Eine weitere Niederlage für Volley Toggenburg – und nun ein Cup-Derby
Nach dem Wechsel der Topscorerin Arita Ternava nach Italien stand die genesene Leoni Kunz auf der Angriffsoption im Einsatz und erwarb sich im zweiten Match des neuen Jahres weitere wichtige Spielpraxis. Erneut erhielt Adiva Joseph auf der Diagonalposition zu Beginn den Vorzug gegenüber Heba Sól Stefánsdóttir. Im Verlaufe des Spiels standen bis zu drei Spielerinnen aus dem eigenen Jugendbereich von Toggenburg in diesem NLA-Spiel auf dem Feld.
Damit setzte Head-Coach Detlev Schönberg einmal mehr den Plan und die Prioritäten des Nachwuchsvereins auch in die Tat um. Für dieses Heranführen junger Schweizer Spielerinnen ernten Schönberg und der Verein in der Liga und im Verband viel Lob. «Klar, es braucht auch Geduld, beim Team und in der Vereinsleitung, aber auch bei unseren Fans und Sponsoren, die uns so treu unterstützen», gibt Schönberg nach dem Spiel gleichzeitig zu bedenken.
Die Toggenburgerinnen fanden den Rhythmus nur schwer
Die neue Konstellation auf dem Feld war Chance und Test zugleich für das junge Heimteam. Die Annahme war an diesem Abend permanent unter Druck. Lugano gab sich keine Blösse und nutzte dies konsequent aus. Der erste Satz ging mit 25:16 klar an die Tessinerinnen. Auch im zweiten Durchgang änderte sich wenig. Volley Toggenburg fand nur schwer seinen Rhythmus. In der Offensive gelang es keiner Spielerin, Verantwortung zu übernehmen und Punkte zu erzwingen. Daran konnte auch die mittlerweile eingewechselte Heba Sól Stefánsdóttir nichts ändern. Volley Lugano agierte im Gegenzug mit bemerkenswerter Leichtigkeit. Nach rund 40 Minuten war auch der zweite Satz mit 25:14 entschieden.
Der Start in den dritten Satz begann mit einer Serie von Eigenfehlern des Heimteams. Im Verlaufe dieses Durchgangs konnte Toggenburg zu Gegenschlägen ausholen und in Satzmitte bis auf wenige Punkte nachziehen. Die Verteidigung agierte konzentriert und schnelle Angriffe sorgten für Beifall beim Publikum. Am Ende reichte es nicht für einen vierten Durchgang. Mit einem Servicefehler zum 25:19 endete die Partie.
Somit bleibt es dabei, dass Volley Toggenburg in dieser Saison nur gegen Academy Zürich gewinnen kann. 11 der 13 Spiele dieser Spielzeit gingen verloren, bei gerade einmal zwei Satzgewinnen. Gegen die Zürcherinnen gab es hingegen zwei Siege. In der Tabelle liegen die Toggenburgerinnen somit drei Punkte vor der Academy – bei allerdings einem Mehrspiel. Der Rückstand auf Platz acht, der von Genève Volley gehalten wird und zur Playoff-Teilnahme berechtigt, beträgt vier Punkte. Fünf Partien sind in der Qualifikation ausstehend. Ganz zum Schluss gegen die Genferinnen. Kommt es dann in Wattwil zum Showdown um den Playoff-Einzug? Dazu müsste es Volley Toggenburg gelingen, auch gegen ein Team zu punkten, das nicht Academy Zürich heisst. Weder Toggenburg noch Genf spielen noch gegen das Schlusslicht.
Keine Zeit für Erholung – es geht im Cup weiter
Lange Zeit für die Regeneration bleibt nicht. Zwar pausiert die NLA-Meisterschaft nun für eineinhalb Wochen. Dafür greifen die Wattwilerinnen diesen Sonntag (11. Januar) um 16 Uhr im Löhracker Aadorf in den diesjährigen Cup-Wettbewerb ein. Im Achtelfinal kommt es zum Auswärts-Derby gegen Volley Aadorf, das in der Nationalliga B derzeit auf Platz 8 und somit am unteren Ende des breiten Mittelfelds liegt. Für zusätzliche Brisanz sorgt die Tatsache, dass einige Spielerinnen bereits für beide Vereine aufgelaufen sind. (pd/sdu)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.