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben lag zunächst nicht vor. (dpa)
21:19 Uhr
Sonntag, 1. März
Bundespräsident Parmelin «besorgt über Eskalation im Nahen Osten»
Bundespräsident Guy Parmelin zeigt sich in einem Post auf X «zutiefst besorgt über die Eskalation im Nahen Osten». Er ruft die Konfliktparteien dazu auf, zum Verhandlungstisch zurückzukehren. Zudem fordert er sie auf, das Völkerrecht uneingeschränkt einzuhalten. (fan)
21:13 Uhr
Sonntag, 1. März
Iranischer Aussenminister: Können Krieg trotz Bombardierung Teherans führen
Die Fähigkeiten des Irans, Krieg zu führen, sind dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi zufolge durch die Bombardierungen der Hauptstadt Teheran nicht eingeschränkt. «Wir hatten zwei Jahrzehnte, um Niederlagen des US-Militärs bei unseren westlichen und östlichen Nachbarn zu studieren», schrieb der Minister im Kurznachrichtdienst X. Er spielte damit auf die Kriege in Afghanistan und dem Irak an. Daraus habe man Lehren gezogen, fügte er hinzu. Dezentralisierte Verteidigungsstrukturen ermöglichten dem Land, den Krieg nach Belieben in die Länge zu ziehen. (dpa)
20:37 Uhr
Sonntag, 1. März
Emirate schliessen ihre Botschaft im Iran
Angesichts der anhaltenden Luftangriffe auf den Iran haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Botschaft dort geschlossen und den Abzug ihrer diplomatischen Mitarbeiter angekündigt. Das Aussenministerium der Emirate teilte am Sonntag mit, es lehne jede Aggression ab, die seine Sicherheit und Souveränität bedrohe. Zuvor hatten iranische Vergeltungsangriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten den Flughafen Dubai und andere zivile Gebäude getroffen. Der Luftraum über den Emiraten wurde geschlossen. (dpa)
19:56 Uhr
Sonntag, 1. März
Schwere Explosionen erschüttern Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein grosser Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen.

Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen. (dpa)
19:35 Uhr
Sonntag, 1. März
US-Militär: B-2-Bomber griffen iranische Raketenanlagen an
Das US-Militär hat iranische Raketenanlagen mit 2.000 Pfund schweren Bomben angegriffen. Die Streitkräfte teilten am Sonntag mit, die Sprengkörper seien von B-2-Stealth-Bombern über dem Iran abgeworfen worden. US-Präsident Donald Trump hatte sich vor Beginn der amerikanisch-israelischen Militärkampagne besorgt über die Entwicklung von ballistischen Raketen im Iran geäussert. (dpa)
19:15 Uhr
Sonntag, 1. März
Mögliche neue Führung im Iran will mit den USA reden
Die «potenzielle neue Führung» im Iran hat nach Angaben aus Kreisen des Weissen Hauses Gesprächsbereitschaft mit den Vereinigten Staaten signalisiert. Eine Person, die über die Vorgänge informiert war, sagte am Sonntag, US-Präsident Donald Trump habe erklärt, er sei grundsätzlich zu Gesprächen bereit, doch vorerst werde der militärische Einsatz unvermindert fortgesetzt.
Der Beamte nannte weder die Namen der potenziellen neuen iranischen Führungsmitglieder noch die Art und Weise, wie eine Gesprächsbereitschaft bekundet wurde. Trump sagte am Sonntag in einem Interview mit dem Magazin «The Atlantic», er wolle mit der neuen iranischen Führung sprechen. «Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen», sagte er, wollte aber keinen Zeitpunkt für solche Gespräche nennen. (dpa)
19:01 Uhr
Sonntag, 1. März
Partei dementiert: Ahmadinedschad angeblich noch am Leben
Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach Angaben seiner Partei Dolate Bahar doch nicht getötet worden sein. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Ilna gemeldet, der 69-Jährige sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen. Welche der beiden Angaben richtig ist, konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
«Dolate Bahar gibt hiermit bekannt, dass die Berichte über den Märtyrertod von Dr. Ahmadinedschad bei den amerikanisch-israelischen Angriffen falsch sind», hiess es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Partei.

Die Nachrichtenagentur Isna veröffentlichte zudem eine Mitteilung Ahmadinedschads zum Tode des obersten geistlichen Führers im Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Dessen Tod war in der Nacht im Staatsfernsehen verkündet worden. (dpa)
18:56 Uhr
Sonntag, 1. März
Trump: Neun iranische Kriegsschiffe versenkt
Die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran haben laut US-Präsident Donald Trump neun Schiffe der iranischen Marine versenkt. Trump erklärte am Sonntag in den sozialen Medien, die Schiffe seien zerstört und versenkt worden, «einige davon relativ gross und wichtig». Der Rest der iranischen Flotte werde bald ebenfalls auf dem Meeresgrund liegen. Der Präsident teilte ausserdem mit, dass bei einem separaten Angriff das Hauptquartier der iranischen Marine weitgehend zerstört worden sei. (dpa)
18:48 Uhr
Sonntag, 1. März
Iran meldet 165 Tote durch Angriff auf Mädchenschule
Die Zahl der Todesopfer nach einem mutmasslichen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans ist laut staatlichen Medien auf 165 gestiegen. Die Nachrichtenagentur Irna zitierte einen Staatsanwalt mit der Aussage, weitere 96 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär teilte am Sonntag mit, ihm seien keine Angriffe in der Region bekannt. Einen Tag zuvor erklärte das US-Militär, es prüfe die Berichte. (dpa)
18:13 Uhr
Sonntag, 1. März
VAE übernehmen Hotelkosten für gestrandete Passagiere
Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen nach Behördenangaben angesichts der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM teilte die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mit, dass dies «alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere» betreffe.
Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt, zudem die Umbuchung der Flüge nach den genehmigten Betriebsplänen erleichtert. Zu den Massnahmen gehöre auch die Umleitung einiger Flüge zwischen den Flughäfen des Landes.
In Saudi-Arabien teilte das Aussenministerium mit, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei. (dpa)
17:51 Uhr
Sonntag, 1. März
So überlisteten die USA und Israel die iranische Führung
Der US-Geheimdienst CIA wusste, wo sich Irans Revolutionsführer am Samstag aufhielt. Und wer in seiner Nähe sass. Also wurden die Angriffspläne in letzter Minute noch umgestellt.
17:40 Uhr
Sonntag, 1. März
Vermittler Oman ruft zu Deeskalation im Nahen Osten auf
Der Aussenminister des Vermittlerstaats Oman, Badr al-Bussaidi, hat im aktuellen Iran-Krieg zur Deeskalation aufgerufen. Eine Fortsetzung der militärischen Eskalation trage nicht zur Lösung des Konflikts bei, hiess es aus dem Aussenministerium in Maskat. Al-Bussaidi forderte eine sofortige Waffenruhe und die Rückkehr zu diplomatischen Gesprächen.
Er habe bereits mit Irans Aussenminister Abbas Araghtschi telefoniert. Dieser habe betont, dass Teheran Frieden wolle und diplomatische Bemühungen zur Beendigung der durch die amerikanisch-israelische Militärkampagne ausgelösten Krise unterstütze. (dpa)
17:35 Uhr
Sonntag, 1. März
Trump hat sich mit neuer iranischer Führung auf Gespräche geeinigt
US-Präsident Donald Trump sagt, er habe Gesprächen mit der neuen iranischen Führung zugestimmt. «Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt, zu reden. Also werde ich mit ihnen reden», sagte Trump dem Magazin «The Atlantic».
Auf die Frage, ob das Gespräch noch heute oder morgen stattfinden werde, antwortete Trump: «I can’t tell you that.» Ein genauer Zeitpunkt ist damit weiter offen. (watson)
17:03 Uhr
Sonntag, 1. März
Netanyahu kündigt Intensivierung von Angriffen auf Teheran an
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt. Die israelische Armee greife bereits mit «zunehmender Stärke» im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen jedoch noch weiter verstärken.

Nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz, dem Generalstabschef Ejal Zamir und dem Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, habe er die Anweisung gegeben, die Offensive fortzusetzen. In dieser setze Israel «wie nie zuvor» die gesamte Kraft der Armee ein, sagte Netanyahu. Dabei gehe es darum, «unser Überleben und unsere Zukunft zu sichern».
Er betonte, die enge Zusammenarbeit Israels mit den USA bei den gemeinsamen Angriffen im Iran ermögliche es, das zu tun, worauf er bereits seit 40 Jahren hoffe: «Dem Terrorregime einen entscheidenden Schlag zu versetzen.» Dies habe er versprochen und dies werde Israel nun tun. (dpa)
17:00 Uhr
Sonntag, 1. März
US-Militär bestreitet Angriff auf Flugzeugträger
Das US-Militär hat Angaben des Irans bestritten, der US-Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» sei bei einem Angriff getroffen worden. Raketen seien «nicht einmal in die Nähe» des Flugzeugträgers gelangt, teilte das Zentralkommando des Militärs am Sonntag auf der Plattform X mit. Das Kriegsschiff sei weiter im Einsatz.
Die «USS Abraham Lincoln» ist einer von zwei Flugzeugträgern, die das US-Militär im Nahen Osten stationiert hat. (dpa)
16:23 Uhr
Sonntag, 1. März
Reisewarnungen für den Nahen Osten ausgeweitet
Wie das Aussendepartement EDA am Sonntag mitteilt, rät die Schweiz aufgrund der Eskalation nach den US-israelischen Luftangriffen auf den Iran neu auch von touristischen und anderen nicht-dringenden Reisen nach Bahrain, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Saudiarabien, und Jordanien ab. Von Reisen in den Iran rät das EDA bereits seit August 2024 generell ab. Seit Samstag rät es auch generell von Reisen nach Israel und in die bestzten palästinensischen Gebieten ab, vorher galt diese Warnung nur für touristische und andere nicht dringende Reisen.
Das EDA hat weiterhin keine Kenntnisse von getöteten oder verletzten Schweizer Staatsangehörigen in der Region. Die Helpline EDA hat seit Ausbruch der Ereignisse über 1000 Anfragen bearbeitet. Die Kapazitäten der Helpline seien erhöht worden, aufgrund der ausserordentlichen Lage könne es dennoch zu Wartezeiten kommen.
Das EDA hat Kenntnis von Schweizer Staatsangehörigen, die aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Luftverkehr nicht aus der Region ausreisen können. Das Aussendepartement sowie die Schweizer Vertretungen vor Ort stehen mit den Personen, die sich registriert oder direkt gemeldet haben, in Kontakt. Diese würden im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten unterstützt.
Zwischen Sonntagmorgen und Sonntagabend ist die Zahl der auf der Travel-Admin-App registrierten Schweizer Reisenden in mehreren Ländern des Nahen Ostens deutlich angestiegen. Besonders markant ist die Zunahme in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Dort stieg die Zahl von knapp 900 auf knapp 2300 registrierte Personen. Dies dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass die stark frequentierten internationalen Flughäfen, unter anderem in Dubai, die wichtige Umsteigedrehscheiben sind, seit Samstagmorgen geschlossen sind. Dortgestrandete Reisende dürften sich in der Zwischenzeit auf der Travel-Admin-App des Aussendepartements registriert haben.
Auch in Katar (von 170 auf 300), Oman (von 180 auf 300), Israel (von 100 auf 120) sowie in Saudiarabien (von 15 auf 25) wurden höhere Zahlen gemeldet. In Kuwait, Bahrain, Jemen und Iran blieb die Zahl der registrierten Reisenden auf tiefem einstelligen Niveau stabil. (cbe)
16:12 Uhr
Sonntag, 1. März
Weiter Angriffe auf Golfstaaten: Tote, Verletzte und Schäden
Der Iran greift weiter Ziele in den arabischen Golfstaaten an. Mehrere Staaten melden Schäden, Verletzte oder Tote.
In den Vereinigen Arabischen Emiraten (VAE) wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher mindestens drei Menschen getötet. 58 weitere Personen seien verletzt worden. Insgesamt seien 541 iranische Drohnen erfasst worden. Ein Grossteil sei zerstört oder abgefangen worden. 21 von ihnen hätten jedoch zivile Ziele getroffen. Bisher seien 165 ballistische Raketen aus dem Iran in Richtung der VAE festgestellt worden, hiess es.

In Kuwait fielen nach Angaben des Elektrizitätsministeriums infolge herabfallender Trümmerteile beim Abfangen von Drohnen mehrere Stromleitungen aus. In verschiedenen Gebieten sei der Strom teilweise unterbrochen gewesen. Die Behörden erklärten, insgesamt seien 97 iranische ballistische Raketen sowie 283 Drohnen in Richtung des Landes gestartet worden.
Auch Bahrain meldete weitere Schäden. Nach Angaben des Innenministeriums wurde ein Hotel in der Hauptstadt Manama getroffen. Es habe Schäden gegeben, Verletzte seien jedoch nicht gemeldet worden. Die US-Botschaft in Bahrain riet ihren Staatsbürgern, Hotels in der Hauptstadt zu meiden, da diese mögliche Ziele weiterer Angriffe sein könnten. Die Behörden forderten die Bevölkerung zudem auf, Hauptverkehrsstrassen zu meiden.
Das US-Militär unterhält in den Golfstaat mehrere Stützpunkte. US-Interessen in den Ländern gelten als Ziel der iranischen Gegenangriffe. (dpa)
15:58 Uhr
Sonntag, 1. März
Drei US-Soldaten bei Angriffen auf den Iran getötet
Im Rahmen der sogenannten Operation «Epic Fury», wie das US-Militär den Angriff gegen den Iran nennt, sind drei US-Soldaten getötet worden. Das teilte das US Central Command auf X mit. «Mehrere» andere Mitglieder der Streitkräfte hätten Verletzungen erlitten. (fan)
15:18 Uhr
Sonntag, 1. März
Iranischer Aussenminister: Neuer Oberster Führer wird bald gewählt
Im Iran wird nach Angaben von Aussenminister Abbas Araghtschi innerhalb der nächsten beiden Tage ein neuer Oberster Führer gewählt. Die Aussagen machte er am Sonntag im Sender Al Jazeera, einen Tag nachdem der bisherige Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bei Luftangriffen der USA und Israels getötet worden war.
Der iranische Präsident Massud Pesseschkian teilte mit, dass ein neuer temporärer Führungsrat «seine Arbeit aufgenommen» habe. Pesseschkians vorab aufgezeichnete Botschaft wurde am Sonntag im Staatsfernsehen ausgestrahlt. Pesseschkian ist eines von drei Mitgliedern des Gremiums. (dpa)
15:13 Uhr
Sonntag, 1. März
Bericht: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt.

Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.
Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocaust war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende seiner Amtszeit umstritten. (dpa)
15:12 Uhr
Sonntag, 1. März
EDA rät von Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate ab
Das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat den Reisehinweis für die Vereinigten Arabischen Emirate angepasst. Aufgrund der militärischen Eskalation in der Region rate das EDA von touristischen und nicht dringenden Reisen ab. Einschränkungen im Reiseverkehr könnten nicht ausgeschlossen werden. (hkl)
14:57 Uhr
Sonntag, 1. März
Saudi-Arabien bestellt iranischen Botschafter ein
Nach iranischen Angriffen auf saudi-arabisches Territorium hat Riad den Botschafter der Islamischen Republik einbestellt. Hintergrund seien «eklatante iranische Angriffe», die sich gegen das Königreich sowie andere «Bruderstaaten» gerichtet hätten, teilte das saudische Aussenministerium mit.
Der saudische Fernsehsender Al-Arabija berichtete darüber hinaus, dass die Aussenminister der Golfstaaten am Abend zu einem «Notfalltreffen» per Videokonferenz zusammen kommen wollten, um über die Lage zu beraten. (dpa)
14:25 Uhr
Sonntag, 1. März
Israel: Sechs Tote bei Angriff in Zentrum des Landes
Bei einem Angriff auf die Mitte Israels sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Sonntag mit, 23 weitere seien verletzt worden. In der Gegend werde noch nach Opfern gesucht. (dpa)
14:01 Uhr
Sonntag, 1. März
Mitarbeitende der Schweizer Botschaft in Sicherheit
Wie das Aussendepartement EDA am Sonntag auf Anfrage mitteilt, ist das Personal der Schweizer Botschaft in Teheran und anderen Vertretungen im Nahen Osten wohlauf: «Es gibt keine Schäden an der Infrastruktur der Schweizer Botschaften», so EDA-Medienchef Michael Steiner. Am Samstagmorgen hätten vier der zehn noch in Teheran befindlichen Schweizer Botschaftsmitarbeitenden ausser Landes gebracht werden sollen, wie Monika Schmutz Kirgöz, EDA-Abteilungsleiterin für den Mittleren Osten und Nordafrika, gegenüber der «SonntagsZeitung» sagte. Sie sassen bereits im Flugzeug, doch konnte ihre Maschine nicht mehr abheben, weil der Luftraum aufgrund der Luftangriffe gesperrt wurde. Sie wurden zunächst in einem Hotel in Flughafennähe untergebracht.
Wie das EDA am Sonntag mitteilte, konnten die vier Mitarbeitenden unterdessen in die Botschaft zurückkehren. Wie Schmutz Kirgöz erläuterte, gibt es in der Vertretung in Teheran anders als in jener in Tel Aviv keinen eigentlichen Schutzbunker. Allerdings wurden im Keller der Botschaft in Teheran Betten für die noch anwesenden Mitarbeitenden aufgestellt. Gemäss dem Aussendepartement verfügen alle Vertretungen im Ausland über Sicherheits- und Krisendispositive. Diese würden laufend überprüft und angepasst und umfassen auch Notfallplanungen. Zu Details äussert sich das EDA nicht. (cbe)
13:56 Uhr
Sonntag, 1. März
Saudi-Arabien droht Iran mit Militärschlägen
Der US-Sender CNN berichtet, dass Saudi-Arabien dem Iran mit Angriffen droht, sollte es weitere Attacken auf US-Stützpunkte in dem Land geben. Sollte Teheran also weiter angreifen, würden die Saudis in den Krieg eingreifen. (dpa)
13:41 Uhr
Sonntag, 1. März
Regierung in Bahrain bestätigt beschädigtes Hotel
Das Innenministerium von Bahrain bestätigte, dass das Crowne Plaza Hotel in Manama bei einem Anschlag beschädigt worden sei, gab jedoch an, dass es keine Todesopfer gegeben habe, wie die «New York Times» vermeldete. (watson.ch)
13:22 Uhr
Sonntag, 1. März
Israel: Verletzte bei iranischen Raketenangriffen
Neue iranische Raketenangriffe auf Israel haben in weiten Teilen des Landes Luftalarm ausgelöst. Einwohner der Stadt Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, es habe mehrere Einschläge gegeben. Das Nachrichtenportal «ynet» berichtete von mindestens 20 Verletzten in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch, das direkt getroffen worden sei. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem.
Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. «Wir hören immer wieder laute Knallgeräusche, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen», sagte ein Einwohner Tel Avivs. «Es nimmt einfach kein Ende.» Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt. Am Samstag war bei einem Raketeneinschlag in Tel Aviv eine Frau getötet worden. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben bei iranischen Raketenangriffen auf Israel bisher zwei Frauen, Dutzende Menschen wurden verletzt.
Feuerwehr- und Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz. Sie suchen nach den Verschütteten. (dpa)
13:06 Uhr
Sonntag, 1. März
Menschen an Flughäfen gestrandet nach Angriffen in Nahost
Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten kommt der Luftverkehr in grossen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen. Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende sassen fest oder mussten umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben grossen Flughäfen mehr als 3400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigte eine «vorübergehende und teilweise» Sperrung des Luftraums an.

