­
­
­
­

Explosion in Kraftwerk in Piotta – zwei Tote

Im Kraftwerk Ritom in Piotta kam es am Mittwochmorgen zu einer Explosion. Zwei Personen wurden schwer verletzt, ein Teil der Anlage wurde beschädigt. Die Ursache ist noch unklar.
Die Explosion forderte zwei Todesopfer. (Bild: Keystone)
Ein Teil der Anlage sei beschädigt. (Bild: Keystone)

Im Kraftwerk Ritom in Piotta TI kam es am Mittwochmorgen zu einer Explosion, wie die Tessiner Kantonspolizei mitteilt. Die Explosion führte zu einem Brand im ehemaligen Wasserkraftwerk. Zur Bewältigung wurden mehrere Feuerwehren alarmiert.

Die Explosion forderte zwei Todesopfer. (Bild: Keystone)

Dazu stand ein Grossaufgebot von Rettungskräften im Einsatz, wie auch ein Rettungshelikopter der Rega. Das Gebiet sei von der Polizei abgesperrt worden, heisst es weiter. Zur psychologischen Betreuung wurde ein Kriseninterventionsteam aufgeboten.

Zwei Tote

Zuerst sagte die Kantonspolizei gegenüber dem Blick, dass zwei Personen schwer verletzt wurden. Wenige Stunden später die Nachricht, dass die beiden Verletzten verstorben sind, wie die Kantonspolizei mitteilt. Ein 55-jähriger Schweizer aus der Nähe von Lugano und ein noch unidentifizierter Kollege, erlagen ihren Verletzungen.

Die Mitarbeiter der Tessiner Elektrizitätsgesellschaft AET befanden sich im Gebäude, als die tödliche Detonation passierte. Wie es zur Explosion kam, ist noch nicht bekannt, teilt die Kantonspolizei mit.

Zudem habe das Ereignis einen Teil der Anlage beschädigt. RescueMedia hatte zuvor berichtet, dass Teile des Gebäudes eingestürzt seien. Laut RSI steht derzeit ein Problem mit einem Transformator während eines Inbetriebnahmetests im Fokus.

Ein Teil der Anlage sei beschädigt. (Bild: Keystone)

Die Betreiberin der Ritom gehört zu 75 Prozent dem Kanton Tessin und der SBB. Das Wasserkraftwerk wurde 1917 erbaut, der Neubau soll 2027 in Betrieb genommen werden. Die Kantonspolizei präzisierte am Mittag, dass sich die Explosion im alten Gebäude und nicht im Neubau zugetragen hat.

Der Arbeitgeber der Todesopfer AET und die Eigentümerin des Kraftwerks SBB trauern um die Verstorbenen. In einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben sie, dass sie mit den Behörden in engem Kontakt stehen. Das Ereignis soll sorgfältig aufgearbeitet werden, damit notwendige Lehren, darausgezogen werden können.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zur Klärung der genauen Umstände aufgenommen. (jbl/cpf/watson)

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Fünf Tote nach Unfall mit niederländischem Reisecar bei Zernez

Der Car war von Zernez Richtung Susch unterwegs, als es im Bereich einer Baustelle zum Selbstunfall kam. Fünf Personen starben.
vor 16 Stunden
Abo

«Puzzle vervollständigen»: Weshalb ein Wattwiler heute Abend bei «Aktenzeichen XY» gesucht wird

Der Fall des vermissten Wattwiler Andreas Portmann wird am Mittwochabend bei «Aktenzeichen XY» im ZDF gezeigt. Als letzter Aufenthaltsort wird Mühlehorn am Walensee vermutet – ein Ort, an dem sich auch Touristen aufhalten. Sie könnten ein weiteres Puzzlestück im Fall Andreas Portmann liefern.
08.09.2026

Arbeitsunfall in Widnau: 17-Jähriger stürzt von Dach und verletzt sich schwer

Am Donnerstagnachmittag  ist es zu einem Arbeitsunfall gekommen. Ein 17-Jähriger stürzte bei Reinigungsarbeiten rund fünf Meter von einem Dach. Er wurde schwer verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
vor 4 Stunden

Wettbewerb

2x2 Tickets für das «1. Liechtensteiner Herbstfest» zu ...
1. Liechtensteiner Herbstfest

Umfrage der Woche

Fristenlösung: Hätten Sie sich eine Volksabstimmung gewünscht?
­
­