Fünfjährige Kart-Fahrerin aus Luzern wird gesperrt und gebüsst
Emily ist gerade einmal fünf Jahre alt, trotzdem gilt sie als Kart-Wundertalent. Auf Instagram verfolgen 288'000 Menschen die Luzernerin beim Training und an Rennen.

Doch eines der Rennen wird der Fünfjährigen zum Verhängnis, wie «20 Minuten» berichtet. Im Mai fuhr Emily an einem Event auf dem norditalienischen South Garda Karting Circuit. Doch ihr habe die notwendige Lizenz dazu gefehlt, urteilt der Schweizer Motorsportverband. Emily habe nur eine Puffo-Trainingslizenz. Mit dieser dürfen explizit keine Rennen gefahren werden.
Verband verhängt Sperre und Busse
Weiter sei der Kart leistungsstärker gewesen als vorgesehen. «Das Abweichen von den technischen Vorgaben der Puffo-Kategorie stellte ein entsprechend hohes Gefahrenpotenzial für das Kind dar. Emily hat damit gegen mehrere gültige Bestimmungen der ASS verstossen», schreibt die Disziplinarkommission des Verbandes.
Obwohl die Kommission die Eltern in der Verantwortung sieht, aufgrund des Alters von Emily, wird sie bestraft. Der Fünfjährigen wird per sofort ihre Lizenz entzogen. Dazu kommt eine Busse von 2000 Franken, wie auch die Verfahrenskosten von 1500 Franken.

Der Vater von Emily spricht von einer Ungleichbehandlung durch den Verband. Markus Brun sagt gegenüber «20 Minuten», dass beim Rennen in Italien zwei weitere Kinder ohne Lizenz dabei waren. Diese hätten keine Konsequenzen tragen müssen, da sie gar keine Lizenz besitzen.
Fokus auf Training
Er wolle nicht, dass die anderen ebenfalls bestraft werden. «Ich frage mich vielmehr, weshalb in unserem Fall derart harte Massnahmen ergriffen wurden, während vergleichbare Fälle offenbar anders behandelt werden», sagt er gegenüber «20 Minuten».
Für den Innerschweizer gibt es wenig Hoffnung, dass die Sperre noch aufgehoben wird. «Jetzt wird sie halt ein Jahr lang nur trainieren und auf Podeste und Trophäen warten. Dann kommt sie stärker und schneller zurück.», sagt Brun. (jb)
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