Wildhaus präsentiert Millionenplus und präsentiert Stand diverser Zukunftsprojekte
Die Gemeinde Wildhaus–Alt St. Johann hat das Rechnungsjahr 2025 deutlich besser als erwartet abgeschlossen. Die Erfolgsrechnung weist einen Ertragsüberschuss von 1'758'820 Franken aus. Sie wurde an der Bürgerversammlung vom Dienstag im «Chuchitobel» in Wildhaus von den 148 Stimmberechtigten ohne Gegenstimme genehmigt.
Gemeindepräsident Thomas Diezig informierte ausserdem darüber, dass die operativen Geschäfte des Grundbuchamtes ab 1. April 2026 in Gams geführt werden. Der Schritt erfolgt, nachdem die bisherige Grundbuchverwalterin gekündigt hat und aktuell kein Fachpersonal verfügbar ist.
Nächtliche Mobilität wird geprüft
Der Gemeinderat setzt verstärkt auf die langfristige Entwicklung der Gemeinde. Im Oktober wurde die Bevölkerung deshalb zur Zukunftswerkstatt «zäme hebä – zäme lebä» eingeladen, an der sich über 70 Personen beteiligten. Aus den erarbeiteten Ideen gingen zehn Projektgruppen hervor.

Erste Resultate sind bereits sichtbar: Jugendliche gründeten den Churfirsten Festverein, der künftig Anlässe für junge Menschen organisiert. Der erste findet am Samstag in der Gräppelenbar in Wildhaus statt. Gleichzeitig wird die nächtliche Mobilität geprüft, unter anderem mit dem Angebot MyBuxi, wofür es zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer - allenfalls Eltern von Jugendlichen - bräuchte.
Eine weitere Gruppe arbeitet am Aufbau eines «Netzwerks Alter», das bestehende Angebote bündeln, soziale Kontakte fördern und Einsamkeit vorbeugen soll. Eine erste Informationsveranstaltung fand am Montag statt.
Donnerstäglicher Frischmarkt startet im Mai
Im Bereich Dorfentwicklung wird ein «Frischmarkt» lanciert. Dieser findet, ab dem 21. Mai, jeden ersten und dritten Donnerstag auf dem Dorfplatz in Unterwasser statt. Gemeinde und Tourismus setzen ausserdem auf eine vereinfachte und modernisierte Signalisation im Gemeindegebiet. Auch Wohnraum bleibt ein Thema: Die Gemeinde hat ein Grundstück in Wildhaus vom Bund erworben.
Die Dorfgestaltung in Wildhaus bleibt ein Dauerbrenner. Auf dem Bellevueareal ist ein Zwingli-Begegnungszentrum nach einem Entwurf von Architekt Peter Zumthor geplant. Derzeit läuft die Finanzierungsprüfung.
Im Freizeitbereich steht die Weiterentwicklung bestehender Angebote im Vordergrund. So sollen Bike- und Wanderwege besser aufeinander abgestimmt werden. Auch befasst sich eine Arbeitsgruppe mit der künftigen Nutzung des Curlingareals in Wildhaus. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation: Mit der kürzlich lancierten App Crossiety steht der Bevölkerung ein digitaler Dorfplatz zur Verfügung, über den Informationen schnell verbreitet werden können.
Zum Abschluss wies Diezig auf die Schlussveranstaltung der Zukunftswerkstatt am 10. April im Hirschen Wildhaus hin, an der die Projektgruppen ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren.
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