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Gemeindepräsident von Crans-Montana: «Es gab kein lasches Verhalten»

Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana stehen nicht nur die Betreiber der Bar «Le Constellation» in der Kritik. Auch Vorwürfe an die Behörden, wonach diese womöglich zu lasch kontrolliert hatten, werden laut. Der Gemeindepräsident von Crans-Montana kontert.
Crans-Montanas Gemeindepräsident Nicolas Féraud. (Bild: Jean-Christophe Bott)

Die Schweiz steht noch immer unter Schock. Die Tragödie, die sich in der Neujahrsnacht in Crans-Montana ereignet hat, wird das Land noch lange beschäftigen. Längst wurde die Schuldfrage laut. Hat sich das Betreiberpaar nicht an die Gesetze gehalten? Haben die Behörden nicht ordentlich kontrolliert? Viele Fragen sind offen, die Ermittlungen laufen.

Fest steht bisher, dass eine Strafuntersuchung gegen das Betreiberpaar eröffnet wurde. Es geht um fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässiges Verursachen einer Feuersbrunst, wie es am Samstag in einer Mitteilung hiess. Auch Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud hatte schon am Freitag erklärt, dass die ersten Erkenntnisse darauf hindeuteten, dass die Deckendämmung durch Wunderkerzen an Champagnerflaschen in Brand geraten war.

Was war mit den Kontrollen?

Ob jedoch im Innern der Bar alles regelkonform war, muss erst noch untersucht werden. Sicherheitsvorsteher Stéphane Ganzer hatte an einer Medienkonferenz erklärt, dass der Feuerpolizei keine Informationen vorlägen, dass bei einer Kontrolle Mängel festgestellt wurden, und dass man davon ausgehe, dass Kontrollen durchgeführt worden waren.

Diese hätten einmal pro Jahr stattfinden sollen. Die Betreiber erklärten jedoch, dass sie in zehn Jahren nur dreimal kontrolliert worden seien. Zuständig dafür war die Gemeinde. Sollte sie Fehler gemacht haben, könnte auch sie belangt werden. Deren Präsident Nicolas Féraud hat sich nun erstmals gegenüber RTS geäussert. Bisher hatte er gegenüber den Medien keine Fragen bezüglich der Kontrollen beantwortet. Demnach habe er alle Unterlagen der Generalstaatsanwaltschaft ausgehändigt. Ausserdem sagt er:

Crans-Montanas Gemeindepräsident Nicolas Féraud. (Bild: Jean-Christophe Bott)

Weitere Fragen will er nicht beantworten, er betont aber, dass man mit der Justiz zusammenarbeite und auch für die betroffenen Familien da sei. Die Gemeinde tritt zudem als Zivilklägerin im Strafverfahren auf. Féraud ist sich eines sicher: «Es ist klar, dass sich die Dinge ziemlich schnell ändern werden.» (vro, watson.ch)

 
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