In Dubai wurden alle Flüge am internationalen Flughafen DXB sowie am Al Maktoum Airport (DWC) bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch in anderen Teilen der Region ist der Luftverkehr stark eingeschränkt. Der Flughafen Tel Aviv bleibt voraussichtlich bis Montag gesperrt. Auch der Luftraum in Katar, Kuwait sowie in Teilen Syriens ist geschlossen. Mehrere internationale Airlines, darunter Lufthansa, British Airways und Turkish Airlines, setzten Flüge in die Region aus oder änderten ihre Routen.
Neben dem Flugverkehr geriet auch der Schiffsverkehr in der Golfregion ins Stocken. Das Kreuzfahrtschiff «MSC Euribia» mit mehr als 6000 Passagieren lag Berichten zufolge in Dubai fest, eine geplante Orient-Kreuzfahrt wurde abgesagt. Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» fest. (dpa)
12:54 Uhr
Sonntag, 1. März
Papst warnt vor «Abgrund» im Nahen Osten
Papst Leo XIV. hat angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran und dessen Gegenschlägen eine Rückkehr zur Diplomatie verlangt. Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken sprach zum Abschluss seines Sonntagsgebets im Vatikan von einer «Tragödie von enormem Ausmass». «Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen erreichen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, verantwortungsvollen und authentischen Dialog.» Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz mahnte der Pontifex alle Beteiligten, «moralische Verantwortung» zu übernehmen. Die Spirale der Gewalt müsse beendet werden, «bevor sie zu einem unwiderruflichen Abgrund wird». Leo schloss mit den Worten: «Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden.» (dpa)
12:45 Uhr
Sonntag, 1. märz
Ein Trio soll Iran vorübergehend führen
Im Iran soll nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie das Mitglied des Wächterrats, Alireza Arafi, übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten hamenei, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.
Das Trio soll die Aufgaben Khameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.
Wer Khamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäussert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Dem Staatsapparat dürfte es zudem schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen. (dpa)
12:43 Uhr
Sonntag, 1. März
Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht
Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen den Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden - und damit ausserhalb des Kampfgebiets. Es parkt dort auf dem Rollfeld, wie ein dpa-Reporter beobachtete.
Nach Daten des Luftverkehr-Portals «Flightradar» war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen breit angelegte Angriffe gegen den Iran begonnen, der seitdem unter anderem Ziele in Israel beschiesst.
Der Flughafen BER äusserte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen ausser Landes gebracht worden.
Israels Staatsflugzeug «Flügel Zions» ist eine Boeing 767, die speziell für offizielle Regierungsreisen und diplomatische Missionen ausgestattet wurde. Es dient sowohl dem Präsidenten als auch dem Ministerpräsidenten Israels und ist mit modernster Kommunikationstechnik gesichert. (dpa)
12:39 Uhr
Sonntag, 1. März
Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück
Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hat Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
Im Zusammenhang mit Aussagen und Medienberichten über einen Abschuss von Raketen in Richtung Zyperns werde klargestellt, «dass dies nicht der Fall ist und es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass eine Bedrohung für das Land bestanden hat», erklärte Letymbiotis. Die zuständigen Behörden verfolgten die Lage fortlaufend und sehr aufmerksam, hiess es weiter. (dpa)
12:31 Uhr
Sonntag, 1. März
Grossajatollah ruft zu Vergeltung nach Khamenei-Tod auf
Ein einflussreicher iranischer Geistlicher hat Muslime weltweit zur Vergeltung für den Tod von Religionsführer Ali Khamenei aufgerufen. Grossajatollah Nasser Makarem Schirasi erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim in einer religiösen Stellungnahme (Fatwa), die «Hauptverantwortlichen für dieses Verbrechen» seien die USA und Israel. «Rache ist die religiöse Pflicht aller Muslime auf der Welt, damit das Böse dieser Verbrecher von der Erde getilgt wird», hiess es weiter.
Makarem Schirasi hatte bereits im Juni vergangenen Jahres US-Präsident Donald Trump indirekt mit dem Tod gedroht. Trump hatte zuvor gesagt, Khamenei sei ein leichtes Ziel. Der Grossajatollah erklärte daraufhin in einer religiösen Stellungnahme, dass Drohungen gegen Khamenei im Islam mit dem Tod bestraft würden.
Makarem Schirasi zählt als Mardscha zu den höchsten religiösen Autoritäten im Zwölfer-schiitischen Islam, der im Iran Staatsreligion ist. Die Schiiten bilden nach den Sunniten die zweitgrößte Glaubensrichtung im Islam. (dpa)
12:29 Uhr
Sonntag, 1. März
Swiss setzt Flüge in den Nahen Osten aus
Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten setzen die Swiss und auch alle anderen Airlines der Lufthansa Group ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran bis einschliesslich 7. März aus. Bis dahin werden auch die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar und Iran nicht überflogen.

Bis heute Sonntagabend werden auch Dubai und Abu Dhabi, Riad und Dammam nicht angeflogen. Betroffene Fluggäste können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Ticketpreis zurück, teilt die Swiss mit. Hier können sich Passagiere über den aktuellen Status ihres Fluges informieren. (sf)
12:23 Uhr
Sonntag, 1. März
China verurteilt Tötung von Khamenei scharf
Die Tötung von Irans Religionsführer Ali Khamenei hat scharfe Kritik aus China ausgelöst. Das Vorgehen verletze die Souveränität Irans in schwerwiegender Weise und missachte die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, teilte das Aussenministerium in Peking mit. China lehne ein solches Vorgehen entschieden ab und verurteile es nachdrücklich, hiess es weiter.
Peking rufe dazu auf, alle militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und Frieden sowie Stabilität im Nahen Osten und in der Welt zu wahren. (dpa)
12:00 Uhr
Sonntag, 1. März
Israel weist Schuld an Angriff auf iranische Schule zurück
Israel hat eine Verantwortung für einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran zurückgewiesen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, bei einem Raketenangriff im Süden des Landes seien mehr als hundert Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan.
«Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt», sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. «Ich weiss, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiss, dass wir nachprüfen», ergänzte der Sprecher. «Und was ich weiss, ist, dass wir in der Lage waren – und das wird auch von den Amerikanern und den Iranern bestätigt – 40 Personen auszuschalten, die sich vor uns versteckt hatten, auf sehr präzise Weise, mehr als tausend Meilen entfernt», sagte Schoschani offenbar mit Blick auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei. Dies könnten nicht viele Armeen auf der Welt und es bedeute, «dass wir extrem präzise operieren». (dpa)
11:54 Uhr
Sonntag, 1. März
Trumps Angriff auf Iran löst Debatte im US-Kongress aus
Im US-Kongress gibt es Forderungen nach einer schnellen Abstimmung über eine Resolution zu Kriegsrechten, um den militärischen Angriff von Präsident Donald Trump gegen den Iran einzudämmen. Einige sehen in dem Vorgehen Trumps eine potenziell illegale Kampagne, die dazu führen könnte, dass die USA tiefer in einen Nahost-Konflikt hineingerieten. (dpa)
11:52 Uhr
Sonntag, 1. März
Unicef: Angriff auf Schule wäre Verstoss gegen Völkerrecht
Das Kinderhilfswerk Unicef ist «zutiefst besorgt» über die Bombardierungen im Iran. «Es gibt Berichte über Angriffe auf Schulen im Iran, darunter eine Mädchenschule in Minab», teilte das Kinderhilfswerk in Köln mit. «Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte, einschliesslich Schulen, stellen einen Verstoss gegen das Völkerrecht dar.» Nach iranischen Angaben sind bei einem Raketenangriff im Süden des Landes mindestens 108 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Unicef rief zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen auf. (dpa)
11:50 Uhr
Sonntag, 1. März
Putin: Khamenei-Ermordung verstösst gegen Völkerrecht
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet den US-israelischen Angriff auf den Iran sowie die gezielte Tötung des iranischen Obersten Führers als «zynischen Mord». Das berichtet die russische Staatsmedienagentur TASS.
Putin sieht den Tod von Ayatollah Ali Khamenei als Mord, der «gegen alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts» verstosse. Khamenei werde in Russland als «herausragender Staatsmann» in Erinnerung bleiben. (watson.ch)
11:46 Uhr
Sonntag, 1. März
Netanyahu ruft Iraner zum Aufstand auf
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat die Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. Die Ansprache wurde allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt. «Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen», sagte Netanyahu dort.

Er rief die Iraner auf, auf die Strasse zu gehen, «um die Sache zu vollenden, um das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben zur Hölle gemacht hat». Netanyahu kündigte zudem an, Israel werde in den kommenden Tagen «Tausende Ziele des terroristischen Regimes» angreifen, um die «Bedingungen für das mutige Volk des Irans zu schaffen, sich von den Ketten der Tyrannei zu befreien». (dpa)
11:34 Uhr
Sonntag, 1. März
London warnt vor «wahllosen» iranischen Angriffen
Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von «zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen». Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden. «Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren», sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine «sehr reale (...) Bedrohung durch ein Regime» gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage. Grossbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte.
Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und Raketen abschiessen, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. «Wenn ich also davon spreche, dass Grossbritannien im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen eine Rolle bei der Stärkung der regionalen Stabilität spielt, dann meine ich genau das», sagte Healey. Er kritisierte ausserdem, dass iranischen Kommandeuren zunehmend erlaubt werde, ihre eigenen Ziele auszuwählen, da das Land «die Kontrolle über seine Befehls- und Kommandostrukturen verliert». (dpa)
11:14 Uhr
Sonntag, 1. März
Irans Präsident: Ermordung von Khamenei offene Kriegserklärung
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die gezielte Tötung von Religionsführer Ali Khamenei als offene Kriegserklärung bezeichnet. Diese richte sich gegen alle Muslime, insbesondere aber gegen alle Schiiten weltweit. Peseschkian erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna: «Der Iran betrachtet die Vergeltung und Blutrache an den Tätern und Drahtziehern dieses Verbrechens als Pflicht und legitimes Recht.» Chamenei sei ein «Märtyrer», dessen Standhaftigkeit ihn in die Geschichtsbücher eingeschrieben habe. Weltweit gibt es rund zwei Milliarden Muslime. (dpa)
11:02 Uhr
Sonntag, 1. März
Netanyahu wendet sich an iranisches Volk
Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu wendet sich auf der iranischen Amtssprache Farsi direkt an die iranische Bevölkerung. «In den kommenden Tagen werden wir Tausende von Zielen des terroristischen Regimes angreifen», kündigt er an. Daher fordert er das Volk auf, sich «zu befreien». «Bleibt nicht untätig, denn euer Moment wird bald kommen», sagt Netanyahu in seiner Ansprache.
11:00 Uhr
Sonntag, 1. März
Briten-Minister: Iran feuert Raketen auf Zypern
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat in einem Interview mit dem TV-Sender Sky News erklärt, dass zwei iranische Raketen in Richtung der europäischen Mittelmeerinsel Zypern abgefeuert wurden. Grossbritannien verfügt dort über mehrere Militärbasen. Healey ergänzte, dass nicht klar sei, ob der Angriff den britischen Einrichtungen auf der Insel gegolten habe, das berichtet der« Blick».

Die britische Regierung hatte zuvor bestätigt, dass sie nicht an den US-israelischen Angriffen im Iran beteiligt ist. Die britischen Streitkräfte wurden aufgrund der eskalierenden Lage allerdings in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Das Verteidigungsministerium erklärte, es beobachte die Lage genau und werde «alle notwendigen Massnahmen» ergreifen, um britisches Personal und britische Einrichtungen in der Region zu schützen. (has)
10:54 Uhr
Sonntag, 1. März
Vereinigte Arabische Emirate warnen Iran
Ein Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate hat Angriffe des Irans auf Golfstaaten als Reaktion auf Luftangriffe der USA und Israels kritisiert. «Ihr Krieg richtet sich nicht gegen Ihre Nachbarn», teilte Anwar Gargasch am Sonntag auf der Plattform X mit. «Kehren Sie zur Vernunft zurück, zu Ihrer Umgebung und gehen Sie mit Ihren Nachbarn mit Vernunft und Verantwortungsbewusstsein um, bevor sich der Kreis der Isolation und Eskalation ausweitet.» Die Vereinigten Arabischen Emirate waren zuvor mit iranischen Raketen und Drohnen beschossen worden. Betroffen war vor allem Dubai. In Abu Dhabi wurden nach Angaben der Regierung eine Frau und deren Kind von Teilen einer abgefangenen Drohne leicht verletzt. (dpa)
10:39 Uhr
Sonntag, 1. März
Katar meldet Raketen- und Drohnenbeschuss aus dem Iran
In Katar sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums Raketen und Drohnen aus dem Iran abgefangen worden. Opfer habe es nicht gegeben, berichtete das Ministerium am Sonntag. Katar habe alle Massnahmen zum Schutz des Landes ergriffen. (dpa)
10:29 Uhr
Sonntag, 1. März
Oman meldet Angriff auf Öltanker in der Strasse von Hormus
Oman hat einen Angriff auf einen Öltanker in der Strasse von Hormus gemeldet. Dabei seien vier Menschen an Bord der «Skylight» verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency am Sonntag. Der betroffene Öltanker sei unter Flagge Palaus gefahren. Die Besatzungsmitglieder seien Inder und Iraner. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Iran soll aber per Radio mit Angriffen auf Schiffe in der Strasse von Hormus gedroht haben, nachdem die USA und Israel das Land angegriffen hatten. (dpa)
10:21 Uhr
Sonntag, 1. März
Trauer, Jubel und Angst nach dem Tod von Ajatollah Khamenei
Ein Land zwischen Trauer und Jubel, zwischen Hoffnung und Angst: Nach dem Tod des Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei sind die Gefühle der Menschen im Iran gespalten. Als erste Gerüchte über Khameneis Tod kursierten, brachen in Teheran lautstarke Jubelfeiern aus. Mit dem Tod des 86-Jährigen endet eine Epoche, die auf islamischen Prinzipien beruhte.

Die Nachricht seines Todes war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören.
Staatsmedien verbreiten Aufnahmen, die Menschenmengen beim Trauern um Chamenei zeigen. Auch auf Fotos sind Trauernde zu sehen. Und es gibt staatlich organisierte Trauerfeiern wie beispielsweise an der Universität in Teheran. Landesweite Feierlichkeiten werden bis zur Beisetzung und - wie es im Islam Brauch ist - bis zum 40. Tag nach dem Tod andauern. (dpa)
10:19 Uhr
Sonntag, 1. März
Dubai meldet Schäden und Verletzte bei Drohnenabwehr
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hiess es weiter. Bereits am Samstag war es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben war von einem «kleinen Brand» die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der Aussenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere Stockwerke hinweg brannte. (dpa)

10:05 Uhr
Sonntag, 1. März
Drohnenangriff im Oman gemeldet
Der Handelshafen von Dukm im Oman ist mit zwei Drohnen angegriffen worden. Eine der Drohnen habe eine Arbeiterunterkunft getroffen, wobei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Dabei habe es weder Verletzte noch Schäden gegeben, hiess es weiter.
Die Regierung des Oman verurteilte den Angriff. (dpa)
10:00 Uhr
Sonntag, 1. März
Israel: Luftwaffe hat Chamenei gezielt getötet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den tödlichen Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei ausgeführt. Das Militär gab bekannt, es habe am Samstag «den Obersten Führer des iranischen Terrorregimes eliminiert». Sowohl Israel als auch die USA greifen seit Samstag Ziele im Iran an. «Ali Khamenei wurde in einer präzisen, grossangelegten Operation der israelischen Luftwaffe ausgeschaltet, die auf exakten Geheimdienstinformationen beruhte, während er sich in seinem zentralen Führungskomplex im Herzen von Teheran aufhielt, gemeinsam mit weiteren hochrangigen Funktionären», hiess es weiter in der Mitteilung.

Khamenei sei «über viele Jahre hinweg direkt verantwortlich für die gewaltsame Unterdrückung iranischer Bürger» gewesen. Ausserdem sei er der «Architekt des Plans zur Zerstörung des Staates Israel» gewesen. Man habe ihn als «Kopf der iranischen Krake» bezeichnet, «die ihre Arme über den gesamten Nahen Osten bis an die Grenzen des Staates Israel ausstreckte». Khamenei sei verantwortlich für «Terroranschläge gegen den Staat Israel, und das Blut vieler Zivilisten aus aller Welt klebte an seinen Händen». (dpa)
09:45 Uhr
Sonntag, 1. März
Grosse Explosion in Teheran - Israel greift Stadtzentrum an
Eine gewaltige Explosion hat am Sonntag die iranische Hauptstadt Teheran erschüttert. Über der Stadt stieg eine riesige Rauchwolke auf, der Boden bebte. Die Detonation schien sich in einem Viertel zu ereignen, in dem sich die Zentralen der iranischen Polizei und des iranischen Staatsfernsehens befinden. Das israelische Militär teilte mit, es würden Ziele in der Innenstadt beschossen. Das Militär habe am Samstag den Weg nach Teheran freigemacht, hiess es. (dpa)
09:36 Uhr
Sonntag, 1. März
Medienbericht: CIA spürte Aufenthaltsort von Khamenei auf
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der «New York Times» eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gespielt. Die US-Zeitung berichtete unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Khamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt. Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Khamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen. (dpa)
08:52 Uhr
Sonntag, 1. März
Mindestens sechs Tote bei Angriff auf US-Konsulat in Pakistan
Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in der pakistanischen Stadt Karachi sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Demonstranten hatten laut Polizeiangaben am Sonntag das Gebäude in der Hafenstadt angegriffen, woraufhin es zu Zusammenstössen mit Polizisten kam. Die Teilnehmer des Protests seien später vertrieben worden, die Situation sei unter Kontrolle. Der Sturm auf das Konsulat folgte auf die Tötung des Obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Khamenei, bei Angriffen der USA und Israels. (dpa)
08:26 Uhr
Sonntag, 1. März
Iran: Pläne der USA und Israels vereitelt
Nach den schweren Angriffen im Iran und der Tötung des Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei hat der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, das Vorhaben der USA und Israels als «vereitelt» bezeichnet. «Die USA und Israel haben sich verkalkuliert und wollten mit gezielten Angriffen auf militärische Einrichtungen und der Tötung hochrangiger Funktionäre Unruhe und einen Machtwechsel im Iran auslösen», sagte Laridschani laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Bevölkerung habe jedoch geschlossen reagiert und diese Pläne vereitelt, behauptete er. Zugleich kündigte Laridschani an, die iranischen Streitkräfte würden die Angriffe auf US‑Stützpunkte in der Region fortsetzen. (dpa)
08:21 Uhr
Sonntag, 1. März
Auseinandersetzungen nahe US-Botschaft in Bagdad
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Khamenei haben Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf.

Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. (dpa)
08:11 Uhr
Sonntag, 1. März
Israels Armee: Iran greift erneut mit Raketen an
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um sie abzuwehren, teilte die Armee mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in die Schutzräume zurückzukehren. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen. In den vergangenen 24 Stunden mussten Millionen Menschen nach Armeeangaben bereits rund 20 Mal wegen Raketenangriffen des Erzfeindes Iran in die Schutzräume eilen. (dpa)

07:52 Uhr
Sonntag, 1. März
Staatsmedien: Auch Verteidigungsminister und Generalstabschef tot
Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars und das Staatsfernsehen berichten, starben bei den US-israelischen Angriffen auch Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh und Generalstabschef Abdolrahim Mousavi. Das berichtet der «Blick.» (has)
07:50 Uhr
Sonntag, 1. März
Vier Mitarbeiter der Schweizer Botschaft sitzen im Iran fest
Das Aussendepartement hat am Samstag vier der zehn verbliebenen Mitarbeitenden der Botschaft in Teheran in die Schweiz zurückgeschickt. Wegen des gesperrten Luftraums war ihr Abflug vorerst jedoch nicht mehr möglich, wie die Nahostchefin des Aussendepartements sagte, das berichtet der «Blick».
«Sobald wie möglich werden sie zu den anderen in die Botschaft zurückkehren oder ausreisen», sagte Monika Schmutz Kirgöz, Chefin der Abteilung Naher Osten und Nordafrika im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der «Sonntagszeitung».
Zurzeit seien sie in einem Hotel in der Nähe des Flughafens untergebracht. «Unserem Personal in den betroffenen Ländern geht es den Umständen entsprechend gut», sagte Schmutz Kirgöz. (has)
07:13 Uhr
Sonntag, 1. März
Erneute Explosionen in Golfstaaten
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Khamenei durch amerikanisch-israelische Angriffe sind in den arabischen Golfstaaten erneut Explosionen zu hören. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha.
Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain wurden Explosionen gemeldet. Augenzeugen berichteten von mindestens vier lauten Knallgeräuschen. Auf Social Media wurden in dem Zuge Bilder eines getroffenen und beschädigten Hotels in Manama verbreitet. Sie liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. (dpa)
07:07 Uhr
Sonntag, 1. März
Trump warnt den Iran vor Vergeltungsschlägen
US-Präsident Donald Trump hat den Iran nach den amerikanisch-israelischen Luftangriffen vor Vergeltungsschlägen gewarnt. «Das sollten sie besser nicht tun», schrieb der Republikaner in Grossbuchstaben auf der Plattform Truth Social. Sollte das passieren, werde man «mit einer noch nie zuvor gesehenen Stärke» zurückschlagen. Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Khamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen hatten die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen. «In Kürze werden die grössten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen», hiess es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. (dpa)
07:01 Uhr
Sonntag, 1. März
Tausende trauern um Khamenei
Tausende Menschen haben sich am Sonntag in der iranischen Stadt Isfahan versammelt, um dem getöteten Obersten Führer des Irans, Ali Khamenei, die letzte Ehre zu erweisen.

