Businessmänner wollen Beauty-OPs, Schawinski schreibt ein Boomer-Buch und ein SVP-Politiker feiert mit Neonazis
Glattere Haut, wachere Augen, markanteres Kinn: Das wollen nicht nur Promis. Immer mehr Manager lassen ihr Aussehen medizinisch optimieren, um im Berufsleben zu punkten. Mehrere Zürcher Schönheitskliniken bestätigen gegenüber der «NZZ am Sonntag» einen deutlichen Anstieg männlicher Kunden aus den oberen Etagen. «Die Nachfrage von Männern nach Schönheitseingriffen ist stark steigend, insbesondere auch von Managern und Führungskräften», sagt Rosmarie Adelsberger, Leiterin der ästhetischen Chirurgie der Praxis Pyramide. Ihre Vorbilder seien US-Milliardäre wie Jeff Bezos oder Elon Musk, die sich sichtbar verändert haben.

Der gesellschaftliche Druck nehme auch für diese Herren zu, sagt Roland Müller von der Fachstelle Männergesundheit bei Männer.ch. Macht und Status müssen sie nun auch mit ihrem Aussehen zur Schau stellen, Führungskräfte würden dadurch selbst zum Objekt permanenter Bewertung: «Auf eine Art erleben diese Männer, was für Frauen seit Langem Realität ist.»
Je nach Alter unterscheiden sich die Wünsche: Jüngere Männer streben markantere, maskulinere Gesichtszüge an, ältere ein frischeres Erscheinungsbild. Botox, Lidstraffungen und Haartransplantationen gehören dabei zu den gefragtesten Eingriffen.
Roger Schawinski schreibt Ratgeber für Boomer
Auch mit 80 Jahren hat er noch keinen Bock, in Rente zu gehen. Stattdessen beschäftigt sich Roger Schawinski lieber mit einem neuen Buch und gibt der Boomer vom Dienst seiner Generation Ratschläge für den letzten Lebensabschnitt. «Hallo Boomer, so geniesst du deine Bonus-Jahre», heisst das Werk.

«Die Menschheit hat in den letzten 50 Jahren, in denen die Boomer am Ruder waren, unvergleichlich gut abgeschnitten», findet der Gründer von Radio 24 und Radio 1 im Interview mit der «SonntagsZeitung». Er erzählt, wie er sich gegen den Pensionierungszwang wehrt, täglich 70 Liegestütze macht und spricht offen über Demenzängste und den Tod.
SVP-Politiker besucht Hochzeit von Neonazi
Was machte Christian Huber an der Hochzeitsfeier eines führenden Neonazis? Der Co-Präsident der SVP Ebikon hat Mitte Mai eine Hochzeitsfeier. Der Bräutigam: Ein Innerschweizer Landwirt, der seit über 20 Jahren aktives Mitglied der rechtsextremen Bruderschaft Hammerskins ist. Diese propagiert rechten Terror, kämpft für die Vorherrschaft der «weissen Rasse» und wird vom Nachrichtendienst des Bundes beobachtet.

Dem «SonntagsBlick» liegen Fotos des Anlasses mit dem SVP-Ortschef vor, die ihn in braunem Hemd und brauner Hose zeigen. Die Hochzeitsfeier habe laut der Zeitung einem Aufmarsch der Neonazi-Szene aus der ganzen Schweiz geglichen. Neben Familienangehörigen nahmen ein Dutzend Hammerskins sowie weitere bekannte Rechtsextreme teil. Die Trauung fand beim Sempacher Winkelrieddenkmal statt, einem Ort, an dem sich jährlich Rechtsextreme zu Gedenkveranstaltungen versammeln. Durch die Zeremonie führte A. S., der seit rund 30 Jahren führende Rollen in der Schweizer Neonazi-Szene innehat, unter anderem in der völkischen Avalon-Gemeinschaft.
Christian Huber rechtfertigt seinen Besuch damit, dass der Bräutigam sei ein «langjähriger Bekannter» sei. Er sei lediglich bei der Trauung und dem anschliessenden Apéro anwesend gewesen, zum Nachtessen und weiteren Feierlichkeiten sei er nicht eingeladen worden. Gegenüber dem «SonntagsBlick» beteuert Huber, weder Mitglied der Hammerskins noch anderer ähnlicher Gruppierungen zu sein. Als junger Erwachsener engagierte er sich jedoch mehrere Jahre lang bei der rechtsextremen Partei Pnos.
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