Zwei Recherchen der «Tagblatt»-Zeitungen für «Zürcher Journalistenpreis» nominiert
Die Nominierten für den Zürcher Journalistenpreis 2026 stehen fest: Darunter befinden sich auch zwei Recherchen aus den «Tagblatt»-Zeitungen. Die drei Redaktoren des «St.Galler Tagblatts», Sandro Büchler, Jochen Tempelmann und Davide De Martis, wurden für ihren Artikel «Umweltskandal am Bodensee» nominiert. Darin deckten sie auf, dass beim Verpackungskonzern Amcor in Goldach tonnenweise giftiger Löschschaum in den Bodensee gelangt war. Um Einsicht in die Strafakten zu erhalten, gelangten die drei Journalisten sogar bis vors Bundesgericht. «Die Recherche wurde immer grösser und grösser», sagt Sandro Büchler.
Ebenfalls nominiert ist Samuel Ryter, Redaktor der «Appenzeller Zeitung», für die dreiteilige Artikel-Serie «Kronen-Recherche: Das Geisterhaus im Alpstein». Darin beleuchtete er, wie eine Zuger Holdinggesellschaft das Hotel «Krone» in Brülisau kaufte und es anschliessend über Jahre hinweg verfallen liess. «Für mich ist die Nomination eine Bestätigung, dass der Lokaljournalismus weiterhin wichtig ist», sagt Ryter, «So eine Geschichte kann fast nur der Lokaljournalismus schreiben.»
Insgesamt wurden zwölf journalistische Arbeiten aus verschiedenen Schweizer Medien nominiert, drei davon werden schliesslich ausgezeichnet. Der Zürcher Journalistenpreis ist mit 10'000 Franken dotiert und wird am 12. Mai im Zürcher «Kaufleuten» verliehen. Die Stiftung «Zürcher Journalistenpreis» wurde 1980 vom Zürcher Presseverein gegründet und gilt heute als eine der renommiertesten Auszeichnungen für Print- und Online-Journalismus in der Schweiz. Die Stiftung wird von den vier Medienhäusern CH Media, NZZ, Ringier und Tamedia getragen. Zudem unterstützen namhafte Unternehmen und Institutionen die Veranstaltung finanziell.
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