Der staatliche iranische Nachrichtensender Press TV veröffentlichte Aufnahmen, die eine grosse Menschenansammlung auf dem Naqsh-e-Jahan-Platz zeigten. (has)
06:57 Uhr
Sonntag, 1. März
Trump: Bombardements von Zielen im Iran werden fortgesetzt
Die USA wollen ihre Angriffe auf den Iran laut Präsident Donald Trump auch nach dem von ihm vermeldeten Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei fortsetzen. Die «schweren und punktgenauen Bombardements würden die ganze Woche über kontinuierlich fortgeführt – oder so lange, wie es notwendig ist, um unser Ziel des „FRIEDENS IM GESAMTEN NAHEN OSTEN UND IN DER TAT AUF DER GANZEN WELT» zu erreichen, schrieb Trump in einem Post auf der Plattform Truth Social, in dem er den Tod Khameneis verkündete. Der US-Regierung sei zu Ohren gekommen, dass viele Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde, des Militärs sowie anderer Sicherheits- und Polizeikräfte nicht länger kämpfen wollten und nun bei den USA um Immunität ersuchten.

Er bekräftige, was er bereits am Vorabend dazu gesagt habe, schrieb Trump: «Jetzt können sie Immunität bekommen, später bekommen sie nur noch den Tod!». Er hoffe, dass sich die Revolutionsgarde und die Polizei friedlich mit den iranischen Patrioten zusammenschliessen und gemeinsam daran arbeiten würden, das Land zu der Grösse zurückzuführen, die es verdiene, erklärte Trump. Dieser Prozess sollte bald beginnen, denn nicht nur sei Khamenei tot, sondern das Land sei binnen nur eines Tages stark zerstört und «sogar nahezu ausgelöscht» worden, behauptete der US-Präsident. (dpa)
06:55 Uhr
Sonntag, 1. März
Brand an Luxushotel in Dubai - keine Verletzten
Bei einem mutmasslich iranischen Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist es an einem bekannten Luxushotel in Dubai zu einem Brand gekommen. An der äusseren Fassade des Hotels Burj al Arab, ein mehr als 300 Meter hoher Wolkenkratzer auf einer künstlichen Insel, sei es zu einem «kleinen Brand» gekommen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Zivilschützer hätten umgehend reagiert und das Feuer unter Kontrolle gebracht, hiess es. Verletzte habe es nicht gegeben.
Ein Video des Vorfalls zeigte ein Feuer, das in der Nacht über mehrere Stockwerke an einer Aussenwand des Hotels brennt. Der Wolkenkratzer, der ungefähr so hoch ist wie der Pariser Eiffelturm, gilt mit seiner Silhouette in Form eines Segels als ein Wahrzeichen von Dubai. Es ist auch eines der teuersten Hotels in Dubai. Kosten für ein Zimmer pro Nacht beginnen ab umgerechnet rund 800 Euro. Eine Suite kann pro Nacht umgerechnet bis zu 20.000 Euro kosten. (dpa)
06:48 Uhr
Sonntag, 1. März
G7-Aussenminister beraten über Lage im Iran
Die Aussenminister der G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien haben sich nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen Ziele im Iran auf eine enge Abstimmung verständigt. Die USA hätten einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen und ihre weiteren Aussichten gegeben, teilte das japanische Aussenministerium nach einem Telefonat der Minister mit. Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei war zuvor bei den Angriffen getötet worden. Japan werde in Bezug auf den Iran mit der internationalen Gemeinschaft, einschliesslich der G7-Gruppe weiter «alle notwendigen diplomatischen Anstrengungen» unternehmen, sagte Aussenminister Toshimitsu Motegi. (dpa)
06:36 Uhr
Sonntag, 1. März
Israels Armee: Mehr als 30 weitere Ziele im Iran angegriffen
Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach eigenen Angaben mehr als 30 weitere Ziele bombardiert. Dutzende Kampfflugzeuge hätten eine weitere Angriffswelle gegen ballistische Raketenstellungen und die Luftabwehrsysteme im Westen und im Zentrum des Irans abgeschlossen. Ziele seien unter anderem Raketenabschussanlagen, Einrichtungen der Staatsführung und militärische Kommandozentren gewesen. Die Armee werde ihre Angriffe zur Schwächung der Militärkapazitäten des Irans fortsetzen. (dpa)
06:30 Uhr
Sonntag, 1. März
Khamenei-Berater: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen
Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Khameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber. Das Trio soll die Aufgaben Khameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber. Wer Khamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäussert. (dpa)

06:27 Uhr
Sonntag, 1. März
Irans Revolutionsgarden melden massive Vergeltungsschläge
Die iranischen Revolutionsgarden haben in Reaktion auf die Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei nach eigenen Angaben massive Vergeltungsschläge gegen Dutzende Stellungen der USA und des Erzfeindes Israel durchgeführt. Es seien 27 US-Stützpunkte in der Region sowie Israels Armeehauptquartier und ein Rüstungskomplex in Tel Aviv ins Visier genommen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, ein Sprachrohr von Irans Elitestreitmacht. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. In Israel gab es in den frühen Morgenstunden wiederholt Raketenalarm. Die Luftwaffe ist nach Armeeangaben im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren. (dpa)
06:10 Uhr
Sonntag, 1. März
Angriff Irans? Drohne trifft Flughafen in Bahrain
Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain ist Sachschaden entstanden. Es gebe aufgrund des Angriffs auf den Flughafen nahe der Hauptstadt Manama keine Todesopfer, erklärte das Innenministerium auf der Plattform X. Das Gelände werde gesichert. Das Ministerium nannte zunächst keine weiteren Details. Der Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen im Nahen Osten an. Zuvor hatten bereits unter anderem die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai Einschläge gemeldet. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet. (dpa)

06:53 Uhr
Sonntag, 1. März
Emirate: Verletzte auf Flughafen von Dubai durch Raketenangriff
Bei einem mutmasslichen iranischen Raketenangriff sind auf dem internationalen Flughafen von Dubai vier Menschen verletzt worden. Die Emirate sprachen am Samstag in einer Mitteilung von einer «schweren Attacke mit iranischen ballistischen Raketen». Angriffe wurden auch an anderen Verkehrsflughäfen in der Region gemeldet, etwa am Internationalen Flughafen Kuwait. Mehrere Airports wurden geschlossen und Flüge gestrichen. (dpa)
06:01 Uhr
Sonntag, 1. März
Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)
Auf Antrag Russlands wird es am Montag in Wien eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geben, wie die Organisation mitteilte. Zuvor hatte bereits der Iran unter Verweis auf eine «Bedrohung» der nuklearen Einrichtungen im Land eine Sondersitzung gefordert. Am Donnerstag hatten die USA und der Iran noch indirekt über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik verhandelt. Für eine Einigung hatte US-Präsident Trump Teheran ein Ultimatum bis Anfang März gestellt - und mit militärischen Massnahmen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden. (dpa)
05:59 Uhr
Sonntag, 1, März
Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, brachte sich erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel. «Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten», schrieb er in der «Washington Post». Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Darauf sollten freie Wahlen folgen. Trump kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die am Samstagmorgen begonnenen Angriffe seines Landes gegen den Iran als «tödlichsten, komplexesten und präzisesten Lufteinsatz der Geschichte». (dpa)
05:56 Uhr
Sonntag, 1. März
Irans oberster Führer tot - Revolutionsgarden schwören Rache
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Khamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen haben die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen. «In Kürze werden die grössten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen», heisst es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. Die Regierung kündigte 40 Tage öffentliche Trauer und 7 Feiertage an. Die gegenseitigen Angriffe gingen derweil in der Nacht weiter. Der Iran feuerte Raketen Richtung Israel ab und griff US-Verbündete sowie amerikanische Stellungen in Nahost an.

In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv starb laut Medien eine Frau beim Einschlag einer Rakete in einem Wohnblock. Dutzende Menschen seien verletzt worden.
Vor Irans Staatsmedien hatte bereits US-Präsident Donald Trump den Tod Khameneis verkündet. «Khamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot», schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Das sei die «grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern.» Schon nach den ersten Berichten über Khameneis Tod brach in Teheran spontan Jubel aus. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören.
In einer Erklärung der Regierung heisst es derweil: «Dieses grosse Verbrechen wird nicht unbeantwortet bleiben und ein neues Kapitel in der Geschichte der islamischen Welt sowie des Schiismus aufschlagen». Das Blut Khameneis werde «wie eine reissende Quelle hervorquellen und das amerikanisch-zionistische Unrecht und die Verbrechen ausmerzen», heisst es in der Erklärung weiter. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurden auch mehrere Angehörige von Khamenei getötet. Die Webseite Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, eine Tochter Khameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel seien ums Leben gekommen. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
Auf die Frage, ob es jemanden im Iran gebe, den er gerne an der Spitze des Landes sehen würde, sagte US-Präsident Trump dem Sender CBS News: «Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.» Und auf die Frage, wer nach seiner Einschätzung nach Khameneis Tod das Sagen im Iran habe, sagte er: «Ich weiss genau, wer, aber ich kann es Ihnen nicht sagen.» (dpa)
05:54 Uhr
Sonntag, 1. März
Wieder Raketenalarm in Israel
In Israel haben am frühen Morgen erneut die Sirenen geheult. Es seien Raketen aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuert worden, gab die israelische Armee bekannt. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Anweisungen des Heimatschutzkommandos zu folgen. Zuvor hatten israelische Kampfflugzeuge ihre Angriffswellen gegen militärische Ziele im Iran fortgesetzt. (dpa)
22:51 Uhr
Samstag, 28. Februar
Trump: Irans oberster Führer Khamenei ist tot
Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump tot. Das schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. «Khamenei, einer der bösesten Menschen der Geschichte, ist tot», so der US-Präsident. Aus dem Iran lag dafür zunächst keine Bestätigung vor. (dpa)
22:18 Uhr
Samstag, 28. Februar
Berichte über Khamenei-Tod: Trump glaubt, dass «Geschichte wahr ist»
US-Präsident Donald Trump hat sich zu Medienberichten über den Tod des iranischen Staatsführers Ali Khamenei geäussert. «Wir glauben, dass diese Geschichte wahr ist», sagte er NBC News nach Angaben des Senders in einem Telefoninterview. Er fügte demnach hinzu, dass eine grosse Zahl hochrangiger Funktionäre getötet worden sei. Ein Grossteil der Regierung in Teheran sei ausgelöscht worden. (dpa)
22:11 Uhr
Samstag, 28. Februar
Explosionen in Tel Aviv – Gebäude getroffen
Bei einem neuen iranischen Raketenangriff ist es in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Einwohnern zu lauten Explosionen gekommen. Israelische Medien berichteten, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender N12 zeigte Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Strasse mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten. Er werde von Sanitätern behandelt.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, bei dieser Welle «militärische und sicherheitsrelevante Ziele» mit fortschrittlichen Raketen angegriffen zu haben. Zu den Zielen hätten unter anderem der israelische Marinestützpunkt im Hafen von Haifa, der Luftwaffenstützpunkt Ramat David sowie Rüstungsanlagen in Aschdod gehört, hiess es in einer Erklärung, die der staatliche Rundfunk veröffentlichte. (dpa)
21:58 Uhr
Samstag, 28. Februar
Jubelrufe in Teheran nach unbestätigten Berichten über Khameneis Tod
Nach unbestätigten Berichten über den Tod von Irans obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei ist in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören. Eine offizielle Bestätigung von Khameneis Tod gibt es bislang nicht.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, sprach mit Blick auf die Meldungen von «psychologischer Kriegsführung». «Der Revolutionsführer ist standhaft und entschlossen dabei, das Feld zu befehligen», zitierte Tasnim eine namentlich nicht genannte Quelle.
Iranische Staatsmedien äusserten sich bislang nicht dazu. (dpa)
21:55 Uhr
Samstag, 28. Februar
Menschen in Dubai erhalten Meldung: «Sucht sofort Schutz in Gebäuden»
Die Menschen in Dubai wurden per Warnmeldung dazu aufgefordert, Schutz in Gebäuden zu suchen. Grund dafür ist die anhaltende Bedrohung durch Raketen. (watson)
21:49 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israel: Zentrale Vertreter der iranischen Militärführung tot
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben aus Israel führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Unter den Toten seien unter anderem der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung dafür. (dpa)
21:43 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israelische Kreise melden AP den Tod Khameneis
Israelische Kreise haben der Nachrichtenagentur AP den Tod von Ajatollah Ali Khamenei bestätigt, dem Obersten Führer des Irans. Weder vom Iran noch von den USA lag dafür zunächst eine Bestätigung vor. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte zuvor in einer Fernsehansprache von zunehmenden Hinweisen auf den Tod des 86-Jährigen gesprochen. (dpa)
21:09 Uhr
Samstag, 28. Februar
Trump deutet verschiedene Optionen für Vorgehen im Iran an
US-Präsident Donald Trump hat verschiedene Szenarien für das weitere Vorgehen im Iran dargelegt. «Ich kann aufs Ganze gehen und die komplette Sache übernehmen, oder es in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: «Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder, falls ihr anfangt, (eure Atom- und Raketenprogramme) wieder aufzubauen»», sagte er einem Telefoninterview des US-Nachrichtenportals «Axios».
«Auf jeden Fall wird es mehrere Jahre dauern, bis sie sich von diesem Angriff erholt haben», sagte Trump demnach. (dpa)
20:55 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran droht mit «unvergesslicher Lektion»
Der Iran hat nach den israelisch-amerikanischen Angriffen mit einer harten Reaktion gedroht. «Die tapferen Soldaten und das grosse Volk Irans werden den höllischen, unterdrückerischen internationalen Akteuren eine unvergessliche Lektion erteilen», schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf X. Man werde die «verbrecherischen Zionisten» und die «charakterlosen Amerikaner» zur Reue bringen. (dpa)
20:45 Uhr
Samstag, 28. Februar
US-Militär: Keine Kenntnis über amerikanische Tote
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bislang keine Kenntnis über amerikanische Tote oder Verletzte infolge iranischer Gegenangriffe. Hunderte iranische Raketen- und Drohnenangriffe seien «erfolgreich» abgewehrt worden, teilte das Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) in einer auf X verbreiteten Mitteilung mit. Der Schaden an US-Einrichtungen sei minimal gewesen und habe keine Auswirkungen auf den Einsatz gehabt, hiess es.
Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen, nachdem Israel und die USA das Land attackiert hatten. (dpa)
20:44 Uhr
Samstag, 28. Februar
Netanyahu: «Viele Zeichen, dass Khamenei nicht mehr lebt»
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu sieht zunehmende Anzeichen, dass der iranische Staatsführer Ali Khamenei nicht mehr am Leben ist. «Wir haben Khameneis Anwesen zerstört. Es gibt viele Zeichen, dass der Tyrann nicht mehr lebt», sagte Netanyahu in einer Stellungnahme am Abend.

