Nach dem Finale am Regiomasters wollen die Uzwiler Serben in der Rückrunde angreifen
Am Sonntag ging mit dem Regiomasters in St.Gallen das grösste Hallenfussball-Turnier der Ostschweiz über die Bühne. Mit dabei waren mit dem FC Bazenheid und dem Serben-Team des FC Uzwil (beide 2.Liga regional) auch zwei Teams aus der Region Wil/Toggenburg.
Während die Bazenheider Stammgäste in der Kreuzbleiche-Halle sind, nahmen die Uzwiler zum ersten Mal teil – und überzeugten bei der Premiere. Nach knappen Siegen gegen die U18 des FC Wil und gegen Wittenbach (2.Liga regional) und einer Niederlage gegen Altstätten (2.Liga inter) zogen sie als Gruppenzweite in die Viertelfinals ein.
Dort hiess der Gegner Rorschach-Goldach (2.Liga inter). Uzwil geriet zunächst in Rückstand, glich dann aus und sicherte sich nach einem Konter in Unterzahl den Sieg. Kurz darauf verlor Bazenheid seinen Viertelfinal im Penaltyschiessen gegen Altstätten.
Den Halbfinal gleich bei der ersten Teilnahme zu erreichen, das hätten die Uzwiler womöglich vor dem Turnier unterschrieben – doch es kam noch besser. Gegen den FC Besa St.Gallen ging es nach 0:0 nach Verlängerung – auch nicht gerade alltäglich im Hallenfussball – ins Penaltyschiessen. Nach zwei Fehlschüssen von Besa bei einem eigenen standen die Uzwiler Serben tatsächlich im Final.

Als klar war, dass die erste Mannschaft des FC Uzwil kein Interesse an einer Teilnahme hatte, hätten seine Spieler die Initiative ergriffen, sagt Trainer Dragan Savic am Tag nach dem Turnier. «Sie wollten unbedingt ans Regiomasters und haben alles selbst organisiert.»
Noch am Samstag sprach nicht viel für ein erfolgreiches Abschneiden. Mit Fabio Hasler sagte der beste Hallenspieler der Uzwiler aus privaten Gründen kurzfristig ab. Hasler spielt beim FC Wil Futsal in der höchsten Schweizer Liga. So trat Uzwil mit sieben zumeist jungen Spielern in der Kreuzbleiche an. Mit dem kleinsten Kader des Turniers waren keine Blockwechsel möglich. Und im ersten Spiel gegen Altstätten lag man schnell 0:3 zurück (Endstand 2:3). Doch je länger das Turnier dauerte, desto wohler fühlten sich die Uzwiler in der Kreuzbleiche.
Im Final jedoch war der SC Brühl, Titelverteidiger und Turnierfavorit aus der Promotion League mit dem früheren Bazenheider Dario Stadler, eine Nummer zu gross. 0:3 hiess es am Ende aus Sicht der Uzwiler. Dragan Savic ist trotzdem stolz auf sein Team. Auch weil man so eine Leistung nach nur zwei Hallentrainings vor dem Regiomasters nicht habe erwarten können.

Savic hofft, dass sein Team den Schwung aus der Kreuzbleiche in die reguläre Meisterschaft mitnehmen kann. Dort stehen die Uzwiler Serben in der 2.Liga nach einer starken Hinrunde auf Platz 2, punktgleich mit dem drittplatzierten FC Bazenheid und sechs Punkte hinter Frauenfeld. An den Leader aus dem Thurgau richtet Savic schon mal eine Kampfansage: «Wir wollen Frauenfeld noch ein bisschen fordern.»
Bazenheid scheidet dramatisch aus
Hatten die Bazenheider 2024 am Regiomasters noch den Final erreicht, schieden sie im vergangenen Jahr bereits nach den Gruppenspielen aus. Dieses Jahr, bei der ersten Teilnahme seit dem Abstieg aus der 2.Liga interregional, sollte es wieder zu mehr reichen, hatte Trainer Adrian Bernet im Vorfeld angekündigt. Und das tat es. Zwar setzte es gegen Rorschach-Goldach im letzten Gruppenspiel eine 2:7-Klatsche, doch dank Siegen gegen Steinach (3:0) und Neukirch-Egnach (5:1) war das Weiterkommen schon zuvor praktisch in trockenen Tüchern.
Im Viertelfinal war dann aber nach dramatischem Spiel Endstation. Nach regulären 14 Minuten auf Messers Schneide hatte es 2:2 gestanden. Bazenheid legte vor. Altstätten glich aus. Bazenheid ging erneut in Führung. Altstätten glich wieder aus, dieses Mal in Überzahl nach fünf Bazenheider Fouls.

Eine fünfminütige Verlängerung nach dem Modus «Golden Goal» brachte kein Tor und somit auch keine Entscheidung, obwohl Bazenheid zwei Minuten in Überzahl spielen konnte, da in der Zwischenzeit auch Altstätten fünf Fouls begangen hatte. Im Penaltyschiessen verfehlten zwei Bazenheider das Gehäuse, während Goalie Damian Scherrer einmal parierte.
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