Vater in Reute rastet erneut aus: Gemeinde nimmt Stellung zur Situation
Schon wieder ist es in Reute zu einem Vorfall mit einem Schüler gekommen, schon wieder ist derselbe Mann involviert wie Anfang Jahr. Am Dienstag ist es in einem Postauto zu einem Zwischenfall gekommen, wie die Kantonspolizei Ausserrhoden schreibt. Eine Person soll einen Schüler umgestossen haben.
Wie der «Blick» weiss, handelt es sich bei der Person um den 51-jährigen Vater eines Schulkinds. Der Vorfall bleibt vorerst ohne strafrechtliche Folgen: Eine Tätlichkeit wird nicht von Amts wegen verfolgt, vorerst war bei der Polizei keine Anzeige eingegangen. Doch der Vorfall bewegt das Dorf. Am Mittwochabend konnten Eltern an einem Anlass ihre Sorgen äussern. Am Donnerstagmittag hat die Gemeinde darüber berichtet.
Hausverbot für den Vater
«Der Gemeinderat nimmt die Sorgen der Eltern ernst», heisst es in der Medienmitteilung. Am Elternanlass waren die Schulpräsidentin, ein Jurist und ein Vertreter der Polizei anwesend. «Die Eltern erhielten Gelegenheit, Fragen, Befürchtungen und Anregungen direkt einzubringen.»
Die Schulführung habe in enger Zusammenarbeit mit den Behörden verschiedene organisatorische und sicherheitsrelevante Massnahmen umgesetzt. «Dazu gehört unter anderem ein Hausverbot für die betreffende Person.» Die Polizei sei im Rahmen ihrer normalen Patrouillentätigkeit auch weiterhin präsent. Sie sei für die Beurteilung von Gefährdungslagen sowie die Anordnung von Massnahmen verantwortlich.
Im Januar musste die Schule schliessen
Schon der erste Vorfall im Januar hatte ein brisantes Nachspiel: Die Schulkinder wurden zwei Tage früher als geplant in die Skiferien geschickt – die Schule blieb geschlossen. Auslöser waren «Bedrohungen und konkrete sicherheitsrelevante Vorfälle», wie die Schulbehörde in einem Elternbrief schrieb.
Damals war der Vater offenbar in einen Vorfall in Oberegg involviert. Auf einem Parkplatz kam es mutmasslich zu einer Straftat im Strassenverkehr, bei der Kinder involviert waren. Niemand kam zu Schaden, doch Gemeindepräsidentin Steffen sagte: «Für die Kinder war es sicher ein Schock.» (jot)
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