In seiner Stellungnahme rief Netanyahu zudem die Iraner auf, auf die Strasse zu gehen und die politische Führung zu stürzen. Der Krieg zum Iran werde zu einem echten Frieden führen, sagte er.
Zudem sagte ein israelischer Offizieller gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass Khameneis Leiche gefunden wurde. (dpa/fan)
20:27 Uhr
Samstag, 28. Februar
US-Zentralkommando: Angriffe zielen auf iranische Revolutionsgarde
Bei den Angriffen im Iran konzentriert sich das US-Militär nach Angaben des Zentralkommandos auf Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarde. Ins Visier genommen würden Kontroll- und Kommandozentralen der Revolutionswächter, teilte das US-Zentralkommando am Samstag mit. Dabei gehe es um Einrichtungen, von denen eine «unmittelbare Gefahr» ausgegangen sei. Zudem werde versucht, die Fähigkeiten des Irans zur Luftverteidigung sowie zum Einsatz von Drohnen und Raketen zu zerstören. Auch Militärflugplätze würden bombardiert. (dpa)
20:06 Uhr
Samstag, 28. Februar
EDA: «Keine Kenntnis von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen»
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte watson am Samstag auf Anfrage mit, es habe derzeit keine Kenntnis von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen. Seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten habe die Helpline des EDA über 300 Anfragen beantwortet, die Kapazitäten seien aufgestockt.
Das EDA habe zudem Kenntnis von Schweizerinnen und Schweizern, die aufgrund der Einschränkungen im Luftverkehr aktuell nicht aus der Region ausreisen können. Das EDA und die Vertretungen vor Ort stünden mit den Personen, die sich gemeldet hätten, im Kontakt und unterstützten sie im Rahmen der Möglichkeiten.
Das EDA führt laut eigener Aussage keine organisierte Ausreise für Schweizer Staatsangehörige durch. Ausreisewillige sollen sich bei Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern über Möglichkeiten informieren und die Anweisungen lokaler Behörden beachten. In dringenden Fällen sei die Helpline des EDA rund um die Uhr erreichbar: +41 800 24 7 365 / +41 58 465 33 33, Mail: helpline@eda.admin.ch (watson)
20:01 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israel: 200 Kampfjets griffen 500 Ziele an
Nach israelischen Angaben waren an der ersten Angriffswelle auf den Iran etwa 200 Kampfjets beteiligt, die etwa 500 Ziele angriffen, darunter Luftabwehrsysteme und Raketenabschussvorrichtungen. (dpa)
19:57 Uhr
Samstag, 28. Februar
Huthi-Chef sichert Iran Solidarität zu
Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz hat Teheran nach dem Beginn des US-israelischen Grossangriffs auf den Iran seine Solidarität zugesichert. Die Huthi-Rebellen seien bereit für «jede notwendige Entwicklung», erklärte Abdul-Malik al-Huthi in einer vorab aufgezeichneten Botschaft, die am Samstag verbreitet wurde. Seine Miliz werde verschiedene Massnahmen ergreifen. Details nannte er nicht. «Die Islamische Republik führt den Kampf der gesamten islamischen Welt gegen die amerikanisch-israelisch-zionistische Tyrannei», erklärte al-Huthi. (dpa)
19:51 Uhr
Samstag, 28. Februar
Zeugen melden Explosionen nahe Geheimdienstministerium in Teheran
Anwohner haben der Nachrichtenagentur AP von Explosionen in der Nähe des Geheimdienstministeriums in der iranischen Hauptstadt Teheran berichtet. In iranischen Medien wurde dies am Samstagabend zunächst nicht thematisiert. Zeugen berichteten zudem, dass in dem Gebiet Luftverteidigungssysteme in Betrieb genommen worden seien. (dpa)
19:31 Uhr
Samstag, 28. Februar
Roter Halbmond meldet mehr als 200 Tote im Iran
Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran sind nach Angaben eines Sprechers des Roten Halbmonds mehr als 200 Menschen getötet worden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zudem rund 750 weitere Menschen verletzt.
Diese Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.
Dem Sprecher zufolge wurden Ziele in 24 der 31 Provinzen des Landes angegriffen. Er rief die Bevölkerung auf, Massenansammlungen an den Einschlagsorten zu vermeiden und einen Abstand von 100 Metern vom Ereignisort einzuhalten. (dpa)
18:57 Uhr
Samstag, 28. Februar
Merz verurteilt Verhalten der iranischen Führung
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat nach der Eskalation im Nahen Osten das Verhalten der iranischen Führung in der Region und im eigenen Land verurteilt. «Die Bundesregierung ruft Iran nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen», erklärte Merz. «Iran muss auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen.» Die Führung in Teheran müsse ausserdem die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden. (dpa)
18:50 Uhr
Samstag, 28. Februar
Gouverneur: 85 Tote nach Angriff auf Mädchenschule im Iran
Nach einem Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans ist die Zahl der Toten nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Hormusgan auf mindestens 85 gestiegen. Dutzende weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Stadt Minab verletzt worden, zitierte ihn das Staatsfernsehen am Samstag. In der Stadt hat auch die iranische Revolutionsgarde einen Stützpunkt. Das israelische Militär und das Weisse Haus gaben auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AP zu dem Angriff zunächst keinen Kommentar ab. (dpa)
Dieses Video soll die zerstörte Mädchenschule zeigen:
18:41 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran warnt Schiffe in der Strasse von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben der ihnen nahe stehenden Nachrichtenagentur Tasnim den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus eingeschränkt. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt werde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten.
Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern. (dpa)
18:32 Uhr
Samstag, 28. Februar
Italiens Verteidigungsminister Crosetto steckt in Dubai fest
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto steckt infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran zusammen mit seiner Familie in Dubai fest. Der Politiker der rechten Regierungspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) konnte nicht wie geplant zurückkehren, weil viele Fluggesellschaften ihre Flüge in die Region ausgesetzt haben. Crosetto war nach Angaben aus seiner Umgebung erst am Freitag nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten gereist.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni berief wegen der militärischen Eskalation in Rom mehrere Krisensitzungen ein. Crosetto wurde dazugeschaltet. Offen ist, wann der Verteidigungsminister zurückkehren kann. (dpa)
18:22 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israels Generalstabschef: Greifen Hunderte Ziele im Iran an
Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran sind nach israelischen Angaben auch am Abend fortgesetzt worden. «In diesem Moment greifen israelische Luftwaffenpiloten unter erheblichem persönlichen Risiko und in Abstimmung mit US-amerikanischen Angriffen Hunderte Ziele im Iran an», sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir einer Mitteilung zufolge. In einer weiteren Mitteilung des Militärs hiess es, rund 200 Kampfjets seien eingesetzt worden. Es handele sich um den grössten Einsatz dieser Art in der Geschichte der israelischen Luftwaffe, hiess es weiter. (dpa)
18:10 Uhr
Samstag, 28. Februar
Bericht: 100'000 Israelis im Ausland gestrandet
Wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran sind derzeit einem Medienbericht zufolge rund 100'000 Israelis im Ausland gestrandet. Das berichtete der israelische Sender Channel 12. Wegen der iranischen Gegenangriffe nach den israelisch-amerikanischen Attacken im Iran wurde der Luftraum über Israel bis auf weiteres für zivile Flüge geschlossen.
Dem Sender zufolge sitzen auch Dutzende israelische Passagiere in Saudi-Arabien fest. Sie seien eigentlich auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewesen und in Saudi-Arabien notgelandet. Zu Saudi-Arabien unterhält Israel - anders als zu den VAE - keine diplomatischen Beziehungen. Laut Channel 12 sind die Israelis noch an Bord ihres Flugzeugs. Reisende im Ausland wurden angewiesen, die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften zu verfolgen. (dpa)
17:57 Uhr
Samstag, 28. Februar
Ägyptischer Aussenminister warnt vor Gefahr für gesamte Region
Der ägyptische Aussenminister Badr Abdel-Atti hat nach den Angriffen der USA und Israels vor einem Flächenbrand in der Region gewarnt. Die Eskalation vom Samstag könnte schwerwiegende Folgen für die Sicherheit und Stabilität des gesamten Nahen Ostens haben, sagte Abdel-Atti laut einer Mitteilung seines Ministeriums in Telefonaten mit Amtskollegen zahlreicher anderer Staaten, darunter Deutschland und Saudi-Arabien. Er rief dazu auf, politische und diplomatische Lösungen zu suchen, um eine «umfassende Konfrontation» in der Region zu verhindern. (dpa)
17:54 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran: Alle feindlichen Einrichtungen sind Ziele
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN‑Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden alle notwendigen Verteidigungsfähigkeiten und Mittel einsetzen, um dieser «kriminellen Aggression» zu begegnen und feindliche Handlungen abzuschrecken. Der Iran betrachte alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele. (dpa)
17:47 Uhr
Samstag, 28. Februar
Hisbollah im Libanon verspricht Solidarität mit Iran
Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran hat die Hisbollah-Miliz im Libanon den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation «nichts ausser Versagen ernten», teilte das Medienbüro der schiitischen Organisation mit. Die Folgen der «verräterischen Gewalt» der USA und Israels würden sich auf die gesamte Region auswirken.
Die Hisbollah im Libanon wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. (dpa)
17:43 Uhr
Samstag, 28. Februar
Trump telefoniert mit Netanyahu nach Angriffen auf Iran
US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weissen Hauses mit Israels Premierminister Benjamin Netanyahu über die Angriffe auf Iran gesprochen.

Laut Sprecherin Karoline Leavitt verfolgte Trump die Lage in der Nacht von Mar-a-Lago aus zusammen mit Mitgliedern seines nationalen Sicherheitsteams.
Auch auf dem offiziellen X-Account des israelischen Premierministers wurde das Telefonat bestätigt. (watson)
17:40 Uhr
Samstag, 28. Februar
Auch Flughafen von Kuwait mutmasslich von Drohne getroffen
Mehreren Berichten zufolge wurde der internationale Flughafen von Kuwait am Samstagnachmittag von einer iranischen Drohne getroffen. (watson)
17:36 Uhr
Samstag, 28. Februar
Raketen über Dubai - Brand an Luxushotel
Nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran greift Teheran offenbar weiterhin in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. In der Metropole Dubai seien alle paar Stunden Explosionen zu hören, berichteten Anwohner. Viele Menschen seien verunsichert, ob sie zu Hause bleiben oder das Stadtzentrum verlassen sollten. «Es ist überall», sagte eine Anwohnerin. Laut mehreren Anwohnern wurden auch die Einkaufszentren geschlossen, in denen sich vor allem am Wochenende viele Familien aufhalten.
An einem Luxushotel auf der künstlichen Insel Palm Dschumaira brach ein Feuer aus. Videos von Augenzeugen zeigten einen Brand an der Einfahrt des Hotels, das für seine Lage direkt am Wasser bekannt ist. Über dem Gebäude stiegen schwarze Rauchwolken auf. Es war unklar, ob an dem Hotel eine mutmasslich iranische Rakete einschlug oder ob etwa Trümmerteile nach dem Abschuss einer Rakete niedergingen und diese einen Brand auslöste. Der Zivilschutz teilte mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Vier Menschen seien verletzt worden.
Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe eine neue Welle iranischer Raketen und Drohnen abgefangen. Es habe «keinen bedeutenden Schaden» gegeben. In Dubai und der Hauptstadt Abu Dhabi seien mehrere Trümmerteile von abgefangenen Raketen niedergegangen. Mindestens ein Mensch kam dabei bisher ums Leben. (dpa)
17:24 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran schliesst Strasse von Hormus
Laut einem Bericht der «Times of Israel» haben die iranischen Revolutionsgarden die wichtige Handelsroute Strasse von Hormus geschlossen. Ein EU-Beamter habe der Zeitung gesagt, Schiffe in der Gegend hätten Funkmeldungen erhalten, dass es «keinem Schiff erlaubt ist, die Strasse von Hormus zu durchqueren». (hkl)
17:15 Uhr
Samstag, 28. Februar
Armeevertreter Israels: Hochrangige Personen im Iran getötet
Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen sind israelischen Angaben zufolge drei Orte gleichzeitig angegriffen worden, an denen Versammlungen der iranischen Führung stattgefunden haben sollen. Dabei seien mehrere hochrangige und für die «Führung des Regimes» bedeutende Personen getötet worden, teilte ein Vertreter der israelischen Armee mit. Mehr Details zu den Todesopfern wurden nicht genannt. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
17:07 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran fordert Sondersitzung der Internationalen Atombehörde
Der Iran fordert eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wegen der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf das Land. Der Gouverneursrat der Organisation in Wien solle dringend tagen, hiess es in einer Mitteilung der iranischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in der österreichischen Hauptstadt. (dpa)
17:05 Uhr
Samstag, 28. Februar
China fordert Ende der militärischen Handlungen
China hat sich «zutiefst besorgt» über die militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran gezeigt. Die staatliche Souveränität, Sicherheit und territoriale Unversehrtheit Irans müssten respektiert werden, erklärte das Aussenministerium in Peking.
China rufe dazu auf, die militärischen Handlungen sofort einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden sowie den Dialog und die Verhandlungen wieder aufzunehmen, hiess es weiter. Ziel müsse es sein, Frieden und Stabilität im Nahen Osten zu wahren. (dpa)
17:02 Uhr
Samstag, 28. Februar
Starmer: Britische Flugzeuge im Nahen Osten im Einsatz
Grossbritannien beteiligt sich an einem defensiven Militäreinsatz im Nahen Osten. Das sagte der britische Premierminister Keir Starmer in einer Erklärung zu den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran.
Sein Land habe bei den Angriffen keine Rolle gespielt, betonte der Labour-Politiker. Er fügte jedoch hinzu: «Unsere Streitkräfte sind aktiv und britische Flugzeuge sind heute am Himmel als Teil koordinierter regionaler Verteidigungseinsätze, um unsere Leute, unsere Interessen und unsere Verbündeten zu schützen.» Das geschehe im Einklang mit internationalem Recht.

Starmer, der zuvor auch im Rahmen eines gemeinsamen Statements mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die iranischen Gegenangriffe verurteilt hatte, kritisierte die iranische Führung erneut. «Das Regime im Iran ist absolut fürchterlich. Sie haben Tausende ihrer eigenen Leute ermordet, Widerspruch brutal niedergeschlagen und versucht, die Region zu destabilisieren», sagte Starmer. (dpa)
16:23 Uhr
Samstag, 28. Februar
UN-Sicherheitsrat kommt zur Dringlichkeitssitzung zusammen
Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: «Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation», teilte der UN-Chef mit. Er forderte alle Parteien auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren. (dpa)
16:03 Uhr
Samstag, 28. Februar
Saudi-Arabien bestätigt iranischen Raketenangriff
Iran hat bei seinen Gegenangriffen im Nahen Osten auch Ziele in Saudi-Arabien attackiert. Der Iran habe Ziele im Raum der Hauptstadt Riad und im Osten des Landes angegriffen, teilte das saudische Aussenministerium mit. Diese seien erfolgreich abgewehrt worden. Man verurteile die Angriffe auf das Schärfste, hiess es in der Mitteilung aus Riad. Das Königreich habe seinen eigenen Luftraum zuvor nicht für Angriffe gegen Iran zur Verfügung gestellt. Die Führung in Teheran habe dies gewusst und Saudi-Arabien nun dennoch angegriffen. (dpa)
15:50 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran-Experte: Angriffe verstossen gegen Völkerrecht
Der Iran-Experte Ali Vaez hält die Angriffe Israels und der USA für völkerrechtswidrig. «Dies ist ein gewollter Krieg, der gegen das Völkerrecht verstösst und auch nach US-Recht illegal ist», sagte der Projektleiter für Iran bei der International Crisis Group dem «Spiegel». US-Präsident Donald Trump habe den Einsatz weder vor dem US-Kongress gerechtfertigt noch genehmigen lassen.
Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers zielen die Angriffe nicht nur auf militärische Infrastruktur, sondern auch auf Führung und Kommandostrukturen der iranischen Revolutionsgarden. Laut Aussagen von Trump und Israels Ministerpräsident Netanyahu «ist das Ziel ein Regimewechsel», sagte Vaez. Er warnte zugleich vor einer raschen Eskalation: Iran habe sich seit dem Zwölftagekrieg im vergangenen Sommer vorbereitet und sei bereit, «massiv und hart zurückzuschlagen», sagte er dem «Spiegel». «Dies kann sehr schnell weiter eskalieren und zu einem regionalen Flächenbrand führen.» (dpa)
15:49 Uhr
Samstag, 28. Februar
Immer wieder Raketenalarm in Israel
Wegen der iranischen Gegenangriffe wird in Tel Aviv und anderen israelischen Städten weiterhin immer wieder Raketenalarm ausgelöst. Zivilschutzbehörde und Militär riefen die Menschen im Land am Samstag mehrfach auf, Schutzräume aufzusuchen und dort auf Entwarnung zu warten. Die Verteidigung sei «nicht hermetisch», hiess es in einer Mitteilung des Militärs. Der Iran feuert als Reaktion auf Angriffe Israels und der USA Raketen auf Israel.
Ein Einwohner Tel Avivs sagte, es seien die intensivsten Angriffe auf die Stadt, die er je erlebt habe. Es gebe etwa jede halbe Stunde Luftalarm. (dpa)
15:35 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iranischer Aussenminister: Khamenei lebt, «soweit ich weiss»
Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei hat nach Worten des iranischen Aussenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Khamenei sei «soweit ich weiss» noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News.
Araghtschi zufolge waren bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Hochrangige Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Die Angaben Araghtschis lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
15:35 Uhr
Samstag, 28. Februar
Merz, Macron und Starmer verurteilen iranische Gegenangriffe
Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran haben Deutschland, Frankreich und Grossbritannien Gegenschläge der Regierung in Teheran kritisiert. «Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen», heisst es in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Grossbritanniens Premier Keir Starmer.
Sie erklärten weiter: «Wir rufen zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen auf und fordern die iranische Führung auf, eine Verhandlungslösung zu finden.» Letztendlich müsse es dem iranischen Volk erlaubt sein, seine eigene Zukunft zu gestalten. Frankreich, Deutschland und Grossbritannien hätten wiederholt an den Iran appelliert, sein Nuklearprogramm einzustellen, von destabilisierenden Aktivitäten abzusehen und Gewalt gegen die eigene Bevölkerung zu beenden. (dpa)
15:18 Uhr
Samstag, 28. Februar
Bericht: Israels Armee geht davon aus, dass Khamenei tot ist
Die israelische Armee soll davon ausgehen, dass Ajatollah Ali Khamenei heute beim Angriff Israels getötet worden ist. Die Hinweise würden sich verdichten. Das berichtet Channel 12 unter Berufung auf israelische Quellen, die jedoch nicht näher genannt wurden. Offiziell bestätigt ist Khameneis Tod nicht.

Sollte der oberste iranische Führer im Zuge der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran getötet werden, könnte das laut einem Nahost-Experten erhebliche Folgen für das politische System in dem Land haben. «Damit wäre erstmal die zentrale Figur, auf die alles zusammenläuft, ausgeschaltet», sagte Professor Simon Wolfgang Fuchs, der an der Hebräischen Universität in Jerusalem Islamwissenschaft lehrt, der Deutschen Presse-Agentur. (hkl/dpa)
15:15 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iraner auf der Flucht: Autobahn bei Teheran wird zur Einbahn
Die iranischen Behörden haben eine Autobahn in Teheran zu einer Einbahn gemacht, weil nach den Angriffen der USA und Israels so viele Menschen aus der Hauptstadt fliehen. Alle Fahrspuren der Autobahn, die Teheran mit dem Norden des Landes verbindet, seien nur in eine Richtung geöffnet - heraus aus der Stadt -, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Samstag. Zuvor hatte der iranische Sicherheitsrat der Bevölkerung geraten, aus Teheran zu fliehen. (dpa)

15:02 Uhr
Samstag, 28. Februar
Demo bei iranischer Botschaft in Bern
Am Samstagnachmittag kam es zu einer spontanen Kundgebung vor der Iranischen Botschaft in Bern. Rund 200 Exil-Iranerinnen und -Iraner nahmen teil. Sie hielten Bilder des Schah-Sohns Reza Pahlavi hoch und feierten unter anderem mit Israel-Flaggen und der Löwenfahne den Angriff auf Iran. (fan)

