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People's Airline stellt auf kleineres Flugzeug um und lagert Charter-Flüge aus

Die People's Airline ersetzt ihre Embraer 170 durch eine Dornier 328-100 mit nur halb so viel Plätzen wie bisher – die Frequenz nach Wien wird erhöht. Gleichzeitig plant die Airline Anpassungen beim Personal und überlässt Charterflüge künftig Partnern.
Ab dem 28. März 2027 fliegt die People's Airline mit einer Dornier 328-100 Turboprop-Maschine. (Bild: zvg/Dietmar Schreiber)

Die Fluggesellschaft People's Airline erhält per Sommerflugplan ein neues Flugzeug. Ab dem 28. März 2027 wird neu mit einer zweimotorigen Dornier 328-100 Turboprop-Maschine geflogen, wie Thomas Krutzler, CEO der People's Air Group, in einer Medienmitteilung schreibt.

Schon vor zwei Wochen kündigte die Fluggesellschaft an, ab dem 27. Oktober ohne ihr einziges Flugzeug, eine Embraer 170, auskommen zu müssen. Als Grund dafür wurde eine umfassende Prüfung der Maschine genannt. Nun gibt die Fluggesellschaft bekannt, dass der Verwaltungsrat der People's Holding beschlossen hat, das Flugzeug auszuflotten.

Da die People's Airline ab nächstem Frühling mit einer neuen Maschine fliegen wird, stünden nun nötige Umschulungen und Zertifizierungen an. Ab Dienstag, 27. Oktober, wird der Flugplan durch eine Embraer 190 der Fluggesellschaft Helvetic Airways weitergeführt. Dies gelte auch für die geplanten Incoming Ski-Charterflüge - also Flüge, die Skiferiengäste aus dem Ausland in die Schweiz bringen - gemeinsam mit dem Reiseveranstalter SkiTravelGroup zwischen Januar und März 2027.

Weniger CO₂‑ und Lärmemissionen

Die neue Dornier 328-100 Turboprop-Maschine soll weniger CO₂‑ und Lärmemissionen verursachen als ihre Vorgängerin. Zudem werde die Frequenz auf werktäglich drei sowie sonntags zwei Linienflüge nach Wien und zurück erhöht, schreibt Geschäftsführer Krutzler. Damit wolle man dem Kundenbedürfnis nach mehr Flexibilität gerecht werden. Insgesamt werden aufgrund der zwei statt drei täglichen Flüge jedoch nicht mehr Passagiere nach Wien und wieder zurück befördert. «Die Auslastung ist seit Corona, also seit ungefähr sechs Jahren, allerdings so niedrig, dass die drei Frequenzen mit 32 Plätzen genügen», sagt CEO Thomas Krutzler.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Private Wings sichere überdies die betriebliche Zuverlässigkeit, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Die deutsche Fluggesellschaft betreibt acht typengleiche Dornier 328-100-Flugzeuge.

Charterangebot bleibt bestehen

Am Angebot von Sommer-Charterflügen mit den Reiseveranstalter-Partnern High Life Reisen AG und Rhomberg Reisen AG ab dem Flugplatz Altenrhein werde künftig festgehalten. Die Flüge würden allerdings in Zukunft nicht mehr von People's selbst, sondern von Partner-Airlines wie Private Wings, Avanti Air, Frost und Helvetic Airways ausgeführt. Die People's Airline beabsichtige nicht, das Charterangebot zeitnah wieder selbst aufzunehmen, da die Dornier 328-100 dafür als Flugzeug nicht geeignet sei, sagt Thomas Krutzler auf Anfrage.

Aufgrund der voraussichtlich zunehmenden Frequentierung von Linien- und Charterflügen werde der Personalbestand bei der Flugplatzbetreibergesellschaft Airport Altenrhein AG leicht erhöht. Die reduzierte Platzzahl im neuen Flugzeugtyp Dornier 328-100 würde einerseits der Nachfrage auf dem Linienflug Altenrhein-Wien-Altenrhein und somit den wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten gleichermassen Rechnung tragen. Andererseits benötige die geringere Sitzkapazität auf dem Linienflug weniger Flugpersonal. Der geringe Personalabbau bei der People's Airline soll nach Möglichkeit über natürliche Fluktuationen erreicht werden. Es würden derzeit Gespräche geführt und gemeinsam nach sozialverträglichen Lösungen gesucht. (pd/ann)

 
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