Zwei Schutzwaldprojekte aus St.Gallen erhalten eine Auszeichnung
Die Alpenländischer Forstvereine (ARGE) zeichnen jedes Jahr besondere Projekte zum Erhalt und zur Verbesserung des Schutzwaldes aus. In diesem Jahr sind zwei Projekte aus dem Kanton St.Gallen dabei, schreibt die Staatskanzlei St.Gallen in einer Mitteilung.
In der Kategorie Erfolgsprojekte belegte das Projekt «Schildkrötenwald Galans – Schutz durch Struktur» den ersten Platz. Die Schutzwälder von Galans oberhalb von Weisstannen schützen Siedlungen und Infrastrukturen vor Naturgefahren. «Aufgrund der abgelegenen Lage und der schlechten Erschliessung wurden sie seit Jahrzehnten kaum gepflegt», heisst es. Die Stabilität des Schutzwaldes drohte wegen fehlender Strukturvielfalt und Überalterung zu sinken.
Vor rund zehn Jahren entschieden sich die Waldregion 3 Sargans und die waldbesitzenden Alpkorporationen deshalb für einen Eingriff. Nach der Schutzwaldpflege veränderten Stürme und Borkenkäfer den Bestand zusätzlich. Entstanden ist das aus der Vogelperspektive ersichtliche und namensgebende «Schildkrötenpanzermuster». Die Jury würdigte insbesondere den Mut der Verantwortlichen, einzelne Käferbäume stehen zu lassen und natürliche Entwicklungen zuzulassen.
Das Projekt «Schwitzen für den Toggenburger Schutzwald» wurde in der Kategorie Schulprojekte ausgezeichnet, heisst es in der Mitteilung weiter. Ziel war es, Schulkinder und weitere Personenkreise möglichst einfach für das Thema «Verjüngung im Schutzwald» zu sensibilisieren. Dazu organisierten die Beteiligten einen Sponsorenlauf. Der Erlös sei vollständig für Einzelschutzmaterial eingesetzt worden, das aufgekommene Jungbäume im Schutzwald vor Wildverbiss schützt.
Schutz vor Steinschlägen und Murgängen
Die Arbeitsgemeinschaft ARGE ist ein Zusammenschluss der Forstvereine aus Südtirol, Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Bayern, Liechtenstein, Graubünden und St.Gallen. Im Kanton St.Gallen sind 29 Prozent der Fläche Wald. Über die Hälfte davon – knapp 38'000 Hektaren – ist Schutzwald. Dessen wichtigste Funktion ist es, Menschen und Infrastruktur grossflächig vor Steinschlägen, Erdrutschen und Murgängen zu schützen.
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