14:53 Uhr
Samstag, 28. Februar
Doch keine TV-Ansprache von Trump
Eigentlich plante US-Präsident Donald Trump eine TV-Ansprache an die Nation zur Lage im Iran. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde die Rede soeben abgesagt. Ursprünglich sollte sie heute Vormittag (US-Zeit) ausgestrahlt werden. Bloomberg beruft sich dabei auf Regierungskreise. Über die Hintergründe der Entscheidung ist bisher nichts bekannt. (watson)
14:46 Uhr
Samstag, 28. Februar
Kuwait: Mehrere Raketen auf US-Stützpunkt abgefangen
Die kuwaitischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung mehrere ballistische Raketen abgefangen, die auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in dem Golfstaat abgefeuert wurden. Der Iran hatte zuvor bestätigt, den Stützpunkt angegriffen zu haben.
Wie aus einer Mitteilung des kuwaitischen Militärs hervorgeht, gingen durch den Abschuss Trümmerteile in der Nähe des Stützpunkts nieder. Die Menschen wurden aufgefordert, sich von möglichen Gefahrenquellen fernzuhalten.
In dem kleinen Staat Kuwait am Persischen Golf liegen wichtige Basen der US-Armee und der US-Luftwaffe. Nach US-Angaben sind im Land rund 13'500 US-Truppen stationiert. (dpa)
14:38 Uhr
Samstag, 28. Februar
Brand in Bahrain nach iranischen Angriffen
Bei den iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten ist es in Bahrain zu einem Brand gekommen. An einem Lagerhaus neben dem wichtigen US-Marinestützpunkt im Land stiegen dunkle Rauchwolken auf, wie Anwohner bestätigten. Auf Videos war ein grosses Feuer in einem Hafengelände zu sehen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht, auch das Ausmass der Schäden war zunächst unklar.
Das Kommunikationsbüro des Golfstaats teilte mit, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte. (dpa)
14:24 Uhr
Samstag, 28. Februar
Experte: Massive Luftangriffe reichen nicht für Machtwechsel im Iran
Der massive Einsatz der US-Luftstreitkräfte gegen den Iran allein wird nach Ansicht eines Experten nicht ausreichen, um einen Regierungswechsel in der Islamischen Republik herbeizuführen. Dazu müssten die USA die iranische Bevölkerung und Teile der aktuellen Regierung aktiv für einen Wandel gewinnen, sagte der Sicherheitsexperte Phillips O'Brien der Nachrichtenagentur AP.
US-Präsident Donald Trump habe den Angriff anscheinend aus innenpolitischen Gründen angeordnet und werde daher keine hohen US-Verluste riskieren wollen, indem er Bodentruppen zur Unterstützung der Luftkampagne einsetze, ergänzte er. O'Brien ist Professor für Strategische Studien an der Universität St. Andrews in Schottland.
Zwar könnten Luftangriffe Gebäude zerstören und die derzeitige Führung schwächen. Aber ohne die Zusammenarbeit von Menschen innerhalb des Irans, die bereit seien, Trumps Ziel der Ablösung der derzeitigen Regierung zu unterstützen, werde es keinen dauerhaften Machtwechsel geben.
Innerhalb weniger Tage werde man sehen können, ob die Unterstützung für die jetzige Führung nachlässt, ob iranische Militäreinheiten rebellieren oder ob Mitglieder der Regierung beginnen, sich gegen die Machthaber des Landes auszusprechen, fügte O'Brien hinzu. (dpa)
14:16 Uhr
Samstag, 28. Februar
Krieg gegen Iran – Stimmen aus Teheran
Seit dem Morgen führen Israel und die USA wieder Krieg gegen den Iran. Stimmen aus der Hauptstadt, der Millionenmetropole Teheran:
Asghar, ein 34 Jahre alter Angestellter, erinnert sich an seine Sorgen im vergangenen Sommer, als Israel bereits einmal Krieg gegen das Land geführt hatte. «Aber heute Morgen verfolge ich die Nachrichten gleichgültig und ohne Traurigkeit», sagt er. «Nichts bedeutet mir mehr etwas. Das Leben hat für mich keinen Sinn mehr.» In seiner Verzweiflung schwingen die Dauerkrisen und die staatlichen Repressionen mit, als Irans Sicherheitsapparat Anfang Januar Massenproteste blutig niederschlug.
Ein 30 Jahre alter Lehrer, sagt: «Heute Morgen gerieten wir bei den Nachrichten über die Angriffe in Stress und Angst, und alle Schülerinnen und Schüler verliessen nach dem Hören der Explosionsgeräusche im Westen der Provinz Teheran schnell und ohne Genehmigung die Schule.»
Nilufar, eine 24-jährige Studentin, hofft auf den Tod führender Staatsmänner im Iran und «dass die Menschen Freiheit erlangen». Am Morgen habe sie nach langer Zeit wieder lachen können. «Ich hoffe, dass Zivilisten kein Schaden zugefügt wird», fügt sie jedoch hinzu. (dpa)
14:11 Uhr
Samstag, 28. Februar
Irans Aussenminister spricht von illegalem Krieg
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat die Angriffe auf sein Land scharf verurteilt. Es handele sich um einen Krieg, der «völlig unprovoziert, illegal und unrechtmässig» sei, schrieb der Minister auf X. «Unsere mächtigen Streitkräfte sind auf diesen Tag vorbereitet und werden den Aggressoren die Lektion erteilen, die sie verdienen», fügte er hinzu. (dpa)
14:10 Uhr
Samstag, 28. Februar
Omanischer Aussenminister kritisiert Angriffe auf Iran
Der omanische Aussenminister hat die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran mit deutlichen Worten kritisiert. «Ich bin bestürzt. Aktive und ernste Verhandlungen wurden erneut untergraben», schrieb Badr al-Bussaidi auf der Social-Media-Plattform X.
Der Oman hatte zuletzt eine wichtige Rolle gespielt als Gastgeber und Vermittler bei den Gesprächen zwischen Washington und Teheran über eine friedliche Beilegung des Streits um die iranischen Atom- und Raketenprogramme. Al-Bussaidi hatte sich noch vor wenigen Tagen optimistisch gezeigt, dass eine Verhandlungslösung in greifbarer Nähe sein könnte. (dpa)
14:07 Uhr
Samstag, 28. Februar
Aktivisten melden fünf Todesopfer in Syrien durch iranische Rakete
In Syrien sind durch Trümmerteile einer mutmasslich iranischen Rakete laut Menschenrechtsaktivisten mindestens fünf Menschen getötet worden. In der syrischen Stadt Suwaida im Süden seien Trümmer auf ein Wohngebäude gefallen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Fünf Zivilisten, darunter ein Kind, seien getötet worden. Die syrische Staatsagentur Sana berichtete zunächst von vier Todesopfern unter Berufung auf die örtliche Gesundheitsbehörde. (dpa)
14:03 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran feuert zweite Raketenwelle auf Israel
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit einer zweiten Raketenwelle auf Israel begonnen. Erneut seien ballistische Raketen auf die «besetzten Gebiete» gefeuert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Gemeint ist damit israelisches Staatsgebiet, das der Iran nicht offiziell anerkennt.
Irans reguläre Armee teilte unterdessen mit, Dutzende Kampfdrohnen in Richtung Israel geschickt zu haben. «Diese Operation wird bis zur vollständigen Bestrafung der aggressiven Feinde fortgesetzt werden», hiess es in der Mitteilung, die iranische Staatsmedien verbreiteten.
Die israelische Armee teilte mit, eine weitere Raketensalve sei vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden. Die Bürger seien aufgerufen, den Anweisungen des Zivilschutzes Folge zu leisten und sich bis auf weiteres in Schutzräumen aufzuhalten. Israels Raketenabwehr identifiziere gegenwärtig Bedrohungen und fange diese ab. (dpa)
13:56 Uhr
Samstag, 28. Februar
Flughafen Dubai stellt Betrieb vorerst ein
Der Flugbetrieb in Dubai wurde bis auf Weiteres ausgesetzt, teilt der Flughafen auf der Plattform X mit. Gästen werde empfohlen, nicht zum Flughafen zu fahren und sich bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren.
13:54 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israels Armee: Hunderte Militärziele im Iran angegriffen
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit dem Morgen «Hunderte iranische Militärziele» im Westen des Irans angegriffen. Ins Visier habe das Militär etwa Raketenwerfer genommen, hiess es in einer Mitteilung. Die Armee greife weiterhin Ziele im Westen des Irans an. Israel und die USA hatten am Morgen mit Angriffen auf den Iran begonnen. Israels Ministerpräsident Netanyahu begründet die Angriffe auf Iran mit dem Schutz vor einer existenziellen Bedrohung durch Teheran. (dpa)
13:53 Uhr
Samstag, 28. Februar
Hamsterkäufe im Iran - Schlangen an den Tankstellen
Nach dem Beginn der Angriffe der USA und Israel auf den Iran versuchen die Menschen dort, sich mit dem Nötigsten einzudecken. Im Norden der Hauptstadt Teheran erlebten Supermärkte am Samstag Medienberichten zufolge einen Ansturm von Kunden, die Brot und Wasserflaschen kaufen wollten. Allerdings seien die Artikel, ebenso wie Eier und Milch, in einigen Geschäften nicht mehr zu bekommen. Auch an den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Das staatliche Fernsehen zeigte zudem Aufnahmen von einer der Autobahnen der Hauptstadt, auf der von West nach Ost extrem starker Verkehr zu sehen war. (dpa)
13:51 Uhr
Samstag, 28. Februar
Panik am Golf: Anwohner nervös nach Irans Angriffen
In den Golfstaaten ist nach Irans Angriffen teils Panik ausgebrochen. «Ich hörte auf der Strasse eine laute Explosion, was ungewöhnlich ist in Abu Dhabi», berichtete ein Anwohner der dpa. Eine andere Anwohnerin der emiratischen Hauptstadt sagte, die Angst sei spürbar gewesen. Viele seien zu Hause geblieben und hätten die Lage im Fernsehen und in sozialen Medien verfolgt. Videos zeigten Anwohner, die in Abu Dhabi nach Explosionen rennen, um in Sicherheit zu kommen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten ähnlich wie die regionalen Nachbarn am Golf als sehr sicher. Polizei und andere Sicherheitskräfte gehen in den emiratischen Metropolen Abu Dhabi und Dubai schnell und strikt gegen Verbrechen vor, auch mit Hilfe von Überwachungstechnik.
Auch in Katar blieben viele Anwohner nach den Angriffen zu Hause und verfolgten die Nachrichtenlage am Fernseher oder am Handy. Mehrere US-Botschaften in den Golfstaaten forderten US-Amerikaner auf, zu Hause oder an sonst sicheren Orten zu bleiben. In Bahrain wurden Strassen, die zur wichtigen US-Marinebasis führen, gesperrt. Anwohner berichteten, dass einige Familien die Gegend mit Koffern verlassen hätten. An Tankstellen und in Supermärkten kam es zum Gedränge durch Anwohner, die sich mit Treibstoff und Lebensmitteln eindecken wollten. (dpa)
13:49 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israel: Führung in Teheran wurde gezielt angegriffen
Israel hat im Iran nach Militärangaben versucht, gezielt Vertreter der Führung in Teheran anzugreifen. Am Morgen seien gleichzeitig mehrere Orte in der Hauptstadt attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. Dort hätten sich «hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führung Irans versammelt». Die Armee habe sich mit Unterstützung des Militärgeheimdienstes monatelang vorbereitet, hiess es weiter. Es sei darum gegangen, «den operativen Moment zu identifizieren, in dem sich führende Repräsentanten des Regimes versammeln». Die Entscheidung, am Morgen und nicht in der Nacht anzugreifen, sei absichtlich gefällt worden.
Israel sei es damit ein zweites Mal gelungen, «trotz umfassender iranischer Vorbereitungen eine taktische Überraschung zu erzielen». Es sei eine «präzise Lokalisierung von Kommandeuren und der iranischen Führungsspitze erreicht» worden. Die Armee prüfe gegenwärtig die Ergebnisse des Angriffs und stelle sich auf eine mögliche Ausweitung des Konflikts mit dem Iran auf weitere Regionen ein. Nach iranischen Angaben sind wichtige Staatsmänner wie der Präsident wohlauf. Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Khamenei, gab es zunächst nicht. (dpa)
13:31 Uhr
Samstag, 28. Februar
Katar: Dritte Angriffswelle abgewehrt - keine Schäden oder Opfer
Der Iran hat nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Land offenbar mehrmals den wichtigen US-Verbündeten Katar angegriffen. Man habe eine «dritte Angriffswelle» erfolgreich abgewehrt, teilte das katarische Verteidigungsministerium mit. Diese habe auf «mehrere Gegenden» in dem kleinen Staat am Persischen Golf gezielt. Grössere Schäden oder Opfer gab es ersten Berichten zufolge aber nicht. Anwohner in Katar berichteten von mehreren Explosionen - offenbar durch den Abschuss iranischer Raketen.
Am US-Stützpunkt al-Udaid, der wichtigsten Basis des US-Militärs im Nahen Osten, war Anwohnern zufolge Luftalarm zu hören. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera zeigte eine Rauchwolke am Himmel über der Hauptstadt Doha, die den Moment nach dem Abschuss einer Rakete zeigt. Das katarische Innenministerium teilte mit, es gebe einer ersten Einschätzung zufolge keine Opfer und auch keine Schäden. Die Sicherheit der Anwohner habe höchste Priorität.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate berichteten von einer weiteren Angriffswelle. Dabei seien mehrere iranische Raketen abgewehrt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. In mehreren Gegenden der Metropole Abu Dhabi seien Trümmerteile niedergegangen. Schäden habe es nicht gegeben. Zuvor hatten die Emirate ein Todesopfer in Abu Dhabi gemeldet, nachdem dort Trümmerteile einer Rakete vom Himmel gefallen waren. (dpa)
13:05 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran: Wichtige Staatsmänner am Leben
Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen sind nach iranischer Darstellung wichtige Staatsmänner am Leben. Wohlauf seien neben Präsident Massud Peseschkian auch Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sowie der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani. Auch Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sei am Leben. Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Khamenei, gab es zunächst nicht. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt. (dpa)
12:48 Uhr
Samstag, 28. Februar
Russland verurteilt Angriffe auf Iran
Das russische Aussenministerium hat die Angriffe Israels und der USA auf den Iran scharf verurteilt. Es handle sich um einen «vorab geplanten und unprovozierten bewaffneten Angriff auf einen souveränen und unabhängigen UN-Mitgliedstaat», der sofort gestoppt werden müsse, teilte das russische Aussenministerium am Samstag auf Telegram mit. Washington und Tel Aviv würden Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms als Vorwand nennen, während sie eigentlich einen Regierungswechsel in Teheran anstrebten.
In der Stellungnahme warnte das Aussenministerium davor, dass die Angriffe eine «humanitäre, wirtschaftliche und möglicherweise radiologische Katastrophe» in der Region auslösen könnten, und warf den USA und Israel vor, «den Nahen Osten in einen Abgrund unkontrollierter Eskalation zu stürzen». (dpa)
12:44 Uhr
Samstag, 28. Februar
Angriffe auf Iran dürften mehrere Tage andauern
Die Angriffe Israels und der USA auf den Iran dürften noch mehrere Tage andauern. Das sagte eine mit den militärischen Plänen vertraute Person am Samstag der Nachrichtenagentur AP. Die am Samstag begonnene Operation sei von den USA und Israel monatelang geplant und abgesprochen worden, sagte die Gewährsperson, die anonym bleiben wollte, weil sie nicht zur Weitergabe dieser Informationen befugt war. (dpa)

12:42 Uhr
Samstag, 28. Februar
Anzahl Todesopfer steigt weiter
Die Zahl der Todesopfer nach einem Raketenangriff auf eine Mädchenschule ist iranischen Medien zufolge weiter gestiegen. Mindestens 40 Schülerinnen seien dort ums Leben gekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. (dpa)
12:38 Uhr
Samstag, 28. Februar
London warnt vor Eskalation
Nach Beginn der jüngsten amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen den Iran hat die britische Regierung vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Premierminister Keir Starmer berief am Vormittag eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra ein, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete.
London wolle «keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt sehen», zitierte PA einen Regierungssprecher. Iran dürfe niemals Atomwaffen entwickeln, deswegen habe man stets Bemühungen um eine Verhandlungslösung unterstützt, so der Sprecher weiter.
Aufruf an Bürger in Golfregion zu Schutzsuche
Vor dem Hintergrund iranischer Vergeltungsschläge auf US-Verbündete in der Golfregion rief die Regierung in London zudem ihre Staatsbürger dazu auf, Schutz in Gebäuden zu suchen.
«Angesichts von Berichten über Raketenangriffe sollten britische Staatsbürger in Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Staaten unverzüglich an ihrem Aufenthaltsort Schutz suchen», hiess es in einem Aufruf des britischen Aussenministeriums auf der Social-Media-Plattform X. «Bleiben Sie in Innenräumen an einem sicheren Ort, vermeiden Sie jegliches Reisen und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden», so die Mitteilung weiter. Auch von Reisen nach Israel und in die Palästinensergebiete rät London derzeit ab.
Labour-Politikerin warnt London vor Verwicklung in Konflikt
Die Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im britischen Unterhaus, Emily Thornberry, sagte der BBC, es gebe keine Hinweise auf eine britische Beteiligung an den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran. Gleichzeitig zweifelte die Abgeordnete der regierenden Labour-Partei die Rechtmässigkeit des Vorgehens Israels und der USA an. «Ich glaube, es gibt keine rechtliche Grundlage für diese Massnahme.» Grossbritannien solle sich nicht hineinziehen lassen, mahnte sie.
12:33 Uhr
Samstag, 28. Februar
Kiewer Aussenministerium: Stehen an der Seite des iranischen Volks
Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat die Ukraine ihre Unterstützung für das iranische Volk betont. Die iranische Führung habe Möglichkeiten für Diplomatie ignoriert, teilte das Kiewer Aussenministerium auf der Plattform X mit.
Der Grund für die derzeitigen Ereignisse sei die Gewalt und Willkür der iranischen Führung, insbesondere die Tötungen und Repressionen gegen friedliche Demonstranten, die in den letzten Monaten besonders gross geworden seien.
Das Ministerium warf Teheran Menschenrechtsverletzungen im Land vor sowie Unterstützung militanter Gruppen, die Chaos in andere Länder der Region gebracht hätten, und Unterstützung Russlands in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. (dpa)
12:24 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iranische Medien berichten von Angriffen in vielen Landesteilen
Die iranischen Staatsmedien haben Angriffe Israels und der USA auf zahlreiche Ziele im ganzen Land bestätigt. Neben der Hauptstadt Teheran, über der am Samstag Rauchwolken von Einschlägen zu sehen waren, seien auch Ziele in Isfahan, Schiras und Tabris getroffen worden, berichteten iranische Medien. Detonationen wurden auch aus mehreren Städten im Westen des Iran sowie aus Hafenstädten am Persischen Golf gemeldet, die für den Ölhandel des Iran von entscheidender Bedeutung sind, darunter Assaluje.

Einer der ersten Angriffe schlug nahe dem Büro des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei ein. Ob sich der 86-Jährige zu dem Zeitpunkt dort befunden hatte, war allerdings unklar. Er war auch in den Tagen zuvor nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden, als die Spannungen mit den USA zunahmen. (dpa)
12:16 Uhr
Samstag, 28. februar
Zahl der Todesopfer in Mädchenschule auf 24 gestiegen
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans ist die Zahl der getöteten Schülerinnen in einer Grundschule nach iranischen Angaben auf mindestens 24 gestiegen. Der staatliche Rundfunk bezog sich bei seiner Meldung auf den Landrat in dem betroffenen Kreis Minab.
Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.
«Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs», hiess es in dem Bericht. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmassnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf.
Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben. (dpa)
12:12 Uhr
Samstag, 28. Februar
Drohne greift mit Iran verbündete Miliz im Irak an
Nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist auch das Hauptquartier der von Teheran unterstützten Miliz Kataib Hisbollah im Irak attackiert worden. Eine Drohne habe am Samstag den Stützpunkt der Miliz südwestlich von Bagdad angegriffen, sagten zwei Vertreter der Miliz der Nachrichtenagentur AP. Weder von israelischer noch von US-Seite gab es zunächst eine Bestätigung, ob sie für den Angriff verantwortlich waren. Zwei Milizenvertreter im Irak berichteten der AP, dass vor zwei Monaten ein Treffen zwischen einer iranischen Delegation und verbündeten irakischen Milizen stattgefunden habe, um Pläne für eine Reaktion im Falle eines Angriffs auf den Iran auszuarbeiten, darunter auch die Aufteilung der Aufgaben unter den irakischen bewaffneten Gruppen. (dpa)
12:07 Uhr
samstag, 28. Februar
Von der Leyen: Entwicklung im Iran äusserst besorgniserregend
Nach den Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Entwicklung als «äusserst besorgniserregend» bezeichnet. «Wir rufen alle Parteien auf zu grösstmöglicher Zurückhaltung, Zivilisten zu schützen und das Völkerrecht zu achten», schrieb sie auf X. Die EU setze weiter auf Stabilität und Diplomatie. EU-Ratspräsident António Costa erklärte, die EU werde EU-Bürger in der Region unterstützen und rief ebenfalls zu Zurückhaltung auf. EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die Lage im Nahen Osten als «gefährlich». Sie habe mit Israels Aussenminister und weiteren Ministern in der Region gesprochen, schrieb sie auf X. Die EU arbeite zudem eng mit arabischen Partnern zusammen, um diplomatische Wege auszuloten. Die EU-Marineoperation «Aspides» im Roten Meer bleibe «in höchster Alarmbereitschaft» und stehe bereit, «um die Durchgängigkeit des Seewegs zu sichern». (dpa)
11:57 Uhr
Samstag, 28. Februar
Irans Sicherheitsrat rät zur Flucht aus Teheran
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe hat Irans Sicherheitsrat der Bevölkerung zur Flucht aus der Hauptstadt Teheran geraten. Wegen der Angriffe «sollten Sie, soweit möglich und unter Wahrung der Ruhe, in andere Orte und Städte reisen, sofern es Ihnen möglich ist», hiess es in einer Erklärung des mächtigen Sicherheitsgremiums der Islamischen Republik.
Es bestehe keinerlei Sorge hinsichtlich der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, teilte das Gremium weiter mit. Die Bevölkerung soll Ansammlungen in Einkaufszentren vermeiden, da dies Gefahren für sie mit sich bringen könnte. Schulen und Universitäten bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Banken sollen weiter geöffnet sein. Einschränkungen gebe es bei Behördendiensten, hiess es. (dpa)
11:51 Uhr
Samstag, 28. Februar
Berichte über Einschläge in Israel
Sirenen heulen im ganzen Land, ein Verletzter durch eine Explosion: Welche Städte betroffen sind. Nach der Ankündigung iranischer Gegenangriffe hat es Medienberichten zufolge vereinzelte Einschläge in Israel gegeben. Die Polizei habe Granatsplitter in Jerusalem und in der Stadt Beit Schemesch beseitigt, schrieb der israelische Rettungsdienst Magen David Adom auf der Plattform X. Ein Gebäude in der Stadt Tirat Carmel südlich von Haifa sei beschädigt worden. Im Norden sei ein Mann durch die Druckwelle einer Explosion verletzt worden, berichtete die Zeitung «Times of Israel».

