Wattwil ist stolz auf seine drei Olympiahelden
Da trifft der Slogan «Ehre, wem Ehre gebührt» den Nagel wahrlich auf den Kopf. Denn Selina Witschonke (Silbermedaille im Curling), Beda Klee (Langlauf) und Ueli Rotach (Ski an den Paralympics) haben die Gemeinde Wattwil während den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina in die ganze Welt hinaus getragen. So erstaunt es nicht, zeigen sich Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner und Gemeinderätin Olivia Heer äusserst stolz, als sie am Donnerstagabend den Olympioniken-Empfang eröffnen.
Um die 200 Besucher wollen mit dabei sein und die Sporttalente gebührend feiern. So stehen sie beim Eintreffen der drei Spalier und beklatschen die Sportler mit viel Engagement. Mit genau gleich viel Enthusiasmus und Engagement haben die drei Wintersportler an den Spielen teilgenommen und berichten viel Positives von ihrer Zeit in Italien.
Wenn das Schicksal zuschlägt

Skirennfahrer Ueli Rotach, der an den Paralympics gestartet ist, erlitt im Jahr 2008, damals fünfjährig, einen Schlaganfall. «Doch nur anderthalb Jahre später stand ich wieder auf den Skier, das hatten mir damals nicht alle zugetraut», sagt der Wattwiler.
Betreffend Olympia sind ihm noch heute die langen Tage äusserst präsent. «Tagwache war schon um fünf Uhr morgens, dann folgten die Skirennen, die Analysen und bereits die Vorbereitung auf das nächste Rennen. Es waren lange und strenge Tage, aber das gehört sich so. Insbesondere der Austausch mit anderen Sportlerinnen und Sportler war gewinnbringend und spannend, daraus kann man für die Zukunft Nutzen ziehen», sagt Ueli Rotach. Er wird bei seinem Bühnen-Interview, infolge Applauswellen, mehrmals unterbrochen.

Noch nicht ganz verarbeitet hat Selina Witschonke das ganze Olympia-Drumherum. Vor drei Jahren stiess sie zum Curling-Team um Skip Silvana Tirinzoni. «Dass wir im Olympia-Endspiel so knapp mit 5 zu 6 gegen die Schwedinnen verloren haben, war schon schmerzhaft. Aber eine Stunde nach Spielende übernahm die Freude über die Silbermedaille das Zepter. Den Druck verspürte ich gar nicht mal als so gross, denn im Finale weiss man, dass man eine Medaille auf sicher hat», sagt die Curlerin, die seit kurzem in Wattwil beheimatet ist.
Erst die Enttäuschung, dann das Top-Resultat

Ein Wellenbad der Gefühle hat Langläufer Beda Klee erlebt. Mit viel Zuversicht in den eröffnenden Skiathlon gestartet, resultierte am Schluss lediglich Rang 46. Doch mit einem hervorragenden Steigerungslauf wusste auch er schlussendlich zu überzeugen und lief im abschliessenden 50 Kilometer Massenstart auf den tollen 14. Rang. Beda Klee wohnt heute mehrheitlich in Davos, verspricht aber im Herzen stets ein Wattwiler zu bleiben. «Wir finden hier wunderbare Trainingsmöglichkeiten im Freien und auch wenn ich die meiste Zeit in Davos bin, mein Herz schlägt für Wattwil.»
Der Olympia-Ehrungsabend wurde vom OK-Wattwil Vereint und der Kommission Kultur, Verein und Integration der Gemeinde Wattwil organisiert. Die musikalischen Vertreter der Musikgesellschaften Wattwil, Ebnat Kappel und Lichtensteig sorgten vereint für die passende Umrahmung und der Grillstand hatte lange nach der Zeremonie noch Hochbetrieb.

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