Ein Bundesrat aus dem Kanton Zürich? Thomas Matter erwägt Kandidatur
Céline Amaudruz hat am Donnerstag öffentlich verkündet, dass sie für den Bundesrat und damit für die Nachfolge von Guy Parmelin kandidieren wird. Die Genferin (47) ist die erste offizielle Kandidatin der SVP.
Derzeit gibt es etliche Gerüchte, wer denn noch kandidieren könnte. Das gilt auch für Natalie Rickli, die Zürcher Regierungsrätin. Sie überlegt derzeit noch.
Doch auch andere aus ihrem Kanton könnten sich das Amt im Bundesrat vorstellen. So etwa Thomas Matter, der 60-jährige Nationalrat. Darüber berichtet der «SonntagsBlick». Auf eine Anfrage der Zeitung erklärte der Banker, dass er sich Gedanken mache.

Im Gespräch verweist er jedoch auf ein Versprechen, das er seiner Frau beim Einzug in den Nationalrat 2014 gegeben habe: nicht Bundesrat werden zu wollen. Aus diesem Versprechen sei er bislang nicht entlassen, sagt er weiter. Er und seine Frau würden das Thema derzeit allerdings intensiv diskutieren.
Matter rückte für den zurückgetretenen Christoph Blocher in den Nationalrat. Seither setzt er seine Stimme unter anderem gegen einen EU-Beitritt und die Bilateralen III ein.
Auf der Website der SVP Zürich wird der 60-Jährige folgendermassen zitiert: «Ich wehre mich gegen einen schleichenden EU-Beitritt durch institutionelle Anbindung und sogenannte <Rahmenverträge>.» Matter sitzt als Stellvertreter in der parlamentarischen EFTA/EU‑Delegation. Diese pflegt unter anderem die Beziehungen mit dem Europäischen Parlament. (cri/jbl)
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