In vielen Teilen Israels und des Westjordanlands gab es Luftalarm, um vor anfliegenden Raketen und Geschossen zu warnen. Sirenen heulten im Grossraum Tel Aviv, in Jerusalem, in Samaria und im Negev, wie die Nachrichtenseite Ynet berichtete. Auch aus dem Norden Israels wurde Luftalarm gemeldet. (dpa)
11:49 Uhr
Samstag, 28. Februar
Bericht: Fünf Tote bei Angriff auf Mädchenschule im Iran
Nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran haben iranische Medien die ersten Todesopfer gemeldet. In einer Mädchenschule in Minab im Süden Irans seien fünf Schülerinnen getötet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. (dpa)
11:44 Uhr
Samstag, 28. Februar
Ein Verletzter in Israel nach iranischem Angriff
In Israel ist ein Mann bei einem iranischen Raketenangriff verletzt worden. Er sei durch eine Druckwelle nach einem Einschlag leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Zudem hätten sich auch Menschen auf dem Weg in Schutzräume verletzt. Den Angaben zufolge wurden auch Personen wegen Angstzuständen behandelt. Israel und die USA hatten am Morgen neue Angriffe auf den Iran begonnen, Teheran attackierte darauf unter anderem Israel. Dort gab es mehrfach Raketenalarm. (dpa)
11:40 Uhr
Samstag, 28. Februar
Bericht: Ein Toter in Emiraten bei iranischem Gegenangriff
Nach dem Beginn iranischer Gegenangriffe auf Israel und Stützpunkte des US-Militärs am Persischen Golf ist ein erstes Todesopfer gemeldet worden. Eine Person sei in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem iranischen Raketenangriff von Trümmerteilen getötet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur WAM. (dpa)
11:38 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israel mobilisiert 70.000 Reservisten für Einsatz gegen Iran
Israel will für den neuen Krieg mit dem Iran rund 70.000 Reservisten einberufen. Ein israelischer Militärvertreter sagte, die meisten gehörten zur Luftverteidigung und zum Heimatschutzkommando. «Es wird aber auch eine starke Präsenz an unseren Grenzen geben», sagte er Journalisten. Die Armee sei auf «verschiedene Szenarien» vorbereitet, mit Blick auf die Grenzverteidigung sowie auf mögliche Angriffe von Verbündeten des Irans auf Israel. Auf die Frage, wie lange der neue Militäreinsatz dauern werde, sagte er: «So lange wie notwendig». Der Iran habe bisher Dutzende von Raketen auf Israel abgefeuert, es habe aber keine schwerwiegenden Treffer gegeben. Zu den Angriffen Israels im Iran sagte er: «Unsere erste Salve richtete sich gegen Ziele, die für die Handlungsfreiheit relevant sind.» Ausserdem seien sie gerichtet gegen «Ziele von hoher Bedeutung, Personen, die am Plan zur Zerstörung Israels beteiligt sind». Mehr Details dazu werde er nicht nennen. (dpa)
11:21 Uhr
samstag, 28. februar
Iran: Werden USA und Israel nie dagewesene Lektion erteilen
Nach Beginn israelisch-amerikanischer Angriffe auf den Iran hat dessen Militär mit einer entschlossenen Reaktion gedroht. «Wir werden Israel und den USA eine Lektion erteilen, wie sie sie in ihrer Geschichte noch nicht erlebt haben», zitierte der staatliche Rundfunk den Sprecher des Generalstabs der Streitkräfte. Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai sprach von einem «offenkundigen Verbrechen». Irans Erwartung an andere Länder sei, dass sie nicht gleichgültig blieben, sagte der Sprecher laut dem Rundfunk. «Auch der Sicherheitsrat muss unverzüglich eine Dringlichkeitssitzung einberufen.» (dpa)
11:20 Uhr
Samstag, 28. November
Militärsprecher: Bisher keine bedeutenden Schäden in Israel
Nach dem Beginn iranischer Gegenangriffe auf Israel haben israelische Medien erste Bilder von Schäden im Norden des Landes veröffentlicht. Ein Militärsprecher sagte aber am Samstagmittag (Ortszeit), es habe bisher keine nennenswerten Treffer iranischer Raketen gegeben. Die Schäden an einem Wohngebäude in Nordisrael stammten Medienberichten zufolge wohl von Trümmern einer israelischen Abwehrrakete. Berichte über Verletzte lagen nicht vor. Der israelische Militärsprecher sagte, zuletzt habe man eine deutliche Zunahme der Raketenproduktion im Iran festgestellt. Der Iran habe damit begonnen, pro Monat Dutzende ballistische Raketen herzustellen. (dpa)
11:11 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran attackiert US-Verbündete in Golfregion
Nach dem Beginn der jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Das Verteidigungsministerium in Katar teilte mit, man habe eine Reihe von Angriffen auf das eigene Territorium erfolgreich abgewehrt. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren.
Die staatliche Nachrichtenagentur in Bahrain berichtete, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte. Berichten zufolge sollen auch in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad Explosionen zu hören gewesen sein. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars waren der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain unter den Zielen. (dpa)
11:06 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran-Angriffe: Grosse Auswirkungen auf Flugverkehr
Die Angriffe Israels und der USA auf den Iran haben in der gesamten Region für Alarmbereitschaft gesorgt. Die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak schlossen am Samstag ihren Luftraum. In den Emiraten haben mit Emirates und Etihad zwei grosse Fluggesellschaften ihren Sitz. Deshalb wird mit grossen Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr gerechnet. Der Iran nahm bei seinen Gegenangriffen unter anderem auch Katar ins Visier, wo die US-Luftwaffe einen Stützpunkt betreibt und mit Qatar Airways eine weitere grosse Fluggesellschaft beheimatet ist. Das katarische Verteidigungsministerium teilte mit, mehrere Raketen seien abgefangen worden, bevor sie den Luftraum des Landes erreicht hätten. (dpa)
11:02 Uhr
Samstag, 28. Februar
Explosionen in in Abu Dhabi
Nachrichtenagenturen berichten von Explosionen in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort befindet sich ein Stützpunkt der US-Armee. Auch in der saudischen Stadt Riad soll es Explosionen gegeben haben. (has)
10:58 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israel: Angriff auf militärische Ziele von Irans Führung
Israels Luftwaffe führt Militärangaben zufolge derzeit einen «grossangelegten Angriff» auf «militärische Ziele» der iranischen Führung im Westen des Irans aus. Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, sie habe einen «umfassenden gemeinsamen Einsatz» mit der US-Armee begonnen, um die Regierung in Teheran nachhaltig zu schwächen und «die existenziellen Bedrohungen für den Staat Israel langfristig zu beseitigen». Die neuen Angriffe auf den Iran erfolgten nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. (dpa)
10:56 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran: Vier US-Stützpunkte in der Region angegriffen
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen war der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. (dpa)
10:55 Uhr
samstag, 28. November
Lufthansa setzt Flüge zu Zielen im Nahen Osten aus
Der Angriff auf den Iran durch Israel und die USA hat Auswirkungen auf den Luftverkehr. Die Lufthansa setzt nach Angaben eines Sprechers mehrere Flüge mit Ziel Naher Osten aus. Die Städte Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) würden bis einschliesslich 7. März nicht angeflogen. Ebenfalls bis einschliesslich 7. März würden folgenden Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fänden heute und morgen nicht statt, sagte der Sprecher. Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den Ticketpreis zurück. Die Lufthansa bedauere die Unannehmlichkeiten, die Sicherheit für Passagiere und Crews habe für die Lufthansa Group aber oberste Priorität. (dpa)
10:53 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran fordert Handeln der internationalen Gemeinschaft
Der Iran hat die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln aufgefordert. In einer Mitteilung des Aussenministeriums forderte die Regierung in Teheran die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Massnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hiess es.
«Die erneute militärische Aggression der USA und des zionistischen Regimes (Israel) gegen Iran erfolgt unter Bedingungen, in denen sich Iran und die USA inmitten eines diplomatischen Prozesses befanden», kritisierte das Ministerium. Man sei über den Krieg nicht überrascht. «Wir sind erneut in Verhandlungen eingetreten, um gegenüber (...) der Welt den Beweis der Rechtschaffenheit des iranischen Volkes zu erbringen», teilte das Aussenministerium mit. «Jetzt ist die Zeit gekommen, das Vaterland zu verteidigen und der militärischen Aggression des Feindes entgegenzutreten», hiess es in der Erklärung. «So wie wir zu Verhandlungen bereit waren, sind wir mehr denn je bereit, die Existenz Irans zu verteidigen. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden mit Entschlossenheit auf die Aggressoren antworten.» (dpa)
10:44 Uhr
Samstag, 28. februar
Swiss setzt Flüge nach Tel Aviv bis einschliesslich 7. März aus
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten setzt die Swiss ihre Flüge nach und von Tel Aviv bis einschliesslich 7. März aus. Insgesamt sind 14 Flüge in beide Richtungen betroffen. Für die Swiss steht die Sicherheit ihrer Besatzungen und Passagiere jederzeit an erster Stelle, teilt sie in ihrer Medienmitteilung mit.

