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Tatwohnung in Urnäsch befindet sich in Haus der Stiftung Columban

Die Wohnung, in der am Donnerstag in Urnäsch zwei Frauen getötet und ein siebenjähriges Mädchen verletzt wurden, gehört einer Institution für beeinträchtigte Personen.
Das Haus, in dem sich die beiden Tötungen zugetragen haben, gehören der Stiftung Columban. (Bild: Manuel Fässler)
Peter Kürsteiner, Gemeindepräsident von Urnäsch. (Bild: pd)

Am vergangenen Donnerstag hat mutmasslich ein 23-jähriger Mann in Urnäsch eine 48-jährige Frau und deren Mutter in der Wohnung der 48-Jährigen erstochen. Dabei wurde auch die siebenjährige Tochter beziehungsweise Enkelin der beiden Opfer verletzt.

Wie aus der Website «Geoportal.ch» hervorgeht, befindet sich die Wohnung, in der sich die Tat ereignet hat, in einem Haus, das der Stiftung Columban gehört. Die gemeinnützige Einrichtung in Urnäsch bietet Wohn-, Pflege- und Beschäftigungsplätze für Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen an. Auf Anfrage wollte sich die Stiftung nicht zum Vorfall äussern.

Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden lebte die 48-jährige Frau gemeinsam mit ihrer Tochter als Mieterin in der Wohnung. Die Mutter respektive Grossmutter habe die beiden besucht. Der mutmassliche Täter, der ebenfalls in der Region wohnhaft ist, befindet sich inzwischen in Haft. Zuvor war er wegen Schnittverletzungen operiert worden.

Schule thematisiert Gewalttat im Unterricht

Am Montag begann in Urnäsch nach den Frühlingsferien wieder der Unterricht. «Der Schulstart verlief ruhig», sagte Gemeindepräsident Peter Kürsteiner auf Anfrage. Die Gewalttat vom Donnerstag sei in allen Klassen jener Schule thematisiert worden, die auch die siebenjährige Tochter beziehungsweise Enkelin der Opfer besucht. Die Kinder seien dabei vom schulpsychologischen Dienst begleitet worden, den Vorfall habe man «altersgerecht» besprochen.

Peter Kürsteiner, Gemeindepräsident von Urnäsch. (Bild: pd)

Die Eltern der Schülerinnen und Schüler waren bereits am Samstag per E-Mail darüber informiert worden, dass die Tat im Unterricht behandelt werde. «Das hat Ruhe und Vertrauen geschaffen», sagte Kürsteiner. Ihm seien keine Fälle bekannt, in denen besorgte Eltern die Schule kontaktiert hätten.

 
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