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Insel-Kauf für zwei Millionen: Wie ein verwechselter Geldkoffer ins Chaos führt

Zwei Akte, zwei Millionen Franken, acht Schauspielerinnen und Schauspieler: Mit der Premiere des Schwanks «Verruckts Gäld» sorgte der Theaterverein Toggenburg am Samstagabend im Wattwiler Thurparksaal für pointenreiche Unterhaltung. Auslöser des turbulenten Geschehens ist ein vertauschter Koffer voller Geld.
Der Theaterverein Toggenburg führt in der diesjährigen Spielzeit die Komödie «Verruckts Gäld» auf. Am nächsten Wochenende öffnet sich der Vorhang noch dreimal. (Bild: Christoph Heer)
Der Aktenkoffer mit zwei Millionen Franken sorgt für ein gewaltiges Durcheinander. (Bild: Christoph Heer)
Szene aus dem Stück, das das rund 100-köpfige Premierenpublikum begeisterte. (Bild: Christoph Heer)

Heinz Binder (gespielt von Cédric Heeb) verwechselt im überfüllten Bus seinen Aktenkoffer mit dem eines Fremden und ist plötzlich im Besitz von zwei Millionen Franken. Womit niemand rechnet: In Heinz Binder erwachen kriminelle Energien, die von der sofortigen Flucht nach Barcelona bis zum Kauf der Insel auf Bali reichen. Seine Frau Jeannette Binder (Karin Hobi) ist von den waghalsigen Plänen ihres Mannes zunehmend überfordert und greift erstmals zum Whiskeyglas.

Der Aktenkoffer mit zwei Millionen Franken sorgt für ein gewaltiges Durcheinander. (Bild: Christoph Heer)

Das Tohuwabohu spitzt sich zu, als Freunde auftauchen, ein Polizist das Haus betritt und eine Kommissarin sich plötzlich intensiv und ziemlich bestechlich um Heinz Binder kümmert.

Der Zweiakter gipfelt schliesslich im mysteriösen Tod des tatsächlichen  Geldbesitzers und dem Auftauchen eines noch mysteriöseren «Fussgängers». Rasante Wendungen, mimikstarkes Schauspiel, Pointen, die dem Premierenpublikum sichtlich und hörbar gefallen. Der Theaterverein Toggenburg zaubert das Bühnenspektakel noch drei weitere Male auf die Thurpark-Bühne - am nächsten Wochenende.

Nervosität gepaart mit Vorfreude

30 Minuten vor dem ersten Vorhang sprach der langjährige Regisseur Beat Thalmann mit dieser Zeitung über die Premierenstimmung. «Natürlich sind die acht Schauspielerinnen und Schauspieler etwas nervös, doch das gehört dazu», erklärte er und ergänzte: «Aber nach der langen Probezeit seit Oktober überwiegt letztlich die riesige Vorfreude.»

Szene aus dem Stück, das das rund 100-köpfige Premierenpublikum begeisterte. (Bild: Christoph Heer)

Nicht ganz ohne Stolz fügte er an, dass es gelungen sei, die einzelnen Rollen genau auf die Darstellerinnen und Darsteller abzugleichen. Ausserdem betonte Thalmann im Gespräch, wie wichtig es ihm sei, dass sich alle von Anfang an aktiv einbringen. «So entstehen Synergien, die einem Theaterstück nur guttun», fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Die Premiere am Samstagabend im Thurpark-Saal in Wattwil war mit über 100 Besuchern nicht ganz ausverkauft. Bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Theaterfreunde und solche, die es werden wollen, zum  Besuch einer der weiteren Aufführungen entschliessen können.

Informationen zum Theaterverein Toggenburg und ihrem diesjährigen Schwank «Verruckts Gäld» unter: www.theato.ch

 
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