Da infolge der aktuellen Situation zahlreiche Lufträume geschlossen sind, annulliert die Swiss zudem die für heute und morgen geplanten Flüge von Zürich nach Dubai.
In Tel Aviv arbeiten Mitarbeitende für Swiss in der Wartung und Abfertigung der Flugzeuge. Ihre Sicherheit hat höchste Priorität. Die Swiss steht in engem und kontinuierlichem Kontakt mit ihnen und unterstützt sie nach Kräften, heisst es weiter. (has)
10:37 Uhr
Samstag, 28. Februar
Trumps Erklärung zu Angriffen auf den Iran im Wortlaut
In einem achtminütigen Video hat US-Präsident Donald Trump den Beginn militärischer Angriffe auf den Iran bekannt gegeben. Im Folgenden Auszüge aus seiner Botschaft, die er auf der Plattform Truth Social veröffentlichte, im Wortlaut:
«Vor kurzem hat das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika einen grossen Kampfeinsatz im Iran begonnen. Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk zu verteidigen, indem wir die unmittelbare Bedrohung durch das iranische Regime beseitigen. Eine bösartige Gruppe von sehr harten, schrecklichen Menschen. Ihre bedrohlichen Aktivitäten gefährden direkt die Vereinigten Staaten, unsere Truppen, unsere Stützpunkte in Übersee und unsere Verbündeten in der ganzen Welt. Seit 47 Jahren skandiert das iranische Regime «Tod für Amerika» und führt eine nicht enden wollende Kampagne des Blutvergiessens und Massenmordes, die sich gegen die Vereinigten Staaten, unsere Truppen und die unschuldigen Menschen in vielen, vielen Ländern richtet.
Vom Libanon bis zum Jemen und von Syrien bis zum Irak hat das Regime Terrormilizen bewaffnet, ausgebildet und finanziert, die die Erde mit Blut und Eingeweiden getränkt haben. Und es war Irans Stellvertreter, die Hamas, die die ungeheuerlichen Angriffe auf Israel am 7. Oktober verübte, bei denen mehr als 1000 unschuldige Menschen, darunter 46 Amerikaner, abgeschlachtet und zwölf unserer Bürger als Geiseln genommen wurden. Das war brutal, so etwas hat die Welt noch nie gesehen. Der Iran ist weltweit die Nummer eins unter den staatlichen Sponsoren des Terrors und hat erst kürzlich Zehntausende seiner eigenen Bürger auf der Strasse getötet, als diese protestierten. Es war immer die Politik der Vereinigten Staaten, insbesondere meiner Regierung, dass dieses Terrorregime niemals eine Atomwaffe haben kann. Ich sage es noch einmal: Sie können niemals eine Atomwaffe haben.
Stellen Sie sich nur vor, wie ermutigt dieses Regime wäre, wenn es jemals über Atomwaffen verfügen würde und diese auch tatsächlich als Mittel zur Verbreitung seiner Botschaft einsetzen könnte. Aus diesen Gründen unternimmt das Militär der Vereinigten Staaten eine massive und andauernde Operation, um zu verhindern, dass diese sehr böse, radikale Diktatur Amerika und unsere zentralen nationalen Sicherheitsinteressen bedroht. Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen. Sie wird wieder völlig ausgelöscht werden.
Dieses Regime wird bald lernen, dass niemand die Stärke und Macht der Streitkräfte der Vereinigten Staaten herausfordern sollte. Ich habe unser Militär in meiner ersten Amtszeit aufgebaut und wiederhergestellt, und es gibt kein Militär auf der Welt, das auch nur annähernd so stark und hoch entwickelt ist wie dieses. Meine Regierung unternimmt alle möglichen Schritte, um das Risiko für US-Soldaten in der Region zu minimieren. Dennoch - und das sage ich nicht leichtfertig - will das iranische Regime töten. Das Leben mutiger amerikanischer Helden könnte dabei auf dem Spiel stehen, und wir könnten Verluste erleiden. Das passiert oft im Krieg. Aber wir tun dies nicht für jetzt. Wir tun dies für die Zukunft. Und es ist eine noble Mission. Wir beten für jedes Mitglied der Streitkräfte, die selbstlos ihr Leben riskieren, um sicherzustellen, dass die Amerikaner und unsere Kinder niemals von einem atomar bewaffneten Iran bedroht sein werden. Wir bitten Gott, alle unsere Helden, die in Gefahr sind, zu beschützen». (dpa)
10:36 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran meldet massive Cyberangriffe
Der Iran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen geworden. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe. Die Behörden verhängten eine Internetsperre. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete, es sei ein «fast vollständiger Internetausfall». Viele Menschen im Iran umgehen staatliche Medien und informieren sich - solange sie Zugang zum Internet haben - über Websites der Auslandsopposition oder in sozialen Medien wie Instagram oder Telegram. (dpa)
10:33 Uhr
samstag, 28. Februar
Trump: Bei iranischem Gegenangriff auch US-Opfer möglich
US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass es im Zuge der Angriffe auf den Iran auch US-Opfer geben könnte. «Mutige amerikanische Helden könnten ihr Leben verlieren, und wir könnten Verluste erleiden», sagte er in einem Video, das am Samstag in den sozialen Medien gepostet wurde. «Das kommt im Krieg oft vor.» In dem Video trug Trump eine weisse Baseballkappe mit den Buchstaben USA, einen marineblauen Anzug und ein weisses Hemd ohne Krawatte. Hinter ihm schien ein dunkelblauer Vorhang zu sein. Der Präsident war in seinem Anwesen in Mar-a-Lago in Florida, als er die Angriffe gegen den Iran verkündete. (dpa)
10:31 Uhr
Samstag, 28. Februar
Netanyahu: Angriff auf Iran wegen existenzieller Bedrohung Israels
Israel will nach Darstellung seines Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit den neuen Angriffen im Iran gemeinsam mit den USA eine existenzielle Bedrohung durch Teheran beseitigen. «Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen», sagte Netanyahu in einer Videobotschaft. Er danke dem US-Präsidenten Donald Trump «für seine historische Führung». «Unser gemeinsames Handeln wird die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das mutige iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nimmt», sagte der Regierungschef mit Blick auf die iranische Protestbewegung. «Die Zeit ist gekommen für alle Teile des iranischen Volkes (...), das Joch der Tyrannei abzuwerfen und ein freies, friedliebendes Iran zu schaffen.» Netanyahu rief die Bürger Israels dazu auf, sich an die Anweisungen des Zivilschutzes zu halten. (dpa)
10:23 Uhr
Samstag, 28. Februar
Libanesischer Premierminister warnt davor, in Krieg hineingezogen zu werden
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam hat erklärt, er werde nicht akzeptieren, dass jemand «das Land in Abenteuer hineinzieht, die seine Sicherheit und Einheit gefährden» – eine offenbar indirekte Botschaft an die Hisbollah, sich nicht zur Unterstützung des Iran einzumischen.
«Angesichts der gefährlichen Entwicklungen in der Region appelliere ich erneut an alle Libanesen, Weisheit und Patriotismus zu zeigen und die Interessen des Libanon und des libanesischen Volkes über alles andere zu stellen», sagte Salam in einer Erklärung auf X. (dpa)
10:20 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran: Militäreinrichtung der USA in Bahrain angegriffen
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA auch eine US-Militäreinrichtung attackiert. Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden, hiess es im staatlichen Rundfunk. (dpa)
10:19 Uhr
Samstag, 28. Februar
Kliniken im Iran in Alarmzustand versetzt
Nach den neuen militärischen Angriffen gegen den Iran hat das Gesundheitsministerium erste Massnahmen getroffen. Der Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Kliniken werde aufrechterhalten, hiess es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Ebenfalls sollen landesweit ausgewählte Apotheken Tag und Nacht geöffnet sein. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen solle sich in Bereitschaft halten. Kriegsverletzungen sollen kostenlos behandelt werden. (dpa)
10:17 Uhr
Samstag, 28. Februar
Netanyahu fordert Regimewechsel in Teheran
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu forderte am Samstagmorgen in einer Videobotschaft einen Regimewechsel in Teheran. Netanyahu rief «alle Teile des iranischen Volkes» dazu auf, «das Joch der Tyrannei abzuwerfen und einen freien und friedlichen Iran zu schaffen». Er sagte: «Unsere gemeinsamen Massnahmen werden die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das mutige iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann.» (watson)
10:15 Uhr
samstag, 28. Februar
Schweiz hat Botschaftspersonal im Iran leicht reduziert
Die Schweiz hat die Anzahl des in der Botschaft im Iran arbeitenden Personals bereits in den letzten Tagen leicht reduziert. Die Vertretung bleibt aber in Betrieb.
Das Schweizer Botschaftspersonal sei von 14 auf 10 Personen reduziert worden, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Das EDA hielt weiter fest, dass es keine organisierten Ausreisen für Schweizer Staatsangehörige durchführe. Diese seien angehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In Israel sind rund 25'000 Schweizer Staatsbürgerinnen und -bürger gemeldet, im Iran deren 180. (watson)
09:53 Uhr
Samstag, 28. Februar
Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt
In der Millionenmetropole Teheran bilden sich nach den Angriffen durch Israel und die USA lange Schlangen an den Tankstellen. Massen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten. Läden waren vielerorts geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrschte gespenstische Stille. (dpa)
09:53 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran: Raketenwelle auf Israel gefeuert
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Raketenwelle auf Israel gefeuert. Die Revolutionsgarden sprachen von einer «Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners», wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging. (dpa)
09:24 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran: Präsident Peseschkian am Leben
Irans Präsident ist nach den Angriffen auf sein Land Staatsmedien zufolge am Leben. Massud Peseschkian sei wohlauf, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bislang hat sich noch kein Regierungsmitglied zu den neuen Attacken der USA und Israel geäussert. Die Polizei teilte mit, die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe keinerlei Anlass zur Sorge. Explosionsgeräusche waren neben Teheran auch in Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris zu hören. Aus dem Land dringen Nachrichten kaum nach aussen und Kontakte waren nicht zu erreichen. Das Internet wurde wieder massiv eingeschränkt. Es gab Medienberichten zufolge parallel zu den Militärangriffen auch landesweit Cyberangriffe auf iranische Infrastruktur. (dpa)
09:22 Uhr
Samstag, 28. November
Iranische Staatsmedien melden Explosionen bei Isfahan
Iranische Staatsmedien haben Explosionen am Rande der Stadt Isfahan gemeldet. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Südöstlich von Isfahan liegt ein wichtiges Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr bombardiert wurde. (dpa)
09:19 Uhr
Samstag, 28. Februar
Bericht: Iran startet Gegenangriff
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Die Luftabwehr sei aktiviert, um die Geschosse abzufangen, teilte das Militär mit. Zuvor hatten Israel und die USA mit Angriffen auf den Iran begonnen. (dpa)
09:17 Uhr
Freitag, 28. februar
Trump: USA haben Angriff gegen Iran begonnen
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump umfangreiche Angriffe gegen den Iran begonnen. Das sagte der Republikaner in einem Video, das auf seiner Plattform Truth Social veröffentlicht wurde. Vor der Bekanntmachung hatte Israel bereits mitgeteilt, einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet habe. Ziel sei es, das amerikanische Volk zu verteidigen, indem man die unmittelbare Bedrohung durch die iranische Führung beseitige. US-Streitkräfte führten einen «massiven und andauernden Einsatz durch», um zu verhindern, dass durch diese «radikale Diktatur» die nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht würden.
Trump kündigte an, die Raketen des Irans zu vernichten. «Wir werden ihre Marine vernichten», sagte er weiter. Man werde sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffe haben werde. «Sie werden nie eine Atomwaffe haben», betonte er. Die iranische Führung werde bald lernen, dass man die Stärke der US-Streitkräfte nie herausfordern sollte. Trump forderte die Revolutionsgarden, iranischen Streitkräfte und Polizeikräfte zudem auf, ihre Waffen niederzulegen. Er stellte in diesem Falle vollständige Immunität in Aussicht. Andernfalls würden sie einem sicheren Tod entgegensehen. An das iranische Volk gewandt sagte Trump: «Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen.» Die Menschen sollten in Sicherheit bleiben und ihre Häuser nicht verlassen. Bomben würden fallen. «Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung.» (dpa)
09:15 Uhr
Freitag, 28. februar
Israel nennt Operation gegen Iran «Brüllen des Löwen»
Israel hat der neuen Militäroperation gegen den Iran nach Medienberichten den Namen «Brüllen des Löwen» gegeben. Dies berichteten israelische Medien unter Berufung auf den Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Bereits den Krieg gegen den Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt. Damals lautete der Name der Operation «Rising Lion» - auf Deutsch: Operation sich erhebender Löwe. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Stelle in der Bibel, in der es unter anderem heisst: «Siehe, ein Volk erhebt sich wie ein junger Löwe.» Israel und die USA hatten am Morgen neue Angriffe auf den Iran gestartet, es war die Rede von einem Präventivschlag. Sie erfolgten nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. (dpa)
08:43 Uhr
Samstag, 28. Februar
Trump: USA haben Angriff gegen Iran begonnen
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump umfangreiche Angriffe gegen den Iran begonnen. Das sagte der Republikaner in einem auf seiner Plattform Truth Social verbreiteten Video. Zuvor hatte bereits Israel den Beginn von Angriffen verkündet. (dpa)
08:40 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossen
Nach Israels Angriff auf Ziele im Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraumraum für zivile Flüge zu schliessen, teilte die israelische Flughafenbehörde mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen. Der israelische Zivilschutz veröffentlichte ausserdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. (dpa)
08:37 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran nach Israels Angriff: Wir haben Euch gewarnt
Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und seines Verbündeten USA mit drastischen Worten reagiert. «Wir haben Euch gewarnt. Nun habt Ihr einen Weg eingeschlagen, dessen Ausgang nicht mehr in Eurer Hand liegt», sagte der Leiter der Sicherheitskommission, Ebrahim Azizi. Israel hatte kurz zuvor einen «Präventivschlag» gegen den Erzfeind gestartet, «um Bedrohungen für Israel zu beseitigen», wie Verteidigungsminister Israel Katz sagte. Die USA beteiligen sich nach Angaben israelischer und US-amerikanischer Medien an den Angriffen des Verbündeten. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Nach Augenzeugenberichten aus der iranischen Hauptstadt Teheran wurde unter anderem die Residenz von Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei getroffen. Er selbst habe sich aber vermutlich in Sicherheit gebracht. Irans Präsident Massud Peseschkian hatte mit einem «umfassenden Krieg» gedroht, sollte Khamenei attackiert werden. (dpa)
08:33 Uhr
Samstag, 28. februar
Medien: USA beteiligen sich an Krieg gegen den Iran
Die USA beteiligen sich US-Medien zufolge an Angriffen auf den Iran. Das berichten die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf israelische und US-Beamte. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Zuvor hatte Israels Verteidigungsminister Israel Katz mitgeteilt, dass sein Land einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet habe, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen. Die Angriffe erfolgen inmitten neuer Verhandlungen zwischen den USA und den Iran. (dpa)
08:06 Uhr
Freitag, 28. Februar
Bedrohungen: Deshalb hat Israel die Angriffe auf den Iran gestartet
Israel greift erneut den Iran an. Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, gab Verteidigungsminister Israel Katz bekannt. Die USA beteiligen sich nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 an den Angriffen des Verbündeten. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Israel.
Katz teilte nun mit, er habe einen sofortigen Ausnahmezustand im gesamten Land ausgerufen. In ganz Israel heulten die Sirenen. In der iranischen Hauptstadt Teheran gab es Explosionen in der Stadtmitte. Israel hatte bereits im vergangenen Jahr Krieg gegen den Iran geführt. Der neue Angriff erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. Die USA sind wichtigster Verbündeter Israels. Irans Staatsführung betonte zuletzt ihre Bereitschaft zu einem Abkommen wie auch zu einer militärischen Eskalation. Präsident Massud Peseschkian drohte mit einem «umfassenden Krieg», sollte etwa Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei attackiert werden. (dpa)
07:49 Uhr
Samstag, 28. Februar
Israel: Führen Präventivschlag gegen Iran
Israel greift den Iran an. Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, gab Verteidigungsminister Israel Katz bekannt.
Laut Wall Street Journal sind an dem Militärschlag auch die USA beteiligt. Sie sollen ebenfalls Angriffe durchführen. (dpa/has)
06:30 Uhr
Samstag, 28. februar
Wegen Spannungen zwischen USA und Iran: Bundesregierung rät «dringend» von Reisen nach Israel ab
Angesichts wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran rät die Bundesregierung «dringend» von Reisen nach Israel ab. Das Auswärtige Amt (AA) passte am Abend seine Reise- und Sicherheitshinweise für das Land an. «Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem wird dringend abgeraten», heisst es auf der Homepage des AA. Israel befinde sich weiterhin «formell im Kriegszustand». Hintergrund ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Sollten die USA im Iran angreifen, wird damit gerechnet, dass Teheran Ziele in Israel attackiert.
Zudem müsse jederzeit mit Einschränkungen des Flugverkehrs gerechnet werden: Flüge könnten storniert werden, und auch längerfristige Sperrungen des Luftraums seien möglich. (dpa)
06:11 Uhr
Samstag, 28. Februar
Iran-Atomdeal: Trump skeptisch – Oman sieht Einigung
US-Präsident Donald Trump ist unzufrieden über den bisherigen Verlauf der Atom-Verhandlungen mit dem Iran, der Vermittlerstaat Oman sieht dagegen einen Deal in greifbarer Nähe. «Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten», sagte Trump in Washington über die Iraner. «Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht». Omans Aussenminister Badr al-Bussaidi stellte das beim US-Sender CBS News anders dar. Demnach gebe es eine Einigung, dass der Iran nie über Nuklearmaterial zum Bau einer Atombombe verfügen wird.
Angesprochen auf Irans Raketenprogramm sagte Omans Aussenminister: «Ich glaube, dass der Iran offen ist, über alles zu diskutieren.» Der Iran hatte bisher deutlich gemacht, dass eine Begrenzung des Raketenprogramms nicht verhandelbar sei. Nach einem vorherigen Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance hatte er auf X geschrieben: «Der Frieden ist zum Greifen nah». Er freue sich auf «weitere und entscheidende» Fortschritte in den kommenden Tagen.
Trump sagte: «Sie wollen einen Deal machen, aber es muss ein Deal sein, der Sinn macht.» Zuletzt verhandelten die USA und der Iran am Donnerstag. Am Montag sind laut Irans Aussenminister Abbas Araghtschi zunächst «technische Gespräche» in Wien geplant, wo die IAEA-Zentrale sitzt.
Trump hat mit militärischen Massnahmen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden. «Ich würde es aber lieber auf friedliche Weise machen. Aber sie sind sehr schwierige Leute ... sie sind sehr gefährliche Leute, sehr schwierige Leute», sagte Trump nun. Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei, sagte er vor seinem Abflug nach Texas – «aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen.» Er verwies zudem darauf, dass er durchaus ein Risiko für einen länger währenden Konflikt im Nahen Osten infolge eines US-Angriffs sehe. (dpa)
20:04 Uhr
Freitag, 17. Februar
Trump «nicht glücklich» über Iran
US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über die bisherigen Gespräche mit dem Iran über dessen Atomprogramm geäussert. «Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten», sagte Trump in Washington über die Iraner. «Sie sollten ein Abkommen abschliessen, das wäre klug von ihnen.» Der Iran habe bislang nicht eingewilligt, auf den Besitz und den Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. «Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht».
Zugleich äusserte Trump sich mit Blick auf ein mögliches militärisches Vorgehen: Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei – «aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen», sagte er. Trump betonte, dass er das «stärkste Militär der Welt» gerne nicht einsetzen wolle. Eine abschliessende Entscheidung zum weiteren Kurs habe er bislang nicht gefällt. (dpa)
15:25 Uhr
Freitag, 27. Februar
Israel: Gericht setzt Verbot für Hilfsorganisationen aus
Israels Oberster Gerichtshof hat das anstehende Betätigungsverbot für Dutzende Hilfsorganisationen im Gazastreifen vorläufig ausgesetzt. Israels Behörden hatten insgesamt 37 Organisationen die Lizenzen entzogen, weil sie Auflagen für eine neue Registrierung ablehnten – etwa persönliche Daten aller Mitarbeiter an Israel zu übermitteln. Für die Organisationen galt eine Frist bis zum 1. März, ihre Aktivitäten einzustellen, auch im vom Krieg grossflächig zerstörten Gazastreifen. Betroffen sind unter anderem Ärzte ohne Grenzen und Oxfam.
Eine Richterin des Obersten Gerichts entliess nun nach einem Eilantrag von Ärzte ohne Grenzen und anderen eine einstweilige Verfügung, die das Betätigungsverbot gegen diese aussetzt. Möglichst bald sollen Anhörungen zur Klage gegen das Registrierungsgesetz stattfinden. (dpa)
12:24 Uhr
Freitag, 27. Februar
Teil des US-Botschaftspersonals darf Israel verlassen
Angesichts der wachsenden Spannungen mit dem Iran mit möglichen Folgen auch für Israel haben die USA einem Teil seines Botschaftspersonals die Ausreise genehmigt. Nicht für den Notfall benötigtes Personal sowie alle Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern könnten das Land verlassen, teilte die US-Botschaft in Israel mit. Das US-Aussenministerium genehmige dies «aufgrund von Sicherheitsrisiken», hiess es. Weitere Einschränkungen für Regierungsmitarbeiter und Angehörige seien möglich - so könnten Reisen in bestimmte Gebiete Israels etwa untersagt werden. Personen sollten erwägen, Israel zu verlassen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar sind.
Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, empfahl laut der «New York Times» all seinen Mitarbeitern, die Israel verlassen wollen, dies noch heute zu tun. Er habe am Vormittag eine entsprechende E-Mail verschickt. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem militärischen Angriff gedroht, sollten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm scheitern. Im Falle eines US-Angriffs im Iran wird damit gerechnet, dass Teheran Israel mit Raketen angreifen wird. Trump hatte der iranischen Staatsführung ein Ultimatum bis Anfang März für eine Einigung gestellt. (dpa)
15:43 Uhr
Donnerstag, 26. Februar
Krankenhaus-Direktor: Zwei Tote bei israelischem Angriff nahe Gaza
Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sollen mindestens zwei Palästinenser getötet und fünf weitere verletzt worden sein. Das teilte Fadel Naim, der Direktor des Al-Ahli-Krankenhauses, in das die Opfer gebracht wurden, am Donnerstag mit.
Das israelische Militär gab zunächst keine Stellungnahme zu dem Angriff östlich der Stadt Gaza ab, meldete jedoch den Tod eines Palästinensers durch Schüsse von Soldaten im Süden des Gazastreifens. Bei dem Getöteten handele es sich um einen Extremisten, der die Linie überschritten habe, die das von Israel kontrollierte Gebiet von dem Teil des Gazastreifens trennt, in dem sich die meisten Palästinenser befinden. Er habe eine Gefahr für die Soldaten dargestellt, hiess es. (dpa)
14:50 Uhr
Mittwoch, 25. Februar
Indischer Premierminister Modi herzlich in Israel empfangen
Der indische Premierminister Narendra Modi ist zu einem zweitägigen Besuch in Israel eingetroffen. Mit strahlendem Lächeln stieg Modi nach seiner Landung am Mittwoch in Tel Aviv aus dem Flugzeug und liess sich vom wartenden israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu umarmen. Dieser wurde von seiner Frau Sara begleitet.
Unter Modi hat sich das Verhältnis zwischen Indien und Israel verbessert. Zuvor hatte Indien im Nahost-Konflikt zu den Palästinensern gehalten. Netanyahus Büro würdigte in einer Stellungnahme die «enge persönliche Beziehung» zwischen ihm und Modi sowie eine «tiefe und langjährige Freundschaft». Modi teilte auf der Plattform X mit, die beiden Länder seien über «eine robuste und facettenreiche Strategische Partnerschaft» miteinander verbunden. «Die Beziehungen sind in den letzten Jahren erheblich stärker geworden.» (dpa)
14:33 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Konflikt USA-Iran: Libanon mahnt Hisbollah zur Zurückhaltung
Die libanesische Regierung hat die Hisbollah-Miliz vor einem Eingreifen in einen Konflikt zwischen den USA und dem Iran gewarnt. Sollte die Hisbollah im Fall einer Eskalation in Nahost die schiitische Grossmacht unterstützen, könnte es auch zu einer neuen bewaffneten Auseinandersetzung mit Israel kommen, sagte der libanesische Aussenminister Jussef Radschdschi am Dienstag in Genf. Und seine Regierung habe Hinweise darauf erhalten, dass Israel dann insbesondere zivile Ziele wie den Flughafen von Beirut angreifen könnte.
Nach dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 hatte auch die Hisbollah Israel angegriffen. Nach monatelangem gegenseitigem Beschuss kam es ab September 2024 zu einem Krieg zwischen den beiden Seiten, bei dem zahlreiche Führungskräfte der Hisbollah getötet wurden. Damals lief der Betrieb des Flughafens von Beirut weiter.
US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuletzt mehrfach mit Konsequenzen gedroht, sollte er nicht einem neuen Abkommen über sein umstrittenes Atomprogramm zustimmen. Aus Sorge vor einer Eskalation wurden diese Woche auch nicht unbedingt notwendige US-Diplomaten und deren Angehörige aus dem Libanon abgezogen.
