­
­
­
­

Eine weitere Niederlage für Volley Toggenburg – und nun ein Cup-Derby

Volley Toggenburg kann in dieser NLA-Saison weiterhin nur gegen Schlusslicht Academy Zürich punkten. Am Mittwochabend setzte es in der heimischen Rietsteinhalle gegen Lugano eine 0:3-Niederlage ab. Am Wochenende geht es im Cup beim NLB-Klub Aadorf weiter.
Die genesene, junge Aussenangreiferin Leonie Kunz (17) macht auf sich aufmerksam. (Bild: Teresa De Cristofaro)

Nach dem Wechsel der Topscorerin Arita Ternava nach Italien stand die genesene Leoni Kunz auf der Angriffsoption im Einsatz und erwarb sich im zweiten Match des neuen Jahres weitere wichtige Spielpraxis. Erneut erhielt Adiva Joseph auf der Diagonalposition zu Beginn den Vorzug gegenüber Heba Sól Stefánsdóttir. Im Verlaufe des Spiels standen bis zu drei Spielerinnen aus dem eigenen Jugendbereich von Toggenburg in diesem NLA-Spiel auf dem Feld.

Damit setzte Head-Coach Detlev Schönberg einmal mehr den Plan und die Prioritäten des Nachwuchsvereins auch in die Tat um. Für dieses Heranführen junger Schweizer Spielerinnen ernten Schönberg und der Verein in der Liga und im Verband viel Lob. «Klar, es braucht auch Geduld, beim Team und in der Vereinsleitung, aber auch bei unseren Fans und Sponsoren, die uns so treu unterstützen», gibt Schönberg nach dem Spiel gleichzeitig zu bedenken.

Die Toggenburgerinnen fanden den Rhythmus nur schwer

Die neue Konstellation auf dem Feld war Chance und Test zugleich für das junge Heimteam. Die Annahme war an diesem Abend permanent unter Druck. Lugano gab sich keine Blösse und nutzte dies konsequent aus. Der erste Satz ging mit 25:16 klar an die Tessinerinnen. Auch im zweiten Durchgang änderte sich wenig. Volley Toggenburg fand nur schwer seinen Rhythmus. In der Offensive gelang es keiner Spielerin, Verantwortung zu übernehmen und Punkte zu erzwingen. Daran konnte auch die mittlerweile eingewechselte Heba Sól Stefánsdóttir nichts ändern. Volley Lugano agierte im Gegenzug mit bemerkenswerter Leichtigkeit. Nach rund 40 Minuten war auch der zweite Satz mit 25:14 entschieden.

Der Start in den dritten Satz begann mit einer Serie von Eigenfehlern des Heimteams. Im Verlaufe dieses Durchgangs konnte Toggenburg zu Gegenschlägen ausholen und in Satzmitte bis auf wenige Punkte nachziehen. Die Verteidigung agierte konzentriert und schnelle Angriffe sorgten für Beifall beim Publikum. Am Ende reichte es nicht für einen vierten Durchgang. Mit einem Servicefehler zum 25:19 endete die Partie.

Somit bleibt es dabei, dass Volley Toggenburg in dieser Saison nur gegen Academy Zürich gewinnen kann. 11 der 13 Spiele dieser Spielzeit gingen verloren, bei gerade einmal zwei Satzgewinnen. Gegen die Zürcherinnen gab es hingegen zwei Siege. In der Tabelle liegen die Toggenburgerinnen somit drei Punkte vor der Academy – bei allerdings einem Mehrspiel. Der Rückstand auf Platz acht, der von Genève Volley gehalten wird und zur Playoff-Teilnahme berechtigt, beträgt vier Punkte. Fünf Partien sind in der Qualifikation ausstehend. Ganz zum Schluss gegen die Genferinnen. Kommt es dann in Wattwil zum Showdown um den Playoff-Einzug? Dazu müsste es Volley Toggenburg gelingen, auch gegen ein Team zu punkten, das nicht Academy Zürich heisst. Weder Toggenburg noch Genf spielen noch gegen das Schlusslicht.

Keine Zeit für Erholung – es geht im Cup weiter

Lange Zeit für die Regeneration bleibt nicht. Zwar pausiert die NLA-Meisterschaft nun für eineinhalb Wochen. Dafür greifen die Wattwilerinnen diesen Sonntag (11. Januar) um 16 Uhr im Löhracker Aadorf in den diesjährigen Cup-Wettbewerb ein. Im Achtelfinal kommt es zum Auswärts-Derby gegen Volley Aadorf, das in der Nationalliga B derzeit auf Platz 8 und somit am unteren Ende des breiten Mittelfelds liegt. Für zusätzliche Brisanz sorgt die Tatsache, dass einige Spielerinnen bereits für beide Vereine aufgelaufen sind. (pd/sdu)

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

AboErneut wartet eine Kanadierin

Von Deichmann lässt Favoritin Rebecca Marino keine Chance

Die Liechtensteinerin legte einen soliden Start in der ersten Qualifikationsrunde gegen die Kanadierin Rebecca Marino hin und steht nach zwei Sätzen (6:1 und 6:0) in der zweiten Runde am French Open.
20.05.2025

Wettbewerb

1x 2 Tickets für «HEIMWEH - Vo de Bärge Tour 2026» im ...
HEIMWEH - Vo de Bärge Tour 2026

Umfrage der Woche

War der US-Angriff auf Venezuela aus Ihrer Sicht legitim?
­
­