Der Iran versteht sich als Schutzmacht der Schiiten in der Region und ist eng mit der schiitischen Miliz Hisbollah verbündet, die im Libanon auch politisch viel Einfluss hat. (dpa)
08:40 Uhr
Dienstag, 24. februar
Proteste an iranischen Universitäten flammen wieder auf
Im Iran ist es zu weiteren Protesten gegen die Regierung gekommen. Wie Augenzeugen und in den sozialen Medien verbreitete Videos nahelegen, begannen die Proteste am Wochenende. Am Montag brachen Demonstrationen an mindestens drei Universitäten aus, wobei es in einem Fall zu Zusammenstössen mit Mitgliedern der paramilitärischen Basidsch kam. Viele Studierende zeigten bei den Protesten ihre Unterstützung für Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der im Exil lebt und inzwischen zu einer wichtigen Oppositionsfigur geworden ist.
An der Scharif-Universität versammelten sich Kommilitonen mittags vor einer Cafeteria, wie ein Student der Nachrichtenagentur AP berichtete. Sie hätten Masken getragen und während des muslimischen Gebetsrufs lautstark geklatscht und Sprechchöre angestimmt. Ein Student habe eine Fahne mit dem Löwen-und-Sonne-Symbol der Monarchie des Schahs hochgehalten. An der Universität Teheran brach während einer Gedenkveranstaltung für einen bei früheren Demonstrationen getöteten Studenten ein Protest aus, wie ein weiterer Student berichtete. (dpa)
17:58 Uhr
Montag, 23. Februar
US-Regierungsbeamter: Verhandlungen mit Iran am Donnerstag
Die USA wollen an diesem Donnerstag US-Regierungskreisen zufolge mit dem Iran in Genf verhandeln. Ein Regierungsbeamter bestätigte dies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereits Irans Aussenminister Abbas Araghtschi eine weitere Verhandlungsrunde mit den USA in wenigen Tagen in Aussicht gestellt.
Die USA und der Iran verhandeln derzeit über das umstrittene iranische Atomprogramm – doch greifbare Fortschritte gibt es bislang nicht. Befürchtet wird, dass US-Präsident Donald Trump stattdessen zu einem militärischen Schlag gegen die Führung in Teheran ausholt. (dpa)
17:00 Uhr
Montag, 23. Februar
US-Flugzeugträger legt auf Kreta an – Zeichen an den Iran
Der grösste Flugzeugträger der US-Marine, der «USS Gerald R. Ford», ist in die Souda-Bucht auf Kreta eingelaufen. Nach Angaben aus Militärkreisen dient der Aufenthalt auf dem dortigen grossen Marine- und Luftwaffenstützpunkt der Versorgung des Schiffs.
Wachsende Spannungen im Atomstreit
Die Ankunft erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Streit zwischen den USA und dem Iran über dessen Atom- und Raketenprogramm. Washington hatte seine militärische Präsenz in der Region zuletzt deutlich verstärkt, unter anderem mit dem Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» Zudem befinden sich weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Kampfflugzeuge in der Region.
Israelische Medien berichteten zudem, auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv seien Tank- und Transportflugzeuge des US-Militärs gesichtet worden.
US-Präsident Donald Trump hatte Teheran erneut mit einem militärischen Angriff gedroht, sollten Verhandlungen über das Atomprogramm Irans scheitern. Von Kreta aus kann der Flugzeugträger binnen eines Tages den Nahen Osten erreichen.
Netanyahu wiederholt scharfe Warnung an Teheran
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bekräftigte bei einer Ansprache im Parlament in Jerusalem scharfe Warnungen an Teheran vor einem Angriff auf Israel. In diesem Fall würde der jüdische Staat «mit einer solchen Kraft reagieren, wie sie es sich überhaupt nicht vorstellen können», sagte der Regierungschef. «Wir durchleben sehr herausfordernde und komplexe Tage, das Volk weiss das», sagte er zudem. «Niemand weiss, was der nächste Tag bringen wird. Wir sind wachsam und auf jedes Szenario vorbereitet. In diesen Tagen gilt es, die Reihen zu schliessen.» (dpa)
15:50 Uhr
Montag, 23. Februar
Spannungen mit dem Iran: USA ziehen Diplomaten aus Libanon ab
Die USA ziehen wegen der Spannungen mit dem Iran einen Teil ihrer Diplomaten aus dem Libanon ab. Alle nicht unbedingt notwendigen diplomatischen Vertreter der USA und Familienangehörige seien angewiesen worden, das Land zu verlassen, verlautete am Montag aus dem US-Aussenministerium.
Eine kontinuierliche Bewertung der regionalen Sicherheitslage habe zu der Einschätzung geführt, dass nur noch das unbedingt notwendige Personal im Libanon bleiben solle, sagte die Gewährsperson der Nachrichtenagentur AP. Es sei eine vorübergehende Massnahme, die US-Botschaft habe am Montag weiter ihre Aufgaben wahrgenommen. (dpa)
11:16 Uhr
Montag, 23. Februar
Proteste an iranischen Universitäten halten an
Im Iran dauern die Proteste an Universitäten den dritten Tag in Folge an. Zum Auftakt des neuen Semesters, das sich nach der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste Anfang Januar verzögert hatte, kam es unter anderem an der Alsahra-Universität, der Scharif-Universität und der TU Amirkabir in Teheran zu neuen Demonstrationen. In sozialen Medien verbreitete Videos zeigen Studierende, die Parolen gegen die politische Führung rufen und die Unterstützung der Regierung für militante Gruppen in der Region kritisieren. Auch Zusammenstösse zwischen Studierenden und Mitgliedern der paramilitärischen Basidsch-Organisation wurden gemeldet.
Die Universitäten hatten ihren Betrieb nach den landesweiten Protesten vorübergehend eingestellt, zudem war der Internetzugang zeitweise blockiert worden. Laut dem Aktivistennetzwerk HRANA kamen bei der Niederschlagung der Unruhen mehr als 7’000 Menschen ums Leben. Die neuen Proteste begannen mit Gedenkfeiern für getötete Demonstranten; Beobachtern zufolge haben die lange Schliessung der Hochschulen und die politische Polarisierung die Spannungen an den Universitäten weiter verschärft. (dpa)
06:50 Uhr
Sonntag, 22. Februar
US-Botschafter erzürnt arabische Welt mit Israel-These
Arabische und muslimische Staaten haben empört auf Aussagen des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, reagiert, wonach der jüdische Staat ein biblisches Recht auf weite Teile des Nahen Ostens habe. In einem Interview hatte ihn der rechte Online-Kommentator Tucker Carlson gefragt, ob Israel gemäss wörtlicher Auslegung der Bibel das Recht habe, grosse Teile des heutigen Nahen Ostens zu beanspruchen. Huckabee antwortete: «Es wäre in Ordnung, wenn sie alles nähmen.» Kurz darauf ruderte er zurück und sagte, Carlsons Frage sei irrelevant, da Israel keine solchen Absichten habe. Israel habe das Recht, in dem Land zu leben, das es derzeit besitze, sagte er.
In einer vom saudischen Aussenministerium auf der Plattform X veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme verurteilten die Aussenministerien mehrerer arabischer und muslimischer Staaten zusammen mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der Arabischen Liga und dem Golf-Kooperationsrat die Äusserungen des US-Botschafters «auf das Schärfste». Sie äusserten ihre «tiefe Besorgnis» darüber. Huckabees «gefährliche und hetzerische Äusserungen» stellten einen «eklatanten Verstoss» gegen die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen dar. (dpa)
14:00 Uhr
Samstag, 21. Februar
Hisbollah meldet acht getötete Mitglieder nach Luftangriffen
Die jüngsten israelischen Luftangriffe im Osten des Libanons haben nach Hisbollah-Angaben acht Mitglieder der militanten Miliz das Leben gekostet. Das libanesische Gesundheitsministerium gab die Zahl der Todesopfer am Samstag mit zehn an, unterschied jedoch nicht zwischen Extremisten und Zivilisten. Hisbollah-Vertreter, die anonym bleiben wollten, sagten der Nachrichtenagentur AP, dass die acht Kämpfer am Freitagabend bei Angriffen nahe der Ortschaft Rajak im Nordosten des Libanon getötet worden seien. Drei von ihnen seien lokale Kommandeure gewesen.
Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte, dass bei israelischen Angriffen auf den Osten des Libanons zehn Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden seien. Krankenhausdirektor Ali Abdullah sagte der AP, die Angriffe seien nach Sonnenuntergang verübt worden. Man habe zehn Leichen und 21 Verletzte aufgenommen. Unter den Toten seien zwei Ausländer – ein syrischer Mann und eine äthiopische Frau. (dpa)
13:56 Uhr
Samstag, 21. februar
Neue Proteste an iranischer Elite-Universität
Mit Beginn des neuen Semesters im Iran sind an einer renommierten Universität neue Proteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem ausgebrochen. An der Scharif-Universität für Technologie in der Hauptstadt Teheran riefen Studierende Protestslogans, wie Aktivisten in den sozialen Medien berichteten. Dabei kam es auch zu Zusammenstössen mit den paramilitärischen Basidsch-Ei«nheiten, wie es in dem Bericht des studentischen Newsletters «Amirkabir» hiess. Weitere Proteste gab es demnach auch von Medizinstudenten in der nordöstlichen Millionenmetropole Maschhad. Augenzeugen in Teheran bestätigten die neuen Proteste an der Scharif-Universität, die als Elite-Hochschule gilt. (dpa)
10:37 Uhr
Samstag, 21. Februar
Amnesty: Nach Protesten im Iran drohen 30 Todesstrafen
Mindestens 30 Menschen im Iran droht im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten laut Informationen von Amnesty International die Todesstrafe. In acht Fällen sei bereits ein Urteil gesprochen worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation. Unter den 22 weiteren vor Gericht verhandelten Fällen seien zwei Männer noch minderjährig, berichtete Amnesty weiter. Die iranische Justiz hat bislang offiziell kein Todesurteil verkündet. Vor einer Woche berichtete jedoch die mit den Behörden verbundene Nachrichtenagentur Misan über einen Prozess, in dem drei Männern nach der Beteiligung an Unruhen die Todesstrafe droht. (dpa)
07:02 Uhr
Samstag, 21. Februar
Israel: Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon – Bericht über Tote
Bei israelischen Luftangriffen im Osten des Libanon sind einem libanesischen Bericht zufolge sechs Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete insgesamt sechs Luftangriffe auf Gebäude, unter anderem nahe der Stadt Baalbek. Israels Armee bestätigte Angriffe in der Gegend und erklärte, Ziel seien Kommandozentralen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gewesen. Unter den Getöteten ist ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur, wie es aus Sicherheitskreisen im Libanon hiess. Zur Identität der anderen Opfer war zunächst nichts bekannt. Laut Israels Militär nutzt die Miliz die getroffenen Kommandozentralen, um dort Anschläge auch gegen den Staat Israel zu planen. (dpa)
20:33 Uhr
Freitag, 20. Februar
Trump zieht begrenzte Angriffe auf Iran in Erwägung
US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben begrenzte Militärschläge gegen den Iran. Auf eine Reporterfrage, ob ein begrenztes militärisches Vorgehen gegen die Islamische Republik noch während der Gespräche über Teherans Atomprogramm denkbar sei, antwortete Trump am Freitag: «Ich denke, ich kann sagen, dass ich das in Erwägung ziehe.»
Zuvor hatte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi in einem Fernsehinterview erklärt, sein Land beabsichtige, «in den nächsten zwei bis drei Tagen» einen Vertragsentwurf fertigzustellen und diesen anschliessend nach Washington zu schicken. «Ich glaube nicht, dass es lange dauern wird, vielleicht in etwa einer Woche können wir ernsthafte Verhandlungen über den Text aufnehmen und zu einem Ergebnis kommen», sagte er dem US-Sender MS NOW.
Die Islamische Republik behauptet, ihr Atomprogramm diene allein friedlichen Zwecken. Die USA und andere Länder glauben, dass es vielmehr darauf abzielt, eines Tages Atomwaffen hervorzubringen.
Spannungen nehmen seit Wochen zu
Die Spannungen zwischen den langjährigen Intimfeinden USA und Iran haben in den vergangenen Wochen und Monaten zugenommen, insbesondere seit der blutigen Niederschlagung der Proteste im Iran. Die USA haben ihre Militärpräsenz im Nahen Osten erheblich verstärkt, um Teheran zu Zugeständnissen zu bewegen. Weitere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge sind auf dem Weg in die Region. Beide Länder haben signalisiert, sie seien bereit für einen Krieg im Falle eines Scheiterns der Gespräche über das Atomprogramm. «Wir sind vorbereitet auf Krieg, und wir sind vorbereitet auf Frieden», sagte Araghtschi am Freitag.
Am Donnerstag hatte Trump erklärt, er glaube, dass 10 bis 15 Tage «genug Zeit» für den Iran seien, um nach indirekten Gesprächen, unter anderem in dieser Woche in Genf, ein Abkommen zu schliessen. Tatsächlich befinden sich die Gespräche seit Jahren in einer Sackgasse. (dpa)
14:59 Uhr
Freitag, 20. Februar
Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen
Wegen der Gefahr einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat das Auswärtige Amt die Sicherheitshinweise und die seit November 2022 bestehende Ausreiseaufforderung an Deutsche in dem Land bekräftigt. Ein Sprecher des Ministeriums in Berlin forderte deutsche Staatsangehörige nachdrücklich auf, den Iran zu verlassen. «Es bestehen, wenngleich eingeschränkt, auch weiterhin kommerzielle Verbindungen, Flugverbindungen aus dem Iran in umliegende Länder und auch auf dem Landweg ist weiterhin eine Ausreise möglich», sagte er. Im Falle einer wie auch immer gearteten Eskalation könne konsularische Hilfe nicht garantiert werden. (dpa)
11:18 Uhr
Freitag, 20. Februar
75 Millionen Euro: FIFA kündigt Hilfsfonds für Gaza an
Der Fußball-Weltverband FIFA hat einen Fonds zum Wiederaufbau zerstörter Sportanlagen im Gazastreifen angekündigt. US-Präsident Donald Trump sagte beim ersten Treffen seines neu geschaffenen «Friedensrates» in Washington, die FIFA werde helfen, insgesamt 75 Millionen Dollar für Projekte in Gaza einzuwerben. Die FIFA konkretisierte die Pläne in einer Mitteilung, nannte die Summe zwar nicht, dafür aber vier konkrete Phasen.
Demnach werde es zunächst 50 Minifelder geben, um sichere und barrierefreie Spielmöglichkeiten zu schaffen. Ebenfalls geplant sind die Einführung des FIFA-Programms «Fußball für Schulen», die Verteilung von Ausrüstung sowie strukturierte Kinderfußballangebote. Darüber hinaus ist der Bau von fünf Spielfeldern in Normgröße als Grundlage für die Gründung organisierter lokaler Vereine sowie die Stärkung einer strukturierten Nachwuchsförderung geplant. Dann soll es ein Hochleistungszentrum für Eliteförderung, Bildung und Unterkunft geben. Als Phase 4 ist ein Nationalstadion mit 20.000 Plätzen geplant. (dpa)
06:52 Uhr
Freitag, 20. Februar
Iran droht mit «entschiedener» Reaktion im Fall von Angriff
Angesichts einer möglichen militärischen Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Teheran hat der Iran für den Fall eines Angriffs mit «entschlossenen und angemessenen» Gegenmassnahmen gedroht. Dabei würden «alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region (...) legitime Ziele darstellen», heisst es in einem Brief des iranischen Botschafters bei den Vereinten Nationen an UN-Generalsekretär António Guterres. Das US-Militär unterhält im Nahen Osten eine Reihe Stützpunkte mit insgesamt Zehntausenden Soldaten.
Zugleich betonte Irans diplomatische Vertretung, dass das Land «weder Spannungen noch Krieg anstrebt und keinen Krieg beginnen wird». In dem Schreiben beteuerte der Iran seine Bereitschaft, weiter an einer diplomatischen Einigung zu arbeiten. Im Konflikt um das iranische Atomprogramm sei es durchaus möglich, «eine dauerhafte und ausgewogene Lösung zu erreichen». Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist für ein Abkommen mit dem Iran genannt und 10 bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei «so ziemlich das Maximum». Zugleich drohte er: «Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.» (dpa)
22:20 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
Trump setzt Iran Frist bis Anfang März für Einigung im Atomstreit
Donald Trump hat dem Iran für eine Einigung im Streit über sein Atomprogramm eine Frist bis Anfang März gesetzt. Die Führung in Teheran habe 10 bis 15 Tage Zeit, um einen Deal mit den USA zu erzielen, sagte Trump am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. «Ich denke, das sollte genug Zeit sein.»
Zuvor hatte Trump gesagt, «sehr schlimme Dinge» würden dem Iran widerfahren, wenn er kein Abkommen mit den USA über sein Atomabkommen schliesse. Auf die Frage eines Reporters dazu, was das Ziel eines US-Angriffs im Iran sein könnte, wollte sich der US-Präsident in der Air Force One nicht äussern. «Darüber werde ich mit Ihnen nicht sprechen. Entweder wir kommen zu einer Einigung, oder es wird für sie unglücklich enden.» (dpa)
17:54 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
Trump : Iran-Kurs wohl «in den nächsten zehn Tagen» klar
Donald Trump hat den Iran vor erheblichen Konsequenzen gewarnt, sollte Teheran sich in den Atomverhandlungen mit den USA nicht auf einen Deal einlassen. Sollte es nicht zu einer Vereinbarung kommen, werde es «einen sehr anderen Weg» geben, warnte Trump bei der ersten Sitzung seines Friedensrats. In welche Richtung es gehen wird, werde die Welt «wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden».
Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen sagte Trump , es gebe «gute Gespräche». Er bekräftigte: «Sie dürfen keine Atomwaffe haben - man kann keinen Frieden im Nahen Osten haben, wenn sie eine Atomwaffe haben.» Zugleich betonte er, dass es nicht einfach sei, einen aus seiner Sicht guten Deal zu machen. Eine Einigung sei aber zwingend notwendig: «Wir müssen einen bedeutenden Deal machen, sonst passieren schlechte Dinge.» (dpa)
17:09 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
Trump: Fünf Länder werden Soldaten nach Gaza schicken
Um einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen zu sichern, wollen fünf Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Soldaten in den zerstörten Küstenstreifen schicken. Trump nannte bei der ersten Sitzung des Friedensrats in der US-Hauptstadt Washington Marokko, Albanien, Kosovo, Kasachstan und Indonesien. Details nannte er nicht.
Der Friedensrat soll die sogenannte internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. (dpa)
10:07 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
UN-Bericht: Anzeichen für ethnische Säuberungen in Gaza
Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf sieht Anzeichen für ethnische Säuberungen in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. «Verstärkte Angriffe, die systematische Zerstörung ganzer Stadtteile und die Verweigerung humanitärer Hilfe zielt offenbar auf eine dauerhafte demografische Veränderung im Gazastreifen ab», heisst es in dem Bericht. «Zusammen mit den Zwangsumsiedlungen, die offenbar auf eine dauerhafte Vertreibung abzielen, gibt dies Anlass zu Besorgnis über ethnische Säuberungen im Gazastreifen und im Westjordanland.»
Israel wirft dem UN-Menschenrechtsrat seit Langem Voreingenommenheit vor. Um eine Stellungnahme zu dem Bericht gebeten teilte die israelische Vertretung in Genf auf Nachfrage mit: «Das Büro des Hochkommissars (für Menschenrechte) betreibt eine bösartige Kampagne der Dämonisierung und Desinformation gegen den Staat Israel.» Es arbeite mit Experten zusammen, die Hetze verbreiteten, und habe deshalb keine Glaubwürdigkeit. (dpa)
10:05 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
Nach offenem Brief: Berlinale weist Zensurvorwurf zurück
Die Berlinale hat auf einen offenen Brief von Filmschaffenden reagiert und den Vorwurf zurückgewiesen, kritische Stimmen zum Krieg im Gazastreifen zu zensieren. Es stimme nicht, dass sie Filmemacher «zum Schweigen gebracht» oder «eingeschüchtert» hätten, sagte Festivalchefin Tricia Tuttle der Nachrichtenagentur DPA. Das Branchenblatt «Variety» hatte zuvor einen Text veröffentlicht, in dem rund 80 Filmschaffende der Berlinale eine mangelnde Positionierung im Gaza-Krieg vorwerfen. Unterzeichnet wurde der Brief etwa von Schauspielerin Tilda Swinton („The Room Next Door“) und Schauspieler Javier Bardem („F1“).
Die Filmfestspiele in Berlin waren vor einer Woche eröffnet worden, am Samstag werden nun die Auszeichnungen im Wettbewerb verliehen. Die US-Amerikanerin Tuttle leitet das Festival zum zweiten Mal. Der Brief habe sie überrascht und es sei «unglaublich hart» gewesen, ihn zu lesen, sagte Tuttle. Einige der Unterzeichner kenne sie und sie habe sich gewünscht, dass sie sie zuerst kontaktiert hätten, um über einige Behauptungen zu sprechen. Schauspielerin Swinton hatte 2025 den Goldenen Ehrenbären der Berlinale erhalten. «Wie bei den anderen Leuten war ich enttäuscht, dass wir vor der Unterzeichnung des Briefes nicht miteinander sprechen konnten. Ich werde auf jeden Fall ein Gespräch darüber führen.» (dpa)
07:59 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
US-Aussenminister Rubio will kommende Woche nach Israel reisen
US-Aussenminister Marco Rubio plant nach AP-Informationen eine Reise nach Israel in der kommenden Woche. Dort will er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu über die Gespräche zu einem möglichen Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran informieren, wie aus Regierungskreisen verlautete. Rubio werde Netanyahu voraussichtlich am 28. Februar treffen, sagten zwei Regierungsvertreter der AP am Mittwoch (Ortszeit).
Die USA und der Iran haben zuletzt zwei Runden indirekter Gespräche über das Atomprogramm der Islamischen Republik geführt. Trump hatte Netanyahu vergangene Woche im Weissen Haus empfangen und anschliessend auf seiner Plattform Truth Social erklärt, er habe gegenüber dem israelischen Regierungschef Netanyahu darauf bestanden, die Gespräche mit der Islamischen Republik fortzusetzen. (dpa)
07:58 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
Israel greift erneut Ziele im Libanon an
Die israelische Armee hat erneut mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Im Süden des Nachbarlandes seien in mehreren Gebieten Waffenlager und Raketenwerfer der Hisbollah-Miliz attackiert worden, teilte das Militär mit. Zu den angegriffenen Zielen gehöre ausserdem militärische Infrastruktur, die der Miliz für Terroranschläge gegen Israels Armee und den jüdischen Staat gedient habe, hiess es. Dessen Präsenz stelle einen Verstoss gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und dem Libanon dar.
Die israelische Armee machte keine Angaben zu möglichen Opfern der Angriffe. Israel und die Hisbollah-Miliz führten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander. Im November 2024 trat eine Waffenruhe in Kraft. Dieser Vereinbarung zufolge soll die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz entwaffnet werden. Ende vergangenen Jahres lief eine wichtige Frist dafür allerdings aus. Israels Militär greift dort trotz der geltenden Waffenruhe fast täglich Ziele an. (dpa)
12:03 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Israel verschärft Sicherheitsmassnahmen zum Ramadan
Israel hat zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan die Sicherheitsvorkehrungen erhöht und den Zugang für Palästinenser aus dem Westjordanland zum Freitagsgebet auf dem Tempelberg in Jerusalem auf 10'000 Personen begrenzt. Zugelassen sind nur Männer ab 55, Frauen ab 50 und Kinder bis 12 Jahren in Begleitung. Zudem sind Genehmigungen und Sicherheitsprüfungen erforderlich. In Ostjerusalem und im Westjordanland sind Tausende zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz.
Während des Ramadan kommt es in Jerusalem immer wieder zu Spannungen. Für arabische Israelis gelten keine Beschränkungen; zu den Freitagsgebeten werden Zehntausende Gläubige erwartet. Der Tempelberg ist sowohl für Muslime als auch für Juden von zentraler religiöser Bedeutung. (dpa)
09:51 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
RTS-Kommentar über israelischen Sportler sorgt für Aufregung – der Sender reagiert
Eine Szene der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina geht derzeit in den sozialen Netzwerken viral. Auslöser sind die Aussagen eines Sportkommentators der RTS, die er live während der Fahrt des israelischen Bob-Duos machte. (watson)
08:44 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Filmschaffende kritisieren Berlinale wegen Schweigen zu Gaza
«Man kann Kunst nicht von Politik trennen», schreiben über 80 Schauspieler und Regisseure in einem offenen Brief an die Berlinale zu deren Schweigen zum Gaza-Konflikt und Künstler zu zensieren, die sich öffentlich positionieren. Auch Tilda Swinton, Javier Bardem und Tobias Menzies gehören zu den Unterzeichnern. Die Kritik kam, nachdem Jurychef Wim Wenders in der Eröffnungspressekonferenz betont hatte, Filmemachen habe «nichts mit Politik zu tun». Seine Aussage, man solle sich «aus der Politik heraushalten», löste einen Shitstorm aus – und Festivalleiterin Tricia Tuttle reagierte mit dem Hinweis, dass Künstler nicht zu allen Debatten Stellung beziehen könnten, auf die sie keinen Einfluss hätten.
Die Unterzeichnenden widersprechen Wenders und wollen, dass die Berlinale endlich klar Stellung bezieht – so wie sie es etwa bei Gräueltaten im Iran oder in der Ukraine getan habe: «Wir fordern die Berlinale auf, ihrer moralischen Pflicht nachzukommen und ihre Ablehnung des israelischen Völkermords, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Kriegsverbrechen an den Palästinensern unmissverständlich zu bekunden.» (zen)
03:38 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Mexiko will nur als Beobachter in Trumps «Friedensrat» dabei sein
Mexiko will nur als Beobachter und auf Botschafterebene am von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen «Friedensrat» teilnehmen. Wie Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte, ist ihre Teilnahme ausgeschlossen. Der mexikanische UN-Botschafter soll das lateinamerikanische Land vertreten. Das Gremium soll erstmals an diesem Donnerstag in Washington zusammenkommen.
Laut dem Plan von Trump soll der «Friedensrat» eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. Auch will Trump ein Milliardenpaket an humanitärer und Wiederaufbau-Hilfe für den Gazastreifen vorstellen.
Mexiko erkenne zwar das Streben nach Frieden in jedem Bereich an, sagte Sheinbaum. Wenn es um den Frieden im Nahen Osten gehe, sei es allerdings wichtig, dass die Palästinenser ebenso wie Israel beteiligt seien: «Und so ist es bei dem Treffen nicht vorgesehen».
Viele Staaten sehen im «Friedensrat» eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Deutschland ist nicht dabei. Länder wie Italien und Rumänien möchten ebenfalls wie Mexiko mit dem Status des Beobachters teilnehmen - Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan wird allerdings persönlich anwesend sein. (dpa)
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